V/0812/2021
Theater im Pumpenhaus: Weiterentwicklung und weiterer Prozess zum Wiederbesetzungsverfahren
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Anlage 1_Interne_Externe_Fachexpertise
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Anlage 1 zur Vorlage V/0812/2021 1 Anlage 1: interne und externe Fachexpertisen Die Bearbeitung der Fragestellungen erfolgte mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen und Vertiefungen im Rahmen von Recherchen, Gesprächen /Interviews, Begehungen und Workshops mit folgenden internen und externen Fachexperten und Einrichtungen: - Gespräch / Workshop mit den interdisziplinär besetzten Mitgliedern des Theaterkuratoriums des Theaters im Pumpenhaus, welches jährlich über die Fördermittel für die besten Produktionen der professionellen lokalen Label entscheidet. - Workshop mit jeweils einem Vertreter / einer Vertreterin von zwölf professionellen lokalen freien Labeln, moderiert von Ulrike Seybold und Julian Pfahl vom Landesbüro für Freie Darstellende Künste NRW. Es wurde dabei darauf geachtet, dass sowohl etablierte als auch Nachwuchslabel, v.a. lokal agierende als auch überregional/(inter-)national vernetzte Label, unterschiedliche künstlerische Handschriften / Schwerpunktsetzungen (Theater, Tanz Performance, physical theater, immersives Theater) und Zielgruppenansätze vertreten sind. - Telefonkonferenz mit Georg Veit, Dezernent für Kultur und Weiterbildung, Bezirksregierung Münster - Besuch und Gespräch mit zwei Vertreterinnen des erfolgreichen Berliner Labels „She She Pop“: Elke Weber, Produktionsleitung und Fanni Halmburger, Ensemblemitglied, Schauspielerin und Vorstandsmitglied im Bundesverband Freie Darstellende Künste gemeinsam mit Harald Redmer, Vorstandsmitglied im Bundesvorstand Freie Darstellende Künste, ehemaliger Geschäftsführer des Landesbüros für Freie Darstellende Künste in NRW. She She Pop ist ein Performance-Kollektiv, das in den 90er Jahren am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaften gegründet wurde. Das Theater HAU Hebbel am Ufer ist seit 2003 ihr kontinuierlicher Koproduzent und Kooperationspartner in Berlin. Neben mittlerweile zahlreichen regelmäßigen Kooperationspartnern und Häusern im Ausland arbeitet das Kollektiv regelmäßig mit den bedeutsamsten Freien Theatern in Deutschland zusammen, wie z.B. Kampnagel Hamburg, Forum Freies Theater in Düsseldorf, Mousonturm Frankfurt/Main, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste. Es verfügt damit über einen entsprechend umfassenden Überblick über die jeweiligen Produktions- und Präsentationsbedingungen an unterschiedlichen Häusern. - Besuch und Gespräch mit Ulrike Seybold, Geschäftsführerin des NRW Landesbüros für Freie Darstellende Künste, Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste. Das Landesbüro ist Sprachrohr, Interessenvertretung, Förderer und Dienstleister für die Freie Darstellende Szene in NRW. Es vertritt kulturpolitische Standpunkte der Szene, vergibt in Eigenregie Förderungen und ist in weiteren Förderprogrammen aktiv involviert, es bietet ein Qualifizierungsprogramm spezifisch für Freischaffende an, es vernetzt und fördert die Vernetzung sowie den Diskurs zu inhaltlich relevanten Themenfeldern (z.B. Interkultur, Kulturelle Bildung, Digitalisierung), richtet das Festival Favoriten als zentrales Format aus NRW mit nationaler und internationaler Wirkungskraft aus. Anlage 1 zur Vorlage V/0812/2021 2 - Besuch und Gespräch mit Katrin Tiedemann, Künstlerische Leitung/ Geschäftsführer- in sowie Christoph Rech, Leitender Dramaturg/Geschäftsführung des Forum Freies Theater Düsseldorf (FFT) mit Besichtigung der neuen Räumlichkeiten im K1. Das FFT Düsseldorf (Forum Freies Theater) ist ein internationales Produktionshaus für freie darstellende Künste. Das FFT ist Teil des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, einem Zusammenschluss von sieben Institutionen der zeitgenössischen performativen Künste, die zu den bedeutendsten in Deutschland zählen. FFT Düsseldorf, HAU Hebbel am Ufer (Berlin), HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste (Dresden), Kampnagel (Hamburg), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt am Main), PACT Zollverein (Essen) und tanzhaus nrw (Düsseldorf). Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert das Bündnis internationaler Produktionshäuser seit der Spielzeit 2016/17 für drei Jahre mit insgesamt 12 Mio Euro. - Videokonferenz mit Florian Ackermann, Künstlerische Leitung der Schwankhalle Bremen; Mitglied im Netzwerk Freier Theater – NFT. Die Schwankhalle Bremen ist eine Spiel- und Produktionsstätte mit Schwerpunkt auf den freien darstellenden Künsten. Die Schwankhalle ist Teil der Netzwerke NFT, einem bundesweiten Zusammenschluss professioneller Theater und Produktionshäuser in kommunaler Förderung. Netzwerkmitglieder sind die frei produzierenden Theaterhäuser Lichthof-Theater in Hamburg, LOT-Theater in Braunschweig, PATHOS in München, sturioNaxos in Frankfurt (Main), Theater Rampe in Stuttgart, Schwankhalle in Bremen, Theaterdiscounter in Berlin, zeitraumexit in Mannheim und das WUK Theater Quartier in Halle (Saale). - Videokonferenz mit Friederike Behrens, die als Vorstandsmitglied des Landesver- bandes Freie Darstellende Künste in Bremen den Auswahlprozess für die neue Leitung der Schwankhalle Bremen verbandsseitig eng begleitet hat. - Telefonkonferenz mit Christoph Rodatz, Vorstand des Trägervereins des Theater im Depot in Dortmund. Das Theater im Depot wurde im Januar 2001 gegründet und befindet sich in einem ehemaligen Straßenbahndepot. Es wird vom Verein zur Förderung Freier Theaterarbeit Dortmund getragen. Als Off-Theater stehen Eigen- und Koproduktionen sowie die Förderung von Nachwuchskünstlern im Vordergrund. Am 1. September 2021 haben Jens Heitjohann und Christian Koch die künstlerische, betriebliche und organisatorische Leitung des Theaters übernommen. - Videokonferenz mit Sebastian Brohn, Dramaturgische Leitung, Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr. Der Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr ist ein Ort für avancierte Kulturprojekte der Freien Szene – Theater, Musik, Tanz, Performance, Lesung – und Spielstätte der großen Festivals im Ruhrgebiet, der Ruhr Trienale, der Mülheimer Stücke und der Impulse. - Internetrecherchen zu einzelnen Häusern, den relevanten überregionalen Netzwerken sowie Literaturrecherchen zur Förderpraxis und identifizierten Herausforderungen in den Ländern auf Basis der aktuell vorgelegten Publikationen: - Gutachten zu Arbeitsstrukturen der Freien Darstellenden Künste in Nordrhein-Westfalen im Auftrag des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, November 2020; - Markante Leuchtzeichen in einer ausdifferenzierten Theaterlandschaft _ Strukturen, Anlage 1 zur Vorlage V/0812/2021 3 Potentiale und Bedarfe der freien darstellenden Künste: Bestandsaufnahme aus 16 Bundesländern, herausgegeben vom Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.; Ende 2020 erschienen. Die zentralen Fragestellungen - Welches mit dem Pumpenhaus Münster vergleichbares Haus gibt es? Welche best- practice mit Blick auf Arbeitsmodelle / Zuschnitte / Strukturen gibt es in anderen Städten? - Wofür steht das Theater im Pumpenhaus im Besonderen (Alleinstellungsmerkmal) in Münster und überregional? Welche Qualitäten sollen erhalten bzw. weiterentwickelt werden? Wie sieht die „ideale Rolle“ des Freien Theaters im Pumpenhaus in der Kulturlandschaft in Münster aus? - Welche Rahmenbedingungen prägen die Entwicklung der Freien Theaterarbeit (in der Produktion und Präsentation) in besonderer Weise? Welche aktuellen und zukünftigen Herausforderungen bestehen und müssen/sollen (stärker) berücksichtigt werden? Welche zukünftig nutzbaren Entwicklungspotenziale/Chancen werden gesehen? - Welche Bedeutung haben Koproduktionen, regionale bis internationale Vernetzungen etc. und wie können/sollten sie sich gestalten? Welche Formen der Zusammenarbeit (und Wirkungen in die Stadtgesellschaft) werden praktiziert bzw. sind erstrebenswert? Welche Zielgruppen werden angesprochen? Sollen/müssen diese eher eingegrenzt oder erweitert werden? - Welche Modelle und Formen der Förderung sind (dafür) sinnvoll und unterstützend? Welche Erfahrungen gibt es mit der aktuell bestehenden Kuratoriumsförderung und den darin enthaltenen Möglichkeiten der Konzeptions- und Produktionsförderung sowie ggf. einer mehrjährigen Förderung? - Welche Aus-, Fort- und Weiterbildung ist erforderlich und wünschenswert? Wie und durch wen kann/sollte dies realisiert und gestaltet werden? Welche Relevanz hat das Thema Nachwuchsförderung in Münster? Welche Modelle der Nachwuchsförderung sind sinnvoll und zielführend? - Welche Arbeitsstrukturen haben sich bei der Geschäftsführung und künstlerischen Leitung von vergleichbaren Einrichtungen bewährt? Welche aktuellen Tendenzen sind dabei ggf. zu berücksichtigen? - Welche Modelle zur Nachfolgebesetzung gibt es? Welche Erfahrungswerte liegen dabei jeweils vor? Welche aktuellen Tendenzen sind dabei ggf. zu berücksichtigen?
Anlage 3_Handlungsfelder_und_Maßnahmen
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Anlage 3 zur Vorlage V/0812/2021 1 Anlage 3: Handlungsfelder und Maßnahmen der Weiterentwicklung 1. Handlungsfeld: Nachhaltig International Die internationalen Gastspiele und Koproduktionen haben für die Attraktivität des Programms, die Wahrnehmung und Strahlkraft des Pumpenhauses eine zentrale Bedeutung. Auch die lokalen Akteure profitieren unmittelbar von diesen künstlerisch- kulturellen Impulsen sowie mittelbar durch den guten Ruf und den hohen Bekanntheits- grad des Hauses, der ihnen andernorts Türen öffnen und Netzwerke erschließen kann. Auch für die künstlerischen Karrieren der ortsansässigen professionellen Theaterlabels, für ihre Ausstrahlung und Wirkungskraft sowie letztlich für ihre Verdienstmöglichkeiten haben die eigenen überregionalen bis (inter-)nationalen Gastspiele und Koproduktionen eine starke Relevanz. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass ihre Initiierung und Umsetzung aus unterschiedlichen Gründen zunehmend schwieriger werden und (zu) hohe bis unmögliche Anforderungen und Aufwendungen für die einzelnen Labels mit sich bringen. Auf Bundes- und Landesebene wird dieser erkannten Problematik entgegengewirkt, indem zunehmend auch der Aufbau von Bündnisstrukturen gefördert wird, wie z.B. das bundesweite Bündnis Internationaler Produktionshäuser oder aktuell das „Netzwerk Freier Theater“ (NFT), einem Bündnis eher kleinerer Freier Häuser. Alternativ zu diesen formalen Bündnisstrukturen können auch informelle Bündnisse mit den dafür in ihrer Programmatik und Ausrichtung geeigneten Häusern eine Option sein. Maßnahmen: - Beteiligung an Auf- und Ausbau von Bündnissen, die die an einem Haus entstandenen Produktionen überregional bekannt machen und bewährte Praktiken wie z.B. Künstlerresidenzen, Auftragsarbeiten, Koproduktionen und ortsspezifische Projektentwicklungen in einem dezentralen Modell von Zusammenarbeit möglich machen und dafür eine strukturelle Basis zu schaffen - Im Sinne eines „Artist Empowerment“ sollten die (inter-)nationalen Netzwerke und Koproduktionspartner einzelner lokaler Label stärker und strukturell in dem Kulturbetrieb des Pumpenhauses verankert und für das Haus und in die dezentralen Modelle der Zusammenarbeit mit anderen Häusern nutzbar gemacht werden - stärkere Beteiligung des Theaters im Pumpenhaus an relevanten Festivals, z.B. als Satellit des bedeutsamen Festivals „Favoriten“, an dem Internationalen Besucher- programm des NRW Kultursekretariats oder dem Programm „freischwimmen“, einer Plattform für Performance und Theater. Seitens des Pumpenhauses ist dafür eine entsprechende infrastrukturelle und personelle Beteiligung sowie programmatische Abstimmung erforderlich. 2. Handlungsfeld: Stark Lokal Kulturinstitutionen wirken zunehmend nicht nur als Spielstätten, sondern als Orte der Begegnung, des Austausches zwischen verschiedenen Altersgruppen, Kulturen und Sozialisationen sowohl zu den drängenden globalen Fragen der Zeit als auch zu den stadtspezifischen Herausforderungen und Fragen eines „guten Zusammenlebens“. Anlage 3 zur Vorlage V/0812/2021 2 Die Arbeit des Theaters im Pumpenhaus ist bereits geprägt durch vielfältige Kooperationsbezüge zu relevanten Kulturakteuren und -einrichtungen dieser Stadt. Zudem ist das Haus in interdisziplinäre und ressortübergreifende Prozesse eingebunden, von denen z.T. auch die freien Label profitieren. Maßnahmen: - Ausbau der Kooperationsbezüge bzw. Unterstützung und Förderung der diesbezüglichen Anstrengungen und Produktionsvorhaben der professionellen lokalen Label. Das Pumpenhaus ist damit Vermittler zu anderen Akteur:innen der Stadtgesellschaft und stärkt seine Interdisziplinarität, indem Denkräume mit Akteur:innen anderer Disziplinen eröffnet werden. - Ausbau der Vermittlerrolle des Hauses zu anderen möglichen lokalen Bühnen und Räumen auch mit Blick auf die begrenzten Auftrittskapazitäten im Pumpenhaus. Idealerweise werden dadurch kulturelle Zugänge in verschiedene Richtungen geschaffen und ggf. vorhandene Barrieren abgebaut. Zielsetzung sind dabei auch langfristige Beziehungen zu den vielfältigen Besuchergruppen im jeweiligen ortsspezifischen Umfeld. - Die auch in der Außenwahrnehmung überdurchschnittlich starke und vor allem miteinander agierende und kooperierende lokale Freie Szene in Münster sollte dabei in ihrem „Wir-Gefühl“ noch weiter gestärkt, ihr fachlicher Austausch untereinander gestärkt, ihre unterschiedlichen Kompetenzen stärker füreinander sowie für den Nachwuchs nutzbar gemacht und im Sinne einer gemeinsamen Strahlkraft und Öffentlichkeitsarbeit sowie strategischen Audience Developments nach außen kommuniziert werden. 3. Handlungsfeld: Kooperativ Qualifiziert Anders als im Bereich der Musik und Bildenden Kunst gibt es am Standort Münster keine Ausbildungsinstitution im Bereich der Darstellenden Künste. Vor diesem Hintergrund stellen sich in besonderer Weise Fragen nach einer erfolgreichen Nachwuchs- generierung, sowie nach einer Ausbildung und Qualifizierung, die den besonderen Bedarfen, zukünftigen Herausforderungen, aber auch zukunftsweisenden Potentialen der Szene vor Ort gerecht wird. Es ist existentiell wichtig, jungen Nachwuchs und neue Formationen in Münster aufzubauen und/oder an Münster zu binden. Nur so kann eine Impulswirkung für die Stadt erreicht werden. Maßnahmen: - Eine gezieltere und systematischere Nachwuchs- und Qualifizierungsarbeit, die sowohl die internationale (s.o.) als auch die über die Jahre vor Ort gewachsene Expertise (z.B. im Bereich Objekttheater, Theater im öffentlichen Raum, inter- kulturelles Arbeiten) einbindet, in einen stärkeren Austausch bringt und strukturell verankert. - Ausloten des aktuellen Signals des Landesbüros Freie Darstellende Künste, im Rahmen des vom Land finanzierten Qualifizierungs- und Fortbildungsprogramms sowie des „Mentoring-Programms“ mit dem Theater im Pumpenhaus – auch räumlich – zu kooperieren. - Ergänzend dazu sollte die hiesige universitäre Ausbildung mit der Darstellenden Kunst, der Filmkunst oder auch dem Literaturbetrieb stärker institutionell verwoben Anlage 3 zur Vorlage V/0812/2021 3 werden, um in gegenseitiger Verstärkung einen Theorie- sowie Praxistransfer zu leisten. Eine institutionalisierte Vernetzung mit den Hochschulen würde zudem im Sinne des „Audience Development“ auf eine stärkere Anbindung der Studierenden hinwirken, die im Rahmen von weiteren Bildungspartnerschaften mit örtlichen Schulen auf ein noch jüngeres Publikum ausgeweitet werden sollte. - Auf der Basis dieser kooperativen, dezentralen Bezüge: Bildung von „Masterclasses“ mit den möglichen Inhalten grundständiger Kenntnisse des Kulturmanagements (administrative Arbeit, Antragstellung, PR etc.), die künstlerisch- kulturelle Praxis in analogen, digitalen, hybriden Formaten, neue Formen der partizipativen Praxis, Diskurs- und Vermittlungsarbeit. - Für die zwingend erforderliche gezielte künstlerische Nachwuchsarbeit – den möglichst nachhaltigen Aufbau von Nachwuchs- und Newcomergruppen – sind Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene zu untersuchen (z.B. flausen+, freischwimmer), neue kommunale Fördermechanismen (z.B. Nachwuchsfestival, Nachwuchspreis, Nachwuchsresidenzen) einzuführen sowie ggf. auch dezentral über geeignete Akteur*innen (z.B. Cactus Junges Theater) oder Gastgeber-Modelle (im Sinne von z.B. „Rue Obscure“ lädt ein…“) zu entwickeln (s. auch Best-Practice im FFT Düsseldorf). 4. Handlungsfeld: Progressiv Gefördert Die Rahmenbedingungen, Kriterien und Umsetzungsformen einer zeitgemäßen und bedarfsgerechten Kulturförderung werden auf Bundes- und Landesebene sowie kommunaler Ebene nicht erst seit der Corona-Pandemie – seit dieser jedoch verstärkt – diskutiert. Im Vordergrund steht dabei die existentielle Verletzlichkeit der Freien Solokünstler:innen und Labels, die sich in der Regel ausschließlich über ihre Produktionen und in starker Abhängigkeit von Projektförderungen finanzieren können. Die Kritik wächst gegenüber einem Kulturbetrieb mit kurz- und schnelllebigen Produktionen, die häufig eine deutlich längere und/oder häufigere Präsenz in der Öffentlichkeit verdient hätten, und gegenüber der „Überproduktion“, zu der die Labels zum Verdienst ihres Lebensunterhalts genötigt werden. Im bundesweiten Abgleich erweist sich die Förderpraxis in Münster mit den Optionen der Projekt- und Konzeptionsförderung sowie den Möglichkeiten der mehrjährigen Förderung bereits als recht differenziert, sollte allerdings im Sinne eines nachhaltigen Kulturbetriebs modifiziert und ggf. erweitert werden. Maßnahmen: - Entwicklung einer Fördersystematik, die mehr Wiederaufnahmen zulassen und den einzelnen professionellen Theaterlabels neben ihren (geförderten) Projekten und Produktionen mehr Raum lässt für ergebnisoffene Prozesse, die z.B. der vertiefenden künstlerischen Recherche, der überregionalen bis internationalen Vernetzung und Sichtbarkeit, ihrer eigenen Fortbildung und künstlerischen Qualifizierung oder dem Ausloten und Erproben digitaler Möglichkeiten etc. dienen können. - Dafür Erweiterung der Konzeptionsförderung und / oder Einführung von Stipendien, mit denen der individuellen Künstler:innenförderung sowie ihrer (inter-) nationalen Vernetzung Rechnung getragen werden kann. Eine dafür erforderliche, Anlage 3 zur Vorlage V/0812/2021 4 zusätzliche Förderung gerät aktuell auch bundes- und landesweit sowie in einigen Kommunen zunehmend in den Fokus. - Mit den eher seltener zum Tragen kommenden mehrjährigen Fördermodellen verbindet sich für die einzelnen Labels die Sicherheit einer kontinuierlichen Förderung bei komplexeren Projektvorhaben. Sie bietet zudem die Möglichkeit, interessante und ggf. richtungsweisende Compagnien als Artist in Residence längerfristig an das Haus zu binden*. Oft prägend für die Außenwahrnehmung und für die Möglichkeit der Erweiterung der (inter)nationalen Netzwerke des Hauses ist der gezielte Aufbau erfolgversprechender Label über die mehrjährige Förderung äußerst sinnvoll und sollte daher – anders als aktuell praktiziert –auf zwei Label ausgeweitet werden. - Bezüglich der Mittelvergabe über das Kuratorium ist zu prüfen, ob abgestimmt auf die Zeitschienen relevanter weiterer Fördergeber (z.B. Landesbüro für Darstellende Künste, Kunststiftung NRW), auch kommunal eine jeweils halbjährige Vergabepraxis möglich ist. *Nachdem das Pumpenhaus z.B. für mehrere Jahre die künstlerische Heimat des Choreografen Samir Akika war, bevor er im Jahr 2012 Spartenchef im Bereich Tanz am Theater Bremen wurde, konnte seit dem Jahr 2017 das international vernetzt arbeitende Label bodytalk für eine Ansiedlung in Münster gewonnen werden. Regelmäßig werden dadurch auch beträchtliche zusätzliche Fördersummen, z.B. die „Spitzen- und Exzellenzförderung Tanz“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW, generiert, für die die längerfristig gesicherte kommunale Finanzierung allerdings eine Grundvoraussetzung darstellt. 5. Handlungsfeld: Bedarfsgerecht Produziert und Präsentiert Auftrag und Anspruch des Theaters im Pumpenhaus gehen deutlich über den eines reinen Abspielortes hinaus. Als zentrale Rahmenbedingungen und Voraussetzungen eines „guten Ortes der Produktion und Präsentation“ werden von externen wie lokalen Labeln insbesondere gut ausgestattete und regelmäßig nutzbare Proberäume, genügend Lagerfläche, ein technischer Support und Unterstützung am Haus sowie im günstigsten Fall bereits während der Produktions-/ Probephasen, eine Produktionsleitung und/oder Mentor:innen, die den Produktionsprozess begleiten können sowie eine ausreichende Anzahl an Aufführungsterminen benannt. Im „Binnenbetrieb“ des Pumpenhauses führt die gemeinsame Nutzung des Gebäudes mit der Filmwerkstatt seit Jahren zu räumlichen Engpässen bei den erforderlichen Büros, die auch im Sinne des Arbeitsschutzes bedenklich sind und für die Weiterentwicklungen beider Einrichtungen keinen Raum lässt. Maßnahmen: - Mit dem Probezentrum am Hoppengarten können diese Bedarfe in Teilen abgedeckt werden. Als aktuelle Herausforderungen und verbesserungswürdig werden insbesondere der Mangel an bezahlbarem Lagerraum, die Kollisionen zwischen Gruppen bei der Proberaum- und Unterkunftsnutzungen sowie der Mangel an (Wieder-)Aufführungsterminen angegeben. Für die Verbesserung dieser Rahmenbedingungen ist auch die intendierte Weiterentwicklung des Probezentrums Hoppengarten maßgeblich. - Entwicklung einer Strategie und Prüfung von möglichen Raumressourcen, die dem Betrieb des Pumpenhauses sowie der Filmwerkstatt angemessen begegnen können.
Beschlussvorlage
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V/0812/2021 V/0812/2021 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Theater im Pumpenhaus: Weiterentwicklung und weiterer Prozess zum Wiederbesetzungsverfahren Beratungsfolge 16.11.2021 Kulturausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Kulturausschuss der Stadt Münster nimmt die umfängliche Recherche und die daraus resultierenden Ansatzpunkte einer zukunftsfähigen Weiterentwicklung des Theaters im Pumpenhaus zur Kenntnis. 2. Der Kulturausschuss der Stadt Münster nimmt zur Kenntnis, dass das Haus u.a. auch im Bereich der Geschäftsführung/künstlerischen Leitung personell unterbesetzt ist. Im Zuge der Weiterentwicklung müssen Anpassungen mit dem Ziel einer tragfähigen Personalstruktur vorgenommen werden, für die kurz- bis mittelfristig auch finanzielle Anpassungen erforderlich sind. 3. Der Kulturausschuss der Stadt Münster beauftragt die Verwaltung auf der Basis der dargestellten Ansätze und unter Einbezug der personellen Ausbaunotwendigkeiten das Aufgaben-profil der Geschäftsführung/künstlerischen Leitung sowie das vorgeschlagene Wiederbesetzungsverfahren weiter zu konkretisieren und dem Rat das Ergebnis im Frühjahr 2022 vorzulegen. In diesen Prozess wird das Land NRW als strukturell maßgeblicher Förderer des Theaters im Pumpenhaus einbezogen. II. Finanzielle Auswirkungen: Der städtische Haushalt wird durch die Sachentscheidung nicht betroffen. Kulturamt 04.11.2021 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Schnell T elefon:492-4100 Schnell@stadt-muenster.de - 2 - V/0812/2021 Begründung: 1. Hintergrund Mit Beschluss des Rates in seiner Sitzung vom 28.08.2020 wurde die Wiederwahl als Geschäftsführer und letztmalige Verlängerung des Arbeitsvertrages des aktuell amtierenden Geschäftsführers um zwei Jahre bis Mitte 2023 festgelegt (V/0727/2020). Die verlängerte Vertragslaufzeit sollte auch genutzt werden, um ein geeignetes Wieder- besetzungsverfahren für die Geschäftsführung zu ermitteln und dem Rat der Stadt Münster im Dezember 2021 vorzulegen. Dafür sollte in einem ersten Schritt eine kritische Überprüfung des aktuellen Konzepts des Theaters im Pumpenhaus vorgenommen werden und dem Rat ebenfalls zeitgleich vorgelegt werden. Das Theater im Pumpenhaus hat für die Kulturlandschaft und die überregionale Strahlkraft Münsters eine herausragende Relevanz. An eine geeignete Nachfolgebesetzung der Leitung bestehen entsprechend besondere Qualitätsansprüche, insbesondere auch durch das Zusammenspiel eines (inter-)nationalen Gastspielprogramms und der besten Produktionen der professionellen lokalen freien Theaterszene. Die Konzeption des Pumpenhauses und die damit verbundene Förderung freier Theaterlabel haben sich in den vergangenen Jahren als Erfolgsmodell etabliert. Die Konditionen und Ausstattung bestehen jedoch nunmehr seit Jahren fast unverändert und bedürfen einer kritischen Überprüfung im Hinblick auf ihre zeitgemäße Bedarfsgerechtigkeit sowie die perspektivischen Herausforderungen. Im Zeitraum Juli bis Oktober 2021 wurde eine umfängliche Recherche mittels Gesprächen/Interviews, Begehungen, Workshops, Internet und aktuellen Studien vorgenommen. Die Perspektiven, Erfahrungswerte und Kenntnisse lokaler Kulturakteure wurden dabei notwendigerweise ergänzt, um die externe Fachexpertise von relevanten Kulturakteuren und Theaterleitungen aus anderen Kommunen sowie insbesondere von Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene. (s. Anlage 1) 2. Ausgangsbasis: Aktuelles Konzept des Theaters im Pumpenhaus Das Theater im Pumpenhaus, 1985 gegründet, gehört zu den ersten freien Theaterhäusern in Deutschland. Ursprünglich als Wirkungsort von dem Theaterinitiative Münster e.V. (TIM e.V.) – einem Verbund lokal ansässiger freier Theaterlabel – betrieben, wurde es im Jahr 1998 im Zuge eines breiten Diskussions- und Umstrukturierungsprozesses schließlich zur städtischen Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH. Durch einen Beschluss des Rates der Stadt Münster aus dem Jahr 1998 ist das Aufgabenspektrum für die Theaterhaus Pumpenhaus gGmbH klar umrissen worden. „mit dem Theaterzentrum soll ein Aufführungs- und Produktionsort, ein Zentrum, geschaffen werden, in dem intensiv gearbeitet werden kann und in dem ständig die Auseinandersetzung um die aktuellen künstlerischen Fragen auf der Höhe des nationalen und internationalen Diskurses stattfindet. Die Aufgabenstellung eines solchen Hauses ergibt sich aus den Bereichen des freien Theaters, die in Münster bisher kaum oder gar nicht abgedeckt wurden: o Qualifiziertes und deutliches Engagement für die besten Produktionen des freien Theaters aus Münster o Präsentation von nationalem und internationalem freien Theater in der Stadt Münster Kooperation mit Institutionen anderer Kunstsparten, z. B. Kunstakademie, Musikhochschule, - 2 - V/0812/2021 Universität (Münster ist neben Köln und Düsseldorf die einzige Stadt in Nordrhein-Westfalen, in der beide Hochschulen vertreten sind.) o Entwicklung interdisziplinärer Programme o Gastgeber für wichtige Künstler und Künstlerinnen aus dem In- und Ausland o Forum für wissenschaftliche, theaterästhetische und theaterpädagogische Auseinandersetzung o Adresse für qualifizierte Aus- und Fortbildung von Künstlern o Erprobung neuer Arbeitsfelder und -strukturen für Künstler und Künstlerinnen.“ Dieser Ratsbeschluss bildet auch heute noch die Grundlage für die Ausrichtung und Arbeitsweise des Theaters im Pumpenhaus. Gemäß diesem Aufgabenspektrum produziert und präsentiert das Theater im Pumpenhaus in lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Zusammenhängen. Es bindet die professionellen freien Gruppen Münsters an das Haus, realisiert einen internationalen Gastspielbetrieb und schafft einen professionellen Rahmen für die kontinuierliche Auseinandersetzung mit den aktuellen künstlerischen Fragen auf der Höhe des nationalen und internationalen Diskurses. Auch Produktionen jenseits klassischer Theaterformate und Arbeiten im Spannungsfeld von Performance, Neuen Medien, Musik, zeitgenössischem T anz, Streetdance und Bildenden Künsten sind zentraler Bestandteil des Profils des Hauses. Im Mittelpunkt der Programmarbeit des Pumpenhauses und seines amtierenden Geschäftsführers, Ludger Schnieder, steht seit 1999 die Suche nach Statements auf der Höhe der Zeit und nach erkennbaren künstlerischen Handschriften unabhängig von Zuschauerquoten und propagierten Trends. So ist es auf der einen Seite immer wieder gelungen, wichtige Künstlerpersönlichkeiten oft noch vor ihrem internationalen Durchbruch zu entdecken und ihnen professionelle Produktions- und Arbeitsbedingungen zu bieten, mit den bis heute bestehenden engen Arbeitsbeziehungen in Folge. Sasha Waltz, Olga Pona (RU) sind hier ebenso beispielhaft zu nennen, wie Gintersdorfer/Klaßen (DE), Lisbeth Gruwez (BE), Abattoir Fermé (BE), CAMPO (BE), Miet Warlop (DE/BE), Marie Brassard (CA). Als zentraler Ansprechpartner, Kritiker, Förderer und Kooperationspartner prägt es auf der anderen Seite in hohem Maße auch die Entwicklungsmöglichkeiten der professionellen lokalen Künstlergruppen, wie z.B. von Cactus Junges Theater, Theater Titanick, Formation Silvia Jedrusiak und ihre (inter-)nationalen Karrierechancen. Mit dem federführend vom Theater im Pumpenhaus initiierten spartenübergreifenden Begleitprogramm „Stadtklang“ im Kontext der Skulptur Projekte Münster sowie dem international aufgestellten Folgemodell „FLURSTÜCKE“ leistete es darüber hinaus früh und bis heute einen maßgeblichen Beitrag zum Ausbau und zur Profilierung der Stadt Münster im Bereich „Kunst und Öffentlichkeit“. Die Stadt Münster hat hier über die Jahre nicht nur eine besondere Kompetenz entwickelt, sondern auch eine nachhaltige Prägung erhalten. Mit rund 200 Veranstaltungen pro Jahr, Festivals und Aktionen im öffentlichen Raum ist das Pumpenhaus damit verlässlicher Ort ständiger Perspektivwechsel für ein breites Publikum. Ermöglicht wird das breite Spektrum einerseits durch ein Netz nationaler und internationaler Kontakte, andererseits durch die finanzielle Grundförderung von Stadt Münster und Land NRW. Zudem erhält das Pumpenhaus befristet bis Mitte 2022 eine spezielle Landesförderung als „Mittelzentrum T anz“,mit der insbesondere die (inter-)nationale Strahlkraft und Reputation des Hauses im Bereich des zeitgenössischen T anzesweiter ausgebaut werden konnte. Das Pumpenhaus ist zudem unersetzliche - 2 - V/0812/2021 Plattform und Impulsgeber für den zeitgenössischen T anz in der Region des nördlichen Nordrhein- Westfalens. Gemäß der Genese der Einrichtung liegt zudem ein starker Fokus auf der gewachsenen professionellen lokalen freien T anz- und Theaterszene. Der Etat für die organisch mit dem Pumpenhaus verbundene Fördermittelvergabe über ein Fachkuratorium ist seit 1999 nicht erhöht worden. Trotz des inflationsbedingten Verlusts (38 %) konnte in Münster über die Jahre ein beeindruckendes Spektrum an Theaterlabeln mit unterschiedlichen ästhetischen Formensprachen und Arbeitsweisen, analogen und zunehmend hybriden Praktiken, indoor und im öffentlichen Raum sowie für unterschiedliche Akteure:innen und Zielgruppen entwickelt werden. Sie leisten richtungsweisende (inter-)kulturelle Arbeit, geben starke Impulse zur Entwicklung strukturschwächerer Räume und werden in Fach- und Publikumskreisen z.T . auch (inter-) national wahrgenommen. In ihrer Vielfalt prägen sie das Freie Theater im Pumpenhaus als Ort einer heterogenen Stadtgesellschaft, der Reflexion und Auseinandersetzung. Insbesondere durch die mit dem Pumpenhaus verbundene Arbeit des Cactus Junges Theater, gehört auch die künstlerische Arbeit mit Jugendlichen und ein avanciertes Programm für junges Publikum zum Profil des Hauses. Eine sehr wichtige Grundvoraussetzung sind die dem Pumpenhaus angeschlossenen Probe- und Produktionsräumlichkeiten am externen Produktionszentrum Hoppengarten, welches zu den größten Produktionszentren der freien darstellenden Kunst in Nordrhein-Westfalen zählt. Konkrete Angaben zu den finanziellen, infrastrukturellen und personellen Ressourcen des Theaters im Pumpenhaus befinden sich in Anlage 2. 3. Benchmarking – die Positionierung des Freien Theaters im Pumpenhaus im nationalen Kontext Bundes- und landesweit sind die Freien Theaterhäuser im Wesentlichen vor 15 bis 25 Jahren in der Regel „Bottom-up“, d.h. auf Initiative oder zumindest unter starker Beteiligung jeweils lokal ansässiger Kulturakteure entstanden. Im Landesverband Freie Darstellende Künste sind aktuell 38 Mitgliedseinrichtungen organisiert. Die Freien Theaterhäuser eint die zentrale Zielsetzung, auch in Ergänzung zu ggf. vorhandenen kommunalen Theatern, Rahmenbedingungen, insbesondere für die Produktion und Präsentation alternativer, zeitgenössischer, experimenteller und immer wieder neuer Formen und Ästhetiken der Darstellenden Künste, im weitesten Sinne zu schaffen. Sie fungieren in diesem Sinne als Plattform und Ankerpunkt und arbeiten in unterschiedlicher Ausprägung lokal, regional, national bis international vernetzt und zeichnen sich zudem häufig durch interdisziplinäre, immer wieder auch grenzüberschreitende Arbeit aus. Als herausragende und bedeutsamste Institutionen der zeitgenössischen performativen Künste und zentrale Impulsgeber gelten die insbesondere in Großstädten angesiedelten sieben Einrichtungen HAU Hebbel am Ufer (Berlin), HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste (Dresden), Kampnagel (Hamburg), Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt am Main) sowie in Nordrhein-Westfalen das FFT Düsseldorf, PACT Zollverein (Essen) und das tanzhaus nrw (Düsseldorf). Der Fokus dieser Häuser liegt stärker in der (inter-) nationalen Produktion und Präsentation und nur in geringerem Ausmaß in der Förderung der lokal ansässigen Freien Szenen. In Nordrhein-Westfalen haben auf der Ebene der Mittelstädte insbesondere das Freie Theater im Pumpenhaus in Münster und der Ringlokschuppen in Mülheim eine Sonderstellung. Sie genießen in - 2 - V/0812/2021 Bezug auf Qualität und Strahlkraft ihres ambitionierten Programms eine vergleichbare Reputation wie z.B. das dem Bündnis Internationaler Produktionshäuser angehörige FFT in Düsseldorf. Im Unterschied zum Theater im Pumpenhaus bedient der Ringlokschuppen in Mülheim wiederum in einem deutlich geringeren Ausmaß die Interessen der professionellen lokalen Label. Infolgedessen ist die professionelle freie Theaterszene in Mühlheim kaum vorhanden. Im bundesweiten Abgleich ist die Schwankhalle in Bremen dem Theater im Pumpenhaus in Bezug auf Genese und Anspruch einer (inter-)nationalen Programmatik und gleichermaßen einer intendierten Stärkung der lokalen Szene am ähnlichsten, so dass auch dieses Haus in die vertiefenden Betrachtungen einbezogen wird. Die Ergebnisse der vertiefenden Auseinandersetzung mittels Videokonferenzen, z.T . Begehungen, Abfragen und Recherchen fließen in die ausgeführten Handlungsfelder ein. Eine Synopse zentraler, quantitativer Kennwerte der Einrichtungen befindet sich in Anlage 2. 4. Zentrale Ergebnisse und Ansätze zur Weiterentwicklung des Freien Theaters im Pumpenhaus Sowohl in der externen als auch in der internen Wahrnehmung und Einschätzung genießt das Theater im Pumpenhaus einen herausragend guten Ruf als eine der wichtigsten Adressen für experimentelles, qualitativ hochwertiges freies Theater und zeitgenössischen T anz. Der auch im bundesweiten Abgleich identifizierte Markenkern des Theaters im Pumpenhaus besteht darin, ein ambitioniertes internationales Koproduktions- und Gastspielprogramm zu realisieren und gleichermaßen eine organisch mit dem Haus verbundene Koproduktion, Präsentation und Förderung der professionellen lokalen Theaterlabels zu leisten. Die Rückmeldungen der lokalen und externen Gesprächspartner bestätigen dabei, dass das Haus als ein seit Jahren verlässlicher Koproduktionspartner und Förderer, als wertvoller Berater in Bezug auf Produktionen und künstlerische Umsetzung wertgeschätzt wird. Die lokalen Labels schätzen dabei das Vertrauen, das ihnen als Künstler:in entgegengebracht wird und ihnen die Entwicklung einer eigenen künstlerischen Handschrift ermöglicht. Sie begrüßen zudem die Offenheit, mit der unterschiedlichste künstlerische Formate und interdisziplinäres Arbeiten gefördert werden. Gerade in dieser doppelten Zielsetzung – international und lokal – liegen die zentralen Herausforderungen, aber auch Chancen im Sinne einer bedarfsgerechten und progressiven Weiterentwicklung des Hauses, die perspektivisch einem nachhaltigen und klimaschonenden Kulturbetrieb Rechnung tragen muss. Dabei fungieren die Freien Theaterhäuser in den aktuellen gesellschaftlichen Umbruchzeiten mehr denn je als kultur- und gesellschafts-politische Akteure. Das breite und interdisziplinäre Aufgabenprofil des Pumpenhauses (s.v.) erweist sich damit nicht nur als zeitgemäß, sondern erfährt eine gesteigerte Relevanz. Die empfohlene Weiterentwicklung sollte mit dem Ziel und Anspruch erfolgen - die internationale Perspektiven mit Künstler:innen vor Ort, lokalen Zuschauer:innengruppen und diversen Stadtgesellschaften in einen kontinuierlichen, offenen und vielfältigen Austausch zu bringen, - in besonderer Weise Diskurs- und Laborräume zu eröffnen, die gerade in ihrer interdisziplinären und kooperativen Arbeitsweise den drängenden komplexen Fragen dieser Zeit mit künstlerisch-kulturellen Mitteln begegnen, - dabei gleichermaßen ästhetisch anregend und inhaltlich relevant zu wirken, - Visionen einer Gesellschaft im Postwachstum zu befragen, erforschen und zu entwerfen, - in partizipativen und dialogischen Formaten Beteiligungsprozesse, gemeinsames Erkunden und Debatten anregen, - vertiefende Recherche- und „lustvoll-kreative“ Vermittlungsarbeit zu leisten. - 2 - V/0812/2021 Insbesondere einer noch weitergehenden Verschränkung der (inter-)nationalen und lokalen Ebene, klugen Allianzen und zielführenden Kooperationen kommt dabei in den folgenden zentralen Entwicklungsfeldern eine herausragende Bedeutung zu: - Handlungsfeld: Nachhaltig International - Handlungsfeld: Stark Lokal - Handlungsfeld: Kooperativ Qualifiziert - Handlungsfeld: Progressiv Gefördert - Handlungsfeld: Bedarfsgerecht Produziert Konkrete Ausführungen zu den Handlungsfeldern, möglichen Instrumentarien und konkreten Maßnahmen befinden sich in Anlage 3. 5. Vorschlag zum Besetzungsverfahren bzw. zum weiteren Vorgehen Die Recherchen bzgl. eines geeigneten Wiederbesetzungsverfahrens und der Abgleich mit vergleichbaren freien Theaterhäusern haben die deutlich unterbesetzte und fragile personelle Aufstellung des Theaters im Pumpenhaus deutlich gemacht (s. Anlage 2). Das T eam des Pumpenhauses, welches überregional und lokal als sehr ambitioniert erlebt wird, besteht im Kern nur aus 2 Vollzeit- und 2 T eilzeitangestelltenund in weiten T eilenaus Auszubildenden und Honorarkräften bzw. geringfügig Beschäftigten. Es lebt von dem Geist der „Gründergeneration der Freien Häuser“, die in hohem Maße „für die Sache brennen“ und mit ihren Häusern „verheiratet“ sind. Auch mit Blick auf den Generationenwechsel und der sich zunehmend abzeichnenden Haltung einer gesünderen „work-life-balance“ stößt dieses Arbeitsmodell zunehmend an Leistungsgrenzen. Mit den über die Jahre gestiegenen Anforderungen ist es zudem auch arbeitsschutzrechtlich bedenklich. In Bezug auf den Betrieb des Pumpenhauses betrifft dies insbesondere die geringen Ressourcen im Bereich der technischen Betreuung und Umsetzung. Die zunehmend komplexen und neuen Anforderungen an die Geschäftsführung /künstlerische Leitung eines Hauses, führten zudem in den vergangenen Jahren andernorts zunehmend zu verschiedenen arbeitsteiligen Leitungsmodellen. Hintergrund waren dabei nicht selten auch (mehrfach) gescheiterte Wiederbesetzungsverfahren nach dem Ausscheiden der „Gründergeneration“. So verfügen vergleichbare Einrichtungen, wie z.B. die Schwankhalle in Bremen und der Ringlokschuppen in Mülheim oder auch etwas kleinere Häuser, wie z.B. das Depot in Dortmund, aktuell jeweils über ein Leitungsteam mit ver- bzw. aufgeteilter Verantwortlichkeit in Bezug auf die jeweils umfänglichen geschäftsführenden (z.B. strategischen, betrieblichen, organisatorischen Aufgaben) sowie die künstlerischen (z.B. programmatische Gesamtverantwortung, dramaturgische Betreuung, Vermittlung und Beratung etc.) Leitungsaufgaben. Die genaue Aufgabenaufteilung ist dabei je nach Genese sowie Arbeitsschwerpunkten des Hauses unterschiedlich. Zudem sind auch gemischte Modelle mit Festanstellung(en) sowie temporär befristeten und wechselnden künstlerischen Ko-Leitungen z.B. auf der Basis von Werkverträgen denkbar. Die (Wieder-)Besetzung offener Leitungspositionen erfolgte dabei gemäß der Bedeutung der Häuser i.d.R. mittels einer öffentlichen Ausschreibung unter Beteiligung einer Findungskommission. Diese wirkte in einem unterschiedlichen Ausmaß z.T .bereits bei der Abfassung der Ausschreibung und der Definition geeigneter Auswahlkriterien, bei der zusätzlichen Ansprache geeigneter Kandidaten, bei der Sichtung der Bewerbungen bis hin zu den Bewerbungsgesprächen in der Endauswahl mit. Allgemeine Empfehlung ist, das jeweilige Aufgabenprofil und den Stellenzuschnitt in jedem Fall vor der Ausschreibung klar zu definieren – zumal dies auch Auswirkungen auf die Zusammensetzung - 2 - V/0812/2021 einer geeigneten Findungskommission hat. Neben externer Fachexpertise sollte eine entsprechende lokale Expertise einbezogen werden. In Anbetracht der aktuellen, defizitären Personalausstattung des Pumpenhauses schlägt die Kulturverwaltung vor, zunächst in einem ersten Schritt Anfang 2022 im Rahmen eines Workshops mit der Kulturpolitik und unter Beteiligung des Landes NRW Möglichkeiten einer kurz- bis mittelfristigen strukturellen Verbesserung des Hauses auszuloten und dafür im Vorfeld ein Eckpunktepapier zu erstellen. In einem zweiten Schritt wird die Kulturverwaltung auf dieser Basis das Modell und Anforderungsprofil der künftigen Leitung und darauf abgestimmt das vorgeschlagene (Wieder-) besetzungsverfahren mittels einer Findungskommission konkretisieren und dem Rat der Stadt Münster im Frühjahr 2022 zur Beschlussfassung vorlegen. Nach dem sich daran anschließenden Bewerbungs- und Auswahlverfahren soll eine Beschlussfassung des Rates zur Geschäftsführung/Leitung des Hauses im dritten Quartal 2022 erfolgen. Eine aktualisierte zeitliche Planung ist in der Anlage 4 dargestellt. I.V. gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage A Anlage 1: Interne/Externe Fachexpertise Anlage 2: Synopse Ressourcen Freie Theaterhäuser Anlage 3: Handlungsfelder und Maßnahmen Anlage 4: Zeitplan
Anlage 4_Zeitplan
787 Zeichen
Anlage 4 zur Vorlage V/0812/2021 Anlage 4: Zeitplan Wiederbesetzung Geschäftsführung Pumpenhaus Zeitraum Phase Januar 2022 Workshop / Gespräch mit Kulturpolitik und Vertretung des Landes NRW Gespräch mit dem Pumpenhaus-Publikum 6. April 2022 Beschlussfassung des Rates über Wiederbesetzungsverfahren und Ausschreibung der Geschäftsführung April bis September 2022 Bewerbungsverfahren Oktober 2022 Beschlussfassung des Rates zur Besetzung der Geschäftsführung ab Juli 2023 In der ersten Jahreshälfte 2023 Möglichkeit zur Einarbeitung der neuen Geschäftsführung in die Geschäftsabläufe, Aufbau von lokalen Netzwerkstrukturen. Planung der kommenden Spielzeit August 2023 Übernahme der Geschäftsführung im Theater Pumpenhaus durch die Nachfolge
Anlage A
2339 Zeichen
Anlage A zur V/0812/2021 Kurzüberblick Mit der Vorlage werden die umfänglichen Erhebungen und Recherchen und die daraus resultierenden Ansatzpunkte einer zukunftsfähigen Weiterentwicklung des Theaters im Pumpenhaus dargestellt. Sie bilden die Basis für die weiteren Schritte des Wiederbesetzungsverfahrens der Geschäftsführung / künstlerischen Leitung des Hauses. Vor dem Hintergrund der auch im Abgleich mit vergleichbaren freien Theaterhäusern deutlich gewordenen personellen Unterbesetzung des Hauses wird das weitere Vorgehen auch unter Einbezug des Landes NRW, als strukturell maßgeblichen Förderer des Theaters im Pumpenhaus, skizziert. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Es werden die Ziele verfolgt: 1. Wir werden als ein kulturelles Zentrum unseres Landes Projekte mit internationaler Ausstrahlung entwickeln 2. Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 3. Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „T oleranz durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln. Als T eilzielwird auf der Basis der skizzierten Weiterentwicklung des Hauses sowie des Benchmarkings mit vergleichbaren Theaterhäusern eine tragfähige Personalstruktur im Theaterhaus Pumpenhaus durch finanzielle Anpassungen auch unter Einbezug des Landes NRW entwickelt. Im nächsten Schritt wird das vorgeschlagene Wiederbesetzungsverfahren der Geschäftsführung / künstlerischen Leitung des Hauses weitere konkretisiert und dem Rat im Frühjahr 2022 vorgelegt. Finanzierung Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2022 enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan 2022 enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) keine.
Anlage 2_Synopse_Ressource_Freie_Theaterhäuser
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Anlage 2 zur Vorlage V/0812/2021
1
Anlage 2: Ausstattung / Ressourcen_ Ausgewählte Freie Theaterhäuser
FFT Düsseldorf
Schwankhalle Bremen Ringlokschuppen
Mülheim an der Ruhr
Theater im Pumpenhaus
Münster
ETAT
Gesamtetat 1.394.000 €
(hier nur die institutionellen
Förderungen; der Gesamtetat mit
allen Einnahmen und
Projektförderungen lag 2021 im
Spitzenwert bei ca. 2,6Mio)
818.000 € 2.500.000 €
871.137 €
(inkl. Probezentrum
Hoppengarten und befristet
Förderung Tanz)
Land
(grundständige
Förderung)
391.467 € 818.000 € 412.000 €
346.267 €
Land
(zusätzliche
Förderung)
div. projektbezogene
Förderungen
0 € 280.000 € Mittelzentren Tanz:
30.000 € pA
Ende der Laufzeit Juni
2023
Kommunal
(Grundständig:
Betrieb und
Programm)
1.003.000 € 0 €
(besondere Verfasstheit
Bremens beachten)
820.000 €
>> davon 570.000 €
betriebl. Zuschuss
>> davon 250.000 €
Comedy-Programm
Zuschuss + 60.000 € on Top
regelm. Miete
Abgezogen davon wird:
390.000 € Raummiete
Ringlokschuppen,
140.000 € Miete Stadthalle
= Rest: 350.000 €
464,390 €
Zuschuss Hoppengarten:
60.480 €
Kommunal:
Förderung Freie
lokale Label
Das Kulturamt der Landes-
hauptstadt Düsseldorf vergibt
verschiedene Förderungen –
Einzelprojektförderungen und
Konzeptionsförderungen.
Direkt an die Gruppen,
nicht über die Schwankhalle
14.000 € Miete vier.zentrale
(Ladenlokal in der Innenstadt,
das vom Ringlokschuppen
zusammen mit dem Theater
Vergabe der Fördermittel
über Theaterkuratorium,
organisch mit Pumpenhaus
Anlage 2 zur Vorlage V/0812/2021
2
Es gibt einen Beirat Tanz und
Theater, der zweimal im Jahr tagt
und entscheidet.
an der Ruhr und Stücke
bespielt wird).
und Kulturverwaltung
verbunden
Budget: 180.000 €
Optional weitere,
andere relevante
Förderungen
Kunststiftung NRW,
fürs FFT: Förderung im Bündnis
internationaler Produktionshäuser
> Beauftragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien;
projektbezogen auch durch
Kulturstiftung des Bundes u.a.
Sparkasse 9.000 €, Projektbezogene
Förderungen „Kultur macht stark“ ca.
20.000 €
Variierende Gastspiel-
/Veranstaltungsbezogene
Drittmittel (NPN Gastspiel-
förderung, Netzwerke
freischwimmen und NFT, andere
Gastspielunterstützung)
500.000 € Projektförderung:
unterschiedliche
Finanzvolumina
INFRASTRUKTUR
Bühnen /
Platzkapazität
Bühne I : 236 Plätze
Bühne II: ca. 60 Plätze
Foyer: ca. 200
2 Bühnen 80/100 bei
Theaterveranstaltungen,
variierend höhere Kapazitäten
bei Lesungen und Konzerten
3 Bühnen
1 Bühne; max. 170 Plätze;
Foyer max. 40 Plätze
Probebühnen
1 Probebühne im Haus. Auf
Bühne II kann auch geprobt
werden.
Eine weitere externe
Probebühne muss
permanent angemietet
werden.
2 Probebühnen
(aktuell entsteht zudem in
Bremen ein neues Kulturareal
mit Produktions- und
Präsentationsräumlichkeiten)
Keine extra 4 Probebühnen
(1 davon fix an Cactus
Junges Theater)
Gästewohnungen
2 Gästewohnungen
(2 Zimmer, 3 Zimmer)
2 Gästewohnungen
(3+1 Personen),
ansonsten Unterbringung über
Veranstaltungsbezogene
zugebuchte
Gästeappartments/Hotel
3 Künstlerwohnung
KW1: 2 Zimmer
KW2: 3 Zimmer
KW3: 4 Zimmer
8 Gästezimmer / -
appartements
Ggf. weiteres
Externes Lager 1000qm Ladenlokal vier.zentrale 8 Produktionsbüros für
freie Gruppen
Anlage 2 zur Vorlage V/0812/2021
3
PERSONAL
Festangestellte
Mitarbeiter:innen
insgesamt
16 16 (VZÄ s.u., da teilweise
Gleitzone nur ungefähre
Angaben)
10 Vollzeit
3 Teilzeit
5 Azubis
2 Mitarbeiter Vollzeit
2 Mitarbeiter Teilzeit
3 Azubis (Auszubildende)
3 Bundesfreiwilligendienst
Leitung
Leitungsteam:
2 Personen
Künstlerische
Leitung/Geschäftsführung &
Leitender
Dramaturg/Geschäftsführung
2 (2 VZÄ) 1 Künstler. Leitung
1 Verwaltungsleitung
1 (1 VZÄ)
Kommunikation
4 Personen
Audience Development
Presse- und Ö-Arbeit
Marketing / Digitales
1 (1 VZÄ)
1 Minijob Hospitality
Und s.u. Freie Mitarbeiter
1 Leit. Kommunikation +
Teilzeit Stelle aus
Projektgeldern
Produktion
Produktionsleitung ist im
KBB (Künstlerisches
Betriebsbüro) verortet.
2 (1,2 VZÄ) 1 Dramaturgie ( aus
Projektgeldern)
1,5 Produktionsleitung (aus
Projektgeldern)
1 Popkultur (Comedy-
Programm)
Technik
1 Technische Leitung
2 Haus- und
Bühnentechniker
2 Auszubildende
Veranstaltungstechnik
Zusätzliche externes
Personal
TL und VA Technik 2 (1,5
VZÄ)
1 Azubi Technik
1 Technischer Leiter
+ 10 Honorarkräfte
+ 1 Teilz. Assistenz
1 Technische Leitung (35.
Std.)
3 Auszubildende
Verwaltung
(Büro /
Buchhaltung)
1 Person Buchhaltung,
externes Steuerbüro für die
Personalbuchhaltung
1 KBB/Ticketing (0,5 VZÄ) 0,5 Teilz. Buchhaltung
0,5 Teilz. Projetabrechnung
1 Person Büro (30 Std.)
1 Person Buchhaltung (24
Std.)
Anlage 2 zur Vorlage V/0812/2021
4
Sonstiges /
weiteres
2 Personen
Dramaturgie und
Koordination Kinder- und
Jugendprojekte
1 Dramaturgie (1 VZÄ)
1 IT (0,25 VZÄ)
1 Minijob Haustechnik
2 Reinigung (0,75 VZÄ)
1 Minijob Gastro
1 Minijob Kasse
1 KBB
0,5 Gastro Leitung +
Vermietung
3 Bundesfreiwilligendienst
Freie
Mitarbeiter:innen
/ Honorarkräfte
2, ÖA, wechselnder
Beschäftigungsumfang
1 Buchhaltung
4 Teilz. Stellen aus
Projekten
+ 2 Honorarkräfte aus
Projekten
+ 10 Honorarkräfte
Techniker
Außerdem
7 x 450 € Abendbetreuung
4 x 450 € Reinigungskräfte
6 x 450€ Gastro
Rund 15 Aushilfen /
Freelancer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Hoppengarten
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Details
- Aktenzeichen
- V/0812/2021
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.10.2021
- Erstellt
- 25.10.2021 16:32