V/0192/2013
Neubau einer Zweifachsporthalle an der Peter-Wust-Schule
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Beschlussvorlage
13744 Zeichen
V/0192/2013
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Immobilienmanagement
Betrifft
Neubau einer Zweifachsporthalle an der Peter-Wust-Schule
Dingbängerweg 76, Münster
Zustimmung zur Planung
Beratungsfolge
27.06.2013 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung
02.07.2013 Sportausschuss Vorberatung
02.07.2013 Sportausschuss Vorberatung
02.07.2013 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Entscheidung
04.07.2013 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung
1. Der Neubau der Zweifachsporthalle an der Peter -Wust-Schule wird nach den Plänen der R e-
duktionsvariante des Büros Knoche Partner Architekten GmbH, Münster, vom 27.05.2013, au s-
geführt (Anlage 1).
2. Die Checkliste zur Berücksichtigung bauökologischer Kriterien wird mit dem Baubeschluss vo r-
gelegt.
3. Die Erläuterungen zur Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen werden
zur Kenntnis genommen.
4. Es wird zur Kenntnis genommen, dass im November 2013 der Baubeschluss herbeigeführt und
mit dem Bau im Frühjahr 2014 begonnen werden soll. Die Fertigstellung der Sporthalle wird
dann voraussichtlich im Frühsommer 2015 erfolgen.
II. Kosten/Folgekosten
Es wird zur Kenntnis genommen, dass Investitionskosten gemäß der Kostenschätzung nach DIN
276 vom 27.05.2013 in Höhe von 3.647.000,00 Euro entstehen (Anlage 2). Die Folgekostenb e-
rechnung wird dem Baubeschluss beigefügt.
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Investitionskosten um rd. 142.000,00 € über dem in der
Investitionsmaßnahme für die Sporthalle vorgesehenen Kostenanteil liegen und diese Mittel bei
Vorlagen-Nr.:
V/0192/2013
Auskunft erteilt:
Herr Methner
Ruf:
492-2412
E-Mail:
MethnerS@stadt-muenster.de
Datum:
18.06.2013
Öffentliche Beschlussvorlage
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einer Realisierung der zunächst zurückgestell ten Schulerweiterung ggf. zusätzlich bereitgestellt
werden müssen.
III. Mittelbereitstellung/Finanzierung
Die oben genannte Sachentscheidung ist wie folgt finanziert:
Teilfinanzplan
Nr. Bezeichnung
Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkun-
gen
Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen
Investitionsmaßnah-
me
4400 Erw. P.-Wust-Schule
Auszahlungen für Bauma ß-
nahmen
2012 235.000
2013 2.372.000
VE 500.000
2014 1.450.800
2015 156.000
4.213.800
Auszahlungen für den E rwerb
von bew. Anlagevermögen
2014 187.200
Summe aller Auszahlungen/Saldo 4.401.000
Begründung:
Bisherige Beschlüsse
Mit der Vorlage V/0779/2011/1.Erg. wurde der Errichtungsbeschluss zum Bau einer Zweifac h-
sporthalle an der Peter -Wust-Schule durch den R at beschlossen. Gleichzeitig sollte die perspekt i-
vische Erweiterung der Schule zur Dreizügigkeit bzw. zur Vierzügigkeit geplant werden.
Mit der Vorlage V/0229/2012 wurde dann durch den Hauptausschuss beschlossen, zur Erlangung
eines Vorplanungskonzeptes f ür den Neubau einer Zweifachsporthalle am Standort P eter-Wust-
Schule sowie für die perspektivische Erweiterung des Schulgebäudes der Peter -Wust-Schule zur
Drei- bzw. Vierzügigkeit einen begrenzten Wettbewerb nach den Regeln für die Ausl obung von
Wettbewerben (RAW 2004) durchzuführen.
Am 12.12.2012 hat dann der Hauptausschuss mit der Vorlage V/0754/2012/1 das Ergebnis des
Architektenwettbewerbes für den Neubau einer Zweifachsporthalle und die perspektivische Erwei-
terung der Peter-Wust-Schule einschließlich der Empfehlung des Bewertungsgremiums zur Kennt-
nis genommen und der Beauftr agung des Architekturbüros Knoche Partner Architekten GmbH
zugestimmt. Optimierungen sollten insbeso ndere bezüglich der Erschließung, der Lage und der
Raumorganisation der Sporthalle vorgenommen werden. Die erforderlichen Stellplätze sollen au s-
schließlich im Bereich des Dingbängerweges angeordnet werden.
Das Architekturbüro Knoche Partner Architekten GmbH, Münster, wurde entsprechend der Em p-
fehlung des Bewertungsgremiums mit den Arch itekturleistungen gemäß HOAI beauftragt. Zur Zeit
soll jedoch nur die we itere Planung für die Zweifachsporthalle fortgesetzt werden, die Planungen
für die Schulerweiterungen werden bis zur Klärung der Schulentwicklung im Stadtteil Mecklenbeck
vertagt.
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Zu 1.: Planung
Entsprechend den Vorgaben aus den Beschlüssen hat das Büro Knoche Partner Architekten
GmbH die Pl anung der Ursprungsvariante und der Reduktionsvariante überarbeitet und ergänzt.
Den beigefügten Pl änen ist zu entnehmen, dass die Sporthalle, s o weit es bauordnungsrechtlich
möglich war, zur Schlautstiege gerückt wurde. Alle notwendigen Stellplätze sind entsprechend der
Vorlage V/0754/2012/1 am Dingbängerweg ang eordnet. Mit der neuen Stellplatzanlage ist eine
Vorfahrt auf dem Gelände der Schule möglich, um die Kinder aus- und einsteigen zu lassen.
Auf der freien Fläche, die durch das Verrücken der Sporthalle in Richtung Schlautstiege entsteht,
kann eine Fläche für ein Kleinspielfeld angeboten werden. Alternativen zum Standort des Klei n-
spielfeldes sind dem be igefügten Lageplan zu entnehmen. Fahrradstellplätze sind ebenfalls an
verschiedenen Plätzen auf dem Schulgelände möglich. Die endgültigen Standorte und die gesa m-
te Freiflächenplanung werden mit einer g esonderten Baubeschlussvorlage zu einem s päteren
Zeitpunkt den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.
Die Sporthalle ist um ca. 15 m nach Süden verschoben worden. Die Erschließung des Gebäudes
erfolgt von Norden vom Schulhof aus. Die Raumorganisation in der Sporthalle wurde überarbeitet .
In der zweigeschossigen Eingangshalle befinden sich der Aufzug und die Treppenanlage zur E r-
schließung der U mkleideräume. Im weiteren Erdgeschoss sind die Geräteräume, die WC’s, die
Technik und die Übungsle iter- und Sanitätsräume untergebracht. Am Ende de s Flures befindet
sich das zweite notwendige Treppenhaus mit einem Notau sgang. Im Obergeschoss befindet sich
das Behinderten-WC und alle weiteren Umkleide - und Sanitärräume. Der Erschließungsgang ist
offen zur Halle und ermöglicht damit den Kontakt zur Sporthallenfläche.
Damit sind die Vorgaben aus der Wettbewerbsbeurteilung und dem Beschluss vom 12.12.12 pl a-
nerisch umgesetzt und die Eingangssituation einseitig angeordnet, der Aufzug berücksichtigt und
die Umkleiden opt imiert. Durch die Standortveränderung hat sich die Wettbewerbsplanung und
damit die Ausgangslage dra stisch verändert. Die Sporthalle und die mögliche Schulerweiterung
sind weiter voneinander getrennt und we rden zu solitären Baukörpern. Die Wettbewerbsplanung
mit dem ursprünglichen Standort ist als Anlage 1i zur Verdeutlichung noch einmal beigefügt.
Im Wettbewerbsentwurf (Ursprungsvariante) ist das gesamte Sporthallengebäude als ein Kubus
konzipiert. Um bereits in dieser Phase Einsparungen aufzuzeigen, wird in der Reduktionsvariante
von diesem Kubus abgewichen und im Bereich des Umkleidetraktes teilweise eine geringere Höhe
gewählt. Aufgrund dieser Höhenreduzierung (siehe auch Schnitt, Anlage 1e und 1f) können ca.
620 m³ Rauminhalt eingespart werden. In der Anlage 1j ist der ursprüngliche Kubu s in der U r-
sprungsvariante dargestellt. Weitere Einsparungen sind im Bereich Flächen, Höhen und Raumi n-
halte kaum noch möglich. Mögliche Einsparungen bei Qualitäten und Materialien werden im Ba u-
beschluss dargestellt. Außerdem kann durch die geringere Höhe des Umkleidetraktes die Abstand-
fläche des Gebäudes zur Westseite um ca. 2,00 m reduziert werden. Demgegenüber wird der ve r-
bleibende Frei- und Spielraum auf der Ostseite der Sporthalle in gleichem Maße vergrößert.
Im nächsten Schritt wird dann die Planung weiterbearbeitet und weiterentwickelt. Mit dem Baube-
schluss wird dann ein planerisches Gesamtkonzept mit Ansichten, Materialien und möglichen Ei n-
sparvorschlägen vorgelegt.
Zu 2.: Checkliste bauökologische Kriterien
Die Checkliste bauökologischer Kriterien wird mit dem Baubeschluss vorgelegt.
Zu 3.: Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen
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Das Gebäude wird behindertengerecht erschlossen. Im Eingangsbereich ist ein Aufzug vorges e-
hen, mit dem im Obergeschoss die Umkleideräume und das Behinderten-WC erreicht werden
können. Weitere Details werden im Baubeschluss erläutert.
Zu 4.: Weiteres Vorgehen
Nach Zustimmung der politischen Gremien zum Planungsbeschluss wird die Planung der Redukt i-
onsvariante mit Entwurfs - und Genehmigungsplanung fortgesetzt. Im November ist der Baub e-
schluss geplant, gleichzeitig wird das Amt für Grünflächen und Umweltschutz einen Planungs - und
Baubeschluss für die Freiraumplanung den politischen Gremien zur Beratung und Entscheidung
vorlegen. Danach erfolgt die A usführungsplanung einschl. der Ausschreibungen. Der Baubeginn
ist witterungsabhängig für Frühjahr 2014 geplant. Die Bauzeit wird voraussichtlich ca. ein Jahr b e-
tragen.
Zu II: Kosten
Die Kostenschätzung des Architekten ist als Anlage 2 beigefügt. Mit de r Reduktionsvariante (R e-
duzierung des Rauminhaltes 620 m³ x 205,00 €/m³ = ~ 130.000,00 €) werden Kosten in Höhe von
3.647.000,00 € erwartet. Damit werden gegenüber der Ursprungsvariante aus dem Wettb ewerb
bereits Kosten in Höhe von ca. 130.000,00 € eingespart (= ca. 4,6 %).
Der Architekt hat bei seiner Kostenschätzung einen Wert von 1.496,72 €/m² für eine Zweifac h-
sporthalle angesetzt. Das ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Planung, nicht zuletzt aufgrund der
Höhe des Gebäudes, angemessen. Für einen Kubik meter umbauten Raum wurden Bauwerkskos-
ten von 205,00 €/m³ angesetzt.
Laut dem Baukosteninformationsdienst Deutscher Architektenkammern (BKI) ist für das Jahr 2013
ein Kostenkennwert in Höhe von 1.620 €/m² anzusetzen. Ausgangsbasis wären somit Bauwerk s-
kosten in Höhe von ca. 2.713.500,00 € (1.675 m² Bruttogrundfläche x 1.620 €/m²).
Dem stehen gemäß der Kostenschätzung des Architekten vom 27.05.2013 Bauwerkskosten von
2.507.000,00 € (1.675 m² Bruttogrundfläche x 1.496,72 €/m²) gegenüber. Das ergibt eine Reduzie-
rung der Bauwerkskosten in Höhe von 206.500 € (= ca. 7,6 %) im Vergleich zu den BKI-Kosten.
In der weiteren Planung und Abstimmung mit den Fachingenieuren und den beteiligten Ämtern
werden die Werte noch weiter überprüft, ggf. noch angepasst und reduz iert, um dem Einsparziel
näher zu kommen.
Die im Haushalt veranschlagten Mittel in Höhe von 4.401.000,00 € basierten auf einer groben Kos-
tenschätzung für den Neubau der Zweifachsporthalle und die Erweiterung des Schulgebäudes zur
Dreizügigkeit (1. Bauabs chnitt). Der veranschlagte Anteil für die Schulerweiterung beträgt rd.
894.000,00 €. Der Anteil für die Sporthalle beträgt rd. 3.507.000,00 €. Dies führt zu einer Koste n-
unterdeckung für das Budget der Sporthalle von 142.000,00 € gegenüber der jetzigen Kost en-
schätzung. Die Mehrkosten sind insbesondere auf den mit der Umplanung verbundenen hohen
Aufwand zur Umgestaltung der Außenanlagen und der Herrichtung / Erschließung zurückzuführen.
Ausweislich der Kostenschätzung (Anlage 2) fallen hohe Kosten in der Kostengruppe 200 (Herrich-
ten und Erschließen) an, da hier der Rückbau der alten Sporthalle (40.000 €) und das Umlegen
einer Fernwärmeleitung veranschlagt werden muss (ursprünglicher Kostenansatz öffentliche E r-
schließung 28.000 €, zuzgl. U mlegung vorhandene Fernwärmeleitung 44.000 € = 72.000,00 €),
also insgesamt 112.000 € in der Kostengruppe 200.
Auch die Kostengruppe 500 (Außenanlagen) ist mit 407.000,00 € mit einem höheren Kostenansatz
in der Kostenschätzung eingeflossen. Ursache ist u.a. die neue Größe der zu beplanenden und zu
bearbeitenden Fläche mit ca. 5200 m², incl. der Fläche der Schulerweiterung, die momentan nicht
zur Ausführung kommt. Diese Fläche der Schulerweiterung ist mit ca. 24.000 € zusätzlich in die
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Kosten eingeflossen. Auch die neue Anordnung der Stellplätze mit Vorfahrt am Dingbängerweg ist
als zusätzliche Fläche hinzu gekommen, die mit ca. 32.000 € anzusetzen ist. Aufgrund der verä n-
derten Lage der Sporthalle (nahe der Schlautstiege) wäre ein Kleinspielfeld (71.000 €) sowie eine
zusätzliche Kletterwand als Sichtachse (17.000 €) zwar wünschenswert, diese sind jedoch au f-
grund der Budgetüberschreitungen des Sportanteils z. Z. nicht finanzierbar.
Hier noch einmal eine Zusammenstellung der Kosten der Außenanlagen:
- Ursprünglicher Kostenansatz: 312.000 €
+ Kosten im Vorgriff/Zwischennutzung zur Schulerweiterung:
- Zusätzliche Vorfahrt mit Stellplätzen: 32.000 €
- Zusätzliche Fläche der späteren Schulerweiterung: 24.000 €
+ Kosten zur Optimierung des Außenbereiches
- Natursteinbelag im Altbestand aufnehmen und neu verlegen: 23.000 €
- Ersatzspielgerät: 16.000 €
----------------------
Gesamtkosten Außenanlagen 407.000 €
Die Finanzierung der derzeitigen Mehrkosten (evtl. mögliche Einsparungen bei Qualitäten und M a-
terialien werden im Baubeschluss dargestellt) ist durch Inanspruchnahme eines Teilbetrages des
für die Schulerweiterung (1. BA) vorgesehenen Anteils der veranschlagten Gesamtkosten möglich.
Dies bedeutet aber, dass eine Aufstockung der Mittel ggf. erforderlich wird, sobald die zunächst
zurückgestellte Schu lerweiterung umgesetzt werden soll. Mit dem separaten Baubeschluss und
der bis dahin weiter geführten Planung werden die Kosten konkretisiert und den politischen Gremi-
en zur Entscheidung vorgelegt.
Zu III: Mittelbereitstellung/Finanzierung
Die Mittelbereitstellung/Finanzierung ist der Tabelle dieser Vorlage zu entnehmen.
I. V.
gez.
Reinkemeier
Stadtkämmerer
Anlage
5002 Zeichen
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Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Dingbängerweg 76
- Albersloher Weg 33
- Schlautstiege
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0192/2013
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 06.06.2013
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37