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V/0381/2007

Jahresbericht 2006 des Familienbüros

Vorlagen 09.05.2007

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Nächste Beratung: Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien, Sitzung am 12.06.2007, TOP 10

Berichtsvorlage

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Anlage - Jahresbericht 2006 des Familienbüros

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Berichtsvorlage

2272 Zeichen

V/0381/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresbericht 2006 des Familienbüros 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
12.06.2007 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 
 
Bericht: 
 
Im vierten Jahr seines Bestehens legt das Familienbüro mit dieser Vorla ge den zweiten Jahres-
bericht vor, der die Erfahrungen und Aussagen der Vorjahre bestätigt. Im Berichtszeitraum nah-
men 4.136 Bürgerinnen und Bürger Kontakt zum Familienbüro auf, das stellt nach der beträchtli-
chen Steigerung zum Vorjahr eine weitere Erhöhung der Kundenkontakte um 7,4 % dar.  
 
Fragen zu den unterschiedlichen Formen der Tagesbetreuung von Kindern in Einrichtungen und 
Tagespflegefamilien nahmen mit insgesamt 61 % der Beratungsgespräche den breitesten Raum 
ein. Mit den zunehmenden Nachfragen zu Betreuungsmöglichkeiten für unter Dreijährige wird 
dieses Thema auch in Zukunft ein Schwerpunkt für die Mitarbeiterinnen im Familienbüro bleiben. 
Die Beratung des ersten Jahrgangs von Eltern, deren Bezug von Elterngeld endet, wird hier ei-
nen breiten Raum einnehmen. 
 
Die Optimierung des Versands der Elternbriefe hat im Berichtszeitraum gute Erfolge gezeigt. 
Durch intensive schriftliche Information über das Angebot haben Berufsgruppen und Institutionen, 
die mit Schwangeren und jungen Eltern in Kontakt stehen, die Elternbriefe kennengelernt und 
weisen junge Familie gezielt darauf hin. So konnte der Verteiler in beträchtlichem Umfang aus-
gebaut werden. 
 
Ein Schwerpunkt für die Arbeit 2007 wird neben der intensiven Beratung von Eltern, die individu-
elle Lösungen für ihre Betreuungsbedarfe suchen, die Mitwirkung bei der Entwicklung flexibler 
Tagesbetreuungsangebote sein. Erstmalig wird das Familienbüro für das Schuljahr 2006/2007 
die Beratung von Eltern anbieten, die Ferienbetreuungsangebote für ihre Grundschulkinder im 
Rahmen der Offenen Ganztagsschule suchen. Die Erfahrung muss zeigen, wie groß der Informa-
tionsbedarf der Eltern in diesem Bereich ist. 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
  
Vorlagen-Nr.: 
V/0381/2007 
Auskunft erteilt: 
Frau Neumair-Otto / Frau Lengemann 
Ruf: 
492 51 07 / 492 51 61 
E-Mail: 
Familienbuero@stadt-muenster.de 
Datum: 
09.05.2007 
Öffentliche Berichtsvorlage

Anlage - Jahresbericht 2006 des Familienbüros

20409 Zeichen

1 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jahresbericht 2006

2 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadt Münster 
Amt für Kinder, Jugendliche 
und Familien 
- Familienbüro - 
 
Redaktion 
: 
Margret Lengemann 
Heidemarie Neumair-Otto

3 
 
 
April 2007 
















 
 
1 Vorwort 4  
2 Kundenkontakte 4  
3 Themenschwerpunkte 5  
4 Elternbriefe 7  
5 Hotline-Aktionen 8  
6 Familienbüro vor Ort 9  
7 Kooperation und Vernetzung 9  
8 Ausblick 10  
9 Statistik auf einen Blick 11  
  
 
 
 
 
 
 
 
 

4 
 
 
1 Vorwort 
 
Das Familienbüro hat sich im vierten Jahr seines Bestehens zu einer festen Größe 
im Angebot der Informations- und Beratungsdienste in Münster entwickelt. 
Viele Eltern, Großeltern und andere Erziehende wiss en inzwischen, dass sie im 
Familienbüro umfassende Information und erste Berat ung in Bezug auf Fragen zu 
Familie, Elternschaft und Erziehung erhalten. Sie m achen andere Ratsuchende 
auf das Familienbüro aufmerksam und tragen so zum s tetigen Wachsen des Be- 
kanntheitsgrades bei. Die steigende Zahl der Kundenkontakte zeigt nicht nur, dass 
das Familienbüro akzeptiert und angenommen wird, si e zeigt auch, dass ein stei- 
gender Bedarf nach Orientierungshilfe in der großen  Angebotspalette der Instituti- 
onen und Beratungsdienste in Münster besteht.  
 
Die enge Kooperation mit den Abteilungen und Fachst ellen des Amtes für Kinder, 
Jugendliche und Familien und den Mitarbeiterinnen u nd Mitarbeitern der Münste- 
raner Institutionen hat dazu geführt, dass bei Prob lemlagen leichter entsprechen- 
de Querverbindungen hergestellt werden können und d er Kontakt zu den zustän- 
digen Beratern vermittelt werden kann. So hat sich ein gut funktionierendes Netz- 
werk entwickelt, in dem zum Wohle von Familien in M ünster schnell und unbüro- 
kratisch die richtige Information oder der richtige  Ansprechpartner vermittelt wer- 
den kann. 
 
 
 
2 Kundenkontakte 
 
Im Jahr 2006 nahmen 4136 Kunden Kontakt zum Familie nbüro auf, das ist ein 
Plus von 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr. 1176 und d amit rund 28 % suchten das 
Familienbüro persönlich auf. Ein beträchtlicher Tei l hiervon kam mit komplexen 
Problemlagen und unklaren Fragestellungen. In einem  intensiven Beratungsge- 
spräch musste die Situation erfasst, die Fragestell ung herausgearbeitet und mög- 
liche Hilfen gesucht werden. Diese Beratung ohne An meldung konnte in der not- 
wendigen Intensität und Tiefe nur erfolgen, weil da s Familienbüro mit zwei Mitar- 
beiterinnen besetzt ist und so jeweils eine Mitarbe iterin die Präsenz am Telefon 
verlässlich sicherstellen kann. 
 
Es ist das ausdrückliche Anliegen des Familienbüros , diese 
Verlässlichkeit sowohl bei der telefonischen als au ch bei der 
persönlichen Beratung zu gewährleisten. Die Sicherh eit der 
Bürgerinnen und Bürger, direkt und verbindlich eine n 
kompetenten Gesprächspartner für ihr Anliegen vorzu finden, 
machen den Erfolg und die Besonderheit des Familien büros 
aus. Eine Warteliste oder Terminvergabe für spätere  
Zeitpunkte könnten dazu führen, dass sich Ratsuchen de nicht 
wieder melden würden, die gute Akzeptanz des Angebo tes 
wäre hierdurch gefährdet.

5 
 
 
In den Monaten August und September war der Beratun gsbedarf, wie in den  Vor- 
jahren auch, besonders hoch. Eltern von Kindern, di e im laufenden Jahr das dritte 
Lebensjahr vollenden werden, melden sich zu diesem Zeitpunkt verstärkt, weil sie 
die Sorge haben, bis zum Beginn des nächsten Kinder gartenjahres warten zu 
müssen. Sie wenden sich ratsuchend an das Familienb üro und werden im Ge- 
spräch über den Rechtsanspruch und das weitere Verfahren informiert.  
 
308 
347 336 
293 
399 
372 
321 
407 414 
323 321 
295 
0
50 
100 
150 
200 
250 
300 
350 
400 
450 
Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Okt ober November Dezember 
Kontakte im Familienbüro 2006 im Jahresverlauf 
 
 
 
3 Themenschwerpunkte 
 
Tagesbetreuung von Kindern 
 
Das zentrale Thema im Familienbüro war auch 2006 di e 
Tagesbetreuung von Kindern, sowohl in Einrichtungen  als 
auch in Tagespflegefamilien. Ganzjährig gibt es ein en en- 
gen Kontakt zu den Einrichtungen im Stadtgebiet. Fr eie 
Plätze, die die Einrichtungen über die eigene Warte liste 
nicht vergeben können, sind so zeitnah im Familienb üro 
bekannt. In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Ta- 
gesbetreuung für Kinder können sie so an Kinder ver geben 
werden, deren Eltern sich im Amt für Kinder, Jugend liche 
und Familien melden. So konnten alle Kinder mit Rec htsan- 
spruch auf einen Kindergartenplatz wunschgemäß mit ei- 
nem Einrichtungsplatz versorgt werden.

6 
 
 
Insbesondere das Anmelde- und Aufnahmeverfahren kon nte durch die enge Ko- 
operation optimiert werden. Eltern erhalten direkt von der Einrichtung im Falle ei- 
ner Absage das Formblatt „Suchmeldung für Kinder mi t Rechtsanspruch“, das sie 
an das Familienbüro senden können. Dort werden im A pril / Mai eines jeden Jah- 
res durch gezielte Abfrage in den Einrichtungen die  freien Plätze ermittelt. Su- 
chende Eltern werden so verlässlich und zeitnah vor  Beginn des Kindergartenjah- 
res über freie Plätze informiert. 
 
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Kinder vor Vollendung des dritten Lebens- 
jahres aufzunehmen, wenn alle Rechtsanspruchskinder  in einem Wohngebiet mit 
einem Kindergartenplatz versorgt sind. Mit einer Ei nzelgenehmigung durch das 
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien in Verbind ung mit dem Landesjugend- 
amt können Einrichtungen jüngere Kinder zum Beginn des Kindergartenjahres 
aufnehmen. Für Kinder, die nach dem 01. November da s dritte Lebensjahr vollen- 
den, muss die Einrichtung einen zweiten Platz zur V erfügung stellen. Dieser wird 
mit dem dritten Geburtstag wieder frei und kann zeitnah vergeben werden. 
 
Die Suche nach Betreuungsmöglichkeiten für Kinder u nter drei Jahren nimmt wei- 
terhin zu. Da im laufenden Kindergartenjahr kaum fr eie Plätze für diese Alters- 
gruppe von Einrichtungen gemeldet werden, haben die  Beratungsgespräche auch 
die Suche nach alternativen Betreuungsformen zum Ge genstand. Eltern sind oft 
enttäuscht, dass sie keinen Einrichtungsplatz bekommen können und müssen sich 
erst gedanklich mit anderen Lösungsmöglichkeiten auseinandersetzen.  
 
 
Schwangerschaft, Erziehungszeit, Elterngeld 
Im Berichtsjahr suchten 324 Bürgerinnen und Bürger Information und Beratung zu 
diesem Themenkreis. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr von rund 40%.  
 
Im Vorfeld der Einführung des Elterngeldes hatten w erden- 
de Eltern viele Fragen zu den Änderungen im Verglei ch 
zum Erziehungsgeld. Sie waren verunsichert, weil ve rbindli- 
che Informationen der zuständigen Stellen erst in d en letz- 
ten Dezembertagen veröffentlicht wurden, sie aber i hre Ent- 
scheidung für oder gegen die Elternzeit besprechen und 
treffen mussten. Viele Paare wollten sich bei den Ü berle- 
gungen beraten lassen, welcher Elternteil die Elter nzeit be- 
anspruchen soll, ob und wie die Elternzeit gesplitt et werden 
kann und wie die Bedingungen für die Verlängerung d es 
Elterngeldes sind, wenn der jeweils andere Elternte il zwei 
Monate die Betreuung des Kindes übernimmt. Auch Fra gen 
nach der Betreuung des einjährigen Kindes nach dem Ende 
der Elternzeit sind bereits vor der Geburt ein Them a für 
werdende Eltern und somit Gegenstand von Beratungsg e- 
sprächen.

7 
 
 
Kontakte im Familienbüro 2006 nach Themenschwerpunkten 
Kindertagesbetreuung in 
Einrichtungen; 1.949; 47% 
Wirtschaftliche Hilfen; 280; 7% 
Freizeitbeschäftigung / 
Ferienbetreuung; 286; 7% 
Schwangerschaft, 
Erziehungszeit, Elterngeld; 324; 
8% 
Erziehungsfragen; 295; 7% 
Familienkrisen; 
 407; 10% 
Kindertagesbetreuung in 
Tagespflege; 595; 14% 
 
 
 
4 Elternbriefe 
 
Die präventive Arbeit mit jungen Familien ist ein a usdrückliches Ziel 
des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien. Als  kostenlosen 
Service bietet es seit Jahren den Versand der Elter nbriefe an die 
Eltern erstgeborener Kinder in Münster an. Die Elte rnbriefe werden 
vom Arbeitskreis Neue Erziehung in Berlin herausgeg eben. Eltern in 
Münster erhalten nach der Geburt ihres Kindes mit e inem Begrü- 
ßungsschreiben des Amtes den ersten Elternbrief und  eine Sam- 
melmappe für die Folgebriefe. Insgesamt werden 46 E lternbriefe 
versandt, der letzte, wenn das Kind 8 Jahre alt ist  und mit der Ein- 
schulung einen ersten großen Lebensabschnitt hinter  sich hat. Im 
Jahr 2006 wurden insgesamt 33 944 Exemplare an 7559  Familien 
versandt. 
 
Eltern sehen in den Elternbriefen und besonders in dem gestaffelten 
Versand eine lebenspraktische Hilfe in ihrem Famili en- und Erzie- 
hungsalltag. Die ersten Elternbriefe befassen sich mit Themen wie 
„Fremdeln“, „Daumenlutschen, Nuckeln“ oder „Linkshä ndigkeit“. 
Spätere Elternbriefe haben Themen wie “Geschwister“, „Geschlech- 
terrolle“ oder „Ordnung und Aufräumen“ zum Gegenstand. So errei- 
chen die Informationen die Eltern dann, wenn die Fr agen und Unsi- 
cherheiten tatsächlich auftreten. Sie sind nach Aus sagen der Eltern 
wirksamer als ein Erziehungsratgeber im Bücherregal. 
 
Immer wieder bedauern Eltern, die in andere Zuständ igkeitsbereiche ziehen, dass eine 
Nachsendung der Elternbriefe nicht möglich ist. Zah lreiche andere Kommunen verschi- 
cken die Elternbriefe gar nicht oder als komplette Mappe zur Geburt.

8 
 
 
Bislang erreicht das Amt für Kinder, Jugendliche un d Familie 70 % der Eltern erstgebore- 
ner Kinder in Münster. Datenschutzrechtliche Gründe  führen dazu, dass das Standesamt 
nicht alle Geburten mitteilen darf, weil einige Elt ern der Veröffentlichung ihrer Adresse 
nicht zugestimmt haben.  
 
In einer groß angelegten Informationskampagne wandt en sich die Mitarbeiterinnen des 
Familienbüros an Berufsgruppen und Institutionen, d ie mit Schwangeren und jungen El- 
tern in Kontakt stehen. So wurden alle Kinderärzte,  die Bezirkshebamme, die Schwanger- 
schaftsbratungsstellen und die Familienbildungsstät ten angeschrieben. Ebenso wurden 
die Mitarbeiter des Kommunalen Sozialdienstes, der Fachstelle Beistandschaften und des 
Kinderärztlichen Dienstes im Gesundheitsamt angesch rieben. Alle erhielten eine komplet- 
te Mustermappe der Elternbriefe und die zehn Eltern briefe in türkischer Sprache, um sich 
selbst über den Inhalt zu informieren verbunden mit  der Bitte, Eltern gezielt auf das Ange- 
bot hinzuweisen. Sie erhielten eine größere Anzahl von Faltblättern mit Rückantwortkarte, 
mit der sich Eltern in den Verteiler der Elternbrie fe aufnehmen lassen konnten. Durch die- 
se Aktion erhalten jetzt zusätzlich 73 Familien die Elternbriefe. 
 
Parallel dazu haben es sich die Mitarbeiterinnen de s Familienbüros zur Aufgabe gemacht, 
alle Kunden mit kleinen Kindern, die persönlich in das Familienbüro kommen, auf die El- 
ternbriefe hinzuweisen und im Bedarfsfall direkt di e Aufnahme in den Verteiler zu veran- 
lassen. Hierdurch erhalten jetzt weitere 18 Familien die Elternbriefe. 
 
Die Informationskampagne hat ein sehr positives Echo bei den Adressaten hervorgerufen. 
Sie sind nicht nur auf die Elternbriefe aufmerksam geworden sondern haben gleichzeitig 
das Familienbüro kennengelernt. Zahlreiche Anfragen  und Gespräche im Anschluss an 
die Aktion haben das bestätigt. 
 
Zurzeit arbeitet das Amt für Kinder, Jugendliche un d Familien mit dem Standesamt daran, 
unter Wahrung der datenschutzrechtlichen Bestimmung en eine Meldung aller Erstgebur- 
ten in Münster zu erhalten. 
 
 
 
5 Hotline-Aktionen 
 
Am 17.01.06 und am 14.02.06 boten die Mitarbeiterin nen des Familienbüros zu- 
sammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ab teilung Tagesbetreuung für 
Kinder, des Vereins Münsteraner Tageseltern e.V. un d des Vereins Eltern helfen 
Eltern e.V. jeweils eine kostenlose Telefon-Hotline  zum Thema „Die richtige 
Betreuungsform für mein Kind“ an. Parallel zum Anmeldeverfahren in den Münste- 
raner Kindertageseinrichtungen konnten sich Eltern ganztätig über Einrichtungsar- 
ten, Betreuungsformen, Elternbeiträge zu den Kosten  und das formale Verfahren 
von Anmeldung und Platzvergabe informieren.

9 
 
 
 
6 Familienbüro vor Ort 
 
Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros nahmen auch 2006 an Veranstaltungen 
verschiedener Münsteraner Institutionen teil, um vo r Ort über die Angebote und 
Aufgaben des Amtes für Kinder, Jugendliche und Fami lien im Allgemeinen und 
des Familienbüros im Einzelnen zu informieren. 
 
Im Februar 2006 nahm eine Mitarbeiterin des Familie nbüros an einer Veranstal- 
tung von Frauen und Beruf teil, bei der sich Rückke hrerinnen in den Beruf über 
Betreuungsmöglichkeiten informieren konnten. 
 
Im März 2006 vertrat eine Mitarbeiterin das Familie nbüro bei einer Veranstaltung 
der Stadtwerke Münster und informierte deren Mitarb eiterinnen und Mitarbeiter 
über Betreuungsmöglichkeiten in Münster. 
 
Im September 2006 besuchte eine Mitarbeiterin Elter nberaterinnen und –berater 
des Kinderschutzbundes Münster, um sie über die Ang ebotspalette des Amtes zu 
informieren und ihre Fragen zur alltäglichen Praxis  und Möglichkeiten der Zusam- 
menarbeit zu beantworten. 
 
 
 
7 Kooperation und Vernetzung 
 
Eine Mitarbeiterin des Familienbüros nimmt an den S itzungen der Arbeitsgemein- 
schaft nach § 78 SBG VIII „Kindertagesbetreuung“ teil. Sie kann hier wichtige Er- 
kenntnisse aus den Beratungsgesprächen mit Eltern e inbringen und deren Anlie- 
gen transportieren. Sie kann ihre praktischen Erfahrungen in die Überlegungen zur 
Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung in Münster einfließen lassen. 
 
Eine Mitarbeiterin nimmt an den Sitzungen der AG na ch § 78 SGB VIII „Familien- 
förderung“ teil. Die enge Zusammenarbeit mit Vertre tern der Freien Träger in 
Münster hat sich als förderlich und hilfreich für d ie tägliche Arbeit herausgestellt. 
So ist die Informationskampagne zu den Elternbriefen auch auf die Initiative dieser 
AG zurückzuführen.

10 
 
 
Eine Mitarbeiterin nimmt an den Sitzungen des Arbei tskreises 
„Alleinerziehend in Münster“ teil. Erfahrungsgemäß stellen 
sich viele Fragen und Probleme, z.B. bei der Betreu ung von 
Kindern, für Alleinerziehende in verschärfter Form dar. Die 
enge Kooperation mit Institutionen und Beratungsste llen ist 
hier unerlässlich, um wirksame Hilfe anbieten zu können. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
8 Ausblick 
 
Auch im Jahr 2007 wird die Vermittlung von Tagesbet reuungsplätzen im Familien- 
büro einen breiten Raum einnehmen. Der steigende Be darf für Kinder unter drei 
Jahren wird durch das Ende der Elternzeit für den e rsten Jahrgang der Elterngeld- 
bezieher noch mehr Bedeutung erlangen. Der Wunsch n ach einer flexibleren Ges- 
taltung der Betreuungszeiten wird von zunehmend meh r Eltern geäußert. Häufig 
haben Eltern Arbeitszeiten, die durch die klassisch en Öffnungszeiten von Kinder- 
tageseinrichtungen nicht abgedeckt sind. Die Inform ation über Alternativen zur 
Betreuung in einer Einrichtung oder über die Kombin ation verschiedener Betreu- 
ungsformen wird hier an Bedeutung gewinnen, damit E ltern sich mit ihrem Anlie- 
gen gut beraten fühlen. 
 
Eltern suchen nach individuellen Lösungen für ihre Betreuungsbedarfe. Die Mitar- 
beiterinnen des Familienbüros sind hierbei auch wei terhin wichtige Ansprechpart- 
ner und Bindeglied zur Abteilung Tagesbetreuung für  Kinder im Amt für Kinder, 
Jugendliche und Familien. Sie sind in die Überlegun g zur Weiterentwicklung der 
Kindertagesbetreuung in Münster eingebunden.  
 
Im Jahr 2007 haben Eltern von Grundschulkindern ers tmalig eine Information über 
die ganztätige Ferienbetreuung ihrer Kinder im Rahm en der Offenen Ganztags- 
schule erhalten. Erste Ansprechpartner für Fragen z u diesem Themenkomplex 
sind die Mitarbeiterinnen des Familienbüros. Wie gr oß der Informationsbedarf der 
Eltern über das ausführliche Anschreiben der Fachab teilung hinaus sein wird und 
wie viele Eltern Beratung bei der Auswahl des Ferie nbetreuungsangebotes wün- 
schen, wird die  Arbeit  im laufenden Jahr erweisen.

9 Statistik auf einen Blick 
Familienbüro 2006 gesamt  Adresse und 
kurze Beratung gezielte Frage Beratung: unklare 
Problemlage 
persönliche 
Beratung: gezielte 
Frage 
persönliche 
Beratung: unklare 
Problemlage 
Suche zum Sommer 666                 14                   253                 270                 77                   52                   
Suche zum 3. Geburtstag 557                 7                     225                 203                 76                   46                   
Suche für Kinder unter 3 Jahre 483                 4                     188                 182                 52                   57                   
Probleme in der KiTa 60                   3                     13                   28                   5                     11                   
Elternbeiträge / ÜMB / Verpflegungskosten 183                 13                   70                   60                   34                   6                     
Kindertagesbetreuung in Einrichtungen 1.949              41                   749                 743                 244                 172                 
Alternative (fehlender Einrichtungsplatz) 229                 15                   97                   69                   33                   15                   
Suche nach Tagesmutter 185                 30                   69                   38                   30                   18                   
Spielgruppen 181                 40                   65                   33                   22                   21                   
Kindertagesbetreuung in Tagespflege 595                 85                   231                 140                 85                   54                   
Familienkrisen 163                 3                     39                   49                   31                   41                   
Sorgerecht / Umgangsrecht 151                 -                   30                   53                   27                   41                   
Trennung / Scheidung 93                   1                     24                   21                   22                   25                   
Familienkrisen 407                 4                     93                   123                 80                   107                 
Erziehungsfragen Kinder 144                 1                     32                   39                   37                   35                   
Erziehungsfragen Jugendliche 105                 -                   19                   33                   28                   25                   
Probleme in der Schule 46                   3                     8                     16                   11                   8                     
Erziehungsfragen 295                 4                     59                   88                   76                   68                   
Schwangerschaft, Erziehungszeit, Elterngeld 324                 25                   152                 53                   51                   43                   
Freizeitbeschäftigung 75                   16                   16                   7                     23                   13                   
Ferienbetreuung 171                 16                   72                   34                   33                   16                   
Ganztagsbetreuung von Schulkindern in den Ferien 40                   3                     26                   9                     2                     -                   
Freizeitbeschäftigung / Ferienbetreuung 286                 35                   114                 50                   58                   29                   
Kosten / wirtschaftliche Hilfe allgemein 154                 20                   52                   30                   31                   21                   
Unterhalt 126                 6                     36                   27                   32                   25                   
Wirtschaftliche Hilfen 280                 26                   88                   57                   63                   46                   
Kontakte insgesamt 4.136              220                 1.486              1.254              657                 519                 
davon persönlich im Familienbüro 1.176                                           
11

Beratungsverlauf (1)

12.06.2007 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 10 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0381/2007
Typ
Vorlagen
Datum
09.05.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37