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AN/1078/2020

Einrichtung eines durchgängigen temporären Zweirichtungsradweges vom Malakowturm bis Machabäerstraße Straße, Dringlichkeitsantrag Grüne

Dringlichkeitsantrag BV1 (Grüne) 20.08.2020

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 26.08.2020, TOP 5.2.21

Dringlichkeitsantrag (Grüne BV1)

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Dringlichkeitsantrag (Grüne BV1)

6460 Zeichen

www.gruenekoeln.de 
 
Herrn Bezirksbürgermeister 
Andreas Hupke 
Herrn Bürgeramtsleiter 
Dr. Ulrich Höver 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
  
Eingang beim Bezirksbürgermeister:  
AN/1078/2020 
Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 26.08.2020 
 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Herr Bezirksbürgermeister, 
 
wir bitten Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung 
am 26. August 2020 zu setzen: 
Einrichtung eines durchgängigen temporären Zweirichtungsradweges vom Mala-
kowturm bis Machabäerstraße Straße, Dringlichkeitsantrag Grüne 
Beschluss:  
Die Verwaltung wird aufgefordert, einen temporären Zweirichtungsradweg ab Malakowturm 
bis Höhe Machabäerstraße auf der rechten rheinseitigen Fahrbahnseite einzurichten. Hierfür 
soll ein von der Berliner Senatsverwaltung entwickeltes Verfahren, der sogenannte temporä-
re Radfahrstreifen, eingesetzt werden.i 
Die Maßnahme gliedert sich in drei ineinander übergehende Abschnitte, es wird hierfür: 
1. im südlichen Bereich der Radweg – wie jüngst im Sanierungskonzept zur Sanierung der 
Kragplatte vorgestellt – in Höhe Leystapel auf die Straße verlagert,ii 
2. im weiteren Verlauf der Rheinufertunnel – wie im Radverkehrskonzept Innenstadt (RVKI) 
2016 beschlossen – angebunden und für den Radverkehr ertüchtigt,iii 
3. und im nördlichen Bereich – in Höhe Machabäerstraße Straße – wird die Radspur von 
der Straße zurück auf den baulichen Radweg geführt. 
 
  
Bezirksvertretung 
Innenstadt  
Ludwigstraße 8  
50667 Köln 
Tel. 0221 / 221 -91309 
Antje Kosubek  
Fraktionsvorsitzende 
Antje.Kosubek@stadt -koeln.de 
Claus Vincon 
stellv. Fraktionsvorsitzender  
Claus.Vincon@stadt -koeln.de

Begründung: 
Seit langem ist die gemischte Führung des Fuß- und Radverkehrs im Bereich der Promena-
de zwischen Malakowturm und Bastei als äußerst gefährlich zu bezeichnen und einer Fla-
niermeile unwürdig. Hier werden Touristen und Spaziergänger*innen mit Radfahrenden einer 
sehr wichtigen Radroute für Radpendler-, Schüler-, wie touristischen Radfahrer*innen geführt 
(es handelt sich zudem um den vielbefahrenen Europaradweg R1iv). Der stark zunehmende 
Radverkehr, aber eben auch die wieder steigenden COVID-19-Fallzahlen, zwingen jetzt da-
zu die Verkehrsflächen deutlich zu trennen bzw. zu vergrößern. 
Bereits zu Beginn der Pandemie hatten sowohl Stadtdirektor Keller wie die Landesregierung 
Schüler- und Student*innen aufgefordert nicht mehr den ÖPNV zu nutzen, sondern zu Fuß 
oder mit dem Rad zur Schule und Universität zu kommen. Die Reaktion blieb nicht aus, die 
hohen Radzähldaten wie die ÖPNV-Nutzerzahlen belegen dies deutlich.v 
Deswegen soll die von der Verwaltung im Rahmen der geplanten Sanierung der Kragplatte 
vorgestellte Verlagerung des Radweges in Höhe des Leystapels vorgezogen und mit der seit 
2012 immer wieder angeregten und mit dem RVKI beschlossenen Öffnung des 
Rheinufertunnels kombiniert werden. 
Aktuell werden im nördlichen Bereich der Hohenzollernbrücke auf 200 Metern Radfahrende 
zum Schieben gezwungenvi. Dies u.a. aufgrund eines vom Krisenstab genehmigten Popur-
Biergartens in Kombination mit der baustellenbedingten Sperrung des baulichen Radweges. 
Auch dies ist mit Blick der Anbindung des Hauptbahnhofs den viele Pendler*innen mit dem 
Rad anfahren, unzumutbar. Der Radverkehr soll deswegen zwischen Goldgasse/Breslauer 
Platz und Machabäerstraße Straße weiter auf der Straße geführt werden. 
Während in den Abschnitten 1 und 2 es sich um dreispurige Fahrbahnen handelt und die 
Effekte einer Einschränkung der Fahrspuren von drei auf zwei untersucht wurden und keine 
verkehrlichen Nachteile festgestellt wurdenv ii, wird der MIV im Abschnitt ab Goldgas-
se/Breslauer Platz und Machabäerstraße Straße damit auf 200 Metern einspurig geführt. Die 
Einschränkung der Leistungsfähigkeit ist mit Blick auf den immensen Gewinn an Sicherheit 
mehr als überkompensiert.  
Um die Maßnahme schnell und ohne längeren Planungsaufwände sicher und regelkonform 
zu entwickeln, wird das in „Regelpläne zur temporären Einrichtung und Erweiterung von 
Radverkehrsanlagen“v iii der Berliner Senatsverwaltung aufgezeigte Vorgehen vorgeschlagen: 
Es wird demnach die Gesamtmaßnahme als Baustelle eingerichtet bzw. markiert. Neben der 
schnellen Einrichtung ist dieses Verfahren ein sehr flexibles wie kostengünstiges Vorgehen. 
Begründung der Dringlichkeit: 
Die aktuellen Entwicklungen der Fallzahlen, als auch die erst seit diesem Wochenende Ein-
richtung eines Popur-Biergartens macht schnelles Handeln notwendig, will man nicht die 
Menschen benachteiligen und alle sich dort bewegenden Menschen gefährden, die den 
Empfehlungen der Krisenstäbe Folge leisten. 
 
Antje Kosubek Claus Vinçon 
Fraktionsvorsitzende stellv. Fraktionsvorsitzender 
                                                 
i „Temporäre Radfahrstreifen“, Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, 2020, Website 
https://www.berlin.de/sen/uvk/verkehr/verkehrsplanung/radverkehr/weitere-radinfrastruktur/temporaere-radfahrstreifen/ 
ii „Stadt Köln lässt die linksrheinische Uferpromenade umgestalten“, Stadt Köln, 2020 
https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/21902/index.html

iii „Pläne der Stadt Köln Warum Autofahrer bald weniger Platz auf der Rheinuferstraße haben“; KSTA, 2020, 
https://www.ksta.de/koeln/plaene-der-stadt-koeln-warum-autofahrer-bald-weniger-platz-auf-der-rheinuferstrasse-haben-36755978 
iv „Europaradweg R1“, Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Europaradweg_R1 
v „Corona-Krise hat Auswirkungen auf Kölner Straßen Mehr Radverkehr, weniger Kfz-Verkehr“, Kölner Wochenspiegel, 
2020 https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/region/koeln/corona-krise-hat-auswirkungen-auf-koelner-strassen-mehr-radverkehr--
weniger-kfz-verkehr-36551596 
vi „Kölner Pop-Up Biergarten stoppt Radfahrer“, WDR, 2020 
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/aerger-um-popup-biergarten-am-rhein-100.html 
vii „Mitteilung: Umgestaltung lrh. Uferpromenade von Deutzer Brücke bis Malakoffturm hier: Verbreiterung Radweg Am 
Leystapel, Ratsbeschluss vom 09.07.2019, TOP 10.6 “, Stadt Köln, 2020,  
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=761535&type=do& 
viii „Regelpläne zur temporären Einrichtung und Erweiterung von Radverkehrsanlagen“, Senatsverwaltung für Umwelt, 
Verkehr und Klimaschutz, 2020, PDF

Beratungsverlauf (1)

26.08.2020 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 5.2.21 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Übergang zum nächsten Tagesordnungspunkt

Zur Sitzung

Orte (8)

  • Ludwigstraße 8
  • Goldgasse
  • Hohenzollernbrücke
  • Machabäerstraße
  • Rheinufertunnel
  • Breslauer Platz
  • Deutzer Brücke
  • Am Leystapel

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Details

Aktenzeichen
AN/1078/2020
Typ
Dringlichkeitsantrag BV1 (Grüne)
Datum
20.08.2020
Erstellt
20.08.2020 11:24