AN/1542/2024
Änderungsantrag zu Top 3.1.4, SPD-Antrag „Armut bekämpfen, Zusammenhalt fördern: Einführung einer sozialen Folgenabschätzung“, Ds-Nr. 1510/2024
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Linke Änderungsantrag nach § 13
3484 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 11.11.2024 AN/1542/2024 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 14.11.2024 Änderungsantrag zu Top 3.1.4, SPD-Antrag „Armut bekämpfen, Zusammenhalt fördern: Einführung einer sozialen Folgenabschätzung“ AN/1510/2024 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Fraktion Die Linke bittet Sie, folgenden Änderungsantrag auf die T agesordnung der zweiten Ratssitzung am 14. November 2024 zu setzen. Beschluss: Der Antrag wird um die Beschlusspunkte 3 und 4 ergänzt: 3. „Soziale Gerechtigkeit“ im Sinne gleichwertiger Lebensverhältnisse soll als Ziel in die städtische Strategie „Kölner Perspektiven 2030+“ aufgenommen werden. Gleichwertige Lebensverhältnisse können durch ungleiches Fördern erreicht werden, d. h. dort, wo die Armut groß ist, muss mehr gefördert werden und städtische Mittel dort bereitgestellt werden. Diese Maßnahmen sollen mit der Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung erarbeitet werden. 4. Gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen Rat und V erwaltung nur, wenn sie konsumtive und investive Mittel zusammen denken und einsetzen. Eine gute investive Wertschöpfung (z. B. in den Bereichen Wohnen, Energie etc.) kann eine Kette sinnvoller sozialer, kultureller und ökologischer V erbesserungen auslösen und zu geringeren konsumtiven Ausgaben führen. Die V erwaltung prüft, ob und wie der Forschungsansatz „Leistungsfähige Infrastruktur generationengerecht finanziert“ aus dem Jahr 2017 wieder aufgegriffen und erneut die Zusammenarbeit mit dem difu und der Universität zu Köln gesucht werden kann. Begründung: Die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDG’s) schaffen, wenn sie verwirklicht sind, gleichwertige Lebensverhältnisse und soziale Gerechtigkeit. Sie finden zunehmend Eingang in die Kommunalpolitik. Auch sie können eine Matrix für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse sein. Aus Gründen der internationalen Vergleichbarkeit von Kommunen ist es vernünftig, sie bei der Messung und Dokumentation von Veränderungen in den Kommunen heranzuziehen. Gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen ist mehr als Integration, Inklusion und Teilhabe. Es ist ein gesamtgesellschaftlicher, ganzheitlicher Anspruch, mit dem sich Rat und Verwaltung weiter beschäftigen sollten. Die Investition und der Bau von Wohnungen lösen nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine soziale Wertschöpfung aus. Soziale Folgekosten einer schlechten Infrastruktur können vermieden werden. Im Abschlussbericht „Leistungsfähige Infrastruktur generationengerecht finanziert, Teil III: Tragfähigkeitskonzept für die Kölner Stadtfinanzen“ wird auf die Tragfähigkeitslücke von 463,5 Mio. Euro hingewiesen und in der Zusammenfassung festgestellt: „Damit kein falscher Eindruck entsteht: Köln ist nicht arm; die Rahmenbedingungen sind nicht schlecht. Es soll auch nicht darum gehen, auf Kosten der Menschen und der städtischen Infrastruktur zu sparen. Es ist vielmehr entscheidend, die Kölner Potentiale und Ressourcen besser zu nutzen.“ Mit freundlichen Grüßen Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1542/2024
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 12.11.2024
- Erstellt
- 11.11.2024 17:02