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2011/0115

Städtische Teilnahme am Förderprogramm Offensive Frühe Chancen: 'Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration'

Magistratsvorlage 29.03.2011

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2011/0115

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2011/0115

5788 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
06.04.2011 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat II Personalamt an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Amt für Familie, Kin-
derbetreuung und Sport 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2011/0115 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Städtische Teilnahme am Förderprogramm Offensive Frühe Chancen: 
"Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration 
 
Vorlage vom: 29. 3.2011 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat nimmt das Bundesprogramm Offensive Frühe Chancen: „Schwerpunkt-Kitas Sprache & 
Integration“ zur Kenntnis und beschließt: 
- die Fördermittel aus dem Bundesprogramm für das Aufgabengebiet der Sprachförderung und 
Qualifizierung in den 5 benannten städtischen Kindertagesstätten jeweils im Umfang von einer 
halben Stelle abzurufen, 
- die Aufgabe der Sprachförderung und Zusammenarbeit mit Eltern vorrangig an bereits eingestell-
te Fachkräfte auf die Zeitdauer des Projekts 04-2011 bis 12-2014 zu übertragen und diesen be-
fristet eine Differenzzahlung nach TVöD S 8 zu bezahlen, 
- die gleichzeitige zusätzliche Neueinstellung von temporär 5 tb-Fachkräften für die Übernahme 
der bisherigen Aufgaben der für den Zweck der Sprachförderung freigestellten Fachkräfte. 
Die Zustimmung des Personalrates und der Aufsichtsbehörde ist einzuholen. 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
...

3 
... 
 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 29.03.2011  
 
Das Ziel des genannten Bundesprogramms ist es, frühzeitig Kinder mit besonderem Sprachförder-
bedarf in ihrer Entwicklung durch eine alltagsintegrierte Förderung zu unterstützen, um ihnen so die 
gesellschaftliche Teilhabe und Integration sowie einen erfolgreichen Bildungsverlauf zu ermögli-
chen. Über das Programm werden zusätzlich personelle Ressourcen im Umfang von jeweils einer 
halben Stelle mit einem besonderen Förderauftrag finanziert. Zielgruppe des Programms sind Kin-
der mit Migrationshintergrund und Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und deren Eltern. „In 
jeder beteiligten Einrichtung sollen neben der unmittelbaren Förderung von Kindern in Einzel- oder 
Gruppenangeboten und der Zusammenarbeit mit Eltern für die sprachliche Förderung der Kinder 
auch Qualifizierungsangebote gemacht werden, die die Kompetenz aller Fachkräfte im Team stär-
ken und die Umsetzung eines alltagsintegrierten Sprachförderkonzepts der Einrichtung erleichtern“ 
(Quelle: Förderrichtlinie zum Bundesprogramm Offensive Frühe Chancen: “Schwerpunkt-Kitas 
Sprache & Integration“ vom 4. Januar 2011). Bereits praktizierte Sprachförderung im Kindergarten 
soll für den U3-Bereich weiterentwickelt und konzeptionell verankert werden. Die Verbesserung des 
inhaltlichen Angebots für diese Kinder soll perspektivisch zu einer Steigerung der Anzahl dieser 
Kinder in den Kindertagesstätten führen. 
 
Für dieses Modellprojekt wurden unter den bundesweit mehr als 50.000 Kindertagesstätten 4.000 
ausgewählt. Diese Kindertagesstätten haben durch das Projekt die Chance, sich zu einer Schwer-
punkt-Kita „Sprache & Integration“ weiterzuentwickeln. 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich als Träger mit 6 Kindertagesstätten für die Teilnahme an 
diesem Modellprojekt beworben. 5 Kindertagesstätten wurden bei der zweistufigen Interessensbe-
kundung und der anschließenden Bewerbung ausgewählt:  
die Kita Janusz-Korczak-Haus in Kranichstein, die Kita Kinderwelt im Martinsviertel, das Rasp-Nuri-
Haus in der Stadtmitte, die Kita Regenbogenland im Verlegerviertel und die Kita Pestalozzihaus in 
Eberstadt. 
Neben konzeptionellen Anforderungen waren Grundvoraussetzung für die Teilnahme der Kinderta-
gesstätten, dass der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund bzw. von bildungsbenachteiligten 
Kindern über dem Landesdurchschnitt liegt und Kinder unter 3 Jahren in der Kindertagesstätte be-
treut werden. Einrichtungen in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf wurden u.a. bei der 
Auswahl bevorzugt. 
 
Die Zuwendung erfolgt in Form einer Festbetragsfinanzierung in Höhe von je 25.000 € pro teilneh-
mende Einrichtung pro Förderjahr. In den Fördermitteln sind enthalten die erforderliche Qualifizie-
rung im Bereich der Sprachförderung der Fachkraft und die Vergütung einer halben Stelle nach 
TVöD S 8. Diese Eingruppierung muss gewährleistet werden! Der bewilligte Zeitraum umfasst den 
01.04.2011 bis zum 31.12.2014. Der Anspruch auf Förderung besteht nur für den Zeitraum der tat-
sächlich zusätzlichen Besetzung der geförderten Personalstelle. Bei Nichtbesetzung bzw. unterjäh-
rigem Förderbeginn wird die Zuwendung je Kalendermonat entsprechend ante ilig gewährt. 
Im Gegenzug verpflichtet sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt neben der Erstellung von Zwi-
schennachweisen und Verwendungsnachweisen unterjährig zur Übergabe von Monitoringdaten an 
die eingerichtete Regiestelle und Mitwirkung an der begleitenden Evaluation.

4 
... 
Innerhalb von 3 Monaten ab dem Beginn des Bewilligungszeitraumes muss die Besetzung der zu 
fördernden Stelle (TVöD S 8) nachgewiesen werden. D. h., bis spätestens Ende Juni müssen diese 
zusätzlichen Stellen eingerichtet und besetzt sein, ansonsten wird der Zuwendungsbescheid aufge-
hoben. 
 
Für die befristete Beschäftigung der 5 einzustellenden tb-Kräfte ist die Zustimmung des Personalra-
tes und der Aufsichtsbehörde erforderlich.  
 
 
 
Darmstadt, 29.03.2011 
52 ste-ge 
 
Dezernat II 
 
 
 
 
Wolfgang Glenz 
Bürgermeister

Beratungsverlauf (1)

TOP 166 beschließend

Details

Vorlagen-Nr.
2011/0115
Typ
Magistratsvorlage
Datum
29.03.2011
Erstellt
29.09.2026 00:00