AN/0257/2017
Zusammenarbeit der Stadt mit DITIB
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Piraten Anfrage nach § 4
2908 Zeichen
An Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Thomas Hegenbarth
Lisa Gerlach
Rathaus - Spanischer Bau
50667 Köln
Tel.: +49 (221) 221 - 25541
Mail: Thomas.Hegenbarth@stadt-koeln.de
Mail: Lisa.Gerlach@stadt-koeln.de
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 09.02.2017
AN/0257/2017
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Rat 14.02.2017
Zusammenarbeit der Stadt mit DITIB
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Antragsteller bitten Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Ratssit-
zung zu setzen:
DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.) ist ein beim Kölner Amtsg e-
richt eingetragener Verein. Seit Jahren arbeiten das Land NRW und die Stadt Köln mit DITIB
zusammen. In den letzten Monaten wurde allerdings zunehmend Kritik an DITIB lauter. Dem
Verein wird vorgeworfen, radikale Ideologien zu verbreiten und Extremisten zu unterstützen.
Des Weiteren nährt die große Staatsnähe zur Türkei Zweifel darüber, ob eine weitere Z u-
sammenarbeit überhaupt wünschenswert wäre – oder sogar gefährlich.
Das nordrhein-westfälische Innenministerium ließ schon vor über einem halben Jahr verkü n-
den, dass DITIB am Deradikalisierungs-Programm für Köln (Wegweiser) nicht weiter beteiligt
werde. Hinzu kommt, dass DITIB Lehrer in NRW bespitzelte. U.a. deshalb forderte die La n-
desregierung DITIB auf, den Sitz im Beirat für den Islamunterricht in Nordrhein -Westfalen
vorerst nicht mehr wahrzunehmen. DITIB ist dieser Forderung mittlerweile nachgekommen.
Auch in Köln wu rden schlechte Erfahrungen mit DITIB gemacht. In einem Inte rview mit dem
KStA sagt der ehemalige Oberbürgermeister Fritz Schramma, dass es einen „Vertrauen s-
bruch“ gegeben hätte: „Unter anderem hat sie [DITIB, Anmerkung des Autors] Transp arenz
zugesagt sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Kölner Moschee. Das a l-
les sehe ich stark gefährdet, das ist ein massiver Vertrauensbruch. Das führt auch dazu,
- 2 -
dass sich die Stimmen aus der ultrarechten Ecke mehren, die sagen: Das habt ihr jetzt d a-
von.“1
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung:
1. Wie schätzt die Stadtverwaltung die Aktivitäten von DITIB in Köln ein?
2. Welche Zusammenarbeit, Kontakte, Treffen der Stadt mit Vertretern von DİTİB gab es
seit 2014 und ist eine weitere Zusammenarbeit geplant?
3. Welche Förderarten und -mittel sind für diese Zusammenarbeit bzw. für dabei geförderte
Projekte von 2014 bis heute geflossen? (Bitte nach Empfänger, Projekt, Förderart, Su m-
me und Zeitraum aufschlüsseln)
gez. Thomas Hegenbarth gez. Lisa Hanna Gerlach
1 http://www.rundschau-online.de/region/koeln/ex-ob-schramma-zur-ditib-darum-ist-das-
projekt-zentralmoschee-in-koeln-gescheitert-25667814
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0257/2017
- Typ
- Parteilos Anfrage nach § 4
- Datum
- 09.02.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27