V/0040/2016
Umbau des Knotenpunktes Einsteinstraße / Orleansring / Rishon-Le-Zion-Ring mit Verlegung der Bushaltestelle zur Entschärfung der Unfallhäufungsstelle - Planungsbeschluss -
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Anlage-2_Antrag_der_CDU-Fraktion
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Anlage 2 zur Vorlage V/0040/2016
Beschlussvorlage
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V/0040/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Umbau des Knotenpunktes Einsteinstraße / Orleansring / Rishon-Le-Zion-Ring mit Verlegung der Bushaltestelle zur Entschärfung der Unfallhäufungsstelle Planungsbeschluss Beratungsfolge 25.02.2016 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 03.03.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Dem Umbau des Knotenpunktes Einsteinstraße / Orleans-Ring / Rishon-Le-Zion-Ring mit Verlegung der Bushaltestelle wird auf der Grundlag e des verkehrstechnischen Entwurfs vom 07.12.2015 (Anlage 1) zugestimmt. 2. Der Antrag A-W/0036/2015 der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West vom 30.08.2015 (Anlage 2) ist erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster Baukosten in Höhe von ca. 170.000 € entstehen. Folgekosten fallen nicht an, da es sich um eine Ersatzinvestition handelt. Die v. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: Teilfinanzplan Nr. Bezeichnung Haush.- Jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und -anlagen Investitionsmaß- nahme 0007 Verkehrsflächen Neubau und Erneue- rung Auszahlungen 2016 170.000 Saldo 170.000 Vorlagen-Nr.: V/0040/2016 Auskunft erteilt: Herr Witt Ruf: 492 61 57 E-Mail: Witt@stadt-muenster.de Datum: 01.02.2016 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0040/2016 Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtig ungen si nd im Haushaltsplan 2016 bei der o. g. Produktgruppe veranschlagt. Begründung: Ausgangslage Der Knotenpunkt Einsteinstraße / Orleans-Ring / Rishon-Le-Zion-Ring ist mit ca. 30.000 Kfz/24h außerordentlich stark belastet. Er bildet die Hauptzufah rt zum Stadtteil Gievenbeck und zum Un i- versitätsklinikum. Mit der Entwicklung der Oxford-Kaserne und des UKM wird die Belastung weiter zunehmen. Der Knotenpunkt Einsteinstraße / Orleans-Ring / Rishon-Le-Zion-Ring ist seit mehreren Jahren eine Unfallhäufungsstelle. Die schweren Unfälle treten i.d.R. zwischen rechtsabbiegenden Kraft- fahrzeugen aus der westlichen Einsteinstraße in den Rishon-Le-Zion-Ring und geradeausfahren- den Radfahrern aus der Einsteinstraße in Fahrtrichtung Innenstadt auf. Rechtseinbieger m üssen an dieser Stelle im Bestand beim sog. bedingt verträglichen Abbiegen den Radfahrern und Fu ß- gängern den Vorrang einräumen. Dies geschieht – auch durch Sichtbehinderungen wartender Busse in der direkt davor befindlichen Haltestelle „Coesfelder Kreuz“ – nicht immer im erforderl i- chen Umfang. Allein in den Jahren 2012 bis 2014 kam es in dieser Fahrbeziehung zu sechs Ve r- kehrsunfällen mit leicht- und schwerverletzten Radfahrern. Die Unfallserie riss auch in 2015 nicht ab. Am 27.02.2015 kam es zu einem weiter en Unfall zwischen einem Bus und einer Radfahrerin. Weitere Unfälle in dieser Art sind ohne eine signaltechnische Separierung der Rechtsabbieger zu befürchten. Als Besonderheit sind der abschüssige Radweg nach dem Brückenbauwerk und die Bushaltestelle in d er direkten Kreuzungszufahrt zu nennen, die die Sicht auf die Radfahrer e r- schwert. Die Unfallkommission hat zur Entschärfung der Unfallhäufungsstelle in den Vorjahren ein umfan g- reiches Maßnahmepaket beschlossen (Roteinfärbung der Furt, gelbes Blinklicht, Spiegel, Verlage- rung des Haltepunktes der Busse), durch das leider die Unfallhäufungsstelle nicht vollumfän glich entschärft werden konnte. Es besteht weiterhin eine Unfallhäufungsstelle. In einem ersten Schritt ( Sofortmaßnahme) wird die Beseitigung der U nfallhäufungsstelle durch eine signaltechnische Trennung des rechtsabbiegenden Kfz -Verkehrs und des geradeausfahre n- den Radverkehrs unter dem Aspekt „Verkehrssicherheit vor Leistungsfähigkeit“ erfolgen. In einem zweiten Schritt (Bauliche Umgestaltung) soll durch den Umbau des Knotenpunktes mit einer Verlegung der Haltestelle die Leistungsfähigkeit, verbessert zum heutigen Zustand, wieder hergestellt werden. Sofortmaßnahme Zur Beseitigung der Unfalllage hat d ie Unfallkommission in ihren letzten Sitzungen am 09.06.2015 und 19.06.2015 beschlossen, eine signaltechnische Trennung für den rechtsabbiegenden Kfz - Verkehr (einschl. der Busse) von der Einsteinstraße in Fahrtrichtung Rishon-Le-Zion-Ring und dem geradeaus fahrenden Radfahrerverkehr durchzuführen, wohl wissend, dass damit erhebliche Leis- tungseinschränkungen für den Knoten verbunden sein werden. Beschlüsse der Unfallkommission sind unverzüglich, sobald als technisch möglich, umzusetzen. Gewollte Verzögerungen in der Umsetzung von UK -Beschlüssen führen neben der weiteren stet i- gen Unfallgefahr und dem daraus resultierenden Leid der Betroffenen zu möglichen Schadense r- satzansprüchen, die zivilrechtlich auch gegenüber den Entscheidungsträgern bestehen könnten. - 3 - V/0040/2016 Da die signaltechnische Planung für eine Trennung der Verkehrsströme an der LSA im Bestan d- sausbau fertiggestellt ist, wird diese schnellstmöglich umgesetzt . Die Umsetzung erfolgt in den Osterferien. Die Leistungsfähigkeit der Zufahrt aus Gievenbeck wird nach der Umstellung von derzeit „ausre i- chend“ auf „ungenügend“ zurückgehen. Die schlechte Leistungsfähigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Tatsache, dass für den Rechtseinbieger aus der westlichen Einsteinstraße in den Rishon- Le-Zion-Ring nur ein Fahrstreifen zur Verfügung steht und dass die Haltestellenausfahrt der Busse aufgrund der örtlichen Situation signalgeregelt erfolgen muss. Durch den entstehe nden Rückstau müssen Kraftfahrzeuge zum Passieren des Knotens mehrfach vorrücken. Linienbusse können die Haltestelle nur mit Verzögerungen anfahren. Bauliche Umgestaltung Eine Leistungssteigerung des Knotenpunktes ist durch eine bauliche Veränderung entsprechend der Planung Anlage 1 zu e rreichen. Danach soll die Bushaltestelle/Bussonderspur unmittelbar vor dem Ring aufgegeben werden. Die Haltestelle „Co esfelder Kreuz“ wird in der Einsteinstraße nach Westen bis zum Knotenpunkt Albert -Schweitzer-Straße / Einsteinstraße / Corrensstraße versch o- ben. Hier kann eine Haltestelle, wie im Bestand, mit drei Wartepositionen geschaffen werden. Für die Haltestellenverschiebung müssen insgesamt acht Bäume entfallen. Die Haltestelle wird barri e- refrei gestaltet. Im Gegensatz zur bestehenden Haltestelle werden die Wartehallen nicht im Ge h- weg sondern in der Aufstellfläche zwischen Hochbord und Radweg aufgestellt. Dadurch en tfällt für Busfahrgäste beim Einsteigen in den Bus ein Überqueren des Radweges. Neben einem Siche r- heitsgewinn wird somit auch ein Komfortgewinn erreicht. Für die 300 Umsteiger an der Haltestelle Coesfelder Kreuz wird sich der Umsteigeweg allerdings künftig um ca. 60 m verlängern. Die Stadtwerke, Nahverkehrsmanagement, lehnen die Planung mit drei Haltestellenpositionen ab, da während der Hauptverkehrszeit zeitgleich mehr als drei Fahrzeuge auftreten können. Die Verwa l- tung sieht jedoch in der Abwägung zwische n der zwingenden Notwendigkeit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Möglichkeit der kurzfristigen zeitlichen Umsetzung der Maßnahme auf der einen Seite sowie einem gelegentlich auftretenden Engpass im Haltestellenbereich auf der anderen Seite keine Alternative zur bestehenden Planung. Die durch die Haltestellenverlegung freiwerdende Fläche wird in eine zweite Rechtsabbiegespur von der Einsteinstraße in den Rishon-Le-Zion-Ring umgewandelt. Der so geschaffene zweispurige Rechtsabbieger von der Einstei nstraße in den Ri shon-Le-Zion-Ring kann dann im „Schatten“ des ebenfalls zweispurigen Linksabbiegers Rishon -Le-Zion-Ring in die Einsteinstraße konfliktfrei a b- fließen. Die LSA Einsteinstraße/Orléans -Ring/Rishon-Le-Zion-Ring erreicht mit dieser zweispurigen ge- trennten Führung eine „befriedigende“ Leistungsfähigkeit – heute „ausreichend“ – mit Reserven für die Entwicklungsmaßnahmen Oxford-Kaserne und UKM. Planungen UKM Das UKM plant eine Bebauung Ecke Albert -Schweitzer-Straße / Einsteinstraße. Im Zusamme n- hang mit der Realisierung dieses Vorhabens könnte die vorhandene Dreiecksinsel in der A lbert- Schweitzer-Straße zurückgebaut werden. Dadurch entsteht die Möglichkeit zur Schaffung einer vierten Haltestellenposition im Sinne der Stadtwerke. Kosten Die Kost en für die Umsetzung der Planung gemäß Anlage 1 werden auf ca. 170.000,00 € g e- schätzt. Vorbehaltlich der politischen Beschlüsse soll der Umbau in den Sommerferien 2016 erfo l- gen. - 4 - V/0040/2016 Reduktionsvariante Alle Umbauten und die Materialwahl werden auf ein Mindest maß begrenzt, das sich aus den A n- forderungen der Verkehrssicherheit und dem barrierefreien Umbau ergibt. Weitere Reduktion s- maßnahmen sind nicht daher möglich. Beiträge Dritter/Zuschüsse Die Baumaßnahme ist nicht zuschussfähig. In Vertretung gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Anlage 1: Verkehrstechnischer Entwurf vom 07.12.2015 Anlage 2: Antrag der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West vom 30.08.2015
Anlage-1_Verkehrstechnischer_Entwurf
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Anlage 1 zur Vorlage V/0040/2016
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (5)
- Einsteinstraße
- Corrensstraße
- Rishon-Le-Zion-Ring
- Albert-Schweitzer-Straße
- Orléans-Ring
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Details
- Aktenzeichen
- V/0040/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 20.01.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37