V/0381/2007
Jahresbericht 2006 des Familienbüros
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Berichtsvorlage
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V/0381/2007 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Betrifft Jahresbericht 2006 des Familienbüros Beratungsfolge 12.06.2007 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht Bericht: Im vierten Jahr seines Bestehens legt das Familienbüro mit dieser Vorla ge den zweiten Jahres- bericht vor, der die Erfahrungen und Aussagen der Vorjahre bestätigt. Im Berichtszeitraum nah- men 4.136 Bürgerinnen und Bürger Kontakt zum Familienbüro auf, das stellt nach der beträchtli- chen Steigerung zum Vorjahr eine weitere Erhöhung der Kundenkontakte um 7,4 % dar. Fragen zu den unterschiedlichen Formen der Tagesbetreuung von Kindern in Einrichtungen und Tagespflegefamilien nahmen mit insgesamt 61 % der Beratungsgespräche den breitesten Raum ein. Mit den zunehmenden Nachfragen zu Betreuungsmöglichkeiten für unter Dreijährige wird dieses Thema auch in Zukunft ein Schwerpunkt für die Mitarbeiterinnen im Familienbüro bleiben. Die Beratung des ersten Jahrgangs von Eltern, deren Bezug von Elterngeld endet, wird hier ei- nen breiten Raum einnehmen. Die Optimierung des Versands der Elternbriefe hat im Berichtszeitraum gute Erfolge gezeigt. Durch intensive schriftliche Information über das Angebot haben Berufsgruppen und Institutionen, die mit Schwangeren und jungen Eltern in Kontakt stehen, die Elternbriefe kennengelernt und weisen junge Familie gezielt darauf hin. So konnte der Verteiler in beträchtlichem Umfang aus- gebaut werden. Ein Schwerpunkt für die Arbeit 2007 wird neben der intensiven Beratung von Eltern, die individu- elle Lösungen für ihre Betreuungsbedarfe suchen, die Mitwirkung bei der Entwicklung flexibler Tagesbetreuungsangebote sein. Erstmalig wird das Familienbüro für das Schuljahr 2006/2007 die Beratung von Eltern anbieten, die Ferienbetreuungsangebote für ihre Grundschulkinder im Rahmen der Offenen Ganztagsschule suchen. Die Erfahrung muss zeigen, wie groß der Informa- tionsbedarf der Eltern in diesem Bereich ist. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin Vorlagen-Nr.: V/0381/2007 Auskunft erteilt: Frau Neumair-Otto / Frau Lengemann Ruf: 492 51 07 / 492 51 61 E-Mail: Familienbuero@stadt-muenster.de Datum: 09.05.2007 Öffentliche Berichtsvorlage
Anlage - Jahresbericht 2006 des Familienbüros
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1 Jahresbericht 2006 2 Stadt Münster Amt für Kinder, Jugendliche und Familien - Familienbüro - Redaktion : Margret Lengemann Heidemarie Neumair-Otto 3 April 2007 1 Vorwort 4 2 Kundenkontakte 4 3 Themenschwerpunkte 5 4 Elternbriefe 7 5 Hotline-Aktionen 8 6 Familienbüro vor Ort 9 7 Kooperation und Vernetzung 9 8 Ausblick 10 9 Statistik auf einen Blick 11 4 1 Vorwort Das Familienbüro hat sich im vierten Jahr seines Bestehens zu einer festen Größe im Angebot der Informations- und Beratungsdienste in Münster entwickelt. Viele Eltern, Großeltern und andere Erziehende wiss en inzwischen, dass sie im Familienbüro umfassende Information und erste Berat ung in Bezug auf Fragen zu Familie, Elternschaft und Erziehung erhalten. Sie m achen andere Ratsuchende auf das Familienbüro aufmerksam und tragen so zum s tetigen Wachsen des Be- kanntheitsgrades bei. Die steigende Zahl der Kundenkontakte zeigt nicht nur, dass das Familienbüro akzeptiert und angenommen wird, si e zeigt auch, dass ein stei- gender Bedarf nach Orientierungshilfe in der großen Angebotspalette der Instituti- onen und Beratungsdienste in Münster besteht. Die enge Kooperation mit den Abteilungen und Fachst ellen des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien und den Mitarbeiterinnen u nd Mitarbeitern der Münste- raner Institutionen hat dazu geführt, dass bei Prob lemlagen leichter entsprechen- de Querverbindungen hergestellt werden können und d er Kontakt zu den zustän- digen Beratern vermittelt werden kann. So hat sich ein gut funktionierendes Netz- werk entwickelt, in dem zum Wohle von Familien in M ünster schnell und unbüro- kratisch die richtige Information oder der richtige Ansprechpartner vermittelt wer- den kann. 2 Kundenkontakte Im Jahr 2006 nahmen 4136 Kunden Kontakt zum Familie nbüro auf, das ist ein Plus von 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr. 1176 und d amit rund 28 % suchten das Familienbüro persönlich auf. Ein beträchtlicher Tei l hiervon kam mit komplexen Problemlagen und unklaren Fragestellungen. In einem intensiven Beratungsge- spräch musste die Situation erfasst, die Fragestell ung herausgearbeitet und mög- liche Hilfen gesucht werden. Diese Beratung ohne An meldung konnte in der not- wendigen Intensität und Tiefe nur erfolgen, weil da s Familienbüro mit zwei Mitar- beiterinnen besetzt ist und so jeweils eine Mitarbe iterin die Präsenz am Telefon verlässlich sicherstellen kann. Es ist das ausdrückliche Anliegen des Familienbüros , diese Verlässlichkeit sowohl bei der telefonischen als au ch bei der persönlichen Beratung zu gewährleisten. Die Sicherh eit der Bürgerinnen und Bürger, direkt und verbindlich eine n kompetenten Gesprächspartner für ihr Anliegen vorzu finden, machen den Erfolg und die Besonderheit des Familien büros aus. Eine Warteliste oder Terminvergabe für spätere Zeitpunkte könnten dazu führen, dass sich Ratsuchen de nicht wieder melden würden, die gute Akzeptanz des Angebo tes wäre hierdurch gefährdet. 5 In den Monaten August und September war der Beratun gsbedarf, wie in den Vor- jahren auch, besonders hoch. Eltern von Kindern, di e im laufenden Jahr das dritte Lebensjahr vollenden werden, melden sich zu diesem Zeitpunkt verstärkt, weil sie die Sorge haben, bis zum Beginn des nächsten Kinder gartenjahres warten zu müssen. Sie wenden sich ratsuchend an das Familienb üro und werden im Ge- spräch über den Rechtsanspruch und das weitere Verfahren informiert. 308 347 336 293 399 372 321 407 414 323 321 295 0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Okt ober November Dezember Kontakte im Familienbüro 2006 im Jahresverlauf 3 Themenschwerpunkte Tagesbetreuung von Kindern Das zentrale Thema im Familienbüro war auch 2006 di e Tagesbetreuung von Kindern, sowohl in Einrichtungen als auch in Tagespflegefamilien. Ganzjährig gibt es ein en en- gen Kontakt zu den Einrichtungen im Stadtgebiet. Fr eie Plätze, die die Einrichtungen über die eigene Warte liste nicht vergeben können, sind so zeitnah im Familienb üro bekannt. In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Ta- gesbetreuung für Kinder können sie so an Kinder ver geben werden, deren Eltern sich im Amt für Kinder, Jugend liche und Familien melden. So konnten alle Kinder mit Rec htsan- spruch auf einen Kindergartenplatz wunschgemäß mit ei- nem Einrichtungsplatz versorgt werden. 6 Insbesondere das Anmelde- und Aufnahmeverfahren kon nte durch die enge Ko- operation optimiert werden. Eltern erhalten direkt von der Einrichtung im Falle ei- ner Absage das Formblatt „Suchmeldung für Kinder mi t Rechtsanspruch“, das sie an das Familienbüro senden können. Dort werden im A pril / Mai eines jeden Jah- res durch gezielte Abfrage in den Einrichtungen die freien Plätze ermittelt. Su- chende Eltern werden so verlässlich und zeitnah vor Beginn des Kindergartenjah- res über freie Plätze informiert. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Kinder vor Vollendung des dritten Lebens- jahres aufzunehmen, wenn alle Rechtsanspruchskinder in einem Wohngebiet mit einem Kindergartenplatz versorgt sind. Mit einer Ei nzelgenehmigung durch das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien in Verbind ung mit dem Landesjugend- amt können Einrichtungen jüngere Kinder zum Beginn des Kindergartenjahres aufnehmen. Für Kinder, die nach dem 01. November da s dritte Lebensjahr vollen- den, muss die Einrichtung einen zweiten Platz zur V erfügung stellen. Dieser wird mit dem dritten Geburtstag wieder frei und kann zeitnah vergeben werden. Die Suche nach Betreuungsmöglichkeiten für Kinder u nter drei Jahren nimmt wei- terhin zu. Da im laufenden Kindergartenjahr kaum fr eie Plätze für diese Alters- gruppe von Einrichtungen gemeldet werden, haben die Beratungsgespräche auch die Suche nach alternativen Betreuungsformen zum Ge genstand. Eltern sind oft enttäuscht, dass sie keinen Einrichtungsplatz bekommen können und müssen sich erst gedanklich mit anderen Lösungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Schwangerschaft, Erziehungszeit, Elterngeld Im Berichtsjahr suchten 324 Bürgerinnen und Bürger Information und Beratung zu diesem Themenkreis. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr von rund 40%. Im Vorfeld der Einführung des Elterngeldes hatten w erden- de Eltern viele Fragen zu den Änderungen im Verglei ch zum Erziehungsgeld. Sie waren verunsichert, weil ve rbindli- che Informationen der zuständigen Stellen erst in d en letz- ten Dezembertagen veröffentlicht wurden, sie aber i hre Ent- scheidung für oder gegen die Elternzeit besprechen und treffen mussten. Viele Paare wollten sich bei den Ü berle- gungen beraten lassen, welcher Elternteil die Elter nzeit be- anspruchen soll, ob und wie die Elternzeit gesplitt et werden kann und wie die Bedingungen für die Verlängerung d es Elterngeldes sind, wenn der jeweils andere Elternte il zwei Monate die Betreuung des Kindes übernimmt. Auch Fra gen nach der Betreuung des einjährigen Kindes nach dem Ende der Elternzeit sind bereits vor der Geburt ein Them a für werdende Eltern und somit Gegenstand von Beratungsg e- sprächen. 7 Kontakte im Familienbüro 2006 nach Themenschwerpunkten Kindertagesbetreuung in Einrichtungen; 1.949; 47% Wirtschaftliche Hilfen; 280; 7% Freizeitbeschäftigung / Ferienbetreuung; 286; 7% Schwangerschaft, Erziehungszeit, Elterngeld; 324; 8% Erziehungsfragen; 295; 7% Familienkrisen; 407; 10% Kindertagesbetreuung in Tagespflege; 595; 14% 4 Elternbriefe Die präventive Arbeit mit jungen Familien ist ein a usdrückliches Ziel des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Als kostenlosen Service bietet es seit Jahren den Versand der Elter nbriefe an die Eltern erstgeborener Kinder in Münster an. Die Elte rnbriefe werden vom Arbeitskreis Neue Erziehung in Berlin herausgeg eben. Eltern in Münster erhalten nach der Geburt ihres Kindes mit e inem Begrü- ßungsschreiben des Amtes den ersten Elternbrief und eine Sam- melmappe für die Folgebriefe. Insgesamt werden 46 E lternbriefe versandt, der letzte, wenn das Kind 8 Jahre alt ist und mit der Ein- schulung einen ersten großen Lebensabschnitt hinter sich hat. Im Jahr 2006 wurden insgesamt 33 944 Exemplare an 7559 Familien versandt. Eltern sehen in den Elternbriefen und besonders in dem gestaffelten Versand eine lebenspraktische Hilfe in ihrem Famili en- und Erzie- hungsalltag. Die ersten Elternbriefe befassen sich mit Themen wie „Fremdeln“, „Daumenlutschen, Nuckeln“ oder „Linkshä ndigkeit“. Spätere Elternbriefe haben Themen wie “Geschwister“, „Geschlech- terrolle“ oder „Ordnung und Aufräumen“ zum Gegenstand. So errei- chen die Informationen die Eltern dann, wenn die Fr agen und Unsi- cherheiten tatsächlich auftreten. Sie sind nach Aus sagen der Eltern wirksamer als ein Erziehungsratgeber im Bücherregal. Immer wieder bedauern Eltern, die in andere Zuständ igkeitsbereiche ziehen, dass eine Nachsendung der Elternbriefe nicht möglich ist. Zah lreiche andere Kommunen verschi- cken die Elternbriefe gar nicht oder als komplette Mappe zur Geburt. 8 Bislang erreicht das Amt für Kinder, Jugendliche un d Familie 70 % der Eltern erstgebore- ner Kinder in Münster. Datenschutzrechtliche Gründe führen dazu, dass das Standesamt nicht alle Geburten mitteilen darf, weil einige Elt ern der Veröffentlichung ihrer Adresse nicht zugestimmt haben. In einer groß angelegten Informationskampagne wandt en sich die Mitarbeiterinnen des Familienbüros an Berufsgruppen und Institutionen, d ie mit Schwangeren und jungen El- tern in Kontakt stehen. So wurden alle Kinderärzte, die Bezirkshebamme, die Schwanger- schaftsbratungsstellen und die Familienbildungsstät ten angeschrieben. Ebenso wurden die Mitarbeiter des Kommunalen Sozialdienstes, der Fachstelle Beistandschaften und des Kinderärztlichen Dienstes im Gesundheitsamt angesch rieben. Alle erhielten eine komplet- te Mustermappe der Elternbriefe und die zehn Eltern briefe in türkischer Sprache, um sich selbst über den Inhalt zu informieren verbunden mit der Bitte, Eltern gezielt auf das Ange- bot hinzuweisen. Sie erhielten eine größere Anzahl von Faltblättern mit Rückantwortkarte, mit der sich Eltern in den Verteiler der Elternbrie fe aufnehmen lassen konnten. Durch die- se Aktion erhalten jetzt zusätzlich 73 Familien die Elternbriefe. Parallel dazu haben es sich die Mitarbeiterinnen de s Familienbüros zur Aufgabe gemacht, alle Kunden mit kleinen Kindern, die persönlich in das Familienbüro kommen, auf die El- ternbriefe hinzuweisen und im Bedarfsfall direkt di e Aufnahme in den Verteiler zu veran- lassen. Hierdurch erhalten jetzt weitere 18 Familien die Elternbriefe. Die Informationskampagne hat ein sehr positives Echo bei den Adressaten hervorgerufen. Sie sind nicht nur auf die Elternbriefe aufmerksam geworden sondern haben gleichzeitig das Familienbüro kennengelernt. Zahlreiche Anfragen und Gespräche im Anschluss an die Aktion haben das bestätigt. Zurzeit arbeitet das Amt für Kinder, Jugendliche un d Familien mit dem Standesamt daran, unter Wahrung der datenschutzrechtlichen Bestimmung en eine Meldung aller Erstgebur- ten in Münster zu erhalten. 5 Hotline-Aktionen Am 17.01.06 und am 14.02.06 boten die Mitarbeiterin nen des Familienbüros zu- sammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ab teilung Tagesbetreuung für Kinder, des Vereins Münsteraner Tageseltern e.V. un d des Vereins Eltern helfen Eltern e.V. jeweils eine kostenlose Telefon-Hotline zum Thema „Die richtige Betreuungsform für mein Kind“ an. Parallel zum Anmeldeverfahren in den Münste- raner Kindertageseinrichtungen konnten sich Eltern ganztätig über Einrichtungsar- ten, Betreuungsformen, Elternbeiträge zu den Kosten und das formale Verfahren von Anmeldung und Platzvergabe informieren. 9 6 Familienbüro vor Ort Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros nahmen auch 2006 an Veranstaltungen verschiedener Münsteraner Institutionen teil, um vo r Ort über die Angebote und Aufgaben des Amtes für Kinder, Jugendliche und Fami lien im Allgemeinen und des Familienbüros im Einzelnen zu informieren. Im Februar 2006 nahm eine Mitarbeiterin des Familie nbüros an einer Veranstal- tung von Frauen und Beruf teil, bei der sich Rückke hrerinnen in den Beruf über Betreuungsmöglichkeiten informieren konnten. Im März 2006 vertrat eine Mitarbeiterin das Familie nbüro bei einer Veranstaltung der Stadtwerke Münster und informierte deren Mitarb eiterinnen und Mitarbeiter über Betreuungsmöglichkeiten in Münster. Im September 2006 besuchte eine Mitarbeiterin Elter nberaterinnen und –berater des Kinderschutzbundes Münster, um sie über die Ang ebotspalette des Amtes zu informieren und ihre Fragen zur alltäglichen Praxis und Möglichkeiten der Zusam- menarbeit zu beantworten. 7 Kooperation und Vernetzung Eine Mitarbeiterin des Familienbüros nimmt an den S itzungen der Arbeitsgemein- schaft nach § 78 SBG VIII „Kindertagesbetreuung“ teil. Sie kann hier wichtige Er- kenntnisse aus den Beratungsgesprächen mit Eltern e inbringen und deren Anlie- gen transportieren. Sie kann ihre praktischen Erfahrungen in die Überlegungen zur Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Münster einfließen lassen. Eine Mitarbeiterin nimmt an den Sitzungen der AG na ch § 78 SGB VIII „Familien- förderung“ teil. Die enge Zusammenarbeit mit Vertre tern der Freien Träger in Münster hat sich als förderlich und hilfreich für d ie tägliche Arbeit herausgestellt. So ist die Informationskampagne zu den Elternbriefen auch auf die Initiative dieser AG zurückzuführen. 10 Eine Mitarbeiterin nimmt an den Sitzungen des Arbei tskreises „Alleinerziehend in Münster“ teil. Erfahrungsgemäß stellen sich viele Fragen und Probleme, z.B. bei der Betreu ung von Kindern, für Alleinerziehende in verschärfter Form dar. Die enge Kooperation mit Institutionen und Beratungsste llen ist hier unerlässlich, um wirksame Hilfe anbieten zu können. 8 Ausblick Auch im Jahr 2007 wird die Vermittlung von Tagesbet reuungsplätzen im Familien- büro einen breiten Raum einnehmen. Der steigende Be darf für Kinder unter drei Jahren wird durch das Ende der Elternzeit für den e rsten Jahrgang der Elterngeld- bezieher noch mehr Bedeutung erlangen. Der Wunsch n ach einer flexibleren Ges- taltung der Betreuungszeiten wird von zunehmend meh r Eltern geäußert. Häufig haben Eltern Arbeitszeiten, die durch die klassisch en Öffnungszeiten von Kinder- tageseinrichtungen nicht abgedeckt sind. Die Inform ation über Alternativen zur Betreuung in einer Einrichtung oder über die Kombin ation verschiedener Betreu- ungsformen wird hier an Bedeutung gewinnen, damit E ltern sich mit ihrem Anlie- gen gut beraten fühlen. Eltern suchen nach individuellen Lösungen für ihre Betreuungsbedarfe. Die Mitar- beiterinnen des Familienbüros sind hierbei auch wei terhin wichtige Ansprechpart- ner und Bindeglied zur Abteilung Tagesbetreuung für Kinder im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. Sie sind in die Überlegun g zur Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Münster eingebunden. Im Jahr 2007 haben Eltern von Grundschulkindern ers tmalig eine Information über die ganztätige Ferienbetreuung ihrer Kinder im Rahm en der Offenen Ganztags- schule erhalten. Erste Ansprechpartner für Fragen z u diesem Themenkomplex sind die Mitarbeiterinnen des Familienbüros. Wie gr oß der Informationsbedarf der Eltern über das ausführliche Anschreiben der Fachab teilung hinaus sein wird und wie viele Eltern Beratung bei der Auswahl des Ferie nbetreuungsangebotes wün- schen, wird die Arbeit im laufenden Jahr erweisen. 9 Statistik auf einen Blick Familienbüro 2006 gesamt Adresse und kurze Beratung gezielte Frage Beratung: unklare Problemlage persönliche Beratung: gezielte Frage persönliche Beratung: unklare Problemlage Suche zum Sommer 666 14 253 270 77 52 Suche zum 3. Geburtstag 557 7 225 203 76 46 Suche für Kinder unter 3 Jahre 483 4 188 182 52 57 Probleme in der KiTa 60 3 13 28 5 11 Elternbeiträge / ÜMB / Verpflegungskosten 183 13 70 60 34 6 Kindertagesbetreuung in Einrichtungen 1.949 41 749 743 244 172 Alternative (fehlender Einrichtungsplatz) 229 15 97 69 33 15 Suche nach Tagesmutter 185 30 69 38 30 18 Spielgruppen 181 40 65 33 22 21 Kindertagesbetreuung in Tagespflege 595 85 231 140 85 54 Familienkrisen 163 3 39 49 31 41 Sorgerecht / Umgangsrecht 151 - 30 53 27 41 Trennung / Scheidung 93 1 24 21 22 25 Familienkrisen 407 4 93 123 80 107 Erziehungsfragen Kinder 144 1 32 39 37 35 Erziehungsfragen Jugendliche 105 - 19 33 28 25 Probleme in der Schule 46 3 8 16 11 8 Erziehungsfragen 295 4 59 88 76 68 Schwangerschaft, Erziehungszeit, Elterngeld 324 25 152 53 51 43 Freizeitbeschäftigung 75 16 16 7 23 13 Ferienbetreuung 171 16 72 34 33 16 Ganztagsbetreuung von Schulkindern in den Ferien 40 3 26 9 2 - Freizeitbeschäftigung / Ferienbetreuung 286 35 114 50 58 29 Kosten / wirtschaftliche Hilfe allgemein 154 20 52 30 31 21 Unterhalt 126 6 36 27 32 25 Wirtschaftliche Hilfen 280 26 88 57 63 46 Kontakte insgesamt 4.136 220 1.486 1.254 657 519 davon persönlich im Familienbüro 1.176 11
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0381/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 09.05.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37