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2422/2025

Erste Ergebnisse zur Evaluation zum Thema Mehrsprachigkeit in städtischen Kindertageseinrichtungen

Mitteilung Ausschuss 07.08.2025

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 - kl. Abschlussbericht Evaluation_Mehrsprachigkeit

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

1871 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/51/513 
 
Vorlagen-Nummer 08.08.2025 
 2422/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 26.08.2025 
Integrationsrat 01.09.2025 
 
Erste Ergebnisse zur Evaluation zum Thema Mehrsprachigkeit in städtischen 
Kindertageseinrichtungen 
Die ersten Ergebnisse zur Evaluation zum Thema Mehrsprachigkeit in städtischen 
Kindertageseinrichtungen wurde am 24.06.2025 dem Jugendhilfeausschuss vorge-
stellt.  
 
Am 4. Juli 2025 fand mit über 170 Teilnehmenden (bestehend aus Pädagog*innen der 
städtischen Kindertageseinrichtungen, der projektbegleitenden Steuerungsgruppe und 
Kolleg*innen der Verwaltung) der erfolgreiche Fachtag „Profis für Sprachliche Vielfalt 
– Städtische Kindertageseinrichtungen feiern die Erkenntnisse zum Umgang mit 
Mehrsprachigkeit“ im Rautenstrauch-Joest-Museum statt.  
 
Den Auftakt zum Fachtag machte Herr Prof. Dr. Albers mit der Keynote zum Thema: 
„Profis für Sprachliche Vielfalt- Erkenntnisse zum Umgang mit Mehrsprachigkeit für 
städtische Kindertageseinrichtungen“, gefolgt von der Vorstellung der Ergebnisse der 
Evaluation durch Frau Meusel von der Universität Paderborn. Die Präsentation bot 
eine fundierte Analyse der Studienergebnisse, verknüpft mit praxisorientierten Impul-
sen für die mehrsprachige pädagogische Arbeit in den Kitas. 
Außerdem wurde der „Abschlussbericht. Sprachliche Bildung im Kontext von Mehr-
sprachigkeit“ vorgestellt und verteilt. Es handelt sich um einen „kleinen“ Abschlussbe-
richt mit vielen Impulsen und Anregungen für die Praxis.  
Dieser Bericht ist im Anhang als Dokument im PDF Format angefügt. 
 
Der ausführliche wissenschaftliche Abschlussbericht der Universität Paderborn, wird 
voraussichtlich bis zum Herbst 2025 fertiggestellt sein. Diesen wird die Verwaltung 
dann mit einer erneuten Mitteilung zur Verfügung stellen. 
 
Gez. Voigtsberger

Anlage 1 - kl. Abschlussbericht Evaluation_Mehrsprachigkeit

76078 Zeichen

1

2 
 
Inhaltsverzeichnis 
Einleitung Abschlussbericht ................................................................................................................................................... 1 
Gliederung des Abschlussberichts ........................................................................................................................................ 3 
1. Haltung und Wertschätzung von Sprachlicher Vielfalt.................................................................................................. 5 
Begriffsbestimmung Haltung in der frühen Bildung ............................................................................................................................. 5 
1.1 Ergebnisse der Fragebogen- und Interviewerhebung ................................................................................................................................. 5 
Haltung von Pädagog*innen ........................................................................................................................................................................... 5 
Zusammenhang zwischen Haltung und Umgang mit sprachlicher Vielfalt ................................................................................. 6 
2. Sprachliche Vielfalt im Kita-Alltag .................................................................................................................................... 8 
Alltagsintegrierte Sprachbildung ................................................................................................................................................................... 8 
2.1 Ergebnisse der Fragebogen- und Interviewerhebung ................................................................................................................................. 8 
Sprachenvielfalt in Kindertageseinrichtungen .......................................................................................................................................... 8 
Sprachenvielfalt in den Kita-Teams ............................................................................................................................................................ 10 
Mehrsprachige Raumgestaltung und Präsenz der Sprachen .......................................................................................................... 11 
Einsatz von mehrsprachigen Materialien, der Language Route und Einsatz von personellen Ressourcen ................. 11 
Materialverfügbarkeit und -nutzung im Vergleich mit Sprach-Kitas ........................................................................................... 13 
Bedarfsorientierter Umgang mit Sprachlicher Vielfalt ....................................................................................................................... 14 
3. Bildungspartnerschaft mit Familien ............................................................................................................................... 15 
3.1 Ergebnisse der Fragebogen- und Interviewerhebung .............................................................................................................................. 15 
Eine mehrsprachige Willkommenskultur schaffen .............................................................................................................................. 15 
Die Sprachvielfalt im Team nutzen ............................................................................................................................................................. 15 
Familien als Sprachexperten einbeziehen ............................................................................................................................................... 16 
Einrichten von Begegnungsmöglichkeiten ............................................................................................................................................. 16 
Vereinfachung von Dokumentations- und Gesprächsgrundlagen ............................................................................................... 16 
Entwicklung einer wertschätzenden Haltung zur Mehrsprachigkeit ........................................................................................... 17 
4. Qualitätsentwicklung und Reflexion .............................................................................................................................. 18 
4.1 Ergebnisse der Fragebogen- und Interviewerhebung .............................................................................................................................. 18 
Kompetenzempfinden von Pädagog*innen im Umgang mit sprachlicher Vielfalt ................................................................ 18 
Zusammenhang zwischen Kompetenzempfinden und Weiterbildungsmaßnahmen ........................................................... 19 
Zusammenhang zwischen Kompetenzempfinden und Berufserfahrung ................................................................................... 20 
5. Sprachliche Vielfalt in Kindertageseinrichtungen: Praxisorientierte Impulse für Pädagog*innen ....................... 21 
Grundlagen einer inklusiven Haltung gegenüber sprachlicher Vielfalt: Der Index für Inklusion als 
Reflexionsrahmen .............................................................................................................................................................................................. 21 
Praktische Methoden für den Kita-Alltag ................................................................................................................................................ 23 
Sprachliche Vielfalt im Kita-Alltag sichtbar machen ........................................................................................................................... 24 
Ideen für die Zusammenarbeit mit mehrsprachigen Familien ....................................................................................................... 25 
Impuls- und Reflexionsfragen für den Umgang mit sprachlicher Vielfalt ................................................................................. 27 
Gemeinsam Mehrsprachigkeit gestalten – Prozesse anstoßen und weiterführen ....................................................... 28 
Literaturverzeichnis ............................................................................................................................................................... 30

1 
 
 
 
 
  
Einleitung Abschlussbericht  
Liebe Pädagog*innen in den städtischen Kindertageseinrichtungen in Köln,  
 
wir freuen uns, Ihnen hiermit die Ergebnisse der Erhebung zum Thema "Sprachliche Vielfalt in städ-
tischen Kindertageseinrichtungen in Köln" präsentieren zu dürfen. An dieser Stelle möchten wir uns 
ganz herzlich für Ihre engagierte Teilnahme und die großartige Unterstützung bedanken. Ohne Ihre 
Offenheit, Ihre Zeit und Ihren Einsatz wäre diese Erhebung in dieser Form nicht möglich gewesen. 
Ihr Beitrag ist von unschätzbarem Wert für die Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in den 
Einrichtungen. 
 
Diese Studie, durchgeführt in Kooperation zwischen dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der 
Stadt Köln und der Universität Paderborn, zielt darauf ab, Ihre Erfahrungen, Bedarfe und gelungenen 
Praxis-Beispiele im Umgang mit mehrsprachigen Kindern und Familien zu dokumentieren und zu 
analysieren. 
 
Köln als eine der kulturell vielfältigsten Städte Deutschlands setzt sich für eine inklusive und chan-
cengerechte Bildung ein. Dabei spielt die Unterstützung von Kindern und Familien mit unterschied-
lichen sprachlichen Hintergründen eine zentrale Rolle. In Ihrem pädagogischen Alltag gestalten Sie 
diese sprachliche Vielfalt und unterstützen jedes Kind auf dem Weg zum Erwerb der Sprache(n) . 
Mehrsprachigkeit ist ein gesellschaftlicher Schatz, und Sie als Pädagog*innen begleiten die Kinder 
und Familien dabei, diesen Schatz zu entdecken.  
 
Mehrsprachigkeit ist aus dem Alltag von Kindertageseinrichtungen nicht mehr wegzudenken. Ob 
der Umgang mit sprachlicher Vielfalt als Ressource oder als Belastung wahrgenommen wird, hängt 
von unterschiedlichen Bedingungen ab. Um die Praxis sprachlicher Bildung zu erfassen und Impulse 
für die Gestaltung eines mehrsprachigkeitssensiblen professionellen Handelns abzuleiten, haben 
wir Sie als Schlüsselpersonen in der frühpädagogischen Praxis in einer umfangreichen Erhebung zu 
Bereichen des mehrsprachigen Kita-Alltags befragt. Mithilfe eines Fragebogens wurden dabei The-
men wie der Einsatz von Material, die Einstellung zu Mehrsprachigkeit und die Gestaltung des mehr-
sprachigen Kita-Alltags erfasst. Wir freuen uns, dass insgesamt 538 Pädagog*innen aus den städti-
schen Kindertageseinrichtungen und mehr als die Hälfte  aller Einrichtungen an unserer Fragebo-
generhebung teilgenommen haben. In 20 Interviews haben wir uns mit Ihnen über Chancen und 
Herausforderungen im Umgang mit sprachlicher Vielfalt ausgetauscht. Dabei beri chteten Sie über 
Ihre Erfahrungen in der Interaktionsgestaltung mit mehrsprachigen Kindern und Familien, den Ma-
terialeinsatz, den Umgang mit Mehrsprachigkeit in I hren Einrichtungen sowie über Wünsche, Be-
darfe und Entwicklungspotenziale.  
 
Die Basis für den Fragebogen und die Interviews bildet das Qualitätshandbuch der städtischen Kin-
dertageseinrichtungen (2019) und die darin verankerten Qualitätskriterien und Qualitätsansprüche 
sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu sprachlicher Bildung  im Kontext von Mehrspra-
chigkeit in Kindertageseinrichtungen.

2 
 
 
 
 
  
Die erhobenen Daten zeigen verschiedene Aspekte auf, die einen positiven Einfluss auf die alltags-
integrierte sprachliche Bildung und den Umgang mit sprachlicher Vielfalt in Ihrer Einrichtung haben. 
Diese Handreichung bietet Ihnen anhand von vier Dimensionen einen Überblick darüber, wie mehr-
sprachiger Kita-Alltag in der Praxis gestaltet wird. Diese Schwerpunkte haben wir aus den Ergebnis-
sen unserer Studie abgeleitet. Sie sind miteinander verschränkt, nicht abgeschlossen und dienen 
zur Kategorisierung und besseren Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse. Sie ergänzen oder ersetzen 
nicht das Qualitätshandbuch der Stadt Köln, sondern spiegeln die Ergebnisse unserer Erhebung 
wider. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen wissenschaftlichen Verortung des Themas. Darauf folgt 
die Darstellung der zentralen Ergebnisse der Fragebogen-  und Interviewstudie. Am Ende des Be-
richts führen wir Anregungen zur Gestaltung der Praxis zusammen, wie sie sich aus den Evaluations-
ergebnissen ableiten. 
 
Als Team der wissenschaftlichen Begleitung bedanken wir uns ganz herzlich für die Zusammenarbeit 
in diesem spannenden Vorhaben und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen. 
 
Prof. Dr. Timm Albers und Sarah Meusel von der Universität Paderborn

3 
 
 
 
 
  
Gliederung des Abschlussberichts  
Der vorliegende Abschlussbericht gliedert sich in vier Hauptkapitel, die jeweils eine zentrale Di-
mension sprachlicher Bildung im Kontext von sprachlicher Vielfalt beleuchten. Die Auswertung der 
Fragebogen- und Interviewdaten verdeutlichte, dass folgende Dimensionen besonderen Einfluss 
auf die Umsetzung von Sprachbildung im Kontext von Mehrsprachigkeit in den Kindertagesein-
richtungen haben.  
 
 
Abbildung 1: Dimensionen sprachlicher Bildung im Kontext von sprachlicher Vielfalt in städtischen Kindertageseinrichtungen in Köln 
 
Haltung und Wertschätzung 
Im ersten Kapitel betrachten wir die Ergebnisse zur Haltung gegenüber Mehrsprachigkeit . Eine 
offene Haltung und der stärken- und ressourcenorientierte Ansatz der Pädagog*innen gegenüber 
sprachlicher und kultureller Vielfalt ist Voraussetzung für die soziale und emotionale Entwicklung 
mehrsprachiger Kinder. Die Anerkennung von Familiensprachen als Teil der Identität spielt dabei 
eine entscheidende Rolle und ist die Grundlage für eine gelingende Kooperation mit Familien. 
 
Sprachliche Vielfalt im Kita-Alltag  
Das zweite Kapitel widmet sich der alltagsintegrierten Sprachbildung, die sich an den 
Lebenserfahrungen, Interessen und individuellen Lebenslagen der Kinder orientiert. Hier richtet sich 
der Fokus auf die Einbettung der Sprachenvielfalt in Ihrer Bildungspraxis . Dabei steht die aktive 
Einbeziehung der Familiensprachen im Mittelpunkt. Die Sichtbarkeit und Hörbarkeit aller Sprachen 
in der Kita sowie die Ermutigung zum Gebrauch verschiedener Sprachen fördern die sprachliche 
Entwicklung und stärken das Selbstbew usstsein der Kinder. Die Ergebnisse zeigen auf , wie 
Familiensprachen in den Kita-Alltag eingebunden werden.

4 
 
 
 
 
  
Bildungspartnerschaft mit Familien 
Das dritte Kapitel beleuchtet die Bedeutung einer kooperativen Bildungs - und 
Erziehungspartnerschaft mit den Familien. Ein vertrauensvoller Austausch, gegenseitiger Respekt 
und eine offene Kommunikation bilden die Grundlage für eine gelingende Zusammenarbeit unter 
Einbeziehung familiärer sprachlicher Ressourcen.  
 
Qualitätsentwicklung und Reflexion 
Das abschließende Kapitel widmet sich den Erkenntnissen zur  Qualitätsentwicklung und Reflexion 
im Bereich der mehrsprachigen Bildung. Regelmäßige gemeinsame Reflexionsprozesse sind 
unverzichtbar für die Weiterentwicklung pädagogischer Qualität.

5 
 
 
 
 
  
1. Haltung und Wertschätzung von Sprachlicher Vielfalt  
Die Auseinandersetzung mit der eigenen pädagogischen Haltung bildet die Grundlage professio-
nellen Handelns in der frühen Bildung. Besonders im Umgang mit sprachlicher Vielfalt zeigt sich, 
wie entscheidend die Haltung von Pädagog*innen für die Gestaltung des Kita-Alltags und die Ent-
wicklung der Kinder sein kann.  
Begriffsbestimmung Haltung in der frühen Bildung 
Unter der p ädagogischen Haltung werden Einstellungen, Überzeugungen und Werte verstanden,  
die maßgeblich prägen, wie wir mit Kindern umgehen und wie wir unsere pädagogischen Ziele um-
setzen (Schwer & Solzbacher, 2014; Gutknecht, 2023). Haltung ist nicht starr , sondern entwickelt 
sich im Laufe des Berufslebens weiter. Haltung wird beeinflusst durch Erfahrungen, Werte und die 
professionelle Weiterentwicklung (Schwer & Solzbacher, 2014; Müller & Plutzar, 2023). Ein zentraler 
Teil davon ist die regelmäßige Reflexion, in der der Zusammenhang zwischen Haltung und Handeln 
stetig hinterfragt wird (Gutknecht, 2023). 
Haltung zur Mehrsprachigkeit umfasst, wie Pädagog*innen über kindliche Mehrsprachigkeit denken 
und fühlen – und wie sie darauf im Alltag reagieren (Müller & Plutzar, 2023; Solzbacher, 2014). Sie 
entsteht in einem Prozess, in dem die Auseinandersetzung mit sprachlicher Vielfalt stattfindet. Eine 
wertschätzende Haltung kann als Ausgangspunkt gesehen werden, ein inklusives Umfeld zu schaf-
fen, in dem Kinder all ihre sprachlichen Fähigkeiten einbringen können (Gutknecht, 2023; Müller & 
Plutzar, 2023). 
1.1 Ergebnisse der Fragebogen- und Interviewerhebung 
Haltung von Pädagog*innen  
Im Fragebogen wurden Sie zu Ihrer professionellen Haltung gegenüber sprachlicher Vielfalt  sowie 
zur praktischen Umsetzung eines mehrsprachigen Kita-Alltags befragt. Die Fragen waren so konzi-
piert, dass sowohl ressourcenorientierte als auch defizitorientierte Haltungen sowie ein fördernder 
oder eher zurückhaltender Umgang mit sprachlicher Vielfalt abgebildet werden konnte. 
 
So wurden Sie im Fragebogen beispielsweise danach gefragt inwiefern Sie folgenden Aussagen 
zustimmen oder diese ablehnen:  
 
Abbildung 2: Aussagen, die eine ressourcenorientierte Haltung verdeutlichen (n= 538, Angaben in Prozent)

6 
 
 
 
 
  
 
Abbildung 3: Aussagen, die eine defizitorientierte Haltung verdeutlichen (n= 538, Angaben in Prozent) 
Die Abbildung 2 zeigt, dass eine deutliche Mehrheit die sprachliche Vielfalt positiv bewertet. Mehr-
sprachigkeit wird demnach als Normalfall betrachtet, als besondere Kompetenz anerkannt  und 
sprachliche Vielfalt als Bereicherung  gesehen. Diese Aussagen finden durchgängig hohe Zustim-
mungsraten, wobei die positiven Antworten (trifft voll und ganz zu und trifft eher zu) jeweils deutlich 
über 90% liegen. Im Vergleich dazu zeigt Abbildung 3 unterschiedliche Ergebnisse bei den defizit-
orientierten Aussagen. Besonders die Aussage, dass mehrsprachige Kinder getrennt von der Ge-
samtgruppe Sprachbildung erhalten sollten, wird von einer großen Mehrheit abgelehnt. Dies spie-
gelt ein zunehmendes Bewusstsein für inklusive pädagogische Ansätze wider  und zeigt, dass sich 
die Praxis in den städtischen Kindertageseinrichtungen an neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen 
ausrichtet. 
 
Die Grafiken verdeutlichen aber ein interessantes Spannungsfeld: Während auf theoretischer Ebene 
eine eindeutig ressourcenorientierte Haltung gegenüber Mehrsprachigkeit dominiert, zeigen sich 
bei konkreteren pädagogischen und familienbezogenen Handlungsempfehlungen noch Unsicher-
heiten und teilweise eine tendenziell defizitorientierte Perspektive.  Die Ergebnisse lassen jedoch  
eine grundsätzlich positive Einstellung gegenüber Mehrsprachigkeit  als Leitbild pädagogischen 
Handelns erkennen. Gleichzeitig weist das heterogene Antwortverhalten bei den defizitorientierten 
Aussagen auf einen weiterhin bestehenden Bedarf an Professionalisierung und Weiterbildung im 
Bereich mehrsprachiger Pädagogik hin. Es lohnt sich also weiterhin den Blick darauf zu richten, wie 
die ressourcenorientierte Haltung in der Praxis umgesetzt werden kann. 
Zusammenhang zwischen Haltung und Umgang mit sprachlicher Vielfalt  
Eine weitergehende Auswertung der Daten zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen der  Hal-
tung und dem Umgang mit sprachlicher Vielfalt im Kita-Alltag: Pädagog*innen mit einer ressour-
cenorientierten Haltung gegenüber Mehrsprachigkeit gestalten den Kita-Alltag in der Regel offener 
und unterstützender im Umgang mit mehreren Sprachen. Umgekehrt zeigt sich, dass Pädagog*in-
nen mit einer defizitorientierten Haltung tendenziell zurückhaltender agieren und Mehrsprachigkeit 
eher als Herausforderung im Alltag wahrnehmen.  
Dies spiegelt sich auch in der Materialwahl wider: Pädagog*innen mit einer ressourcenorientierten 
Haltung setzen vermehrt mehrsprachige Materialien ein und beziehen Familiensprachen durch Bü-
cher und Lieder aktiv ein, während jene mit einer defizitorientierten Haltung häufiger auf einspra-
chige Materialien zurückgreifen. Dieses Ergebnis ist vielleicht nicht überraschend, macht aber deut-

7 
 
 
 
 
  
lich, dass es sich lohnt, die unterschiedlichen Haltungen zu sprachlicher Vielfalt im Team zu reflek-
tieren: Haltung ist (zum Glück) veränderbar und eine positive Haltung hat einen direkten Einfluss 
auf das pädagogische Handeln in der Praxis, wirkt sich damit also positiv auf die Kinder aus. 
 
Auch in den Interviews finden sich Aussagen dazu, wie die Haltung den Umgang mit sprachlicher 
Vielfalt beeinflusst. So berichtet beispielsweise eine Leitung: „Ich glaube, um mit Mehrsprachigkeit 
gut umgehen zu können, braucht man ein Grundwissen. Aber letztendlich beeinflusst die Haltung 
den Umgang mit verschiedenen Sprachen. Ich glaube, sobald die Haltung sich ändert, verändern 
sich so viele Dinge. Die Haltung ist da wirklich entscheidend. Um jedoch eine neue, offenere Haltung 
entwickeln zu können, braucht es auch entsprechendes Fachwissen.“  
Dies verdeutlicht eindrücklich die Schlüsselrolle der Haltung für die pädagogische Praxis. Im Kon-
text der sprachlichen Vielfalt in Kindertageseinrichtungen zeigt sich, dass Pädagog*innen in ihrem 
Handeln stark von ihren grundlegenden Einstellungen und Orientierungen geleitet werden.  Eine 
ressourcenorientierte pädagogische Arbeit setzt voraus, dass  Pädagog*innen die individuell er-
kennbaren Stärken der Kinder sichtbar machen und gezielt fördern, um positive Lernprozesse zu 
initiieren.
 Die Haltung, mit der Pädagog*innen sprachlicher Vielfalt begegnen, ist von zentraler Be-
deutung. Sie entscheidet darüber, ob diese  als Bereicherung oder als Belastung wahrgenommen 
wird. Eine positive, wertschätzende Haltung ermöglicht es, die sprachliche Vielfalt von Kindern und 
Familien als Chance zu sehen und individuell darauf einzugehen. Diese Haltung bildet die Grundlage 
für einen erfolgreichen und respektvollen Umgang mit  sprachlicher Vielfalt. Fachwissen ist dabei 
eine wichtige Unterstützung, um die eigene Haltung reflektieren und weiterentwickeln zu können.

8 
 
 
 
 
  
2. Sprachliche Vielfalt im Kita-Alltag  
Der Begriff sprachliche Vielfalt weist auf die Vielzahl an Sprachen und Dialekten hin, die Kinder, 
Familien und Pädagog*innen in den Kita-Alltag mit einbringen (Kühn, 2021). Sie spiegelt nicht nur 
die migrationsbedingte Mehrsprachigkeit wider, sondern auch die unterschiedlichen sprachlichen 
Biografien aller Beteiligten – etwa regional geprägte Sprachvarianten oder Gebärdensprachen.  
Sprachen sind eng mit Identität, Kultur und emotionaler Sicherheit verknüpft. Werden die Sprachen 
von Kindern oder Pädagog*innen ignoriert, entsteht das Gefühl, ein „falsches“ Sprachenrepertoire 
zu besitzen (Panagiotopoulou, 2016). Studien zeigen, dass die Wertschätzung aller Sprachen die 
kognitive Entwicklung mehrsprachiger Kinder fördert und ihr Selbstwirksamkeitserleben stärkt (Jah-
reiß, 2015). Gleichzeitig profitieren einsprachig deutsch aufwachsende Kinder, indem sie sprachliche 
Vielfalt als Bereicherung und gesellschaftliche Normalität erleben (Kühn, 2021). 
Alltagsintegrierte Sprachbildung  
Alltagsintegrierte Sprachbildung im Kontext sprachlicher Vielfalt bedeutet eine ganzheitliche syste-
matische Unterstützung und Begleitung der natürlichen Sprachentwicklung aller Kinder in allen Al-
tersstufen während des gesamten Kita -Alltags. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie in bedeu-
tungsvolles Handeln eingebettet und durch Beziehungsarbeit begleitet ist und in allen Situationen 
des Einrichtungsalltags ihre praktische Umsetzung findet  (Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, 
Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, 2014). Als Grundlage pädagogischen Handelns 
wird die Wertschätzung aller Sprachen gesehen, da mehrsprachig aufwachsende Kinder sich dabei 
kompetent und selbstwirksam  erleben, wenn ihre Sprachen in der Einrichtung geschätzt werden  
(Jungmann & Albers, 2013). 
Die Auswahl geeigneter Materialien spielt eine zentrale Rolle, um sprachliche Vielfalt sichtbar und 
erlebbar zu machen. Wichtig ist, dass alltagsintegrierte Sprachbildung kein Konzept mit vorgege-
benen Materialien und Zeiten ist. Vielmehr sollten sich Materialien an den individuellen Interessen 
und Ressourcen der Kinder orientieren.  Die bewusste Materialauswahl unterstützt dabei, dass alle 
Kinder - unabhängig von ihrer sprachlichen Herkunft - Sprache als Schlüssel zur Welt erleben kön-
nen (Ministerium für Fam ilie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein- Westfalen, 
2014). 
2.1 Ergebnisse der Fragebogen- und Interviewerhebung 
Im Rahmen der Auswertung des Fragebogens sowie der 20 Interviews mit Pädagog*innen zeigt sich 
eine große Vielfalt an verwendeten mehrsprachigen Materialien, die in den städtischen Einrichtun-
gen zum Einsatz kommen. Diese Materialien spielen eine wichtige Rolle in der Umsetzung der all-
tagsintegrierten Sprachbildung und der Gestaltung eines mehrsprachigen Kita-Alltags.  
Sprachenvielfalt in Kindertageseinrichtungen 
Im Fragebogen wurden Sie dazu befragt, wie viele verschiedene Sprachen die Kinder in I hrer Ein-
richtung sprechen. Die Ergebnisse offenbaren ein facettenreiches Bild sprachlicher Vielfalt . Über 
95% aller Befragten geben an, Kinder mit mindestens zwei Sprachen in der Einrichtung zu betreuen.

9 
 
 
 
 
  
Abbildung 4: Sprachenvielfalt der Kinder (n= 538, Angaben in Prozent) 
Besonders bemerkenswert ist, dass mehr als ein Fünftel der Befragten (21,7 %) angibt, in ihrer Ein-
richtung zwischen 10 und 15 verschiedene Sprachen zu haben.  Das bedeutet, dass Sie als Päda-
gog*innen täglich mit Kindern aus sprachlich sehr heterogenen Gruppen arbeiten. 20% der Befrag-
ten geben 6 bis 7 Sprachen an und bei 18,5% der Befragten werden 4 bis 5 Sprachen in den Ein-
richtungen gesprochen. Zusammengenommen arbeiten also etwa 60% aller Befragten  mit einer 
mittleren bis hohen Sprachenvielfalt zwischen 4 und 15 Sprachen. 
Die sprachliche Vielfalt in den städtischen Einrichtungen ist ein großer Schatz, gleichzeitig aber auch 
mit Herausforderungen an die pädagogische Praxis verknüpft. So können Bücher und andere Me-
dien zum Beispiel nicht immer in allen Sprachen zur Verfügung gestellt werden. Dies zeigt sich auch 
in den Ergebnissen zum Einsatz mehrsprachigen Materials. 
Auch in den Interviews wird die sprachliche Vielfalt in den Kindertageseinrichtungen bestätigt:  
„Wir haben eine Vielzahl von Sprachen: Französisch, Englisch, Albanisch, Arabisch, Persisch, Türkisch, 
Thailändisch, Chinesisch und Griechisch. Außerdem sind Slowenisch und Russisch vertreten.“  
 
 
Sprachenvielfalt Prozent 
eine Sprache 1,1 
2 bis 3 Sprachen 13,1 
4 bis 5 Sprachen 18,5 
6 bis 7 Sprachen 20,0 
8 bis 9 Sprachen 14,8 
10 bis 15 Sprachen 21,7 
15 bis 20 Sprachen 6,7 
mehr als 20 Sprachen 3,6 
keine weiteren Sprachen 
(neben Deutsch) 0,4

10 
 
 
 
 
  
Abbildung 5: Sprachenvielfalt der Pädagog*innen (n= 538, Angaben in Prozent) 
Sprachenvielfalt in den Kita-Teams  
Wenn wir den Blick auf die Mitarbeitenden in den städtischen Kindertageseinrichtungen lenken, 
sehen wir ebenso eine große sprachliche Vielfalt in den Teams. Im Fragebogen geben 65% der Be-
fragten an, noch andere Sprachen neben Deutsch zu sprechen. Die Abbildung 5 zeigt, wie viele 
Befragte angegeben haben neben Deutsch noch weitere Sprachen zu sprechen.  
 
Sprachenvielfalt Prozent 
1 Sprache 58,6 
2 Sprachen 26,1 
3 Sprachen 12,9 
4 Sprachen 2,0 
5 Sprachen 0,3 
 
 
 
In einem offenen Antwortformat konnten Sie angeben, welche Sprachen Sie neben Deutsch noch 
sprechen. Englisch dominiert mit 239 Nennungen, gefolgt von Türkisch (59), Französisch (46) und 
Italienisch (30). Darüber hinaus geben die Teilnehmenden an, auch Sprachen wie Kroatisch (1), Ja-
panisch (1), Ukrainisch (3) oder Griechisch (5) zu sprechen. Im Fragebogen konnte davon berichtet 
werden, welche Sprachen in der Kita aktiv eingesetzt werden. So geben 77% der Befragten an, eine 
weitere Sprache neben deutsch im Kita-Alltag zu verwenden. Lediglich 17,2% der Befragten geben 
an 2 Sprachen bzw. 3 Sprachen (4,6%) im Kita -Alltag zu sprechen. Am häufigsten verwenden die 
befragten Pädagog*innen Englisch (156), Türkisch (44), Russisch (18), Französisch (11) oder Italie-
nisch (10) im Kita-Alltag.  
Für die pädagogische Praxis bedeutet dies, dass Sie über  wertvolle mehrsprachige Ressourcen in 
Ihren Teams verfügen, diese aber nicht immer auch für die Kommunikation mit Kindern und Familien 
eingesetzt werden. Die Interviews  verdeutlichen, dass die Sprachen der Kinder und Familien 
oft nicht von den Teammitgliedern gesprochen werden. Gleichzeitig bewerten die Pädagog*innen 
die vorhandenen sprachlichen Ressourcen als besonders wertvoll und als große Unterstützung 
im Kita-Alltag.

11 
 
 
 
 
  
Mehrsprachige Raumgestaltung und Präsenz der Sprachen  
In der Studie wurde anhand folgender Angaben untersucht, ob sich die sprachliche Vielfalt der Kin-
der, Familien und Pädagog*innen auch in den Räumen der Kita widerspiegelt. 
 
Abbildung 6: Aussagen zur Präsenz der Sprachen und Herkunftsorte in der Kita (n= 538, Angaben in Prozent) 
Auf die Frage, ob die verschiedenen Sprachen der Kinder und ihrer Familien sichtbar gemacht wer-
den, geben etwa 43 % der Befragten an, die Sprachen der Kinder optisch zu präsentieren. Rund 35 
% der Befragten stellen die Herkunftsorte der Kinder in ihrer Einrichtung sichtbar dar. Deutlich we-
niger Befragte geben an, auch die Sprachen der Pädagog*innen in der Einrichtung zu visualisieren. 
Insgesamt machen weniger als 30 % der Befragten diese Ressource für Kinder und Familien sichtbar. 
Einsatz von mehrsprachigen Materialien, der Language Route und Einsatz von per-
sonellen Ressourcen 
Im Fragebogen wurde die Nutzungshäufigkeit von verschiedenen (mehrsprachigen) Materialien er-
fasst. Die Analyse der verschiedenen Materialien zeigt deutliche Unterschiede in der Verfügbarkeit 
und Nutzungsfrequenz auf und verdeutlicht sowohl erfolgreiche Ansätze als auch bestehende Her-
ausforderungen in der mehrsprachigen Bildungsarbeit.  
 
Piktogramme und mehrsprachige Beschriftungen weisen mit 27,8% die höchste Rate täglicher 
Nutzung auf. Diese visuelle Kommunikationsform erweist sich als niedrigschwellig implementierbar 
und wird von Einrichtungen als praktikable Lösung für die Gestaltung mehrsprachiger Lernumge-
bungen geschätzt.  
 
Das Konzept der Language Route wird sehr häufig im Alltag verwendet. Es geben 23,4% der Be-
fragten an, das Konzept täglich zu nutzen. Deutlich weniger genutzt wird die Language Route unter 
Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit (11,5% täglich) . Die Auswertung des Fragebogens sowie 
der Interviews zeigen, dass die Language Route als fester Bestandteil in den Kita -Alltag integriert 
ist. Besonders positiv wird die Wirkung beschrieben: Die Verbindung aus Sehen, Hören und Fühlen 
ermöglicht es den Kindern Verknüpfungen herzustellen und das Wortlernen zu erleichtern. 
„Die Verbindung von Sprache mit Bildern und Gegenständen bleibt bei Kindern einfach 
besser im Gedächtnis.“ (Leitung) 
Die Auswertung der Interviews zeigt, dass die Pädagog*innen die Language Route als besonders 
wertvoll einschätzen. Sie heben hervor, dass das Material an sich als wertvoll betrachtet wird und

12 
 
 
 
 
  
eine Verbindung von Wort, Bild und Gegenständen ermöglicht. Die Language Route wird als sehr 
bedarfsorientiert wahrgenommen und eignet sich gut für die individuelle Förderung von Kindern. 
Besonders betont werden die große Wirkung im Spracherwerb sowie die Unterstützung beim 
Wortschatzerwerb der Kinder. Insgesamt sehen die befragten Pädagog*innen in der Language 
Route eine effektive Möglichkeit, Kinder gezielt und erfolgreich beim Spracherwerb zu unterstüt-
zen.  
 
Verschiedene Arten von Büchern werden als Ausgangspunkt für die mehrsprachige Gestaltung des 
Kita-Alltags beschrieben. In den Fragebögen zeigt sich, dass diese zwar in vielen Einrichtungen vor-
handen sind, aber deutlich weniger häufig täglich eingesetzt werden. Mehrsprachige Bücher mit 
parallelen Textversionen werden eher seltener (41,9%) oder nie (23,3%) im Kita-Alltag eingesetzt. 
Auch einsprachige Bücher in anderen Sprachen (z.B. ausschließlich auf Türkisch) werden von 36% 
der Einrichtungen selten und von 27% nie verwendet. Hingegen werden deutschsprachige Kinder- 
und Märchenbücher aus verschiedenen Kultur- und Sprachkreisen von 9,3% der Befragten täg-
lich eingesetzt, wobei 35,0% eine seltene Nutzung angeben. Diese Materialien haben das Potenzial, 
kulturelle Vielfalt zu repräsentieren und Brücken zwischen verschiedenen sprachlichen und kultu-
rellen Hintergründen zu schaffen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass aufgrund der enormen 
sprachlichen Diversität –  in einigen Einrichtungen sind mehr als zwanzig verschiedene Sprachen 
vertreten – es praktisch unmöglich ist, Bücher zu finden, die alle Sprachen abdecken. Dies bedeutet 
jedoch nicht, dass die Sprachen einzelner Kinder automatisch ausgeschlossen werden, wenn nicht 
für jede Familiensprache entsprechende Materialien vorhanden sind. Es bietet sich daher an, konti-
nuierlich darüber in den Austausch zu gehen, wie das Potenzial im Alltag bestmöglich genutzt wer-
den kann – sowohl durch die verfügbaren mehrsprachigen Materialien als auch durch kreative pä-
dagogische Ansätze, die alle Sprachen der Kinder wertschätzen und einbeziehen. 
 
Dolmetscherdienste werden deutlich weniger häufig im Alltag eingesetzt. Die Pädagog*innen ge-
ben im Fragebogen an, dass sie Dolmetscher*innen seltener (48,1%) hinzuziehen. Die Interviews 
verdeutlichen, dass Dolmetscher*innen besonders im Kontext von Gesprächen mit Familien hinzu-
gezogen werden. So berichtet eine Leitung im Interview:  
„Bei Gesprächen über heikle Themen versuche ich stets, die Sprachen der Familie ein-
zubeziehen. Dies hilft, unglückliche Übersetzungsfehler zu vermeiden. […]  Deshalb bin 
ich sehr dankbar auf Dolmetscher zugreifen zu können – aber auch für unsere mehr-
sprachigen Personalressourcen, die uns dabei unterstützen, solche sprachlichen Fein-
heiten zu berücksichtigen.“ 
 
Übersetzungs-Apps zur Unterstützung der Kommunikation mit mehrsprachigen Kindern und Fa-
milien werden eher seltener im Kita-Alltag eingesetzt. Während 31,5% der Befragten diese Tools nie 
verwenden, nutzen 28,2% sie gelegentlich. In den Interviews berichten die Befragten davon, dass 
sie gerne vermehrt auf digitale Tools zur Übersetzung zurückgreifen würden. Am bewährtesten 
scheinen hier Übersetzungstools zu sein, die schnell von dem Smartphone der Familien bedient 
werden können. Diese sind insbesondere im Hinblick auf die anfängliche Kommunikation mit mehr-
sprachigen Kindern und das Führen von Gesprächen mit Familien eine große Unterstützung. In ei-
nem der Interviews wurde von QR-Codes berichtet, die direkt auf Übersetzungstools verweisen und 
den Familien das Übersetzen erleichtern sollen.

13 
 
 
 
 
  
„Wir haben an den Aushängen QR-Codes, welche die Familien zu der jeweiligen Google- 
Übersetzung führt. Zudem weisen wir darauf hin, dass Aushänge auch mit Google-Lense 
gescannt werden können.“ (Leitung) 
Materialverfügbarkeit und -nutzung im Vergleich mit Sprach-Kitas  
Innerhalb des Fragebogens haben Sie uns zudem angegeben, ob Sie in einer Einrichtung tätig sind, 
die am Programm Sprach -Kita teilnimmt. Mithilfe dieser Daten können wir aufzeigen, welche 
Unterschiede es in der Materialverfügbarkeit und - nutzung zwischen Ei nrichtungen gibt, die am 
Programm teilnehmen bzw. nicht teilnehmen. In der folgenden Abbildung stellen wir Ihnen 
beispielhaft drei Materialien vor, die wir erhoben haben. 
 
 
Abbildung 7: Vergleich Materialverfügbarkeit und -nutzungshäufigkeit zwischen Sprach-Kitas und Einrichtungen, die nicht am Programm 
teilnehmen 
Die Auswertung zeigt, dass Sprach-Kitas mehrsprachige Bücher deutlich häufiger nutzen als Nicht-
Sprach-Kitas. Auch bei digitalen Tools zum Vorlesen mehrsprachiger Bücher zeigen sich klare Un-
terschiede: In Sprach-Kitas werden diese Tools häufiger genutzt – 3,1 % täglich und 4,8 % wöchent-
lich – während diese Werte bei Nicht -Sprach-Kitas lediglich 0,5 % bzw. 1,6 % betragen. Besonders 
auffällig ist, dass 41,3 % der Pädagog*innen aus Nicht-Sprach-Kitas angeben, dass solche Tools, gar 
nicht vorhanden sein, verglichen mit 21,8 % bei den Sprach- Kitas. Auch im Bereich Piktogramme 
und mehrsprachige Bezeichnungen zeigt sich, dass diese häufiger in Sprach-Kitas vorhanden sind 
und täglich genutzt werden als in Einrichtungen, die nicht am Programm teilnehmen.  
 
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Sprach-Kitas sowohl in der Verfügbarkeit als auch in der Nutzung 
von Materialien zur Förderung sprachlicher Vielfalt deutlich besser aufgestellt sind als Nicht-Sprach-
Kitas. Sie nutzen mehrsprachige Bücher, digitale Tools und Piktogramme nicht nur häufiger, sondern 
verfügen auch häufiger über diese Materialien. Dieses Ungleichgewicht ist darauf zurückzuführen, 
Digitale Tools zum Vorlesen mehrsprachiger Bücher
0,5%
3,1%
4,8%
1,6%
4,4%
9,9%
28,4%
45,0%
37,6%
41,3%
21,8%
1,6%Nicht-Sprach-Kita
Sprach-Kita
täglich wöchentlich monatlich seltener nie nicht vorhanden
Mehrsprachige Bücher - deutsch und andere Sprache(n) (z.B. ein Buch in Deutsch und Türkisch)
1,6%
9,6%
5,7%
13,1%
4,7%
9,2%
34,4%
44,1%
32,7%
18,8%
20,8%
5,2%
Nicht-Sprach-Kita
Sprach-Kita
Piktogramme und mehrsprachige Bezeichnungen des Alltagsmaterials
23,3%
31,6%
8,6%
10,1% 8,3%
22,4%
29,4%
21,8%
12,7%
21,3%
7,9%Sprach-Kita
Nicht-Sprach-Kita 2,6%

14 
 
 
 
 
  
dass das Programm Sprach-Kitas gezielt die digitale Ausstattung und die Qualifizierung der Päda-
gog*innen im Umgang mit digitalen Medien gefördert hat. D as Programm legt einen besonderen 
Fokus auf den Einsatz digitaler Medien und die Integration medienpädagogischer Fragestellungen 
in die sprachliche Bildung. 
Bedarfsorientierter Umgang mit Sprachlicher Vielfalt  
Die Bedarfe mehrsprachiger Kinder werden in Ihren Einrichtungen systematisch und partizipativ er-
hoben. In den Interviews wird deutlich, dass bereits in Aufnahme- und Entwicklungsgesprächen die 
Familien aktiv einbezogen werden, um den Sprachstand der Erst- und Zweitsprache zu erfassen und 
gemeinsam Sprachbildungsprozesse zu besprechen. Hierbei dient der BaSiK -Bogen als zentrales 
Instrument zur Dokumentation der sprachlichen Entwicklung, der regelmäßig mit den Familien re-
flektiert wird. Im pädagogischen Allta g wird die Mehrsprachigkeit der Kinder kontinuierlich wahr-
genommen und gezielt gefördert, etwa durch Begrüßungen, Lieder und Spiele in verschiedenen 
Sprachen. Pädagog*innen mit entsprechenden Sprachkenntnissen unterstützen die Kinder in ihrer 
Sprache und vermitteln zwischen den Sprachen. Zusätzlich kommen mehrsprachige Materialien, 
visuelle Hilfsmittel wie Bildkarten, Piktogramme oder digitale Medien zum Einsatz, um die Kommu-
nikation zu erleichtern und vielfältige Sprachanlässe zu schaffen. Insgesamt zeigt sich, dass die Ein-
richtungen die Mehrsprachigkeit der Kinder als wertvolle Ressource begreifen und gezielt fördern, 
indem sie die Familien einbinden und an den Stärken, Ressourcen und individuellen Bedarfen der 
Kinder anknüpfen.

15 
 
 
 
 
  
3. Bildungspartnerschaft mit Familien  
Bildungspartnerschaft meint die gemeinsame Verantwortung und partnerschaftliche Zusammenar-
beit von Familien und Pädagog*innen in Bezug auf die Erziehung und Bildung eines Kindes (Vollmer, 
2012). Grundlage dieser Partnerschaft sind Dialog und Kommunikation auf Augenhöhe, bei der Er-
ziehungsvorstellungen und Bildungsziele zum Wohle des Kindes ausgetauscht, diskutiert und ver-
einbart werden. Der Begriff der Partnerschaft meint die Gleichwertigkeit, Gleichberechtigung und 
gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten (Zehbe & Sonnenberg, 2021). 
Eine gelingende Kooperation mit Familien  im Kontext sprachlicher Vielfalt  erfordert zunächst 
die Wertschätzung von verschiedenen Sprachen im Kita-Alltag. Sprachliche Vielfalt in Kitas umfasst 
nicht nur die Mehrsprachigkeit der Kinder, sondern auch die Sprachen der Familien und Päda-
gog*innen. Studien zeigen, dass eine wertschätzende Einbindung aller Sprachen das Selbstwirk-
samkeitserleben mehrsprachiger Kinder stärkt und ein inklusives Klima fördert (Kühn, 2021). Gleich-
zeitig profitieren einsprachig  deutsch aufwachsende Kinder, indem sie sprachliche Diversität als 
Norm erleben (Gogolin & Neumann, 2009).  
 
3.1 Ergebnisse der Fragebogen- und Interviewerhebung  
Aus offenen Antworten des Fragebogens und den Interviews werden zentrale Gelingensbedingun-
gen für den Beziehungsaufbau zu (mehrsprachigen) Familien abgeleitet. Dabei lassen sich sechs 
zentrale Gelingensbedingungen erkennen:  
Eine mehrsprachige Willkommenskultur schaffen 
Ein zentraler Aspekt für den erfolgreichen Beziehungsaufbau ist die Etablierung einer authentischen 
Willkommenskultur. Pädagog*innen berichten in den Interviews, dass bereits einfache Begrüßungen 
in der Familiensprache einen Unterschied in der Kommunikation mit den Familien ausmachen kön-
nen: "Ich finde, eine Willkommenskultur ist sehr wichtig. Es sollte deutlich spürbar sein, dass man 
willkommen ist – auch wenn man die Sprache nicht spricht. Ein einfaches  'Hallo' in der eigenen 
Sprache kann schon dazu beitragen, dass man sich sofort willkommen fühlt.“ (Fachkraft) 
Die Schaffung einer mehrsprachigen Umgebung beginnt bereits beim Betreten der Einrichtung. 
Viele Kitas haben gemeinsam mit Familien Begrüßungsformeln in verschiedenen Sprachen gestaltet 
und sichtbar angebracht. Diese sichtbaren Zeichen der Wertschätzung verschiedener Sprachen ver-
mitteln den Familien ein Gefühl des Willkommenseins und der Akzeptanz ihrer kulturellen Identität. 
Die Sprachvielfalt im Team nutzen 
Die Verfügbarkeit von mehrsprachigen Pädagog*innen wird als besonders wertvoll für den Bezie-
hungsaufbau beschrieben. Insbesondere in der Bring - und Abholsituation werden mehrsprachige 
Mitarbeiter*innen gezielt eingesetzt: "Mehrsprachigkeit findet bei uns d en ganzen Tag über statt. 
Schon morgens beginnt es mit der Begrüßung: Kinder und Eltern kommen herein und begrüßen 
sich in ihrer jeweiligen Sprache. Oft reagieren unsere Mitarbeiter darauf, indem sie ebenfalls in die-
ser Sprache antworten.“ (Leitung) Diese sprachliche Brücke erleichtert nicht nur die alltägliche Kom-
munikation, sondern vermittelt den Familien auch Wertschätzung für ihre Sprachen. Besonders bei

16 
 
 
 
 
  
wichtigen Gesprächen, wie Vertragsunterzeichnungen, sehen die Pädagog*innen einen großen Vor-
teil darin, auf mehrsprachige Kolleg*innen oder Dolmetscher*innen zurückgreifen zu können, um 
sicherzustellen, dass alle Informationen richtig verstanden werden.  
Familien als Sprachexperten einbeziehen 
Eine weitere erfolgreiche Strategie ist die aktive Einbindung der Familien als Sprachexpert*innen in 
den Kita-Alltag. Besonders häufig werden Familien zum mehrsprachigen Vorlesen eingeladen: "Wir 
haben hier ein Projekt, in dem Eltern mehrsprachig in ihrer Muttersprache vorlesen. Wir begleiten 
das auf Deutsch und zusätzlich mit dem Kamishibai." (Fachkraft) Diese Form der Partizipation hat 
nicht nur positive Auswirkungen auf die Kinder, sondern stärkt auch die Beziehung zwischen Ein-
richtung und Familie. Eine Fachkraft beschreibt die emotionale Wirkung: "Die mehrsprachigen Kin-
der, die sind total energetisch und glücklich aus diesem mehrsprachigen Vorlesen rausgekommen, 
weil sie das Gefühl hatten, da ist jemand bei uns." Darüber hinaus werden Familien in die Erstellung 
mehrsprachiger Materialien einbezogen, wie beispielsweise bei der Übersetzung von Bilderbüchern 
oder der Gestaltung mehrsprachiger Beschriftungen. Diese Zusammenarbeit würdigt die sprachli-
chen Kompetenzen der Familien und schafft eine Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung. 
Einrichten von Begegnungsmöglichkeiten 
Die Organisation von Elterncafés hat sich der Befragung zufolge als wertvolles Instrument erwiesen, 
um den Austausch zwischen Einrichtung und Familien sowie unter den Familien selbst zu fördern: 
"Wir versuchen Elterncafés zu organisieren. Ich wünsche mir, dass die Familien noch stärker vernetzt 
sind. Es ist sehr wichti g, dass die mehrsprachigen Eltern auch Kontakt zu deutschen Eltern haben 
und sich untereinander vernetzen. Denn was brauchen Kinder? Kinder brauchen ein ganzes Dorf, 
um groß zu werden – und genau deshalb ist diese Vernetzung so unglaublich wichtig.“ (Leitung) In 
diesen informellen Begegnungsräumen können Familien sich kennenlernen, austauschen und an 
der Gestaltung der Kita mitwirken. Sie bieten auch eine Plattform für interkulturellen Austausch und 
stärken das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Einrichtung. 
Vereinfachung von Dokumentations- und Gesprächsgrundlagen 
Die Interviews zeigen, dass die Komplexität von Dokumentationsinstrumenten wie dem BaSIK-Bo-
gen für mehrsprachige Familien oft eine Hürde darstellt. Die befragten Pädagog*innen beschreiben, 
dass sie vereinfachte und mehrsprachige Versionen wichtiger Dokumente in Gesprächen mit Fami-
lien unterstützen würden, um den Austausch über die sprachliche Entwicklung der Kinder zu er-
leichtern. Die Aufbereitung komplexer Inhalte in verständlichere Formate ermöglicht es Familien, 
sich aktiver am Bildungsprozess ihrer Kinder zu beteiligen.

17 
 
 
 
 
  
Entwicklung einer wertschätzenden Haltung zur Mehrsprachigkeit 
Die Einstellung der Pädagog*innen zur Mehrsprachigkeit beeinflusst maßgeblich die Beziehungs-
gestaltung. Eine offene, wertschätzende Haltung fördert den Dialog und die Integration der ver-
schiedenen Sprachen in den Kita-Alltag. Um diese Haltung zu stärken, sind regelmäßige Fortbildun-
gen und der kollegiale Austausch im Team essentiell. 
Pädagog*innen sollten sich bewusst mit ihren eigenen Einstellungen zur Mehrsprachigkeit ausei-
nandersetzen und eventuelle Vorurteile –  etwa die Annahme, Mehrsprachigkeit schade dem 
Deutscherwerb – kritisch reflektieren. Fortbildungen und der Austausch im Team tragen dazu bei, 
reflektierte, positive Haltungen zu stärken. 
 
 
Die genannten Herausforderungen verdeutlichen, dass die Beziehungsgestaltung mit mehrsprachi-
gen Familien ein hohes Maß an Sensibilität, Fachwissen und struktureller Unterstützung erfordert. 
Neben der Entwicklung von sprachsensiblen Kommunikationsformen ist  die Verfügbarkeit profes-
sioneller Dolmetscherdienste und die Förderung einer wertschätzenden Haltung gegenüber Mehr-
sprachigkeit zentrale Voraussetzung für gelingende Zusammenarbeit mit mehrsprachigen Familien. 
Pädagog*innen profitieren dabei von regelmäßigen Fortbildungen, kollegialem Austausch und ei-
ner institutionellen Kultur, die sprachliche Vielfalt als Chance begreift.

18 
 
 
 
 
  
4. Qualitätsentwicklung und Reflexion  
Die zuvor dargestellten Dimensionen im Umgang mit sprachlicher Vielfalt lassen sich nicht von 
heute auf morgen umsetzen, sondern sind Teil eines langfristig angelegten Prozesses, der aufgrund 
seiner Komplexität Zeit benötigt. Es geht dabei um das Zusammenspiel von Kompetenzerleben und 
Wissensbeständen, der eigenen Haltung und der pädagogischen Praxis. Kurz gesagt geht es darum, 
welches Wissen ich benötige, wie sicher ich mich in meinen Kompetenzen fühle, welche Ideale und 
Vorstellungen mich leiten und wie a ll dies mein pädagogisches Handeln beeinflusst.  Das Kompe-
tenzempfinden bezeichnet dabei das subjektive Erleben der eigenen Fähigkeiten, berufliche Anfor-
derungen erfolgreich bewältigen zu können.  Es umfasst sowohl die Selbstwahrnehmung der  vor-
handenen Fertigkeiten als auch das Vertrauen, in komplexen pädagogischen Situationen angemes-
sen handeln zu können (Erpenbeck & Sauter, 2020). Für Pädagog*innen in Kindertageseinrichtun-
gen bedeutet dies konkret: Wie sicher fühlen sie sich dabei, mehrsprachige Kinder in ihrer Entwick-
lung zu unterstützen und sprachliche Vielfalt als Ressource zu nutzen? 
Studien zeigen, dass die Reflexion der eigenen Sprachbiografie – etwa wie man selbst mit Spra-
chenvielfalt aufgewachsen ist – die Empathie für mehrsprachige Kinder stärkt und Vorurteile abbaut 
(Catanese, 2023). Beispielsweise können Übungen zur  Selbsteinschätzung helfen, Stärken im Um-
gang mit sprachlicher Heterogenität sichtbar zu machen und Entwicklungspotenziale zu identifizie-
ren (Lange et al., 2022). Dies fördert die Kompetenz, auch in komplexen Situationen handlungsfähig 
zu bleiben. Gelingende Fortbildungen setzen an zwei Hebeln an: Sie stärken die subjektive Hand-
lungssicherheit der Pädagog*innen durch Reflexion und vermitteln gleichzeitig erprobte Strategien, 
um sprachliche Vielfalt im Alltag produktiv zu gestalten. Nur wenn beides zusammenwirkt, entsteht 
jenes Kompetenzempfinden, das Pädagog*innen ermutigt, Mehrsprachigkeit als  Bildungsauf-
gabe aktiv zu begleiten. 
 
4.1 Ergebnisse der Fragebogen- und Interviewerhebung  
Kompetenzempfinden von Pädagog*innen im Umgang mit sprachlicher Vielfalt 
Im Fragebogen wurden die Teilnehmer *innen nach ihrer subjektiv wahrgenommenen Kompetenz 
in verschiedenen Bereichen befragt. Die befragten Pädagog*innen zeigen eine hohe Selbstwirksam-
keitsüberzeugung bei der Inklusion aller Kinder trotz sprachlicher Barrieren, mit 95,5% positiven 
Bewertungen (67,6% trifft zu, 27,9% trifft eher zu). Ähnlich wird die Fähigkeit zur Deutschvermittlung 
eingeschätzt: 96% fühlen sich kompetent darin, Kindern Deutsch als Zweitsprache zu vermitteln 
(61,2% trifft zu, 34,8% trifft eher zu).  Die Pädagog*innen fühlen sich zudem sicher darin, die Kom-
munikation mit Kindern, die kein Deutsch sprechen, gut zu gestalten (58,4% trifft zu, 36,4% trifft 
eher zu). Diese positive Einschätzung spiegelt eine etablierte und kompetente Praxis der alltagsin-
tegrierten Sprachbildung wider, die in den Kindertageseinrichtungen als übergeordnetes Bildungs-
ziel verankert ist.

19 
 
 
 
 
  
 
Abbildung 8: Auszug aus dem Fragebogen zum Kompetenzempfinden der Pädagog*innen (n= 538, Angaben in Prozent) 
 
Hingegen fühlen sich die befragten Pädagog*innen weniger k ompetent darin aktiv die Sprachen 
der Kinder zu unterstützen. 63,5% der Befragten fühlen sich kompetent darin, Kinder zur Nutzung 
ihrer Familiensprachen zu ermutigen (24,7% trifft zu, 38,8% trifft eher zu). Die größte Herausforde-
rung stellt die Ermöglichung des Gebrauchs aller Familiensprachen dar: Hier sehen sich 61 ,8% als 
kompetent (23,1% trifft zu, 38,7% trifft eher zu). 
 
Abbildung 9: Auszug aus dem Fragebogen zum Kompetenzempfinden der Pädagog*innen (n= 538, Angaben in Prozent) 
 
Zusammenhang zwischen Kompetenzempfinden und Weiterbildungsmaßnahmen  
Innerhalb des Fragebogens konnten die befragten Pädagog*innen angeben, ob sie eine Fortbildung 
zu bestimmten Themenbereichen besucht haben und wie kompetent sie sich in diesem Bereich 
fühlen. Die Daten zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Besuch von Fortbildun-
gen und der subjektiven Kompetenzeinschätzung der Pädagog*innen in verschiedenen Bereichen 
der mehrsprachigen Bildungsarbeit.  
 
Um die Ergebnisse zu verdeutlichen, finden Sie hier ein Beispiel aus dem Fragebogen:  
 
Abbildung 10: Auszug aus dem Fragebogen zum Thema Fortbildungsbesuch und Kompetenzempfinden (n= 538, Angaben in Prozent)

20 
 
 
 
 
  
Die Auswertung zeigt: Pädagog*innen, die entsprechende Fortbildungen besucht haben, schätzen 
ihre Fähigkeiten signifikant häufiger als „weitgehend sicher“ oder „sicher“ ein. Gleichzeitig ist der 
Anteil derjenigen, die sich als „sehr unsicher“ oder „eher unsicher“ einstufen, unter den Fortbil-
dungsteilnehmer*innen deutlich geringer als bei denjenigen, die keine Fortbildung besucht haben. 
 
Zusammenhang zwischen Kompetenzempfinden und Berufserfahrung  
Die Auswertung der Daten zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Berufserfahrung und 
dem Kompetenzempfinden im Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Kita gibt. Mit zunehmender 
Praxiserfahrung fühlen sich die Pädagog*innen in fast allen Bereichen sicher er, was die große Be-
deutung von praktischer Erfahrung für die professionelle Entwicklung unterstreicht. 
 
Gleichzeitig legen die Ergebnisse der Befragung nahe, dass sich die Inhalte der Ausbildung im Laufe 
der Zeit verändert haben (könnten): Berufseinsteiger*innen schätzen sich besonders im Bereich der 
Einbeziehung aller Familiensprachen als kompetent ein, während erfahrenere Pädagog *innen vor 
allem in der praktischen Umsetzung sich kompetenter einschätzen. Dies deutet darauf hin, dass 
neuere Ausbildungsinhalte verstärkt auf die Vielfalt der Familiensprachen eingehen, während prak-
tische Kompetenzen vor allem durch Berufserfahrung wachsen.

21 
 
 
 
 
  
5. Sprachliche Vielfalt in Kindertageseinrichtungen: Praxisorientierte 
Impulse für Pädagog*innen 
Vor dem Hintergrund der dargestellten Ergebnisse sollen im folgenden Kapitel Impulse für die Praxis 
abgeleitet werden, von denen wir hoffen, dass Sie davon profitieren können.  
Die Gestaltung einer sprachlich vielfältigen und inklusiven pädagogischen Praxis in Kindertagesein-
richtungen erfordert in diesem Sinne sowohl eine bewusste Haltungsreflexion als auch konkrete 
methodische Ansätze. Mehrsprachigkeit stellt dabei eine wertvolle Ressource dar, die allen Kindern 
zugutekommt und die pädagogische Qualität der Einrichtung bereichert.  Wir möchten Ihnen als 
Pädagog*innen einen umfassenden Überblick über bewährte Praktiken, methodische Ansätze und 
strukturelle Voraussetzungen für die erfolgreiche Integration sprachlicher Vielfalt in Ihren Kita -All-
tag geben. 
Grundlagen einer inklusiven Haltung gegenüber sprachlicher Vielfalt: Der Index für 
Inklusion als Reflexionsrahmen 
Die Reflexion der eigenen Haltung und der Umgang mit sprachlicher Vielfalt erfordert eine tiefgrei-
fende Auseinandersetzung mit inklusiven Werten, Strukturen und Handlungsroutinen. Der Index für 
Inklusion bietet hierfür einen bewährten Rahmen, der speziell für Kindertageseinrichtungen entwi-
ckelt wurde. Durch seinen dreiteiligen Aufbau – inklusive Haltungen, Strukturen und Praktiken – 
ermöglicht er Pädagog*innen , institutionelle Rahmenbedingungen, teaminterne Überzeugungen 
und konkrete Interaktionen mit Kindern und Familien zu reflektieren. Im Kontext sprachlicher Vielfalt 
fungiert der Index als Reflexionsrahmen, um einerseits die eigene professionelle Haltung zum Um-
gang mit sprachlicher Vielfalt zu überprüfen und andererseits strukturelle Barrieren abzubauen. Der 
Index für Inklusion ist kein theoretisches Modell, sondern ein Reflexionsrahmen, der direkt in Ge-
sprächsrunden, bei Gesprächen mit Familien oder der Raumgestaltung ansetzt.  
 
Die folgenden Impuls- und Reflexionsfragen wurden basierend auf dem Index für Inklusion in Kin-
dertageseinrichtungen und dem Qualitätshandbuch der städtischen Kindertageseinrichtungen er-
stellt. Diese Fragen bieten Ihnen die Möglichkeit ihre Haltung und Praxis im Umgang mit sprachli-
cher Vielfalt zu evaluieren. Die Fragen sind entlang der drei Dimensionen inklusiver Bildungsarbeit 
strukturiert und unterstützen Teams dabei, ihre sprachensensible Pädagogik kritisch zu reflektieren 
und weiterzuentwickeln. Sprachliche Vielfalt wird dabei als Ressource verstanden, die allen Kindern 
zugutekommt und die pädagogische Qualität der Einrichtung bereichert.  
 
A: Inklusive Kulturen  
Grundhaltung zu Mehrsprachigkeit 
• Wie stehe ich persönlich zur Mehrsprachigkeit von Kindern? Sehe ich sie als Bereicherung 
oder als Herausforderung? 
• Welche Gefühle lösen Gespräche in verschiedenen Sprachen zwischen Kindern oder zwi-
schen Familien und Kindern in mir aus? 
• Erkenne ich alle Sprachen als gleichwertig an oder bewerte ich manche als "wichtiger" als 
andere? 
Wertschätzung familiärer Sprachen 
• Wie zeige ich konkret, dass die Sprachen der Kinder in unserer Einrichtung willkommen sind?

22 
 
 
 
 
  
• Spreche ich die Namen der Kinder in der korrekten Aussprache aus und erkundige mich 
danach, wie sie angesprochen werden möchten? 
• Wie gehe ich mit Situationen um, in denen ich die Sprache(n) eines Kindes nicht verstehe? 
Umgang mit kultureller Vielfalt 
• Überlege ich regelmäßig, wie die verschiedenen Kulturen und Sprachen der Familien in un-
seren Kita-Alltag einfließen? 
• Wie stelle ich sicher, dass sich alle Familien unabhängig von ihrer Sprache willkommen und 
verstanden fühlen? 
 
B: Inklusive Strategien 
Konzeptionelle Verankerung 
• Haben wir in unserer Einrichtung anhand des Qualitätshandbuchs klare Strategien entwi-
ckelt, wie wir mit sprachlicher Vielfalt umgehen?  
• Wie können wir die sprachliche Vielfalt der Kinder und Familien in unserer Einrichtung 
sichtbar machen und leben? 
Fortbildung und Kompetenzentwicklung 
• Was möchte ich über Mehrsprachigkeit lernen, um meine pädagogische Arbeit weiterzu-
entwickeln? 
• Wie entwickle ich meine Kompetenzen im Umgang mit sprachlicher Vielfalt kontinuierlich 
weiter? 
• Tausche ich mich regelmäßig mit Kolleg*innen über Herausforderungen und Erfolge im 
Umgang mit Mehrsprachigkeit aus? 
Strukturelle Rahmenbedingungen 
• Über welche Ressourcen verfügen wir, die uns im Umgang mit sprachlicher Vielfalt in der 
Einrichtung unterstützen können? 
• Sind unsere Informationsmaterialien in verschiedenen Sprachen verfügbar? 
• Wie nutzen wir die sprachlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter*innen als Ressource? 
 
C: Inklusive Praxis 
Alltagsgestaltung 
• Wie integriere ich bewusst verschiedene Sprachen in unsere täglichen Aktivitäten? 
• Welche Lieder, Geschichten und Spiele aus verschiedenen Kulturen und Sprachen ver-
wende ich? 
• Wie sorge ich dafür, dass alle Kinder unabhängig von ihren Sprachkenntnissen an Aktivitä-
ten teilnehmen können? 
Kommunikationsförderung 
• Ermutige ich Kinder dazu, ihre Familiensprachen zu verwenden und anderen Kindern etwas 
daraus beizubringen? 
• Wie reagiere ich, wenn Kinder sich in verschiedenen Sprachen unterhalten? 
Zusammenarbeit mit Familien 
• Wie beziehe ich Familien aktiv in sprachbezogene Aktivitäten ein? 
• Wie gestalte ich Gespräche mit Familien, die kein oder wenig Deutsch sprechen?

23 
 
 
 
 
  
Praktische Methoden für den Kita-Alltag 
Die alltagsintegrierte Sprachbildung  in Kindertageseinrichtungen bietet vielfältige Möglichkeiten, 
sprachliche Vielfalt ressourcenorientiert zu gestalten und alle Kinder in ihrer Sprachentwicklung zu 
unterstützen. Sprachbildung ist dann besonders wirksam, wenn sie in  den Kita-Alltag eingebettet 
ist. In der Erhebung konnten wir zahlreiche Beispiele guter Praxis identifizieren, die im Folgenden 
gebündelt werden sollen. 
 
Piktogramme und mehrsprachige Beschriftungen 
- Beschriftung von Alltagsgegenständen (z. B. Spielzeugregale, Waschbecken) und visuelle 
Darstellung des Tagesablaufs mithilfe von Symboltafeln. 
 Piktogramme dienen als nonverbale Kommunikationshilfe, die Kindern mit unterschiedli-
chen Sprachkenntnissen Orientierung bietet und die Selbstständigkeit fördert. Studien zei-
gen, dass der Einsatz von Symbolen die Lesekompetenz und das Verständnis von Abläufen 
langfristig stärkt. 
Kamishibai (Vorlesetheater) 
- Gemeinsames Erfinden von Geschichten mit wechselnden Bildkarten, Einführung von Re-
geln oder emotionalen Themen wie Freundschaft. 
 Das Kamishibai regt zur aktiven Partizipation an, da Kinder durch das visuelle Erzählen er-
mutigt werden, eigene Narrative zu entwickeln. Es fördert zudem die Konzentration und 
das rhythmische Sprachgefühl. 
Mehrsprachige Bücher 
- Vorlesen in Familiensprachen unter Einbindung mehrsprachiger Familien oder Kolleg*in-
nen, Aufbau einer Kita-Bibliothek mit Büchern aus verschiedenen Kulturkreisen. 
 Mehrsprachige Bücher vermitteln Wertschätzung für die Sprachen der Kinder und erwei-
tern den Wortschatz in verschiedenen Sprachen simultan. 
Lieder in verschiedenen Sprachen 
- Singen von Liedern in unterschiedlichen Sprachen, z. B. in Gesprächskreisen oder bei Fes-
ten. 
 Melodien und Rhythmen prägen sich leicht ein und unterstützen den natürlichen Sprach-
erwerb. Zudem fördern sie den kulturellen Austausch und das Interesse an Klangvielfalt. 
Gebärden-unterstützte Kommunikation (GuK) 
- Begleitung von Alltagshandlungen wie Anziehen oder Essen mit einfachen Gebärden, ge-
meinsames Singen von Liedern mit Gesten. 
 GuK reduziert Frustration bei Sprachbarrieren und unterstützt den Aufbau eines Grund-
wortschatzes durch multisensorische Verknüpfungen. 
Digitale Medien (Tablets, Beamer) 
- Nutzung von Übersetzungs-Apps, Audioaufnahmen von Geschichten in Familiensprachen 
oder digitale Bilderbücher. 
 Digitale Tools ermöglichen interaktives Lernen und schaffen Zugänge zu Sprachen, die im 
Team nicht vertreten sind. Sie fördern zudem die Medienkompetenz. 
Sprachtools (Speaker, Sprachklammern) 
- Aufnahme von Begrüßungsformeln oder Kita-Regeln in verschiedenen Sprachen, die per 
Knopfdruck abspielbar sind.

24 
 
 
 
 
  
 Sprachklammern machen Mehrsprachigkeit im Raum sichtbar und stärken das Zugehörig-
keitsgefühl von Familien. 
Handpuppen zur Sprachförderung 
- Dialoge zwischen Puppe und Kind in Gesprächskreisen, Einführung neuer Themen durch 
Rollenspiele. 
 Handpuppen schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der auch schüchterne Kinder 
bereit sind, sich sprachlich auszudrücken. Sie agieren als „Vermittler“ zwischen Erwachse-
nen und Kindern. 
Geschichtensäckchen 
- Ritualisiertes Erzählen mit kleinen Figuren und Materialien, z. B. vor dem Mittagsschlaf 
oder in Übergangssituationen. 
 Geschichtensäckchen fördern das narrative Denken und ermöglicht es Kindern, Hand-
lungsabläufe durch haptische Erfahrungen nachzuvollziehen. 
Bildkarten zur Sprachbildung 
- Erstellung von thematischen Kartensets (z. B. Emotionen, Tiere) gemeinsam mit den Kin-
dern. 
 Bildkarten bieten visuelle Anker für Begriffe und unterstützen die Wortschatzerweiterung, 
insbesondere bei mehrsprachigen Kindern. 
Rollenspiel-Materialien 
- Einrichtung eines Rollenspielbereichs mit Kleidung und Gegenständen aus verschiedenen 
Kulturen. 
 Rollenspiele fördern die sozialkommunikativen Fähigkeiten und ermöglichen das Erkunden 
kultureller Perspektiven. 
Sprachliche Vielfalt im Kita-Alltag sichtbar machen 
Die folgenden Impulse verknüpfen die Aussagen aus dem Fragebogen und den Interviews mit der 
wissenschaftlichen Verortung, um konkrete Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.  
 
1. Sprachen sichtbar und erlebbar machen - Mehrsprachige Raumgestaltung 
• „Plapperboard“ im Eingangsbereich : Hängen Sie Willkommensgrüße in allen Familien-
sprachen auf. Ergänzen Sie diese mit Audioaufnahmen (z.B. via QR-Codes oder Sprachklam-
mern), die Kinder und Familien einsprechen. 
• Globales Sprachregal: Stellen Sie Bilderbücher, Puppenkleidung oder Alltagsgegenstände 
aus den Herkunftsländern der Kinder aus. Beschriften Sie diese in Deutsch und den Fami-
liensprachen. 
• Weltkarte: Markieren Sie die Herkunftsorte der Kinder und Familien mit Fähnchen. Ergänzen 
Sie auf der Weltkarte die Sprachen der Kinder und Familien. 
 Reflexionsfrage: „Welche Sprachen/Kulturen sind in unserer Einrichtung bereits präsent? Wo 
fehlt Repräsentation?“ 
2. Sprachbildung im Alltag im Kontext von sprachlicher Vielfalt  
• Mehrsprachiges Geschichtentheater: Lassen Sie Kinder und Familien Geschichten in ihren 
Sprachen erzählen. Übersetzen Sie gemeinsam die Geschichten ins Deutsche – nutzen Sie 
dabei auch die sprachlichen Ressourcen ihres Teams.

25 
 
 
 
 
  
• Mehrsprachige Hörspiele: Stellen Sie Aufnahmegeräte bereit. Kinder und Familien erstellen 
Hörspiele in verschiedenen Sprachen, die Sie im Kita-Alltag einsetzten können. 
• Bewegungsorientierte Sprachaktivitäten : Verbinden Sie Sprachlernen mit motorischer 
Entwicklung: Beim Hüpfen zählen Kinder auf Türkisch, beim Balancieren benennen sie Kör-
perteile auf Arabisch. Entwickeln Sie beispielsweise einen Sprach-Parcours mit Stationen, die 
Vokabeln durch Handeln verankern. 
3. Familien als Sprachexpert*innen einbeziehen - Kommunikative Brücken bauen 
• Mehrsprachige Infopoints: Erstellen Sie Formulare, Speisepläne oder Einladungen in den 
häufigsten Familiensprachen. Greifen Sie dabei auf die Vorlagen der Stadt Köln zurück oder 
nutzen Sie Tools wie „DeepL“ oder mehrsprachige Mitarbeiter*innen sowie Familien als 
Übersetzer. 
• Familien-Erzählcafé: Laden Sie Familien ein, Märchen oder Lieder aus ihrer Kindheit vorzu-
stellen. Dokumentieren Sie diese in einem mehrsprachigen Geschichtenbuch. 
 Familien fragen: „Welches Lied, welche Geschichte ist in ihrer Familie besonders wichtig?“ 
4. Teamressourcen aktivieren 
- Erstellen Sie ein Team-Poster mit Fragen: 
• „Welche Sprachen spreche ich? Wie habe ich sie gelernt?“ 
• „Wann setze ich meine Mehrsprachigkeit im Kita-Alltag ein?“ 
 Hängen Sie ein Plakat der Pädagog*innen in der Einrichtung im Eingangsbereich auf. Dort 
können beispielsweise die Fotos, Namen und verschiedene Sprachen abgebildet sein.  
 
Abschließende Reflexion: 
 Welche Impulse können wir kurzfristig, mittelfristig oder langfristig umsetzen oder etablie-
ren? 
 Welche Ressourcen haben wir in unserer Einrichtung, die uns bei der Umsetzung der Ziele 
helfen?  
 Wie können wir vorhandene Ressourcen (Kinder, Familien, Team, Räume, Fachberatung des 
Trägers) nutzen, um unsere Ziele zu erreichen? 
Ideen für die Zusammenarbeit mit mehrsprachigen Familien  
Einen wichtigen Einfluss auf die sprachliche Bildung und Entwicklung von Kindern haben auch die 
Familien. Der Übergang von der Familie in die Kita stellt für Kinder im Bereich ihres Spracherwerbs 
eine Erweiterung ihrer sprachlichen Umwelt dar. Neben ihren primären Bezugspersonen profitieren 
sie nun auch von Pädagog*innen  und von Gleichaltrigen und erhalten so wertvolle neue Impulse 
für ihren Spracherwerbsprozess. Der Übergang in die Kita ist aber auch mit Anforderungen an Fa-
milien, Kinder und Pädagog*innen verbunden.  
Die Eingewöhnungsphase stellt für mehrsprachige Familien beispielsweise eine besondere Heraus-
forderung dar, da sprachliche Unterschiede die Kommunikation erschweren können. Erkenntnisse 
aus Forschung und Praxis zeigen, dass eine sensible und sprachbewusste Gesprächsführung  ent-
scheidend ist, um Vertrauen aufzubauen und Missverständnisse zu vermeiden. Im Folgenden wer-
den konkrete Strategien vorgestellt, die Pädagog*innen in der Praxis umsetzen können.

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1. Vorbereitung mehrsprachiger Materialien für Gespräche mit Familien 
• Bebilderte Eingewöhnungspläne: Nutzen Sie visuelle Ablaufpläne mit Piktogrammen oder 
Fotos, die zentrale Phasen der Eingewöhnung (z.B. Ankunft, Spielzeit, Abschied) darstellen.  
• Mehrsprachige Willkommensmappen:  Geben Sie Familien bei der Anmeldung eine 
Mappe mit wichtigen Informationen (Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Regeln) in ihr en Spra-
chen. Nutzen Sie hierfür Vorlagen der Stadt Köln, Übersetzungsdienste oder kooperieren Sie 
mit Familien, die als Sprachmittler*innen fungieren. 
• Fragen zu Familiensprache n: Erkundigen Sie sich aktiv nach der sprachlichen Praxis zu 
Hause (z.B.: „Welche Sprache sprechen Sie mit Ihrem Kind beim Essen?“). Dokumentieren Sie 
diese Informationen für das Team. 
2. Einsatz von Sprachmittlern  
• Professionelle Dolmetscher*innen: Beziehen Sie bei sensiblen Themen (z.B. Entwicklungs-
gespräche) qualifizierte Dolmetscher*innen ein, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.  
• Familien als Sprachbrücken: Identifizieren Sie mehrsprachige Familien, die bereit sind, bei 
einfachen Alltagsgesprächen zu übersetzen.  
• Mehrsprachige Pädagog*innen: Beziehen Sie die Sprachen der Pädagog*innen mit in den 
Kita-Alltag ein und gestalten Sie so z.B. mehrsprachige Bring- und Abholsituationen.  
3. Trennungsrituale  
• Verabschiedungsrituale: Entwickeln Sie gemeinsam mit den Kindern und Familien Ab-
schiedsrituale (z.B. ein bestimmtes Lied). Wiederholen Sie dies konsequent, um dem Kind 
Sicherheit zu vermitteln. 
• Visualisierte Trennungszeiten: Verwenden Sie eine Sanduhr oder eine Uhr mit Bildsymbo-
len, um die Dauer des Kita-Besuchs anzudeuten. Erklären Sie: „Wenn der Sand durchgelaufen 
ist, holt dich … ab“. 
4. Elternpatenschaften und Peer-Support 
• Erfahrene Familien als Mentoren: Ermöglichen Sie, dass Familien sich untereinander ver-
netzten können. Bitten Sie „erfahrene“ Familien, neue Familien durch die Eingewöhnung zu 
begleiten. 
• Mehrsprachige Elterncafés: Organisieren Sie informelle Treffen, bei denen Familien sich in 
ihren Sprachen über Kita -Themen austauschen können. Stellen Sie Themenkarten (z.B. 
„Schlafen in der Kita“) als Gesprächsimpulse bereit. 
5. Aktive Einbindung der Familien als Sprachexpert*innen 
• Mehrsprachiges Vorlesen: Binden Sie durch das mehrsprachige Vorlesen die Familien als 
Sprachexpert*innen in die Sprachbildung der Kinder mit ein.  
• Gemeinsame Übersetzung: Familien können in die Erstellung mehrsprachiger Materialien 
mit einbezogen werden - beispielsweise bei der Übersetzung von Bilderbüchern oder der 
Gestaltung mehrsprachiger Beschriftungen. Diese Zusammenarbeit würdigt die sprachli-
chen Kompetenzen der Familien und schafft eine Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung. 
6. Beratungs- und Unterstützungsleistungen des Trägers 
• Sprachfachberatungen als Ansprechpartner *innen: Nutzen Sie n eben der regulären 
Fachberatung der Kita und der jeweiligen Inklusionsfachberatung  die Ressourcen, die der 
Träger bereitstellt. Durch die langjährigen Erfahrungen aus Bundes- und Landesprogram-
men verfügt der Träger über ein gutes Netzwerk aus Sprachfachberatungen, die auch in der 
Zusammenarbeit mit Familien qualifiziert sind und beratend zur Seite stehen können.

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Impuls- und Reflexionsfragen für den Umgang mit sprachlicher Vielfalt 
Die folgenden Leitfragen orientieren sich am Index für Inklusion und dem Qualitätshandbuch der 
städtischen Kindertageseinrichtungen und können als Impuls für die Reflexion und Weiterentwick-
lung der pädagogischen Arbeit dienen.  Die Reflexionsfragen stellen lediglich eine Ergänzung der 
Fragen aus dem Qualitätshandbuch dar, das wertvolle Impulse für Umgang mit sprachlicher Vielfalt 
liefert.  
 
Leitfragen zur persönlichen Reflexion und Bedarfsanalyse: 
• Welche Vorerfahrungen und Kenntnisse habe ich bereits im Umgang mit sprachlicher Viel-
falt? 
• Welche Herausforderungen begegnen mir in meiner täglichen Arbeit mit mehrsprachigen 
Kindern und Familien? 
• Wo sehe ich meinen größten Fortbildungsbedarf in Bezug auf Sprachbildung und Mehrspra-
chigkeit? 
• Welche Aspekte der Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder sind mir noch unklar? 
• Welche spezifischen Methoden und Materialien zur Sprachbildung kenne ich bereits? 
• Wie kann ich die Sprachen der Kinder in meiner pädagogischen Arbeit wertschätzen und 
einbeziehen? 
Leitfragen zur Teamentwicklung und Zusammenarbeit: 
• Wie können wir im Team von den unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen der ein-
zelnen Pädagog*innen profitieren? 
• Wie können wir gemeinsam eine Vision für eine mehrsprachige Kita entwickeln? 
• Wie können wir einen kontinuierlichen Austausch über unsere Erfahrungen und Herausfor-
derungen im Bereich Mehrsprachigkeit fördern?

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Gemeinsam Mehrsprachigkeit gestalten – Prozesse anstoßen und wei-
terführen   
Die vorliegende Erhebung zur sprachlichen Bildung im Kontext von Mehrsprachigkeit in den städ-
tischen Kindertageseinrichtungen Kölns verdeutlicht eindrucksvoll, dass Mehrsprachigkeit längst ein 
integraler Bestandteil des pädagogischen Alltags ist. Die Ergeb nisse zeigen, dass eine ressourcen-
orientierte und wertschätzende Haltung gegenüber sprachlicher Vielfalt bei den meisten Päda-
gog*innen fest verankert ist und als Leitbild für die tägliche Arbeit dient. Die Mehrheit der Päda-
gog*innen betrachtet sprachliche Vielfalt als Bereicherung und erkennt die Bedeutung der Fami-
liensprachen für die Identitätsentwicklung der Kinder an. Gleichzeitig wurden an einigen Stellen 
aber auch noch Unsicherheiten und Weiterbildungsbedarfe im konkreten Umgang mit Mehrspra-
chigkeit deutlich, insbesondere bei der aktiven Einbindung aller Familiensprachen in den Alltag. Hier 
hat sich aber auch gezeigt, dass es sich lohnt , sich immer wieder dem Thema zu widmen, in das 
Wissen der Fachkräfte zu investieren und Zeit für die nötigen Reflexion sprozesse bereitzuhalten. 
Der Anspruch an kompetentes Handeln im Kontext sprachlicher Vielfalt ist hoch – die Befragung 
macht aber auch deutlich, dass der wertschätzende Umgang mit Mehrsprachigkeit als gemeinsame 
Orientierung in den städtischen Kindertageseinrichtungen deutlich sichtbar ist. 
 
Die Befragung und Interviews verdeutlichen dabei, wie vielfältig die sprachlichen Ressourcen sowohl 
bei Kindern als auch im Team sind. Viele Einrichtungen nutzen bereits mehrsprachige Materialien, 
Piktogramme und digitale Tools, um Sprachbarrieren zu überwinden und die Teilhabe aller Kinder 
zu fördern. Dennoch gibt es Unterschiede in der Verfügbarkeit und Nutzung dieser Ressourcen, 
insbesondere zwischen Sprach-Kitas und anderen Einrichtungen. Die Zusammenarbeit mit Familien 
wird als zentraler Erfolgsfaktor für gelingende Sprachbildung hervorgehoben. Eine offene Willkom-
menskultur, der gezielte Einsatz mehrsprachiger Teammitglieder sowie die aktive Einbindung der 
Familien als Sprachexpert*innen stärken das Gemeinschaftsgefühl und fördern die Entwicklung der 
Kinder. 
 
Auch die Reflexion der eigenen Haltung und die kontinuierliche Weiterentwicklung der fachlichen 
Kompetenzen erweisen sich als Schlüssel für eine inklusive und qualitätsvolle Praxis. Die Ergebnisse 
unterstreichen, dass Fortbildungen und Praxiserfahrung das Kompetenzempfinden der Pädagog*in-
nen maßgeblich stärken. Die Herausforderungen – wie sprachliche Barrieren, begrenzte Dolmet-
scherressourcen oder Unsicherheiten im Umgang mit Mehrsprachigkeit – zeigen, dass die Weiter-
entwicklung von Strukturen und Angeboten notwendig bleibt. 
 
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass die Entwicklung einer offenen und mehrsprachig-
keitssensiblen Kita-Kultur von vielfältigen Faktoren beeinflusst wird. Die vorgestellten Impulse und 
Praxisbeispiele können Einrichtungen dabei unterstützen, die mehrsprachige Praxis im Kita -Alltag 
nachhaltig weiterzuentwickeln. 
Die gewonnenen Erkenntnisse bieten dabei auch Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der 
sprachlichen Bildung in den Kölner Kindertageseinrichtungen. Zentrale Aufgaben könnten darin be-
stehen, … 
 
…mehrsprachige Ressourcen gezielter zu identifizieren, systematisch zu nutzen und für Kinder, 
Familien sowie das Team sichtbar zu machen,

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…Fortbildungsangebote zu Mehrsprachigkeit und sprachsensibler Kommunikation bedarfsge-
recht weiterzuentwickeln, 
 
…die Zusammenarbeit mit Familien durch partizipative und kultursensible Projekte zu intensi-
vieren und den Austausch zu fördern, 
 
…mehrsprachige digitale und analoge Materialien flächendeckend bereitzustellen und deren 
Einsatz im pädagogischen Alltag zu stärken, 
 
…sowie die kontinuierliche Reflexion der eigenen Haltung im Kontext von Mehrsprachigkeit und 
die kollegiale Zusammenarbeit im Team als festen Bestandteil der Qualitätsentwicklung zu etab-
lieren.

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Literaturverzeichnis  
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Beratungsverlauf (2)

26.08.2025 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
Kenntnisnahme (Mitteilung)

Details

Aktenzeichen
2422/2025
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
07.08.2025
Erstellt
31.07.2025 10:35