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AN/1241/2019

Hitzewellen in Pflege- und Senioreneinrichtungen

FDP/KSG Anfrage nach § 4 08.10.2019

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 29.10.2019, TOP 3.1

FDP Anfrage nach § 4

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FDP Anfrage nach § 4

3325 Zeichen

www.FDP-Koeln.de 
 
Frau 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
An den Vorsitzenden 
des Gesundheitsausschusses 
Dr. Unna 
 
 
Rathaus · 50667 Köln  
Fon 0221. 221-23830 
Fax 0221. 221-23833 
fdp-fraktion@stadt-koeln.de 
www.fdp-koeln.de 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 08.10.2019 
AN/1241/2019 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Gesundheitsausschuss 29.10.2019 
 
Hitzewellen in Pflege- und Senioreneinrichtungen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
 
die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bitten Sie, folgende Anfrage auf die Tages-
ordnung des Gesundheitsausschusses am 29. Oktober 2019 zu setzen: 
 
Klimamodelle sagen voraus, dass die extremsten Hitzesommer in Zukunft häufiger 
werden. Auf die Folgen des Temperaturanstiegs und damit verbunden intensiveren 
Hitzewellen für die Gesundheit der Menschen macht eine Studie in der Fachzeit-
schrift Lancet aus dem Jahr 2018 aufmerksam. Die Ergebnisse zeigen, dass der Kli-
mawandel schon heute die Gesundheit von Millionen Menschen gefährde. Danach 
waren 2017 18 Millionen mehr gefährdete Personen Hitzewellen ausgesetzt als 
2016. Im Vergleich zum Jahr 2000 waren es 157 Millionen mehr, Tendenz stark stei-
gend. 
Als hitzegefährdet gelten Menschen, die an Diabetes, einer Herz-Kreislauf-
Erkrankung oder chronischen Atemwegsproblemen leiden oder über 65 Jahre alt 
sind, vor allem wenn sie in Städten leben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

- 2 - 
www.FDP-Koeln.de 
Pflege- und Seniorenheime sehen sich mit der erhöhten Belastung im Zusammen-
spiel mit den steigenden Temperaturen überlastet. Nur in wenigen Pflegeeinrichtun-
gen kann ein hinreichender Patientenschutz durch eine umfangreiche Ausstattung 
mit klimatechnischen Regulierungseinrichtungen wie Klimaanlagen gewährleistet 
werden. Dies führt dazu, dass Patienten unter erheblichen Kreislaufproblemen, De-
hydrierung sowie Schwächeanfällen leiden und einer teils lebensbedrohlichen Situa-
tion ausgesetzt werden. Angesichts der riesigen Finanzlücken für Bau und Erhalt der 
Häuser seien zusätzliche Millionenausgaben für die Kühlung der Zimmer aber derzeit 
undenkbar. Bisher gibt es auch keine Regeln, wie warm es in Pflegeeinrichtungen 
sein darf. 
 
 
Vor diesem Hintergrund fragt die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln die Verwaltung: 
 
1. Sind nach Auffassung der Verwaltung Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen 
in Köln ausreichend auf die Zunahme von Hitzewellen vorbereitet? 
2. Wie vielen Pflegeeinrichtungen in Köln mangelt es nach Kenntnissen der Ver-
waltung an einer hinreichenden Klimatechnik zur Raumluftregulierung? 
3. Wie hoch schätzt die Verwaltung den Investitionsbedarf in Köln für die Imple-
mentierung klima- und insbesondere CO2-neutraler Raumluftregulierungsan-
lagen in den Pflegeeinrichtungen? 
4. Welchen Handlungsbedarf sieht die Verwaltung angesichts des hohen Anteils 
von Pflegeeinrichtungen, deren Patientenzimmer nicht mit Klimaanlagen oder 
sonstigen Vorrichtungen ausgestattet sind? 
5. Wie hoch schätzt die Verwaltung den Investitionsbedarf, um die notwendige 
Ausstattung der Pflegeeinrichtungen zu gewährleisten? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen, 
 
gez. Ulrich Breite     Bettina Houben 
Fraktionsgeschäftsführer    Gesundheitspolitische Sprecherin

Beratungsverlauf (1)

29.10.2019 Gesundheitsausschuss
TOP 3.1 Antrag / Anfrage
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1241/2019
Typ
FDP/KSG Anfrage nach § 4
Datum
08.10.2019
Erstellt
12.09.2019 14:56