1665/2025
Vorgehensmodell für die dauerhafte Regelung „Straßenmusik im Domumfeld“
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage Rat
3900 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VI/VI/4 Vorlagen-Nummer 1665/2025 Freigabedatum 27.01.2026 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Vorgehensmodell für die dauerhafte Regelung „Straßenmusik im Domumfeld„ Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt das Vorgehensmodell inkl. Kostenprognose zu „Straßenmusik im Domumfeld“ zur Kenntnis und beschließt, aufgrund der zwischenzeitlich verbesserten Situation sowie der prekären Haushaltslage, den Pilotbetrieb im festgelegten Geltungsbereich des Domumfeldes nicht in den Echtbetrieb zu überführen und das Projekt einzustellen. Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 09.03.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 12.03.2026 Rat 19.03.2026 2 Begründung: Mit Ratsbeschluss der Vorlage 1005/2024 vom 27.06.2024 erfolgte der Auftrag zur Konkretisie- rung eines möglichen Übergangs der pilotierten Musikmesstechnik von 4 Standorten im Domumfeld in den professionellen Echtbetrieb samt Darstellung der Kosten. Mit darauffolgender Entwicklung des Konzeptes „Straßenmusik – Übergang in Echtbetrieb“, liegt nunmehr die Erkenntnis vor, wie die im Pilotprojekt eingesetzte Technik in einen dauerhaf- ten Betrieb der Musik-Messtechnik an den 4 Standorten im Domumfeld in Umsetzung gehen könnte. Auch die zu erwartenden Kosten wurden ermittelt. (Anlage 1): - Ausstattung von 4 Straßenmusikstandorten mit präziser, belastbarer Messinfrastruktur, die eine Überschreitung von zulässigen Lärmwerten ermittelt und meldet. - Nach Eingang einer Meldung beim Ordnungsdienst, kann dieser unmittelbar tätig werden. - Zur Aufrechterhaltung des Systems ist eine Begleitung durch einen externen Technik - Dienstleister erforderlich, der den technischen Support liefert und bei Störungsfällen unter- stützt. - Einmalige Kosten (kalkuliert): 43.595,- € Laufende jährliche Kosten (geschätzt): 17.500,- € Insbesondere die Reduktion der vormals ca. 12 Musik-Spielstandorte auf 4 Standorte im Gel- tungsbereich Domumfeld (Anlage 2) hat zu einer deutlichen Verbesserung der Situation von Anwohnenden und Arbeitenden geführt. Auf Grundlage eines Lärmgutachtens wurden die 4 Standorte verortet und mit einer Neuerung der KSO 2020 gesichert. Hierbei entfiel der konflikt- trächtige Musik-Spielstandort Wallrafplatz gänzlich. Z usätzlich wurde Messtechnik der Pi- lotphase erprobt, weiterentwickelt und angewandt. Parallel zur aktuellen Erarbeitung des Konzeptes durch das Amt für Digitalisierung und Infor- mationstechnik konnten diese Erkenntnisse abermals, seitens der Stabsstelle Stadtbau im Quartier | Domumfeld sowie dem Amt für öffentliche Ordnung, bestätigt werden. Bei schlechter und kalter Witterung werden die Standorte kaum genutzt. Die eigentlichen Erprobungen und Anpassungen der Meldekettensysteme von den Messgeräten zu einem Server und von dort zum Ordnungsamt konnten erst mit Saisonbeginn 2023 bis Herbst/Winter 2023 erfolgen, da sie sich aufgrund der Corona-Pandemie verzögert hatten. Innerhalb dieses Zeitraums gab es 49 Alarmauslösungen. Hieraus resultierten 21 Verwarnungen. Acht Alarme ergaben sich durch Demonstrationen und/oder Fangesänge. Bei den restlichen Meldungen handelte es sich um Fehlalarme durch Windböen bzw. es konnte vor Ort keine Feststellung getroffen werden. Vor dem Hintergrund der prekären Haushaltslage und in Anbetracht der Vielzahl an Herausfor- derungen im Altstadtkern ist kritisch zu hinterfragen, ob eine Optimierung der Spielstandorte mit anfallenden Kosten von ca. 60.000,- € im ersten Jahr und ca. 17.500 €/jährlich in den Folgejah- ren einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Störungen im Altstadtkern leistet und als verhältnismäßig zu betrachten ist. Anlagen Anlage 1 Konzept Straßenmusik Übergang in Echtbetrieb Anlage 2 Spielstandorte im Geltungsbereich Straßenmusik im Domumfeld
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
866 Zeichen
Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Der Gestaltungsspielraum ist nicht ausreichend. Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Die Vorlage sieht eine Beendigung des Projekts vor, dadurch werden Kosten gespart bzw. keine neuen Kosten generiert. Kontakt OB/1 Büro des Oberbürgermeisters OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 31122 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Anlage 2_Spielstandorte im Geltungsbereich Straßenmusik im Domumfeld
279 Zeichen
Anlage 2 Übersichtsplan: Spielstandorte im Geltungsbereich Straßenmusik im Domumfeld Am Alten Ufer Trankg. = Opmkloster Roncasipi,“ =: Fl & 3 5 N 5 S I s 3 Bischofsgartenstr. Roncaltipi. Kurt-Hackenberg-Pi. Pueig wap ıny Punkt @& = Spielstandort Linie = Geltungsbereich
Anlage 1_Konzept Straßenmusik Übergang in Echtbetrieb
6074 Zeichen
1 ANLAGE 1 Konzept: Straßenmusik – Übergang in Echtbetrieb 1. Einleitung und Zielsetzung 1.1 Hintergrund und Motivation Der Bereich rund um den Kölner Dom gehört zu den meistbesuchten und belebtesten öffentlichen Räumen in Deutschland. An durchschnittlichen Tagen passieren hier mehrere tausend Menschen – Touristen, Pendler, Stadtbewohner. Das musikalische Straßenleben in Form von Straßenkünstlerinnen und -künstlern ist dabei ein prägender Teil der Atmosphäre, sorgte jedoch in der Vergangenheit regelmäßig für: • Lärmbeschwerden und Konflikte • Die Tätigkeit des Ordnungsamtes ist aufgrund von f ehlenden objektiven Beweisen für zu laut gespielte Darbietungen erschwert. Gesundheitliche und rechtliche Relevanz: Lärm ist nicht nur ein subjektives Ärgernis – laut TA Lärm und der EU- Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EC bestehen klare Anforderungen zum Schutz der Bevölkerung. Dauerhafte Pegel über den Grenzwerten führen zu Stress, Erschöpfung, Schlafstörungen und können langfristig gesundheitliche Folgen haben. Deshalb ist eine präzise, belastbare und neutrale Messinfrastruktur hilfreich. 1.2 Zieldefinition Dieses Projekt zielt aufbauend auf das Pilotprojekt auf die vollständige digitale Erfassung, Auswertung und transparente Visualisierung des Lärmaufkommens an vier offiziell ausgewiesenen Straßenmusik-Standorten im unmittelbaren Domumfeld. Jeder dieser Orte wird mit einem intelligenten Schallpegelsensor ausgestattet, der: • in Echtzeit misst • Überschreitungen automatisch meldet (durch Mail, S MS, ähnlichem) • den Pegelstand öffentlich abrufbar macht. (durch Q R-Code mit eingeschränkter Sicht) 2. Projektstruktur und Governance 2.1 Projektaufbau Managementebene: Steuerung durch die städtische Projektleitung in Zusammenarbeit mit externem Dienstleister 2 Umsetzungsebene: Technische Fachteams für Sensorik, Netzwerkanbindung, Datenverarbeitung, Visualisierung und Wartung. Stakeholder: Ordnungsamt, Stadtbau im Quartier, Datenschutzbeauftragte, IT-Abteilungen, Sicherheitsdienste. 2.2 Rollen und Zuständigkeiten Rolle Aufgaben Zuständig Projektleitung Gesamtkoordination, Meilensteinplanung, Eskalationsinstanz Stadt Köln – Digitalisierung und Informationstechnologie IoT-Architekt Netzdesign, Sensoranbindung, LoRaWAN-Konfiguration Externer Dienstleister Ordnungsamt Festlegung Schwellenwerte, Maßnahmenplanung Stadt Köln – Amt für öffentliche Ordnung Data Engineering Dashboarding, Datenmodelle, Exporte Externer Dienstleister Rechtsabteilung DSGVO-Konformität, Genehmigungen Stadt Köln 2.3 Kommunikationswege SteerCo: 14-tägige Projektsteuerungssitzung inkl. Fortschritts-, Risiko- und Entscheidungsbericht Fachworkshops: Monatlich (alle 4 Wochen), z. B. zu Lessons Learned, technischen Abhängigkeiten und Eskalationsketten Notfallkommunikation: Über abgesicherten Kanal, z. B. @domplatte_alarm_bot, zur sofortigen Übertragung von Systemalarmen Projektdokumentation: Alle Berichte, Abstimmungen und Statusmeldungen werden über eine Zentrale Plattform verwaltet. Aufgabenverfolgung und Incident-Prozesse erfolgen über das städtische System. 3 2.4 Standorte Punkt Position Besonderheiten A Bahnhofsvorplatz / Domtreppe Nähe Hauptbahnhof, Trankgasse und Sichtverbindung zur Domplatte B Römisches Nordtor / Domkloster Touristen-Hotspot, Mischung aus Musik und Fußgängerverkehr C Am Domhof / Eingang Museum Ludwig Verbindung zwischen Dom und Hohenzollernbrücke D Roncalliplatz / Museumseingang RGM Touristen-Hotspot, Mischung aus Musik und Fußgängerverkehr 3. Annahmen Investitions- und Betriebskosten 3.1 Kalkulierte einmalige Kosten Position Einheitspreis (€) Menge Gesamt (€) Lärmsensor inkl. IP65- Gehäuse 3.900, – 4 15.600, – Montage, Befestigung, Blitzschutz 1000, – 4 4.000, – Solar-Kit + Akku (optional) 400, – 2 800, – Projektintegration, Tests, Doku 170€/Std. 80 Std. 13.600, – Schulung Ordnungsamt + Anleitung 170€/Std. 8 Std. 1.360, – Einbindung der Sensoren ins LoRaWAN 10 4 40, – Gesamte Externe Kosten (kalkuliert) 35.400, – Projektleitung + Inbetriebnahme-koordination 74,5€/Std. 96 Std. 7.152, – Sicherheits- betrachtung 74,5€/Std. 4 Std. 298, – Troubleshooting 74,5€/Std. 10 Std. 745, – Gesamte 12er Kosten (kalkuliert) 8.195, – Gesamte Kosten (kalkuliert) 43.595 , – 4 3.2 Geschätzte laufende jährliche Kosten Position Einheitspreis (€) Menge Gesamt (€) Wartung und Kalibrierung 1,32% des Kaufpreises 4 2.500, – Servicepauschale Digitalisierung und Informationstechnik Im Projektverlauf zu ermitteln 1 15.000, – Gesamte jährliche Kosten (geschätzt) 17.500, – 4. Umsetzungskonzept 4.1 Umsetzungsphase Die Umsetzungsphase erstreckt sich über 30 Wochen und dient der kontrollierten Feinjustierung der Sensorik, der Netzanbindung, der Datenanalyse und der Eskalationsmechanismen unter realen Bedingungen. Sie ist in vier Phasen unterteilt: Kalenderwoche Beschreibung Ziel 1. Phase (4 Wochen) Installation & Standortabnahme Alle Sensoren montiert, Stromversorgung & LoRa geprüft 2. Phase (12 Wochen) Funktionstest & Vergleichsmessungen Datenqualität validieren, Vergleich mit Referenzgerät 3. Phase (12 Wochen) Evaluation des Produktivbetriebs (24/7) Regelbetrieb, Live- Alarme, Interaktionen beobachten 4. Phase (2 Wochen) Auswertung, Lessons Learned, Entscheidung Dauerbetrieb Technische und organisatorische Schlussbewertung Vorab muss diese Umsetzungsphase vorbereitet werden. Dazu gehören auch die datenschutzrechtliche Betrachtung, die Beschaffung der Sensoren, die Terminabstimmung der oben genannten vier Phasen und weitere Tätigkeiten. 4.2 Erweiterung auf weitere Standorte Nach erfolgreicher Evaluierung des Echtbestriebs kann bei Bedarf geprüft werden, ob und mit welchem Aufwand das System auf weitere städtische Standorte ausgerollt werden kann. Vorab müsste für jeden Einzelfall ein Lärmgutachten erstellt werden.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1665/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 27.01.2026
- Erstellt
- 26.05.2025 14:54