A-M/0004/2022
Info-Stele zum ehemaligen Friedensdenkmal auf dem Hügel des Kanonengrabens
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Antrag A-M_0004_2022
2987 Zeichen
„Info-Stele zum ehemaligen Friedensdenkmal auf dem
Hügel des Kanonengrabens“
Die Bezirksvertretung Münster-Mitte möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah (Frühjahr 2022) eine Info-Stele zum
ehemaligen Friedensdenkmal am alten Standort auf dem Hügel des
Kanonengrabens zu planen, der Bezirksvertretung Münster-Mitte vorzustellen
und entsprechend aufzustellen. Die Info-Stele wird in das Gesamtkonzept
eingefügt, welches der Rat mit der Vorlage V/0275/2020 zur Umsetzung
beschlossen hat.
2. Die Kosten für Planung Erstellung und Aufstellung werden durch Haushaltsmittel
der Bezirksvertretung Münster-Mitte getragen.
3. Die weitere Planung der Errichtung eines Friedensdenkmals (Antrag der SPD-
Ratsfraktion aus dem Jahre 2020) bleibt davon unberührt.
Begründung
In der Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Mitte im Dezember 2021 wurde
mündlich der Stand der Planung bzw. Bearbeitung des Antrages zur Aufstellung
eines Friedensdenkmals vorgetragen (V/0809/2021). Danach ist die Entwicklung und
Aufstellung eines Friedensdenkmales zum Jubiläumsjahr des Westfälischen-
Friedens 2023 zeitlich nicht mehr möglich.
Vielen Menschen in unserer Stadt ist das zerstörte Denkmal nicht bekannt.
Deshalb sollte das Jubiläumsjahr 2023 genutzt werden, um auf das fehlende
Denkmal hinzuweisen. Zeigt es doch, dass bereits Ende des 19. Jahrhunderts viele
Bürgerinnen und Bürger Münsters sich um den Frieden bemühten.
Historische Hintergrund des alten Friedensdenkmals:
Auf dem Hügel am Kanonengraben wurde am 1. Juli 1905 ein Friedens-denkmal
eingeweiht. Der Münsteraner Bildhauer Wilhelm Bolte hatte einen Gestaltungs-
Wettbewerb gewonnen, den der Verband deutscher Geschichts- und
Altertumsvereine 1898 bei seiner Jahresversammlung in Münster ausgelobt hatte.
Zeitgleich wurde das 250jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens gefeiert.
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Antrag A-M/0004/2022
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Das Denkmal zeigt die Friedensgöttin Eirene hoch auf einem Sockel stehend mit
erhobenem Ölzweig. Am Fuß des Sockels steht ein "Pappenheimer", wie die
Reitersoldaten aus der Zeit des 30jährigen Kriegs genannt wurden. Er hat seine
Waffen abgelegt und blickt hoch zur Friedensgöttin. Eine Inschrift hatte das Denkmal
nicht, aber es zeigte die Wappen des Deutschen Reichs und der Städte Münster und
Osnabrück, in
denen der Westfälische Friede geschlossen wurde. Das Denkmal war eine
Besonderheit seiner Zeit, denn nirgendwo anders wurde im Kaiserreich ein
Friedensdenkmal errichtet.
Bereits 1942 wurde das Bronzedenkmal im Zuge der "Metallspenden" für die
Rüstungsproduktion im Zweiten Weltkrieg wieder eingeschmolzen. Anders als einige
Kriegerdenkmäler, die ebenfalls der Kriegsführung zum Opfer fielen, wurde das
Friedensdenkmal nach 1945 allerdings nie wiederaufgebaut. 1954 wurden die letzten
Überreste der ursprünglich insgesamt acht Meter hohen Anlage eingeebnet.
gez.
Martin Honderboom Gina Auer Martin Grewer
und Fraktion Kai Meyer vor dem Esche
und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Am Kanonengraben
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Details
- Aktenzeichen
- A-M/0004/2022
- Typ
- Antrag an die BV Mitte
- Datum
- 10.01.2022
- Erstellt
- 10.01.2022 17:52