2012/2020
Beantwortung einer Anfrage der CDU-Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, AN/0649/2020
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/40/402/1 Vorlagen-Nummer 27.07.2020 2012/2020 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 24.08.2020 Beantwortung einer Anfrage der CDU-Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, AN/0649/2020 „Auch in diesem Jahr konnten nicht alle Erst- bzw. Zweitwünsche der Schülerinnen und Schüler bei den Schulanmeldungen berücksichtigt werden. Dadurch sind nun für etliche Schülerinnen und Schü- ler zum Teil sehr weite Schulwege in Kauf zu nehmen. Regelmäßig erfolgen in dieser Situation Gespräche mit der Bezirksregierung, um zu prüfen, inwieweit weiterführende Schulen Zügigkeitserweiterungen vornehmen können, um der o. g. Problematik zu begegnen. Vor diesem Hintergrund bitten wir deshalb um die Beantwortung der nachfolgenden Fragen:“ 1. Wie ist der Sachstand des Gesprächs mit der Bezirksregierung im Rahmen der aktuellen Situ- ation? Antwort der Verwaltung: Die Ziele aus den gemeinsamen Gesprächen mit der Bezirksregierung bestehen in - der Reduzierung von Mehrklassen, - dem Ausbau bestehender Gymnasien und - Schulneugründungen, um die Kapazitäten zu erhöhen und die Raumsituation an den einzelnen Standorten zu ver- bessern. Durch die Umstellung auf G9 muss eine zusätzliche Jahrgangsstufe an den Gymnasien unter- gebracht werden, da im Jahr 2025 kein Abschlussjahrgang die Schule verlässt. Nach Abstim- mung mit der Bezirksregierung wurden die Schulleitungen der Gymnasien im März diesen Jahres darüber informiert, dass schulindividuell ausgelotet werden soll, ob und ggf. unter wel- chen Voraussetzungen an der Schule – am Schulstandort oder im Nahbereich- die Möglichkeit besteht, weitere Raumressourcen zu generieren. Aufgrund der Corona-Situation fand das Austauschgespräch nicht statt. Stattdessen wurden die Schulleitungen angeschrieben und um Rückmeldungen zu Ideen und Vorschlägen gebeten. Die Auswertungen sind noch nicht abge- schlossen. 2. Wie viele und welche Schulen können Zügigkeitserweiterungen oder andere Lösungen anbie- ten und somit noch weitere Schülerinnen und Schüler aufnehmen? Ist es richtig, dass an Ge- samtschulen keine Mehrklassen gebildet werden und wenn ja, aus welchen Gründen? Antwort der Verwaltung: Die geplanten Zügigkeitserhöhungen ergeben sich aus der Fortschreibung der Schulentwick- lungsplanung 2020. Danach sind folgende Zügigkeitserhöhungen in der Sekundarstufe I vorgesehen, für die auch 2 Baumaßnahmen erforderlich sind: - Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule, Longerich: Erhöhung von 4 auf 6 Züge (unter Nutzung des Teilstandortes Paul-Humburg-Straße nach dessen Sanierung) - Europaschule, Gesamtschule Zollstock: Erhöhung von 6 auf 8 Züge (Erweiterungsbau am Standort im Zuge der Sanierung) - Max-Ernst-Gesamtschule Bocklemünd/Mengenich: Erhöhung von 5 auf 6 Züge (Erweite- rungsbau am Standort) - Erweiterung Montessori-Gymnasium Rochusstraße - Erweiterung Lise-Meitner-Gesamtschule in Finkenberg An Gymnasien wurden für das Schuljahr 2020/21 insgesamt 9 Mehrklassen eingerichtet, um weitere Schülerinnen und Schüler aufnehmen zu können. Zudem wurde die maximale Kapazi- tät der Eingangsklassen von 29 auf 30 bzw. 31 erhöht, so dass dadurch 379 zusätzliche Plät- ze angeboten werden konnten. An Gesamtschulen werden in Abstimmung mit der Schulaufsicht keine Mehrklassen gebildet. Bei den Gesamtschulen handelt es sich überwiegend um sehr große Systeme, die teilweise an mehreren Standorten geführt werden. Einige Gesamtschulen befinden sich noch im Aufbau. Wo möglich, werden Zügigkeitserhöhungen geplant. Weitere Raumressourcen sind nicht vor- handen. Zudem sind alle Gesamtschulen Schulen des gemeinsamen Lernens und nehmen viele Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf auf. 3. Für wie viele Schülerinnen und Schüler könnten bzw. konnten kürzere Schulwegeverbindun- gen gefunden werden? Antwort der Verwaltung: Für Schülerinnen und Schüler, deren Erst- und Zweitwunsch nicht berücksichtigt werden kön- nen, wird ein Platzangebot unter Berücksichtigung möglicher Schulwege durch die Bezirksre- gierung vorgeschlagen. 4. Die Darstellung in der Mitteilung für alle Schulformen ist nicht einheitlich und gibt ein verzerr- tes Bild wieder. Welche Gründe gibt es für die unterschiedliche Darstellung? Antwort der Verwaltung: Die tabellarische Darstellung unterscheidet sich bei den Gymnasien im Vergleich zu den ande- ren Schulformen darin, dass eine zusätzliche Spalte „max. Kapazität GY gem. Bandbreite 29 SuS/Eingangsklasse“ eingefügt wurde. Um die Mehrklassenbildung an den Gymnasien zu reduzieren und möglichst viele Schülerin- nen und Schüler an ihren Wunschschulen berücksichtigen zu können, wurde in Abstimmung mit der Bezirksregierung die nach Schulgesetz mögliche Bandbreite ausgeschöpft und die Klassen mit 30 bzw. 31 Schülerinnen und Schülern belegt. Dies sollte in der Aufstellung dar- gestellt werden. 5. Wie erklären sich die geringen Anmeldezahlen an der Gesamtschule Lindenthal ? Antwort der Verwaltung: Grundsätzlich ist zu beobachten, dass an neu gegründeten Schulen die Nachfrage der Eltern zunächst verhalten ist. In der Regel ändert sich dies jedoch nach den ersten Jahren, da die Schulen dann auch mit Praxis werben können. Es ist daher davon auszugehen, dass sich das Anmeldeverhalten der Eltern zugunsten der Gesamtschule stabilisiert und die Schule in den kommenden Jahren ebenso nachgefragt wird 3 wie die bereits etablierten städtischen Gesamtschulen. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Paul-Humburg-Straße
- Rochusstraße
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Details
- Aktenzeichen
- 2012/2020
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 27.07.2020
- Erstellt
- 06.07.2020 10:33