AN/1664/2019
Änderungsantrag Radschnellweg Bezirksvertretung Lindenthal
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Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Fraktion, von Lothar Müller/Die Linke, Gerd Kaspar/FDP und Rolf Kremers/FWK
9696 Zeichen
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CDU-Fraktion
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
SPD-Fraktion
Lothar Müller / Die Linke
Gerd Kaspar / FDP
Rolf Kremers / FWK
in der Bezirksvertretung Lindenthal
Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich Widdersd orf
An die Bezirksbürgermeisterin
Helga Blömer-Frerker
An die Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Köln 27.11 2019
Ergänzungs- und Änderungsantrag zum Radschnellweg Köln -Frechen
Sehr geehrte Bezirksbürgermeisterin
Sehr geehrte Oberbürgermeisterin
Wir bitten Sie folgenden Ergänzungsantrag Radschnellweg Köln-Frechen auf
die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal zu
setzen:
Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt folgende Ergänzungen und Änderungen
zum erweiterten Planungsbeschluss
1. Radschnellweg / Universitätsstraße / Bachemer Str. Führung auf der
Nebenfahrbahn
Die Bezirksvertretung Lindenthal entscheidet sich für eine Führung des
Radschnellwegs vom Kreisverkehr Bachemer Straße / Zülpicher Wall (Innenstadt)
auf der Nordseite entlang des Hiroshima-Nagasaki-Park mit einer guten und zügigen
signalisierten Querung über die Universitätsstraße und weiter die Nordfahrbahn am
Hildegardiskrankenhaus vorbei zum Kreisverkehr Hans-Sachs-Str. / Bachemer Str.
Dazu ist eine Prüfung der signalgeregelten Kreuzung vorzunehmen, die bisher nicht
erfolgt ist.
Die vorhandene Fahrradinfrastruktur auf der Bachemer Straße in diesem Bereich
bleibt erhalten.
Begründung:
Die vielfältigen Radverkehrsbeziehungen an der Universitätsstraße bleiben erhalten
und werden nicht auf eine lineare Brücke mit langen Rampen (125m) reduziert.
So werden denkmalgeschützte Grünflächen nicht zerschnitten und Parkanlagen
erhalten.
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Mit einer 6,00m breiten Fahrradstraße mit Einbahnstraße für den Anlieger-KFZ-
Verkehr ist eine ausreichende und sichere Breite nach den Standards gegeben.
Die Krankenhausanfahrten lassen sich – wie auf jeder Straße – mit dem Radverkehr
vereinbaren. Das Hildegardiskrankenhaus ist noch Akutkrankenhaus (Notfallfahrten),
das Krankenhaus befindet sich aber in der Umstrukturierung auf die Geriatrie. Der
Zebrastreifen bleibt erhalten und kann mit einer Querungshilfe versehen werden.
Das Autoparken entfällt in diesem Bereich. Das Krankenhaus hat einen eigenen
Autoparkplatz.
2. Kreisverkehr Radschnellweg / Hans-Sachs-Straße
Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt einen Kreisverkehr. Ein Kreisverkehr ist
hier mit einem Außendurchmesser von 40m möglich (zum Vergleich Eifelplatz =
60m). Damit ergeben sich für alle Verkehrsarten (Fuß, Rad, Bus, MIV) beste
Gestaltungsmöglichkeiten. Ob im Mischverkehr oder auf getrennter Infrastruktur wäre
noch zu prüfen. Dabei sollten die drei Nebenstraßen (Immermannstraße, Classen-
Kappelmann-Straße und Wilhelm-Backhaus-Straße) als MIV-Einbahnstraße auf den
Kreisverkehr zugeführt werden (weniger Abbiegekonflikte bzw. besserer
Verkehrsfluss im Kreis).
Dieser Kreisverkehr wird mit der Nordführung des Radschnellweges und des
Mischverkehrs unter Einbeziehung von Radexperten erneut geplant. Grundlage der
neuen Planung ist der ursprüngliche Kreisverkehr aus den Planungsunterlagen
Sie sind zu finden in der "Präsentation Planungsansätze im Rahmen des Termins mit
Verbänden und der Politik vom 4.Mai 2017" auf Seite 11 zu finden:
https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf66/radschnellweg/02-termin-mit-
verbaenden-politik-praesentation-planungsansaetze-04-05-2017.pdf
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Begründung:
Vorteile für den Kreisverkehr:
Geringe Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmenden
Qualität des Radschnellweges
Ein Kreisverkehr ermöglicht die Anbindung des Radschnellweges und Kfz-
Verkehrs an alle Verkehrsbeziehungen.
Städtebauliche Integration
3. Die Bezirksvertretung beschließt auf der Strecke des Radschnellwegs die
Musterlösung für Verbindungen an Nebenstraßen im Regelmaß für die Breite
eines Radschnellweges von 4,00m plus ausreichendem Schutzraum (min. 0,5m
- Standard 0,75m) konsequent angewendet. Die Breite der Gehwege ist mindestens
2,00m. Es werden ausreichend Fahrradabstellanlagen geschaffen.
An den möglichen Stellen wird Autoparken bzw. Ladezonen vorgesehen.
4. Die Bezirksvertretung Lindenthal spricht sich für eine zügige Realisierung des
Radschnellwegs aus und damit für die Variante Markierung. Der Vollausbau kann zu
einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
5. Der Radschnellweg zwischen Hans-Sachs-Straße und Gleueler Straße wird mit
beidseitigen Radfahrstreifen versehen.
Begründung: Die Bachemer Straße ist in diesem Abschnitt durchgängig knapp 20m
von Hauswand zu Hauswand (=Grundstücksgrenzen). Damit kann hier der RSW-
Standard von 3m je Fahrtrichtung selbst bei Erhalt der Bäume auf der Südseite
realisiert werden! Aufteilung von Nord nach Süd: >2m Gehweg + 3m RSW +3,25m
MIV + 3,25m MIV + 3m RSW + 5m Gehweg (ggfs. mit Ladezonen zw. den Bäumen)
= >19,50m! (Die KVB wünscht sich im Busbegegnungsverkehr 3,50m je Richtung,
somit könnte gegebenenfalls ein RWS von 2,75m Breite an beiden Seiten der
Fahrbahn errichtet werden)
Diese Führung ermöglicht eine gute Anbindung von der Strecke an den Kreisverkehr
und die abknickende Vorfahrt.
6. Knotenpunkt Radschellweg / Gleueler Straße und Kringsweg
Die Bezirksvertreung beschließt a) die Vorstellung der kompakten ampelgeregelten
Kreuzung und b) die Prüfung einer abknickenden Vorfahrt des Radschnellweges auf
der Bachemer Straße bei Unterordnung der Gleueler Straße ohne Signalisierung.
An der Grundschule Bachemer Straße werden folgende Alternativen geprüft:
Vollständige Sperrung der Bachemer Str. von der Kreuzung bis zur
Geibelstraße für den KFZ-Verkehr
Einbahnstraßenregelung auf der Bachemer Str. von der Geibelstraße bis zur
Kreuzung stadteinwärts
Begründung: Sicherung des Schulweges
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7. Die Bezirksvertretung beschließt die Verbesserung des Kringswegs (Ersetzen des
Kopfsteinpflasters und Ausweisung einer Fahrradstraße) und damit eine direkte
Anbindung der Universität an den Radschnellweg.
8. Kreuzung Radschnellweg / Lindenburger Allee
Die Bezirksvertretung bekräftigt ihren Beschluss eines Kreisverkehrs.
9. Kreuzung Gürtel / Radschnellweg
Die Bezirksvertretung beschließt die Prüfungen:
Einbahnstraßenregelung für den Kfz-Verkehr jeweils vom Lindenthalgürtel in die
Viertel (jeweils von rechts vom Gürtel in die Bachemer Straße)
Begründung: zur Vergrößerung der Aufstellflächen für den Radverkehr (Pulkbildung
an der Ampel) und das Erreichen der Aufstellflächen. (Behinderung durch den KFZ-
Verkehr durch die Enge der Straße). Zusätzlich ist eine Vermeidung des
Durchgangsverkehrs auf der Bachemer Straße möglich.
10. Radschnellweg / Decksteiner Straße
Die Bezirksvertretung beschließt zur Verkehrssicherheit die Aufhebung des Bypass
am Kreisverkehr.
11. Radschnellweg zwischen Decksteiner Str. und Militärringstraße
Die Bezirksvertretung beschließt die Einhaltung des Standards des Radschnellweges
von 4,00m Breite. Somit wird das Auto-Parken auf dem Radschnellweg dann
aufgehoben, wenn die Breite nicht ausreichend ist.
Begründung: Als Alternative können Autoparkplätze in der Parkierung des
Krankenhauses schon heute genutzt werden und zukünftig in der Tiefgarage des
Neubauquartiers Caritas.
12. Radschnellweg / Militärring
Die Bezirksvertretung begrüßt den Vorschlag der Verwaltung eine LSA-geregelte
Kreuzung ohne versetzte Einmündung zum „Haus am See“ (Anlage 10)
Wie von der Verwaltung vorgesehen, werden für den Radverkehr
Erfassungseinrichtungen vorgesehen, die zu einer verkehrsabhängigen Steuerung
einen Vorrang für Radfahrende sicherstellen.
13. Bachemer Landstraße
Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt die Alternativvariante zwischen dem
Militärring und dem „Haus am See“ in gemeinsamer Führung des Radverkehrs mit
dem Kfz-Verkehrs (Anlage 10) bei konsequenter Unterbindung des Kfz-Parkens
Durch ein Parkleitsystem am Militärring wird die Auslastung der Parkplätze angezeigt
(wie am FC Geißbockheim)
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Begründung: Für diese Variante sind keine Baumfällung notwendig und es wird nicht
eine neue Fahrbahn in den Äußeren Grüngürtel gebaut.
14. Abschnitt heutige Wendehammer Bachemer Landstraße und Stüttgenhofweg
Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt für dieses kurze Stück die Aufhebung
des Standards für den Radschnellweg, damit die Bäume erhalten bleiben.
15. Radschnellweg / Horbeller Straße
Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt die Prüfung einer Brücke, um die
Schwierigkeit der ebenerdigen Kreuzung zu lösen.
16. Öffnungsklausel
Die Bezirksvertretung beauftragt die Verwaltung am Projekt weiter zu planen und
einzelne Abschnitte mit eigenem Verkehrswert unabhängig anderen Abschnitten zu
realisieren.
Begründung: Um die unterschiedlichen schnellen Planungsfortschritte und
Ausbauzeiten auszugleichen, können einzelne Abschnitte vorab realisiert werden. So
werden Schwierigkeiten in einzelnen Abschnitten (Genehmigungsverfahren,
Gutachten, Flächenverfügbarkeit etc.) nicht zum Hindernis des gesamten
Radschnellwegs.
Gesamtbegründung:
„Der Radschnellweg Köln-Frechen ist ein Leuchtturmprojekt und soll ein Zeichen
setzen für eine neue Mobilität für den Radverkehr in der Stadt und zwischen den
Städten und Regionen.“
gez Marliese Berthmann gez Claudia Pinl gez Friedhelm Hilgers
CDU-Fraktion Fraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN SPD-Fraktion
gez. Lothar Müller/ Die Linke gez Gerd Kaspar / FDP gez Rolf Kremers /FWG
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (15)
- Universitätsstraße
- Bachemer Straße
- Hans-Sachs-Straße
- Immermannstraße
- Gleueler Straße
- Geibelstraße
- Decksteiner Straße
- Militärringstraße
- Bachemer Landstraße
- Horbeller Straße
- Classen-Kappelmann-Straße
- Wilhelm-Backhaus-Straße
- Lindenthalgürtel
- Zülpicher Wall
- Eifelplatz
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/1664/2019
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 28.11.2019
- Erstellt
- 28.11.2019 07:22