AN/1251/2024
Höhenentwicklungskonzept für die Innere Stadt Köln
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Linke Anfrage nach § 4
4171 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker An die Ausschussvorsitzende Frau Sabine Pakulat Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/1251/2024 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Stadtentwicklungsausschuss Höhenentwicklungskonzept für die Innere Stadt Köln Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Sehr geehrte Frau Pakulat, Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 19.9.2024 zu setzen: Die Stadt hat am 22.8.2024 auf einem Fachsymposium das Höhenentwicklungskonzept für die Innere Stadt Köln vorgestellt. Auf zwei Podien kommentierten und diskutierten Fachleute das Konzept. Die Fraktion DIE LINKE bittet um Beantwortung der folgenden Fragen: 1) Im HEK wird zwischen vier Höhen differenziert: 1. bis 40 Meter: Hochpunkt im lokalen Kontext 2. bis 70 Meter: Hochpunkt im Kontext des Quartiers 3. 100 Meter: Hochpunkt mit stadtweiter Wirkung 4. bis zu 148 Meter: markante Landmarke mit regionaler Wirkung Es wird angegeben, diese Höhen seien aus dem Kölner Stadtgefüge hergeleitet. Auf dem Symposium merkte Herr Hilbert (Managing Director bei Art-Invests Real Estate) hierzu an, dass kein Mensch ein 70 Meter hohes Gebäude errichten würde. Zur Begründung verwies er auf „Sprungkosten“. Fragen: 1. Welche Überlegungen (Gebäudeklassen nach LBauO NRW; Brandschutzanforderungen; ökonomische Sprungpunkte, sie sich aus technischen Anforderungen ergeben; bauliche oder städtebauliche Bezugspunkte) haben die Stadt veranlasst, die vier o.g. Höhen festzulegen? 2. Teilt die Stadt die Bedenken von Herrn Hilbert hinsichtlich des zu erwartenden Investitionsverhaltens? 2) In der Präsentation wurde aufgezeigt, dass es in den 1970er Jahren einen Hochhausboom gegeben hat, und seitdem nur noch vergleichsweise wenige neue Hochhäuser (hier definiert als Häuser mit mehr als 40 Meter Gebäudehöhe) gebaut worden sind. Und während in den 1970er Jahren Hochhäuser für unterschiedliche Nutzungen gebaut worden sind, beschränkt sich der Hochhausbau der späteren Jahre auf Büronutzung. Frage: 3. Welche Hochhäuser (=Häuser mit mehr als 40 Meter Gebäudehöhe) sind auf dem Kölner Stadtgebiet seit Beginn der 1980er Jahre gebaut worden, wie hoch sind diese und wie werden diese genutzt? 3) In der Diskussion wird immer wieder auf die Notwendigkeit verwiesen, in einer wachsenden Stadt mehr Wohnungen zu schaffen und dichter zu bauen, um den Flächenverbrauch zu begrenzen. Auf dem Symposium merkte Herr Hilbert (Managing Director bei Art-Invests Real Estate) hierzu an, der Raum in Hochhäusern sei „der teuerste Raum, den wir bauen können“, und Hochhäuser böten keine Lösung für das Wohnungsproblem. In neuen Wohnhochhäusern – so sie denn überhaupt gebaut würden – befänden sich hoch-exklusive Eigentumswohnungen. Im von der Stadt herausgegebenen Köln-Katalog wird die Einwohner*innendichte der unterschiedlichen Gebäude- und Siedlungstypologien aufgezeigt. Die höchste Dichte erreicht die gründerzeitliche Kernstadt, allerdings mit dem Hinweis versehen, dass eine solche Bebauung unter aktuellen Rahmenbedingungen nicht mehr zulässig sei. Einen hohen Dichtewert erreicht die Mehrfamilienhaus Blockstruktur. Den geringsten Wert erreichen Einfamilien- und Doppelhäuser. Fragen: 4. Welche Wohnhochhäuser sind auf dem Kölner Stadtgebiet seit Beginn der 1980er Jahre gebaut worden und in welchem Umfang wurden in diesen Häusern auch mietpreisgünstige Wohnungen geschaffen? 5. Wie viel der knappen Ressou rce Fläche wurde in den vergangenen zehn Jahre durch die Ausweisung von Wohngebieten, die durch Einfamilien- und Doppelhäuser geprägt sind, vergeudet, statt sie für eine zukunftsgerichtete, weil flächensparende Siedlungstypologie zu nutzen? gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1251/2024
- Typ
- Die Linke. Anfrage nach § 4
- Datum
- 12.09.2024
- Erstellt
- 12.09.2024 10:55