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Unterstützung bei der Raumsuche für die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 20 Jahre danach“ der Initiative „Keupstraße ist überall“

SPD Antrag nach § 3 AN/0604/2025 vom 08.05.2025

Stand: Am 20.05.2025 im Ausschuss Kunst und Kultur ohne Votum behandelt.

Dokumente

  • Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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    Dezernat, Dienststelle / Vorlagen-Nummer AN/0604/2025 Stand: 13.05.2026 Sachstandsbericht Unterstützung bei der Raumsuche für die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 20 Jahre danach„ der Initiative „Keupstraße ist überall“ Beschluss: (An dieser Stelle wird der vom Entscheidungsgremium gefasste Beschluss durch die Schriftführung hinterlegt.) Status in Bearbeitung erledigt Aktueller Bearbeitungsstand: Im Nachgang zum Beschluss AN/0604/2025 vom 20.05.2025 "Unterstützung bei der Raumsu- che für die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 20 Jahre danach“ der Initia- tive 'Keupstraße ist überall'“ fasste der Rat am 16.12.2025 den Beschluss zum Dringlichkeits- antrag AN/1489/2025. Mit der Umsetzung dieses Dringlichkeitsantrags ist die Verwaltung auch ihrem Auftrag aus dem AN/0604/2025 vom 20.05.2025 nachgekommen. In beiden Be- schlüssen wird die Verwaltung zudem beauftragt, "Gespräche auf Landesebene [zu führen], um das Land NRW für eine Kofinanzierung zu gewinnen" (AN/1489/2025) bzw. darzustellen, „welche Möglichkeiten einer projektbezogenen oder strukturellen Förderung" genutzt werden können. Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln war in Gesprächen mit dem Amt für Integra- tion und Vielfalt sowie dem Land NRW, um eine mögliche Unterstützung für die Ausstellung "Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal" zu eruieren. Im Ministerium für Bildung und Schule des Landes NRW gibt es derzeit keine Möglichkeiten einer Unterstützung der in Rede stehen- den Ausstellung. Das für Förderungen im Themenfeld Rechtsextremismus / Erinnerungskultur zuständige Demokratiezentrum NRW beim Landtag Nordrhein-Westfalen sieht derzeit eben- falls keine Möglichkeit einer projektbezogenen oder strukturellen Förderung der Ausstellung. Auch über den Bereich Kultur werden keine Finanzierungsmöglichkeiten gesehen. Das Land verweist jedoch auf die Fördermöglichkeiten durch das Programm "NRWeltoffen", das in Köln über das Amt für Integration und Vielfalt koordiniert wird, sowie die "Partnerschaft für Demo- kratie", die das Amt für Kinder, Jugend und Familie gemeinsam mit der AWO Köln koordiniert. Zu allen Fördermöglichkeiten werden im Internet durch die Stadt Köln umfassende Informatio- nen bereitgestellt. Das Amt für Schulentwicklung verweist darauf, dass die Frage nach Unterstützung in Form einer Bereitstellung von Räumen im Vorfeld des Prüfauftrages aus der Sitzung des Ausschus- ses Kunst und Kultur vom 20.05.2025 bereits Gegenstand der Prüfung bei Dezernat VII war. Leider stehen den städtischen Kultureinrichtungen nach Rückmeldung des Dezernates keine 2 Flächen für die o. g. Wanderausstellung zur Verfügung; daher wurde der Prüfauftrag nunmehr erweitert auf die Schulen und soziokulturellen Zentren. Da weder der Raumbedarf noch die weiteren Anforderungen an die Ausstellung bekannt wa- ren und die Ausstellung derzeit in Räumlichkeiten auf der Schanzenstraße in Köln-Mülheim untergebracht ist, konnte zunächst die Gelegenheit genutzt werden, die Ausstellung vor Ort zu besuchen und in Augenschein zu nehmen. Die Ausstellung ist sehr umfangreich und vielfältig, beinhaltet ein kleines „Kino“, große Fotoleinwände, Monitore, Arbeitstische mit Monitoren, an denen sich Schüler/innen und Lehrkräfte mit den Inhalten thematisch beschäftigen können, Räumlichkeiten, in denen Audionachrichten und Zeugenaussagen angehört werden können und eigene Beiträge aufgenommen werden können, aber auch Räumlichkeiten, in denen 4- Augen-Gespräche geführt werden können. Insofern kommen für diese Ausstellung aufgrund des Platzbedarfes allenfalls Aulen oder Festräume in Betracht. Laut Rückmeldung aus den Bürgerhäusern/-zentren besteht zwar grundsätzlich ein großes Interesse an der Ausstellung. Leider verfügt jedoch keines der Bürgerhäuser/-zentren über ein ausreichendes Platzangebot, um die Ausstellung aufzunehmen und zu präsentieren. Entspre- chendes kann für die städtischen Schulen angenommen werden. Auch kann hier eine ent- sprechende Organisation/Vermietung nicht über das Amt für Schulentwicklung hergeleitet werden. Denkbar wäre allenfalls eine individuelle Absprache im Rahmen eines Projektes oder einer Kooperation unmittelbar zwischen Schulen und der Initiative selbst. In diesem Zusam- menhang wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass die Initiative „Keupstraße ist überall“ selbst eine Wanderausstellung grundsätzlich ausschließt bzw. ablehnt. Der Grund dafür ist neben dem erheblichen Umfang der Ausstellung, dass Originalexponate wie z.B. ein Stuhl aus dem Friseurgeschäft der Keupstraße, vor dem die Nagelbombe im Jahr 2004 detoniert ist, ausgestellt werden. Es handelt sich um Einzelstücke, die nicht ersetzbar sind. Es besteht in- sofern die berechtigte Sorge, dass Einzelexponate mehrere Umzüge nicht unbeschadet über- stehen könnten und damit dauerhaft verloren gehen. Nächste Schritte: / Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den: /
  • SPD Antrag nach § 3

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    An die Vorsitzende des Ausschusses Kunst und Kultur Frau Elfi Scho-Antwerpes Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 08.05.2025 AN/0604/2025 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 20.05.2025 Unterstützung bei der Raumsuche für die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 20 Jahre danach„ der Initiative „Keupstraße ist überall“ Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Vorsitzende, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Aus- schusses Kunst und Kultur am 20.05.2025 zu setzen: Beschluss: Der Ausschuss Kunst und Kultur beauftragt die Verwaltung, zeitnah Maßnahmen zur Siche- rung und Fortführung der Ausstellung „Von der Nagelbombe zum Mahnmal - 20 Jahre danach“ der Initiative „Keupstraße ist überall“ zu prüfen und dem Ausschuss zu berichten. 1. Die Verwaltung prüft, inwieweit geeignete Räumlichkeiten - sowohl im städtischen Bereich (insbesondere in den Bereichen Kultur, Bildung oder Erinnerungsarbeit) als auch darüber hinaus - für die Präsentation der Ausstellung kurzfristig zur Verfügung gestellt oder vermit- telt werden können. Dabei ist auch die Integration der Ausstellung in bestehende städti- sche Einrichtungen zu berücksichtigen. 2. Die Verwaltung stellt dar, welche Möglichkeiten einer projektbezogenen oder strukturellen Förderung - etwa im Rahmen kommunaler Programme zur Demokratiebildung, Antirassis- musarbeit oder Erinnerungskultur - bestehen und inwieweit bestehende Förderinstrumente genutzt werden können. 3. Die Verwaltung identifiziert ergänzende Unterstützungsangebote zur Sicherung und Wei- terentwicklung des Projekts, darunter z.B. die Vermittlung von Netzwerkpartnern, Unter- stützung bei der Öffentlichkeitsarbeit oder die Einbindung in städtische Initiativen. - 2 - Begründung: Die Initiative „Keupstraße ist überall“ setzt sich seit über 13 Jahren für die Aufarbeitung der NSU-Verbrechen und für eine solidarische Erinnerungskultur aus Sicht der Betroffenen ein. Im Rahmen dieser Arbeit wurde 2024 die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 20 Jahre danach“ realisiert. Die Ausstellung ist als Lern- und Begegnungsort konzipiert und leistet einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung, insbesondere im Bereich der Bekämp- fung von Rassismus und Rechtsextremismus. Die Stadt Köln steht in besonderer Verantwortung, die Aufarbeitung der NSU-Anschläge in der Keupstraße (2004) und in der Probsteigasse (2001) zu unterstützen und die Stimmen der Be- troffenen dauerhaft sichtbar zu machen. Mit freundlichen Grüßen gez. Thomas Breustedt SPD – Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf

  1. 20.05.2025

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 3.5, Antrag / Anfrage. Ergebnis: ohne Votum behandelt

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