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A-M/0004/2022

Info-Stele zum ehemaligen Friedensdenkmal auf dem Hügel des Kanonengrabens

Antrag an die BV Mitte 10.01.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Mitte, Sitzung am 08.02.2022, TOP 6.2

Antrag A-M_0004_2022

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Antrag A-M_0004_2022

2987 Zeichen

„Info-Stele zum ehemaligen Friedensdenkmal auf dem 
Hügel des Kanonengrabens“ 
Die Bezirksvertretung Münster-Mitte möge beschließen: 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah (Frühjahr 2022) eine Info-Stele zum
ehemaligen Friedensdenkmal am alten Standort auf dem Hügel des
Kanonengrabens zu planen, der Bezirksvertretung Münster-Mitte vorzustellen
und entsprechend aufzustellen. Die Info-Stele wird in das Gesamtkonzept
eingefügt, welches der Rat mit der Vorlage V/0275/2020 zur Umsetzung
beschlossen hat.
2. Die Kosten für Planung Erstellung und Aufstellung werden durch Haushaltsmittel
der Bezirksvertretung Münster-Mitte getragen.
3. Die weitere Planung der Errichtung eines Friedensdenkmals (Antrag der SPD- 
    Ratsfraktion aus dem Jahre 2020) bleibt davon unberührt. 
Begründung 
In der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Mitte im Dezember 2021 wurde 
mündlich der Stand der Planung bzw. Bearbeitung des Antrages zur Aufstellung 
eines Friedensdenkmals vorgetragen (V/0809/2021). Danach ist die Entwicklung und 
Aufstellung eines Friedensdenkmales zum Jubiläumsjahr des Westfälischen-
Friedens 2023 zeitlich nicht mehr möglich. 
Vielen Menschen in unserer Stadt ist das zerstörte Denkmal nicht bekannt.  
Deshalb sollte das Jubiläumsjahr 2023 genutzt werden, um auf das fehlende 
Denkmal hinzuweisen. Zeigt es doch, dass bereits Ende des 19. Jahrhunderts viele 
Bürgerinnen und Bürger Münsters sich um den Frieden bemühten.  
Historische Hintergrund des alten Friedensdenkmals: 
Auf dem Hügel am Kanonengraben wurde am 1. Juli 1905 ein Friedens-denkmal 
eingeweiht. Der Münsteraner Bildhauer Wilhelm Bolte hatte einen Gestaltungs-
Wettbewerb gewonnen, den der Verband deutscher Geschichts- und 
Altertumsvereine 1898 bei seiner Jahresversammlung in Münster ausgelobt hatte. 
Zeitgleich wurde das 250jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens gefeiert. 
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Antrag A-M/0004/2022

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Das Denkmal zeigt die Friedensgöttin Eirene hoch auf einem Sockel stehend mit 
erhobenem Ölzweig. Am Fuß des Sockels steht ein "Pappenheimer", wie die 
Reitersoldaten aus der Zeit des 30jährigen Kriegs genannt wurden. Er hat seine 
Waffen abgelegt und blickt hoch zur Friedensgöttin. Eine Inschrift hatte das Denkmal 
nicht, aber es zeigte die Wappen des Deutschen Reichs und der Städte Münster und 
Osnabrück, in 
denen der Westfälische Friede geschlossen wurde. Das Denkmal war eine 
Besonderheit seiner Zeit, denn nirgendwo anders wurde im Kaiserreich ein 
Friedensdenkmal errichtet. 
Bereits 1942 wurde das Bronzedenkmal im Zuge der "Metallspenden" für die 
Rüstungsproduktion im Zweiten Weltkrieg wieder eingeschmolzen. Anders als einige 
Kriegerdenkmäler, die ebenfalls der Kriegsführung zum Opfer fielen, wurde das 
Friedensdenkmal nach 1945 allerdings nie wiederaufgebaut. 1954 wurden die letzten 
Überreste der ursprünglich insgesamt acht Meter hohen Anlage eingeebnet. 
gez. 
Martin Honderboom  Gina Auer  Martin Grewer 
und Fraktion  Kai Meyer vor dem Esche 
 und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

08.02.2022 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.2 Antrag Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Am Kanonengraben

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Details

Aktenzeichen
A-M/0004/2022
Typ
Antrag an die BV Mitte
Datum
10.01.2022
Erstellt
10.01.2022 17:52