1359/2019
Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2018 im Stadtbezirk Rodenkirchen
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/660/1 660/12 Vorlagen-Nummer 1359/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.05.2019 Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2018 im Stadtbezirk Rodenkirchen In der als Anlage beigefügten Liste sind alle Unfallhäufungsstellen des Jahres 2018 im Gebiet des Bezirks Rodenkirchen aufgeführt. In der Anlage 2 sind die tödlichen Verkehrsunfälle im Bezirk ge- nannt. Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung vom 11.03.2008 liegt eine Unfallhäufungsstelle innerhalb der 1-Jahres- Betrachtung grundsätzlich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Kategorie 1 – 4 des gleichen Typs ereignen. Sofern dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch die Polizei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Aufgrund der Verkehrsbelastung ei- nes Knotens kann sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungsstelle führt, erhöhen. Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt: Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden Kategorien 5 – 7: Sonstige Sachschadenunfälle Nach Meldung der Unfallhäufungsstelle tritt die Unfallkommission, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Köln und der Polizei zusammensetzt, zusammen und entscheidet – meistens unter direkter Beteiligung der Bezirksregierung – über Maßnahmen, die zur Reduzierung des Unfal- laufkommens geeignet sind. Neben diesen Einjahresbetrachtungen meldet die Polizei grundsätzlich seit dem 01.01.2018 Unfälle nach der Dreijahresbetrachtung. Bei dieser Betrachtung sind die Richtwerte für die Meldung als Un- fallhäufung sehr niedrig angesetzt. Treten beispielsweise in einem Knoten innerhalb von drei Jahren fünf Unfälle auf, bei denen Radfahrende oder Zufußgehende leicht verletzt wurden, führt diese Zahl – unabhängig von den Ursachen oder von der Verkehrsbelastung – zur Meldung. Eine Meldung inner- halb der Dreijahresbetrachtung erfolgt ebenfalls, wenn innerhalb dieses Zeitraums in einem Knoten drei Verkehrsteilnehmende schwer verletzt oder getötet wurden. Im Jahr 2018 wurden für den Stadt- bezirk Rodenkirchen die folgenden Kreuzungen im Zuge der Dreijahresbetrachtung gemeldet: 2 Gustav-Heinemann-Ufer/Schönhauser Straße Militärringstraße/Am Eifeltor/Oberer Komarweg Raderthalgürtel/Brühler Straße Vorgebirgstraße/Bischofsweg/Vorgebirgsglacisstraße Alle genannten Kreuzungen wurden durch die Unfallkommission Köln besichtigt und in der Unfall- kommission mit einem Vertreter des Fahrradbeauftragten besprochen. Im Bereich der Militärringstra- ße/Am Eifeltor/Oberer Komarweg veranlassen die Straßen NRW die Auffrischung der stark beein- trächtigten Markierung. Bei der Kreuzung Vorgebirgstraße/Bischofsweg/Vorgebirgsglacisstraße prüft die Verwaltung, ob die Kreuzung in das stadtweite Programm zur Einbeziehung der frei fließenden Rechtsabbieger in die Signalisierung aufgenommen wird. Für alle anderen Knoten konnten keine zielgerichteten, angemessenen Maßnahmen zur Reduzierung der unfallbegünstigenden Umstände festgestellt werden. Innerhalb der Einjahresbetrachtung wurden elf Kreuzungen als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Im Bereich der Brückenstraße/Frankstraße beruhte das Unfallaufkommen auf Konflikten zwischen Verkehrsteilnehmenden, die aus der Frankstraße (aus Richtung Hauptstraße kommend) ausfuhren und mit dem bevorrechtigten Verkehr auf der Brückenstraße kollidierten. Hier wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Umfeld der Kreuzung von 50 auf 30 km/h reduziert. Im Bereich der Industriestraße/Emil-Hoffmann-Straße beruhten die Verkehrsunfälle mehrheitlich da- rauf, dass Autofahrende, die aus der Emil-Hoffmann-Straße ausfuhren, die Vorfahrt der Verkehrsteil- nehmenden auf der Industriestraße missachteten und mit ihnen kollidierten. Bei einem solchen Ver- kehrsunfall wurde ein Radfahrer leicht verletzt. In der Kreuzung ereigneten sich zwei weitere Unfälle unter Beteiligung von Menschen auf dem Fahrrad. In einem Fall wurde eine linksabbiegende Radfah- rerin von einem bevorrechtigten geradeaus fahrenden Autofahrenden erfasst und schwer verletzt. Bei einem weiteren Unfall wurde eine Radfahrerin, die die Industriestraße im Umfeld der Querungshilfe im nördlichen Bereich queren wollte, von einem vorfahrtsberechtigten Pkw-Fahrer erfasst. Die Unfall- kommission beschloss, dass in beiden Ästen der Emil-Hoffmann-Straße Haltelinien zu markieren sei- en. Die Beschilderung im Knoten wurde geprüft, erneuert und ergänzt. Die Verkehrsunfälle im Bereich der Militärringstraße/Konrad-Adenauer-Straße/Leyboldstraße waren mehrheitlich darauf zurückzuführen, dass Linksabbiegende von der Militärringstraße in die Leybold- straße den Vorrang des Gegenverkehrs missachteten. Hier beschloss die Bezirksvertretung Ro- denkirchen bereits, dass die Zufahrt in die Leyboldstraße für den motorisierten Verkehr zukünftig nicht mehr gestattet wird. Die Umsetzung dieser Maßnahme wird durch die Verwaltung derzeit verfolgt. Im Umfeld der Kreuzung veranlasste die Polizei bereits Seitenradarmessungen, erhebliche Geschwin- digkeitsüberschreitungen wurden dabei aber nicht festgestellt. Im Jahr 2018 ereigneten sich im Bezirk Rodenkirchen vier tödliche Verkehrsunfälle. Im Hinblick auf den tödlichen Unfall auf dem Heinrich-Lübke-Ufer beschloss die Unfallkommission, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Umfeld der Querungshilfe auf 30 km/h zu reduzieren sei. Diese Maßnahme wurde zeitnah umgesetzt, Geschwindigkeitskontrollen erfolgten ebenfalls. Seitens der Fahrradverbände wurden ebenfalls Sichtbehinderungen durch eine Litfaßsäule geltend gemacht. Hier ergab eine Prüfung der Verwaltung aber, dass diese Anlage nicht im Sichtdreieck steht. Wegen der hohen Anzahl der Radfahrenden in diesem Bereich prüft die Verwaltung dennoch die Versetzung an einen Ersatzstandort. Zusätzlich wurde das sichtbehindernde Parken unter der Brücke durch die Installation von Pollern verhindert. Eine Verbesserung der Beleuchtung – die eben- falls von Bürgerinnen und Bürgern gefordert wurde - erfolgt nicht, da die Grundhelligkeit am Tag ge- währleistet ist. Die drei anderen Unfälle wären mit angemessenen verkehrstechnischen Maßnahmen nicht zu ver- hindern gewesen. Anlagen Anlage 1 – Unfallhäufungen 2018 Anlage 2 – Tödliche Verkehrsunfälle 2018
BV 2 - Anlage 1 - Unfallhäufungen 2018
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Unfallhäufungsstellen 2018 im Bezirk Rodenkirchen Anlage 1 Standort Stadtteil Verkehrs- unfälle der Kategorie 1 - 4 davon Verkehrs- unfälle mit Fuß- gängern davon Verkehrs- unfälle mit Rad- fahrern Unfallfolgen (T - Getötet / SV - Schwer- verletzt / LV - Leicht- verletzt Maßnahmen sind erfolgt Maßnahmen in Vor- bereitung / werden geprüft Kreuzung wurde überprüft - keine geeigneten Maßnahmen ersichtlich Bayenthalgürtel/Goethestraße/Schillerstraße Marienburg 8 0 0 1 SV, 9 LV X Bonner Landstraße/Friedrich-Ebert- Straße/Rodenkirchener Straße Hahnwald 10 0 4 2 SV, 8 LV X Bonner Straße/Bayenthalgürtel Marienburg 14 2 3 2 SV, 11 LV X Brückenstraße/Frankstraße Rodenkirchen 4 0 0 3 LV X Höninger Weg/Am Vorgebirgstor/Pohligstraße Zollstock 9 1 3 1 SV, 8 LV X Höninger Weg/Gottesweg Zollstock 4 1 1 4 LV X Industriestraße/Bunsenstraße Godorf 4 0 0 7 LV X Industriestraße/Emil-Hoffmann-Straße Rodenkirchen 6 0 3 2 SV, 4 LV X Kerkrader Straße / Anschlussstelle Godorf Ost Immend orf 5 0 0 1 SV, 5 LV X Militärringstraße/Heinrich-Lübke-Ufer/Oberländer Ufer Marienburg 5 0 0 5 LV X Militärringstraße/Konrad-Adenauer- Straße/Leyboldstraße Marienburg 7 0 0 3 SV, 5 LV X X Kategorie 1 2 3 4 Unfall mit Leichtverletzten (LV) Unfall mit erheblichem Sachschaden Unfall mit Getöteten (T) Unfall mit Schwerverletzten (SV)
BV 2 - Anlage 2 - Tödliche VU 2018
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Anlage 2 Datum Uhrzeit Bezirk Straße Beteiligung (Alter) Folgen Ursache 26.04.2018 22:27 Zollstock Militärringstraße/Oberer Komarweg/Am Eifeltor Pkw (22) - KKrad (50) 1 T (50) Linksabbiebender Pkw-Fahrer kollidiert mit dem Kkrad, Kkrad möglicherweise nicht beleuchtet 13.07.2018 10:50 Godorf Kerkrader Straße Lkw (35) - Pkw (26) 1 T (35) - 1 SV (26) Lkw kippt auf Zubringer um, trifft Pkw, der in Leitplanke fährt 16.07.2018 11:18 Marienburg Heinrich-Lübke-Ufer - unterhalb Rodenkirchener Brücke R (58) - Pkw (21) 1 T (58) - 1 LV (21) R überquert unvermittelt die Fahrbahn und wird von Pkw erfasst 30.10.2018 20:45 Raderthal Brühler Landstraße/Militärringstraße Krad (24) - Pkw (42) 1 T (24) - 1 LV (42) Pkw-Fahrer touchiert Krad-Fahrer beim Spurwechsel. F - Zu Fuß gehende Person T - Getötete Person Krad - Motorradfahrende Person SV - Schwerverletzte Person Kkrad - Mofa- oder Motorroller fahrende Person LV - Leichtverletzte Person R - Radfahrende Person Tödliche Verkehrsunfälle das Jahres 2018 im Stadtbezirk Rodenkirchen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (32)
- Militärringstraße
- Vorgebirgstraße
- Frankstraße
- Brückenstraße
- Emil-Hoffmann-Straße
- Industriestraße
- Leyboldstraße
- Bonner Landstraße
- Bonner Straße
- Kerkrader Straße
- Gustav-Heinemann-Ufer
- Heinrich-Lübke-Ufer
- Höninger Weg
- Am Eifeltor
- Am Vorgebirgstor
- Konrad-Adenauer-Straße
- Friedrich-Ebert-Straße
- Rodenkirchener Straße
- Brühler Landstraße
- Schönhauser Straße
- Raderthalgürtel
- Bayenthalgürtel
- Oberer Komarweg
- Brühler Straße
- Schillerstraße
- Oberländer Ufer
- Goethestraße
- Pohligstraße
- Hauptstraße
- Bunsenstraße
- Bischofsweg
- Gottesweg
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Details
- Aktenzeichen
- 1359/2019
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 07.05.2019
- Erstellt
- 11.04.2019 15:45