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AN/0816/2018

Artenschutz am öffentlichen Bau

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne) 22.05.2018

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft, Sitzung am 18.06.2018, TOP 2.1

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

969 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/VI 
 
 
Vorlagen-Nummer 
AN/0816/2018
Stand: 17.04.2026 
Sachstandsbericht  
Artenschutz am öffentlichen Bau 
Beschluss:  
Die Stadt Köln wird bei allen Modernisierungs-, Wärmedämm- bzw. Neubaumaßnahmen im 
eigenen Gebäudebestand Nistplätze für Gebäudebrüter, z.B. für den Mauersegler, den 
Haussperling, den Hausrotschwanz und den Star, sowie Fledermausarten einrichten. Hierbei 
darf es durch die Maßnahmen zu keiner Einschränkung der Funktionalität des Gebäudes oder 
zu zeitlichen Verzögerungen im Bau kommen.  
Auch bei der Freiraumplanung und Bepflanzung werden ökologische Aspekte berücksichtigt, 
wie sie vom Ausschuss Umwelt und Grün am 18. Januar 2018 (TOP 2.3.1 Bienenfreundliches 
Köln) beschlossen wurden. 
 
 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Die Maßnahmen werden nach Möglichkeit umgesetzt. 
Nächste Schritte: 
Keine. 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
Entfällt.

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

3683 Zeichen

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
Die Linke Fraktion im Kölner Rat 
 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Historisches Rathaus 
 
 
 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 22.05.2018 
 
AN/0816/2018 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 28.05.2018 
 
Artenschutz am öffentlichen Bau 
 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
sehr geehrter Herr Dr. Schoser, 
 
 
bitte setzen Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Betriebsausschus-
ses der Gebäudewirtschaft: 
 
 
Beschluss:  
Die Stadt Köln wird bei allen Modernisierungs-, Wärmedämm- bzw. Neubaumaßnahmen im 
eigenen Gebäudebestand Nistplätze für Gebäudebrüter, z.B. für den Mauersegler, den 
Haussperling, den Hausrotschwanz und den Star, sowie Fledermausarten einrichten. Hierbei 
darf es durch die Maßnahmen zu keiner Einschränkung der Funktionalität des Gebäudes 
oder zu zeitlichen Verzögerungen im Bau kommen.  
Auch bei der Freiraumplanung und Bepflanzung werden ökologische Aspekte berücksichtigt, 
wie sie vom Ausschuss Umwelt und Grün am 18. Januar 2018 (TOP 2.3.1 Bienenfreundli-
ches Köln) beschlossen wurden. 
 
 
Begründung: 
Naturschutz in und an Gebäuden gehört bislang bei der Stadtsanierung und bei Neubaupro-
jekten eher zu den Randthemen. In der allgemein üblichen Praxis der Gebäudesanierung 
werden verwitterte oder fehlende Mauersteine ersetzt und offene Fugen vollständig verstri-
chen etc. Ziel ist eine makellose Fassade. Dies gilt auch bei Neubauten. 
Einige Fledermaus- und Vogelarten haben sich jedoch als Kulturfolger dem Menschen ange-
schlossen und auf Lücken in Gebäuden angewiesen. 
Städtische Gebäude sind für sie nichts anderes als eine "Felslandschaft" mit Spalten, Sim-
sen, Ritzen und Höhlungen. Die dazwischen liegenden Grün- und Parkanlagen, Stadtbra-
chen, Bahndämme und Böschungen sowie der Stadtrand mit den Ackerflächen sind als Nah-
rungseinzugsgebiet für die genannten Arten von außerordentlicher Bedeutung. Durch Sanie-

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rungen und den modernen Gebäudebau sind die Nistplatzangebote stark rückläufig und die 
Bestandszahlen von Arten wie Mauersegler, Haussperling und Zwergfledermaus nehmen 
stark ab. Inzwischen stehen selbst ehemalige Allerweltsarten, wie der Haussperling auf der 
Vorwarnstufe der Roten Liste.  
Das Thema Animal-Aided Design (AAD) also, die Bedürfnisse von Tieren schon im Pla-
nungsprozess zu berücksichtigen und als kreativen Entwurfsbaustein zu nutzen, wird bun-
desweit in diversen Ansätzen verfolgt.  
Durch Nistkästen und Fledermausquartiere - entweder außen an der Fassade angebracht 
oder integriert in die Dämmung - lassen sich Brut- und Lebensstätten erhalten, ersetzen und 
neue schaffen. Hierfür gibt es inzwischen auch optisch gute Lösungen. Werden diese Maß-
nahmen im Zuge von Sanierungen rechtzeitig eingeplant, können sie mit wenig Aufwand 
umgesetzt werden und so die Bestände der dort nistenden Arten stabilisiert werden. Damit 
wird die Stadt Köln in einem weiteren Bereich den freiwilligen Verpflichtungen gerecht, die 
sich aus der Unterzeichnung der Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ ergeben. 
Zusätzlich bieten die Nistangebote insbesondere an Bildungseinrichtungen aber auch gute 
Beobachtungsmöglichkeiten und erfüllen somit gleichzeitig einen Bildungsauftrag. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
gez. Barbara Lübbecke     gez. Niklas Kienitz  
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin    CDU- Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Jörg Frank     gez. Michael Weisenstein 
GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer    DieLinke-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

18.06.2018 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft
TOP 2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0816/2018
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
Datum
22.05.2018
Erstellt
22.05.2018 14:58