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2673/2022

Sachstand Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und Kriterien zur Verpachtung "Urbane Landwirtschaft in Köln"

Mitteilung Ausschuss 23.08.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 29.09.2022, TOP 7.3

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

4179 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/574 
 
Vorlagen-Nummer 23.08.2022 
 2673/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 25.08.2022 
 
Sachstand Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und Kriterien zur Verpachtung "Urbane 
Landwirtschaft in Köln" 
Im Rahmen der Erarbeitung einer Strategie zur Neuverpachtung von landwirtschaftlichen Flächen, die 
sich im Eigentum der Stadt Köln befinden (AN/0988/2019), wurden 2022 die Gespräche wieder auf-
genommen. Diese mussten pandemiebedingt in 2020/21 ruhen. 
 
Zurzeit existieren 90 landwirtschaftliche Vertragsverhältnisse. In diesem Rahmen sind insgesamt 
städtische Ackerflächen in einer Gesamtgröße von über 2.600 Hektar verpachtet. Es wurden bisher 
keine bestehenden Pachtverträge vorzeitig beendet. Die Neuverpachtung steht für das Jahr 2028 an. 
 
Anfang des Jahres wurde in verwaltungsinternen Arbeitsgesprächen mit den beteiligten Ämtern 23, 
57 und 67 die Umsetzung der Vergabekriterien städtischer Flächen für die Landwirtschaft wieder auf-
gegriffen. Es besteht Einvernehmen darüber, dass der ursprüngliche Kriterienkatalog weiterhin ange-
wendet wird, aber eine Weiterentwicklung erforderlich ist. Die Pachtverträge zwischen der Stadt Köln 
und den Landwirt*innen, die Flächen der Stadt Köln bewirtschaften, läuft noch bis 2028. Flächen, die 
bis zum Ende der Laufzeit freiwerden, sollen durch Einzelfallentscheidungen gemäß den bis dahin 
weiterentwickelten Kriterien neu vergeben werden. 
Beim Neuabschluss nach Ende der Laufzeit sollen dann die weiterentwickelten Kriterien in Gänze 
Anwendung finden. 
 
Um die Kriterien mit Praxisbezug weiterentwickeln zu können, wurde vereinbart, die Arbeitsgruppe 
durch die Teilnahme von Landwirten*innen zu erweitern. Im Mai und im Juni 2022 fanden hierzu zwei 
weitere Arbeitstreffen mit den beteiligten Ämtern und Landwirt*innen statt, in denen intensiv Stand-
punkte, Erfahrungen und Anforderungen aus dem Kriterienkatalog ausgetauscht wurden. 
 
Es besteht Einigkeit darüber, dass Landwirtschaft in Köln bisher schon nachhaltig war und auch wei-
terhin nachhaltig sein soll und dass dieser Prozess weiter unterstützt wird, indem zukünftige Verpach-
tungen definierten Kriterien unterliegen werden. Ebenfalls wurde konkret mit der Überarbeitung und 
Weiterentwicklung einzelner Kriterien begonnen. Bei einigen Kriterien besteht Einigkeit, so dass diese 
übernommen werden können. Wiederum andere Kriterien können ganz gestrichen werden, da diese 
bereits gesetzlich gefordert und von den Landwirten umgesetzt werden, wie beispielsweise „Gen-
technikfreiheit auf allen Flächen“. Bei Betrieben, die Flächen in Wasserschutzgebieten bewirtschaf-
ten, werden viele Kriterien auch bereits angewendet. In einigen Punkten gibt es allerdings noch Dis-
kussions- und Weiterentwicklungsbedarf, so dass weitere Arbeitstreffen folgen werden. 
 
In diesem Zusammenhang wünschen sich die Landwirt*innen, dass der Weg zur ökologischen Land-
wirtschaft / Ökolandbau Schritt für Schritt erfolgen soll und es sich dabei nicht um ein kurzfristig er-
reichbares Ziel handeln kann. In den Augen der Landwirt*innen ist für Köln eine Kombination zwi-
schen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft (als hybride Landwirtschaft bezeichnet) sinn-
voll, die den Kriterien der Nachhaltigkeit entspricht, aber nicht alle Punkte des Ökolandbaus erfüllen 
muss.

2 
 
Ebenfalls müssen politische und weltwirtschaftliche Entwicklungen im Auge behalten werden, ebenso 
wie Punkte zum Schutz der Biodiversität, des Artenschutzes und Ausweitung des Vertragsnatur-
schutzes. 
 
Insbesondere wünschen sich die Landwirt*innen eine Kooperation zwischen allen Beteiligten (z.B. 
Landwirt*innen, Stadt Köln, Politik), um einen stetigen Austausch über Handlungsschritte zu ermögli-
chen, aber auch die eigenen Bestrebungen und Erfolge, bzw. Bedürfnisse aufzuzeigen. 
 
Neben den weiteren Arbeitsgesprächen wird hierzu von den Landwirt*innen konkret der Wunsch ge-
äußert, Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik im Feld vor Ort „ihre“ Art der Landwirtschaft zu 
zeigen. 
 
Die Verwaltung wird hierzu zeitnah Termine vorschlagen. 
 
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (1)

29.09.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2673/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
23.08.2022
Erstellt
18.08.2022 14:58