1587/2022
Beantwortung der Anfrage der SPD-Fraktion (AN/0967/2022): Nach erneutem Brand des Drogenhilfebusses am Neumarkt - wie geht es weiter?
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/53 Vorlagen-Nummer 11.05.2022 1587/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 12.05.2022 Gesundheitsausschuss 17.05.2022 Beantwortung der Anfrage der SPD-Fraktion (AN/0967/2022): Nach erneutem Brand des Drogenhilfebusses am Neumarkt - wie geht es weiter? Die SPD-Fraktion hat die folgenden Fragen an die Verwaltung: 1.) Welche Auswirkungen hat der neuerliche Brandschaden an einem der eingesetzten Busse auf die Zukunftspläne des Angebots, z. B. ist der Einsatz der Busse im Herbst in Mülheim noch realisier- bar? 2.) Warum sollten die Drogenhilfebusse erst nach einem Zwischenstopp am Hauptbahnhof in Mül- heim zum Einsatz kommen? 3.) Wie ist der Sachstand rund um den geplanten Drogenkonsumraum in Kalk? Eine Immobilie wurde dem GA schon vor einigen Sitzungen präsentiert, allerdings gibt es augenscheinlich noch keine Arbeiten zur Ertüchtigung an diesem Standort. 4.) Wie viele Streetworker*innen (von Jobcenter, Gesundheitsamt, Sozialamt, Jugendhilfe, Trägern, Projekten usw.) sind im Stadtgebiet für welche Aufgaben im Einsatz? Dazu teilt die Verwaltung folgendes mit: Zu 1 Welche Auswirkungen hat der neuerliche Brandschaden an einem der eingesetzten Busse auf die Zukunftspläne des Angebots, z. B. ist der Einsatz der Busse im Herbst in Mülheim noch realisierbar? Das Beratungsfahrzeug wurde bei dem Brand beschädigt und befindet sich in Reparatur. Anschlie- ßend ist es wieder einsatzfähig; eine Neuanschaffung ist nicht erforderlich. Der Einsatz des mobilen Drogenhilfeangebotes in Mülheim ist dadurch nicht gefährdet. Zu 2 Warum sollten die Drogenhilfebusse erst nach einem Zwischenstopp am Hauptbahnhof in Mülheim zum Einsatz kommen? 2 Die Lüftungsanlage des Drogenkonsumraums am Hbf. ist veraltet und muss komplett erneuert wer- den. Aktuell ist kein inhalativer Konsum möglich. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wird der Drogen- konsumraum umgebaut, so dass es sechs anstelle von drei Konsumplätzen geben wird, die sowohl für den inhalativen als für den intravenösen Konsum genutzt werden können. Um das Angebot wäh- rend des Umbaus nicht zu schließen, ist geplant, dass die beiden Fahrzeuge des mobilen Drogenhil- feangebotes dem SKM kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Zu 3 Wie ist der Sachstand rund um den geplanten Drogenkonsumraum in Kalk? Eine Immobilie wurde dem GA schon vor einigen Sitzungen präsentiert, allerdings gibt es augenscheinlich noch keine Arbeiten zur Ertüchtigung an diesem Standort. Am 15.02.2022 hat das Gesundheitsamt zusammen mit der Sozialraumkoordination Kalk zu einer digitalen Info-Veranstaltung zum Drogenkonsumraum Kalk eingeladen. Im Ergebnis wurde eine hohe Akzeptanz des Hilfeangebots deutlich und einige konkrete Maßnahmen vereinbart (Fortbildungen und Schulungen für Multiplikator*innen durch das Gesundheitsamt, Syner- gien mit dem Wachschutz des Kalk Karrees, Befragung zu den Öffnungszeiten). Es ist eine öffentli- che Info-Veranstaltung kurz vor der Eröffnung des Drogenkonsumraums Kalk geplant. (Siehe Anlage 1171-2022_Mitteilung BV 8). Zu 4 Wie viele Streetworker*innen (von Jobcenter, Gesundheitsamt, Sozialamt, Jugendhilfe, Trägern, Projekten usw.) sind im Stadtgebiet für welche Aufgaben im Einsatz? Das Jobcenter Köln fördert auf Grundlage des § 16 h SGB II das Projekt „Streetwork“ im Rahmen einer Ko-Finanzierung mit der Stadt Köln. Träger ist die AWO. Das Projektziel ist die Anbindung der Zielgruppe schwer erreichbarer Jugendlicher und junger Erwachsener bis 25 Jahre an die Angebote des Jobcenter Kölns. Insgesamt sind im Rahmen des Projekts 13 Streetworker*innen im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Neun der Stellen werden vom Jobcenter Köln finanziert. Die Teilnehmer*innen werden in ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber belastenden Lebensumstän- den gestärkt und befähigt, ihr Leben eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu gestalten. Gemein- sam werden individuelle Lösungen erarbeitet, die sich an den Ressourcen, Vorstellungen und Le- benswelten der jungen Menschen orientieren. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. die regelmäßige Intervention in den Stadtbezirken, Einzelcoaching und Mediation im öffentlichen Raum. Das Gesundheitsamt finanziert 6,8 Stellen im Bereich Streetwork des Aufsuchenden Suchtclearings (ASC). Der Stellenumfang ist mit 7 verschiedenen Personen plus 1 Koordinationsstelle besetzt. Diese Stellen verteilen sich auf den Drogenhilfe Köln e.V., den Sozialdienst katholischer Männer, Vision e.V. und das Gesundheitsamt. Dem Gesundheitsamt ist bekannt, dass der Drogenhilfeträger Vision e.V. in Kalk auch aus Eigenmitteln Streetwork betreibt, der aktuelle Umfang ist nicht bekannt. Das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren finanziert die Streetworker*innen im Bereich der Humanitären Hilfe; das Amt für Kinder, Jugend und Familie finanziert die in jedem Kölner Bezirk vorhandenen Jugendstreetworker*innen. In der Verantwortung des Sozialamts sind aktuell 4 Streetworkende für den Personenkreis der nach §§67ff.SGBXII berechtigten Menschen im Einsatz. Für den Personenkreis der Menschen aus dem EU-Osteuropäischen Raum sind weitere 2 Kräfte im Einsatz. Das Jugendamt arbeitet präventiv stadtweit mit 22 Streetworker*innen im Rahmen des Konzepts 3 Streetwork Köln für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 27 Jahren. Auf der Grundlage des SGB VIII und SGB II 16h besteht hier konzeptionell eine Kooperation von 51, AWO Köln und Jobcenter Köln. Im Kooperationsprojekt „Streetwork“ zwischen der OASE e.V. und Diakonie Michaelshoven e.V. sind insgesamt sechs Kolleg*innen von beiden Trägern im Arbeitsbereich Streetwork tätig. Von diesen sechs Kolleg*innen arbeiten zwei Kolleg*innen mit der Personengruppe der nicht leis- tungsberechtigten Osteuropäer*innen. Die verbleibenden vier weiteren Kolleg*innen arbeiten mit dem Personenkreis der leistungsberechtigten Obdachlosen mit dem Ausschluss der illegal Drogen konsu- mierenden Personen. Gez. Dr. Rau
1171_2022_Mitteilung_BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/53 Vorlagen-Nummer 1171/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 8 (Kalk) 19.05.2022 Drogenkonsumraum Kalk - Infoveranstaltung Der Rat der Stadt Köln hat am 28.09.2017 (Vorlage 2360/2017) die Verwaltung mit der Planung und Umsetzung eines niedrigschwelligen Drogenhilfeangebotes am Szenestandort Kalk beauftragt. Die Verwaltung hat den Gesundheitsausschuss am 25.08.2020 und die BV Kalk am 27.08.2020 über den Stand des Drogenkonsumraumes in Kalk informiert (Vorlage 2334/2020). Beide Gremien haben am 26. bzw. am 31. August 2021 die Anmietung einer Immobilie in der Dillenburgerstraße 27 beschlos- sen. Der Mietvertrag wird durch das Liegenschaftsamt im Auftrag des Gesundheitsamtes mit der Eigentü- merin Bayrische Versorgungskammer geschlossen. Im Verlauf der Vertragsverhandlungen bestand die Vermieterin alternativlos auf besondere Mietvertragsbestandteile, die in der Nutzung als Drogen- konsumraum gründen und die zu einer umfänglichen Verhandlung der Vertragskonditionen führten. Die Verwaltung erwartet den Vertragsabschluss bis Juni 2022. Für die Nutzung der Räumlichkeiten als Drogenkonsumraum ist ein Umbau erforderlich; insbesondere der Einbau einer Lüftungsanlage. Der Umbau erfolgt durch die Vermieterin, die dafür eine Dauer von mindestens einem halben Jahr einplant. Die Inbetriebnahme des Drogenkonsumraumes ist für das 2. Halbjahr 2022 geplant, kann jedoch erst nach Abschluss der Umbaumaßnahmen erfolgen. Der Be- trieb wird durch einen Kölner Suchthilfeträger erfolgen. Das Gesundheitsamt wird rechtzeitig die ent- sprechende Fördermaßnahme veröffentlicht. Am 15.02.2022 hat das Gesundheitsamt zusammen mit der Sozialraumkoordination Kalk zu einer digitalen Info-Veranstaltung zum Drogenkonsumraum Kalk eingeladen, an der rund 25 Personen teil- genommen haben. Es wurde der Sachstand berichtet sowie verschiedene Anregungen eingeholt, Befürchtungen und Erwartungen geäußert. Eingeladen waren Akteure und Institutionen aus der un- mittelbaren Nachbarschaft (Schulen, Pflanzstelle, Kita), Fachakteure aus Kalk (Suchtberatung, SPZ), weitere Akteure aus Kalk (Bürgerverein Kalk, In-house) sowie Vertreter*innen der Verwaltung und der Polizei. Im Ergebnis wurde eine hohe Akzeptanz des Hilfeangebots deutlich und einige konkrete Maßnahmen vereinbart (Fortbildungen und Schulungen für Multiplikator*innen durch das Gesund- heitsamt, Synergien mit dem Wachschutz des Kalk Karrees, Befragung zu den Öffnungszeiten). Das Gesundheitsamt steht weiterhin im regelmäßigen Austausch mit der Sozialraumkoordination sowie der Bezirksamtsleitung und beteiligt sich an der Stadtteilkonferenz Kalk. Es ist eine öffentliche Info- Veranstaltung kurz vor der Eröffnung des Drogenkonsumraums Kalk geplant.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1587/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 11.05.2022
- Erstellt
- 09.05.2022 18:48