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AN/0418/2022

Radwegausbau Militärring (L34) zwischen Kreuzung Eifeltor und Komarweg

Antrag nach § 3 der GeschO des Rates 21.02.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 3 (Lindenthal), Sitzung am 07.03.2022, TOP 8.1.1

Gemeinsamer Antrag von SPD-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, CDU-Fraktion, Die Linke, FDP.

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Gemeinsamer Antrag von SPD-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, CDU-Fraktion, Die Linke, FDP.

5371 Zeichen

Gemeinsamer Antrat
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
CDU-Fraktion
SPD-Fraktion
Lothar Müller / Die Linke
Prof. Dr. Klaus Reinartz / FDP
 
in der Bezirksvertretung Lindenthal
Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich Widdersdorf 
Frau Bezirksbürgermeisterin
Cornelia Weitekamp
 
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Köln, 20. Februar 2022
 
Betreff  Radweg  L34
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin
Wir bitten Sie, folgenden Antrag  auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
der Bezirksvertretung Lindenthal zu setzen:
Antrag Radwegausbau Militärring (L34) im Abschnitt zwischen Kreuzung Am 
Eifeltor / Oberer Komarweg bis Unterer Komarweg  
Die Bezirksvertretung Lindenthal regt an, der zuständige Ausschuss möchte die Ver -
waltung beauftragen, sich mit dem zuständigen Baulastträger in Verbindung zu set -
zen, um folgende Aufgabe zu lösen: 
Der stadtauswärtige Standstreifen der Fahrbahn von Lindenthal in Richtung Roden -
kirchen auf der L 34 im Abschnitt zwischen Unterer und Oberer Komarweg wird zu ei-
nem Radweg in beiden Richtungen umgewidmet. 
Dies kann durch eine Abtrennung der rechten Fahrbahn geschehen und der Radver -
kehr sicher vom Motorisierten Verkehr getrennt ist. Vorbild ist die aktuelle Abtren -
nung im Tunnel unter dem Maritim. 
Geprüft werden soll, ob eine bauliche Höherlegung des Radwegs machbar ist und
mit welchen Kosten dies verbunden ist.  
Dieser Antrag wird ähnlich in der Bezirksvertretung Rodenkirchen.

Begründung:
Die Verkehrswende einzuleiten ist eines der grundlegenden Elemente, um die Stadt
Köln auf den Weg ihres selbsterklärten Zieles „Klimaneutrale Stadt 2035“ zu bringen.
Ein wesentlicher Baustein dabei ist der Radwegeausbau. 
Der Radweg entlang des Militärings ist eine der wesentlichen Tangentialverbindun -
gen für das Kölner Radwegenetz. 
Mit der Beschlussvorlage 1328/2021 wird die Grundlage für die Sanierung der südli -
chen Nebenanlagen auf der Militärringstraße zwischen Brühler Landstraße und Am
Eifeltor in Köln Zollstock auf den Weg gebracht. Der Abschnitt zwischen der Luxem -
burger Straße und der Straße Am Eifeltor ist aufgrund der Gleisanlagen des Güter -
bahnhofs Köln Eifeltor nur über den Straßenbereich der L34 zu überwinden. Ein Brü -
ckenbauwerk oder ein weiterer Tunnel bestehen nicht und sind auch nicht realisier -
bar.  
Der bestehende Radweg entlang der stadtauswärts (südlich) gelagerten Straßensei -
te kann auch nicht verbreitert werden. Dort befindet sich ein Reitweg, dessen Be -
stand derzeit nicht angetastet werden soll. Die L 34 ist im besagten Abschnitt sehr
breit ausgebaut. Jede Fahrspur verfügt über jeweils zwei flankierende Standstreifen.
Ein möglicher 4 spuriger Ausbau der Militärringstraße in diesem Bereich wird per -
spektivisch nicht mehr weiterverfolgt. Die Standstreifen werden regelmäßig zum län -
geren Abstellen von Fahrzeugen, insbesondere LKW, aber auch Anhängern genutzt.
Das verkehrswidrige Abstellen unter der Brücke ist hoch problematisch, da im Falle
eines  Fahrzeugbrandes, das  Brückenbauwerk  gefährdet  werden  könnte.  Insofern
würde der Wegfall eines Standstreifens zu keiner Einschränkung des Verkehrsflus -
ses auf der L34 führen. 
Derzeit muss der aus Richtung Zollstock kommende Radverkehr zunächst die Straße
Am Eifeltor (LSA) zu queren, dann, nächste Ampelphase, muss die L34 gequert wer -
den, um  auf  der  nördlichen  Seite  den  dort  befindlichen  Radweg  zu  nutzen, um
schließlich hinter der Unterführung, erneut die L34 (mit LSA) erneut zu queren. Eine
solche Verkehrsführung ist nicht zeitgemäß, behindert und gefährdet den Radver -
kehr. 
Das mehrmalige Wechseln der Straßenseite ist sehr zeitaufwendig für Radfahrer. Die
Aufstellfläche für Radfahrer, insbesondere Lastenfahrräder, vor dem Überweg Militär-
ringstraße ist viel zu klein. Der querende Fuß und Radverkehr behindert sich dort
zwangsläufig gegenseitig. Die Zuwegungssituation auf den nördlichen Radweg ist
derzeit mangelhaft und kompliziert, insbesondere für Lastenfahrräder oder Fahrräder
mit Anhängern. 
Die derzeitige Situation führt dazu, dass Radfahrer, die aus Richtung Zollstock kom -
men, verkehrswidrig den südlichen Radweg benutzen, was wiederum zu gefährlichen
Situationen führt.  
Durch die alternative Radwegeführung würde der aus der Straße Am Eifeltor abbie -
gende PKW und LKW Verkehr weniger behindert und könnte schneller abfließen.
Durch eine durchgehende Radwegführung würde der Radweg entlang des Militär -
rings weiter an Attraktivität gewinnen und zusätzlichen Radverkehr generieren. Köln

würde zwischen Luxemburger Straße und Rhein eine wichtige Radtangentiale erhal -
ten. 
Dem  Leitgedanken  des  Fahrrad-  und  Nahmobilitätsgedanken  nachkommend,  bis
2025 den Anteil des Rundverkehrs auf 25 % zu erhöhen und die Gleichrangigkeit von
MIV und Radverkehr zu realisieren, soll auch diese Maßnahme betrachtet und die
Radwegeverbindung entlang der L34 in der Bedarfsplanung berücksichtigt werden. 
gez. Ute Ackermann                         gez. Svenja Führer           gez. Friedhelm Hilgers 
Fraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN      CDU-Fraktion         SPD-Fraktion  
gez. Lothar Müller/ Die Linke    gez  Prof. Dr. Klaus Reinartz / FDP   
Beispiel aus der Unterführung unter dem Maritim Hotel in Köln-Altstadt. Zwei-
Richtungsradverkehr ist erlaubt bei 2,60m Breite

Beratungsverlauf (1)

07.03.2022 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 8.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0418/2022
Typ
Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
Datum
21.02.2022
Erstellt
21.02.2022 09:50