JHA/006/2026
Evaluierung der OGS-Ferienbetreuungsangebote
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Informationsvorlage
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JHA/006/2026 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Evaluierung der OGS-Ferienbetreuungsangebote Fachbereich: 51 - Amt für Soziales und Jugend 40 – Amt für Schule und Bildung Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Jugendhilfeausschuss 21.01.2026 Kenntnisnahme Schulausschuss 03.02.2026 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Der Rat hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 10.07.2025 beauftragt für den Zeitraum der Sommerferien 2025 über die Verwendung des Ferienzuschusses i.H.v. 2.500 Euro je Gruppe und Schuljahr zu berichten. Dabei sollte auch standortspezifisch evaluiert werden, welche Ausflüge und besondere Ferienangebote seitens der Träger angeboten werden. Zudem sollte erhoben werden, wie viele Schüler*innen pro Standort zur OGS- Ferienbetreuung angemeldet werden. Zunächst kann festgestellt werden, dass die 87 Grundschulen der Landeshauptstadt Düsseldorf im Rahmen ihres OGS- Angebotes eine Ferienbetreuung von mindestens 6 Wochen für alle Schüler*innen der OGS vorhalten. Auch an unterrichtsfreien „Brückentagen“ wird eine Betreuung durch den OGS Träger angeboten. Das Ferienprogramm wird in Absprache mit der Schule und unter Beteiligung der Schüler*innen geplant und vom jeweiligen OGS-Träger der Jugendhilfe durchgeführt. Alle Schüler*innen, die in der OGS betreut werden, haben die Möglichkeit – ohne zusätzliche Kosten – am Ferienprogramm teilzunehmen. Um eine bedarfsgerechte Planung der Angebote sicherzustellen, fragen die Träger jeweils vor Ort die Teilnahme an Ferienprogrammen rechtzeitig ab. Jenseits vom Betreuungsbedarf der Eltern hat das Ferienprogramm eine hohe pädagogische Bedeutung für die Kinder und damit einen Eigenwert. Spiel, Sport und Spaß verbinden sich mit Bildung und vielfältigen Anregungen. Während der Ferienbetreuung können die Kinder die OGS einmal ganz anders erleben, da der Tagesablauf offener ist und Zeit und Raum für projektorientierte Angebote zur Verfügung stehen. Kinder haben die Möglichkeit, ohne Zeitdruck Beziehungen zu intensivieren und das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander Seite 2 wird gestärkt. Die Angebote des Ferienprogramms richten sich an den Interessen und Bedarfen der Kinder aus und geben Raum, spontane Ideen und Impulse der Kinder aufzunehmen und im weiteren Ferienverlauf zu folgen. Alle Kinder sollen aus den Ferien gestärkt durch viele Erlebnisse, neues Selbstbewusstsein und auch neues Wissen zurück in die Schule kommen. Die Jugendhilfeträger erhalten pro OGS Gruppe im additiven System (25 Kinder) 2.500 € für die Durchführung der Ferienbetreuung pro Schuljahr zur Verfügung. Im Rhythmisierten Ganztag (Ganztagsklassen) erhalten die Träger je Gruppe 12.325 Euro für Sachkosten, Bildungsangebote und Ferienbudgets und können dies im Einvernehmen mit der Schule eigenverantwortlich aufteilen. Der Zuschuss in Höhe von 2.500 € pro Gruppe erfolgt also nicht nur für das Ferienangebot in den Sommerferien, sondern wird für alle OGS-Ferienangebote im gesamten Schuljahr eingesetzt. Dies entspricht rechnerisch einer Summe von 100 € pro Kind für die Ferienbetreuung in einem Schuljahr. Aus dem Ferienbudget werden Fahrkosten (Reisebus, Fahrkarten ÖPNV), Eintrittsgelder, zusätzliches Personal (siehe Frage 14) und Material für Angebote finanziert. Die Träger der OGS legen dem Amt für Schule und Bildung nach Beendigung des Schuljahres Verwendungsnachweise über die Verwendung unter Anderem der Feriengelder vor. Evaluierung der OGS Ferienangebote in den Sommerfreien 2025 Das Amt für Schule und Bildung hat gemeinsam mit dem Amt für Soziales und Jugend eine digitale Abfrage entwickelt, um die Anfrage zu beantworten. Diese Abfrage wurde zum Ende der Sommerfreien an die Träger der OGS geschickt. Von 87 Grundschulen und 4 Förderschulen mit Primarstufe haben 85 Standorte bis zum 19.09.2025 eine Rückmeldung gegeben. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 93%. Die hier im Folgenden dargestellten Auswertungen sind eine Zusammenfassung der einzelnen Rückmeldungen, welche der Verwaltung standortspezifisch vorliegen. Rahmenbedingungen (Frage 4 des Fragebogens) Mehr als die Hälfte der Schulen verwendet zwischen 30 und 60% des Ferienbudgets für die Sommerferien. Mit dem restlichen Geld können Angebote zu anderen Seite 3 Ferienzeiten gesichert werden. Zu den Schulstandorten, die für die Sommerferienangebote bis zu 30% verausgabt haben gehören auch Standorte mit hohem Ferienbudget aber geringen Teilnehmendenzahlen. Entsprechend der 85 Rückmeldungen haben sich 8.403 Kinder für das Sommerferienprogramm angemeldet. (Frage 5) 7.653 Kinder haben tatsächlich teilgenommen. Die Teilnahme am Sommerferienprogramm unterliegt jedoch Schwankungen in den einzelnen Jahren. (Frage 6 des Fragebogens) Um das Ferienangebot passgenau planen zu können fragen die Jugendhilfeträger die Teilnahme der Kinder am Ferienprogramm frühzeitig ab. Einige Standorte haben die Teilnehmendenzahl pro Ferienwoche aufgeschlüsselt. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmendenzahl in Woche 1 am höchsten war und zum Ende des Ferienangebots in Woche 3 abnahm. Wurde die Ferienbetreuung in den letzten 3 Ferienwochen angeboten, vierhielt es sich genau umgekehrt. Die Teilnehmendenzahl stieg von der 4. Ferienwoche bis zur 7. Ferienwoche an. Der Betreuungsbedarf ist zu Ferienbeginn und zum Ferienende höher als in der Mitte der Ferien. Zudem haben einige Standorte mehr Kinder, als für das Ferienprogramm angemeldet waren, aufgenommen. Dies weist auf eine hohe Flexibilität und Anpassung an tatsächlich vorhandene Bedarfe der Familien hin. Seite 4 (Frage 7 des Fragebogens) Überwiegend wurde ein Betreuungsangebot durch die OGS in den ersten 3 Wochen der Sommerferien angeboten. Im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Primarstufe ab dem Schuljahr 26/27 ist bei der Planung durch die Schulen eine gleichmäßigere Verteilung zukünftiger Sommerferienangebote anzustreben. Dabei sollten vor allem eine ausgewogene Verteilung im Stadtteil und die Einbeziehung von weiteren Angeboten der Jugendhilfe (z.B. Düsselferien) berücksichtigt werden. Inhaltliche Ausgestaltung des Ferienprogramms Ausflüge zu weiter entfernten Zielen sind oft Highlights im Ferienprogramm, vor allem für Kinder, die in wirtschaftlich schwierigen Lebensbedingungen leben. Besonders beliebt sind Busfahrten zu Zielen, die nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Diese Ausflüge sind sehr kostspielig, denn neben den Buskosten fallen oft auch Eintrittsgelder am Zielort an. (Frage 8 des Fragebogens) Seite 5 Hier eine beispielhafte Auflistung einiger Ziele von Ausflugsfahrten mit dem Reisebus, die in der Abfrage genannt wurden: - Schloss Beck Bottrop - Bubenheimer Spieleland Nörvenich - Zoom - Erlebniswelt Gelsenkirchen - Bobolandia Grevenbroich - Kernwasser Wunderland Kalkar - Kettlerhof Haltern am See - Irrland Kevelaer - Movie Park Bottrop (Frage 9 des Fragebogens) Kleinere Tagesauflüge in die nähere Umgebung des OGS- Standortes werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß unternommen. Dadurch können die Kinder ihre nähere Umgebung besser kennenlernen und Ziele später eventuell selbständig oder mit ihrer Familie erneut besuchen. (z.B. Museen in Düsseldorf, einen Freizeitpark etc.) Es entstehen dabei neben eventuell anfallenden Eintrittskosten auch Kosten für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, da die meisten Grundschulkinder über kein eigenes Ticket verfügen. (Frage 10 des Fragebogens) In den meisten Schulstandorten (71%) werden maximal acht Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß angeboten. Hierbei spielt auch der Standort und seine Anbindung an den ÖPNV sowie die fußläufige Erreichbarkeit von z.B. Spielplätzen eine Rolle. An einigen Standorten wurden Ausflüge je Gruppe organisiert und gezählt, an anderen Standorten Ausflüge für den gesamten Standort. So erklären sich die sehr unterschiedlichen Rückmeldungen und auch Meldungen bis hin zu 70 Ausflügen an einem Standort. Hier eine beispielhafte Auflistung einiger Ziele von Ausflügen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß erreicht wurden: - Rhein - Aquazoo - Fernsehturm - Trampolino Hilden - Volksgarten Seite 6 - Abenteuerspielplatz Oberkassel - OGS Olympiade - Uhlenbergpark (Frage 11 des Fragebogens) Pädagogische angeleitete Angebote sind eine wichtige Ergänzung zum freien Spiel der Kinder am OGS-Standort. Ein pädagogisches angeleitetes Angebot wird von einer Fachkraft entsprechend den Bedarfen und Interessen der Teilnehmenden geplant, vorbereitet und durchgeführt. Die Teilnahme ist freiwillig und niederschwellig. In den Ferien bietet sich zudem die Möglichkeit, Angebote über einen längeren Zeitraum durchzuführen oder auch mehrtägige Projekte anzubieten. (Frage 12 des Fragebogens) Wieder hat die Organisationsform des Angebotes (Gruppenübergreifend oder je OGS- Gruppe) Einfluss auf die Anzahl der Angebote. Werden häufig Ausflüge angeboten, können entsprechend auch weniger angeleitete pädagogischen Angebote am Standort stattfinden. Beispiele für angeleitete pädagogische Angebote am Standort, die in der Abfrage genannt wurden: - Sport und Bewegungsangebote (Bewegungsbaustelle in der Turnhalle, Tanzspiele, Schnitzeljagd, Olympiade, Parcours, Yoga im Park, Slackline, Tischtennis, Akrobatik, Capoeira, Bogenschießen, Hüpfburg, Hip-Hop, Inlinerkurs, - Werk und Bastelangebote (Collagen, Graffiti, Armbänder, Batik, Töpfern, Filzen, Häkeln, Stricken, Schmuckwerkstatt, Speckstein, Nähen, Gipsarbeiten, - Stockbrot und Lagerfeuer - Minecraft- Schnitzeljagd Seite 7 - Projekte (Kunstprojekt, Theaterprojekt / Filmprojekt, Gartenprojekt, Zirkusprojekt, Mittelalterprojekt, Märchenprojekt, Dinosaurierprojekt, Piratenprojekt, Projekt Verkehrserziehung, Projekt Tiere des Waldes + Artenschutz, Römerwoche) - Experimente - 1. Hilfe Kurs für Kinder - Kochen und Backen - Mario-Kart Turnier - Übernachtung in der Schule - Quizz - Musikangebote (Rap Kurs, Karaoke, Gitarrenworkshop, - Robotik (Frage 13 des Fragebogens) Dies ist nur eine Auswahl der vielfältigen Angebote, die von den Standorten benannt wurden. Viele Standorte nutzen die Ferienzeit für Projekte oder stellen das gesamte Ferienprogramm unter ein Motto, zu welchem die verschiedensten Angebote durchgeführt werden. Neben dem Stammpersonal, welches am OGS Standort in den Ferien in zumeist ganztägig arbeitet, setzen einige Standorte auch zusätzliches Personal (Bildungsanbieter*innen, Honorarkräfte, Rettungsschwimmer*innen) für spezielle Angebote ein. An 53 OGS Standorten wurde zusätzliches Personal eingesetzt und aus dem Ferienbudget finanziert. 51 Standorte setzten dieses Personal für zusätzliche Angebote ein (z.B. Waldpädagogik, Theaterprojekt, Kunstprojekt), an 2 Standorten wurde zusätzliches Personal für Betreuungsaufgaben eingesetzt. (Frage 14 des Fragebogens) Fazit: Das Ferienbudget von 2.500 € pro Jahr pro OGS Gruppe und Schuljahr ist seit Beginn der OGS 2003 eine wichtige Unterstützung für die OGS Standorte. Die Mittel werden an den Standorten verausgabt, um den Schüler*innen ein abwechslungsreiches und ansprechendes Ferienprogramm anzubieten und Betreuungsbedarfe der Familien zu decken. Im neuen System erfolgt auch für die Finanzierung der Ferienbetreuung eine Berechnung pro Kind. Für jedes angemeldete Kind erhält der Jugendhilfeträger - unabhängig vom gewählten Betreuungsmodell – pro Jahr einen Zuschuss für die Ferienbetreuung. Anlagen: Abfrage Evaluation Sommerferienprogramm OGS 2025
Abfrage Evaluation Sommerferienprogramm OGS 2025
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* Erforderlich Abfrage Evaluation Sommerferienprogramm OGS 2025 Ratsauftrag Sehr geehrte Träger der OGS Standorte in Düsseldorf, wir bitten Sie hiermit herzlich um Ihre Unterstützung bei der Umsetzung dieses Ratsauftrages vom 10.07.2025. Die Verwaltung ist aufgefordert, für den Zeitraum der Sommerferien 2025 zu erfassen, wofür die 2.500 Euro Bezuschussungen zur OGS-Ferienbetreuung verwendet werden und standortspezifisch zu evaluieren, welche Ausflüge und besondere Ferienangebote seitens der Träger angeboten werden. Außerdem soll erhoben werden, wie viele Schüler:innen pro Standort zur OGS-Ferienbetreuung angemeldet werden.Wir bitten um Rückmeldung bis zum 05.09.2025 , damit die Anfrage in einer der nächsten Ratssitzungen beantwortet werden kann. Das Amt für Schule und Bildung und das Amt für Soziales und Jugend werden gemeinsam Ihre Antworten auswerten, um die Ratsanfrage anonymisiert zu beantworten. Hier können Sie eine Mailadresse als Kontakt für eventuelle Rückfragen angeben.1. Bitte geben Sie den Namen ihres OGS Standortes (Name der Schule) an. Beispiel: GGS Helmholtzstrasse 16 * 2. In welcher Höhe standen Ihrem Schulstandort Finanzmittel zur Durchführung eines Ferienangebots für das Schuljahr 2024/2025 zur Verfügung? * 3. In welcher Höhe wurde das Ferienbudget in den Sommerferien 2025 verausgabt? * 4. Wie viele Kinder insgesamt haben sich für Ihr OGS-Sommerferienprogramm angemeldet? * 5. Wie viele Kinder haben tatsächlich teilgenommen? * 6. 1. Woche 2. Woche 3. Woche 4. Woche 5. Woche 6. Woche 7. Woche ( 25.08. +26.08.) In welcher Zeit haben Sie ihr Sommerferienprogramm angeboten? Bitte kreuzen Sie die entsprechenden Wochen an. * 7. Angebote in den Ferien Wie viele Ausflüge haben Sie mit einem Reisebus unternommen? (bitte die Anzahl eingeben) * 8. Bitte benennen Sie die Ziele dieser Ausflüge. * 9. Wie viele Ausflüge haben Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder fußläufig unternommen? (bitte die Anzahl angeben) * 10. Bitte benennen Sie die Ziele dieser Ausflüge. * 11. Wie viele pädagogische angeleitete Angebote wurden am Standort durchgeführt? (bitte die Anzahl angeben) * 12. Bitte geben Sie einige Beispiele an. * 13. ja nein Haben Sie im Sommerferienprogramm Mittel für zusätzliches Personal (z.B. Bildungsanbieter*innen, Honorarkräfte, Rettungsschwimmer*innen etc.) aus dem Ferienbudget eingesetzt? * 14. Dieser Inhalt wurde von Microsoft weder erstellt noch gebilligt. Die von Ihnen übermittelten Daten werden an den Formulareigentümergesendet. Microsoft Forms Unterstützung bei der Betreuung der Kinder Durchführung von Angeboten Falls Sie zusätzliches Personal eingesetzt haben, was war dessen Aufgabe?15.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- JHA/006/2026
- Typ
- Informationsvorlage
- Datum
- 15.12.2025
- Erstellt
- 11.12.2025 09:08