AN/1648/2018
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, betr.: PV-Anlagen
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Antrag nach § 3 (Grüne BV4)
3978 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister
Josef Wirges
Im Hause
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Rathaus
50667 Köln
Eingang beim Bezirksbürgermeister:
AN/1648/2018
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 03.12.2018
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, betr.: PV-Anlagen
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN bittet folgenden Antrag auf die Tagesordnung
der Sitzung der Bezirksvertretung am 3. Dezember zu setzen.
Beschluss
Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beauftragt die Verwaltung, fünf mindestens 150m²
große Dachflächen auf städtischen Liegenschaften im Bezirk Ehrenfeld
(Verwaltungsgebäude, Schulen, KiTas, Turnhallen etc.) zu benennen, die für die
Installation und Nutzung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) zu den Bedingungen
des Gestattungsvertrags der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln geeignet sind (siehe
https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf26/mustervertrag_photovoltaik.pdf.). Für
diese Flächen sind die für die übliche Eignung notwendigen Angaben, insbesondere
auch die statische Lastreserve aufgrund vorhandener Plan- und
Berechnungsunterlagen zu spezifizieren.
Die Flächen sind den Bürgerinnen und Bürgern für konkrete, unmittelbare und lokale
Bürgerstromprojekte anzubieten. Auf ein Nutzungsentgelt gemäß §3 des
Gestattungsvertrags wird verzichtet. Aufgrund der Dringlichkeit wird die Verwaltung
beauftragt, zu jeder Bezirksvertretungssitzung ausführlich schriftlich darzustellen, wie
der Antrag umgesetzt wurde.
Begründung
Das laut Stellungnahme der Verwaltung 3444/2018 von
der Stadt Köln praktizierte Verfahren zur Photovoltaik-
Dachverpachtung hat gemäß Sachstandsbericht
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Bezirksvertretung Köln-Ehrenfeld
Ehrenfeld - Neuehrenfeld - Bickendorf/
Ossendorf - Bocklemünd-Mengenich -
Vogelsang
Bezirksrathaus Ehrenfeld
Venloer Str. 419-421
50825 Köln
Tel./Fax: 0221/22194-309
Email: gruene-bv4@stadt-koeln.de
www.gruenekoeln.de/Bezirk4
clasen@netcologne.de
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Energiemanagement von 2017 seit dem ursprünglichen Ratsbeschluss vom
11.05.2000 zur Installation einer einzigen PV-Anlage durch private Betreiber im
Stadtbezirk Ehrenfeld im Jahr 2007 geführt. Diese Anlage weist darüber hinaus mit
10kWp die mit Abstand geringste installierte Leistung aller 29 Anlagen im gesamten
Stadtgebiet auf. Vor diesem Hintergrund erscheint die Auffassung der Verwaltung,
das praktizierte Verfahren trage dem ursprünglichen Ziel Rechnung, grotesk.
Gleichzeitig wollen sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger gerade aufgrund des
bevorstehenden Kohle- und Atomausstiegs an der Energiewende beteiligen, um die
Klimakrise laut Weltklimarat durch "beispiellose Veränderungen“ bei der
Stromerzeugung, der Fortbewegung, der Landwirtschaft, Industrieprozessen und der
städtischen Infrastruktur zumindest teilweise begrenzen zu können. Gerade
Bürgerinnen und Bürger, die über keine eigenen Dachflächen verfügen (z.B. Mieter)
sind aber bislang, auch aufgrund des praktizierten Verpachtungsverfahrens,
weitgehend von den Marktchancen regenerativer Energieproduktion
ausgeschlossen. (Genossenschaftliche) Bürgerstromprojekte schließen diese Lücke,
da sie jedem Bürger und jeder Bürgerin die Möglichkeit bieten, sich konkret,
unmittelbar und lokal an der Energiewende zu beteiligen und von dieser zu
profitieren. Durch die Veröffentlichung derzeit brachliegender Dachflächen im
Stadtbezirk Ehrenfeld soll die Möglichkeit zur Beteiligung an der Energiewende
transparent gemacht werden. Durch die unentgeltliche Überlassung zu den
Bedingungen des Gestattungsvertrags der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln soll der
größtmögliche Investitionsanreiz gesetzt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Christiane Martin Frank Jablonski
Fraktionsvorsitzende stellvert. Fraktionsvorsitzender
Sachstandsbericht BV
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Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
/
___________________________
Vorlagen-Nummer
AN/1648/2018
Stand: 07.01.2022
Sachstandsbericht
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, betr.: PV-Anlagen
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beauftragt die Verwaltung, fünf mindestens 150m² große Dachflä-
chen auf städtischen Liegenschaften im Bezirk Ehrenfeld (Verwaltungsgebäude, Schulen, KiTas,
Turnhallen etc.) zu benennen, die für die Installation und Nutzung von Photovoltaikanlagen (PV-
Anlagen) zu den Bedingungen des Gestattungsvertrags der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln geeig-
net sind (siehe https://www.stadt-
koeln.de/mediaasset/content/pdf26/mustervertrag_photovoltaik.pdf.). Für diese Flächen sind die für
die übliche Eignung notwendigen Angaben, insbesondere auch die statische Lastreserve aufgrund
vorhandener Plan- und Berechnungsunterlagen zu spezifizieren.
Die Flächen sind den Bürgerinnen und Bürgern für konkrete, unmittelbare und lokale Bürgerstrompro-
jekte anzubieten. Auf ein Nutzungsentgelt gemäß §3 des Gestattungsvertrags wird verzichtet. Auf-
grund der Dringlichkeit wird die Verwaltung beauftragt, zu jeder Bezirksvertretungssitzung ausführlich
schriftlich darzustellen, wie der Antrag umgesetzt wurde.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand zum 31.07.2020:
Die Verwaltung hat in der Sitzung am 18.03.2019 per Mitteilung 0750/2019 folgendes mitgeteilt:
Das Verfahren zur Photovoltaik-Dachverpachtung zu den Bedingungen des Gestattungsvertrags der
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln hat sich bewährt. Die Bedingungen sind auf den Internetseiten für
jede Bürgerin und jeden Bürger einsehbar. Nach Anfrage der Interessentinnen und Interessenten für
ein konkretes Objekt wird eine Einzelfallprüfung auch unter formalen Gesichtspunkten und unter Be-
rücksichtigung von Sanierungsstand, anstehenden Baumaßnahmen und Denkmalschutz durchge-
führt. Bei Eignung kommt es zum Abschluss eines Pachtvertrages.
Die Einzelfallprüfung hat sich als unerlässlich herausgestellt, da die Größe der Photovoltaikanlagen
entsprechend der individuellen Vorstellungen der Investorengruppen unterschiedlich ausfällt, was sich
auf die Statik auswirkt. Ausschlaggebend ist dabei die Höhe der angestrebten Wattleistung. Geprüft
werden auch einzuhaltende Abstände, die Laufwege auf den Dächern, Verlegung der erforderlichen
Anschlussleitungen, Installation der erforderlichen Schalt- und Messanlagen, Sicherung des Zugangs
zu Steuerungs- und Leitungseinrichtungen. Der Aufwand der statischen Nachweisführung mit Hilfe
eines Prüfstatikers wurde deshalb den Investorinnen und Investoren übertragen. Eine Benennung von
mindestens fünf Dächern auf städtischen Liegenschaften in Ehrenfeld auf Vorrat setzt voraus, die
Größe der gewünschten Photovoltaikanlagen zu kennen. Mehrfachprüfungen verursachen wegen der
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aufwändigen statischen Berechnungen hohe Kosten. Ohne Kenntnis der Investorenwünsche zur
Größe der Anlagen erfordert das einen enormen personellen und technischen Aufwand, der zusätzli-
ches Personal erfordert.
Die Verwaltung empfiehlt deshalb im Hinblick auf die technischen Erfordernisse und die weitere Nut-
zung solarer Stromerzeugung die Beibehaltung des bewährten und seit Jahren praktizierten Verfah-
rens und verweist auf die Stellungnahme 3444/2018 vom 05.11.2018 zum Antrag der Fraktion Bünd-
nis 90/Die Grünen (AN/1401/2018).
Im jährlich vorgelegten „Energiebericht“ wird über den aktuellen Status aller PV-Anlagen (sowohl ei-
gene, als auch die externer Investorinnen und Investoren) mit detaillierter Auflistung der Objekte be-
richtet.
Nächste Schritte:
Die Verwaltung schlägt daher vor, den Beschluss als erledigt zu betrachten.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Venloer Straße 419
- Straße 4
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1648/2018
- Typ
- Antrag nach § 3 BV4 (Grüne)
- Datum
- 07.01.2022
- Erstellt
- 20.11.2018 08:00