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AN/0345/2017

Backsteinhalle Alpenerstraße 4 -6 erhalten: Umweltgerechtes und preiswertes Wohnen ermöglichen - Integration fördern - Identität des Viertels erhalten

Antrag nach § 3 BV4 (SPD) 07.03.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld), Sitzung am 20.03.2017, TOP 8.5

Antrag nach § 3 (SPD BV4)

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Antrag nach § 3 (SPD BV4)

5118 Zeichen

SPD-Fraktion  
In der Bezirksvertretung Ehrenfeld 
Bezirksrathaus 
  Venloer Str. 419-421 
 50825 Köln 
 
Herrn Telefon: 0221 / 22194 - 303 
Bezirksbürgermeister Josef Wirges  Fax: 0221 / 22194 - 313 
Venloer Str.419-421 Mail: SPD-BV4@stadt- 
50825 Köln koeln.de 
 www.SPDfraktion- 
ehrenfeld.de 
Frau 
Oberbürgermeisterin Henriette Reker 
Historisches Rathaus 
50667 Köln 
Eingang beim Bezirksbürgermeister: 06.03.2017 
AN/0345/2017 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 20.03.2017, TOP 8.5 
Backsteinhalle Alpenerstraße 4 -6 erhalten: Umweltgerechtes und preiswertes Wohnen 
ermöglichen - Integration fördern  - Identität des Viertels  erhalten 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Bezirksvertretung Ehrenfeld hat sich am 13. Dezember 2016 mit Vertretern der Ämter für 
Liegenschaften, Stadtplanung und Stadtentwicklung hinsichtlich der Flächen für den Wohnungsbau im 
Stadtbezirk Ehrenfeld beraten. Der künftigen Nutzung für den Wohnungsbau haben die 
Vertreter*innen aller Fraktionen -nach Beantwortung der offenen Fragen - für alle im Stadtbezirk 
benannten Flächen zugestimmt. 
Die SPD-Fraktion bittet vor diesem Hintergrund, folgende Anregung gem. §3 der Geschäfts-ordnung 
des Rates „Vorschläge und Anregungen der Bezirksvertretungen“ auf die Tagesordnung der Sitzung 
der Bezirksvertretung am 20.03.2017 zu setzen.   
  
Anregung/Vorschlag: 
Der Erhalt der Backsteinhalle Alpenerstraße 4- 6 aus dem Jahr 1879 stellt für das stark im Wandel 
begriffene, frühere Arbeiterviertel Ehrenfeld einen identitätsstiftenden Ankerpunkt dar. Es handelt es 
sich um das preußische  Artilleriewagenhaus  Nr. 6. In Köln (Quelle: Festungsstadt Köln, 2010 Hrsg. 
Fortis Colonia). Es ist das letzte erhaltene Gebäude dieser Art in Köln von ehemals 20.

Die Bezirksvertretung regt daher an,  die Backsteinhalle, unter künftiger Nutzung für studentisches 
Wohnen, Wohnen für Geflüchtete – insbesondere studierender Geflüchteter – mit einem Anteil an 
Künstlerateliers, zu erhalten.  
Begründung: 
Da das Gebäude nach Aussage des Liegenschaftsamtes nicht unter Denkmalschutz steht, sind 
notwendige  Ein- und Umbauten unter diesem Aspekt unkritisch, sollten aber mit äußerster Rücksicht 
auf die erhaltene Gebäudesubstanz erfolgen.   
Die Idee der Nutzung geht auf ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, 
Bau und Reaktorsicherheit zurück. In diesem Rahmen  entwickelten die Studierende der Technischen 
Hochschule Köln das Projekt dre:Raum.  Diese vom Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung 
ausgezeichnete Projektidee basiert auf der Umnutzung alter Industriehallen durch Einbau von 
Modulen. So soll bezahlbares, energieeffizientes Wohnen in der Gemeinschaft ermöglicht werden.  
 
 
 Foto: ksta.de  
 
 
Foto: www.dreraum.de

Ein von der TH Köln entwickelter Prototyp eines solchen Moduls ist aktuell in der Kolbhalle in Köln-
Ehrenfeld, Helmholtzstraße 38, zu besichtigen. Die Presse hat über den dortigen Besuch von 
Bundesministerin Barbara Hendricks im August 2016 berichtet.  
Die Halle wird derzeit als Lagerstätte des Schauspielhauses Köln genutzt. Der Vertreter des 
Liegenschaftsamtes hat darauf hingewiesen, dass das Schauspiel die Umsiedlung des Lagers durch die 
Veräußerung des Grundstücks finanzieren muss. Insofern wäre es zielführend, wenn das 
Liegenschaftsamt im Wege der internen Verrechnung das Grundstück kurzfristig übernehmen würde.  
In der Kombination mit Studierenden und Künstler*ìnnen, verspricht das Zusammenleben mit jungen 
und allein Geflüchteten, integrative Impulse für alle Beteiligten.  
Vor diesem Hintergrund wird auch angeregt, einen Teil der Halle für Atelierräume zu nutzen. Durch 
die gestiegene Attraktivität Ehrenfelds als Wohnquartier und zunehmende Nachverdichtung gehen 
immer mehr Atelierflächen verloren, werden Künstler*innen aus Ehrenfeld verdrängt. Weitere 
Nutzungen gewerblicher Art, z. B.: Kunsthandwerk, eine Gemeinschaftskantine für Bewohner und 
Nachbarschaft und eine Kindertagesstätte auf dem Gelände sind denkbar. 
Der Stadtteil  Ehrenfeld ist bereits hoch verdichtet, durch die Ausnutzung der Halle als Wohnraum 
könnte die umgebende Freifläche erhalten und gemeinschaftlich als Freizeit und Erholungsfläche 
genutzt werden, zum gemeinsamen urbanen gärtnern oder zur sportlichen Betätigung, z. B. 
Mehrgenerationenspielplatz und Fitnessparcours. 
Ohne dies bereits durchgerechnet zu haben, ist es realistisch anzunehmen, dass in der Halle mindestens 
die für das Gelände angesetzten 70 Wohneinheiten entstehen können. Durch die relativ preiswerten 
Ausbauten mit nachhaltigen Baustoffen kann der maximale Mietpreis von 260 €, der durch das 
Förderprojekt vorgegeben wird, erreicht werden. Vermieden werden die Kosten für den Abriss der 
Halle, die den Verkaufserlös schmälern würden. Die Fertigstellung der Wohnräume könnte bei 
zeitnahem Umzug des Bühnenlagers eher kurz- als mittelfristig erfolgen. 
 
Mit freundlichen Grüßen  
 
Gez. Petra Bossinger   Gez. Katrin Bucher 
Fraktionsvorsitzende   Bezirksvertreterin

Beratungsverlauf (1)

20.03.2017 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 8.5 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
AN/0345/2017
Typ
Antrag nach § 3 BV4 (SPD)
Datum
07.03.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27