Mandari Insight

3246/2020

Überplanmäßige Aufwendungen im Teilergebnisplan 0403 - Römisch-Germanisches Museum - für das Haushaltsjahr 2020

Eilentscheidung Hauptausschuss 11.02.2021

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 23.03.2021, TOP 18.3

Dringlichkeitsvorlage Hauptausschuss

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1, Vorabauszug TOP 5.1 Hauptausschuss 22.02.2021

· application/pdf

Ansehen

Dringlichkeitsvorlage Hauptausschuss

9275 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4512 
 
Vorlagen-Nummer 
 3246/2020 
Freigabedatum 
11.02.2021  
Dringlichkeitsentscheidung und Genehmigung zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Entscheidung durch den Hauptausschuss gemäß § 60 Absatz 1, Satz 1 GO NRW und Genehmigung 
durch den Rat gemäß § 60 Absatz 1, Satz 5 GO NRW. 
Betreff 
Überplanmäßige Aufwendungen im Teilergebnisplan 0403 - Römisch-Germanisches Museum - 
für das Haushaltsjahr 2020 
Gremium Datum Zuständigkeit 
Hauptausschuss 22.02.2021 Entscheidung 
Rat 23.03.2021 Genehmigung (DE) 
 
 
Begründung der Dringlichkeit und Haushaltsbewirtschaftung in der Corona-Krise 
 
Damit die Umschichtung der Mittel im Haushalt 2020 für Mehrbedarfe an u.a. Bauunterhaltungs- und 
Bewachungskosten sowie Abwassergebühren für das Römisch-Germanische Museum im Rahmen 
der Jahresabschlussarbeiten 2020 möglich ist, bedarf es einer Beschlussfassung in der Februarsit-
zung des Hauptausschusses. Die kommende Ratssitzung im März kann nicht mehr abgewartet wer-
den, da die Mittelumschichtungen bis zum 18.03.2021 in den Jahresabschluss 2020 eingeflossen 
sein müssen, damit der Teilplan nicht mit einem Defizit abschließt. Eine frühere Beschlussfassung 
war nicht möglich, da die Finanzierung der Mehrbedarfe erst jetzt sichergestellt werden konnte. 
 
 
 
 
 
Beschluss: 
 
Der Hauptausschuss beschließt überplanmäßige zahlungswirksame Aufwendungen gemäß § 83 GO 
NRW im 
Haushaltsjahr 2020 für den Teilergebnisplan 0403 – Römisch-Germanisches Museum in der Teilplan-
zeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen in Höhe von insgesamt 483.800 € zur De-
ckung des dort entstandenen Mehrbedarfs. 
 
Die Deckung dieser Mehraufwendungen erfolgt durch zahlungswirksame Wenigeraufwendungen in 
folgenden Teilergebnisplänen:  
 
0407 - Museum Schnütgen, Teilplanzeile 13 in Höhe von 60.000 € 
 
0409 - Kunst- und Museumsbibliothek / Rheinisches Bildarchiv, Teilplanzeile 16 in Höhe von 85.800 € 
 
0413 - Archäologische Zone und Jüdisches Museum, Teilplanzeilen 13 und 16 in Höhe von 104.000 € 
 
0418 - Stadtbibliothek, Teilplanzeile 13 in Höhe von 234.000 €

2 
 
 
 
Beschluss des Rates: 
Der Rat genehmigt gemäß § 60 Absatz 1 Satz 5 GO NW vorstehende Dringlichkeitsentscheidung des 
Hauptausschusses.

3 
 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  483,800 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
 
Die aktuelle Finanzprognose des Römisch-Germanischen Museums weist für das Jahr 2020 einen 
aufwandsseitigen Mehrbedarf von rd. 483.800 € in Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und 
Dienstleistungen aus. Durch Teilöffnung des Stammhauses am Roncalliplatz ist es zu Aufwandsstei-
gerungen in den Bereichen Bauunterhaltung und Bewachung gekommen.  
 
Der Mehrbedarf im Zuge der Bauunterhaltung beziffert sich auf ca. 236.300 €.   
Die Mehraufwendungen sind auf den Unterhalt, Betrieb bzw. Teilbetrieb des denkmalgeschützten 
Stammhauses am Roncalli Platz zurückzuführen, womit sowohl das Museums- als auch das Studien-
gebäude (Verwaltung) gemeint sind, sowie die Außendepots, die 4512 nutzt, um die bis zu 15 Millio-
nen Bestandsobjekte aus Kölner Ausgrabungen zu lagern.  
Das Stammhaus mit beiden Gebäuden (Museum und Studiengebäude) ist bis zum Beginn der eigent-
lichen Bauarbeiten (nicht vor Ende 2022) für die Generalsanierung noch in Betrieb. Im Museum la-
gern aktuell die Exponate, die zu einem späteren Zeitpunkt in qualifizierte Depots ausgelagert werden 
müssen. Die in diesem Zusammenhang erforderlichen aufwendigen Dokumentations- und Verpa-
ckungsarbeiten der mehrere tausend Exponate laufen unter Coronabedingungen auf Hochtouren. 
Dafür mussten und müssen die klimatischen Bedingungen im Stammhaus intakt gehalten werden, 
damit konservatorische Schäden an den Objekten verhindert werden (zum Beispiel an den sehr wär-
meempfindlichen antiken Gläsern). Zudem müssen geeignete Arbeitsbedingungen für alle daran be-

4 
 
teiligten Mitarbeiter*innen sichergestellt werden (Restauratoren, Transportarbeiter, Wissenschaftler, 
Inventarisation- und Dokumentationskräfte).  
Das Museumsgebäude dient darüber hinaus als Zwischenlagerfläche für transportfertig verpackte 
Exponate, die zu einem späteren Zeitpunkt in Depots überführt werden. Dadurch werden Mietkosten 
für Depotflächen reduziert. Das Römisch-Germanische Museum verfügt über keine eigenen qualifi-
zierten Depotflächen.  
Im Studiengebäude am Roncalli Platz sind derzeit noch die Restauratoren untergebracht, die den 
Rückbau der Sammlungen federführend betreuen, zudem Kollegen aus der Bodendenkmalpflege und 
Inventarisation. Darüber hinaus ist dort auch noch die mehr als 10.000 Objekte umfassende Studien-
sammlung untergebracht, die nach Abschluss der Rückbauarbeiten im Museumsgebäude magazin- 
und depotfertig verpackt werden muss. Auch hier sind qualifizierte klimatische Bedingungen bzw. 
Sicherungsmaßnahmen zwingend erforderlich.  
 
Auch die (Wieder-)Öffnung des Hauses für den Publikumsverkehr Mitte Februar 2020, die durch eine 
bis dahin nicht zu erwartende Teilbetriebsgenehmigung möglich wurde, hat die Aufwendungen zum 
Bauunterhalt in ihrer Höhe wesentlich beeinflusst. 
 
Mehraufwand Bewachung beziffert sich auf ca. 144.000 Euro. 
Die Öffnung des Stammhauses für den Publikumsverkehr, die von Politik und Stadtspitze ausdrück-
lich erwünscht wurde um der Verödung des Domumfeldes entgegenzuwirken, hat für das Römisch-
Germanische Museum zu unvorhersehbaren Bewachungskosten in Höhe von 144.000 Euro geführt. 
In den Planungen für den Doppelhaushalt 2020/21 konnte dies nicht berücksichtigt werden, da eine 
Verlängerung der Teilbetriebsgenehmigung über den Dezember 2019 hinaus bis dahin nicht möglich 
war. 144.000 Euro entsprechen den Aufwendungen für drei dort für die Bewachung eingesetzten 
Wachkräfte. 
 
Mehraufwand Abwassergebühren beziffert sich auf ca. 52.000 Euro. 
Unerwartet und in dieser Höhe für das Römisch-Germanische Museum nicht vorhersehbar waren die 
Abwassergebühren, die sich um 52.000 Euro gesteigert haben (Anteil Museum). 
 
Weitere Mehraufwendungen beziffern sich auf ca. 51.500 € 
Diese Mehraufwendungen sind zudem auf Ertüchtigungen am Belgischen Haus in Höhe von ca. 
23.000 Euro zurückzuführen. Nach Einzug hatte sich gezeigt, dass die Arbeitsplätze der Kolleginnen 
und Kollegen durch Sonnenrollos zu schützen sind. Spezialfolien wurden gegen eine Überhitzung der 
Ausstellungsräume montiert. In den Kellerräumen waren Ertüchtigungen erforderlich, um sie zur  La-
gerung von Katalogen und Archivalien etc. zu nutzen.  
Diese baulichen Maßnahmen ließen sich vorab nicht absehen, da der Abschluss der Kernsanierung 
des Belgischen Hauses erst unmittelbar vor Übergabe des Gebäudes erfolgt ist. 
16.000 Euro gehen auf sonstige Sachleistungen am Stammhaus zurück, d.h.  Betriebsmittel wie Be-
leuchtung, Schalter, Kältemittel etc. 
Ca. 12.500 Euro gehen auf Arbeitsschutzertüchtigungen im Rahmen der Corona-Pandemie zurück. 
 
Die Deckung dieser Mehraufwendungen erfolgt durch zahlungswirksame Wenigeraufwendungen in 
folgenden Teilergebnisplänen:  
 
0407 - Museum Schnütgen, Teilplanzeile 13 in Höhe von 60.000 €. Hier ist bei der Bauunterhaltung 
weniger Aufwand als geplant entstanden. 
 
0409 - Kunst- und Museumsbibliothek / Rheinisches Bildarchiv, Teilplanzeile 16 in Höhe von 85.800 
€. Hier wurde für das vergangene Jahr bereits die Miete für das RBA im Archiv-Neubau eingeplant. 
Dieser Umzug hat sich jedoch verschoben. 
 
0413 - Archäologische Zone und Jüdisches Museum, Teilplanzeilen 13 und 16 in Höhe von 104.000 
€. Hier konnten Mittel durch Baufortschrittsverzögerungen eingespart werden. 
 
0418 - Stadtbibliothek, Teilplanzeile 13 in Höhe von 234.000 €. Aufgrund der Corona-Pandemie und 
der Schutzmaßnahmen konnten Veranstaltungen nicht oder nur in einem kleineren Umfang durchge-
führt werden.

5 
 
 
Mehrbedarf 2021 und Folgejahre 
Die Verwaltung wird für das Jahr 2021 eine gesonderte Vorlage in das Beschlussverfahren einbrin-
gen. Für die Folgejahre ab 2022 werden entsprechende Mittel im Rahmen der Haushaltsplananmel-
dung berücksichtigt. Mehraufwendungen werden hier erforderlich, da die Bausubstanz des denkmal-
geschützten Museums und des ebenfalls denkmalgeschützten Studiengebäudes ohne begonnene 
Sanierung einen erhöhten Unterhaltungsaufwand nach sich ziehen.  
Das Dezernat Kunst und Kultur wird im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2022 ff. 
innerhalb des dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel ggf. durch Umschichtungen vor-
sehen.

Anlage 1, Vorabauszug TOP 5.1 Hauptausschuss 22.02.2021

1257 Zeichen

Geschäftsführung  
Hauptausschuss 
Frau Piszczan  
Telefon:  (0221) 221 26014  
Fax:   (0221) 221 26570 
E-Mail:   giulia.piszczan@stadt -koeln.de 
Datum: 02.03.2021 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der 3. Sitzung des 
Hauptausschusses  vom 22.02.2021  
öffentlich 
5.1 Überplanmäßige Aufwendungen im Teilergebnisplan 0403 - Römisch-
Germanisches Museum - für das Haushaltsjahr 2020 
3246/2020 
 
Beschluss: 
Der Hauptausschuss beschließt überplanmäßige zahlungswirksame Aufwendungen 
gemäß § 83 GO NRW im 
Haushaltsjahr 2020 für den Teilergebnisplan 0403 – Römisch-Germanisches Muse-
um in der Teilplanzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen in Höhe 
von insgesamt 483.800 € zur Deckung des dort entstandenen Mehrbedarfs. 
 
Die Deckung dieser Mehraufwendungen erfolgt durch zahlungswirksame Weni-
geraufwendungen in folgenden Teilergebnisplänen:  
 
0407 - Museum Schnütgen, Teilplanzeile 13 in Höhe von 60.000 € 
 
0409 - Kunst- und Museumsbibliothek / Rheinisches Bildarchiv, Teilplanzeile 16 in 
Höhe von 85.800 € 
 
0413 - Archäologische Zone und Jüdisches Museum, Teilplanzeilen 13 und 16 in 
Höhe von 104.000 € 
 
0418 - Stadtbibliothek, Teilplanzeile 13 in Höhe von 234.000 € 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt.

Beratungsverlauf (2)

22.02.2021 Hauptausschuss
TOP 5.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
23.03.2021 Rat
TOP 18.3 Genehmigung (DE/EilE) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Roncalliplatz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
3246/2020
Typ
Eilentscheidung Hauptausschuss
Datum
11.02.2021
Erstellt
05.11.2020 13:36