2690/2024
Elternbrief des Amtes für Kinder, Jugend und Familie an alle Kindertageseinrichtungen
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/51/513 Vorlagen-Nummer 04.09.2024 2690/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 17.09.2024 Elternbrief des Amtes für Kinder, Jugend und Familie an alle Kindertageseinrichtungen Der Jugendhilfeausschuss hat mit der Vorlage 2882/2023 die regelmäßige Information der Eltern aller Kindertageseinrichtungen Kölns zu aktuellen Entwicklungen und Infor- mationen, insbesondere zur Thematik des Fachkräftemangels beschlossen. Der aktuelle Elternbrief wurde am 02.09.2024 an alle Träger zur Weitergabe an die Kölner Familien und Erziehungsberechtigten versandt und ist als Anlage beigefügt. Gez. Voigtsberger
Anlage 1: Elternbrief des Amtes für Kinder, Jugend und Familie
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Stadt Köln Die Oberbürgermeisterin Stadt Köln, 51, 50605 Köln An die Eltern und Erziehungsberechtigten Ihr Schreiben Mein Zeichen 51-AL Ni Amt für Kinder, Jugend und Familie Kalk Karree Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln www.stadt.koeln Auskunft Frau Niederlein jugendamt@stadt-koeln.de Sprechzeiten Montag, Dienstag, Donnerstag 8 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 15 Uhr Freitag 8 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung Datum Ol-O^l. ^^ Aktuelle Entwicklungen der Kindertagesbetreuung in Köln Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte, ich möchte Sie zum Start des neuen Kitajahres herzlich begrüßen und alle neuen Fa milien in den Kölner Kindertageseinrichtungen herzlich willkommen heißen. Ich hoffe, dass Sie gut in den Kitagemeinschaften angekommen sind, sich wohlfühlen und sich bereits eine erste Vertrauensbasis zwischen Ihren Kindern, den Pädagog*innen und Ihnen aufbauen konnte. Allen Kindern und Familien wünsche ich, dass dieses Jahr von vielen positiven Erlebnissen und Erfahrungen geprägt sein wird. In meinem Schreiben von November 2023 habe ich zu den Hintergründen und Heraus forderungen des Personalengpasses informiert. Gerne berichte ich Ihnen heute zu den aktuellen Themen und Entwicklungen rund um die Kindertagesbetreuung in Köln. Die aufgrund des Personalengpasses bestehenden und auch zukünftig möglichen Be treuungsengpässe sind für Sie, Ihre Kinder, die Pädagog*innen, die Träger und Arbeit gebenden oftmals alltagsprägend. Die Träger und Mitarbeitenden der Kindertagesein richtungen sind darum bemüht, mit Ihnen gemeinsam tragbare Lösungen zu finden, die allen Beteiligten eine bestmögliche Handhabung dieser Situation ermöglichen. Hierzu werden in vielen Kitas individuelle Verfahren der Informationsweitergabe und Betreu ungszeitenreduzierung konzipiert und umgesetzt. Uns ist bewusst, dass Ihnen die oft mals kurzfristigen Betreuungseinschränkungen viel abverlangen. Ich versichere Ihnen, dass das Amt für Kinder, Jugend und Familie zusammen mit der Trägerlandschaft alle verfügbaren Mittel und Möglichkeiten ausschöpft, um eine mög lichst verlässliche Betreuung sicherzustellen. Zudem bringen wir uns gemeinsam auch auf Landesebene aktiv ein, um auf Anpassungen und Veränderungen hinzuwirken, die helfen können, die gegenwärtigen Folgen des Personalengpasses abzufedern. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass es keine einfachen und schnellen Lösungen gibt, die der Komplexität der gegenwärtigen Situation gerecht werden könnten. Laut vorlie gender Studien der Bertelsmannstiftung bzw. des DJI (Deutsches Jugendinstitut) wird Die Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung finden Sie unter www.stadt-koeln.de. Fragen zu den Dienstleistungen der Stadt Köln beantwortet Ihnen montags - freitags von 7-18 Uhr das Bürgertelefon unter der einheitlichen Behördenrufnummer 115 oder 0221/221-0 Stadt Köln Die Oberbürgermeisterin der Betreuungsnotstand noch bis zum Jahre 2030 weiterhin spürbar sein. Wir alle sind hiervon gemeinsam und zugleich auf ganz individuelle Weise betroffen. Ich möchte Ihnen mit Blick auf die aktuelle Situation jedoch auch von den bereits erziel ten Erfolgen berichten: Die Ausbildungskapazitäten für pädagogische Fachkräfte in Köln konnten diesjährig nochmals erweitert werden. So hat bspw. das Berufskolleg Eh renfeld eine zusätzliche Klasse für die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) Erzieher*in geschaffen. Die Stadt Köln hat in ihren 212 Einrichtungen die Zahl der Ausbildungsstel len auf rund 250 Stellen erhöht und auch die übrige Trägerlandschaft beteiligt sich sehr aktiv an der Qualifizierung von Nachwuchskräften. Die kontinuierliche Steigerung von Ausbildungskapazitäten und Ausbildungsquoten sind positive und zugleich notwendige Entwicklungen, die nachhaltig zu einer stabileren Personalsituation beitragen. Eine trägerübergreifende Arbeitsgruppe plant zudem eine Imagekampagne zur Aufwer tung des Berufsbildes pädagogischer Fach- und Ergänzungskräfte in Kindertagesein richtungen. Hierdurch soll das Interesse an pädagogischen Ausbildungen gesteigert und bereits qualifizierte Pädagog*innen für die Tätigkeit in Kindertageseinrichtungen gewonnen werden. Zur Milderung der aktuell angespannten Personalsituation sieht das Amt für Kinder, Ju gend und Familie die Flexibilisierung des Einsatzbereichs von Ergänzungskräften als einen weiteren, sinnvollen Ansatzpunkt. Derzeit dürfen diese dem Kinderbildungsge setz NRW entsprechend nur in Gruppen für Kinder zwischen drei und sechs Jahren eingesetzt werden. Eine dahingehende Veränderung würde neue Gestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten in der Personalplanung eröffnen. Die Stadt setzt sich deshalb auf Landesebene für eine schnellstmögliche Anpassung dieser Regelung im Kinderbil dungsgesetz ein. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher Austausch mit dem Land zu dessen finanzi eller Beteiligung an der Kindertagesbetreuung statt. Der Bildungsbereich benötigt zwin gend mehr finanzielle Mittel, um die Herausforderungen für die Zukunft zu stemmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich jede Investition in die frühkindliche Bildung im weiteren Verlauf mehrfach für unsere Gesellschaft rechnet. Abschließend möchte ich dieses Schreiben nutzen, um Ihnen einen Einblick in das Ver fahren der nachträglichen Beitragsreduzierung zu ermöglichen. Hierzu haben uns in den vergangenen Monaten vermehrt Nachfragen erreicht. Wenn es in Betrachtung eines gesamten Kita-Jahres (01. 08. - 31. 07.) zu erheblichen Ausfällen von Betreuungszeiten gekommen ist, können Sie die Prüfung einer nachträg lichen Beitragsreduzierung beantragen. Hierfür richten Sie am Ende des jeweiligen Kita Jahres Ihren Antrag per Post oder E-Mail an die Elternentgeltstelle. Die Kontaktdaten und das Zeichen können Sie Ihrem letzten Festsetzungsbescheid entnehmen. Beach ten Sie bitte, dass nur Ausfallzeiten in die Prüfung einfließen, in welchen Ihnen im Rah men der regulären Öffnungszeit keine Betreuung bereitgestellt werden konnte. Ge plante Kita-Schließzeiten sowie ungenutzte Betreuungsstunden, etwa wegen Urlaub o der Erkrankung Ihres Kindes, werden nicht berücksichtigt. In der Regel wird erst am Stadt Köln Die Oberbürgermeisterin Ende eines Kitajahres feststehen, ob sich erhebliche Ausfallzeiten und somit Erstat tungsansprüche ergeben haben. Als größter Träger von Kindertageseinrichtungen in Köln bietet die Stadt bei längerfristig und erheblich reduzierten Öffnungszeiten in ihren Kitas eine temporäre Änderung der vertraglichen Betreuungszeiten an. Hierdurch kann unmittelbar eine Überzahlung ver mieden werden. Der Anspruch auf den ursprünglich vertraglich vereinbarten Betreu ungsumfang besteht natürlich weiterhin und wird nach Absprache erneut angepasst, sobald die Reduzierung der Öffnungszeit aufgehoben werden kann. Die aktuelle Situation ist für alle Beteiligten herausfordernd. Umso mehr gewinnt ein gutes Miteinander an Bedeutung. Ich bin mir sicher, dass ein guter Zusammenhalt der Erwachsenen auch für Ihre Kinder spürbar sein wird und zu ihrem Wohlbefinden in den Kindertageseinrichtungen beiträgt. Sie können sich darauf verlassen, dass sich das Amt für Kinder, Jugend und Familie zusammen mit den Spitzenverbänden der Trägerland schaft weiter mit allen Kräften für eine gute frühkindliche Bildung und verlässliche Be treuung Ihrer Kinder einsetzen wird. Zum Kita-Halbjahr werden wir uns erneut mit einem Schreiben zu aktuellen Entwicklungen und Themen an Sie wenden. Bis dahin wünsche ich Ihnen und Ihren Familien alles erdenklich Gute und einen gelin genden Start in das neue Kita-Jahr. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Leiterin Amt für Kinder, Jugend und Familie
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2690/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 04.09.2024
- Erstellt
- 02.09.2024 16:59