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V/0099/2018

Zweiter Erfahrungsbericht Hilfen beim Umzug

Vorlagen 06.02.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung, Sitzung am 07.03.2018, TOP 5

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

7987 Zeichen

V/0099/2018 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
des Amtes für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Zweiter Erfahrungsbericht Hilfen beim Umzug 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
20.02.2018 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Bericht 
07.03.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und  
                     Arbeitsförderung Bericht 
 
 
 
Vorbemerkungen 
 
Im Rahmen der Haushaltsberatungen 2015 beschloss der Rat, zu der vorhandenen 1,0 Stelle 
eine zusätzliche 0,5 Stelle im Aufgabenbereich „Hilfen beim Umzug“ für Menschen mit besond e-
rem Unterstützungsbedarf einzurichten, die nach Entsperrung zum 01.07.2015 am 01.12.2015 
mit einer Diplom Sozialpädagogin/ -arbeiterin zunächst befristet bis zum 31.12.2016 besetzt wu r-
de.  
 
Die Verwaltung berichtete im September 2016 über die Arbeitsschwerpunkte der Stelleninhaberin 
und die ersten positiven Wirkungen ihres Engagements (V/0661/2016). 
 
Im Rahmen der Haushaltsberatungen 2017 beschloss der Rat, die Stelle zu verstetigen.  
 
Mit dieser Vorlage stellt die Verwaltung die weitere Entwic klung der „Hilfen beim Umzug“ im Zei t-
raum vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2017 dar. 
 
 
Ziele und Arbeitsschwerpunkte 
 
Ziel der ergänzend eingerichteten Stelle im Bereich „Hilfen beim Umzug“ ist die Unterstützung 
von Senioren und Menschen mit Behinderungen sowi e Pflegebedürftigen bei der Wohnungss u-
che. Durch die personelle Aufstockung war es möglich die Arbeitsbereiche so aufzuteilen, dass 
insbesondere Kontakte und Absprachen mit den Vermietern und Wohnungsgesellschaften, Wo h-
nungsbesichtigungen und administrativ e Aufgaben rund um die Anmietung intensiviert werden 
konnten. 
 
Arbeitsschwerpunkt ist die Klärung der persönlichen Wohnsituation der Senioren und Menschen 
mit Behinderung sowie Pflegebedürftigen, um diese so zu verbessern, dass ein langfristiges 
selbstständiges Wohnen in einer sowohl von den Kosten als auch von den Bedingungen ang e-
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0099/2018 
Auskunft erteilt: 
Frau Kochmann 
Ruf: 
492-6487 
E-Mail: 
Kochmann@stadt-muenster.de 
Datum: 
08.02.2018 
Öffentliche Berichtsvorlage

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V/0099/2018 
 
messenen eigenen Wohnung ermöglicht. Dies beinhaltet auch die Vermeidung von Heimunte r-
bringungen sowie das Wohnen in zu teurem und zu großem Wohnraum.  
 
Um dieses Ziel erreichen z u können, sind viele organisatorische Schritte erforderlich. Nach der 
Kontaktaufnahme zum Wohnungssuchenden und der Bedarfsermittlung erfolgt die Suche und 
Vermittlung eines geeigneten Wohnungsangebotes in enger Kooperation mit den örtlichen Wo h-
nungsunternehmen und privaten Vermietern. Anschließend bietet die Sozialarbeiterin bei Bedarf 
Unterstützung für die Antragsstellung bei den leistungsgewährenden Stellen an.  
 
Es besteht eine enge Kooperation mit dem Belegungsmanagement im Amt für Wohnungswesen 
und Quartiersentwicklung sowie mit der Abteilung Leistungen nach SGB XII und dem Sozialen 
Dienst für Pflegebedürftige und ältere Menschen des Sozialamtes.   
 
 
Erfolge und erreichte Ziele in den Jahren 2016 und 2017 
 
Betreute Haushalte 
 
Im Berichtszeitraum wurden  360 Haushalte durch die Sozialpädagogin betreut. Mit ihrer Unte r-
stützung konnten 126 Haushalte in eine neue angemessene Wohnung umziehen. In der nachfol-
genden Grafik sind die betreuten Haushalte getrennt nach den Jahren 2016/2017 und nach Zie l-
gruppen dargestellt: 
 
 
 
Am Ende des Jahres 2017 verblieben noch 147 Wohnungssuchende in der Beratung der Sozia l-
pädagogin, die auf ein passendes Wohnungsangebot warten.  
Alle anderen Anfragen haben sich im Laufe der zwei Jahre erledigt. Die hilfesuchenden Me n-
schen haben selbst eine Lösung für sich gefunden, wollten von einem Umzug definitiv doch A b-
stand nehmen, ihre Heimunterbringung wurde aufgrund des sich verschlechternden Gesun d-
heitszustandes zwingend notwendig oder sie verstarben.  
 
Vermittelte Haushalte 
 
Die im Berichtszeitraum von Januar 2016 bis Dezember 2017 insgesamt mit neuem Wohnraum 
versorgten 126  Haushalte haben ihre Wohn - und Lebenssituation verbessern können, sei es 
durch den Umzug in eine barrierefreie oder für Rollstuhlfahrer geeignete Wohnung und auc h bei-
spielsweise durch Bezug einer kostengünstigeren und damit langfristig bezahlbaren Wohnung.

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Besonders erfreulich war, dass 9 Personen aus einem Pflegeheim in eine ihren individuellen B e-
dürfnissen entsprechenden Wohnung vermittelt werden konnten und so ihre Selbständigkeit im 
Alltag wiedergewonnen haben. Für 38 Haushalte bedeutete der Umzug  eine deutliche Ersparnis 
bei ihren Mietkosten. Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über die jeweils in den Jahren 
2016 und 2017 vermittelten Zielgruppen:  
 
 
 
 
 
 
 
Vermittelte Wohnungen 
 
Im Berichtszeitraum hat die Sozialpädagogin 61 Haushalte in öffentlich geförderte Wohnungen 
mit Besetzungsrecht vermittelt. Sie konnte aufgrund ihres mittlerweile erlangten Bekanntheit s-
grades und den geknüpften Kontakten zu de n privaten Vermietern und Wohnungsgesellschaften 
24 freifinanzierte Wohnungen akquirieren. 41 öffentlich geförderte Wohnungen ohne Beset-
zungsrecht hat sie an die von ihr betreuten Haushalte vermitteln können.   
Zielführend ist in diesem Zusammenhang die vo m Rat am 29.06.2016 beschlossene Bene n-
nungsrechtssatzung, die am 01.10.2016 in Kraft trat (Vorlage V/0413/2016/1). Hiernach we r-
den für die öffentlich geförderten Wohnungen, bei denen das städtische Besetzungsrecht 
abgelaufen ist, Mieterbenennungsrechte zugunsten der Verwaltung begründet. Entweder auf 
der Grundlage von Kooperationsvereinbarungen mit den Vermietern oder aufgrund des Ve r-
fahrens der Mieterbenennung durch die Verwaltung eröffneten sich für die Arbeitsbereiche 
des städtischen Belegungsmanagements und der Hilfen beim Umzug mehr Zugänge zu den 
geförderten Wohnungsbeständen. 24 Wohnungen konnten im Rahmen der Anwendung der  
Mieterbenennungsrechtssatzung im Jahr 2017 bezogen werden, davon entfielen 12 auf Koopera-
tionsvereinbarungen mit den Wohnungsgesellschaften und 12 auf das Mieterbenennungsrecht.  
 
Aus der nachfolgenden Grafik sind die vermittelten Wohnungen, getrennt nach den Jahren 2016 
und 2017 dargestellt:

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V/0099/2018 
 
 
 
 
 
Fazit 
 
Der Bericht zeigt auf, dass die im Jahr 2015 zusätzlich eingerichtete Stelle im Bereich „Hilfen 
beim Umzug“ sehr gut etabliert ist und die Nachfrage an dieses Angebot stetig steigt.  
 
Die Sozialpädagogin hat in den 2 Jahren ihrer bisherigen Tätigkeit eine wichtige Rolle als Koordi-
nierungsstelle bei der Versorgung von Senioren, Menschen mit gesundheitlichen Problemen, 
eingeschränkter Alltagskompetenz und/oder Schuldenproblematik eingenommen. Für diese Zie l-
gruppe ist es ohne eine adäquate fachliche Unterstütz ung zunehmend schwieriger, benötigten 
bezahlbaren und/ oder barrierefreien Wohnraum zu finden.  
 
Die unter Punkt „Erfolge und erreichte Ziele“, aufgeführten Zahlen bestätigen, dass sich die E r-
fahrungen, Kooperationen und die Bekanntheit der Stelleninhaberi n positiv auf die Akquise und 
Vermittlung von Wohnraum auswirken. Im Jahr 2016 wurden durchschnittlich rd. 4,5 Haushalte 
im Monat mit adäquatem Wohnraum versorgt, im Jahr 2017 bereits knapp 6 Haushalte pro M o-
nat.  
 
Die Abteilung Leistungen nach SGB XII des Sozialamtes und der Soziale Dienst für Pflegebedürf-
tige und ältere Menschen des Sozialamtes kommen oft auf die Koordinierungsstelle zu, wenn es 
darum geht Haushalte mit sowohl von den Kosten als auch von den Bedingungen angemess e-
nen Wohnraum zu versorgen.   
 
Das Angebot ist mit Blick auf den demografischen Wandel sowie der damit einhergehenden Ve r-
schärfung der Wohnungsknappheit und gleichzeitigen Erhöhung des Beratungsbedarfes der auf 
Unterstützung angewiesenen Haushalte ein wesentlicher Baustein zur Verbe sserung der Wohn- 
und Lebenssituation von Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderungen. 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Matthias Peck 
Stadtrat

Beratungsverlauf (2)

20.02.2018 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.03.2018 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0099/2018
Typ
Vorlagen
Datum
06.02.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37