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AnH/0002/2019

Verunreinigung des öffentlichen Raums verringern durch verbesserte Müllentsorgung

Anregung in der BV Hiltrup 10.09.2019

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Hiltrup, Sitzung am 23.01.2020, TOP 6.1

Anregung AnH-0002-2019

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Ansehen

Anregung AnH-0002-2019

4995 Zeichen

Stadt Münster
‚Amt für Bürger- und Ratsservice
Bezirksverwaltung Hiltrup

18. Aug. 2019

BÜNDNIS : 9.
DIE GRÜNEN MAN"

AnH/0002/2019 BEE CaL "MÜNSTER
Bündnis 90 / Die Grünen /

Antrag res

hin a " Fraktion in der BV Hiltrup

Verunreinigung des öffentlichen Raums Windthorststr. 7

verringern durch verbesserte Müllentsorgung 48147 Münster
Fon: 0251/89958 10
ratsfraktion@gruene-muenster.de
www.gruene-muenster.de
www.gruene-hiltrup.de

15.08.2019
Die BV möge beschließen:

Die Verwaltung der Stadt Münster wird beauftragt, mehr Mülleimer im Stadtbezirk aufzustellen,
um den immensen Eintrag von Müll in die Natur und das Stadtgebiet zu minimieren.

Hierzu sollen insbesondere folgende Punkte geprüft werden:

1. Mehr Mülleimer im öffentlichen Bereich, aber auch auf Schulhöfen, Spielplätzen,
Wäldern, Parkanlagen, am Kanal etc. aufzustellen. Dabei sollte darauf geachtet werden,
dass gerade in hochfrequentierten Bereichen (Naherholungsgebiete, Bushaltestellen,
Einkaufsstraßen, Waldgebiete, Parkanlagen, am Kanal oder Schulwege) in einem
regelmäßigen Abstand ein Mülleimer steht. Dies gilt insbesondere auch für Gehwege,
welche gerne von Hundebesitzer*innen benutzt werden, um zu vermeiden, dass
Hundekotbeutel in der Natur entsorgt werden.

2. Zudem soll neben jeder Bank ein Mülleimer aufgestellt werden. Neu aufgestellte Bänke
sind stets mit einem Mülleimer zu versehen.

3. Alle Mülleimer sind mit einem integrierten Aschenbecher auszustatten, um Entzündungen
und Mülleimerbrände durch entsorgte Zigarettenstummel zu vermeiden.

4. Bei warmen Temperaturen oder an „Müllschwerpunkten“ müssen Mülleimer öfters geleert
werden, sodass der gesammelte Müll aus dem Mülleimer nicht wieder herausfallen kann.

5. Zwei Mal pro Jahr eine öffentliche Müllsammelaktion durchzuführen, um einen Großteil
des Mülls ehrenamtlich sammeln zu lassen.

6. Aufklärungskampagnen von der Kita bis zur Oberstufe an allen öffentlichen Schulen und

Bildungseinrichtungen durchzuführen, um die junge Generation für das Problemfeld
„Müll“ zu sensibilisieren.

Seite 1von 3

BÜNDNIS 90
DIE a En nat

re AL MÜNSTER

7. Aufklärung der Öffentlichkeit über die Gefahren von (Mikro-)Plastik auf den Menschen

und das Ökosystem und wie diese reduziert werden können (z. B. durch Hinweise/Tipps
für den Alltag).

8. Öffentliche Einrichtungen sollen sich aktiv an der Mülltrennung beteiligen und diese auch
unterstützen, indem sie ihren Müll trennen, damit dieser fachgerecht recycelt werden kann.

Begründung:

Seit einiger Zeit kommt es innerhalb des Stadtbildes zu einer zunehmenden Vermüllung. Dies
wird nicht nur dann sichtbar, wenn einmal im Jahr die öffentlichkeitswirksame Veranstaltung
„Münster räumt auf“ stattfindet, sondern auch, wenn man mit offenen Augen durch das
Stadtgebiet läuft. Der allergrößte Teil des Mülls kann höchstwahrscheinlich als Verpackungsmüll
(Trinkflaschen und -dosen, Bonbonpapier, Zigarettenschachtelpapier, Zigarettenstummel,
Verpackungsmüll von gekauftem Spielzeug, Grillzubehör, etc.) klassifiziert werden, welcher in
den nahegelegenen Märkten gekauft und anschließend in der Natur entsorgt wird. Wir Grüne
halten diesen Zustand für unzumutbar. Nicht nur für die Menschen, sondern auch für die vielen
Tiere, die zum Teil nicht zwischen Müll und natürlichen Nahrungsmitteln unterscheiden können.
Studien haben in den letzten Monaten bewiesen, dass wir, aufgrund der hohen
Einschleppungsraten von Müll in unsere Ökosysteme, Plastik in unsere Nahrungskette
mittlerweile eintragen. So kamen Wissenschafler*innen der Universität Newcastle zu dem
Ergebnis, dass ein durchschnittlicher Mensch pro Woche bis zu fünf Gramm Mikroplastik zu sich
nimmt. Diese Menge sei vergleichbar mit dem Gewicht einer Kreditkarte.

Da der Eintrag von Müll in unsere Ökosysteme auch lokal bekämpft werden muss, halten wir es
für elementar wichtig, dass wir auch vor Ort Maßnahmen ergreifen. Der Eintrag von
Verpackungsmüill etc. ist zu reduzieren, indem sowohl die Anzahl der Mülleimer erhöht, aber auch
die Aufklärung der Bevölkerung verstärkt wird. Denn nur mithilfe von informierten Bürger*innen
können wir dieses globale Problem auch vor Ort angehen.

Im Bewusstsein, dass Müllvermeidung oberstes Gebot sein muss, ist in den letzten Jahren leider
dennoch vermehrt festzustellen, dass insbesondere Verpackungsmüll zunehmend seinen Weg in
die Natur findet. Die bisherige Strategie, an Nebenstraßen und in Grünflächen weitestgehend auf
Mülleimer und Entsorgungsmöglichkeiten zu verzichten, hat leider nicht zum erhofften Effekt
geführt, dass der in die Grünflächen eingebrachte Müll auch wieder mitgenommen und außerhalb
entsorgt wird. Neben den Grundsätzen des „Nimm deinen Müll mit nach Hause“ und der
Müllvermeidung ist es daher erforderlich, zusätzliche Mülleimer aufzustellen, damit der Müll
anstelle des achtlosen Wegwerfens in der Natur immerhin vor Ort in Mülleimer entsorgt werden
kann. Dies könnte die Akzeptanz ordnungsgemäßer Müllentsorgung erhöhen.

gez.

Carsten Peters

Wilfried Stein

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Beratungsverlauf (1)

23.01.2020 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 6.1 Anregung Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Windthorststraße 7

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Details

Aktenzeichen
AnH/0002/2019
Typ
Anregung in der BV Hiltrup
Datum
10.09.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37