AN/0650/2024
Änderungsantrag zu Stadtbahnanbindung Mülheimer Süden, Vorlage 2360/2023
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Änderungsantrag Stadtbahnanbindung
4625 Zeichen
Änderungsantrag Stadtbahnanbindung Mülheimer Süden
Vorlage 2360/2023
22.04.2024
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE und der Einzelmandatsträger der
PARTEI in der Bezirksvertretung Mülheim bitten Sie, den nachfolgenden Änderungsantrag
zu TOP 9.2.7 in die Tagesordnung der nächsten Sitzung aufzunehmen.
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Mülheim empfiehlt dem Rat folgenden Beschluss zu fassen:
1. Streichung der bisherigen Ziffer 3
2. Aufnahme folgender weiterer Ziffern:
3.1 Der Rat beauftragt die Verwaltung auf der Deutz-Mülheimer-Straße in Höhe des Lindgens-
Areals eine zusätzliche Haltestelle einzurichten.
3.2. Die Haltestelle Danzierstraße wird für einen gleichmäßigen Abstand der Haltestellen und
zur Verbesserung der Erschließung von Mülheim-Süd zur Schleiermacherstraße verschoben.
4. Die Stadtbahn wird als Niederflurstadtbahn weiter geplant. Sie soll von der Deutz-Mülhei-
mer-Straße in die Opladener Str. zum Bahnhof Deutz geführt werden. Ziel ist eine Integration
in eine neue rechtsrheinische Stadtbahnlinie Deutz - Mülheim Süd - Wiener Platz - Stammheim
- Flittard.
An den Stationen Kölnmesse und Wiener Pl atz sollen Hoch- und Niederflur-Mittelbahnsteige
entstehen.
5. Die Deutz-Mülheimer Straße wird im Bereich der Haltestelle Lindgens -Areal für den Auto-
verkehr gesperrt, sodass die Gestaltung eines stadtbildprägenden Platzes ermöglicht wird.
Bahn, Bus, Rad und Fuß können passieren.
Für den Autoverkehr ist die neue Entlastungsstraße zum Bergischen Ring vorgesehen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Fraktion
DIE LINKE - Fraktion
DIE PARTEI - Einzelmandatsträger
in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim
Wiener Platz 2 a
51065 Köln
Gleichlautend an:
Herrn Bezirksbürgermeister
Norbert Fuchs
- Stadtbezirk Mülheim-
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
-Rathaus-
6. Bei der weiteren Planung sind (im Bereich Stadtautobahn/Pfälzischer Ring) die von ver-
schiedenen Bürgerinitiativen eingebrachten Alternativvo rschläge zum Netzelement 4 zu be-
rücksichtigen. Ohne deren gründliche Prüfung und Vorstellung der Ergebnisse in der BV darf
keine Überplanung möglicherweise für die Realisierung der Alternativen erforderlicher Flächen
erfolgen.
Begründung:
3. Die Entwicklungen am Lindgens-Areal mit dem einzigen Hochhaus im Planungsgebiet er-
fordern eine Haltestelle an diesem Ort. Einen entsprechenden Antrag hat die Bezirksvertre-
tung am 18.09.2023 einstimmig beschlossen. Der Haltestellenabstand erfordert eine Ver-
schiebung der Haltestelle Danzierstraße.
4. Zahlreiche Gründe sprechen für die Realisierung der Stadtbahn als Niederflurbahn. Nur so
kann eine durchgehende rechtsrheinische Stadtbahnlinie ermöglicht werden, da die Porzer
Linien ebenfalls Niederflur-Bahnen sind. Eine rechtsrheinische Stadtbahnlinie hätte den Vor-
teil, den bereits jetzt überlasteten innerstädtischen Knotenpunkt nicht weiter zu belasten.
Außerdem ist die Realisierung in Niederflur grundsätzlich und insbesondere in Stamm-
heim/Flittard einfacher. Schließlich ist eine Niederflur-Stadtbahn auf der engen Deutz-Mülhei-
mer-Straße städtebaulich erheblich verträglicher.
Die Führung im Niederflursystem entspricht außerdem dem einhelligen Willen der betroffe-
nen BVen Innenstadt und Porz (vgl. https://ratsinformation.stadt-
koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=119064&voselect=29387).
5. Hiermit wird für den gesamten Bereich Mülheim-Süd und Alt-Mülheim eine deutliche Ver-
kehrsberuhigung erreicht werden sowie die Herausnahme vom gebietsfremden Durchgangs-
verkehr. Für die Straßenbahn in der Danzierstraße ist weniger Autoverkehr deutlich besser
für die Betriebsqualität.
Für den Autoverkehr wird eine zusätzliche Straße gebaut, die alle erforderlichen Wegebezie-
hungen abdeckt.
6. Teil des bisherigen Plans zur Abwicklung der durch den Mülheimer Süden entstehenden
Mehrverkehre ist der Bau einer neuen Umgehungsstraße am Kalkberg. Dieser Plan ist städ-
tebaulich und klimapolitisch verfehlt und wird von verschiedenen lokalen Initiativen deutlich
kritisiert. Von den Initiativen wurden alternative Möglichkeiten zur Abwicklung der Mehrver-
kehre vorgelegt, deren Prüfung die Verwaltung zugesagt hat. Gleichzeitig würde die vorlie-
gende Planung im Bereich Stadtautobahn/Pfälzischer Ring diese Alternativen teilweise ver-
unmöglichen. Vor der bereits zugesagten Prüfung der Alternativen dürfen jedoch keine voll-
endeten Tatsachen geschaffen werden.
gez. Jonas Höltig gez. Beate Hane-Knoll gez. Andreas Altefrohne
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0650/2024
- Typ
- Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat
- Datum
- 22.04.2024
- Erstellt
- 22.04.2024 11:22