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V/0636/2024

Entsendung eines/r Vertreter*in des Integrationsrates in die Projektgruppe "Gesundheitskompetenz stärken"

Vorlagen 10.10.2024

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Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 27.11.2024, TOP 6.1

Beschlussvorlage

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Anlage 1 Gesundheitskompetenz staerken

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Anlage A

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Beschlussvorlage

1805 Zeichen

V/0636/2024 
V/0636/2024 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Entsendung eines/r Vertreter*in des Integrationsrates in die Projektgruppe 
"Gesundheitskompetenz stärken" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   27.11.2024 Integrationsrat Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Integrationsrat entsendet folgende/n Vertreter*in des Integrationsrates als Mitglied in die Projekt-
gruppe „Gesundheitskompetenz stärken“: 
 
 
__________________________ 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Durch diese Entscheidung entstehen keine unmittelbaren Kosten oder Folgekosten. 
 
 
Begründung: 
 
Die Kommunale Gesundheitskonferenz hat in der Sitzung am 26.6.2024 einvernehmlich beschlossen, 
das Thema „Gesundheitskompetenz stärken“ als neues „Jahresschwerpunktthema“ zu benennen. 
 
Zur Ausarbeitung und Formulierung von Handlungsempfehlungen ist die Bildung einer Projektgruppe 
unter Federführung des Gesundheits- und Veterinäramtes amtes geplant, die sich möglichst vielfältig 
aus Akteur*innen der verschiedenen Bereiche des Gesundheitswesens sowie angrenzender Diszipli-
nen, wie z.B. der Quartiersarbeit mit Zugängen zu vulnerablen Personengruppen, zusammensetzen 
soll. Nähere Informationen sowie die geplanten Themenschwerpunkte der Projektgruppe sind der 
Anlage 1 zu entnehmen. 
 
Amt für Bürger - und 
Ratsservice 
 
13.11.2024 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Rischer 
Telefon: 492-3369 
Rischer@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0636/2024 
Nach Mitteilung des Gesundheits- und Veterinäramtes vom 9.10.2024 soll ein Mitglied des Integrati-
onsrates der Projekt gruppe angehören, sodass eine Entscheidung über die  dortige Vertretung des 
Integrationsrates zu treffen ist. 
  
 
 
gez. 
Markus Lewe 
Oberbürgermeister 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
Anlage 1: Gesundheitskompetenz stärken

Anlage 1 Gesundheitskompetenz staerken

4304 Zeichen

20.08.2024 
 
 
Gesundheitskompetenz stärken – Jahresthema der KGK 2025 
 
 
Gesundheitskompetenz umfasst gemäß der Definition der WHO das Wissen, die Motivation 
und die Kompetenzen von Menschen, relevante Gesundheitsinformationen in 
unterschiedlicher Form finden zu können, sie zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden. 
Der im Januar 2021 erschienene zweite Health Literacy Survey Germany zeigt als 
Kernergebnis, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland sich im Umgang mit 
gesundheitsrelevanten Informationen vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt sehen. Die 
Studie macht zugleich auf soziale Ungleichheiten aufmerksam. Besonders Menschen mit 
niedriger Bildung sowie einem niedrigen Sozialstatus und Menschen im höheren Alter zeigen 
vergleichsweise geringe Gesundheitskompetenz.  
 
Eine geringe Gesundheitskompetenz erschwert es, im Alltag Entscheidungen zu treffen, die 
für die eigene Gesundheit förderlich sind und die Lebensqualität im gesamten Lebenslauf 
erhalten oder verbessern. Menschen mit geringer Gesundheitskompetenz verhalten sich 
ungesünder: sie bewegen sich beispielsweise weniger, ernähren sich schlechter und 
rauchen häufiger. Über eine geringe Gesundheitskompetenz zu verfügen bedeutet auch, 
seltener an Gesundheitsförderungsangeboten und Früherkennungsuntersuchungen 
teilzunehmen, größere Orientierungsschwierigkeiten im Gesundheitssystem zu haben, 
häufiger in das Krankenhaus eingewiesen zu werden, öfter den ärztlichen Notfalldienst in 
Anspruch zu nehmen und häufiger vor größere Kommunikationsschwierigkeiten mit den 
Gesundheitsprofessionen gestellt zu sein. Folgen geringer Gesundheitskompetenz sind 
demnach auch eine stärkere Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen, vermehrte 
Kosten für die Solidargemeinschaft sowie unter Umständen ungenügende Behandlungen 
und vorzeitige Sterbefälle. 
Vor diesem Hintergrund hat die Landesgesundheitskonferenz NRW (LGK NRW) im 
November 2023 eine Entschließung zum Thema „Gesundheitskompetenz stärken“ verfasst: 
https://www.mags.nrw/system/files/media/document/file/final_internetversion_erklarung-
2023.pdf  
Die Mitglieder der Kommunalen Gesundheitskonferenz sind wichtige Akteure zur Stärkung 
der individuellen, professionellen und organisationalen Gesundheitskompetenz. Die 
anwesenden Mitglieder haben daher am 26.6.2024 einvernehmlich beschlossen, dieses 
Thema zum nächsten „Jahresthema“ zu benennen.  
Zur Ausarbeitung und Formulierung von Handlungsempfehlungen ist die Bildung einer 
Projektgruppe erforderlich. Dabei ist die Mitwirkung möglichst vieler Akteure aus den 
unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens sowie angrenzender Disziplinen wie 
z.B. der Quartiersarbeit mit Zugängen zu vulnerablen Personengruppen von großer 
Wichtigkeit. Gemäß der Geschäftsordnung der KGK sollte sich die Gruppe zunächst über die 
gesundheitspolitische Zielsetzung sowie über Einzelziele anhand einer Bestandsaufnahme 
austauschen. Hierbei sollten die o.g. Entschließungen der LGK NRW sowie der Nationale 
Aktionsplan Gesundheitskompetenz berücksichtigt werden. Anschließend kann über 
konkrete Maßnahmen, Kriterien für das Controlling und die Berichterstattung für die Gremien 
bzw. Öffentlichkeit nachgedacht werden. Die Geschäftsführung wird vom Gesundheitsamt 
übernommen.

Wichtige Aspekte zu dem Themenfeld, die von der Projektgruppe näher beleuchtet werden 
sollten, sind u.a.: 
 
 Förderung der gesundheitlichen Quartiersarbeit für unterschiedliche Zielgruppen unter 
Beachtung besonders vulnerabler Personenkreise 
 Integrierte Konzeptentwicklung für einen mobilen Gesundheitskiosk in Münster (s. Antrag 
der Parteien Bündnis90Die Grünen, SPD und Volt vom 5. Mai 2022) in Verbindung mit 
dem Gesetzgebungsverfahren des Bundes zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in 
der Kommune.  
 Auf- bzw. Ausbau eines Multiplikator*innen-Netzwerks unter Berücksichtigung von 
Schlüsselakteuren  
 Sensibilisierung von Ärztinnen und Ärzten sowie Entlastenden Versorgungs-
assistentinnen (EVA) 
 Stärkung und Weiterentwicklung des Community-Ansatzes, um insbesondere vulnerable 
Personengruppen zu erreichen und zu empowern 
 Weiterentwicklung von innovativen und mehrsprachigen Kommunikationsangeboten  
 Ableitung von Maßnahmen aus Ergebnissen der kommunalen Gesundheitsbericht-
erstattung

Anlage A

1688 Zeichen

Anlage A zur V/0636/2024 
Kurzüberblick 
Die Kommunale Gesundheitskonferenz hat „Gesundheitskompetenz stärken“ als neues Jahres-
schwerpunktthema festgelegt und die Einrichtung einer Projektgruppe zu diesem Thema be-
schlossen. Da der Projektgruppe auch ein Mitglied des Integrationsrates angehören soll, ist eine 
Entscheidung über die dortige Vertretung des Integrationsrates zu treffen. 
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Wir wollen das Zentrum für Verwaltungen und Institutionen sowie für öffentliche und private 
Dienstleistungen in Westfalen bleiben und an ihrer Modernisierung aktiv mitwirken. 
Teilziel ist die rechtsfehlerfreie Umsetzung und Anwendung der rechtlichen Bestimmungen. Das 
Teilziel wird mit dem Beschluss erreicht. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0102 Geschäftsführung für politische Gremien, Städtepart-
nerschaften 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Gemäß § 12 des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern für das Land Nordrhein-
Westfalen (Landesgleichstellungsgesetz) soll bei der Besetzung von Gremien auf eine ge-
schlechtsparitätische Verteilung geachtet werden.

Beratungsverlauf (1)

27.11.2024 Integrationsrat
TOP 6.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
V/0636/2024
Typ
Vorlagen
Datum
10.10.2024
Erstellt
10.10.2024 16:07