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AN/0253/2017

Änderungs- bzw.- Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates und der bezirksvertretungen

Änderungsantrag BV1 (SPD) 09.02.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 09.02.2017, TOP 3.20.1

Änderungsantrag (SPD BV1)

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Änderungsantrag (SPD BV1)

5401 Zeichen

Herrn Bezirksbürgermeister  
Andreas Hupke 
 
Herrn Bürgeramtsleiter 
Dr. Ulrich Höver 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
 
Köln,09.02.2017 
 
 
 
Sehr geehrte Herren, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tage sordnung der nächsten Sitzung der BV Inne n-
stadt zu setzen: 
 
 
Änderungs- bzw.- Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
und der bezirksvertretungen 
Nord-Süd Stadtbahn Köln, 1. Baustufe Haltestelle Rathaus  
Hier: Wiederaufbau des Roten Hauses un d Verlängerung des Aufzuges bis 
zur Bürgerstr. (427/2016/2) 
 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Innenstadt empfiehlt dem Rat, den Beschlussvorschlag der Verwa l-
tung wird wie folgt zu ersetzen: 
 
1. Der Rat lehnt die von der Verwaltung vorgelegten Überlegungen fü r einen Aufzug, 
der über einen außen liegenden Steg erschlossen wird, ab. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem potentiellen Investor eine integrierte 
Aufzugslösung im Roten Haus zu erarbeiten. Dabei soll die Verbindung hin zur 
Bürgerstraße entlang der Rathaustreppe, aber innerhalb der Kubatur des Roten 
Hauses, mit einem Abschluss an dessen Außenfassade geschaffen werden. Diese 
Verbindung soll offen, transparent und beleuchtet gestaltet sein, so dass hier kein 
Angstraum entsteht. Dadurch soll vor allem d ie derzeitige Breite der Rathaustreppe 
von 5,50 m erhalten bleiben. 
 
3. Sollte über diese Anforderungen kein Einvernehmen mit dem Investor herstellbar 
sein, ist von einem Verkauf dieses exponierten Grundstücks in unmittelbarer Nähe 
SPD-Fraktion 
in der Bezirksvertretung Innenstadt  
Ludwigstraße 8  
50667 Köln 
fon 0221. 221 913 03  
fax 0221. 221 913 01  
mail SPD-BV1@stadt -koeln.de 
web www.koelnspd.de

- 2 - 
 
zum historischen Rathaus abzusehen. 
 
4. In diesem Falle wird die Verwaltung beauftragt, das Rote Haus zur eigenen Nutzung 
für städtische Dienststellen vorzusehen mit dem Ziel kostenintensive Anmietungen 
im unmittelbaren Rathausumfeld zu reduzieren. In dem Fall wäre zudem zu prüfen, 
inwieweit die barrierefreie Verbindung auch durch eine innenräumliche Lösung 
hergestellt werden könnte. Um einen zeitnahen Wiederaufbau zu erreichen, soll 
dieser durch oder unter der Regie einer städtischen Entwicklungsgesellschaft 
durchgeführt werden.  
 
 
Begründung: 
Die Bemühungen um einen Wiederaufbau des Roten Hauses haben bereits eine lange Hist o-
rie, die von der Suche nach einer städtebaulich ansprechenden Lösung an dieser exponie r-
ten Stelle neben dem Historischen Rathaus geprägt ist und die gleichzeitig e inen behinder-
tengerechten Zugang zur Ebene des Rathausplatzes ermöglicht. Die Oberbürgermeisterin 
hat mit der aktuellen Vorlage einen Vorschlag in die Diskussion eingebracht, der zwar fun k-
tional eine Lösung für den behindertengerechten Zugang anbietet, jed och stadtgestalterisch 
wenig überzeugt. 
 
Der vorgelegte Vorschlag zu einem zweiten Aufzug mit einem außen befindlichen öffentl i-
chen Steg hin zur Bürgerstraße stellt eine rein pragmatische Lösung dar, um einen behi n-
dertengerechten Zugang zur Rathausebene zu  realisieren. Diese wird jedoch in den ve r-
schiedenen Überlegungen zur Ausführung städtebaulich nicht ihrem Umfeld gerecht. Insb e-
sondere entstünde hier ein erforderliches massives Podest, welches eine erhebliche Vere n-
gung der Rathaustreppe von derzeit 5,50 m auf nur noch 4,00 m mit sich bringen würde.  
 
Dies wäre nach einem langjährigen Provisorium des holzverkleideten KVB -Aufgangs die 
zweite städtebauliche Wunde, die man dem Alter Markt und dem direkten Umfeld des Histo-
rischen Rathauses dann dauerhaft zufüg en würde. Eine wenn auch pragmatische, aber 
stadtgestalterisch unbefriedigende Lösung darf aber in der unmittelbaren Umgebung histori-
scher Baudenkmäler und an einem zentralen öffentlichen historischen Platz nicht das Maß 
der Dinge sein.  
 
Es ist daher mit dem Investor eine Lösung zu entwickeln, die den behindertengerecht Z u-
gang innerhalb der Grundrissfläche des Gebäudes ermöglicht. Um hier keinen Angstraum – 
wie durch die ursprünglich überlegte Passerelle – zu erzeugen, soll sich die Verbindung hin 
zur Bürgerstraße an der Außenwand des Gebäudes befinden, so dass hier eine öffentliche 
Einsehbarkeit gegeben ist. Eine Gestaltung ist dabei sowohl offen als auch mit Glas verkle i-
det denkbar. 
 
Sollte sich der Investor wegen fehlendem Einvernehmen von dem Vorhaben z urückziehen, 
sollten in dem Gebäude Räumlichkeiten für städtische Dienststellen realisiert werden. Die 
Verwaltung mietet derzeit im Umfeld des Rathauses zu hohen Kosten diverse Liegenschaften

- 3 - 
 
an, um den städtischen Raumbedarf zu decken. Bei einigen dieser Objekte werden auf 
Grund der Innenstadtlage nicht unerhebliche Mietzahlungen geleistet. Ein eigenes städt i-
sches Gebäude direkt neben dem historischen Rathaus könnte hier perspektivisch Entla s-
tung bringen und im entsprechenden Umfang teure externe Anmietung en entbehrlich m a-
chen. Ein behindertengerechter Zugang zur Ebene des Rathausplatzes könnte dann realisiert 
werden, ohne wirtschaftliche Interessen eines Investors berücksichtigen zu müssen. Ggf. 
wäre in diesem Fall auch eine innenräumliche Lösung denkbar. Zwecks schneller baulicher 
Realisierung ist eine städtische Entwicklungsgesellschaft mit dem Wiederaufbau des Roten 
Hauses zu betrauen. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
Dr. Regina Börschel

Beratungsverlauf (1)

09.02.2017 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 3.20.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Bürgerstraße
  • Ludwigstraße 8
  • Alter Markt

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Details

Aktenzeichen
AN/0253/2017
Typ
Änderungsantrag BV1 (SPD)
Datum
09.02.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27