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1333/2022

Anfrage AN/0800/2022 des Integrationsrates zur Testphase im Programm der Seniorenberatung (hier: Sprachmittlung Bezirk Mülheim/Bezirksrathaus Mülheim)

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 29.04.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 12.05.2022, TOP 2.3

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

9955 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/503/1 
 
Vorlagen-Nummer  29.04.2022 
 1333/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 10.05.2022 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 12.05.2022 
 
Anfrage AN/0800/2022 des Integrationsrates zur Testphase im Programm der 
Seniorenberatung (hier: Sprachmittlung Bezirk Mülheim/Bezirksrathaus Mülheim) 
Die Verwaltung hatte im Sommer letzten Jahres eine Anregung aus dem Integrationsrat vom März 
2019 aufgenommen und im Zeitraum 01.06.2021 bis 31.12.2021 eine Testphase mit dem Einsatz von 
Sprach- und Integrationsmittler*innen in der Seniorenberatung im Bezirksrathaus Mülheim gestartet. 
Einmal wöchentlich (Donnerstag) von 10 bis12 Uhr sollte die vor Ort tätige Seniorenberaterin sprach-
lich sowie kulturell unterstützt werden, um zu erproben, ob eine der größten türkischen Communities 
in Köln-Mülheim so besser als bisher mit dem Beratungsangebot erreicht werden kann. 
 
Der Integrationsrat begrüßt diese Initiative der Verwaltung ausdrücklich und bittet im Rahmen einer 
Auswertung dieses Testes um die Beantwortung folgender Fragen: 
 
1. In welcher Form und über welche Stellen/Multiplikator*innen im Stadtteil wurde dieses An-
gebot beworben? 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Das Angebot wurde auf unterschiedliche Art und Weise zu Beginn der Testphase beworben. Es wur-
de ein Infoblatt (Folder) in türkischer Sprache erstellt und sowohl in Papierform als auch per digitalem 
Versand gezielt an folgende Multiplikator*innen gegeben: 
 
 betreffende Interkulturelle Zentren, wie z.B. das Begegnungs- und Fortbildungszentrum mus-
limischer Frauen e.V. und Deutsch Türkischer Verein e.V. 
 Gesundheitszentrum für Migrant*innen 
 VHS Mülheim 
 Kundenzentrum im Bezirksrathaus Mülheim 
 IG Keupstraße und einzelne Geschäfte und Dienstleister auf der Keupstraße 
 Ärzte (insbesondere türkischsprachige) im Stadtbezirk 
 Apotheken im Stadtbezirk 
 Geschäftsführung Integrationsrat 
 Liga Wohlfahrt Köln und SBK 
 
Im September 2021 hat der Paritätische (als beauftragter Träger der Seniorenberatung im Bezirksrat-
haus Mülheim) nochmals Folder nachdrucken lassen und unter anderem in der Keupstraße verteilt. 
 
Daneben hat die Verwaltung im Mai 2021 zum Start der Initiative eine ausführliche Pressemitteilung 
veröffentlicht und anhand der Mitteilung 1905/2021 den Ausschuss Soziales, Seniorinnen und Senio-
ren, den Integrationsrat, die Bezirksvertretung Mülheim und die Stadt AG Seniorenpolitik informiert.

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2. Wie viele Beratungsgespräche wurden im Zeitraum durchgeführt, was waren die Gelingens- 
bzw. Misslingensfaktoren und wie wird bewertet, dass an Stelle einer türkischsprachigen Se-
niorenberatung ein/e Übersetzer*in eingesetzt wurde? 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Im gesamten Testzeitraum kam letztlich nur eine persönliche Beratung zustande. Ein weiteres Bera-
tungsgespräch im Bezirksrathaus war terminiert, die anfragende Seniorin ist aber leider nicht erschie-
nen. Weitere Anfragen/Termine hat es nicht gegeben. 
Zu dieser so nicht erwarteten fehlenden Nachfrage des Angebots könnten aus Sicht der Verwaltung 
u.a. folgende Faktoren beigetragen haben: 
 
 Der Start der Initiative zum 01.06.2021 war ungünstig gewählt. Gerade die Sommermonate ver-
bringen eine Vielzahl migrantischer Senior*innen („Pendlermigrant*innen“) durchweg in ihrer Hei-
mat und nicht in Köln. 
 Das Bezirksrathaus Mülheim als Ort des Beratungsangebotes war nicht gut gewählt. Hierzu gab 
es durchaus im Vorfeld unterschiedliche Überlegungen und eine Abwägung vermeintlicher Vor- 
und Nachteile. So ist das Bezirksrathaus Mülheim den allermeisten Menschen im Stadtbezirk be-
kannt und mit dem ÖPNV sehr gut erreichbar. Die Hemmschwelle der Zielgruppe, diese städti-
sche Dienststelle aufzusuchen und damit einer „Komm-Struktur“ zu folgen, wurde möglicherweise 
unterschätzt. 
 Die teils sehr ungünstigen, der Pandemie geschuldeten Rahmenbedingungen einer persönlichen 
Vorsprache im Bezirksrathaus haben potentiell Interessierte möglicherweise von einer Nachfrage 
des Angebotes abgehalten („3 G-Nachweis“, Maskenpflicht). Im Juni 2021 wurde zwar zusätzlich 
die Möglichkeit geschaffen, die Sprachmittler*innen auch digital (per zoom) zuzuschalten, dies ist 
aber nicht vergleichbar mit einer persönlichen Begleitung und Anwesenheit. 
 Die Bewerbung des Angebotes war nicht intensiv genug, hatte zu wenig Vorlauf, war nicht nieder-
schwellig genug. 
 Die „Anlaufzeit“, bis ein solches neuartiges Angebot z.B. durch Mundpropaganda in der türkischen 
Community ankommt, wurde unterschätzt. 
 
Dass an Stelle einer türkischsprachigen Seniorenberatung ein/e Übersetzer*in eingesetzt wurde, ist 
möglicherweise die zweitbeste Lösung. Zum damaligen und jetzigen Zeitpunkt ist diese Alternative 
jedoch die einzig umsetzbare, da zusätzliche Mittel zur Finanzierung einer muttersprachlichen Senio-
renberatung nicht zur Verfügung stehen. 
 
 
3. Sieht die Verwaltung die Notwendigkeit dieses Angebot fortzuführen und wenn ja, in wel-
chen Stadtbezirken und Sprachen? 
4. Inwieweit ist ein „aufsuchendes Beratungsangebot“ bzw. ein Beratungsangebot an „vertrau-
ten Orten“ wie z.B. in Interkulturellen Zentren oder in Räumlichkeiten des Gesundheitszent-
rums für Migrant*innen in der Innenstadt denkbar? 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Sowohl die Verwaltung als auch die mit der Seniorenberatung stadtweit beauftragten Träger der Liga 
der Wohlfahrtsverbände sehen die Notwendigkeit, zusätzliche Angebote der Seniorenberatung für 
Menschen mit Migrationshintergrund zu initiieren und bereit zu halten. Eine Weiterführung des erprob-
ten Modells im Bezirksrathaus Mülheim wird dabei aufgrund der zuvor geschilderten fehlenden Reso-
nanz als nicht zielführend gesehen.  
Stattdessen hat sich die Verwaltung gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Senior*innen der Liga 
der Wohlfahrtsverbände dazu entschieden, ab dem Frühjahr 2022 zusätzliche Sprechstunden in den 
Bezirken in Kooperation mit verschiedenen Akteuren vor Ort anzubieten. Ziel ist in einem ersten 
Schritt, Angebote für die beiden größten Sprachgruppen in der Stadt, türkischsprachige und polnisch-
sprachige Senior*innen, zu installieren. Die Option, muttersprachliche Seniorenberater*innen einzu-

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setzen, besteht hierbei aktuell wegen der fehlenden Finanzierungsmöglichkeit nicht. Einbezogen wer-
den sollen daher die Sprach- und Integrationsmittler*innen des Projektes Brückenbauer*innen sowie 
Sprach- und Kulturmittler*innen der vor Ort bestehenden Beratungssysteme der Kooperations-
partner*innen. 
 
Bereits organisiert, abgestimmt und terminlich abgesprochen werden konnten zusätzliche Sprech-
stunden der Seniorenberatung in Porz und Ehrenfeld. Am jeweils ersten Donnerstag im Monat startet 
ab dem 05.05.2022 eine zweistündige Sprechstunde im Alevitischen Kulturzentrum in Porz (mit 
überörtlichem Einzugsbereich). Ein weiteres Angebot entsteht in den Räumlichkeiten der DITIB 
Zentralmoschee in Ehrenfeld. Jeden zweiten Freitag im Monat von 11.00 bis 13.00 Uhr wird ein/e 
Seniorenberater*in im Büro der Familien- und Religionsberatung zur Verfügung stehen. Eine interkul-
turelle Brückenbauerin vor Ort kann bei Bedarf die Beratung begleiten. Als Starttermin ist hier der 
13.05.2022 vorgesehen. Das zweisprachige Informationsblatt zu diesem Angebot ist als Beispiel als 
Anlage beigefügt. Die Wege, auf denen dieses zur Bewerbung der zusätzlichen Sprechstunden ver-
breitet wird, sind zum Zeitpunkt der Beantwortung der Anfrage noch in der Abstimmung. 
 
Weitere mögliche Kooperationspartner*innen, mit denen zu einem großen Teil der Kontakt bereits 
aufgenommen wurde, sind die Polnische Katholische Mission und das Gesundheitszentrum für Mig-
rant*innen im Bezirk Innenstadt, der Deutsch Türkische Verein Köln e.V. im Bezirk Chorweiler, das 
Interkulturelle Zentrum in Ostheim im Bezirk Kalk und das Interkulturelle Zentrum Interkultur e.V. in 
der Berliner Straße (Bürgerhaus MüZe) im Bezirk Mülheim. Sobald die laufenden Abstimmungen mit 
den potentiellen Kooperationspartner*innen abgeschlossen sind und weitere konkrete zusätzliche 
Sprechstunden dort vor Ort angeboten werden können, wird die Verwaltung hierüber informieren. 
 
 
5. Wie hoch sind die Kosten des Einsatzes der Sprach- und Kulturmittler*innen für den Einsatz 
in der Senior*innenberatung? 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Für die Testphase der Seniorenberatung im Bezirksrathaus Mülheim hat die Verwaltung auf den 
„Sprachmittler*innenpool für die Stadt Köln“ zurückgegriffen. Dies war für den begrenzten Zeitraum 
ausnahmsweise möglich. Der zugrunde liegende Rahmenvertrag beinhaltet folgende Konditionen: 
 
 Der Stundensatz beträgt 55,64 EUR Brutto. Die erste angefangene Stunde der Leistungserbrin-
gung wird vollständig abgerechnet. Danach werden angebrochene Stundenanteile auf jeweils vol-
le 30 Minuten aufgerundet und anteilig abgerechnet. 
 Zeiten der An- und Abreise werden nicht angerechnet. 
 Mit dem Stundenverrechnungssatz sind sämtliche Vor- und Nachbereitungstätigkeiten abgegol-
ten.  
 Auf Antrag erfolgt ein Auslagenersatz für die Wegstrecken zum Einsatz.  
Für tatsächlich entstandene Fahrtkosten wird ein Betrag von 0,30 Euro je Kilometer für den Ein-
satz eines PKW gezahlt. Für Fahrten mit öffentlichem Personenverkehr werden Fahrten per Nah-
verkehr oder Bahn (inkl. IC und ICE) der 2. Klasse anerkannt. Der erstattungsfähige Höchstbetrag 
liegt je Einsatz bei 65,00 EUR. 
 
Der Bedarf wurde seinerzeit bei Ausschreibung der Leistung besonders auf folgende Dienststellen 
der Stadt Köln für die Begleitung bei Terminen mit neu zugewanderten Bürger*innen zugeschnitten: 
 
16 – Amt für Integration und Vielfalt 
40 – Amt für Schulentwicklung 
51 – Amt für Kinder, Jugend und Familie 
56 – Amt für Wohnungswesen 
 
Nur in Ausnahmefällen können Beauftragungen auch durch andere Dienststellen der Stadt Köln erfol-
gen. 
 
Gez. Dr. Rau

Anlage Informationsblatt

2394 Zeichen

Tedbir amaçlı vekaletname, hasta talepleri/talimatları ve yasal vasilik
Özel hizmetli konaklamalar gibi yaşlılara yönelik konut olanakları, bakımevleri
Ayakta veya yatılı bakım hizmetleri
Bakıma muhtaç olanların hizmetine sunulan yardımcı araç ve gereçler 
Boş zaman etkinlikleri ve sivil toplum faaliyetleri
Temel geçim yardımları ve sosyal yardımlar
Kira yardımı
Sağlık ve bakım sigortası hizmetleri
Ağır engelli kimlik kartları
Telsiz ve televizyon harcından muafiyet
Ev içi yardım, yemek öğünlerinin temini ve ev içi acil
Araç ve nakil hizmetleri
Evde sunulan yaşlı ve hasta bakımı
Kısa süreli bakım ve gündüz bakım evleri
Demans hastaları ve ailelerine danışmanlık hizmeti
Hospis hizmeti
Kültürel hizmetler ve kurumlar
  
 
Her ayın 2. haftası Cuma günleri 11:00-13:00 saatleri arasında 
Yer: Aile ve Dini Rehberlik Danışma Bürosu
Danışma sırasında ilgi duyanların talep etmeleri halinde kültürlerarası çok dilli hizmet sunan
uzman personel destegi sağlanacaktır.
Yaşlılar için danışma günü kapsamında:
Sizlere aşağıda sayılan konularda bilgilendirme yapılır;
Ayrıca talebiniz halinde aşağıdaki konularda destek sağlanır;
Bunlara ek olarak aşağıdaki konularda da aracılık 
hizmeti sunulur;
       çağrı sistemleri
DİTİB Köln Merkez Camiinde
Yaşlılar İçin Danışma Günü
Başlama Tarihi: 13 Mayıs 2022
11:00-13:00 Saatleri Arasında

Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und gesetzliche Betreuung 
Wohnen im Alter, z.B. Service-Wohnen, Pflegeheim 
Ambulante und stationäre Pflege 
Pflegehilfsmittel 
Freizeitgestaltung und bürgerschaftliches Engagement 
Grundsicherungsleistungen und Sozialhilfe 
Wohngeld 
Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung 
Schwerbehindertenausweisen 
Rundfunk- und Fernsehgebührenbefreiung  
Haushaltshilfen, Mahlzeitendienste und Hausnotrufsysteme 
Fahrdienste 
Häusliche Alten- und Krankenpflege 
Kurzzeitpflege und Tagespflegeplätze 
Beratung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen 
Hospizdienste 
Kulturelle Dienste und Einrichtungen
  
 
jeden 2. Freitag im Monat von 11-13 Uhr
im Büro der Familien- und Religionsberatung
Interkulturelle Brückenbauer*innen vor Ort können bei Bedarf die Beratung begleiten.
Die Seniorenberatung:
informiert und berät Sie u. a. zu den Themen
unterstützt Sie u. a. bei der Beantragung von 
informiert bzw. vermittelt u. a. zu den Themen
Seniorenberatung 
in der DITIB - Zentralmoschee
Start: 13. Mai 2022 
von 11-13 Uhr

Beratungsverlauf (2)

10.05.2022 Integrationsrat
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
12.05.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 2.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1333/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
29.04.2022
Erstellt
20.04.2022 14:58