2646/2019
Werkstattverfahren Hallen Kalk Hier: Integrierter Plan als Grundlage der weiteren Bearbeitung
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Anlage 4 Umgang Anregungen Werkstattgespräch 2
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Eingegangene Anregungen, Werkstattgespräch 2 2. Juli 2019 Anregungen Stellungnahme der Verwaltung Begleitgremium Planung wird positiv zur Kenntnis genommen Wird zur Kenntnis genommen. Dauerhafte Lösung Dirt-Track erforderlich, weitere Prüfungen, insbesondere des Grünzugs, werden empfohlen Weitere Prüfungen zur Ermittlung eines geeigneten Standortes erfolgen. Ein entsprechender Beschlusspunkt ist in der Beschlussvorlage aufgeführt. Standortvorschläge für die Pflanzstelle und Vision werden begrüßt Die Standorte von Pflanzstelle und Vision e.V. sind Bestandteil des Integrierten Plans, welcher den Gremien zum Beschluss vorliegt. Berücksichtigung von Mitteln zur Verlagerung von Dirt-Track und Vision e.V. Ein entsprechender Beschlusspunkt wurde in der Beschlussvorlage integriert. Zudem wird geprüft, welche Maßnahmen sich durch Fördermittel umsetzen lassen. Beteiligungsformat als offen und selbstverantwortlich wird begrüßt Wird zur Kenntnis genommen. Öffentlichkeit 1. Städtebau und Architektur Vorgestellte Überarbeitung wird insgesamt begrüßt. Wird zur Kenntnis genommen. 1.1 Geschossigkeit (6-8 Geschosse) wird als zu hoch wahrgenommen, Orientierung an Nachbarhalle (damit max. 4 Geschosse) wird empfohlen Die Bebauung soll sich angemessen in die Bestandssituation einfügen. Sowohl das Kalk Karree als auch der Neubau südlich des Kalk Karrees wurden mit 6 Geschossen ausgeführt, so dass 6 Geschosse als Basishöhe mit städtebaulich zu begründenden Aufstockungen als angemessen erachtet werden. Darüber hinaus wurde das Baufeld zugunsten des Grüns und neuer Freiflächen reduziert und konzentriert. Die vorgeschlagene mögliche Höhenentwicklung bietet gleichwohl die Chance Flächen für Wohnen und andere Nutzungen zu schaffen. 1.2 Begrünte Fassaden und Dächer sollen im Bebauungsplan festgesetzt werden Wird vorgesehen. 2. Nutzungskonzept 2.1 Erhalt der Pflanzstelle an heutigem Standort wird positiv gesehen Wird zur Kenntnis genommen. 2.2 Das Migrationsmuseum DOMID e.V. als Wird zur Kenntnis genommen. Umgang mit Anregungen Werkstattgespräch 2 Anlage 4 künftiger Nutzer der Halle 70 wird positiv gesehen 2.3 Kleinteiligkeit und Diversität werden gelobt Wird zur Kenntnis genommen. 2.4 Anteil zwischen Büroflächen und Wohnflächen wird kritisiert, Wunsch nach mehr Wohnfläche statt Büroflächen Für das auch im Rahmen des zweiten Werkstattgesprächs als generelles Ziel formulierte gemischte vielfältige Quartier sind auch andere Nutzungen in unterschiedlichen Bauformen erforderlich. Durch die gewerblich industrielle Nutzung südlich der Dillenburgerstraße können sensible Wohnflächen räumlich nicht ohne weiteres vergrößert, angeordnet werden. Dies ist ein prägender Faktor für die Flächenzuordnung gewesen und hat weiterhin Bestand. Im Rahmen des vorgesehenen Bebauungsplanverfahrens werden die genaue räumliche Zuordnung und die sich daraus ergebenden Hochpunkte mit Hilfe eines Schallgutachtens differenziert justiert werden. 2.5 Geförderter und bezahlbarer Mietwohnungsbau wird anstelle von Eigentumswohnungen präferiert Das Konzept des Teams BeL Sozietät sieht als Ziel eine Mischung zwischen gefördertem, preisgedämpften und freifinanziertem Wohnen. Durch die Anwendung des Kooperativen Baulandmodells ist ein Anteil von 30% öffentlich gefördertem Wohnungsbau ab 20 Wohneinheiten bzw. ab 1.800qm Geschossfläche festgesetzt. Das Verhältnis zwischen Miet- und Eigentumswohnungen kann planungsrechtlich nicht festgesetzt werden. 2.6 Wohnungen sollen nicht zu Lasten unversiegelter Flächen entstehen Es wurde ein Kompromiss zwischen Freiflächen und neuen Wohnungen geschaffen, indem mehr Freiraum und im Gegenzug eine höhere Bebauung vorgesehen wurde. Bei der Gegenüberstellung zwischen der heutigen Versiegelung und der Versiegelung im Rahmen der Planung, kann festgestellt werden, dass der Anteil der entsiegelten Flächen von ca. 11% auf etwa ca. 37% steigt. 2.7 Erdgeschosszonen sollen öffentlich genutzt werden, um soziale Kontrolle zu gewährleisten Es werden Vorrausetzungen für öffentlich genutzte Erdgeschosszonen geschaffen. 2.8 Öffentliche Küche soll in Freiraumhalle entstehen Die Planung ermöglicht eine gastronomische Nutzung, wie zum Beispiel in Form einer öffentlich zugängliche Küche, in der Freilufthalle. 3. Verlagerung des Dirt-Track der AbenteuerHallen Kalk 3.1 Neuer Standort Dirt-Track soll räumlich nah an den AbenteuerHallen liegen und eine Das Umfeld der AbenteuerHalle wird für eine künftige Nutzung des Dirt-Tracks weiter geprüft. vergleichbare Größe aufweisen. Die Nähe ist für die Aufsicht, Sanitärräume und Verpflegung erforderlich. Ein sofort verfügbarer und dauerhaft nutzbarer Standort hat Priorität. Favorisiert wird eine Fläche nördlich der AbenteuerHalle an der Wiersbergstraße. Ein entsprechender Beschlusspunkt wurde der Beschlussvorlage hinzugefügt. 4. Quartiershof 4.1 Öffnung des Blockinnenbereichs zwischen Halle 63 und Dillenburgerstraße zur selbstverwalteten Zwischennutzung durch lokale Vereine und Initiativen bis Herbst 2019 zur Belebung des Areals und Erprobung von Nutzungen Der Innenhof verfügt weder über Wasser-, Abwasser- noch Stromanschlüsse, so dass heute keine Genehmigung von Nutzungen auf dem Areal möglich ist. Darüber hinaus besteht teilweise in den Gebäuden im Quartiershof ein Gefahrenpotential durch Einsturzgefahr. Die Verlegung entsprechender Leitungen durch Rheinenergie und Stadtentwässerungsbetriebe sowie die Sanierung der Gebäude ist kurzfristig, und damit noch vor der Vergabe der Grundstücksflächen, nicht realistisch. 5. Vision e.V. 5.1 Drogenkonsumraum wird im Areal befürwortet, jedoch werden Konflikte mit Drogennutzern auf den öffentlichen Grünflächen sowie Kita-flächen und Privatgärten befürchtet Der Vision e.V. sowie Drogenkonsumraum werden aufgrund der notwendigen Anbindung an die Neuerburgstraße im südlichsten der Neubauten in einem separaten Gebäude vorgesehen. Im Umfeld werden Nutzungen mit Schwerpunkt Gewerbe geplant. Die Kita wie auch Privatgärten der Wohnungen befinden sich somit nicht in unmittelbarer Nähe. Der Zugang soll über die Grünfläche erfolgen, während der Zugang der Kita entgegengesetzt, von der neuen Straße aus, vorgesehen wird. 6. Grün- und Freiflächen 6.1 Erhöhter Grünflächenanteil im Plangebiet wird begrüßt, teils wird eine weitere Erhöhung gewünscht. Die Planung sieht eine maximal mögliche Begrünung bei gleichzeitiger baulicher Ergänzung vor. Erst mit einer Belebung durch neue Anwohner und Arbeitende im Areal kann ein lebendiger und gleichzeitig durch soziale Kontrolle sicherer Ort geschaffen werden. 6.2 Zusammenhängende Grünflächen, naturbelassen gestaltet mit vielfältigem, qualitätvollem Angebot für die Nutzer unterschiedlicher Altersgruppen gewünscht. Wird in weiterer Konkretisierung der Planung berücksichtigt. 6.3 Wasserflächen in Grünflächen und Freiräumen gewünscht In wie weit Wasserelemente verwendet werden können, wird im weiteren Verfahren geprüft. 6.4 An öffentliche Grünflächen grenzende Privatgärten sollen ohne räumliche Abgrenzung durch Zäune zeitlich unbegrenzt offen gestaltet sein, so dass Grundeigentümer können grundsätzlich ein unbefugtes Betreten des eigenen Grundstücks verbieten und damit einen Zaun als Trennung vorsehen. der Grünraum als zusammenhängende Fläche wahrgenommen wird. Entsprechende Regelungen sollen in einem städtebaulichen Vertrag zwischen Stadt und künftigen Grundstücksinhabern aufgenommen werden. Es ist zwischen Raumeindruck und Eigentumsverhältnissen zu differenzieren. Der Raumeindruck ist Gegenstand der Freiraumplanung. Die Gestaltung eines angemessenen Übergangs zwischen Privatgärten und öffentlichen Grün ist Teil der weiteren Planung und kann in entsprechende Festsetzungen im zu erstellenden Bebauungsplan einfließen. 6.5 Öffentliche Beteiligung während der Konzepterarbeitung der Grünflächen gewünscht Bei einer Konkretisierung der öffentlichen Grünflächen wird eine öffentliche Beteiligung vorgesehen. 7. Verkehrskonzept 7.1 Minimierung des motorisierten Individualverkehrs gewünscht. Wird zur Kenntnis genommen. 7.2 Flächen und Infrastruktur für zukunftsfähige Mobilitätsformen vorsehen (z.B. Elektromobilität, Sharing, Lastenräder etc.) Entsprechende Flächen werden im Rahmen der weiteren Planung vorgesehen. 7.3 „Hallen Kalk autofrei“, nur Fahrrad- und Fußwege sowie explizit ein Radweg entlang des Grünzugs. Ziel der Planung ist eine weitest mögliche Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs Gleichwohl ist eine autofreie Siedlung nur im Falle eines Gesamtentwicklers realisierbar, welcher entsprechende Erschließungsstraßen eigenständig unterhält. Durch den deutlichen Wunsch einer kleinteiligen Entwicklung sind entsprechende Voraussetzungen zu schaffen, indem eine öffentlich befahrbare Straße entlang der Neubauten vorgesehen wird, welche eine Parzellierung einzelner Grundstücke ohne Baulasten ermöglicht. 7.4 Erweiterung der Tiefgarage zur Aufnahme von Stellflächen, welche sich heute entlang der Neuerburgstraße befinden. Die Planung sieht Neubauten entlang der Freilufthalle vor, welche mit privaten Tiefgaragen unterbaut sind. Die öffentlichen Stellplätze lassen sich deshalb hier nicht unterbringen. Die Neuerburgstraße entspricht nicht den heutigen Straßenstandards. Fahrzeuge parken ohne räumliche Zonierung entlang der Straße. Künftig wird geklärt, in wie weit eine Erneuerung der Straße auch unter dem Aspekt einer Reduktion des motorisierten Individualverkehrs durch eine Neuordnung/ Zonierung des Straßenraums erfolgt. 7.5 Grundsätzlich besteht der Wunsch nach einer Verringerung der Stellplatzzahl im Siehe auch Punkt 7.3 Quartier. Tiefgarage wird positiv gesehen Wird zur Kenntnis genommen. 7.6 Nutzung der Stellplätze im südlich der Dillenburgerstraße befindlichen größtenteils ungenutzten Parkhaus anstelle von neuen Stellplätzen im Areal Bisherige Prüfungen diesbezüglich konnten keine positive Lösung erzielen, da die Stellplätze in dem Parkhaus südlich der Dillenburgerstraße für die Nutzung des Kalk Karrees per Baulast gesichert sind. 8. Grundstücksvergabe und Projektentwicklung 8.1 Gemeinwohlorientierte Grundstücksvergabe gewünscht. Wird zur Kenntnis genommen und im Rahmen der Vermarktungsstrategie vertieft. 8.2 Gesamtes Areal soll nicht an einen Entwickler gegeben werden, sondern kleinteilige Vergaben der Grundstücke stattfinden Die integrierte Planung berücksichtigt explizit eine „kleinteilige“ Vermarktung, indem die Neubauten über eine öffentliche Straße erschlossen werden können. 8.3 Alternativen können sein: Vergabe an Genossenschaft oder Stiftung, Konzeptvergabeverfahren, Verpachtung durch die Stadt in Form eines Community Land Trust bzw. Erbbaurecht Die Vorschläge werden geprüft und in einem nächsten Schritt eine Vermarktungsstrategie ermittelt. 8.4 Anwendung Kooperatives Baulandmodell wird gewünscht Das Kooperative Baulandmodell wird für die Neubauten ab einer Wohneinheitenanzahl von 20 bzw. ab einer Geschossfläche von 1800qm angewandt. 9. Soziale Strukturen 9.1 Ehrenamtliches Engagement durch Initativen und Vereine zur aktiven Quartiersentwicklung ist in weiterer Planung und Umsetzung zu berücksichtigen Wird zur Kenntnis genommen. 10. Beteiligungsprozess 10.1 Offenes und eigenverantwortliches Beteiligungsformat wird gelobt Wird zur Kenntnis genommen. 10.2 Umgang mit Anregungen sollen transparent in Form von Stellungnahmen zu den einzelnen Punkten erfolgen. Die Stellungnahme soll dem Beschluss des Konzeptes beigefügt werden. Wurde umgesetzt. 10.3 Fortführung der Bürgerbeteiligung in Form von themenbezogenen Beteiligungsformaten für die weitere Konkretisierung und Umsetzung der Planung gefordert In wie weit weitere Beteiligungen themenbezogen erfolgen, ist im weiteren Planungsprozess zu klären. 10.4 Runder Tisch zur Standortfindung Dirt- Track mit Stadt Köln, AbenteuerHalle, Bildungscampus und Leitern der KTS Die Verwaltung befindet sich derzeit in enger Abstimmung mit den entsprechenden Akteuren und arbeitet lösungsorientiert an einem Standortvorschlag. Ein zusätzlicher Runder Tisch ist deshalb nicht vorgesehen. 10.5 Runder Tisch mit Sozialraumanagement, In wie weit weitere Beteiligungen, in ähnlicher Quartiersmanagement ähnlich zur Quartiersentwicklung Kalk-Nord einzurichten Form wie der Tisch zur Quartiersentwicklung Kalk-Nord erfolgen, ist noch zu klären. Siehe auch Punkt 10.3 10.6 Wunsch nach einfacherer Sprache während der Veranstaltung, um Kinder und Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen Bei kommenden Veranstaltungen wird dieser Aspekt verstärkt beachtet. 10.7 Nur ein kleiner, nicht repräsentativer Teil der Bevölkerung nimmt an der Veranstaltung teil Beteiligungsverfahren sind für bestimmte Zielgruppen besonders attraktiv, z.B. für Personen mit beruflicher Vorerfahrung, politischem Interesse, bürgerschaftlichem Engagement, zur Verfügung stehende Zeit. Leider ist es in dieser und anderen Beteiligungsveranstaltungen nicht gelungen das breite Spektrum der Bevölkerung abzubilden. Die Verwaltung bemüht sich kontinuierlich im Austausch mit dem Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Köln um Verbesserung.
Anlage 5 Dokumentation Werkstattgespräch 1 + 2
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Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Anlage 5 Logo und Porträt © Stadt Köln 2 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Signet HALLEN KALK MACHBARKEITSSTUDIE HALLEN KALK 18. Februar bis 02. Juli 2019 Dokumentation Werkstattgespräche 1 und 2 18. Februar 2019 | Kaiserin-Theophanu-Schule, Köln 02. Juli 2019 | Abenteuerhalle Kalk, Köln 3 Gemeinsam mit Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger und Kalker Initiativen, haben wir eine Vision für den Kalker Süden entwickelt. Wir blicken zurück auf einen spannenden Entwicklungs- prozess, beginnend mit dem Werkstattverfahren Hallen Kalk im Sommer 2017. Neugierig starteten wir in das Verfahren; gemeinsam erkundeten wir das Areal und entdeckten die städtebauliche Kraft der Hallen Kalk. Mit einer Welle unterschiedlicher Ideen aus den Werkstät- ten starteten die drei Planungsteams BeL Sozietät für Architektur, Trint + Kreuder und De Zwarte Hond in den Planungsprozess. Durch den behutsamen Umgang mit der Bausubstanz, einschließlich der Idee einer Freilufthalle, das Feingefühl für die Akteure vor Ort mit der Planung eines Kulturho- fes und die Vision einer stadtteilorientierten Entwicklung als ökonomische Perspektive konnte das Team BeL Öffentlichkeit und Begleitgremium überzeugen. In der weiteren Durcharbeitung und Prüfung mussten einige prägende Ideen leider räumlich aufgeben wer- den. Der mutige Vorschlag des Teams BeL einer Schule in den großen Bestandshallen konnte nicht weiterver- folgt werden. Mit dem „Bildungscampus für Alle“ des Erzbistums Köln an der Christian-Sünner-Straße wird der Standortvorschlag des Teams Trint + Kreuder aktuell in einem Realisierungswettbewerb konkretisiert und ein Schlüsselbaustein für die Gesamtentwicklung zeitnah umgesetzt werden. Die Bühnen Köln fanden zwischen- zeitlich außerhalb des Planungsgebietes in Kalk einen Ort für die angedachten Werkstätten und Lagerflächen. Durch den veränderten Schulstandort musste für das Herzstück des Areals eine neue Nutzung und Struktur gefunden werden. Im Rahmen der vertiefenden Mach- barkeitsstudie hat das Team BeL ausgehend von den Ergebnissen des Werkstattverfahrens im öffentlichen Diskurs in zwei Werkstattgesprächen dieses Jahr eine tragfähige Lösung entwickelt: Die Freiraumhalle als zentrales Gestaltungselement eines Kalker „Wohnzim- mers“ wurde im Spannungsfeld des präziser konturier- ten Neubaufeldes und der potentiellen Großstruktur für das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) in Halle 70 eingebet- tet. Gleichzeitig konnte die bereits vorhandene Planung für einen neuen Grünzug in Kalk maßgeblich ausgebaut werden und damit ein wesentlicher Baustein des öffentli- chen Diskurses in die Planung integriert werden. Ich freue mich, dass der Spannungsbogen zwischen einer wirtschaftlich tragfähigen Konzeption, Flächen für bürgerschaftliches Engagement bereitzustellen und einer umfangreichen Grün- und Freiflächenausstattung in Kalk gelungen ist. Markus Greitemann Beigeordneter Dezernat VI - Stadtentwicklung, Planen und Bauen, Stadt Köln Vorwort des Beigeordneten für Stadtentwicklung, Planen und Bauen 4 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche 5 V orwort 1 Ausgangssituation, Plangebiet und Aufgabe 2 Verfahrensablauf 3 W erkstattgespräch 1 4 W erkstattgespräch 2 5 Ergebnis der Machbarkeitsstudie 6 Anregungen der Öf fentlichkeit im Werkstattgespräch 2 7 Fotodokumentation der Beteiligungsergebnisse 8 Ausblick 9 Beteiligte Impressum und Abbildungsnachweis 3 6 12 14 18 20 28 34 52 54 58 Inhalt 77 76 Museum Ludwig 75 Schauspiel Köln Pflanzstelle Vision e.V. Bildungscampus Erzbistum Köln 71 70 60 Erlebnis inklusiv e.V. 63 58 Lager Roncalli 59 Abenteuer Hallen 6 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche 2017 wurde das kooperative, städtebauliche Werkstatt- verfahren Hallen Kalk durchgeführt. Drei interdisziplinä- re Planungsteams waren beauftragt, im Dialog mit der Öffentlichkeit und einem Begleitgremium ein realisier- bares Gesamtkonzept für einen Teil des ehemaligen Geländes des Unternehmens Klöckner Humboldt Deutz AG in Köln-Kalk zu erarbeiten. Das Gelände prägte jahrzehntelang als aufstrebender Produktionsstandort des Maschinenbaus den Stadtteil Köln-Kalk. In Folge des wirtschaftlichen Strukturwan- dels wurde Ende der 1990er Jahre die Nutzung der Werkshallen durch das Unternehmen aufgegeben. Für einzelne Hallen wurden Nachnutzungen gefunden, an- dere wurden abgebrochen. Heute weist das Plangebiet aufgrund von Mindernutzung und allgemein fehlenden stadtplanerischen Zielsetzungen zahlreiche städte- bauliche Missstände auf. Das Areal befindet sich in städtischer Hand und stellt durch seine Nähe zur Kalker Hauptstraße ein großes Potential für die städtebauliche Entwicklung im Kalker Süden dar. Am 28.04.2015 wurde der Erhalt und die Umnutzung der Hallen durch die Bezirksvertretung Kalk beschlos- sen. Am 30.03.2017 beauftragte der Stadtentwicklungs- ausschuss der Stadt Köln die Verwaltung mit der Durch- führung eines Planungsverfahrens zur städtebaulichen Entwicklung des Gesamtareals. 1.1 Ausgangssituation 1.2 Städtebauliches W erkstattverfahren 2017 Ziel des städtebaulichen Werkstattverfahrens Hallen Kalk war es, die konzeptionellen Grundlagen für die zu- künftige Entwicklung des Kalker Südens zu legen. Hier- zu war ein nutzungsstrukturelles, städtebauliches und freiraumplanerisches Konzept zu erarbeiten, welches eine wirtschaftliche Umsetzbarkeit gewährleistet. Als Bestandsnutzungen waren die Bühnen der Stadt Köln in Halle 75, die Peter und Irene Ludwig Stiftung in Halle 76, AbenteuerHallenKalk in Halle 59, Vision e.V. und Pflanzstelle an der Neuerburgstraße sowie der Dirt-Track „Trails59“ an der Christian-Sünner-Straße zu erhalten. Zwingend einzuplanen waren zudem eine weiterführende Schule, eine Kindertagesstätte, eine Jugendeinrichtung in Halle 60, eine öffentliche Nutzung mit kulturellem Schwerpunkt in der Halle 77. Darüber hinaus sollte die Unterbringung ergänzender Nutzungen wie zum Beispiel Wohnen und Arbeiten geprüft werden. Die im Bebauungsplan festgesetzte Grünfläche als Ver- bindung von Neuerburg- und Wiersbergstraße musste in die Planung einbezogen werden. Darüber hinaus sollten weitere Grün- und Freiflächen zur Verbesserung der Grünversorgung im Stadtteil geschaffen werden. Schrägluftbild mit Hallennummerierung © DOMpublisher Hallen Kalk BeL Sozietät für Architektur, Köln Studio Vulkan, Zürich Prof. Dr. Ing. Dipl. Volkw. Guido Spars, Bergische Universität Wuppertal Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen, Aachen Südlich der Kalker Hauptstraße liegt ein Ort großer, leerer Räume im Halbschlaf. Das ehemalige Humboldtareal. Die Hallen Kalk bestehen aus einer Vielzahl sehr großer, monumentaler, industrieller Räume die bislang bis auf zwei Ausnahmen nicht öff entlich zugänglich sind. Dies wird sich ändern: Die Hallen Kalk werden gemeinschaftliche und öff entliche Räume. Die fußläufi ge gemischte Stadt geht dann bis an die Dillenburger Straße. Um Gemeinschaftlichkeit und Urbanität herzustellen wenden wir unterschiedliche Strategien zur Durchmischung an. Die Strategien sind aus den Qualitäten der vorhandenen Räume der Hallen Kalk entwickelt ohne sie komplett zu überformen. Aus den bestehenden Nutzungen entsteht ein dichtes Gefüge aus synergetischen Programmen. Mischung in zwei Größen, groß und sehr groß Bis 3.500 m2 Größe bekommen die Hallen Kalk eine eindeutige Nutzung. So entstehen Markthalle, Schulhalle, Festhalle, Atelierhal-le, Tanzhalle, Handwerkerhalle, Abenteuerhalle, Schauspielhalle, BMX-Park und Wohnhof. Im Nebeneinander dieser großen Einheiten entsteht ein Gefl echt vielfältiger Nutzungen, das die Stadträume rundum mit Leben erfüllt. Ist die Fläche oder der Raum größer - bis 10.000 m2 - wird sie mehrdeutig genutzt. Unterschiedliche Nutzungen liegen dann über- und ineinander, zeitlich versetzt oder zeitgleich; ihre Berührung befruchtet das menschliche Miteinander. So wird die Halle 70 durch das Entfernen der Oberlichtverglasung zur großen Freiraumhalle. Hier mischen sich Schulhof, Sportfl ächen, Kindergarten, Pfl anz-stelle, Gewächshaus und Mensa / Restaurant zu einem eindrucksvollen und vielschichten Raum. Die Einzigartigkeit dieses überdeck-ten doch der Witterung geöff neten Raumes fügt Kalk einen bedeutenden Ort der Identifi kation hinzu. Angesichts seiner schieren Größe und monumentalen Länge kann sich niemand der Erhabenheit des Raumes entziehen, seine Nutzungsoff enheit ist kulturübergreifend und konstitutiv für die Entwicklung des neuen Quartiers. Hallenschule und Freiraumhalle Park und Freiraumhalle bilden das Zentrum des Hallenquartiers. Untrennbar durch ihren in der Freiraumhalle platzierten Schulhof verbunden wird die Kernschule passgenau in die Struktur der Halle 71 einfügt: unter deren Oberlicht entsteht ein hoher, längs-gerichteter Raum der die Klassenhäuser erschließt und zu einer wettergeschützten Schulstraße verbindet. Die Schule ist ein komplexes Gefüge charaktervoller Räumn. Viele dieser Räume dienen nicht nur exklusiv der Schule als Lernräume, sondern stehen auch anderen Programmen des Quartiers off en. Um dies zu ermöglichen besteht die Schule aus der abtrennbaren Kernschule mit den Klassenräumen in Halle 71; alle gemeinschaftlichen, speziellen, öff entlichen Räume der Schule sind so angeord-net, dass sie für die Öff entlichkeit zugänglich bleiben. Die Wege von Schülerinnen und Bewohnerinnen und Arbeitenden zu diesen Orten überlagern sich. Die Hallen Kalk werden zu einer Sammlung von Lernräumen. Die Schulmensa ist als Mittags- und Abendessensort für das Viertel entwickelt, der am Palmengarten die Freiraumhalle überblickt. Die Aula ist in die große Festhalle eingeschrieben, hier können auch Hochzeiten gefeiert werden, die Genossenschaft kann hier ihre Gründung beschliessen. Die T urnhalle liegt am Park, so dass sie nachmittags und abends von Vereinen und freien Sportgemeinschaften genutzt wird. Im Kostenvergleich eines Schulneubaus mit dem Einbau der Schule in die Hallen 71 und 70 ist der Einbau um 10% preiswerter und bietet herausragende architektonische Qualitäten. An der Außenseite der Halle 71 lagert sich die Handwerkerkrippe für kleine bis mittlere Werkstätten an, sie dient als Inkubator städtischer Produktion. Freiraum Die vorhandenen und neu entstehenden großen Freiräume können in ihrer Robustheit viel vertragen und schaff en den in Kalk dringend benötigten Freiraum mit sehr unterschiedlichen Qualitäten. Die großen, räumlichen Qualitäten industrieller Hallen wird in städtisches Leben überführt, das in dieser Mischung in Köln einzigartig ist. Der größte neue Freiraum ist der Park, der als neuer städtischer, polyvalenter Raum Picknick, Ballspiel, T reff en, Spiel und Sonnen aufnimmt und vor dem Panorama des Hallenkonglomerates liegt. Die Höhe der Bepfl anzung mit Bäumen nimmt von Westen nach Osten zu, so bleibt der Blick auf die schöne Silhouette der Hallen Kalk erhalten. Die weiteren dazu senkrecht verlaufenden kleineren Freiräume sind gemäß ihrer Größe eindeutig gewidmet, es gibt einen Aktivitäts-hof und einen Gartenhof. Hier diff erenziert sich der Grad der Öff entlichkeit in den Freiräumen. Während einige T eilräume sich selbstverständlich der Stadt öff nen, sind andere Räume in ihrer Ruhe erst zu entdecken. Genossenschaft Hallen Kalk Es ist eine einmalige Chance, dass die Grundstücke der Hallen Kalk in städtischem Besitz sind. Dies ermöglicht eine Entwicklung als kooperatives Modell, das über einen langen Zeitraum gedacht doch sofort beginnen kann und mit niederschwelligen Zwischennutzungen arbeitet. Die Umnutzungen sind einfach und niederschwellig: In großen T eilen müssen die Gebäude nur gesichert, Löcher im Dach gefl ickt oder Bereiche geöff net werden. Die Umbauten sind als Einbauten entwickelt, so dass dort gedämmte Räume entstehen, wo sie gebraucht werden, Gemeinschaftsfl ächen werden im regensicheren Hallenklima angeboten. Es entstehen Schulhalle, Festhalle, Atelierhalle, Tanzhalle und Handwerkerhalle, die das Programm der vorhandenen Abenteuerhalle und Schauspielhalle ergänzen. Initiiert wird die Entwicklung von der Gründung der Genossenschaft Hallen Kalk, die einen Großteil der Grundstücke von der Stadt erwirbt. Die weitere Entwicklung wird durch die Gründung der Hallenschule und die Renovierung der Kulturhallen und den Neubau der Werkstätten der Bühnen der Stadt Köln gefördert. Um den öff entlichen und gemeinschaftlichen Umbau der Hallen Kalk zu ermöglichen, werden einige herausragende Flächen als private Investitionsfl ächen entwickelt. Im Wechsel mit der größtenteils niedrigen Dichte der neu genutzten Hallen werden einzelne Parzellen hoher baulicher Dichte ausgewiesen, die für Investoren wirtschaftlich attraktiv der Stadt zur Querfi nanzierung anderer Bereiche des neues Quartiers dienen. Bei den Neubauten gilt das gleiche Prinzip wie bei der Umnutzung der Hallen, die Einheiten sind in ökonomisch sinnvoller Größe dicht miteinander verbunden und erzeugen städtische Dichte. Dabei gilt die Regel, dass die einzelnen Gebäude einer Nutzergruppe dienen und ein Programm anbieten: So wird es einen Büroturm geben, einen T urm mit Miniappartements, einen mit großen Wohnungen, einen urbanen Produktionsturm und einen Maisonettenriegel. Die Mischung entsteht in den Stadträumen wie Hof Straße dazwischen. Hier wird es multiprogrammatisch und heterogen. Die Grundstücke sind mit einer Realteilung entwickelt, die T urnhalle auf einem städtischen Grundstück steht neben dem Apartmentturm eines privaten Investors und neben der genossen-schaftlichen Handwerkerhalle. Konglomerat und Haus am Garten Das Gebiet wird neben der intensiven Bestandsaktivierung mit zwei Neubaufeldern entwickelt. Hier entstehen ungefähr 60.000 m2 Flächen zum Arbeiten und Wohnen. Im breiteren Baufeld zwischen Halle 70 und den Kulturhallen 75, 76 und 77 entsteht eine Mischung aus öff entlichen und privaten Gebäuden. Wichtigster Baustein sind die Werkstätten die Bühnen der Stadt Köln, die sich als vielfältiger Arbeits- und Ausbil-dungsbetrieb in das Quartier einfügen und es ergänzen. Die Organisation und das Raumprogramm sind der Machbarkeitsstudie Bocklemünd entliehen. Zusammen mit der Außenseite der Halle 71, der Handwerkerkrippe, entsteht im unteren T eil des Aktivitätshofes ein Produktionscluster, welches durch das Produktionshochhaus an der Dillenburger Straße ergänzt wird. Vor der Westseite der Schule mit Bibliothek und Foyer steht die öff entliche T urnhalle am Park, der Aktivitätshof ist hier dem Sport gewidmet. Ein öff entlicher Durchgang führt zur Neuerburgstraße, hier stehen gegenüber der denkmalgeschützten Fassaden der Kulturhallen zwei unterschiedliche Wohnhäuser: Ein Wohnturm mit großen Apartments und ein langer Bau mit durchge-steckten Maisonetten. Das Haus am Park besteht aus zwei unterschiedlichen Gebäuden: einem Gewerbehaus zum Handwerkerhof und einem Wohnhaus den Wohnhäusern zugewandt. Beide leben vom Ausblick auf den BMX-Park. Quartiersmobilität Das Mobilitätskonzept der Hallen Kalk ertüchtigt die gute öff entliche Verkehrsanbindung im Norden und das noch auszuschöpfen-de Potential der Dillenburger Straße. Die unterschiedlichen Anbindungen (ÖPNV , Fuß und Rad, MIV) werden den unterschiedli-chen Mobilitätssystemen zugeordnet, eine kreuzungsarme Verzahnung der beiden Bereiche ist das Ergebnis. Im nördlichen Bereich gibt es große Fußgängerströme zu Schulbeginn, die Hollweghstraße und die Wiersbergsstraße werden zu autofreien, verkehrsberuhig-ten baumbestandenen Schülerboulevards. Fahrräder müssen sich hier an die Höchstgeschwindigkeit von 5-7 Stundenkilometern halten. Im südlichen Bereich wird produziert und gearbeitet, die Einfahrten und der Industriehof sind als Sackgassen ausgebildet. Der multimodale Verkehr wird von einem Quartierslogistiker erledigt, der auch über eine große Lastenfahrradfl otte verfügt. Das Fahrrad durchquert beide Bereiche, wobei die Neuerburgstraße und die Wiersbergstraße zu Fahrradstraßen umgewidmet werden, die über den Parkhausweg, über den Bahnweg zum äußeren Grüngürtel verbinden. Die ca. 1.300 Fahrräder sind an zahlreichen Standorten zielnah zu den Nutzungen untergebracht. Der Verkehr ist in den Fahrradstraßen getrennt, die Fußgänger besitzen breite Gehwege, Autos dürfen die Fahrradstraße benutzen (Autos frei), die Geschwindigkeit beträgt 30 Stundenkilometer. Der Stellplatzschlüssel ist stark reduziert und entspricht aufgrund der zeitlich abgestimmten Parkraumbewirtschaftung des Quartiers nicht der Kölner Stellplatzsatzung, zwei große Tiefgaragen unter den Neubauten dienen 500 PKWs. Der Lehrerparkplatz der Kaiserin-Th eophanu-Schule, der sich in der Planung befi ndet, wird mit dem Bau des Parks durch eine Belegung der Tiefgarage in Baufeld 2 ersetzt. Kreuzungsarme Verzahnung MIV / Fuß, Rad, ÖPNVLeitbild Ball + Spielwiese Grill + Piknik Aperoplatz am Park Grill + Piknik Sitznische Cafe/Gastro Vorplatz Spielplatz unter Bäumen Schulfreiraum am ParkDer Park Industriehof bmx Kalkerplatz Ottmar-Pohl Platz Werkhof Vorzone Neubau Pflanzstelle Gedenkgarten 1:2000 Freiraumkonzept Maßstab 1:2000 U U U S H H H 3 Min. laufen 5 Min. laufen H H H H H H U U Pfl anzstelle Schulhof in der Freiraumhalle Ottmar-Pohl-Platz Fahrradstraßen und verkehrsberuhigte Bereiche ermöglichen schnelle und sichere Verbindungen MIV + Anlieferung Palmengarten in der Freiraumhalle 7 Modellfoto Siegerentwurf © BeL Sozietät für Architektur | Studio Vulkan | Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen | Prof. Dr. Ing. Dipl. Volkw.Guido Spars Darstellung Freiraumhalle © BeL Sozietät für Architektur | Studio Vulkan | Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen | Prof. Dr. Ing. Dipl. Volkw. Guido Spars Die Konzeptfindung erfolgte in einem gemeinsamen Dialog von drei interdisziplinären Planungsteams: • BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen, Prof. Dr. Guido Spars • Trint + Kreuder d.n.a. architekten, Lill + Sparla, Brenner Bernard Ingenieure, CG-Gruppe • De Zwarte Hond, Topotek 1, Isaplan Ingenieure GmbH, Beos AG Im Rahmen von drei Werkstätten wurden gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Ideen zur zukünftigen Entwicklung des Areals gesammelt, die Konzepte und Ergebnisse der Planungsteams diskutiert und bewertet. Die Teams waren aufgefordert, die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger zu prüfen und nach Möglichkeit in ihren Konzepten aufzunehmen. Die Arbeit des Team 1 – BeL Sozietät für Architektur | Studio Vulkan Landschaftsarchitektur | Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen | Immobilienökonom Prof. Dr. Guido Spars wurde durch das Begleitgremium als Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Areals ausgewählt. Die hervorgehobenen Stärken des Konzep- tes waren eine klare städtebauliche Figur in Form eines großen intakten Ensembles aus Bestandshallen und eines neuen Baufeldes an der Neuerburgstraße sowie die Ermöglichung einer kleinteiligen Nutzungsstruktur mit Fokus auf kulturellen Nutzungen. Zudem wurde der mutige Vorschlag, eine Schule und eine „Freiraumhalle“ in den Hallen 70 und 71 einzubringen, befürwortet. 8 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche 1.3 Städtebauliche Machbarkeitstudie 2019 Erfordernis einer Machbarkeitsstudie Nach Abschluss des Werkstattverfahrens im Jahr 2017 stellte sich heraus, dass zwei essentielle Nutzungen des ursprünglichen Konzeptes aufgrund veränderter Rah- menbedingungen nicht mehr umsetzungsfähig waren. Darüber hinaus ergaben sich weitere neue planungsre- levante Erkenntnisse. Schulstandort Das Siegerkonzept sah die Errichtung der weiterführen- den Schule innerhalb der Hallen 70 und 71 vor. Die Ent- wicklung der Bestandsgebäude für eine Schulnutzung stellte sich als unwirtschaftlich und aufgrund mangeln- der Ressourcen und notwendiger Prioritätensetzung zur Sicherstellung des Versorgungsauftrags durch die Stadt als nicht leistbar heraus. Auch ein alternativer Schulträ- ger konnte für diesen Standort nicht gefunden werden. Durch das Erzbistum Köln wurde zeitgleich die Idee ei- nes „BildungsCampus“ als neues pädagogisches Schul- konzept an die Stadt herangetragen. Hierzu haben im Nachgang umfassende Abstimmungen stattgefunden. Ergebnis dieser Abstimmungen war eine vorgesehene Umsetzung des Projektes an der Christian-Sünner-Stra- ße, Ecke Heinrich-Bützler-Straße. Dieser Schulstandort wurde im Rahmen des Werkstattverfahrens von dem Team 2 Trint + Kreuder d.n.a. vorgeschlagen und durch das Begleitgremium als sinnvolle Alternative zu einer Umsetzung in den Hallen 70 und 71 hervorgehoben. Der Stadtentwicklungsausschuss und die Bezirksvertre- tung Kalk haben im Juni 2018 diesen Standortvorschlag zur Umsetzung beschlossen. Lagerflächen mit Werkstätten der Bühnen Im Kontext des Werkstattverfahrens wurde eine Nut- zung des Areals für die Werkstätten der Bühnen der Stadt Köln angeregt. Im Siegerkonzept wurde diese Idee aufgenommen. Eine Umsetzung der Lagerflächen der Bühnen innerhalb des Werksareals wurde nach umfassenden Abstimmungen von Seiten der Bühnen aufgrund zeitlicher Zwänge ausgeschlossen. Die Werk- stätten der Bühnen wurden aus diesem Grund nicht weiter im Plangebiet vorgesehen. Rahmenbedingungen der Machbarkeitsstudie: Neben dem Erfordernis zur Ermittlung neuer Nutzun- gen für die Bereiche der Schule und Lagerflächen der Bühnen waren folgende Rahmenbedingungen bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie zu beachten: Immissionsschutz An der Dillenburger Straße waren zur Vermeidung von Immissionskonflikten durch das südlich angrenzende Industriegebiet zwingend verträgliche Nutzungen zu platzieren. Nutzung der Hallen 70 und 71 Die Hallen 70 und 71 wurden als Ergebnis des Verfah- rens als stadträumlich wesentlich prägender historischer Identifikationsort eingeschätzt, weshalb der Rückbau ausgeschlossen wurde. Diese Einschätzung war nach wie vor bindend. Durch den Wegfall der im empfohlenen Konzept vorgesehenen Schulnutzungen in den Hallen, standen die Hallen für neue Nutzungen zur Disposition. Diese waren im Rahmen der Vertiefung der städtebauli- chen Planung zu entwickeln und zu präzisieren. Die Hallen waren als Großstruktur zu erhalten und sollten nicht kleinteilig zergliedert werden. Die Mach- barkeitsstudie sollte Lösungsansätze unterbreiten, die geeignet sind, die Umwandlung des ehemaligen Be- triebsgeländes in ein Stadtquartier zu gestalten. Hierbei war die Erschließung der Hallen auch in Nutzungsab- schnitten zu klären und die Durchwegung des Quartiers zu gestalten. Ebenso sollte das Verhältnis der Halle zur westlichen Freifläche und zwischen öffentlichen und privaten Bereichen thematisiert werden. Pflanzstelle, Dirt-Track und Vision e.V. Für die im empfohlenen Konzept an der Christian- Sünner-Straße, Ecke Heinrich-Bützler-Straße vorgese- henen Nutzungen (Dirt-Track, Pflanzstelle und Vision e.V.) waren aufgrund der Überlagerung durch die neue Schulplanung neue Standorte innerhalb des Plangebie- tes zu ermitteln. Die Zielsetzung des Werkstattverfah- rens, diese Nutzungen im Plangebiet zu erhalten, wurde damit weiterverfolgt. Kindertageseinrichtung Für die innerhalb der Hallen 70 und 71 geplante Kinder- tageseinrichtung war ein Alternativstandort zu prüfen. Die Integration der Kita in ein Wohn-/Bürogebäude wurde favorisiert. Bei der Planung von zusätzlichem Wohnraum in dem Areal war eine weitere Kindertages- stätte vorzusehen. Der Stadtentwicklungssauschuss hat in seiner Sitzung am 28.Juni 2018 daher die Verwaltung beauftragt, die städtebauliche Planung auf Grundlage der Empfehlun- werkstattverfahren hallen kalk ∙ trint+kreuder d.n.a. ∙ lill + sparla ∙ cg gruppe ∙ brenner bernard lageplan m 1:500 q u e r s c h n i t t 9 Lageplan mit Hervorhebung Schulstandort © Trint + Kreuder d.n.a. architekten | Lill + Sparla | Brenner Bernard Ingenieure | CG-Gruppe gen des Werkstattverfahrens unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse zu überarbeiten und zu vertiefen. Daraufhin wurde das Planungsteam BeL Sozietät für Architektur mit dem Landschaftsarchitekturbüro Studio Vulkan, dem Immobilienökonom Prof. Dr. Guido Spars sowie mit der Aurelis Real Estate mit der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie zur Fortführung der städtebau- lichen Planung für den Bereich zwischen Neuerburg- straße und Christian-Sünner-Straße / Wiersbergstraße beauftragt. Stadtklimatische Untersuchung Ausgehend von den Anregungen der Öffentlichkeit im Rahmen des Werkstattverfahrens 2017 zur Prüfung des Versiegelungsgrades sowie der klimatischen Folgen wurde eine stadtklimatische Untersuchung für das Werkstattareal in Auftrag gegeben, deren Erkenntnisse innerhalb der Machbarkeitsstudie zu berücksichtigen waren. Verkleinerung des Betrachtungsraumes Durch den neuen Schulstandort östlich der Christian- Sünner-Straße sowie der Zielsetzungen aus dem Werkstattverfahren 2017 zu den Nutzungen der Hallen westlich der Neuerburgstraße in From eines kulturellen Fokus (Schauspiel Köln, Museum Ludwig, kulturelle Nutzung Halle 77) einschließlich der Festlegung einer Wegeverbindung durch die Halle 76 zur Anbindung des Ottmar-Pohl-Platzes, bestanden für den östlichen und westlichen Bereich des Plangebietes bereits konkrete städtebauliche Zielsetzungen. Aus diesem Grunde wur- de der Betrachtungsraum auf ein rund 7,75 ha großen Kernareals zwischen Neuerburgstraße, Kaiserin-Theo- phanu-Schule, Wiersbergstraße, Christian-Sünner-Stra- ße und Dillenburger Straße lag. Neben der Ermittlung neuer Nutzungen für die wieder zur Disposition stehenden Bereiche, sollten die Nut- zungen im Gesamtkontext weiterentwickelt und vertieft betrachtet werden. In einer vertiefenden Bestandsanaly- se sollten die Restriktionen detailliert herausgearbeitet, das städtebauliche Konzept weiterentwickelt und eine stufenweise Umsetzungsstrategie erarbeitet werden. Sämtliche aktuellen Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Werkstattverfahren einschließlich der eingegange- nen Anregungen waren bei der Planung zu berücksichti- gen und abzuwägen. 10 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Darstellung der Verkleinerung des Plangebietes © Stadt Köln Verortung der Planungsempfehlungen des Lokalklimatischen Fachgutachtens © simuPLAN, Dipl. Met. Georg Ludes 11 3 DOKUMENTATION POLITISCHER BESCHLUSS: WERKSTATT- VERFAHREN DOKUMENTATION UND INFORMATION (ONLINE) Ideen sammeln und informieren KOOPERATIVES WERKSTATTVERFAHREN 2017 13. Mai 2017 30. März 2017 WERKSTATT 1: AUFTAKT WERKSTATT 2: HALBZEIT Konzepte diskutieren und beraten 09. Juni 2017 Juni 2017 WERKSTATT 3: FINALE Ergebnisse beraten und bewerten 08. Juli 2017 Juli 2017 KONKRETISIERUNG 2 Mai 2017 MITTEILUNG: ERGEBNIS / WEITERE UMSETZUNG Herbst 2017 1 KONZEPTION 0 VORBEREITUNG ENTZSCHEIDUNG GREMIUM ? ! !! 12 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche ÖFFENTLICHKEITPLANUNGSTEAM(S) BEGLEITGREMIUM (Experten, Vertreter aus Politik und Verwaltung) Akteure Termine + Phasen Im Anschluss an das kooperative städtebauliche Werk- stattverfahren Hallen Kalk, mit insgesamt drei Werkstät- ten zur Öffentlichkeitsbeteiligung, erfolgte ab 2018 die Erarbeitung der städtebaulichen Machbarkeitsstudie durch das Planungsteam um BeL Sozietät für Archi- tektur. Im Rahmen von zwei Werkstattgesprächen im Jahr 2019 waren alle Bürgerinnen und Bürger eingela- den ihre Ideen und Anregungen einzubringen und die Diskussion mit ihrer Ortskenntnis zu bereichern. Das Planungsteam war aufgefordert, die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger zu prüfen und nach Möglichkeit in das Konzept aufzunehmen. Beim Werkstattgespräch 1 „Städtebau und Nutzungs- konzept“ am 18. Februar 2019 erfolgte der Austausch zur weiterentwickelten städtebaulichen Planung und dem Nutzungskonzept des Planungsteams. Nach der Vorstellung der Planung wurden an Ständen zu vorge- gebenen Themenbereichen Anregungen und Ideen für die weitere Bearbeitung gesammelt. Beim Werkstattgespräch 2 „Umsetzung“ am 02. Juli 2019 wurden sowohl die weiterentwickelte städtebauli- che Planung als auch verschiedene Umsetzungsszena- rien präsentiert. In Kleingruppen wurde der Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben, eine Diskussion und das Sam- 2 Verfahrensablauf 5 UMSETZUNG 4 WEITERENTWICKLUNGDOKUMENTATION MITTEILUNG: ERGEBNIS / WEITERE UMSETZUNG Herbst 2017 Februar 2019 WERKSTATTGESPRÄCH 1: STÄDTEBAU NUTZUNGSKONZEPT WERKSTATTGESPRÄCH 2: UMSETZUNG STÄDTEBAULICHE MACHBARKEITSSTUDIE 2019 Konzept diskutieren und Meinung der BürgerInnen einholen Juli 2019 ! !!1 3 i 2 4 5 6 7 8 Überarbeitungen diskutieren und bewerten BESCHLUSS- FASSUNG Herbst 2019 WEITERE UMSETZUNG: B-PLAN, VER- MARKTUNG, ETC. ab 2020 ! !!1 2 3 4 i 18. Februar 2019 02. Juli 2019 ENTZSCHEIDUNG GREMIUM 13 BEGLEITGREMIUM (Experten, Vertreter aus Politik und Verwaltung) meln von Anregungen mit eigenem Fokus zu gestalten. Die Ergebnisse flossen wiederum in die weitere Vorbe- reitung der Umsetzung ein. Als beratende und begleitende Instanz wurde das Gremium aus dem Werkstattverfahren in einer verän- derten Konstellation fortgeführt. Das Gremium setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Stadtverwaltung, sowie Vertreterinnen und Vertretern der Vereine und Einrichtungen welche heute im Areal vertreten sind. Hierbei handelt es sich um AbenteuerHallenKalk, Vision e.V., Erlebnis inklusiv e.V. und grenzenlos gärten e.V. (Pflanzstelle). Das Gremium diskutierte und bewertete die Ergebnisse der weiterent- wickelten Planung und formulierte Empfehlungen für die weitere Bearbeitung. 14 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche !!1 2 3 4 !i Rückblick auf das Werkstattverfahren 3.1 Ablauf der V eranstaltung Erläuterung der Aufgabenstellung und Rahmenbedingungen der Machbarkeitsstudie Vorstellung der aktuellen Planung Erläuterung des Beteiligungsprozesses Beteiligung an vier Themenständen Zusammenfassung der Beteiligungsergebnisse Statement der Experten Ausblick 1 2 3 4 ! ? 3 W erkstattgespräch 1: Städtebau und Nutzungskonzept Am 18. Februar 2019 fand das erste Werkstattgespräch zur städtebaulichen Machbarkeitsstudie statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde nach einem Rückblick auf das Werkstattverfahren 2017 der Entwurf des Planungsteams BeL Sozietät für Architektur mit dem Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars und Aurelis Real Estate vorgestellt und diskutiert. Die Aspekte Städtebau und Nutzungskonzept stellten den thematischen Schwerpunkten der Veranstal- tung dar. Anschließend sammelten die Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen zur Weiterentwicklung der städ- tebaulichen Planung an folgenden vier Themenständen: • Nutzungsmix und Umgang mit dem Bestand • Freiräume, Vernetzung, Mobilität • Maßstab, Dichte, Raumbildung • Allgemeine Anregungen An den Themenständen erfolgte der direkte Austausch zwischen Vertreterinnen des Planungsteams, der Stadt- verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern. Offene Fragen wurden geklärt, Meinungen und Hinweise auf Stellwänden festgehalten. Die an den Themenständen vorgebrachten Rückmel- dungen der Öffentlichkeit wurden zusammenfassend im Plenum vorgetragen. Vertreter des Begleitgremiums fass- ten die unterschiedlichen Ideen, Einwände und Hinweise abschließend zusammen und formulierten eine fachliche Einschätzung sowie Empfehlungen für die weitere Bear- beitung der Planung. 3.2 Anregungen der Öffentlichkeit im W erkstattgespräch 1 Die wichtigsten durch die Bürgerinnen und Bürger im Werkstattgespräch 1 eingebrachten Anregungen werden im Folgenden zusammengefasst: Nutzungen allgemein Die in den Bestandsgebäuden, insbesondere Hallen 70 und 71 geplanten Maßnahmen sollten reversibel sein. Die geplanten Nutzungen sollten stärker mit den um- liegenden Bestandsnutzungen wie Kindertagesstätten, Kaiserin-Theophanu-Schule, den Nutzungen des Erz- bistums oder der Kalker Hauptstraße vernetzt werden. Zwischennutzungen sollten sofort ermöglicht werden. Der Quartiershof (früher: Subkulturhof) sollte zeitnah für Nutzungen geöffnet werden. 15 Wohnen Die Schaffung von preiswertem Wohnraum sollte priori- siert werden. Es sollte qualitätvoller Wohnraum mit groß- zügigen Wohnungen entstehen. Sozialer Wohnungsbau, Mehrgenerationenhäuser und Wohn- und Arbeitsmodelle für besondere Zielgruppen wie Drogenkonsumenten wurden vorgeschlagen. Kultur Es wurden verschiedene Ausstellungsnutzungen für das Areal vorgeschlagen. Kreativräume und Ateliers soll- ten im Konzept berücksichtigt werden. Die Halle Kalk (Schauspiel), sollte wieder aktiviert und bespielt werden. Das Museum Ludwig sollte am Ottmar-Pohl-Platz ange- siedelt werden. Soziale Nutzungen Es wurde vorgeschlagen, dass die Kita in den Hallen 70 oder 71 untergebracht werden soll. Die geplante Schule sollte keinesfalls nur konfessionelle Bildung anbieten. Es werden Angebote für Wohnungslose wie z.B. ein Schutz- raum im „Wohnzimmer“ (Halle 71) vorgeschlagen. Die Zuwegungen von Vision e.V. und Kita sollten aufgrund der angestrebten Angebotserweiterung um einen Drogen- konsumraum, getrennt voneinander verlaufen. Freiräume Kalk hat einen Mangel an Grünflächen. Es wurden größere zusammenhängende Grün- und Freiflächen mit Aufenthaltsqualität gefordert, auch wenn diese vermeint- lich nicht wirtschaftlich sind. Der Ottmar-Pohl-Platz sollte in die Planung einbezogen und begrünt werden. Die Pflanzstelle sollte auf dem derzeitigen Standort bestehen bleiben und in den öffentlichen Raum integriert werden. Wenn aus klimatischen Gründen mehr Verschattung erforderlich ist, sollte diese durch einen größeren Baum- bestand und nicht durch Gebäude geschaffen werden. Vernetzung Es sollte eine öffentliche Ost-West-Wegeverbindung durch das Quartier entstehen. Ein breiterer Durchgang von der Neuerburgstraße in den Innenhof und durch die Hallen sollte eine größere Offenheit und eine verbesserte Luftzufuhr ermöglichen. Viele Durchgänge zum Ottmar- Pohl-Platz sollten diesen beleben. Das Herstellen einer Wegeverbindung ins Gremberger Wäldchen würde dem gesamten Stadtteil zugutekommen. Mobilität Die Priorität bei der Verkehrsplanung sollte auf Fußgän- gern, Radfahrern und ÖPNV liegen. Carsharing-Parkplät- ze, Infrastruktur für Elektromobilität sowie Fahrradstell- plätze sind in geeignetem Umfang einzuplanen. Es wurde ein unterirdisches Parkhaus vorgeschlagen. Die Stadt- bahnlinien 1 und 9 sind bereits jetzt überlastet, durch eine Zunahme an Fahrgästen durch neue Wohneinheiten, Planungsstand der Machbarkeitsstudie zum 1. Werkstattgespräch am 18. Februar 2019 © BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars, Aurelis Real Estate 16 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Werkstattgespräche sollten mehrsprachig kommuniziert werden, zumindest auf türkisch und englisch. Es sollten zusätzliche Akteure in das Gremium bzw. das Verfahren integriert werden, z B. die Bürgerstiftung KalkGestalten, das Kulturamt und das Amt für Soziales. Menschen mit Behinderung sollten in das Beteiligungsverfahren integ- riert werden, um deren Ansprüchen gerecht zu werden. 3.3 Empfehlungen des Begleitgremiums Als Vertreter des Begleitgremiums stellten Bezirksbür- germeister Marco Pagano, Andreas Kipar und Prof. Mar- kus Neppl die wichtigsten Empfehlungen und Erkennt- nisse für die weitere Planung vor. Folgende Punkte sollten im weiteren Verfahren berücksichtigt werden: Städtebau Vor dem Hintergrund, der sich im Laufe des Planungs- prozesses stark veränderten Rahmenbedingungen, wur- de das städtebauliche Konzept und dessen Robustheit gelobt. Trotz des Wegfalls zentraler Nutzungsbausteine, wie etwa der Schule innerhalb der Hallen, blieb die baulich-räumliche Intention des Konzeptes bestehen. Der Erhalt und die Nutzung großer Teile der Bestands- bebauung wurde gewürdigt. Die entstehenden Stadt- räume stellten aufgrund der Integration der imposanten Industriebauten ein Alleinstellungsmerkmal für den gesamten Stadtteil dar. Die Weiterentwicklung und Präzisierung des städtebau- lichen Konzeptes wurde generell positiv gesehen. Die Flankierung der Freiraumhalle durch den „Neubaublock“ wurde als Chance gesehen, einen belebten Ort zu schaffen. Die Lage der Kita im Blockinnern wurde u. a. aufgrund von Belichtung und Belüftung kritisiert. Freiraumplanung Die im jetzigen Planungsstand erkennbare lichte Baum- setzung im Bereich der nördlichen Grünflächen ist der Verbesserung der lokalen Frischluftzufuhr zuträglich. Die vielfach geforderte Erhöhung des Anteils an Bäu- men würde mit einer Verringerung der Luftzirkulation einhergehen. Die Freiraumhalle stellt eine innovative, urbane Freiraumtypologie dar und wurde positiv gese- hen. Es wurde empfohlen, weitere Vegetation in der Freiraumhalle vorzusehen. Grünflächen Die Vergrößerung des Flächenanteils an geplanter Grünfläche im Vergleich zum Ergebnis des Werkstatt- verfahrens wurde ausdrücklich begrüßt. Arbeitsplätze und Freizeitnutzungen wurde eine weitere Verschlechterung der Situation befürchtet. Maßstab, Dichte und Raumbildung Die bauliche Dichte sollte verringert werden. Die Ge- bäudehöhen sollten auf fünf Geschosse (max. 20 m) beschränkt werden. Generell sollte sich das Quartier ge- genüber dem umliegenden Stadtraum öffnen und keine Barrieren erzeugen. Eine geschlossene Blockrandbebau- ung sollte vermieden werden. Die Durchwegungen zum Quartiershof sind breiter zu gestalten. Entwicklung und Trägerschaft Genossenschaftsmodelle und gemeinwohlorientierte AkteurInnen sollten umfangreicher gefördert und bei der Vergabe bevorzugt werden. Die Veräußerung der Flächen sollte im Konzeptvergabeverfahren erfolgen, um die Qualität zu sichern. Private Investoren bzw. Großin- vestoren sollten von der Entwicklung des Areals ausge- schlossen werden. Die GAG Immobilien AG und die Stadt Köln wurden als Hauptakteure gewünscht. Die Vergabe des Grundstücks des Schul-Campus an das Erzbistum wurde kritisiert. Beteiligungsverfahren und Kommunikation Es wurde befürchtet, dass im Ergebnis des Beteiligungs- verfahren „Wunschlisten“ entstehen, während eine tatsächliche Auseinandersetzung und Kommunikation mit den Bürgern ausbleiben. Für die Werkstätten sollte ein größerer Zeitrahmen eingeplant werden, Termine und Themenstellungen sind im Vorfeld in der breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren. Die Ergebnisse der 17 Nutzungsvielfalt Die Gesamtwirtschaftlichkeit der Entwicklung des Areals lässt sich nur durch eine Nutzungsvielfalt erzielen, die neben gemeinwohlorientierten Nutzungen wie etwa Frei- raum, Sport und Kultur auch Nutzungen wie Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen umfasst. Aufgrund der flächengreifenden Beschaffenheit der gemeinwohlorien- tierten Nutzungen z. B. in Form großer eingeschossiger Hallen, ist eine höhere Dichte bei den anderen Nutzun- gen vertretbar und förderlich für die Realisierbarkeit des Gesamtkonzeptes. Nicht zuletzt auch, da diese Nutzun- gen das neue Stadtquartier beleben. Die Berücksichtigung genossenschaftlich organisierter Wohnformen ist weiterhin Bestandteil der Aufgabenstel- lung. Mobilität Die Durchgängigkeit des neuen Stadtquartiers und die Verknüpfung mit Fuß- und Radwegeverbindungen in der Umgebung sind sehr wichtig. Dirt-Track Die Verlegung der Dirt-Track-Anlage der Abenteuer- hallen an einen neuen Standort sollte zeitnah erfolgen. Da die Errichtung bzw. der Umzug der Anlage unter Mitarbeit der aktiven NutzerInnen erfolgt, sollte der neue Standort möglichst endgültig sein, um Arbeitsaufwand und Frustration durch einen nochmaligen Ortswechsel zu vermeiden. Für die Verlegung sollen entsprechende Mittel im Haushalt berücksichtigt werden. Anlieferung Die Anlieferung der Halle 70 / 71 sollte erneut geprüft werden, insbesondre auch in Anbetracht der negativen Beeinträchtigung umliegend geplanter Nutzungen wie der Pflanzstelle durch Lärm- und Schadstoffimmissio- nen. Vision e.V. Die Bedeutung des Vereins für innovative Drogen- selbsthilfe für den Stadtteil Kalk wurde hervorgehoben. Die Voraussetzungen für die Errichtung eines Drogen- konsumraumes innerhalb des Planungsgebiets sollten geprüft werden. Die umliegenden geplanten Nutzungen wie z. B. die Kita sind in den Planungen zu berücksichti- gen, Mindestabstände müssen eingehalten werden. Pflanzstelle Die Besonnung bzw. Verschattung der potenziellen Standorte für die Pflanzstelle sollten vergleichend ge- prüft und ausgewertet werden. Beteiligungsverfahren Es wurde darauf hingewiesen, dass die Gremiums- sitzung zur Entscheidung für eines der drei Pla- nungsteams parallel zum Beteiligungsverfahren stattfand. Die Anwesenden wurden unmittelbar nach Beendigung der Gremiumssitzung über deren Entschei- dung in Kenntnis gesetzt. Die Entscheidung wurde umfassend begründet. Ein solch hohes Maß an Öffent- lichkeit und Transparenz ist die Ausnahme bei Pla- nungsverfahren und -wettbewerben. 18 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Vorstellung der aktuellen Planung Berücksichtigung der Beteiligungsergebnisse der vorherigen Werkstatt Rückblick Werkstattgespräch 1 Statement Begleitgremium Vorstellung der Diskussionsergebnisse durch die TeilnehmerInnen Diskussion im Plenum Rückblick, Ausblick, Verabschiedung !!1 3 2 4 5 6 7 8 Erläuterung des Beteiligungsformats offene Diskussion in 8 Kojen 1 32 4 5 6 7 8 alle TeilnehmerInnen ziehen ein Los 1 Std. Am 02. Juli 2019 fand das zweite und abschließende Werkstattgespräch zur städtebaulichen Machbarkeits- studie Hallen Kalk statt. An der Veranstaltung in den AbenteuerHallenKalk nahmen rund 200 Bürgerinnen und Bürger teil. Zu Beginn der Veranstaltung stellte Bezirksbürgermeis- ter Marco Pagano die wichtigsten Empfehlungen und Erkenntnisse des Begleitgremiums zum Planungsstand und Beteiligungsformat vor. 1. Der Sachstand der Planung wurde seitens des Gre- miums positiv zur Kenntnis genommen. 2. Der neue Standort, sowohl ein dauerhafter als auch Interimsstandort für die Dirt-Track-Anlage der AbenteuerHallenKalk muss nach wie vor gefunden werden. Das Begleitgremium empfahl weitere Prü- fungen. Hierbei sollte insbesondere der Grünzug als Lösungsmöglichkeit untersucht werden. 3. Die guten Lösungen für den Standort der Pflanzstel- le sowie den Standort und das Raumangebot von Vision e.V. wurden ausdrücklich begrüßt. 4. Im Haushalt sollten Mittel für die Verlagerungen des Dirt-Tracks und von Vision e.V. vorgesehen werden. 5. Das Begleitgremium begrüßte die geänderte, offene und selbstverantwortliche Gestaltung des Werkstatt- gesprächs am 02.07.2019. Frau Bernhardt vom Planungsteam stellte die unter Berücksichtigung der Anregungen aus dem Werkstatt- gespräch 1 überarbeitete Planung vor. Eine umfassende Darstellung der Planungen befindet sich im Kapitel 5. Die Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgte anschließend in insgesamt acht Diskussionsgruppen. Die Aufteilung der Teilnehmenden per Los ermöglichte eine gleichmäßige und zufällige Verteilung auf die Gruppen. Zielsetzung war das Fördern einer offenen, auf die aktuelle Planung fo- kussierten Diskussion. Den Diskussionsgruppen wurden keine Gesprächsthemen zugeordnet, wodurch viel Raum für das freie Formulieren eigener Argumente, Anregun- gen und Forderungen gegeben war. Die Gespräche fanden in acht räumlich separierten „Kojen“ statt, die sich über die gesamte AbenteuerHalle und den angrenzenden Innenhof verteilten. Die Ergebnisse der Gespräche und Diskussionen wurde von den Teilnehmenden selbst auf Karten oder direkt auf den Plänen festgehalten. Zur Un- terstützung und für Rückfragen stand in jeder Koje jeweils ein Moderator zur Verfügung. 4 W erkstattgespräch 2: Umsetzung i ! 19 Nach der Diskussion innerhalb der Gruppen erfolgte die Vorstellung der zusammengefassten Ergebnisse durch die Teilnehmenden selbst vor allen Versammelten. Im Anschluss an die Vorstellung bestand die Möglichkeit weitere Anregungen und Argumente im Plenum vorzutra- gen. Eine Zusammenfassung der genannten Anregungen findet sich im Kapitel 6. 20 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche BeL Werkstätten / Ateliers / Gastronomie Wohnen Arbeiten Arbeiten Arbeiten Arbeiten Werkstätten Ateliers / Kultur / Werkstätten AbenteuerHallen Erlebnis Inklusiv e.V . Ateliers KITA Vision e.V . Freiraumhalle Museum D omiD Quartierspark Spielplatz Schauspiel Köln Museum Ludwig Markthalle Bolzplatz Gewächshaus Gastronomie Gewerbe Gewerbe Werkstätten Werkstätten Boule Vorplatz DomiD Garten Quartiersstraße 5 Ergebnis der Machbarkeitsstudie Modellfoto © BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars, Aurelis Real Estate 21 BeL Werkstätten / Ateliers / Gastronomie Wohnen Arbeiten Arbeiten Arbeiten Arbeiten Werkstätten Ateliers / Kultur / Werkstätten AbenteuerHallen Erlebnis Inklusiv e.V . Ateliers KITA Vision e.V . Freiraumhalle Museum DomiD Quartierspark Spielplatz Schauspiel Köln Museum Ludwig Markthalle Bolzplatz Gewächshaus Gastronomie Gewerbe Gewerbe Werkstätten Werkstätten Boule Vorplatz DomiD Garten Quartiersstraße 22 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche BeL Freiraum und Dichte Pflanzstelle Vision e.V . 58 41 67 32 49 48 51 3% 11% 42%44% 23%26% 45% 6% 30%25% 38% 7% Werkstattgespräch Juli 2019 Ist-Zustand Werkstattgespräch Februar 2019 Neubaufeld (BGF) 38.000 qm Park 18.500 qm Privates Grün 3.900 qm Versiegelte Fläche 20.500 qm Freiraumhalle 7.000 qm Neubaufeld (BGF) 28.000 qm (GFZ max. 3,0) Park 21.000 qm Privates Grün 5.300 qm Versiegelte Fläche 20.000 qm Freiraumhalle 7.000 qm Grünraum Kalk Momentan 5 qm p.P Grünraum, privatGrünraum, öffentlich Freiraum versiegelt, öffentlich Freiraum versiegelt, privat Gebäude Grünraum Freiraum versiegelt Freiraum unversiegelt Gebäude Freiraum und Dichte - Vergleich Flächenanteile © BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars, Aurelis Real Estate Im Rahmen der Machbarkeitsstudie Hallen Kalk wurden die Schwerpunkte des Entwurfes aus dem Werkstattver- fahren 2017 weiterverfolgt: Die Erhöhung der Zugänglich- keit des Gebietes, der Erhalt der industriellen Identität, eine hohe Nutzungsdurchmischung und die Schaffung neuen Freiraums. Überzeugen konnte das Konzept 2017 durch eine klare städtebauliche Figur in Form eines neuen Baufeldes in der Dimensionierung der bestehenden Hallen, einer kleinteiligen Nutzungsstruktur östlich der großen Halle 70, sowie durch die Idee zur Umsetzung einer Schule innerhalb der Hallen 70 und 71. Die Verlagerungen zweier Nutzungen, der weiterfüh- renden Schule, welche fortan im Osten des ursprüng- lichen Betrachtungsraumes durch das Erzbistum Köln entwickelt wird, sowie des Lagers und der Werkstätten der Bühnen, erforderten eine umfangreiche Studie zu Qualitäten des Bestandes und neuen möglichen Nutzun- gen sowie darüber hinaus die Überarbeitung des städte- baulichen Konzeptes. Die Hallen 70 und 71 wurden in einem Aufmaß vermes- sen, baukonstruktiv und statisch vertieft untersucht, das statische Gutachten ist Teil dieser Studie. Einer Umnutzung der beiden Hallen steht aus statischer Sicht nichts im Wege, die Hallen sind uneingeschränkt für alle Nutzungen tauglich. Die unterschiedlichen Nutzungen erfordern allerdings unterschiedliche Maßnahmen der Ertüchtigung der Struktur in Hülle, Elementen, Tragwerk und Infrastruktur. Es wurde ein zusammenhängender Erhalt der Hallen als Großstruktur vorgesehen, welcher flexibel eine kleinteilige Zergliederung ermöglicht. Die Planung wurde in einem Abwägungsprozess zwi- schen Dichte und Freiraum entwickelt. Die Hallen Kalk bestehen aus einer Vielzahl sehr großer, monumentaler, industrieller Räume, die bislang in der Öf- fentlichkeit nicht wahrgenommen werden. Dies wird sich ändern: Im Areal Hallen Kalk entstehen gemeinschaft- liche und öffentliche Räume. Die fußläufige, gemischte Stadt verläuft künftig bis an die Dillenburger Straße. Um Gemeinschaftlichkeit und Urbanität herzustellen, wird eine Durchmischung der Nutzungen angestrebt. Bestehende und neue Nutzungen sollen sich künftig im Austausch untereinander bereichern. Die vorhandenen und neu entstehenden großen Freiräu- me können in ihrer Robustheit viel vertragen und schaf- fen den in Kalk dringend benötigten Freiraum mit sehr unterschiedlichen Qualitäten. Die großen, räumlichen 23 Qualitäten industrieller Hallen werden in städtisches Le- ben überführt, was in dieser Mischung in Köln einzigartig ist. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchungen war die Berücksichtigung der Erkenntnisse des Klimagutachtens. Das Klimagutachten empfahl Nord-Süd ausgerichtete, unbebaute Räume mit einer Breite von ca. 40 m, die einen Kaltlufttransport vom Süden ins Zentrum Kalk er- möglichen. In entsprechender Breite wurde eine Vergrö- ßerung des Parks entlang der Neuerburgstraße geplant und die Neubaufläche verschmälert. Auch die Öffnung der Halle 70 als Freilufthalle unterstützt die Durchlüftung. Insgesamt hat sich der Grünflächenanteil im Untersu- chungsgebiet von 11% der Bestandsfläche auf 37% der Fläche im Entwurf verdreifacht. Zu diesen Grünflächen kommen die öffentlich zugänglichen, versiegelten Freiflä- chen, die ebenfalls ein Drittel des Gebietes einnehmen. Das Gebiet lässt sich in fünf großen Räumen beschrei- ben: Park Der größte neue Freiraum ist der öffentliche Park, der als neuer städtischer, vielseitiger Raum Picknick, Ballspiel, Treffen, Spiel und Sonnen aufnimmt. Er verläuft entlang der Neuerburgstraße und verbindet diese nach Osten hin mit der Christian-Sünner-Straße/ Wiersbergstraße. Die Planung ergänzt den bereits im Bebauungsplan 70449.09 „Wiersbergstraße“ gesicherten Grünzug. Die Wegeführung durch den Park ermöglicht einen Blick auf die schöne Silhouette der Hallen im Areal. Im Vergleich zur Bestandssituation ergibt sich ein Zu- gewinn der Grünfläche von 20.000 qm und hilft damit den Grünflächenmangel im Stadtteil Kalk zu lindern. Der Standort der an der Neuerburgstraße ansässigen Pflanz- stelle bleibt erhalten. BeL Freiraum und Dichte Grünraum, privatGrünraum, öffentlich Freiraum versiegelt, öffentlich Freiraum versiegelt, privat Gebäude Grünraum Freiraum versiegelt Freiraum unversiegelt Gebäude Lokalklimatisches Konzept 58 Freiraum und Dichte, Lokalklimatisches Konzept © BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars, Aurelis Real Est BeL Freiraum und Dichte Grünraum, privatGrünraum, öffentlich Freiraum versiegelt, öffentlich Freiraum versiegelt, privat Gebäude Grünraum Freiraum versiegelt Freiraum unversiegelt Gebäude Lokalklimatisches Konzept 58 24 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche BeL Nutzungen Werkstattgespräch Februar 2019 Werkstattgespräch Juli 2019 P Interimschule Vision e.V. Kita BMX Pflanzstelle Baustelle Schule 2019-? Baustelle Schule 2019-? Kita Interimschule 2020-2024 Interim BMX 2019-? Vision e.V. Pflanzstelle Optionsfläche 2 BMX Optionsfläche 1 BMX Sport / KulturArbeiten Wohnen MuseumGewerbe Atelier Werkstätten Optionsfläche Stadtteilprojekte Kita / Vision e.V . Gastronomie Vergleich Nutzungen © BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars, Aurelis Real Estate Neubaufeld / Quartiersstraße Die Großmaßstäblichkeit der Hallen wird in ein langes, lineares Neubaufeld für Wohn- und Gewerbeflächen übersetzt. Nachdem das Neubaufeld zur Durchlüftung des Gebietes nach dem Werkstattverfahren 2017 verschmä- lert wurde, wurde zunächst eine Blockstruktur vorgese- hen. Zum zweiten Werkstattgespräch wurde der Block entsprechend der eingegangenen Anregungen aus der Öffentlichkeit und dem Begleitgremium aufgelöst und die Grünfläche verbreitert. Zudem wurde eine neue Straße von Osten aus vorgesehen, welche das Neubaufeld unab- hängig erschließt und damit eine kleinteilige Vermarktung sowie stufenweise Umsetzung ermöglicht. Die Straße biegt auf die Neuerburgstraße ab oder soll alternativ mit einem Wendehammer ausgestattet werden. Auf dem Baufeld ist nun eine zweizeilige Bebauung an der Straße und am Park möglich, die Straßenseite ermöglicht die Ausbildung von bis zu 8 Geschossen (und bleibt damit unterhalb der Hochhausgrenze), die parkseitige Bebau- ung kann 3 Geschosse (Gebäudeklasse 3) aufnehmen. Das südlichste Baufeld an der Dillenburgerstraße ist, um auf die Schallimmissionen des südlich angrenzenden Industriegebietes zu reagieren, als Gewerbebau vorgese- hen. Der genaue Anteil zwischen Wohn- und Gewerbeflä- chen wird im anschließenden Bebauungsplanverfahren bestimmt. Eine 6-zügige Kita ist mit einer zugehörigen Außenflä- che von 1.200 qm im mittleren Bereich des Neubaufelds geplant. Der neue Standort des Drogenselbsthilfevereins Vision e.V. wird in einem eigenständigen 2-geschossigen Gebäude mit anliegendem Garten (640 qm) am südlichen Ende des Neubaufelds vorgesehen. Der Zugang erfolgt von der Neuerburgstraße aus über den öffentlichen Park. Die Stellplätze der Nutzer des Neubaufeldes sollen in einer Tiefgarage nachgewiesen werden. Freiraumhalle Die Freiraumhalle ist das Herzstück des neuen Quartiers und wird als öffentliches städtisches Wohnzimmer für Alle verstanden. Ursprünglich war bereits 2017 die Schule mit einer Freilufthalle (Halle 70) geplant worden. 2019 wurde dann die Idee einer Freilufthalle in der Nachbarhalle (Hal- le 71) weiterverfolgt. Die Dacheindeckung soll teilweise zurückgebaut werden, so dass der momentan unzugäng- liche Innenraum zum öffentlichen Außenraum wird. Hier kann eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen ihren Platz finden: Gewächshaus, Bolzplatz, Tribüne, Boule, Tischtennis, Garten, Vorplatz Museum, Markthalle und viele mehr. Belebt wird der Raum von den kleinteili- gen Gewerbeeinheiten, welche angrenzend der Halle 70 geplant werden, sowie durch die neue Quartiersstraße mit angrenzender Nachbarschaft. BeL Nutzungen Werkstattgespräch Februar 2019 Werkstattgespräch Juli 2019 P Interimschule Vision e.V. Kita BMX Pflanzstelle Baustelle Schule 2019-? Baustelle Schule 2019-? Kita Interimschule 2020-2024 Interim BMX 2019-? Vision e.V. Pflanzstelle Optionsfläche 2 BMX Optionsfläche 1 BMX Sport / KulturArbeiten Wohnen MuseumGewerbe Atelier Werkstätten Optionsfläche Stadtteilprojekte Kita / Vision e.V . Gastronomie 25 Halle 70 Nachdem die Schule in den Hallen ausgeschlossen werden musste, wurde eine Veranstaltungshalle in Halle 70 vorgesehen. Die rein kommerzielle Nutzung der Halle wurde jedoch von der Öffentlichkeit kritisch gesehen und eine kulturelle Nutzung gewünscht. Als Ergebnis wird nun das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland DOMiD als große zusammen- hängende Nutzung für die Halle 70 vorgesehen. Die Raumwirkung der großartigen Halle bleibt somit erhalten und seine Nutzung fügt sich in die Geschichte des Bestands ein. Die Halle soll ein öffentlicher Ort der Bildung und Kommunikation über Köln hinaus werden. Die Vorderseite des Museums liegt in Richtung der Frei- raumhalle, die Rückseite orientiert sich mit der Anliefe- rung zum Kulturhof. Innenhof (Fläche östlich der Halle 70) Der Charakter des Innenhofs (Freiraum östlich Halle 70) soll inklusive seiner Bestandsgebäude erhalten bleiben. Die Robustheit des ehemals industriell genutzten Hofes schafft es, einer Vielzahl an unterschiedlichen Nutzungs- anforderungen gerecht zu werden und bringt durch die großzügigen Öffnungen, den in Kalk dringend benötigten Freiraum. Zu den vorgesehenen Nutzungen zählen in erster Linie unterschiedliche gewerbliche und kulturelle Angebote, Werkstätten, Ateliers, die die bereits ansässigen Aben- teuerhallenKalk in ihrem jugendkulturellen Programm ergänzen und den Innenhof öffentlich erlebbar machen. Vernetzung Zur Belebung des Areals wurden neue Wegeverbindun- gen entwickelt. Die bereits im Werkstattverfahren 2017 als städtebauliches Ziel erfasste Querungsmöglichkeit zwischen Ottmar-Pohl-Platz und dem neuen Areal wurde aufgegriffen und die Wegeverbindung durch das Areal in Ost-West Richtung erweitert. Zudem soll auch eine neue Anbindung zwischen dem Innenhof östlich der Halle 70 nach Norden an den Grünzug erfolgen. Wirtschaftlichkeitsberechnung Die Wirtschaftlichkeitsberechnung für das Gesamtquar- tier wurde als Residualwertberechnung durchgeführt. Dies bedeutet, dass berechnet wurde, wie hoch der Überschuss zwischen Erträgen und Kosten der ge- BeL Infrastruktur Fahrtrichtung Zugang Kita/Vision e.V . Fahrrad- und Fußweg Anliegerstraße, 10 km/h Anliegerstraße, 30 km/h Hochfrequentierte Straße, 50 km/h Fahrender Verkehr P P Parkplätze Neubaufeld/DomiD P Fahrender Verkehr Infrastruktur, Fahrender Verkehr © BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars, Aurelis Real Estate 26 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche samten Quartiersentwicklung (ohne Grundstück) sein wird, um damit das Grundstück „bezahlen“ zu können (Residuum). Die Kalkulation einer Quartiersentwicklung auf der Grundlage einer noch recht groben Planung enthält zu diesem Zeitpunkt noch viele Unwägbarkeiten. Dennoch wurde die Berechnung so durchgeführt, wie sie von einem Projektentwickler/Investor vorgenommen würde, also inklusive eines Managementhonorars (Manage- ment-Fee), Finanzierungskosten und Kosten für Unvor- hergesehenes (1% der Baukosten). Für den Neubaublock wurde bei der Aufteilung von Wohn- und Büronutzung in einem Verhältnis von annä- hernd 50:50 ausgegangen. Die Wohnflächen wurden zu 30% auf Wohneinheiten der sozialen Wohnraumförde- rung (Miete 6,50 €/qm) hin kalkuliert. Die restlichen 70% der Wohnflächen teilen sich hälftig auf Mieteinheiten des freifinanzierten Mietwohnungsbaus mit Kaltmiethö- hen von 10,50 €/qm und auf Eigentumswohnungen mit einem Durchschnittskaufpreis von 4.000 € /qm auf. Unter den gemachten Annahmen führt die Berechnung zu Gesamtinvestitionskosten von ca. 158 Mio. €, davon machen die Kosten für die Grundstücksaufbereitung rd. 9,8 Mio. € aus, 108 Mio. € betreffen die reinen Baukos- ten und 21,5 Mio. € die Baunebenkosten. Von den Gesamtinvestitionskosten wurden rund 33 Mio. € (ohne Nebenkosten) für die Sanierung der Bestands- hallen kalkuliert. Die mit einer zugehörigen Außenfläche von 1.200 qm Wohnungsneubauten schlagen mit ca. 24,8 Mio. € (ohne Nebenkosten) zu Buche, die Büro- neubauten mit rd. 29 Mio. € (ohne Nebenkosten) und die Tiefgarage mit ca. 5,6 Mio. € (ohne Nebenkosten). Das berechnete Managementhonorar beträgt rd. 12,8 Mio. €, die je nach Entwicklungsmodell ein privater, ein öffentlicher oder privat-öffentlicher Entwickler erhalten würde. Insgesamt übersteigen die erwarteten Erträge die be- rechneten Kosten um rund 12,6 Mio. €. Mit diesem Re- siduum könnte der Grund und Boden bzw. weitere noch nicht berücksichtigte Kosten bezahlt werden. Darüber hinaus kann, je nach Finanzierungsstrategie, Entwick- lungsmodell und Verwendung öffentlicher Fördermittel zusätzlich, ein finanzieller Puffer für die Wirtschaftlich- keit erreicht werden. BeL Strategischer Plan Öffentliche Grünfläche 2/3 Arbeiten VI-VII Freilufthalle Pflanzstelle Vision e.V. Kita Museum Jugendeinrichtung Gewerbe 1/3 Wohnen VII-VIII Strategischer Plan © BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars, Aurelis Real Estate 27 BeL 12,29 10,60 17,52 24,00 9,43 8,67 34 14 1,5 10 1 21 50,5 10 Neubaufeld und Freiraumhalle 12,29 10,60 17,52 24,00 9,43 8,67 34 14 1,5 10 1 21 50,5 10 12,29 10,60 17,52 24,00 9,43 8,67 34 14 1,5 10 1 21 50,5 10 12,29 10,60 17,52 24,00 9,43 8,67 34 14 1,5 10 1 21 50,5 10 12,29 10,60 17,52 24,00 9,43 8,67 34 14 1,5 10 1 21 50,5 10 5,00 3,00 12,00 22,50 16,00 11,45 1,12 20,85 1,16 6,97 Spielplatz Museum Park Straße T errasse T errasse Kita Außenfläche Erschließungsraum Boule Tischtennis GewerbeBüroWohnen 12,29 10,60 17,52 24,00 14,00 17,50 0,00 15,10 9,43 8,67 Innenhof Freiraumhalle 71 (kalt/offen) 5,00 3,00 12,00 22,50 16,00 11,45 1,12 20,85 1,16 6,97 Spielplatz Museum Park Straße T errasse T errasse Kita Außenfläche Erschließungsraum Boule Tischtennis GewerbeBüroWohnen 12,29 10,60 17,52 24,00 14,00 17,50 0,00 15,10 9,43 8,67 Innenhof Freiraumhalle 71 (kalt/offen) 5,00 3,00 12,00 22,50 16,00 11,45 1,12 20,85 1,16 6,97 Spielplatz Museum Park Straße T errasse T errasse Kita Außenfläche Erschließungsraum Boule Tischtennis GewerbeBüroWohnen 12,29 10,60 17,52 24,00 14,00 17,50 0,00 15,10 9,43 8,67 Innenhof Freiraumhalle 71 (kalt/offen) Neubaufeld und Freiraumhalle Grundriss und Schnitt Grundstückgrenze Grundstückgrenze Grundstück Baufeld Neubaufeld und Freiraumhalle - Detail und Schnitt © BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars, Aurelis Real Estate BeL Lageplan II Lageplan © BeL Sozietät für Architektur, Studio Vulkan, Prof. Dr. Guido Spars, Aurelis Real Estate 28 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Im Folgenden werden die im Rahmen der Diskussionen in den Gruppen und im Plenum genannten Ideen und Anregungen sowie Lob und Kritik zu den Ergebnissen der städtebaulichen Machbarkeitsstudie thematisch zusam- mengefasst. Städtebau und Architektur Die vorgestellte Überarbeitung der städtebaulichen Planung wurde insgesamt begrüßt. Die Höhe der Neu- bauten (6-8 Geschosse) wurde als zu hoch empfunden. Eine Verringerung auf max. 4 Geschosse, was der Höhe der benachbarten Halle 71 entspräche, wurde angeregt. Die Neubauten sollten neuesten ökologischen Standards entsprechen und über begrünte Fassaden und Dächer verfügen; dies ist nach Möglichkeit im Bebauungsplan festzulegen. Nutzungskonzept Insbesondere der Erhalt des Gemeinschaftsgartens Pflanzstelle an seinem derzeitigen Standort und die vorgesehene Nutzung der Halle 70 durch das Doku- mentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD e.V.), anstatt der Messe Köln, wurden befürwortet. Die Kleinteiligkeit und Diversität der vorgesehenen Nutzungen wurden gelobt. Seitens der Bürgerschaft bestand eine geteilte Meinung bezüglich der Realisierung von Eigentumswohnungen und des geplanten Anteils an Büronutzungen auf dem Areal. Es wurde eine Präferenz für geförderte, bezahlba- re Mietwohnungen anstelle von Eigentumswohnungen geäußert. Zugleich wurde dazu appelliert, Eigentums- wohnungen nicht zu verteufeln, da sie einen wichtigen Bestandteil eines gemischten Wohnangebots darstellen. Als gelungenes Beispiel wurde die Mischung aus Eigen- tumswohnungen, geförderten und freifinanzierten Miet- wohnungen und Flüchtlingswohnungen bei der neuen Wohnbebauung an der Thessaloniki-Allee in Köln-Kalk genannt. Generell wurde betont, dass die Einwohnerdich- te in Kalk bereits sehr hoch ist und daher keine weiteren Wohnungen im Stadtteil zu Lasten von unversiegelten Flächen entstehen sollten. Die Erdgeschosszonen sind zur Gewährleistung einer sozialen Kontrolle möglichst mit öffentlichen Nutzungen zu belegen. Es wurde vorgeschlagen in der Freiraumhalle (Halle 70) eine an die geplante Markthalle angegliedert, öffentliche Küche vorzusehen. Dirt-Track Der aktuell östlich der Christian-Sünner-Straße verortete, über 3.000 m 2 große Dirt-Track, ist der einzige legale und öffentliche Bikepark der Stadt. Der Dirt-Track wird durch die AbenteuerHallenKalk betrieben. Die Anlage über- nimmt eine zentrale Funktion innerhalb des Programms der Abenteuerhallen und stellt nicht nur für viele Kinder und Jugendliche, sondern auch für Kalker Bürgerinnen und Bürger im Erwachsenenalter, seit knapp 10 Jahren eine zentrale Anlaufstelle dar. Durch die Schulentwick- lung des Erzbistums auf dem Areal des heutigen Dirt- Tracks, ist eine Verlagerung des Standortes im Jahr 2020 erforderlich. Es wurde die Forderung nach einem adäquaten und un- mittelbar verfügbaren neuen Standort für den Dirt-Track gestellt, an welchem die Nutzung im jetzigen Umfang fortgeführt werden kann. Die aktuell bestehende räumliche Nähe zu den Abenteu- er Hallen ermöglicht die Nutzung von Sanitärräumen und eine leichte Beaufsichtigung und Verpflegung der Kinder und Jugendlichen. 6 Anregungen der Öffentlichkeit im W erkstattgespräch 2 29 Eine Interimslösung ist aufgrund des erheblichen ehren- amtlichen Arbeitsaufwands zur Herstellung der Anlage an einem neuen Standort nur bedingt geeignet. Es wurde zudem angeregt zu überprüfen, ob eine Ein- zäunung des Geländes zwangsläufig erforderlich ist. Falls nicht, könne auch ein Standort im Grünzug vorgesehen werden. Konkret wird die Nutzung der Flächen zwischen Halle 60, nördlich der Abenteuerhallen, und der Wiers- bergstraße vorgeschlagen. Der dort eingeplante und im bestehenden Bebauungsplan zeichnerisch festgesetzte Spielplatz sollte im Grünzug gegenüber der Sieversstra- ße umgesetzt werden. Quartiershof Es besteht der Wunsch nach einer zeitnahen Öffnung des Blockinnenbereichs zwischen Halle 63 und Dillenbur- ger Straße zur selbstverwalteten Zwischennutzung durch lokale Vereine und Initiativen. Als Argumente wurden u. a. die Belebung des Ortes, die soziale Kontrolle des Be- reichs und die Erprobung von Nutzungen als Testbetrieb aufgeführt. Die Zwischennutzung sollte zeitnah, möglichst bereits im Herbst des Jahres 2019, beginnen. In diesem Zusammenhang wird auf den bereits 2017 eingereichten Bürgerantrag „Kulturhof“ verwiesen. Vision e.V. Die Einrichtung eines Konsumraums wurde befürwortet; hierdurch würden sowohl die Konsumenten als auch die Anwohner profitieren. Es wurden jedoch Konflikte mit Drogennutzern befürchtet, die sich in den öffentlichen Grünflächen oder den Außenanlagen von Kita und Wohn- gebäuden aufhalten bzw. konsumieren. Grün- und Freiflächen Der im Vergleich zum vorherigen Planungsstand erhöhte Anteil an Grünflächen innerhalb des Plangebiets wurde begrüßt. Teilweise wurde eine weitere Erhöhung gefor- dert. Generell besteht für den gesamten Stadtteil Kalk weiterhin der Wunsch nach mehr Grünflächen. Die Grünflächen sollten möglichst zusammenhängend und naturbelassen gestaltet sein, und vielfältige, qua- litätvolle Angebote für unterschiedliche Altersgruppen bieten. Vielfach wurde die Integration von Wasserflächen in die Grünflächen und in die Freiraumhalle gefordert. Angrenzende Nutzungen (z. B. Mietergärten und Pflanzstelle) sollten, wenn möglich, ohne räumliche (Einzäunung) und zeitliche (begrenzte Öffnungszeiten) Abgrenzung zum öffentlichen Raum auskommen, um als Teil des Grünraums wahrgenommen zu werden. Um die Grundstücksgrenzen zwischen öffentlicher Grünfläche und privaten Freiflächen östlich des Neubaufelds offen zu gestalten, wurde vorgeschlagen Verpflichtungen in Form städtebaulicher Verträge zu erwirken. Im Rahmen der gewünschten Fortführung der Beteiligung sollte die Bürgerschaft in die Konzepterarbeitung für die Grünflächen eingebunden werden. 30 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Verkehrskonzept Vielfach wurde die Forderung nach einer Minimierung des motorisierten Individualverkehrs gestellt. Zukunftsfä- hige Mobilitätsformen im Sinne der Verkehrswende und der Klimaziele (wie z. B. Elektromobilität, Sharing, Las- tenräder etc.) sollten im Umfeld der Hallen Kalk durch die Bereitstellung der dafür nötigen Flächen und Infrastruktur ermöglicht werden. Das Gebiet könnte ein Modellprojekt für ein innovatives Mobilitätskonzept werden. Es wurde die Idee „Hallen Kalk autofrei“ geäußert. Das Areal sollte durch Fahrrad- und Fußwege mit der Umge- bung verknüpft werden. Insbesondere wurde ein Radweg entlang des geplanten Grünzugs vorgeschlagen. Es wurde angemerkt, dass die zusätzlichen Nutzungen wie Büros, Wohnungen oder das Museum eine Steige- rung des Verkehrsaufkommens und des Stellplatzbedar- fes mit Auswirkungen auf benachbarte Quartiere mit sich bringen. Die geplante Anordnung der erforderlichen Parkplätze in einer Tiefgarage wurde befürwortet. Es wurde vorge- schlagen, die Tiefgarage über den durch die Neuplanung entstehenden Bedarf zu erweitern, um auch die beste- henden Stellplätze entlang der Neuerburgstraße aufneh- men zu können. Generell sollten alle Möglichkeiten zur Verringerung der Stellplatzanzahl genutzt werden. Vielfach wurde das in ca. 150 m Entfernung gelegene, untergenutzte Parkhaus, das dem Kalk Karree an der Dillenburger Straße zugeordnet ist, als Möglichkeit zur Unterbringung von Privat-PKW genannt. Entgegen bestehender Vorschriften solle die Nutzung der im Park- haus vorhandenen Kapazitäten der Errichtung zusätzli- cher Stellplätze vorgezogen werden. Grundstücksvergabe und Projektentwicklung Es wurde der Wunsch nach einer gemeinwohlorientier- ten Grundstücksvergabe geäußert. Die Vergabe des ge- samten Areals an einen Projektentwickler wurde seitens der Bürgerschaft abgelehnt. Eine kleinteilige Vergabe einzelner Grundstücksteile wurde bevorzugt. Als Alternativen wurden die Vergabe / der Verkauf an eine Genossenschaft oder Stiftung, die Anwendung des Konzeptvergabeverfahrens, insbesondere bei der Wohnbebauung sowie die Verpachtung durch die Stadt in Form eines Community Land Trust bzw. Erbbaurechts vorgeschlagen. Generell wurde gewünscht, das Kooperative Bauland- modell der Stadt Köln anzuwenden. Soziale Strukturen Es wurde betont, dass sich in den Abenteuerhallen und auf dem Dirt-Track zahlreiche Personen aus dem Stadt- 31 teil ehrenamtlich engagieren. Die Relevanz der Abenteu- erhallen als Freizeiteinrichtung und Ort für die Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil wurde unterstrichen. Zudem haben sich im Rahmen des Werkstattverfahrens einige Initiativen und Vereine gegründet und vernetzt, um aktiv an der Quartiersentwicklung mitzuwirken. Dieses wertvolle Netz sozialer Strukturen sollte bei der weiteren Planung und Umsetzung berücksichtigt und erhalten werden. Es wurde als gute Grundlage für eine erfolgreiche, sozialori- entierte Quartiersentwicklung angesehen. Beteiligungsprozess Das für das zweite Werkstattgespräch gewählte, offene, durch die Teilnehmenden eigenverantwortlich durchge- führte Beteiligungsformat wurde als positiv empfunden und gelobt. Es wurde vorgeschlagen, dass die Anregungen aus dem Beteiligungsprozess, ähnlich wie Stellungnahmen in der formellen Beteiligung in Bauleitplanverfahren, für die Be- schlussvorlage aufgeführt und die Berücksichtigung bzw. Nichtberücksichtigung begründet wird. Es wurde postuliert, dass die Stadt und der Stadtteil den Bürgerinnen und Bürgern gehört und insofern eine Mitbestimmung bei der Entwicklung insbesondere von städtischen Grundstücken zu garantieren ist. Daher wurde eine Fortführung der Öffentlichkeitsbeteiligung gefordert. Es wurde vorgeschlagen, themenbezogene Beteiligungs- formate für die weitere Konkretisierung und Umsetzung der Planung durchzuführen. Konkret wurde die Initiierung eines Runden Tisches zum Finden eines Standortes für den Dirt-Track vorgeschlagen. Hierbei sollte ein Aus- tausch zwischen der Stadtverwaltung, den Betreibern der Abenteuerhallen / des Dirt-Tracks sowie der Leitung des Bildungscampus und der Kaiserin-Theophanu-Schule u. a. über die erforderlichen Flächengrößen für die vorgese- hene Interimsschule und Ersatzcontainer stattfinden. Des Weiteren wurde empfohlen, unter Beteiligung des beste- henden Sozialraum- und Quartiersmanagements, einen prozessbegleitenden Runden Tisch zur Quartiersentwick- lung im Kalker Süden, entsprechend des Runden Tisches Quartiersentwicklung Kalk-Nord, einzurichten. Es wurde angeregt, bei künftigen Veranstaltungen eine einfachere Sprache zu wählen, um die Inklusion von Kin- dern und Jugendlichen zu ermöglichen. Es wurde das Problem erkannt, dass bei Öffentlichkeits- beteiligungen in der Regel nur ein kleiner, nicht repräsen- tativer Teil der Bevölkerung aktiv wird. 32 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Impressionen vom Werkstattgespräch 2 33 Impressionen vom Werkstattgespräch 2 34 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche 7 Fotodokumentation der Beteiligungsergebnisse Gruppe 1 35 36 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Gruppe 2 37 38 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Gruppe 3 39 40 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Gruppe 3 41 42 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Gruppe 4 43 44 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Gruppe 5 45 46 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Gruppe 6 47 48 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Gruppe 7 49 50 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Gruppe 8 51 52 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche 8 Ausblick Nach Abschluss des Werkstattgesprächs 2 wird das Pla- nungskonzept in seinen Grundaussagen als „Integrierter Plan“ beschlossen und damit zur Grundlage der weiteren Bearbeitung. Zur Umsetzung der Planung wird die Auf- stellung eines Bebauungsplans für einen Teilbereich der Planung erforderlich. Der Aufstellungsbeschluss erfolgt parallel zum Beschluss des „Integrierten Plans“. Zudem wird vorgesehen das Integrierte Stadtentwick- lungskonzept „Humboldt/Gremberg und Kalk“ fortzuschrei- ben, um künftig Anträge zur Förderung gemeinnütziger Maßnahmen stellen zu können. Für den Dirt-Track werden die laufenden Abstimmungen zu einem geeigneten langfristigen Standort fortgeführt und die erforderlichen Rahmenbedingungen zur Verlagerung, im Zweifel mit temporärem Zwischenstandort, geschaffen. Zur Umsetzung des Migrationsmuseums DOMiD in der Halle 70 beabsichtigt der Trägerverein zum Ende des Jahres einen Förderantrag zu stellen. 53 54 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Planungsteam der städtebaulichen Machbarkeitsstudie - BeL Sozietät für Architektur, Bernhardt und Leeser BDA, Köln Anne-Julchen Bernhardt, Jörg Leeser, Laura Fuchs, Mariel Kaiser-Crompton - Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich Robin Winogrond, Helen Yu - Guido Spars, Prof. Dr.-Ing. Dipl. Volkw., Bergische Universität, Wuppertal - Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Eschborn Olaf Geist, Holger Coers, Michael Buchholz Auftraggeberin - Stadt Köln, Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen, Stadtplanungsamt Beteiligte Fachverwaltung - Amt für Stadtentwicklung und Statistik - Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Moderation und Dokumentation - Dewey Muller Partnerschaft mbB Architekten Stadtplaner, Köln/Luxemburg Begleitgremium - Marco Pagano, (Vorsitz des Begleitgremiums) - Jürgen Schuiszill, Bezirksvertretung Kalk, CDU - Gero Fürstenberg, Bezirksvertretung Kalk, CDU - Marcel Hagedorn, Bezirksvertretung Kalk, SPD - Daniel Bauer-Dahm, Bezirksvertretung Kalk, Bündnis 90/ DIE GRÜNEN - Heinz-Peter Fischer, Bezirksvertretung Kalk, Die Linke - grenzenlos gärten e.V. (Pflanzstelle), Iestyn Hartbrich - AbenteuerHallenKalk, Carola Wewer - Erlebnis inklusiv e.V., Stephan Prantl - Vision e.V., Marco Jesse 9 Beteiligte 55 56 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche 57 58 Machbarkeitsstudie Hallen Kalk Dokumentation Werkstattgespräche Impressum Herausgeber Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen Stadtplanungsamt Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln stadtplanungsamt@stadt-koeln.de www.stadt-koeln.de Redaktion Stadtplanungsamt Elke Müssigmann Wolfgang Tuch Sarah Wendland Dewey Muller Partnerschaft mbB Architekten Stadtplaner Flandrische Straße 4 50674 Köln Burkard Dewey Svenja Hennig Johannes Roderer Nicolai Sieber Christian Wendling info@deweymuller.com September 2019 Abbildungsnachweis Alle in der Gesamtdokumentation dargestellten Fotos und Grafiken sind - sofern nicht anders angegeben - von Mitarbeitern des Büros Dewey Muller, Partnerschaft mbB, Architekten Stadtplaner, aufgenommen beziehungsweise erarbeitet worden. Weitere Informationen finden Sie unter folgender Webadresse: www.hallen-kalk.de
Anlage 2 Integrierter Plan
214 Zeichen
Öffentliche Grünfläche Freilufthalle Pflanzstelle Vision e.V. Museum Jugendeinrichtung Gewerbe Schwerpunkt Wohnen Schwerpunkt Arbeiten Kita I-III VI-VIII Strategischer Plan I-III VI-VIII Anlage 2 Integrierter Plan
Anlage 1 Übersichtsplan
248 Zeichen
77 76 Museum Ludwig 75 Schauspiel Köln Leerstand Leerstand LeerstandPflanzstelle Vision e.V. Bildungscampus Erzbistum Köln 71 70 60 Erlebnis inklusiv e.V. Lager Roncalli 63 58 59 Abenteuer Hallen Leerstand Anlage 1 Übersichtsplan Hallen im Bestand
Beschlussvorlage Rat
16653 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VI/61/1
613 Wend Sa
Vorlagen-Nummer
2646/2019
Freigabedatum
12.09.2019
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Werkstattverfahren Hallen Kalk
Hier: Integrierter Plan als Grundlage der weiteren Bearbeitung
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Beschluss:
Der Rat beschließt
1. den in Anlage 2 beigefügten Integrierten Plan als städtebauliches Konzept gemäß § 1 Abs. 6 Nr.
11 BauGB;
beauftragt die Verwaltung
2. die zur Umsetzung des Integrierten Plans notwendigen Bauleitplanverfahren in die Wege zu lei-
ten (Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines Bebauungsplans);
3. weitere Qualifizierungsverfahren in die Wege zu leiten, um die hohe Qualität der Planung für
den öffentlichen Raum und Freiflächen sowie Hochbauvorhaben sicherzustellen;
4. einen langfristigen Standort für den Dirt-Track der AbenteuerHallenKalk im direkten Umfeld der
AbenteuerHallenKalk vorzusehen;
5. für die Verlagerungen des Dirt-Tracks und des Drogenselbsthilfevereins Vision e.V. entspre-
chende Mittel bereitzustellen.
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 12.09.2019
Stadtentwicklungsausschuss 19.09.2019
Rat 26.09.2019
2
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Begründung
1 Anlass und Ziel
Südlich der Kalker Hauptstraße endet in der öffentlichen Wahrnehmung der Stadtteil Kalk. Hier be-
fand sich etwa bis in die 1990er Jahre das ehemalige Klöckner-Humboldt-Deutz Areal zur Anlagen-
herstellung für den Maschinenbau. Nach weitgehender Aufgabe des Standortes wurde das Areal ge-
öffnet, jedoch fehlt bis heute eine Belebung durch entsprechende Nutzungen und Nutzer, weite Teile
sind untergenutzt oder liegen brach.
Der Stadtentwicklungsausschuss hat deshalb am 30.03.2017 die Durchführung eines interdisziplinä-
ren, dialogischen Werkstattverfahrens zur Erstellung einer Nutzungsanalyse, eines Entwicklungskon-
zeptes sowie eines Vermarktungskonzeptes für einen Teil des ehemaligen Werksgeländes der Klöck-
ner-Humboldt-Deutz AG zwischen der Kalker Hauptstraße und der Dillenburger Straße im Stadtteil
Kalk beschlossen (0502/2017). Vorab, am 23.06.2016, wurde ein Verkaufs-, Vermietungs- und
Verpachtungsmoratorium für die städtischen Liegenschaften beschlossen. Dieses sichert bestehende
Flächen und soll Fehlentwicklungen verhindern, solange keine Planungen erarbeitet und von den
politischen Gremien beschlossen wurden.
2 Planverfahren und Maßnahmen
Die drei interdisziplinären Planungsteams, bestehend aus den Bereichen Städtebau, Freiraumpla-
nung, Projektentwicklung und Verkehrsplanung:
- BeL Sozietät für Architektur, Köln mit Studio Vulkan, Zürich, Prof. Dr. Guido Spars aus der Bergi-
schen Universität Wuppertal und dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen
- Trint + Kreuder d.n.a. Architekten mit Lill + Sparla, Köln, der CG-Gruppe und Brenner Bernard Inge-
nieuren,
- De Zwarte Hond Architecture & Urbanism, Köln/Groningen mit Topotek 1, Berlin, Beos AG und Isa-
plan Ingenieuren
haben im Sommer 2017 im Rahmen des Werkstattverfahrens Hallen Kalk Nutzungskonzepte unter
Einbezug der Stadtgesellschaft entwickelt. Die dreiteilige Beteiligungsveranstaltung mündete in der
Empfehlung des Konzeptes von Team 1, BeL Sozietät für Architektur, durch ein Beratungs- und Be-
gleitgremium, bestehend aus Fachexpertinnen und -experten wie aus Vertreterinnen und Vertretern
der Politik. Das Ergebnis wurde den Gremien in Form einer Mitteilung dargelegt (2873/2017).
Am 28.06.2018 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss die Planung eines Schulstandortes im
östlichen Bereich des Betrachtungsraumes an der Christian-Sünner-Straße als "Bildungscampus" des
Erzbistums Köln (1423/2018). Damit schloss sich die Politik dem Standortvorschlag des Teams 2,
Trint + Kreuder d.n.a., an. Gleichzeitig wurde die direkte und umfassende Fortführung und Vertiefung
der städtebaulichen Planung beschlossen. Neben der städtebaulichen Planung war eine stufenweise
Umsetzungsstrategie zu entwickeln und für die bestehenden Nutzungen, Vision e.V., Dirt-Track der
AbenteuerHallenKalk, Pflanzstelle und Erlebnis inklusiv e.V., Standorte im Konzept vorzusehen
(1423/2018).
Durch die unabhängig erfolgende Schulplanung wurde das Areal östlich der Christian-Sünner-Straße
im Rahmen der Vertiefung nicht weiter betrachtet. Auch das Areal westlich der Neuerburgstraße, mit
den vorgesehenen Nutzungen Museum Ludwig in Halle 76 und Schauspiel Köln in Halle 75, sowie
dem Ottmar-Pohl-Platz, wurde nicht weiter in die Vertiefung eingeschlossen, da die städtebauliche
3
Entwicklung bereits mit dem Ergebnis des Werkstattverfahrens 2017 erarbeitet wurde. Durch die Hal-
le des Museums Ludwig ist eine Querungsmöglichkeit von dem Ottmar-Pohl-Platz zum neuen Areal
vorgesehen.
3 Integrierter Plan
Zur Vertiefung der Planung wurde ein integrierter Plan erarbeitet, welcher die Rahmenbedingungen
der künftigen Entwicklung im Bereich zwischen Neuerburgstraße und Christian-Sünner-Straße/
Wiersbergstraße zusammenfasst (siehe Anlage 2).
Kern der Planung ist die Entwicklung der Hallen 70 und 71. Hier wurde die besondere Raumwirkung
durch die Größenverhältnisse und die sichtbare Tragkonstruktion der Hallen erkannt. Auch wenn die-
se nicht unter Denkmalschutz stehen, sollen die Hallen als städtebaulich prägende und indentitätstif-
tende Großstrukturen erhalten bleiben. Nachdem bereits im Werkstattverfahren 2017 erste Ideen ei-
ner Öffnung der Hallenhaut angeregt wurden, soll die westliche der beiden Hallen (71) als öffentlich
zugängliche und flexibel nutzbare Freilufthalle (teils überdacht) entwickelt werden. Halle 70 ist als
Großstruktur konzipiert mit der Intention das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration
in Deutschland (DOMiD) aufzunehmen. Das Museum sieht die erforderlichen Stellplätze in der Halle
selbst vor. Die Liefer- und Besucherverkehre durch Kraftfahrzeuge sollen von Osten über die freilie-
gende Hallenseite geleitet werden, während Fußgänger das Museum über die Freilufthalle erreichen
können.
Neben dem bereits im Bebauungsplan 70449.09 "Wiersbergstraße" gesicherten Grünzug nördlich der
Hallen, wird eine Erweiterung der öffentlichen Grünfläche entlang der Neuerburgstraße vorgesehen.
Die Erweiterung der öffentlichen Grün- und Freiräume ist von großer Bedeutung, da der Stadtteil Kalk
mit einem Anteil von weniger als 10% Grün- und Freiräumen ein deutliches Defizit aufweist (Statisti-
sches Jahrbuch 2018). Die neue Grünverbindung soll zum Aufenthalt und darüber hinaus als wichtige
Durchlüftungsschneise zur klimatischen Aufbesserung dienen. Von heutigen 11% unversiegelter Flä-
chen innerhalb des Betrachtungsraumes wird im Rahmen der Neuplanung eine entsiegelte Fläche
von 37% erreicht.
Zwischen dem Grünband entlang der Neuerburgstraße und der Freilufthalle (71) wird ein Neubaufeld
bestehend aus Wohn- und Gewerbeflächen vorgesehen, welches das Areal künftig beleben soll. Die
Erschließung erfolgt durch eine Straße von Osten mit Anschluss an die Neuerburgstraße oder alter-
nativ mit einem Wendehammer. Die Gebäude sollen bis zu 8 Geschosse aufnehmen können. Die
Baumasse wurde im Zuge der Planung zu Gunsten des Grünzugs reduziert und konzentriert. Der
Bereich zwischen dem Museum und den Hallen 58-59 entlang der Christian-Sünner-Straße fasst klei-
nere Gebäudeeinheiten sowie eine gläserne Halle ein. Dieser Innenhof und die bestehende Verwal-
tungseinheit entlang der Dillenburgerstraße sollen aus dem Bestand heraus entwickelt werden. Da
die technische Infrastruktur rückwärtig der Verwaltungsgebäude nicht gegeben ist, müssen zunächst
Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse verlegt werden, damit anschließend neue Nutzungen in
die Gebäude einziehen können.
Neben den im Bebauungsplan 70449.09 "Wiersbergstraße" fixierten Jugendnutzungen in den Hallen
60 und 59, soll der Innenhof für Büros und Kleingewerbe genutzt werden. Kulturelle Nutzungen sind
hier ebenfalls denkbar.
Neben der Aktivierung des Areals durch neue Nutzungen wurde die fußläufige Anbindung und räumli-
che Verknüpfung als wichtiger Aspekt zur Öffnung des Areals erkannt. So soll der bereits im Werk-
stattverfahren 2017 vorgesehene Durchgang durch die Halle des Museums Ludwig zur Anbindung
des Ottmar-Pohl-Platzes durch eine Ost-West-Durchwegung im Areal fortgeführt werden. Auch der
Innenhof zwischen den Hallen 70 und 58-60 soll künftig nach Norden durch die heutige Halle 60 an
den Grünzug angebunden werden.
Insgesamt berücksichtigt die Planung explizit eine schrittweise Entwicklung in Baustufen sowie die
Möglichkeit einer kleinteiligen Vermarktung, indem mit der Erschließung zwischen Neubaufeld und
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Freilufthalle auf eine unabhängige öffentliche Erschließung potenzieller Einzelgrundstücke geachtet
wurde. Auch der Innenhof zwischen dem Museum und den Hallen 58-60 lässt eine Entwicklung des
Areals in Form einer kleinteiligen Parzellierung zu. Hierfür sind entsprechende Baulasten erforderlich.
Das Neubaufeld mit Wohn- und Gewerbeanteil sowie die zusätzliche öffentliche Grünfläche entlang
der Neuerburgstraße sind planbedürftig, so dass die Aufstellung eines Bebauungsplans vorgesehen
ist. Der Flächennutzungsplan ist im Parallelverfahren anzupassen.
4 Öffentliche Beteiligung
Nutzungen
Im Rahmen des Werkstattverfahrens 2017 entwickelte sich der Wunsch aus der Öffentlichkeit nach
einem Areal, welches weitere kulturelle Nutzungen aufnehmen kann, um eine Vielfalt und Belebung
vor Ort zu unterstützen. Zudem wurde die mutige Idee des Teams 1, BeL Sozietät für Architektur,
eine Schule in den Hallen 70 und 71 umzusetzen, deutlich unterstützt. Mit Zustimmung der Öffentlich-
keit formulierte das Beratungs- und Begleitgremium aus Politik, Verwaltung und bestehenden Akteu-
ren dann die Empfehlung der Weiterbearbeitung des Konzeptes des Teams 1.
Mit dem anschließenden Beschluss zur Entwicklung der Schule als Neubau entsprechend des Stand-
ortvorschlags von Team 2, Trint + Kreuder d.n.a., östlich der Christian-Sünner Straße ("Campus für
Alle" durch das Erzbistum Köln), standen die Hallen 70 und 71 vor der Herausforderung neuer Nut-
zungen. Auch das vorgesehene Lager und die Werkstätten der Bühnen Köln werden außerhalb des
Plangebietes in Kalk umgesetzt, so dass das Konzept insgesamt überarbeitet werden musste.
Im Februar 2019 startete dann der Beteiligungsprozess zur Überarbeitung des Konzeptes. Das Team
BeL entwickelte das Konzept weiter, indem nun das bestehende grüne Band nördlich der Hallen ent-
lang der Neuerburgstraße weitergeführt wurde. Zwischen Grünband und Hallen wurde eine
Blockstruktur für Wohn- und Gewerbeflächen vorgesehen. Die zuvor als Freilufthalle geplante Halle
70 wurde als Veranstaltungshalle konzipiert, während die Funktion der Freilufthalle von der Nachbar-
halle 71 übernommen wurde. Ebenfalls in Halle 70, entlang der Freilufthalle, sollten kleine Gewerbe-
einheiten entstehen, welche die Freilufthalle beleben sollten. Der Neubaublock wurde unmittelbar an
die Freilufthalle gerückt, so dass die Erschließung der Neubauten durch die Freilufthalle erfolgen soll-
te. Konsequenz dieser Planung war, dass Freilufthalle und Neubauten aus einer Hand zu entwickeln
wären.
Die BV 8 hat in ihrer Sitzung am 28.11.2018 entschieden, dass zur Begleitung des Verfahrens "Kalk
Süd / Hallen Kalk" ein Beratungs- und Begleitgremium (BBG) eingerichtet werden soll, welches die
kontinuierliche Begleitung der vorgesehenen städtebaulichen Planungen und Umsetzungen durch
kompetente Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Institutionen und Bürgerschaftlichen Zusammen-
schlüssen sicherstellt. Das BBG tagte jeweils eine Woche vor den öffentlichen Werkstattgesprächen
und sprach Empfehlungen aus, die im Rahmen der Werkstattgespräche vorgestellt wurden.
Die Öffentlichkeitsbeteiligung des ersten Werkstattgesprächs ergab neben vielen anderen Anregun-
gen den Wunsch nach einer kleinteiligen Entwicklungsmöglichkeit, nach mehr Grünflächen und weni-
ger Bebauung. Zudem wurde eine rein kommerzielle Nutzung der Halle 70 als Veranstaltungshalle
kritisch gesehen und eine kulturelle Nutzung gewünscht. Die Neubauten wurden daraufhin von der
Freilufthalle gelöst und eine öffentliche Straße eingeplant, so dass eine einfache Parzellierung der
Grundstücke denkbar ist und gleichzeitig eine Entwicklung in Bauabschnitten ermöglicht wird. Gleich-
zeitig wurde das grüne Band entlang der Neuerburgstraße verbreitert und die Neubaumasse reduziert
und konzentriert. Als neue Nutzung der Halle 70 wurde als kulturelle Nutzung das Migrationsmuseum
DOMiD vorgestellt, welches in der Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen wurde. Insgesamt konnte
das überarbeitete Konzept die Öffentlichkeit und Politik überzeugen.
Die Anregungen aus dem zweiten Werkstattgespräch sind tabellarisch aufbereitet worden und liegen
mit einer jeweiligen kurzen Stellungnahme der Verwaltung vor (Anlage 4).
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Beteiligungsformat
Nachdem das Werkstattverfahren 2017 insgesamt als ergebnisoffenes Verfahren positiv aufgenom-
men wurde, starteten die Werkstattgespräche 2019 zur Überarbeitung der Planung mit Kritik zum
Beteiligungsverfahren. Während im Werkstattverfahren 2017 nach einer allgemeinen Ideensuche je
Konzept Stärken, Schwächen und Anregungen gesammelt wurden, gab es in Werkstattgespräch 1
thematisch zugeordnete Bereiche zur Aufnahme der Anregungen. Es wurde in Kleingruppen vor den
Plänen spontan diskutiert und Fragen an die Kojenpaten aus dem Planungsteam, dem Moderations-
büro oder der Verwaltung gestellt. Insgesamt wurde eine nicht ausreichende Diskussionsdauer kriti-
siert. Die für die Öffentlichkeit wichtigen Themen fänden keinen ausreichenden Diskussionsraum.
Daraufhin wurden in Werkstattgespräch 2 nach der Präsentation der aktuellen Planung Diskussions-
räume ohne festgelegtes Thema bereitgestellt. Ein Moderator unterstützte die Gruppe und stand für
Fragen bereit. Die Gruppen wurden durch eine Losziehung beim Eintritt zur Veranstaltung zugeord-
net. Durch die Mischung der Personengruppen wurden thematischen Schwerpunkte reduziert und
eine freie und vielschichte Diskussion gefördert. Das veränderte Beteiligungsformat wurde von Öffent-
lichkeit und Politik vor Ort sehr begrüßt.
5 Förderung
Zur Förderung gemeinnütziger Maßnahmen ist eine Fortschreibung des Integrierten Stadtentwick-
lungskonzeptes (ISEK) im Sozialraum "Humboldt/ Gremberg und Kalk" (2488/2017) beabsichtigt. Das
ISEK baut auf das Programm "Starke Veedel – Starkes Köln: Mitwirken, zusammenhalten, Zukunft
gestalten" auf. Es wurde am 20.12.2016 im Rat beschlossen (2899/2016). Auf der Grundlage des
fortgeschriebenen ISEKs wird die Verwaltung die entsprechenden Förderanträge einreichen.
6 Planungsrecht
Der Regionalplan zeigt für den Bereich einen Allgemeinen Siedlungsbereich (ASB).
Der aktuelle Flächennutzungsplan stellt das Areal überwiegend als Industriegebiet (GI) dar. Lediglich
die Halle 59, genutzt durch die AbenteuerHallen Kalk, und die nördlich angrenzende Halle 60 bilden
Gemeinbedarfsflächen. Der Bereich westlich der Neuerburgstraße, die Halle 76 des Museums Ludwig
und Halle 75 des Schauspiels Köln, befinden sich in einem Mischgebiet. Eine öffentliche Grünfläche
in Form eines Ost-West- Bandes nördlich der Hallen ist ebenfalls im Flächennutzungsplan definiert.
Der Bebauungsplan 70449.09 "Wiersbergstraße" setzt sowohl Gemeinbedarfsflächen – Schule – für
die Kaiserin- Theophanu-Schule als auch öffentliche Grünflächen für das Grünband in der Ost-West-
Achse fest. Die AbenteuerHallen und die Halle 60 sind als Fläche für den Gemeinbedarf – Jugendein-
richtung festgesetzt.
7 Ausblick
Nach erfolgter Beschlussfassung ist vorgesehen, die zur Umsetzung des integrierten Plans erforderli-
chen Bauleitplanverfahren zu beginnen. (Vorlagennr. 2643/2019) Die Fortschreibung des Integrierten
Stadtentwicklungskonzeptes "Humboldt/Gremberg und Kalk" zur Förderung gemeinnütziger Maß-
nahmen wird vorbereitet und den Gremien vorgelegt. Für den Dirt-Track werden die laufenden Ab-
stimmungen zu einem geeigneten langfristigen Standort fortgeführt und erforderliche Rahmenbedin-
gungen zur Verlagerung, im Zweifel mit temporärem Zwischenstandort, geschaffen.
Für die Umsetzung des Migrationsmuseums DOMiD in der Halle 70 hat der Trägerverein zum Ende
des Jahres einen Förderantrag in Aussicht gestellt.
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Anlagen
0 Begründung der Dringlichkeit
1 Übersichtsplan Hallen im Bestand
2 Integrierter Plan "Hallen Kalk"
3 Städtebaulicher Entwurf
4 Umgang Anregungen Werkstattgespräch 2
5 Dokumentation Werkstattgespräch 1+2
Anlage 0 Begründung der Dringlichkeit
781 Zeichen
A N L A G E 0 Kooperatives Werkstattverfahren Hallen Kalk Hier: Integrierter Plan als Grundlage der weiteren Bearbeitung Vorlage 2646/2019 hier: Begründung der Dringlichkeit Mit dem Abschluss des Werkstattverfahrens Hallen Kalk Anfang Juli 2019 steht nun ein Planungs- konzept für die Entwicklung des Kalker Südens fest. Der Beschluss soll möglichst im zeitlichen Zusammenhang mit dem Abschluss der Veranstaltungsreihe erfolgen und zwingend gemeinsam mit dem Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans für einen Teil des Areals den Gremien vor- gelegt werden (Session Nr.2643/2019). Nach Beschluss des Integrierten Plans sowie des auf die- sen aufbauenden Aufstellungsbeschlusses können die nächsten Schritte zur Entwicklung des Are- als umgesetzt werden.
Anlage 3 Städtebaulicher Entwurf
1273 Zeichen
Bolzplatz Garten Tischtennis Bouleplätze GastronomieMensaGewächshaus öffentliche Passage öffentliche Passage öffentliche Passage öffentliche Passage Halle 71 7.000 qm Halle 70 I-III BGF 12.000 qm Halle 60 BGF 3.600 qm Halle 59 BGF 3.000 qm Halle 58 Halle 63 BGF 2.100 qm VII, h 26m BGF 1.600 qm VII, h 26m BGF 3.300 qm Marktplatz BGF 3.500 qm BGF 2.000 qm 3)GF: 2.086 qmBGF: 6258 qm GFZ: 3,00 4)GF: 1.251 qmBGF: 3.753 qm GFZ: 3,00 6) GF: 1.676 qm BGF: 5.866 qm GFZ 3,50 VIII 26 m 1)GF: 1.097 qmBGF: 3.291 qm GFZ: 3,00 2)GF: 1.312 qmBGF: 3.936 qm GFZ: 3,00 5)GF: 1.251 qmBGF: 3.753 qm GFZ 3,00 II BGF 1.000 qm II BGF 1.400 qm II VIII 26 m 9 VII 26 m V 20 m Vision e.V.Freifläche 550 qm Halle 66/68 BGF 800 qm Pflanzstelle 1.000 qm Spielplatz 2.660 qm Kita Freifläche1.000 qm 42,4 14 34 48 45,3 VII 23 m VIII 26 m VIII 26 m II 8 m Zugang Museum Sport / Kultur Lageplan Arbeiten Wohnen Museum Gewerbe Atelier Werkstätten Private Grünfläche Öffentliche Grünfläche Optionsfläche Stadtteilprojekte Neubaufeld Grundstück 8.675 qm, BGF: 26.800 qm, GFZ: 3,08 Wohnen BGF: 12.300 qm, Arbeiten BGF: 13.200 qm, Kita BGF: 1.300 qm, Vision e.V. BGF: 300 qm Kita Zugang Vision e.V. / Kita / Museum 10 m M 1:1000 III 10 m Zugang Kita Vision e.V. Anlage 3 Städtebaulicher Entwurf
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2646/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 12.09.2019
- Erstellt
- 01.08.2019 09:57