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V/1115/2016

Umweltdaten Münster 2014/2015

Vorlagen 09.12.2016

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Nächste Beratung: Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen, Sitzung am 28.02.2017, TOP 6.4

Anlage 1 Umweltdaten 2014-15_14.02.2017

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Anlage 1 Umweltdaten 2014-15_14.02.2017

65576 Zeichen

Umweltdaten Münster 2014/15 
 
 
  
 
Anlage 1 
0
50 
100 
150 
200 
2009 2014 
Mohn 
Kornblume

2
Inhaltsverzeichnis 
1. 
 Umweltindikatoren für Münster............................................................................ 3 
2.  Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen ..................................................... 3 
3.  Umweltindikatoren im Überblick .......................................................................... 4 
Abfall ....................................................................................................................... 7 
Abwasser .............................................................................................................. 11  
Biodiversität .......................................................................................................... 14  
Boden/Fläche ....................................................................................................... 19  
Grün ...................................................................................................................... 23  
Lärmimmissionen.................................................................................................. 28  
Luftschadstoffe ..................................................................................................... 31  
Natur und Landschaft - Schutzgebiete .................................................................. 34  
Natur und Landschaft - Eingriffsregelung ............................................................. 37  
Umweltmanagement ............................................................................................. 41  
Verkehr/Mobilität ................................................................................................... 43  
Wasser ................................................................................................................. 46

3
1. Umweltindikatoren für Münster 
Mit den Umweltdaten 2009 hat die Stadt Münster erst mals Umweltindikatoren 
festgelegt, mittels derer die Umweltsituation in Mü nster regelmäßig beobachtet und 
gesteuert werden kann. Die Umweltdaten werden im 2- jährlichen Turnus 
fortgeschrieben, um jeweils einen schnellen Überbli ck über Zustand, Entwicklung 
und Steuerungsnotwendigkeiten der Umwelt zu erlangen. 
Zielsetzung der Umweltindikatoren im Überblick 
• Zusammenschau der relevanten Umweltbelange 
• Kontinuierliche Umweltbeobachtung und –dokumentat ion 
• Darstellung von Entwicklungstrends 
• Abgleich mit festgelegten Zielsetzungen zum Umwel tschutz 
• Ableitung von Handlungserfordernissen 
2. Fortschreibung von Umweltdaten und -zielen 
Die vorliegende Fortschreibung der Umweltdaten umfa sst in dieser Ausgabe die 
beiden Jahre 2014 und 2015.  
Für folgende Umweltmedien liegen Umweltindikatoren vor: 
• 
Abfall 
• Abwasser 
• Biodiversität 
• Boden/Fläche 
• Grün 
• Klima/Energie 
• Lärm  
• Luft  
• Natur und Landschaft (einschließlich Thema Eingriffsregelung) 
• Umweltmanagement 
• Verkehr/Mobilität 
• Wasser

4
3. Umweltindikatoren im Überblick 
Umwelt- 
medium 
Indikator Letzter 
Ist-Wert 
(Jahr) 
Neuer 
Ist-Wert 1 
2014 / 
2015 
Soll-Wert 
 
(Zieljahr) 
Abfall  Abfälle und Wertstoffe aus 
Haushalten [kg/EW*a] 
431 
 
(2013) 
479/426  425  
(2020)  
Abwasser  
 
Stickstoff-Emissionen aus 
Kläranlagen / Nges-Ablauffracht 
[t/a]. 
128 
 
(2013) 
 
126/126  
120  
(2010)  
Kupfer in Klärschlämmen [mg/kg] 334  
(2013) 
384/388  550  
(2010)  
Zink in Klärschlämmen [mg/kg] 411  
(2013) 
496/468  1.400  
(2010)  
Boden/Fläche  Jährlicher Zuwachs der Siedlungs- 
und Verkehrsfläche  [ha/a] 
51 
 
(2013) 
   8/39  30  
(2020)  
Biodivers ität  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bestandentwicklung ausgewählter 
Indikatorarten  
- Wiesenschaumkraut 
Anzahl Individuen Grünland 
- Laubfrosch 
Anzahl Individuen (Rufer) 
besiedelte Gewässer 
- Schwanenblume 
- Vorkommen am Emmerbach 
- Vorkommen an der Aa 
- Steinbeißer  
besiedelte Gewässer 
- Mohnblumen  
Anzahl der Vorkommen 
- Kornblumen 
Anzahl der Vorkommen 
 
 
 
> 5.000  
(2012)  
279  
13  
(2013)  
 
stark  
schwach  
4  
(2013) 
k.A.  
 
k.A.  
 
 
 
 
k.A.  
 
710/- 
21/- 
 
 
k.A.  
 
k.A.  
 
164/- 
 
19/- 
 
 
 
wird noch 
festgelegt  
                                            
1 Nicht für jeden Indikator liegt eine jährliche Fortschreibung vor.

5
Umwelt- 
medium 
Indikator Letzter 
Ist-Wert 
(Jahr) 
Neuer 
Ist-Wert 1 
2014 / 
2015 
Soll-Wert 
 
(Zieljahr) 
Biodiversität  
 
- Rauchschwalben 
Brutpaare auf Vergleichsflächen 
(n = 117) 
- Mehlschwalben 
Brutpaare auf Vergleichsflächen  
(n = 33) 
729  
(2009)  
303  
(2009)  
-/694  
 
-/176  
Grü n Eingriffe in das Grünsystem [St./a] 0 (2013)  0/0  0 
 
Klima  / 
Energie 
Kohlendioxid-Emissionen [t/EW*a] 6,7  
(2013) 
6,6/6,5  5,4  
(2020)  
Anteil der erneuerbaren Energien 
am Energieverbrauch der Stadt [%] 
 
3,7  
(2013) 
4,7/5,5  20  
(2020)  
Natur und 
Landschaft 
Fläche der Naturschutzgebiete [ha]  1.905  
(2013) 
2.133  
/2.133  
 
  
(4.668)  
Vergleichs-
wert BSN 
im 
Regional-
plan  
Natur und 
Landschaft 
Ausgleichsflächen im Rahmen von 
Bebauungsplänen [ha] 
0 (2013) 
 0/0,48  
 
Kein 
Zielwert  
 
Lärm -
immissionen 
Lärmbelastung an 
Hauptverkehrsstraßen 
L
den  >55 dB(A) [Einwohner tags] 
27.5754 
(2013) 
k.A.  Liegt 
noch 
nicht vor  
Lnight >50 dB(A) nachts  
[Einwohner nachts] 
16.496  
(2013) 
k.A.  Liegt 
noch 
nicht vor  
Lden  >70 dB(A) tags [Einwohner 
tags] 
1.952  
(2013) 
k.A.  Liegt 
noch 
nicht vor  
Lnight  >60 dB(A) nachts  
[Einwohner nachts] 
2.535  
(2013) 
k.A.  Liegt 
noch 
nicht vor

6
Umwelt- 
medium 
Indikator Letzter 
Ist-Wert 
(Jahr) 
Neuer 
Ist-Wert 1 
2014 / 
2015 
Soll-Wert 
 
(Zieljahr) 
Luftschad -
stoffe 
Stickstoffdioxid -Immissionen 
[µg/m³] 
40 
 
(2013) 
39/39  40  
 
Feinstaub-Immissionen 
[Überschreitungstage mit  
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel)] 
17 
 
(2013) 
18/14  <36  
 
Ozon-Immissionen 
[Überschreitungstage mit 120 
µg/m³ (8 Std.-Mittel)] 
15 
 
(2013) 
9/18  <26  
 
Umwelt -
management 
ÖKOPROFIT-Betriebe  
[Anzahl Staffeln / 2 Jahre] 
1
 
(2011/ 
2012) 
1 
(2013/ 
2014) 
 
1 
 
Verkehr / 
Mobilität 
Anteil Umweltverbund am Modal 
Split [%] 
71,0 
 
(2013) 
k.A.  
 
75 
(2025)  
Anteil des Kfz-Anteils im  
Regionalverkehr [%] 
80  
(2007)  
k.A.  75  
(2025)  
Wasser  Anteil der Fließgewässer mit 
Gewässergüteklasse II-III oder 
besser [%] 
89 
 
(2012) 
85/k.A.  100  
(2020)

7
Die Umweltmedien im Detail 
Umweltmedium/Ressource: 
Abfall 
Indikator: 
Abfälle und Wertstoffe aus Haushalten 
Definition: 
Abfallaufkommen (nur Haushalte) pro Kopf der Bevölkerung. [kg/EW*Jahr] 
Erläuterung: 
Die Haushaltabfälle (Hausmüll, Sperrmüll, Wertstoff e u.ä.) stellen einen Teil der 
insgesamt anfallenden Siedlungsabfälle dar. Zu den sonstigen Siedlungsabfällen 
gehören zudem Baurestabfälle, Rückstände der Stadtr einigung und Gewerbeabfälle. 
Der Bezug auf die Bevölkerungszahl stellt die relative Vergleichsmöglichkeit sicher.  
Datenlage/Grafik: 
 
Zielwert: 425 kg/EW*a (2020)

8
 
 
 
Qualitative Ziele: 
Abfallvermeidung schont Ressourcen; aber Abfall ist  auch “Rohstoff”. Durch 
ordnungsgemäße Verwertung können Abfallpotenziale g enutzt werden. Durch die 
schadlose Beseitigung nicht verwertbarer Abfälle we rden Umweltschäden 
vermieden. Eine nachvollziehbare Überwachung der Ab fallströme sichert den 
sorgsamen Umgang mit Abfall. 
• Prioritäre Vermeidung von Abfall 
• Optimierte Verwertung von Abfällen durch Weiteren twicklung des 
stoffstromoptimierten Abfallwirtschaftskonzeptes 
• Entsorgung der in Münster anfallenden Abfälle nur  im Rahmen abfallrechtlicher 
Vorgaben 
Quantitative Ziele: 
Senkung des Abfallaufkommens der Haushalte auf 425 kg/EW*a. 
Der Zielwert wurde im Rahmen der Beratung der Umwel tdaten 2009 als Prüfwert 
festgelegt.  
Die Zielwerterreichung von 425 kg/EW*a wurde aktuel l im Jahr 2015 durch eine 
Steigerung der Einwohnerzahl in Münster nahezu erreicht. 
Entwicklung 
:  
Die Abfallmengen 2014 wurden durch das Starkregener eignis am 28.07.2014 
beeinflusst, sodass im Jahr 2014 eine Steigerung de r Abfallmenge zu verzeichnen 
war. Aktuell liegt das Abfallaufkommen im Jahr 2015 bei 426 kg/EW*a. 
Dieses wurde durch eine weitere Steigerung der Einw ohnerzahl in Münster erreicht. 
Das Gesamtabfallaufkommen aus Haushalten ist aber s eit 2010 (130.448 t) nicht 
gesunken. Im Jahr 2015 lag das Aufkommen bei 130.118 t.

9
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Abfallvermeidung“  (Aktionstage, 
Pressearbeit, aktuelle AWM-Kampagne „101 saubere Lösungen für Münster“,   
Tipps zur Abfallvermeidung auf der Homepage der AWM  und in AWM-
Broschüren (z. B. Eigenkompostierung, Second-Hand etc.)) 
 
• Ende 2014 wurde ein Online-Tausch-und Verschenkmar kt  in die Homepage 
der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM)  integr iert ( www.awm-
tauschmarkt.de ). Bürgerinnen und Bürger haben damit eine sinnvoll e 
Alternative zum Wegwerfen gut erhaltener aber nicht  mehr genutzter Dinge. 
Diese können entweder verschenkt oder getauscht wer den. Lediglich Geld ist 
als Tauschmittel nicht erlaubt.  
• Anfang 2015 Einrichtung von „Give-Boxen“ – zunächs t auf den elf 
Recyclinghöfen der AWM. Die Ausweitung auf den Stad tbereich ist ab 2017 
geplant. Hintergrund: Die Give Boxen (alte, umgebau te Telefonzellen) dienen 
als „Tausch- und Verschenkmarkt“ vor Ort. Bürger kö nnen dort für 
Interessierte Spielzeug, CDs/DVDs und Bücher ablege n, die noch gut 
erhalten sind, aber von ihnen selbst nicht mehr verwendet werden. 
• Vermeidung von Lebensmittelabfällen: Privathaushal te in Deutschland werfen 
pro Jahr 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel "in die Tonne". Das kommt 
Mensch, Tier und Umwelt teuer zu stehen. Die AWM ha ben deshalb 2015 in 
Kooperation mit  dem Amt für Grünflächen, Umwelt un d Nachhaltigkeit die 
Initiative "Zu gut für die Tonne - Münster is(s)t a bfallarm" ins Leben gerufen 
(www.zugutfuerdietonne.muenster.de ). Die Initiative ist dauerhaft angelegt 
und hat nicht nur zum Ziel, über Lebensmittelversch wendung aufzuklären und 
zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen aufzurufen.  Sie will auch zu einer 
besseren Vernetzung der zahlreichen Akteure, die si ch in Münster bereits mit 
diesen Themen beschäftigen, beitragen.  
 
Ausblick:  
 
• Die AWM haben 2015  ein ganzheitliches Konzept zur  Ausweitung der bereits 
bestehenden zahlreichen  Angebote zur Abfallpädagog ik erstellt. 
Wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts ist ein ab fallpädagogischer 
Lehrpfad „Abfall, Klima, Energie“ (Zielgruppe Kinde r, Jugendliche und 
Erwachsene), der am Entsorgungszentrum in Münster e ntstehen wird 
(Umsetzung wird voraussichtlich im letzten Quartal 2017 abgeschlossen 
sein). Innerhalb des Themenfeldes Abfall-Energie-Kl ima sollen ökologische 
Zusammenhänge aufgezeigt und die Leitgedanken moder ner 
Kreislaufwirtschaft herausgearbeitet und verdeutlic ht werden. Zusätzlich 
sollen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erh alten, reale Anlagen der 
Abfallentsorgung kennen zu lernen. Entsprechend der  gesetzlich verankerten 
Abfallhierarchie ist der Ausgangspunkt das Thema „A bfallvermeidung“ 
(Ressourcenschutz). Längerfristig soll am Fuß der D eponie ein 
„Freilandklassenzimmer“ gebaut werden, das Ausgangs- und Endpunkt für die 
Exkursionen sein wird. (Dafür sollen Fördermittel b eantragt werden). 
Verankert ist in dem o.g. ganzheitlichen Konzept au ch die Ausweitung von 
Kooperationen mit Schulen und Kitas über einzelne P rojekte. So haben bspw. 
bereits Kooperationsgespräche mit dem Kant-Gymnasiu m stattgefunden. Ziel 
dieser Kooperation ist es, das Thema Abfallvermeidu ng und Abfalltrennung in

10 
den Schulalltag zu integrieren. Die Kooperation sol l bis Ende 2016 und für 
zwei Jahre geschlossen werden.  
 
• Die AWM haben außerdem ein Konzept zur Abfallberat ung 
(Abfallvermeidung/Abfalltrennung) in Flüchtlingsunt erkünften erarbeitet. Die 
Zielgruppe der Flüchtlinge hat aufgrund von Sprachb arrieren und dem 
unbekannten Trennsystem in Deutschland besonderen Beratungsbedarf.   
 
Adressaten: 
Bürgerinnen und Bürger 
Kosten: 
Umlage über Gebühren  
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Geschäftsberichte / Abfallbilanz der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
Aktualisierung: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 
2010  2011  2012  2013  2014  2015  
Gesamtaufkommen 
Siedlungsabfälle [t] 
221.042 
 178.371  185.199  173.128  185.990  168.550  
Anteil verwertete 
Siedlungsabfälle [%] 
84% 
 81%  82%  81%  78%  81%  
Gesamtaufkommen 
Abfälle aus Haushalten[t] 
130.448 
 132.337  128.456  127.868  143.518  130.117

11 
 
Umweltmedium/Ressource 
: 
Abwasser 
Indikator : 
Stickstoff-Emissionen aus Kläranlagen 
Definition : 
Der Indikator gibt die jährlich aus den Kläranlagen  in die Vorfluter emittierte Fracht 
an Stickstoff an. Die Angabe erfolgt als Gesamtstickstoff in Tonne pro Jahr [t/a]. 
Erläuterung :  
Stickstoff führt zur Eutrophierung von Gewässern. D ie Verringerung der Stickstoff-
Emissionen führt zu einer Verbesserung der Gewässergüte. 
Erläuterung : 
Datenlage/Grafik : 
 
Zielwert: 120 t/a  
Qualitative Ziele: 
Die Wasserrahmenrichtlinie schafft einen Rahmen für den Schutz der Gewässer. Zur 
Erreichung der anspruchsvollen Ziele der WRRL trägt  auch eine leistungsfähige 
Abwasserbehandlung bei.  
Ziele: 
• Fortführung des Qualitäts- und Umweltmanagements in der Stadtentwässerung. 
• Elimination von Nährstoffen aus dem Abwasser 
• Schrittweise Reduzierung der Verschmutzung durch prioritäre Stoffe und 
schrittweises Einstellen von Einleitungen, Emissionen und Verlusten prioritärer 
gefährlicher Stoffe in Oberflächengewässer sowie Verhindern und Begrenzen der 
Einleitung von Schadstoffen in das Grundwasser.

12 
 
Quantitative Ziele 
: 
Integrierendes Ziel ist die Einhaltung der Zielvorgaben der WRRL (vgl. Wasser) 
• Ziel hinsichtlich der Stickstoffemission ist eine  N ges -Ablauffracht von ca. 120 t/a.  
• Ziel hinsichtlich der Klärschlämme ist die Einhal tung des QLA Gütezeichens für 
Kupfer und Zink (Cu = 550 mg/kg, Zn = 1.400 mg/kg) 
Entwicklung : 
Der Zielwert der Stickstoff-Emission von 120 t/a wu rde 2014 und 2015 mit jeweils 
126 t/a knapp überschritten. Ein möglicher Grund ka nn der Bevölkerungszuwachs 
sein. Die Reinigungsleistung war jedoch bei deutlic her Unterschreitung der 
Überwachungswerte hinsichtlich der Eliminationsrate von ca. 92 % konstant. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Die Realisierung der Vorbehandlung stark stickstoff haltiger Prozesswässer auf der 
Hauptkläranlage ist für 2017 geplant. Dadurch werde n die Prozesswässer separat 
und energieeffizient entfrachtet. Dies wird zu eine r Reduzierung der emittierten N-
Frachten führen. Hinsichtlich des Bevölkerungszuwac hses soll ein Gesamtkonzept 
entwickelt werden. 
Die Zielwerte für Klärschlämme wurden erreicht. Dur ch den Ausstieg aus der 
landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung verlieren diese Zielwerte an Bedeutung 
und werden daher letztmalig aufgeführt. 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
2016/2017: ca. 1.500.000 € 
Datenherkunft/Zuständigkeit : 
Tiefbauamt 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2012  2013  2014  2015  
Eliminationsrate Stickstoff [%] 92,4  92,1  92,4  92,3  
CSB-Emissionen [t/a] 668  652  725  745  
Eliminationsrate CSB [%] 93,2  93,1  92,6  92,0  
Phosphor-Emissionen [t/a] 6  5 4,7  4,3  
Eliminationsrate Phosphor [%] 97,4  97,4  97,6  97,7

13 
 2012  2013  2014  2015  
Angeschlossene Einwohnerwerte [EW]  367.300  367.300  ca. 
390.000  
ca. 
390.000  
Kupfer im Klärschlamm HKA [mg/kg] 354  334  405  336  
Zink im Klärschlamm HKA [mg/kg] 434  411  503  488

14 
Umweltmedium/Ressource : 
Biodiversität 
Indikator : 
Repräsentative Arten 
Definition : 
Für ausgewählte Indikatorarten erfolgt im 3-5 jähri gen Turnus im Auftrag der Stadt 
Münster eine Erhebung der Bestandssituation bzw. de r Populationsentwicklung in 
Münster durch die NABU-Naturschutzstation Münsterla nd e.V.. Die Indikatorarten 
geben stellvertretend Hinweise auf die Entwicklung der Biodiversität der wichtigsten 
Lebensraumtypen: 
1. Erhebung: Wiesenschaumkraut (frische-feuchte Wiesen), Laubfrosch 
(Stillgewässer), (vgl. Umweltdaten 2010/2011) 
2. Erhebung: Steinbeißer (Fließgewässer), Schwanenblume (Gewässerufer), 
(vgl. Umweltdaten 2012/2013) 
3. Erhebung: Korn-/Mohnblume (Acker/Feldflur), Mehl- und Rauchschwalben 
(Siedlung), (vgl. Umweltdaten 2014/2015) 
4. Erhebung: Kiebitz (Feuchtwiesen, Brachflächen), 
Erläuterung 
: 
Die Bestandsentwicklung der repräsentativen Arten s teht stellvertretend für die 
Bestandsentwicklung vieler anderer Arten. Sie zeigt  die Qualität von Biotopen und 
die Eignung der Landschaft als Lebensraum.  
Qualitative Ziele 
: 
Auf der Grundlage eines Beschlusses des Hauptaussch usses vom 29.09.2010 ist 
die Stadt Münster dem „Bündnis für biologische Vielfalt“ im Rahmen der Deklaration 
„Biologische Vielfalt in Kommunen“ beigetreten. Die Stadt verpflichtet sich damit die 
Biodiversität im Bereich folgender Bereiche zu fördern: 
• Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich 
• Arten und Biotopschutz 
• Nachhaltige Nutzung  
• Bewusstseinsbildung und Kooperation.  
Die Zielsetzung weiterer Umweltmedien/Ressourcen si nd auch im Sinne der 
Biodiversität von Relevanz (z.B. Boden/Fläche, Wasser, Grünflächen). 
Quantitative Ziele 
: 
Erreichung nachhaltiger Populationsgrößen bzw. Sied lungsdichten der gewählten 
Referenzarten. Für die ausgewählten Arten müssen di e Zielgrößen im Rahmen des

15 
weiteren Monitorings der Arten noch entwickelt werd en. Auf der Grundlage der 
bislang vorliegenden Daten ist eine entsprechende Festlegung noch nicht möglich. 
Datenlage/Grafik: 
0
50 
100 
150 
200 
2009 2014 
Mohn 
Kornblume 
 
Anzahl der Bestände Mohn- und Kornblumen 2009 und 2014  
0
10 
20 
30 
40 
50 
60 
2009 2014 
0
2
4
6
8
10 
2009 2014 
 
 Bestandsgrößen Mohn-Arten Bestandesgrößen Kornblum e  
(jeweils links/blass: wenig, rechts/ausgefüllt: viel) 
 
Abbildung: Entwicklung der Vorkommen von Mohn- und Kornblumen in Münsteraner 
Äckern seit 2009 (NABU 2014) 
Entwicklung: 
Bei der Kartierung 2009 waren 150 Vorkommen der Mohnblume erfasst worden, was 
einem Anteil von ca. 10,9 % der Ackerschläge in Münster entspricht. 
Von den 164 Mohnvorkommen aus dem Jahr 2014 bestand  die weit überwiegende 
Zahl der Bestände nur aus wenigen Exemplaren. 119 B estände (entspricht ca. 73 % 
der Vorkommen) umfassten weniger als 25 Exemplare, 28 (17 %) waren von 
mittlerer Größe zwischen 26 und 100 Exemplaren und lediglich 12 Bestände (10 %) 
hatten mehr als 100 Exemplare. Der Median der Besta ndesgröße liegt bei 
Vorkommen mit 6-25 Individuen. 
Etwas anders sah es im Jahr 2014 bei der Kornblume aus: hier waren die Bestände 
durchschnittlich erheblich größer mit sechs Beständ en (entspricht 28 % der 
erfassten Vorkommen) mehr als 100 Exemplaren, und j eweils acht Beständen (36 
%) von mittlerer Größe und individuenarmen Vorkomme n (17 %) von weniger als 25 
Exemplaren. Der Median der Bestandesgröße liegt hie r bei Vorkommen mit 51-100 
Individuen. 
2009 waren noch 35 Bestände mit Kornblumen gefunden  worden, so dass aktuell 
mit nur noch 19 Vorkommen ein starker Rückgang zu v erzeichnen ist. Allerdings

16 
waren vor fünf Jahren die Bestände durchweg kleiner (Median: 26-50 Individuen), so 
dass vom Rückgang vor allem individuenarme Vorkommen betroffen sind. 
Insgesamt ist festzuhalten, dass in Münster auf nur  wenig mehr als jeden achten 
Ackerschlag überhaupt Mohn- oder Kornblumen vorkomm en, und dann weit 
überwiegend in nur wenigen Individuen. Für den daue rhaften Erhalt der Arten, als 
Nahrungsquelle für Insekten und nicht zuletzt für e in attraktives Landschaftsbild sind 
nach Einschätzung des NABU jedoch weit größere und häufigere Bestände 
notwendig. 
Bei der Bewertung als Indikator für Ackerlebensräum e ist bei den oben genannten 
Feldblumen zukünftig auch der Faktor der gezielten Ansaat in den Blick zu nehmen. 
Datenlage/Grafik: 
 
Abbildung: Verteilung und Größe von Mehlschwalbenvo rkommen im Stadtgebiet 
Münster 2015 (NABU Münster 2015).

17 
 
Abbildung: Verteilung und Größe von Rauchschwalbenv orkommen im Stadtgebiet 
Münster 2015 (NABU Münster 2015). 
Entwicklung 
: 
Anhand der Erfassung von Rauch- und Mehlschwalbe im Stadtgebiet Münster wurde 
für beide Arten im Jahr 2015 eine negative Bestands entwicklung festgestellt. Bei der 
Mehlschwalbe ist der Trend deutlicher als bei der R auchschwalbe. Auf 
Vergleichsflächen wurde bei der Mehlschwalbe ein Rü ckgang von 13 %, bei der 
Rauchschwalbe von 5 % festgestellt. Rauchschwalben sind stark an Viehhaltung 
gebunden, wobei Rinder-/Milchviehhaltung mit Weideh altung von besonderer 
Bedeutung ist. Ergänzend spielt die Pferdehaltung e ine Rolle zur Erhaltung der 
Rauchschwalben. Um den Bestand der Mehlschwalbe zu sichern, ist es wichtig mehr 
Akzeptanz bei Hauseigentümern und Anwohnern zu schaffen.

18 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen sind im Zuge des weiteren Monitorings u nd nach Definierung von 
Zielgrößen noch festzulegen. 
Adressaten: 
Stadt Münster, Landwirte und sonstige Grundeigentüm er, Wasser- und 
Bodenverbände, NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. u.a. 
Kosten: 
Noch nicht bezifferbar. 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. im Auftrag  des Amtes für Grünflächen 
und Umweltschutz. 
Weitere Daten:  Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Sta dtplanung, 
Verkehrsplanung 
Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Wes tfalen (IT.NRW), 
Landwirtschaftszählung 2010 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2001  2003  2005  2007  2010*  
Anteil der Ackerflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
80,3 
 80,9  80,8  81,4  82,8  
Anteil der Grünlandflächen an der 
landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche [%] 
17,7 
 17,6  17,9  17,4  
 
16,0  
* Daten 2010 ggü. den Vorjahren mit leicht veränder ter Erhebungsmethodik; die nächste 
vergleichbare Zählung findet nach Auskunft des Land esbetriebes Information und Technik erst im 
Jahr 2016 wieder statt und steht Mitte 2017 zur Verfügung.

19 
Umweltmedium/Ressource : 
Boden/Fläche 
Indikator : 
Siedlungs- und Verkehrsfläche 
Definition : 
Die Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) beinhaltet die Gebäude- und Freiflächen, 
Betriebsflächen (ohne Abbauland), Erholungs-, Verke hrs- und Friedhofsflächen. Die 
Angabe erfolgt in Hektar und stellt die Veränderung  gegenüber dem Vorjahr für die 
einzelnen Flächennutzungsarten und in der Gesamtsumme dar. 
Erläuterung : 
Die Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsfläche stellt als Summenindikator einen 
Maßstab für den Verlust von Freiflächen und die Ver änderung von Böden durch 
Siedlungs- und Verkehrszwecke dar. Bisherige Nutzun gsfunktionen wie 
Landwirtschaft, Erholungsräume, Biotope oder Frisch luftkorridore gehen verloren. 
Durch den hohen Versiegelungsgrad von Siedlungs- un d Verkehrsflächen (NRW 
58%, Stand 2009) werden natürliche Bodenfunktionen in erheblichem Umfang 
zerstört. Diese Flächeninanspruchnahme – allgemein häufig auch als  
„Flächenverbrauch“ bezeichnet – ist jedoch nicht mi t Versiegelung gleichzusetzen, 
da auch unbebaute Erholungsflächen und Gärten zur S iedlungs- und Verkehrsfläche 
zählen.  
Datenlage/Grafik 
:

20 
Zielwert 2020: 30 ha/Jahr  
Qualitative Ziele : 
Der Boden ist aufgrund seiner vielfältigen Funktion en im Naturhaushalt ein 
unverzichtbares Gut. Sein Verlust ist nicht ausglei chbar. Münster trägt auch als 
Mitglied der „Allianz für die Fläche“ Verantwortung . Als eine von sechs 
Pilotkommunen ist Münster 2014 vom Umweltministeriu m NRW mit dem 
„Meilenstein“ als flächensparende Kommune zertifiziert worden (Meilenstein „Gold“). 
Ziele: 
• Reduktion der Inanspruchnahme von Freiflächen für  Siedlungs- und 
Verkehrszwecke 
• Erhaltung natürlicher Böden 
• Sicherung besonders schutzwürdiger Böden 
• Reduzierung von einwirkenden Belastungen.  
Quantitative Ziele 
: 
In Anlehnung an die Zielsetzung auf Bundes- und Lan desebene (Verringerung des 
Zuwachses an SuV-Fläche bis 2020 auf 5 ha pro Tag i n NRW) wird für Münster ein 
durchschnittlicher jährlicher Zielwert für den Zuwa chs an SuV-Flächen für das 
Zieljahr 2020 von rund 30 ha festgelegt, der nicht überschritten werden soll. Eine 
Überschreitung ist nur begründet vertretbar, um der  Entwicklung des Oberzentrums 
Münster aufgrund der besonderen Funktionen, der Bed arfe aus 
Einwohnerentwicklung und aus Arbeitsplatzentwicklun g angemessen gerecht 
werden zu können. Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt 
soll dafür Rechnung getragen werden, dass eine nach haltige Flächenentwicklung 
nicht zu Lasten von Menschen mit geringen und mittl eren Einkommen geht (vgl. 
Vorlage V/0288/2012/1. Erg.) 
Entwicklung 
: 
Im Hinblick auf den Zielwert befindet sich die jähr liche Inanspruchnahme für 
Siedlungs- und Verkehrsflächen bis 2013 absolut auf  einem relativ hohen Niveau. 
Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt der Zuwachs an SuV-Fläche in Münster jedoch 
deutlich unter dem Durchschnitt von Nordrhein-Westfalen (vgl. V/0761/2014, Abb. 4). 
Bis 2012 beruhte die erhebliche Steigerung der Sied lungs- und Verkehrsflächen zu 
einem großen Teil auf der Zunahme der Erholungsfläc hen (2008: 128 ha, 2009: 93 
ha, 2011: 82 ha, 2012: 40 ha). Hierbei ist zu berüc ksichtigen, dass es sich dabei 
nicht nur um eine tatsächliche Ausdehnung der Erhol ungsflächen in diesem Umfang 
handelt, sondern für den Anstieg auch methodische G ründe (statistische 
Umschlüsselungen von Flächen) ausschlaggebend waren . Auch für die Jahre 2012 
(+91 ha) und 2013 (+51 ha) sind die Werte für die j ährliche Zunahme der SuV-Werte 
in erheblichem Maße durch Umschlüsselungen von Fläc hen beeinflusst (2012: 
Friedhofsflächen +19 ha; 2013: Betriebsflächen +148  ha, Gebäude-/Freifläche –133 
ha). Die Aussagefähigkeit der Werte ist hierdurch entsprechend eingeschränkt. 
Im Jahr 2014 nahm die SuV-Fläche nur um 8 ha zu, im  Jahr 2015 nur um 39 ha. 
Auch 2015 kamen im Zuge der Erstellung der Amtliche n Basiskarte wieder 
„Umschlüsselungen“ zum Tragen. So korrespondierte d ie Zunahme der

21 
„Verkehrsfläche-Verkehrsbegleitfläche“ (+ 59,2 ha) mit einer Abnahme der 
„Verkehrsfläche-Straße (- 28,6 ha) und der Wasserfl ächen (-16,3 ha) infolge der 
stärkeren Differenzierung der Nutzungen im Straßen-  und Gewässerbereich. Der 
Anstieg der Gebäude- und Freifläche/Gewerbe- und In dustrie (+ 19,4 ha) geht v.a. 
darauf zurück, dass Teile der Nutzungsart „Betriebs fläche/Lagerplatz“ (- 12 ha) 
hierzu geändert wurden. Die Zunahme der Gebäude- un d Freifläche-Wohnen (+ 
14,5 ha) lag deutlich unter dem Zielwert von 30 ha.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Maßnahmen gemäß Vorlage V/0288/2012, die ca. 127 ha  städtebauliches 
Wiedernutzungspotenzial bieten (kontinuierliche For tschreibung entsprechend den 
vorhandenen Potenzialen, den zur Verfügung stehende n Ressourcen und den 
parlamentarischen Zielsetzungen)  
• Wiedernutzung der aufgegebenen britischen Kaserne nstandorte und 
Wohnstandorte 
• Umstrukturierung des Bereiches zwischen Meckmannw eg und Schwarzer Kamp 
zu einem attraktiven Wohnquartier 
• Weitgehende Umnutzung der ehemaligen OSMO-Flächen  nördlich des 
Stadthafens 1 in ein innerstädtisches Wohnquartier 
• Städtebauliche Entwicklung des bisher als Parkrau m genutzten Bereichs 
zwischen Hörsterstraße / Sonnenstraße / Korduanenstraße / Bült  
• Weitere Stärkung der inneren Entwicklung im Berei ch Wohnen gemäß Vorlage 
V/0006/2011 (Erfassung und Bewertung von Entwicklun gspotenzialen; 
modellhafte Erprobung von Aktivierungs- und Prozess strategien in zwei 
Quartieren) 
• Qualifizierung des Flächenmonitorings durch Hinzu ziehung weiterer Quellen (z. 
B. Luftbilder) und Nutzung laufender Verwaltungspro zesse (z. B. Fortschreibung 
der Deutschen Grundkarte), um ein realistisches Bil d der realen 
Flächennutzungsveränderungen zu erhalten. 
Eine Fortschreibung der Maßnahmen erfolgt im sog. F lächenbericht zur 
Zertifizierung als flächensparende Kommune, der der  am 10.12.2014 vom Rat 
beschlossen wurde (V/0761/2014). Das hier enthalten e Handlungsprogramm 
umfasst nicht nur die vorstehend genannten Maßnahme n, sondern geht auch auf 
weitere Punkte ein (Anlage 3, S. 26ff.):  
•  Schaffung der Rahmenbedingungen für ein bedarfsg erechtes, bezahlbares und 
flächenschonendes Wohungsangebot 
• Schaffung der Rahmenbedingungen für ein zielgrupp enorientiertes und 
flächenschonendes Siedlungsangebot 
• Stärkung der Innenentwicklung durch querschnittso rientierte Fachkonzepte 
• Sicherung und Ausbau der Natur-/Landschaftsräume und Grünzüge/-
verbindungen

22 
• Erstellung eines integrierten Gesamtkonzeptes zur  Weiterentwicklung der 
Siedlungsstruktur („MünsterZukünfte 20 | 30 | 50“, V/0494/2016) 
• Gestaltung der laufenden Wachstumsprozesse mit de n stadtregionalen Partnern 
Adressaten: 
Stadt Münster, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben  (BImA), externe 
Maßnahmenträger, Private Grundstücks- und Immobilieneigentümer. 
Kosten: 
Zurzeit noch nicht bezifferbar 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
IT.NRW (Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung) auf der Basis von 
Angaben des Vermessungs- und Katasteramtes der Stad t Münster (Auswertung des 
Automatisierten Liegenschaftsbuches); Jahres-Statis tik des Amtes für 
Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung  
Weitere Daten:  Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2011  2012  2013  2014  2015  
Siedlungs- und Verkehrsfläche [ha] 10.004  10.095  10.146  10.154  10.193  
Anzahl erfasster Altlasten-
/Verdachtsflächen [Stück] 
642 
 661  615  620  639  
Noch nicht bewertete Altlasten-
/Verdachtsflächen [%] * 
 
7%  7%  11%  9%  8%  
* Veränderungen basieren auch auf der Neuaufnahme unbewerteter bzw. Entlassung bereits 
bewerteter Altlasten-/Verdachtsflächen.

23 
Umweltmedium/Ressource : 
Grün 
Indikator : 
Bauliche Eingriffe in das Grünsystem 
Definition : 
Der Indikator gibt die jährliche Anzahl der baulich en Eingriffe in das Grünsystem der 
Stadt Münster an. Berücksichtigt werden Eingriffe ( > 500 m² versiegelte Fläche) in 
die Grünzüge sowie den 1. und 2. Grünring gemäß Grü nordnung der Stadt Münster. 
(Ausgenommen sind privilegierte Vorhaben im Außenbereich). 
Erläuterung : 
Das Grünsystem der Stadt Münster ist von maßgeblich er Bedeutung für die 
Freiraumsicherung. Es stellt die Grundvoraussetzung  dafür dar, dass der Freiraum 
seine Funktionen für Freizeit und Erholung einersei ts sowie Natur-/ 
Landschaftsschutz und Stadtökologie andererseits er füllen kann. Flächenverluste in 
diesen Bereichen führen zu nachhaltigen Beeinträcht igungen der 
Freiraumfunktionen. 
Datenlage/Grafik 
: 
Zielwert: 0 bauliche Eingriffe in das Grünsystem  
Qualitative Ziele : 
Sicherung des kohärenten Systems der städtischen Grünzüge und Grünringe gemäß 
Grünordnung. 
Weitere Ziele mit Bezug zu öffentlichen Grünflächen:  
• Sicherstellung der Erreichbarkeit und Vernetzung von Grünflächen 
• Bereitstellung geeigneter Angebote für alle Nutze rgruppen 
• Ausstattung aller Stadtteile mit qualitativ hochw ertigen und bedarfsgerechten 
Grünflächen 
• Bedarfsgerechte Pflege zur nachhaltigen Sicherste llung der Funktionalität 
• Gewährleistung der stadtökologischen Funktionen v on Grünflächen, z.B. für das 
Stadtklima  oder als Lebensraum für Tiere und Pflanzen

24 
Quantitative Ziele : 
Als maßgeblicher Indikator wird die Anzahl der baul ichen Eingriffe in das 
Grünsystem der Stadt Münster erhoben. Ziel ist es, derartige Eingriffe vollständig zu 
vermeiden.  
Von der Festlegung eines Zielwertes für die Größe d er öffentlichen Grünflächen pro 
Einwohner wurde Abstand genommen, da sich maßgebend e Faktoren wie 
Aufenthaltsqualitäten, räumliche Vernetzung oder st adtökologische Funktionen 
quantitativ nicht hinreichend abbilden lassen. Der Orientierungswert des Deutschen 
Rates für Landespflege (DRL 1992) liegt bei 15 m²/Einwohner.  
Entwicklung 
: 
In den Jahren 2013 bis 2015 wurden keine Eingriffe von mehr als 500 m² versiegelte 
Fläche innerhalb des städtischen Grünsystems vorgenommen.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Vermeidung von Eingriffen in das Grünsystem. 
Adressaten: 
Stadt Münster 
Kosten: 
keine 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
:  
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Aktualisierung 
: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2011  2012  2013*  20 14  201 5 
Öffentliche Grünflächen [ha] 355  360  374  377  389  
Öffentliche Grünflächen je Einwohner 12,0  12,1 12,5 12,6  12,7  
Spielplatzflächen [ha] 64  61  49*  47  48  
Anzahl Spielplätze [Stück] 336  313  314  313  314  
Einzelbäume / überwiegend 
Straßenbäume gemäß Baumdatei   
[Stück] 
47.816 
 48.330  47.880  47.710  48.162  
*ab 2013 Flächenabgrenzungen von Spiel- und Grünflä chen bereinigt, daher Abzug bei Spielflächen 
und Zuwachs bei Grünflächen

25 
Umweltmedium/Ressource : 
Klima / Energie 
Indikator : 
Kohlendioxid-Emissionen 
Definition : 
Der Indikator gibt die lokale CO 2-Emission pro Einwohner durch die Nutzung fossiler 
Energieträger an. Die Emissionen umfassen energiebe dingte Emissionen 
(Raumwärme, Prozesswärme, Elektrizität) und persone nverkehrsbedingte 
Emissionen. Die Angabe erfolgt in Tonnen pro Einwohner und Jahr [t/EW*a]. 
Erläuterung : 
Der Indikator zeigt den Beitrag der Stadt Münster an der Klimaproblematik durch das 
Treibhausgas CO 2 an.  
Datenlage/Grafik : 
 
Zielwert 2020: < 5,4 t/EW*Jahr 2 
Qualitative Ziele : 
Der Treibhauseffekt zwingt zum Handeln. Durch den r ationellen Einsatz von Energie 
und die Nutzung regenerativer Energien kann der Aus stoß klimaschädlicher CO 2-
Emissionen begrenzt werden.  
Ziele: 
• Reduzierung der CO 
2-Emissionen durch Senkung des Energieverbrauchs im 
Bereich Wärme, Strom und Verkehr 
• Steigerung des Anteils der Nutzung und Erzeugung regenerativer Energien 
 
 
 
                                            
2 Die Daten für einzelne Jahre wurden zur besseren Ü bersichtlichkeit in der Grafik ausgeblendet, 
werden aber seit 2005 jährlich fortgeschrieben.

26 
Quantitative Ziele : 
• Senkung der CO 2-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 % (ggü. dem Stand 
1990 von 9,1 t/EW *a um mindestens 3,7 t/EW*a auf < 5,4 t/EW*a) 
• Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am E nergieverbrauch der Stadt bis 
2020 auf 20% 
Entwicklung :  
Mit dem deutlichen Ausbau der Klimaschutzaktivitäte n und dem damit verbundenen 
Anstieg der erneuerbaren Energien sowie dem Bau der  GUD-Anlage im Jahr 2005 
konnte in Münster bis Ende des Jahres 2015 eine Red uzierung der CO 2-Emissionen 
pro Kopf der Bevölkerung um knapp 29% gegenüber 199 0 erreicht werden. Die 
absolute Reduzierung von 1990 bis 2015 beläuft sich  wegen der gestiegenen 
Bevölkerungszahlen auf 21%.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen gemäß „Handlungskonzept zur Umsetzung d es 
Klimaschutzkonzeptes 2020 in Münster“ (vgl. Vorlage V/0592/2010 und 
V/0592/2010/E1) 
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, IHK, Handwe rk, Wohnungswirtschaft, 
Energieberater, , u.a. 
Kosten: 
6.625.000 € bis zum Jahr 2020 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Stadtwerke Münster GmbH / Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Aktualisierung 
: 
Von 1990 bis 2005 alle 5 Jahre. Ab 2009 (nach Änderung der Systematik) jährlich. 
Weitere Daten zum Umweltmedium :3 
 2011  2012  2013  2014  2015  
Sonnenenergie Photovoltaik [kWp] 19.974  31.599  37.519  40.235  43.605  
Sonnenenergie Thermie  
(m² Kollektorfläche) 
19.000 
 19.766  21.499  21.945  21.945  
 
                                            
3 Bedingt durch methodische Weiterentwicklungen in d er Datenerfassung ergeben sich z.T. 
geringfügige Veränderungen der Daten ggü. den Umweltdaten 2010/2011.

27 
 
 
2011  2012  2013  2014  2015  
Stromverbrauch [kWh/Einw./Jahr] 4.972  4.770 4.664  4.558  4.327  
Heizenergiebedarf [kWh/Einw./Jahr] 10.559  10.667  10.229  10.240  10.445  
Kommunaler Heizenergiebedarf  
[Mio kWh/Jahr] 
58,2 
 59,3  59,3  55,4  64,5  
Stromverbrauch kommunale 
Einrichtungen [Mio kWh/Jahr] 
15,6 
 16,9  15,9  15,6  17,2  
Anteil erneuerbarer Energien am 
Gesamt-Energieverbrauch der Stadt 
[%] 
2,9 
 3,4  3,7  4,7  5,5

28 
Umweltmedium/Ressource : 
Lärmimmissionen 
Indikator : 
 Lärmbelastung an Hauptverkehrsstraßen  
Definition : 
Geschätzte Anzahl der Menschen an Hauptverkehrsstra ßen, d.h. Straßen mit mehr 
als 6 Mio. Kfz/Jahr, die in Häusern wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von  
Lden  >55 dB(A) tags oder L night >50 dB(A) nachts bzw. 
Lden  >70 dB(A) tags oder L night  >60 dB(A) nachts  
[Einwohner tags/nachts] 
Erläuterung 
: 
In Münster werden auf der Grundlage der Umgebungslä rmrichtlinie die Gebiete 
ermittelt, bei denen die Lärmbelastung durch Verkeh r besonders hoch ist. Im Jahr 
2012 wurde das relevante Straßennetz Münsters untersucht.  
Zum Vergleich: Die vorsorgeorientierten Orientierun gswerten der DIN 18005 für 
Allgemeine Wohngebiete betragen 55 dB(A) tags und 4 5 dB(A) nachts. 
Lärmimmissionen >70 dB(A) tags und >60dB(A) nachts spiegeln die Schwelle der 
Gesundheitsgefährdung wider. 
Datenlage/Grafik 
: 
 
Qualitative Ziele : 
Der allgegenwärtige Lärm hat sich zu einem zentrale n Umweltschutzthema 
entwickelt. Die Gesundheit gefährdende oder die Leb ensqualität mindernde 
Lärmpegel sollen daher vermieden werden.

29 
Ziele:   
Senkung der Anzahl der Münsteraner, die von gesundh eitsgefährdenden bzw. 
erheblich belästigenden Lärmimmissionen betroffen sind.  
Kurzfristig:  Vermeidung von Gesundheitsgefährdung (> 65 dB(A) / 55 dB(A)) 
Mittelfristig: Minderung der erheblichen Belästigun g (>60 dB(A) / 50 dB(A)) 
Langfristig : Vermeidung von erheblicher Belästigun g (>55 dB(A) /45 dB(A)) 
     [ Immissionswerte = L den  / L night  ] 
Quantitative Ziele : 
Eine quantitative Zielvorgabe wird in der Lärmaktio nsplanung entwickelt, die sich zur 
Zeit noch in der Aufstellung befindet. 
Entwicklung: 
Die Lärmbelastungen an Hauptverkehrsstraßen sind 20 13 im Vergleich zu 2008 vor 
allem nachts signifikant zurückgegangen. Diese Lärm minderung geht überwiegend 
auf die verminderte Höchstgeschwindigkeit im Hauptverkehrsstraßennetz zurück. 
In 2017 wird eine erneute Lärmkartierung durchgefüh rt. Eine Fortschreibung des 
Lärmaktionsplans wird in 2018 beginnen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen werden im Rahmen der Lärmaktionsplanung  entwickelt. 
Adressaten: 
Noch festzulegen 
Kosten: 
Noch festzulegen 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
LANUV NRW / Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Aktualisierung : 
5-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2008  2013  
Geschätzte Zahl der von Umgebungslärm durch Schienenlärm  
der Eisenbahnen des Bundes in ihren Wohnungen belasteten 
Menschen: 
  
LDEN      > 55 dB(A) tags 14.600  k.A*

30 
LNIGHT    > 50 dB(A) nachts 12.100  k.A.  
LDEN      > 70 dB(A) tags   1.630  k.A.  
LNIGHT    > 60 dB(A) nachts   2.790  k.A.  
*Eine Fortschreibung der Übersicht für Schienenlärm  erfolgte bislang nicht. Eine 
Fortschreibung der Übersicht für den Schienenlärm w ird voraussichtlich in 2017 
vorgenommen werden können. Das Eisenbahnbundesamt w ird in 2017 die 
Kartierung  bzw. die Ergebnisse vorlegen.

31 
Umweltmedium/Ressource : 
Luftschadstoffe 
Indikator : 
Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Immissionen 
Definition : 
Jahresmittel für NO 2 [µg/m³] und Anzahl der Tage mit Überschreitung des  
Tagesgrenzwertes für PM 10 [Überschreitungstage > 5 0 µg/m³] an der 
kontinuierlichen Messstation Weseler Straße. 
Erläuterung 
: 
Der Grenzwert für das NO 2-Jahresmittel liegt bei 40 µg/m³ (ab 2010). Für PM 10 gilt 
ein Tagesgrenzwert von 50 µg/m³, der maximal an 35 Tagen pro Jahr überschritten 
werden darf. PM 10 umfasst alle Feinstäube < 10 Mik rometer, die als 
gesundheitsgefährdend einzustufen sind. Zentrale Qu elle für lokale Feinstaub- und 
Stickstoffdioxidbelastungen ist der Straßenverkehr. 
Datenlage/Grafik :
 
Zielwert 2010: 40 µg/m³ 
 
Zielwert 2010: < 36 Überschreitungstage

32 
Qualitative Ziele : 
Feinstäube und Stickoxide stehen im Brennpunkt der aktuellen Diskussionen zu 
Luftschadstoffen. Ozon ist als Hauptverursacher des  Sommersmogs mit zu 
betrachten. Um mögliche Gesundheitsgefahren und nac hteilige Umweltfolgen zu 
mindern ist es erforderlich, dass die entsprechende n Luftbelastungen gemindert 
werden.  
Ziele:  
• Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz der menschli chen Gesundheit der EU-
Luftqualitätsrichtlinie für die Leitsubstanzen Ozon, PM10 und NO 
2 
• Verringerung der flächenhaften Stickstoffdepositi onen 
Quantitative Ziele 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für NO 
2 von 40 µg/m³ als Jahresmittelwert ab 
2010 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für PM10 von < 36 Ü berschreitungstage mit  
> 50 µg/m³ (24 Std.-Mittel) 
• Einhaltung des EU-Grenzwertes für Ozon von < 26 Ü berschreitungstage mit 120 
µg/m³ (8 Std.-Mittel) 
Entwicklung : 
Die Stickstoffimmissionen sind von 2009 bis 2015 rü ckläufig. Der Grenzwert für 
Stickstoffimmissionen (Jahresmittelwert) wurde in den letzten Jahren an der Weseler 
Straße nicht mehr überschritten. Hierfür sind versc hiedene Faktoren ursächlich 
(meteorologische Bedingungen, Emissionsverhalten de r Fahrzeugflotte, ...). Als eine 
Maßnahme zur Minderung der Immissionen besteht seit  dem 1. Januar 2010 im  
Stadtkern von Münster eine Umweltzone. An der Messs tation „Bült“ verbleibt  es 
bislang bei einer Überschreitung des NO 2-Grenzwertes (2014: 46 µg/m³, 2015: 44 
µg/m³)Belastungen eine Überschreitung des Grenzwertes.  
Aus der Entwicklung der Feinstaubbelastung kann abg elesen werden, dass auch 
zukünftig die Wahrscheinlichkeit einer Überschreitu ng des Grenzwertes für PM 10 
sehr gering sein wird.  
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Mit Hilfe des Luftqualitätsplans (2009) wurden Ma ßnahmen zur Minderung der 
Belastungen eingeleitet (z.B. Umweltzone). Im Jahr 2014 wurde er nochmals 
aktualisiert. 
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster, Bürgerinnen und Bürger 
Kosten: 
Gemäß Vorlage: V/0991/2013 
• Änderung der Umwelzzonenregelung / neue Beschilde rung (5.000,-€)

33 
• Weitere Kosten entstehen bei den Stadtwerken Müns ter GmbH durch die 
Modernisierung der Busflotte 
Datenherkunft/Zuständigkeit : 
LANUV NRW / Bezirksregierung Münster 
Aktualisierung 
: 
jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2011  2012  2013  20 14  201 5 
Ozon-Immissionen Münster Geist  
[Überschreitungstage mit 120 µg/m³  
(8 Std.-Mittel)] 
20 
 14  15  9 18  
Ozon-Immissionen (Jahresmittelwert) 
Münster-Geist [µg/m³] 
41 
 40  43  40  45

34 
Umweltmedium/Ressource : 
Natur und Landschaft - Schutzgebiete 
Indikator : 
Schutzgebiete 
Definition : 
Fläche der Schutzgebiete (Naturschutzgebiete / Landschaftsschutzgebiete) in Hektar 
[ha]. 
Erläuterung 
: 
Der Indikator gibt den Stand der Sicherung der für Natur und Landschaft 
bedeutsamen Landschaftsbestandteile wieder. Nicht e nthalten sind die Geschützten 
Landschaftsbestandteile mit einer Gesamtgröße von 159 ha. 
Datenlage/Grafik : 
 
Vergleichswert: 4.686 ha BSN-Flächen 
(BSN = Bereiche für den Schutz der Natur gemäß Regionalplan 2014) 
Qualitative Ziele 
: 
Die unterschiedlichen Naturräume und Nutzungsformen  haben zur Ausbildung der 
für Münster typischen Landschaften und Lebensräume geführt. Diese gilt es zu 
sichern und zu optimieren.  
Ziele: 
• Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen 
• Schutz der bedeutsamen Natur- und Kulturlandschaf ten  
• Erhaltung und Entwicklung der natürlichen Vielfal t der Tier- und Pflanzenwelt / 
Biodiversität von Arten und Lebensgemeinschaften

35 
• Anreicherung strukturarmer Landschaftsräume mit g liedernden und belebenden 
Elementen 
• Sicherung der Landschaft für die Erholung des Men schen 
Quantitative Ziele : 
Als Vergleichsmaßstab für die Größe der zu schützen den Gebiete wird 
näherungsweise auf die Flächen, die im Entwurf des Regionalplans als „Bereiche für 
den Schutz der Natur (BSN)“ dargestellt sind, zurück gegriffen. Dabei handelt es sich 
um ökologisch hochwertige und daher schutzwürdige u nd schutzbedürftige Gebiete. 
„Bei der Umsetzung der BSN kommt auf die Träger der  Landschaftsplanung die 
Aufgabe zu, unter Beachtung der lokal bestehenden B edingungen Umsetzungs-
konzepte zum Aufbau eines Biotopverbundsystems zu e ntwickeln. Sie wählen aus 
den fachplanerischen Instrumenten die notwendigen F estsetzungen (z.B. Natur-
schutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, geschützte L andschaftsbestandteile) aus 
und bestimmen deren gebietsscharfe Abgrenzung“ (Reg ionalplan Münsterland 
2014). Der Regionalplan verzeichnet insgesamt 4.668  ha als BSN-Flächen. Die 
Konkretisierung der Schutzausweisungen erfolgt somi t über die Landschaftspläne. 
Ziel ist daher auch eine flächendeckende Landschaft splanung für den Außenbereich 
von Münster. 
Entwicklung 
: 
Die Entwicklung der Schutzgebiete ist in den letzte n Jahren konstant geblieben und 
zeigt erst mit dem Satzungsbeschluss des Landschaft splans 3 „Roxeler Riedel“ im 
Jahr 2014 Veränderungen. Die Fläche der Naturschutz gebiete stieg um 12 % auf 
2.133 ha. Damit stehen zur Zeit ca. 7,0 % des Stadt gebietes unter Naturschutz. Im 
Vergleich zu den BSN-Flächen des Regionalplans sind  ca. 41% als 
Naturschutzgebiet ausgewiesen. 
Die Fläche der Landschaftsschutzgebiete erhöhte sic h um 13 % auf 9.941 ha. Der 
Anteil der Landschaftsschutzgebiete am Stadtgebiet beträgt damit ca. 32,8 %. 
Waldflächen haben in den letzten Jahren eine kontin uierliche Zunahme erfahren, 
verbleiben aber in den letzten Jahren auf einem rel ativ konstantem Stand von ca. 
5.400 ha. Die Gesamtfläche der landwirtschaftlich g enutzten Fläche hat auch in den 
Jahren 2014/2015 weiter abgenommen und beläuft sich nunmehr auf 13.850 ha. 
Durch die notwendige Fällung einer Rotbuche an der Promenade (ND 3-2.3.17), 
südlich des Turnierplatzes, reduzierte sich die Anz ahl der Naturdenkmale auf 325. 
Bei einzelnen aus mehreren Bäumen bestehenden Natur denkmalen mussten in den 
Jahren 2014/2015 durch natürliche Abgänge in Folge von Sturmereignissen oder 
Krankheitsbefall Verluste von Einzelbäumen hingenommen werden.. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Umsetzung der Landschaftspläne 1-3 
• Aufstellung des Landschaftsplans 4 
Adressaten: 
Stadt Münster

36 
Kosten: 
Geschätzte Kosten für Umsetzung des LP 3 (Maßnahmen realisierung und 
Grunderwerb): 1,2 Mill. € 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
 Weitere Daten:  
Jahresstatistik des Amtes für Stadtentwicklung, Sta dtplanung, Verkehrsplanung / 
Amt 61 
Aktualisierung 
: 
Jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2011  2012  2013  20 14  201 5 
Waldfläche [ha] 5.297  5.381  5.400  5.401  5.398  
Landwirtschaftliche Fläche [ha] 14.030  13.903  13.873  13.865  13.850  
Städtische landwirtschaftliche 
Pachtfläche [ha] 
-
 - - - 1.028 4 
Anzahl der Naturdenkmale 329  326  325  326  325 
 
                                            
4  Die Angabe der von der Stadt Münster verpachteten  landwirtschaftlichen Fläche wird erstmals ab 
dem Jahr 2015 zusätzlich  aufgeführt. Die Daten geb en den Stand am 21.07.2015 wieder und 
enthalten auch die Flächen im Eigentum der Wirtschaftsförderung Münster.

37 
Umweltmedium/Ressource : 
Natur und Landschaft - Eingriffsregelung 
Indikatoren : 
1. Ersatzgeld 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von B ebauungsplänen und 
Satzungen nach § 34 BauGB 
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenka taster 
 
Erläuterung 
: 
Die Indikatoren setzen den Beschluss der Vorlage V/ 0619/2013 um, über die 
Abwicklung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung regelmäßig zu berichten. 
1. Ersatzgeld  
Definition : 
Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und über die für  landschaftspflegerische oder 
Artenschutzmaßnahmen noch zur Verfügung stehenden E rsatzgelder [€] nach 
Landschaftsgesetz im Zusammenhang mit Eingriffen in  Boden, Natur und 
Landschaft. 
Datenlage/Grafik 
: 
 
Eine Übersicht über die in 2014-2015 geplanten bzw.  bereits in der Realisierung 
befindlichen landschaftspflegerischen Maßnahmen ist in der Anlage  A-1 dargestellt. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung der Einnahmen über Ersatzgeld ist t endenziell rückläufig. Die Stadt 
Münster dringt darauf, dass im Zusammenhang mit Ein griffsvorhaben der 
entsprechende Ausgleich durch den jeweiligen Vorhabenträger nachgewiesen wird.

38 
2. Flächenbilanz Eingriff/Ausgleich im Rahmen von B ebauungsplänen und 
Satzungen nach § 34 BauGB 
Definition: 
Im Zuge der planrechtlichen Aufstellung von Bebauun gsplänen und Satzungen nach 
§ 34 (4) BauGB werden Freiflächen im Außenbereich f ür Siedlungs- und 
Verkehrsflächen „verbraucht“. Für den naturschutz- und forstrechtlichen Ausgleich 
der Eingriffe werden z. T. landwirtschaftliche Prod uktionsflächen in Anspruch 
genommen. Dargestellt werden der „Flächenverbrauch“  durch entsprechende 
Verfahren mit zugeordnetem Ausgleich und die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. 
Datenlage/Grafik 
: 
 
Entwicklung : 
Im Zeitraum vom 01.01.2014 bis 31.12.2015 sind 22 B ebauungspläne zur 
Rechtskraft gelangt. Der überwiegende Teil dieser B ebauungspläne liegt im 
Innenbereich. Der Außenbereich ist im Hinblick auf eine Inanspruchnahme 
landwirtschaftlich genutzter Flächen im genannten Z eitraum irrelevant. Im Detail 
handelt es sich meist um eine Verdichtung der vorha ndenen Bebauung innerhalb 
von bereits bestehenden Baugebieten. Rechtlich sind  diese Verfahren in den 
meisten Fällen nach § 13 a BauGB einzustufen, so da ss die erfolgten Eingriffe von 
der Ausgleichsverpflichtung in der Regel freigestel lt sind. Diese Nachverdichtung 
geht zwar materiell häufig mit einer Erhöhung des V ersiegelungsgrades einher, 
jedoch wird die für die Anwendung der Eingriffsrege lung relevante zulässige 
Grundfläche von 20.000 m² nicht überschritten.  
Drei Bebauungspläne mit einer Gesamtfläche von 5,86 ha nehmen landwirtschaftlich 
genutzte Flächen für Wohn- und Verkehrszwecke in de r Größenordnung von rd. 4,4 
ha (3,5 ha Acker, 0,9 ha Extensivgrünland) in Anspruch. 
Darüber hinaus sind zwei Bebauungspläne mit einer P langebietsgröße von 2,6 ha 
ausgleichsrelevant. Die zugeordnete Kompensation um fasst insgesamt rd. 0,48 ha 
und wird in Form von Uferrandstreifen nachgewiesen.

39 
Neben der geplanten Entwicklung von neuen Baugebiet en im Außenbereich ist die 
Stadt Münster auch weiterhin um eine Reduzierung de s Flächenverbrauchs in 
erheblichem Maße durch eine forcierte Innenentwicklung bemüht. 
3. Größe des Flächenpools im Kompensationsflächenkataster 
Definition: 
Die nicht für Eingriffe in Natur und Landschaft geb undenen Flächen im Flächenpool 
des Kompensationsflächenkatasters (Komkat) stehen f ür zukünftige 
Kompensationsflächenbedarfe zur Verfügung.   
Datenlage/Grafik:  
 
Entwicklung: 
Im städtischen Flächenpool sind insgesamt 13,72 ha zuordnungsfähige 
Kompensationsflächen vorhanden (Stand: 31.12.2015).  Diese teilen sich auf rd. 1,95 ha 
Uferrandstreifen (19 Flächen) und 11,77 ha sonstige Flächen (12 Flächen) auf. 
 
Die letztgenannten Poolflächen gliedern sich derzei t in folgende Flächennutzungen auf 
(Flächenanteile geschätzt) 
 
• Intensiv genutztes Grünland  rd. 8,76 ha 
• Acker     rd. 0,10 ha 
• Sonderstandorte (Hochzeitswald rd. 0,12 ha 
• Brachflächen    rd. 1,29 ha 
• Gehölz- und Gewässerflächen rd. 0,63 ha 
• Innenbereichsflächen   rd. 0,87 ha 
 
 ------------------------------------------- 
                                                Summe:    rd. 11,77 ha

40 
Die Entwicklung des Flächenpools für Kompensationsm aßnahmen ist mit der 
städtischen Siedlungsentwicklung unmittelbar verknü pft. Insbesondere die 
Bebauungsplanverfahren im Innenbereich (nach § 13 a  BauGB) sind aufgrund der 
planungsrechtlichen Bedingungen meist nicht mehr ko mpensationspflichtig. Ein Teil 
der zur Rechtskraft gelangenden kompensationspflichtigen Verfahren wird Vorhaben 
bezogen durchgeführt. Hierbei stellt der jeweilige Vorhabenträger 
Kompensationsflächen in entsprechender Größenordnun g zur Verfügung. 
Gegenwärtig kann das Flächenpoolangebot als ausreic hend bewertet werden. Um 
handlungsfähig zu bleiben, werden jedoch aufgrund d er geplanten, 
eingriffsrelevanten Siedlungsentwicklung für den Ze itraum bis 2020 sukzessive rd. 
21 ha an Kompensationsflächen in den Flächenpool eingestellt. 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
Aktualisierung: 
2-jährlich

41 
Umweltmedium/Ressource : 
Umweltmanagement 
Indikator : 
ÖKOPROFIT-Betriebe  
Definition : 
Anzahl der Betriebe, die sich am Projekt ÖKOPROFIT der Stadt Münster beteiligen.  
Erläuterung : 
Seit 2001 unterstützt die Stadt Münster im Rahmen d es Projektes ÖKOPROFIT 
Unternehmen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen im 
Bereich Energie, Abfall, Wasser und Rohstoffe.  Der Indikator ist ein Maßstab für das 
Umweltengagement von Unternehmen in Münster. 
Datenlage/Grafik 
: 
 
Qualitative Ziele : 
Betriebliche Prozesse haben erheblichen Einfluss au f die Umwelt. Durch 
Optimierung dieser Prozesse kann die Umwelt entlast et werden (z.B. reduzierter 
Wasserverbrauch, Energieeinsparung, Abfallvermeidung u.a.m.)  
Ziele: 
• Förderung des betrieblichen Umweltschutzes in Mün steraner Unternehmen 
• Ausbau des Umweltmanagements im Konzern Stadt Mün ster 
Quantitative Ziele 
: 
Eine konkrete Zielvorgabe für die Anzahl der Betrie be, die sich pro Jahr am 
ÖKOPROFIT beteiligen, lässt sich nicht benennen. Pr imäres Ziel ist es, das 
erfolgreiche ÖKOPROFIT-Projekt dauerhaft in Münster zu etablieren.

42 
Entwicklung : 
Seit Beginn des Projektes (2000) wurden in 9 Durchg ängen 104 Unternehmen und 
Institutionen erstmalig ausgezeichnet. Darüber hina us wurden mittlerweile 30 
Betriebe rezertifiziert, d.h. sie unterzogen sich e iner erneuten Überprüfung ihrer 
fortgeschrittenen Maßnahmen im Umweltschutz und hab en damit das 
Umweltmanagementsystem in ihrem Unternehmen weitgeh end etabliert. Bislang 
konnte die Kontinuität im Sinne der Zielfestlegung erhalten bleiben. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Einwerbung weiterer Betriebe.  
Adressaten: 
Stadt Münster, Gewerbebetriebe / Münsteraner Unternehmen und Institutionen 
Kosten: 
ca. 16.000,- € je Durchgang (nach Abzug von Landesmitteln) 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Aktualisierung 
: 
2-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2011  2012  2013  20 14  201 5 
Anzahl Kontakte in der Umweltberatung / 
Umweltservice [Stück] 
10.286 
 13.730  12966  13.067  12.275  
Hinweis: Die Daten umfassen ab November 2011 die Ku ndenkontakte im 
Umweltservice des Amtes, sowie die Beratungen in de r Umweltberatung im 
Stadtwerke CityShop, Salzstraße 21.

43 
Umweltmedium/Ressource : 
Verkehr/Mobilität 
Indikator: 
• Anteil Umweltverbund am Modal Split 
Definition: 
Anteil des Umweltverbundes (Fußgänger, Radfahrer, Ö PNV/SPNV) am Modal Split 
in Prozent [%]. 
Erläuterung: 
Der Modal Split bezeichnet die Verteilung des Verke hrs auf die verschiedenen 
Verkehrsträger. Für den Indikator relevant ist der Anteil des Umweltverbundes 
(Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV/SPNV) am Gesamtverkehr.  Darüber hinausgehend 
sind für die langfristige Bewertung des Verkehrs un ter Nachhaltigkeitsaspekten aber 
auch künftige Anteile der Elektromobilität im Kfz-V erkehr sowie der 
Fahrzeugbesetzungsgrad, der zurzeit in Münster 1,25  Personen/Pkw beträgt, von 
Relevanz. Die Beeinflussung dessen ist jedoch wesen tlich von bundesweiten 
Rahmenvorgaben abhängig und weniger auf kommunaler Ebene steuerbar. 
Datenlage/Grafik: 
 
Zielwert 2025:  70% Umweltverbund 
   geplante neue Zielgröße: 75 % 
Qualitative Ziele: 
Der Verkehr wirkt sich maßgeblich auf viele Bereich e der Umwelt aus. So hängt die 
Belastung durch Luftschadstoffe, Lärm oder der CO 
2-Ausstoß in erheblichem Maße 
von der Wahl des Verkehrsmittels ab. Daher soll der  Umweltverbund im Modal Split 
gestärkt werden.

44 
• Erhöhung des Wegeanteils des Fußgängerverkehrs  
• Weitere Stärkung des Fahrradverkehrs  
• Stärkung des ÖPNV/SPNV 
• Minderung des Kfz-Anteils im Regionalverkehr (Pen dler) 
Quantitative Ziele (Berichtsstand 2013): 
Zielwerte für das Jahr 2025: 
70 % des Verkehrs der Münsteraner entfallen auf den Umweltverbund, davon 
• 40 % Rad 
• 18 % Fuß 
• 12 % ÖPNV/SPNV 
Im Regionalverkehr Minderung des Kfz-Anteils von z.Zt. ca. 80% auf ca. 75 %. 
Entwicklung: 
Die Entwicklung in Münster seit 1982 zeigt im Mitte l einen Anstieg des 
Umweltverbundes. 2013 ist der Anteil des Umweltverb undes gegenüber der 
Autonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass de r Umweltverbund erstmals 
über 70% lag. Der gesetzte Zielwert für das Jahr 2025 von 70 % wurde damit bereits 
frühzeitig erreicht. Das Fahrrad bleibt Verkehrsträger Nr.1.  
Auf Grund dieser erfreulichen Entwicklung ist es du rchaus realistisch, als Zielgröße 
für den Umweltverbund einen 75% Anteil zu benennen. 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
Maßnahmen gemäß des in Arbeit befindlichen verkehrlichen Rahmenplans „Mobilität 
Münster 2025“ (ehemals Verkehrsentwicklungsplan Mün ster 2025, V/0266/2007, 
V/0982/2007, V/1019/2008 und V/0625/2010) mit den T eilbausteinen 3. 
Nahverkehrsplan Stadt Münster (V/0626/2015), P+R-An lagen in Münster - 
Bestandsaufnahme und Konzept (V/0953/2013), Fortsch reibung 
Radverkehrskonzept (in Bearbeitung)). 
Adressaten: 
Stadt Münster, Stadtwerke Münster GmbH, Regionalbus unternehmen, 
Zweckverband SPNV Münsterland, angrenzende Kreise, Nachbargemeinden u. a. 
Kosten: 
Keine Angaben möglich, zumal der o. g. Mobilitätspl an im Wesentlichen 
Programmaussagen enthalten wird, die anschließend i n Planungen umgesetzt und 
dann auch erst mit Kosten belegt werden können und b) Kostenangaben zum 
jetzigen Zeitpunkt eine aufwendige wissenschafts-th eoretische Modellierung 
erfordern, die extern vergeben werden müsste.

45 
Datenherkunft/Zuständigkeit: 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung: 
• Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Müns teraner -  Ergebnisse einer 
Haushaltsbefragung im Herbst 2013, Beiträge zur Sta dtforschung, 
Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 1/2014  
• Zwischenbericht Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025, Vorlage V/1019/2008 
• Mobilität Münster/Münsterland 2050 (V/0625/2010) 
Weitere Daten: Stadtwerke Münster 
Aktualisierung: 
Erfassung des Modal Split in möglichst regelmäßigen  Zeitabständen mittels 
Haushaltsbefragungen zum Mobilitätsverhalten der Mü nsteraner. Die letzte 
Aktualisierung aus 2013 ist in die Umweltdaten eingeflossen. 
Weitere Daten zum Umweltmedium: 
 
2011  2012  2013  2014  2015  
Entwicklung der Fahrgastnachfrage auf den 
Stadtbussen [Fahrgäste in Mio./Jahr] 
1)  
32  38  40  40  42  
Länge der Radwege [km] 2)  460  460  
 
469  474  473  
  1982  1990  2007  2013  
Anteil des Umweltverbundes am regionalen 
Verkehr (Einpendler) [%] 
3)  
 24,3  21,9  19,1  k.A.  
Anteil des Umweltverbundes am 
Gesamtverkehr [%] 
3)  
 54,3  52,9  52,1  k.A.  
 
Quellenangaben: 
1) Geschäftsberichte Stadtwerke Münster  
2) Jahresstatistik Stadt Münster 2015 - Verkehr 
3) Mobilität Münster 2025

46 
Umweltmedium/Ressource : 
Wasser 
Indikator : 
Guter ökologischer und chemischer Zustand (Gewässergüteklasse II-III oder 
besser) bzw. Potenzial für alle Fließgewässer (gem. EG-WRRL) 
Definition : 
Der gute ökologische Zustand der Fließgewässer ist ein zentrales Ziel der EG-
Wasserrahmenrichtlinie. Die Zustandbewertung und Zi elerreichung wird durch ein 
regelmäßiges Monitoring seitens des Landes NRW durc hgeführt. In diesem 
Verfahren sind die größeren Fließgewässer (Aa, Wers e, Angel, Mecklenbach, 
Kinderbach, Emmerbach, Kreuzbach, Getterbach, Floth bach, Offerbach und 
Kannenbach) eingebunden. 
Für die übrigen kleineren Gewässer wird der Indikat or der Gewässergüte auf der 
Grundlage eigener Untersuchungen herangezogen. 
Dieser Indikator gibt den Anteil der Gewässerabschn itte von Fließgewässern an, 
deren Gewässergüteklasse mit der Klasse II-III (kri tisch belastet) oder besser 
bewertet wird. Die Angabe erfolgt in Prozent. [%] 
Erläuterung 
: 
Die "biologische Gewässergüte" lässt vor allem die Beeinträchtigung der Gewässer 
durch biologisch leicht abbaubare Stoffe und die si ch daraus ergebenden Defizite im 
Sauerstoffhaushalt erkennen. Bei der Überwachung de r Fließgewässer ist die 
biologische Gewässergüte ein Leitparameter für die Beschaffenheit des Gewässers. 
Datenlage/Grafik : 
 
Zielwert 2020: 100% Gewässergüteklasse II-III oder besser

47 
Qualitative Ziele : 
Gewässer sind in Münster ein prägendes Element. Die  Sicherung und Verbesserung 
des ökologischen Zustandes von Oberflächengewässern  und Grundwasser ist eine 
Herausforderung für die Zukunft. Der Erhalt von Auen und Retentionsräumen schützt 
vor Hochwassergefahren.   
Ziele: 
• Generelle Vermeidung starker Verschmutzungen in a llen Münsteraner 
Gewässern 
• Einhaltung der Qualitätsziele der Wasserrahmenric htlinie (WRRL) 
• Verbesserung der Wasserqualität des Aasees 
• Nachhaltige Sicherung einer guten Qualität und Qu antität des Grundwassers 
Quantitative Ziele 
: 
100% der Fließgewässerabschnitte haben bis 2020 ein e Gewässergüteklasse II-III 
oder besser  
Erläuterung: 
Sanierungsziel gemäß WRRL ist in NRW der gute ökolo gische Zustand für 40% und 
das gute ökologische Potenzial für 60% der Gewässer bis 2027.  
Der gute Zustand ist definiert als ein Zustand, der von eine m "sehr guten" (d.h. 
weitgehend anthropogen unbeeinflussten) Zustand nur  geringfügig abweicht. Er ist 
ausgerichtet auf die Vielfältigkeit vorhandener Pfl anzen- und Tierarten und die 
morphologische Gewässerausprägung. 
Da die Regelungen der WRRL sich in Münster im wesen tlichen auf die 
Hauptgewässer beziehen und die weiteren Gewässer ni cht erfassen, wird als 
Vergleichsmaßstab die Gewässergüte herangezogen, di e für alle namhaften 
Gewässer in Münster regelmäßig geprüft wird. Im Vor dergrund steht die Beseitigung 
von stark verschmutzten Gewässern ab Gewässergütekl asse III. Der zudem 
angestrebten Erhöhung des Anteils von Gewässern mit  Gewässergüteklasse II sind 
z.T. naturräumlich bedingte Grenzen gesetzt. 
Entwicklung 
Ab dem Jahr 2000 ist eine deutliche Verbesserung de r Gewässergüte zu erkennen. 
Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlreiche Maßnahmen 
zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässer schutz abzielen. Im letzten 
Erhebungsintervall von 2014 zeigt sich eine leichte  Verschlechterung der 
Gewässergüte auf 85 % mit der Gewässergüteklasse II -III. Eine signifikante 
Änderung der Gewässerqualität lässt sich hieraus ni cht ableiten. Die Veränderung 
kann auch methodisch bedingt sein. Die Entwicklung muss jedoch weiter beobachtet 
werden. Eine weitere Verbesserung der Gewässergüte erweist sich bislang 
insbesondere bei kleinen Gewässern mit geringer Was serführung im Sommer als 
schwierig.

48 
Erforderliche Maßnahmen zur Zielerreichung: 
• Maßnahmen zur Abwasserreinigung und Abwasserablei tung aus dem 
Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) 
• Umsetzungsfahrpläne zur WRRL 
• Ökologische Verbesserung der kleineren Gewässer 
Adressaten: 
Tiefbauamt, Wasser und Bodenverbände im Stadtgebiet
.  
Kosten: 
Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK): 73 Mio € 
Umsetzungsfahrpläne WRRL: Diese Kosten können noch nicht beziffert werden. Die 
sind von der Stadt und von den Wasser- und Bodenver bänden aufzubringen. Diese 
Maßnahmen werden zur Zeit mit 80% vom Land gefördert 
Ökologische Verbesserung von kleineren Fließgewässe rn. Die sind von der Stadt 
und von den Wasser- und Bodenverbänden aufzubringen . Diese Maßnahmen 
werden zur Zeit mit 80% vom Land gefördert. 
Datenherkunft/Zuständigkeit 
: 
Tiefbauamt 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit  
Stadtwerke Münster 
Aktualisierung 
: 
2-jährlich 
Weitere Daten zum Umweltmedium 
: 
 2011  2012  2013  20 14  201 5 
Privater Trinkwasserverbrauch * 
[l/Einw. und Jahr] 
46.973 
 45.315 
  
45.216  44.165  44.165  
Nitrat im Trinkwasser (Mittelwert der vier 
Wassergewinnungsgebiete Münster) in 
mg/l 
12,2 
 12,9  12,4  12,1  11,8  
Microcystine (Toxine der Cyanobakterien/ 
„Blaualgen“) im Aasee, Mittelwert der 
Jahresmesswerte [µg/l]  
0,4 
 1,2  1,0  <0,1  0,3  
* (Bezug: Einwohner am Ort der Hauptwohnung)

Ersatzgeld – Maßnahmen 2014 bis 2015 Anlage A-1 
 
    
 
Projekt  Landschaftspflegerische 
Maßnahmen 
NSG 
/ 
LSG 
Flächen -
größe 
Nutzung vor 
Maßnahme 
Nachfolge -
nutzung 
Stand des 
Projekts 
Vorauss. 
Baukosten 
Kosten 
Liegen-
schaft 
 
Kosten 
gesamt 
Erwerb von 
zusätzlichen 
Amphibien-
schutzzäunen 
• Aufstellen von Schutz-
zäunen an neuen 
Standorten 
- - - -  Beendet 2.010,- € 0 2.010,- € 
Uferrandstreifen 
westl. 
Coermühle/ südl. 
Gittruper Str. 
 
Gittrup 
• Anlage einer Baumreihe 
• Anlage einer Feldhecke 
• Entwicklung eines 
Hochstaudensaums 
- 1.023 m² vorhandener 
Uferrand-
streifen mit 
Extensivbe-
wirtschaftung 
Keine 
grundle-
gende Än-
derung der 
Bewirt-
schaftung 
Fertigstell.- 
und 
Entwickl.- 
pflege 
12.050,- € 5.115,- € 17.165,- € 
Kleingewässer 
Fachwerk 
Gievenbeck 
 
Gievenbeck 
• Anlage eines Klein-
gewässers 
• Anlage eines Eichen-
spaltpfostenzauns 
- 900 m² • Grünfläche • Klein-
gewässer 
Beendet 6.638,- € 0 € 6.638,- € 
Sicherung 
Fledermaus-
bunker am 
Kanonengraben 
• Einrichtung von Fleder-
mausquartieren 
- - • verschütteter 
Bunker 
• Artensch 
utz 
Beendet 7.299,- € 0 € 7.299,- € 
Aufforstung 
Häger Flothfeld 
• Aufforstung mit 
Laubgehölzen 
- 5.000 m² • Intensiv 
genutztes 
Grünland 
• Wald Fertigstell.- 
und 
Entwickl.- 
pflege 
11.100,- € 25.000,- € 36.100,- € 
    Summen: 22.350,- € 5.115,- € 69.212, -€

50

Berichtsvorlage

15711 Zeichen

V/1115/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Umweltdaten Münster 2014/2015 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
28.02.2017 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
1. Einleitung 
 
Die Umweltdaten Münster sind eine Zusammenstellung wichtiger Daten zur Entwicklung 
der Umwelt in Münster. Sie umfassen alle wesentlichen Umweltthemen und werden mit 
Beschluss des Rates der Stadt Münster vom 12.12.2012 im 2-jährlichen Turnus fortge-
schrieben. Nunmehr liegen die Umweltdaten für die Fortschreibungsjahre 2014 und 2015 
vor und sind in der beigefügten Anlage 1 zur Vorlage dokumentiert.  
 
 
2. Anregungen 
 
Im Rahmen der Berichtsvorlage zu den Umweltdaten 2012/2013 wurden seitens der 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL mit Schreiben vom 11.05.2015 Vorschläge für wei-
tere Indikatoren eingebracht. Diese wurden im Zuge der Fortschreibung der Umweltdaten 
2014/2015 geprüft und nach Möglichkeit integriert. Bei der Prüfung wurde insbesondere 
auf die Integrationsfähigkeit in die Systematik der Umweltdaten abgestellt (regelmäßige 
Erhebung, Indikatorfunktion). Im einzelnen wurden die Vorschläge wie folgt bewertet: 
 
2.1 Biodiversität 
Die Indikatoren zum Thema Biodiversität werden in enger Abstimmung mit dem  
NABU-Münster festgelegt. Durch die Wahl verschiedener Indikatoren werden systema-
tisch charakteristische Lebensräume für das Stadtgebiet von Münster abgebildet. Dabei 
liegt der Schwerpunkt auf Arten, die bei guter Erfassbarkeit eine möglichst gute Indikator-
funktion für verschiedene Lebensräume  aufweisen. Konkrete Hinweise für weitere Opti-
mierungen werden gerne entgegengenommen. 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/1115/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Kuttenkeuler 
Ruf: 
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Kuttenkeuler@stadt-muenster.de 
Datum: 
17.01.2017 
Öffentliche Berichtsvorlage

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V/1115/2016 
 
2.2 Naturschutzgebiete 
Die Umweltdaten Münster weisen bereits die absolute Größe der Naturschutzgebiete auf 
(vgl. Natur und Landschaft / Schutzgebiete). Der relative Anteil am Stadtgebiet wurde 
ergänzt. Er beträgt zur Zeit 7,0 %. 
Der relative Anteil am Außenbereich Münsters ist aus hiesiger Sicht wenig aussagekräf-
tig bzw. irreführend, da bei gleich bleibender Größe der NSG und steigendem Sied-
lungswachstum der relative Anteil der NSG am kleiner werdenden Außenbereich steigt. 
Von einer Darstellung in den Umweltdaten wird daher abgesehen. 
 
 
2.3. Landwirtschaft 
 
- Die gesamte landwirtschaftliche Fläche Münsters ist bereits Gegenstand der     
Umweltdaten (vgl. Natur und Landschaft / Schutzgebiete). 
 
- Die Größe der verpachteten landwirtschaftlichen Flächen im Eigentum der Stadt 
Münster betrug am 21.07.2015 rund 1.028 ha. Die Zahlen wurden in den Umweltda-
ten ergänzt  und werden künftig regelmäßig angeführt. 
 
- Für das Stadtgebiet von Münster liegen lediglich aus der Landwirtschaftszählung des 
Landes NRW aus dem Jahr 2010 Angaben zu den Flächen mit ökologischem Land-
bau vor. Erfasst wurden nur Betriebe > 5 ha. Die Gesamtfläche betrug 181 ha. Dies 
entsprach 2010 einem Anteil von ca. 1,4 % der landwirt schaftlichen Gesamtfläche. 
Die nächste Zählung erfolgt im Jahr 2016. Sonstige Erhebungen liegen nach Auskunft 
der Landwirtschaftskammer nicht vor. Das Amt für Immobilienmanagement führt kei-
ne Abfragen zu den Betriebsformen der verpachteten Flächen durch. Eine Aussage 
zum Anteil des ökologischen Landbaus ist daher für die von der Stadt Münster ver-
pachteten Flächen nicht möglich. 
 
Als regelmäßiger Indikator ist der Anteil des ökologischen Landbaus im Rahmen der 
Umweltdaten bislang nicht geeignet. Die bekannten Zahlen werden als  Begleitinformati-
on eingefügt. 
 
4. Abwasser 
Neben den Abwasserinhaltsstoffen N (Stickstoff) und  P (Phosphor) sowie dem CSB 
(Chemischer Sauerstoffbedarf) rücken zunehmend die sog. Mikroschadstoffe in den Vor-
dergrund. Viele Analysenergebnisse zu Mikroschadstoffen basieren auf Stichproben; da-
her schwanken die Ergebnisse z. T. erheblich. Vor diesem Hintergrund sind Schlussfol-
gerungen hinsichtlich einer Zu- oder Abnahme im gereinigten Abwasser nicht möglich.  
 
Vor dem Hintergrund der unregelmäßigen Erhebung sollte von einer Aufnahme in die 
Umweltdaten Münster vorerst abgesehen werden. Die Daten liegen dem Tiefbauamt je-
doch vor und können bei Bedarf dem zuständigen Ausschuss vorgestellt werden.  
 
5. Wasser 
Aus der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ergibt sich für den ökologischen und chemi-
schen Zustand der berichtspflichtigen Oberflächengewässer sowie für den mengenmäßi-
gen und chemischen Zustand des Grundwasserkörpers eine Berichtspflicht. Die Zielset-
zung ist durch die WRRL gesetzlich vorgeschrieben. Eine entsprechende Berichterstat-
tung erfolgt durch das Land  NRW. Die Ergebnisse nehmen für das Stadtgebiet von 
Münster einen erheblichen Umfang ein.

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(vgl.http://www.bezregmuenster.nrw.de/de/umwelt_und_natur/gewaesserschutz_und_ge
waesserentwicklung/index.html).  
 
Der Berichtsumfang der WRRL ist so groß, so dass er den Rahmen der Umweltdaten, 
die auf die Darstellung von Kerndaten und –indikatoren ausgelegt sind, sprengen würde.  
 
Von einer zusätzlichen Aufnahme in die Umweltdaten sollte daher abgesehen werden. 
 
 
3. Fortschreibung der Umweltdaten 2014/2015 
 
Im Zuge der Bearbeitung der Umweltdaten 2014/2015 wurden ergänzende Vorschläge 
zur Erweiterung der Datenlage geprüft. Wichtiger Fakt or war dabei die Integrationsfähi g-
keit in die Systematik der Umweltdaten (regelmäßige Erhebung, Indikatorfunktion). In die 
Umweltdaten wurden daraufhin ergänzende Angaben z.B. zur landwirtschaftlichen Nu t-
zung aufgenommen. Die Entwicklung der Indikatoren fü r die einzelnen Umweltthemen 
werden in nachfolgender Tabelle kurz ausgeführt: 
 
Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
Abfall Die Abfallmengen 2014 wurden durch das Starkregenereignis am 28.07.2014 
beeinflusst, sodass im Jahr 2014 eine Steigerung der Abfallmenge zu ver-
zeichnen war. Aktuell liegt das Abfallaufkommen im Jahr 2015 bei 426 
kg/EW*a. Dieses wurde durch eine weitere Steigerung der Einwohnerzahl in 
Münster erreicht. Das Gesamtabfallaufkommen aus Haushalten ist aber seit 
2010 (130.448 t) nicht gesunken. Im Jahr 2015 lag das Aufkommen bei 
130.118 t. 
Abwasser 
 
Der Zielwert der Stickstoff-Emission von 120 t/a wurde 2014 und 2015 mit 
jeweils 126 t/a knapp überschritten. Ein möglicher Grund kann der Bevölke-
rungszuwachs sein. Die Reinigungsleistung war jedoch bei deutlicher Unter-
schreitung der Überwachungswerte hinsichtlich der Eliminationsrate von ca. 
92 % konstant. 
Die Zielwerte für Klärschlämme wurden erreicht. Durch den Ausstieg aus der 
landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung verlieren diese Zielwerte an Be-
deutung und werden daher letztmalig aufgeführt. 
 
Boden/Fläche Im Hinblick auf den Zielwert befindet sich die jährliche Inanspruchnahme für 
Siedlungs- und Verkehrsflächen bis 2013 absolut auf einem relativ hohen 
Niveau. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt der Zuwachs an SuV-Fläche in 
Münster jedoch deutlich unter dem Durchschnitt von Nordrhein-Westfalen 
(vgl. V/0761/2014, Abb. 4). Bis 2012 beruhte die erhebliche Steigerung der 
Siedlungs- und Verkehrsflächen zu einem großen Teil auf der Zunahme der 
Erholungsflächen (2008: 128 ha, 2009: 93 ha, 2011: 82 ha, 2012: 40 ha). 
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es sich dabei nicht nur um eine tatsächli-
che Ausdehnung der Erholungsflächen in diesem Umfang handelt, sondern 
für den Anstieg auch methodische Gründe (statistische Umschlüsselungen 
von Flächen) ausschlaggebend waren. Auch für die Jahre 2012 (+91 ha) und 
2013 (+51 ha) sind die Werte für die jährliche Zunahme der SuV-Werte in 
erheblichem Maße durch Umschlüsselungen von Flächen beeinflusst (2012: 
Friedhofsflächen +19 ha; 2013: Betriebsflächen +148 ha, Gebäude-
/Freifläche –133 ha). Die Aussagefähigkeit der Werte ist hierdurch entspre-
chend eingeschränkt. 
Im Jahr 2014 nahm die SuV-Fläche nur um 8 ha zu, im Jahr 2015 nur um 39 
ha. Auch 2015 kamen im Zuge der Erstellung der Amtlichen Basiskarte wie-

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Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
der „Umschlüsselungen“ zum Tragen. So korrespondierte die Zunahme der 
„Verkehrsfläche-Verkehrsbegleitfläche“ (+ 59,2 ha) mit einer Abnahme der 
„Verkehrsfläche-Straße (- 28,6 ha) und der Wasserflächen (-16,3 ha) infolge 
der stärkeren Differenzierung der Nutzungen im Straßen- und Gewässerbe-
reich. Der Anstieg der Gebäude- und Freifläche/Gewerbe- und Industrie  
(+ 19,4 ha) geht v.a. darauf zurück, dass Teile der Nutzungsart „Betriebsflä-
che/Lagerplatz“ (- 12 ha) hierzu geändert wurden. Die Zunahme der Gebäu-
de- und Freifläche-Wohnen (+ 14,5 ha) lag deutlich unter dem Zielwert von 30 
ha.  
 
Biodiversität 
 
1. Mohn- und Kornblumen  
In Münster konnten 2014 auf wenig mehr als jedem achten Ackerschlag 
Mohn- oder Kornblumen nachgewiesen werden, weit überwiegend in nur we-
nigen Individuen. Für den dauerhaften Erhalt der Arten, als Nahrungsquelle 
für Insekten und nicht zuletzt für ein attraktives Landschaftsbild sind nach 
Einschätzung des NABU jedoch weit größere und häufigere Bestände not-
wendig. Gegenüber vorheriger Erhebungen im Jahr 2009 sind die Bestände 
rückläufig. 
 
2. Mehl- und Rauchschwalben 
Anhand der Erfassung von Rauch- und Mehlschwalbe im Stadtgebiet Müns-
ter wurde für beide Arten im Jahr 2015 eine negative Bestandsentwicklung 
festgestellt. Bei der Mehlschwalbe ist der Trend deutlicher als bei der Rauch-
schwalbe. Auf Vergleichsflächen wurde bei der Mehlschwalbe ein Rückgang 
von 13 %, bei der Rauchschwalbe von 5 % festgestellt. 
 
Grün In den Jahren 2013 bis 2015 wurden keine Eingriffe von mehr als 500 m² ver-
siegelte Fläche innerhalb des städtischen Grünsystems (Grünzüge sowie 1. 
und 2. Grünring gemäß Grünordnung) vorgenommen. 
 
Klima / Energie Mit dem deutlichen Ausbau der Klimaschutzaktivitäten und dem damit ver-
bundenen Anstieg der erneuerbaren Energien sowie dem Bau der GUD-
Anlage im Jahr 2005 konnte in Münster bis Ende des Jahres 2015 eine Re-
duzierung der CO2-Emissionen pro Kopf der Bevölkerung um knapp 29% 
gegenüber 1990 erreicht werden. Die absolute Reduzierung von 1990 bis 
2015 beläuft sich wegen der gestiegenen Bevölkerungszahlen auf 21%.  
 
Lärm-
immissionen 
Neue Lärmkartierungen erfolgten in den Jahren 2014/2015 nicht. Die Lärm-
belastungen an Hauptverkehrsstraßen sind 2013 im Vergleich zu 2008 vor 
allem nachts signifikant zurückgegangen. Diese Lärmminderung geht über-
wiegend auf die verminderte Höchstgeschwindigkeit im Hauptverkehrsstra-
ßennetz zurück. 
In 2017 wird eine erneute Lärmkartierung durchgeführt. Eine Fortschreibung 
des Lärmaktionsplans wird in 2018 beginnen. 
 
Luftschadstoffe Die Stickstoffimmissionen sind von 2009 bis 2015 rückläufig. Der Grenzwert 
für Stickstoffimmissionen (Jahresmittelwert) wurde in den letzten Jahren an 
der Weseler Straße nicht mehr überschritten. Hierfür sind verschiedene Fak-
toren ursächlich (meteorologische Bedingungen, Emissionsverhalten der 
Fahrzeugflotte, ...). Als eine Maßnahme zur Minderung der Immissionen be-
steht seit dem 1. Januar 2010 im  Stadtkern von Münster eine Umweltzone. 
An der Messstation „Bült“ verbleibt  es bislang bei einer Überschreitung des 
NO2-Grenzwertes (2014: 46 µg/m³, 2015: 44 µg/m³)Belastungen eine Über-
schreitung des Grenzwertes.

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Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
Aus der Entwicklung der Feinstaubbelastung kann abgelesen werden, dass 
auch zukünftig die Wahrscheinlichkeit einer Überschreitung des Grenzwertes 
für PM 10 sehr gering sein wird.  
 
Natur und Land-
schaft - Schutz-
gebiet 
Die Entwicklung der Schutzgebiete ist in den letzten Jahren konstant geblie-
ben und zeigt erst mit dem Satzungsbeschluss des Landschaftsplans 3 „Ro-
xeler Riedel“ im Jahr 2014 Veränderungen. Die Fläche der Naturschutzgebie-
te stieg um 12 % auf 2.133 ha. Damit stehen zur Zeit ca. 7,0 % des Stadtge-
bietes unter Naturschutz. Die Fläche der Landschaftsschutzgebiete erhöhte 
sich um 13 % auf 9.941 ha. Der Anteil der Landschaftsschutzgebiete am 
Stadtgebiet beträgt damit ca. 32,8 %.  
 
Natur und Land-
schaft - Eingriffs-
regelung 
Die Entwicklung der Einnahmen über Ersatzgeld ist tendenziell rückläufig. Die 
Stadt Münster dringt darauf, dass im Zusammenhang mit Eingriffsvorhaben 
der entsprechende Ausgleich durch den jeweiligen Vorhabenträger nachge-
wiesen wird. 
Im Zeitraum vom 01.01.2014 bis 31.12.2015 sind 22 Bebauungspläne zur 
Rechtskraft gelangt. Der überwiegende Teil davon liegt im Innenbereich. Im 
Detail handelt es sich meist um eine Verdichtung der vorhandenen Bebauung 
innerhalb von bereits bestehenden Baugebieten. Rechtlich sind diese Verfah-
ren in den meisten Fällen nach § 13 a BauGB einzustufen, so dass die erfolg-
ten Eingriffe von der Ausgleichsverpflichtung in der Regel freigestellt sind.  
Drei Bebauungspläne mit einer Gesamtfläche von 5,86 ha nehmen im Au-
ßenbereich landwirtschaftlich genutzte Flächen für Wohn- und Verkehrszwe-
cke in der Größenordnung von rd. 4,4 ha (3,5 ha Acker, 0,9 ha Extensivgrün-
land) in Anspruch. 
Darüber hinaus sind zwei Bebauungspläne mit einer Plangebietsgröße von 
2,6 ha ausgleichsrelevant. Die zugeordnete Kompensation umfasst insge-
samt rd. 0,48 ha und wird in Form von Uferrandstreifen nachgewiesen. 
Im städtischen Flächenpool sind insgesamt 13,72 ha zuordnungsfähige Kom-
pensationsflächen vorhanden (Stand: 31.12.2015). Diese teilen sich auf rd. 
1,95 ha Uferrandstreifen (19 Flächen) und 11,77 ha sonstige Flächen (12 
Flächen) auf. 
 
 
Umwelt-
management 
Seit Beginn des Projektes (2000) wurden in 9 Durchgängen 104 Unterneh-
men und Institutionen erstmalig ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden mitt-
lerweile 30 Betriebe rezertifiziert, d.h. sie unterzogen sich einer erneuten 
Überprüfung ihrer fortgeschrittenen Maßnahmen im Umweltschutz und haben 
damit das Umweltmanagementsystem in ihrem Unternehmen weitgehend 
etabliert. Bislang konnte die Kontinuität im Sinne der Zielfestlegung erhalten 
bleiben. 
 
 
Verkehr / Mobili-
tät 
Die Entwicklung in Münster seit 1982 zeigt im Mittel einen Anstieg des Um-
weltverbundes. 2013 ist der Anteil des Umweltverbundes gegenüber der Au-
tonutzung nochmals deutlich gestiegen, so dass der Umweltverbund erstmals 
über 70% lag. Der gesetzte Zielwert für das Jahr 2025 von 70 % wurde damit 
bereits frühzeitig erreicht. Das Fahrrad bleibt Verkehrsträger Nr.1.  
Auf Grund dieser erfreulichen Entwicklung ist es durchaus realistisch, als 
Zielgröße für den Umweltverbund einen 75% Anteil zu benennen. 
 
 
Wasser Ab dem Jahr 2000 ist eine deutliche Verbesserung der Gewässergüte zu er-

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Umweltmedium Entwicklung der Indikatoren 
kennen. Die Verbesserung der Gesamtsituation ist in erster Linie auf zahlrei-
che Maßnahmen zurückzuführen, die auf einen konsequenten Gewässer-
schutz abzielen. Im letzten Erhebungsintervall von 2014 zeigt sich eine leich-
te Verschlechterung der Gewässergüte auf 85 % mit der Gewässergüteklas-
se II-III. Eine signifikante Änderung der Gewässerqualität lässt sich hieraus 
nicht ableiten. Die Entwicklung muss jedoch weiter beobachtet werden. Eine 
weitere Verbesserung der Gewässergüte erweist sich bislang insbesondere 
bei kleinen Gewässern mit geringer Wasserführung im Sommer als schwierig. 
 
 
 
3. Ausblick 
Zum Jahresende 2018 erfolgt die erneute Vorlage der fortgeschrittenen Umweltdaten 
Münster 2016/2017. Die neu aufgenommenen Daten werden fortgeschrieben.  Die Ei n-
bringung der Vorschläge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL   vom 11.05.2015 ist 
damit erledigt. 
 
 
 
 
 
I.V.  
 
gez. 
 
Matthias Peck 
Stadtrat 
 
 
 
Anlagen: Umweltdaten Münster 2014/2015

Beratungsverlauf (1)

28.02.2017 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 6.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (13)

  • Weseler Straße
  • Hörsterstraße
  • Sonnenstraße
  • Korduanenstraße
  • Salzstraße 21
  • Gittruper Straße
  • Schwarzer Kamp
  • Am Kanonengraben
  • Am Emmerbach
  • Promenade
  • Kreuzbach
  • Coermühle
  • Flothfeld

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Details

Aktenzeichen
V/1115/2016
Typ
Vorlagen
Datum
09.12.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37