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2006/0659

Hochwasserschutz und -rückhalt am Darmbach -Antrag zur Aufspiegelung des Grundwassers im stadtnahen Westwald durch Darmbachwasser

Magistratsvorlage 19.10.2006

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2006/0659

4811 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
30.10.2006 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI Dezernat VI 
 
Amt: Straßenverkehrsamt 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
   
Tagesordnung:  I  II 
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2006/0659 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Hochwasserschutz und -rückhalt am Darmbach 
-Antrag zur Aufspiegelung des Grundwassers im stadtnahen Westwald durch 
Darmbachwasser 
 
Vorlage vom: 19.10.06 
 
Beschlussvorschlag:  
1. Der Magistrat nimmt den Bericht des Straßenverkehrsamtes zur Kenntnis. 
2. Der Bericht ist der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis zu geben. 
 
 
 
 
Anlagen: Lageplan 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
 
 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 19.10.2006
 
 
 
Begründung: 
 
Die Stadtverordnetenversammlung hat am 19. September 2006 folgendem Antrag vom  
25. Juni 2006 zugestimmt: 
 
„Der Magistrat wird aufgefordert zu untersuchen, ob der Darmbach/Landwehrgraben im Zuge 
ohnehin geplanter Maßnahmen der Aufspiegelung des Grundwassers im stadtnahen Westwald 
dienen kann und darüber zu berichten. 
 
Begründung: Mittels des neuen Südsammlers fließt bei Starkregen überschüssiges Abwasser nicht 
mehr wie bisher im Bereich Dornheimer Weg in den Wald, sondern wird konzentriert dem 
Darmbach/Landwehrgraben zugeführt. Daher wurde der Stadt Darmstadt von der Oberen 
Wasserbehörde auferlegt, an der Stadtgrenze (Autobahn A5) eine Drosselstrecke in das Gewässer 
einzubauen und einen Rückstau vorzusehen. 
 
Da nun ohnehin Maßnahmen für Starkregen erfolgen müssen, liegt es nahe, dies erst recht für 
Trockenperioden mitzunutzen, um den nach wie vor in einer Tiefe von 10 – 20 m unter Gelände 
liegenden Grundwasserhorizont zu erhöhen. Bekanntermaßen wird der Darmbach vor allem aus 
den Kläranlagen von Merck und der Stadt Darmstadt gespeist. Dies bedeutet eine stetige 
Bewässerung auch in extremen Trockenperioden. Wegen des ebenfalls bekannten guten 
Klärstandards ist zu fragen, warum das angesichts des Zustandes des Westwaldes nicht längst 
berücksichtigt wurde. 
 
Die Aufspiegelung des Grundwassers durch aus den Gemarkungen Weiterstadt/Braunshardt sowie 
Griesheim gespeiste Stützbrunnen wird in diesem Jahr beginnen. Da diese Maßnahme aber nicht 
oder kaum den stadtnahen Westwald östlich der A5 erreichen wird, stören sich die Maßnahmen 
nicht gegenseitig und heben sich natürlich erst recht nicht auf.“ 
 
 
 
 
Hierzu wird berichtet: 
 
Aufgrund der Kanalbaumaßnahme Südsammler hat die Obere Wasserbehörde (RP) gefordert, 
einen Nachweis für den Hochwasserschutz und –rückhalt des Darmbaches vorzulegen. Westlich 
der Autobahn A5 soll der maximale Darmbachabfluss dabei bis zum Hochwasserrückhaltebecken 
Triesch auf 17 m³/s (bordvoll) reduziert werden. Eine vom Straßenverkehrsamt in Auftrag gegebene 
Studie ergab, dass eine Drosselung des Darmbaches im Autobahndurchlass hierfür die beste 
Lösung darstellt. Dadurch wird das östlich der Autobahn bereits vorhandene natürliche 
Überschwemmungsgebiet geringfügig vergrößert.

3 
... 
Hiervon ist auch ein kleinerer Bereich des Westwaldes zwischen Feldschneise und 
Küchenmeisterschneise –je nach Regenereignis mehr oder weniger- betroffen. Im Regenwetterfall 
(HQ 10, HQ 50 und HQ 100) versickert das Darmbachwasser sodann teilweise in den 
Geländemulden des Westwaldes. Dies führt jedoch nicht zu einer wesentlichen 
Grundwasseranreicherung über längere Zeit. Eine dauerhafte Erhöhung des Grundwasserstandes 
in 10-20 m Tiefe findet nicht sta tt. Auch eine größere flächenhafte Versickerung über weitergehende 
Gräben und Mulden würde daran nichts ändern, da Wassermenge und –dauer nicht ausreichend 
sind. 
 
Das gleiche gilt für die Anreicherung des Westwald-Grundwassers mittels Darmbachwasser im 
Trockenwetterfall. Bei Trockenperioden führt auch der Darmbach (Kläranlagenablauf) zu wenig 
Wasser, um eine Grundwasseranreicherung im Westwald zu erzielen. 
 
Hinzu käme der erhebliche bewässerungstechnische Aufwand, welcher in keinem wirtschaftlichen 
Verhältnis zum erreichbaren Nutzen stehen würde. 
 
Der Kläranlagenablauf (Darmbach) ist quantitativ nicht ausreichend, um einerseits den 
Grundwasserhorizont des Westwaldes zu erhöhen und andererseits im Bach noch genügend 
Wasser für eine natürliche ganzjährige Gewässerflora und –fauna zu belassen. 
 
Der Darmbach ist nicht geeignet um eine Aufspiegelung des Grundwassers im stadtnahen 
Westwald zu erreichen. 
 
 
Darmstadt, den 19.10.2006 
VI-66/2 K-2100-Gr-mö 
 
 
 
 
 
Der Dezernent VI 
 
 
 
 
Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Stadtrat

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37 Zeichen

» WEITERSTADT-
3 E Stadtteil Riedbahn

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Orte (3)

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  • Dornheimer Weg
  • Feldschneise

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Details

Vorlagen-Nr.
2006/0659
Typ
Magistratsvorlage
Datum
19.10.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00