AN/1129/2025
Prüfantrag zur Weiterentwicklung des Kölner Suchthilfekonzepts – Einbindung, Beteiligung und Vernetzung, gem. Antrag B90/Die Grünen, SPD und Die Linke
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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne BV1)
3677 Zeichen
B 90/Die Grünen SPD Die Linke Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1129/2025 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 02.09.2025 Prüfantrag zur Weiterentwicklung des Kölner Suchthilfekonzepts – Einbindung, Beteiligung und Vernetzung Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Sehr geehrte Herren, wir bitten Sie folgenden Tagesordnungspunkt auf die kommende Sitzung der BV Innenstadt zu nehmen: Die Bezirksvertretung möge wie folgt beschließen: Die antragstellenden Fraktionen bitten die Verwaltung und die zuständigen Gremien, im wei- teren Prozess zur Weiterentwicklung des Kölner Suchthilfekonzepts folgende Aspekte zu prüfen und in die Beratungen einzubeziehen: 1. Einbindung der Bezirksvertretung Wir bitten darum, die Bezirksvertretung Innenstadt formal und kontinuierlich in die Beratungs- und Beschlussfolge der relevanten städtischen Gremien einzubeziehen. Ziel ist es, die lokale Expertise, die Kenntnis der konkreten Problemlagen vor Ort sowie die Perspektive der be- troffenen Quartiere systematisch zu berücksichtigen. 2. Beteiligungsformat nach dem Vorbild Runder Tisch Radverkehr Wir bitten, ein regelmäßiges und institutionell verankertes Beteiligungsformat – analog zum Modell des Runden Tischs Radverkehr – zu initiieren. Dieses „Runde Tisch Suchthilfe“ soll relevante Akteur*innen aus Verwaltung, Politik, Suchthilfe, Polizei, Anwohnerschaft, Ge- werbe, Wissenschaft sowie Betroffenen und deren Angehörigen zusammenbringen, um fort- laufend Maßnahmen zu diskutieren, zu bewerten und gemeinsam weiterzuentwickeln. - 2 - 3. Politische Vernetzung mit anderen Städten Wir regen an zu prüfen, wie die Stadt Köln sich – auch auf politischer Ebene – gezielt mit an- deren Städten (wie Frankfurt, Zürich, Wien, Berlin etc.), die vor ähnlichen Herausforderungen in der Suchthilfe stehen, vernetzen kann. Ziel ist ein strukturierter Austausch zu Best-Prac- tice-Modellen, innovative Ansätze sowie ein gemeinsames politisches Vorgehen im Dialog mit Land und Bund, etwa in Form von kommunalen Allianzen oder Städtetreffen. Dies ist ins- besondere wichtig, da die sich die Entwicklung der unterschiedlichen Crack-Derivate sowie neuere Substanzen wie Fentanyl sicherlich für Großstädte vor weiteren Herausforderungen stellt. Wir danken der Verwaltung für die Unterstützung bei der Weiterentwicklung des Konzepts und halten eine zeitnahe Umsetzung und Rückmeldung zu den oben genannten Punkten für dringend erforderlich, um die Wirksamkeit und Akzeptanz der Maßnahmen zu stärken. Begründung: Die Weiterentwicklung des Kölner Suchthilfekonzepts, das am 11. August 2025 im Haupt- ausschuss vorgestellt wurde, stellt einen wichtigen Schritt zur Bewältigung der Drogenprob- lematik in der Kölner Innenstadt dar. Die Bezirksvertretung Innenstadt ist von dieser Thema- tik in besonderem Maße betroffen, da sich die Drogenszene hauptsächlich in ihrem Zustän- digkeitsbereich konzentriert. Die lokale Expertise der Bezirksvertretung ist daher unverzichtbar für eine erfolgreiche Um- setzung des Konzepts. Ein institutionalisiertes Beteiligungsformat könnte die Innovationskraft von relevanten, erfahrenen Akteur*innen weiter stärken und die Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung erhöhen. Die Vernetzung mit anderen Städten ist angesichts der sich ständig wandelnden Herausforderungen im Bereich der Suchthilfe von besonderer Bedeu- tung. Julie Cazier Tim Cremer Michael Scheffer B 90/Die Grünen SPD Die Linke
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1129/2025
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV1 (Grüne)
- Datum
- 19.08.2025
- Erstellt
- 19.08.2025 10:00