2007/0009
Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen hier: Zuwendungsvertrag mit dem Deutschen Kinderschutzbund Bezirksverband Darmstadt e. V.
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2007/0009
3971 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 25.01.2007 Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat V Dezernat II Rechtsamt Amt: Sozialverwaltung an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Tagesordnung: I II Verteiler: Vorlage-Nr. 2007/0009 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Neustrukturierung und Ko mmunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen hier: Zuwendungsvertrag mit dem Deutschen Kinderschutzbund Bezirksverband Darmstadt e. V. Vorlage vom: 28.12.2006 Beschlussvorschlag: Der Magistrat stimmt der Unterzeichnung des beiliegenden Zuwendungsvertrages (inkl. Leistungsbeschreibung und Kalkulationsblatt) mit dem Deutschen Kinderschutzbund Bezirksverband Darmstadt e. V. zu. Anlagen: Kalkulationsblatt 2007_Kinderschutzbund Leistungsvereinbarung_Kinderschutzbund Zuwendungsvertrag_Kinderschutzbund Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 28. Dezember 2006: Nach Abschluss eines erfolgreichen Modellversuches zur Neustrukturierung sozialer Hilfen in Hessen, führten intensive Verhandlungen zwischen dem Hessischen Städtetag, dem Hessischen Landkreistag, der Liga der freien Wohlfahrtsverbände in Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen und dem Hessischen Sozialministerium zu dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung die die Grundsätze der „Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen“ hessenweit übertragen soll. Dieser Rahmenvereinbarung haben sich nach und nach sämtliche hessische kreisfreie Städte und Landkreise angeschlossen. Am 27. Januar 2005 wurde vom damaligen Oberbürgermeister Benz die Beitrittserklärung für die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Am 15. September 2006 unterschrieb Oberbürgermeister Walter Hoffmann die Zielvereinbarung zwischen dem Land Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen sowie der Wissenschaftsstadt Darmstadt über die Verwendung des örtlichen Budgets gemäß § 3 und über die Verwendung der Mittel des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen gemäß § 9 der oben genannten Rahmenvereinbarung über die Grundsätze der Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen. Der Magistrat hat die Vorgänge mit Vorlage 264 am 26.April 2006 zur Kenntnis genommen und gleichzeitig die weitere Vorgehensweise beschlossen. Die Magistratsvorlage lag der Stadtverordnetenversammlung am 2. Mai 2006 zur Kenntnisnahme vor. Die Rahmenvereinbarung sieht im § 6 vor, Zuwendungsverträge mit den Anbietern sozialer Hilfen in ihren Zuständigkeiten abzuschließen. Der Deutsche Kinderschutzbund Bezirksverband Darmstadt e. V. ist in der Zielvereinbarung dem Ziel „Schutz vor Gewalt“ zugeordnet. Für diesen Förderzweck wird mit diesem Vertrag ausschließlich der bislang über das Land Hessen ausgezahlte Zuschuss zur institutionellen Förderung als Festbetragsfinanzierung geregelt. Über die kommunalen Zuschüsse für Personal- und Sachkosten ist mittelfristig ein separater Vertragsabschluss geplant. Der im Zuwendungsvertrag genannte Zuschuss von 6.900,00 Euro wird vom Land Hessen an die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen des Gesamtbudgets zur Verfügung gestellt. Der Vertrag wurde vom Rechtsamt sowie vom Revisionsamt geprüft. Die in der Anlage beigefügte Leistungsbeschreibung lag der stadtinternen „AG Kommunalisierung“ vor und wurde von der Sozial- und Jugendhilfeplanung als „den Standards entsprechend“ bewertet. Darmstadt, 28. Dezember 2006 dr-gö, Nst.: 32 73 Dezernat I Dezernat II Dezernat V Walter Hoffmann Wolfgang Glenz Jochen Partsch Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtrat Anlage Zuwendungsvertrag Kalkulationsblatt
anlage 3
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Zuwendungsvertrag
über die Förderung sozialer Hilfen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
zwischen der
Wissenschaftsstadt Darmstadt
vertreten durch den Magistrat
- nachfolgend Zuwendungsgeber genannt -
und dem Deutschen Kinderschutzbund, Bezirksverband Darmstadt e.V.,
Grafenstraße 31, 64283 Darmstadt
- nachfolgend Zuwendungsempfänger genannt -
Präambel
Zur Erbringung sozialer Hilfen und zum Wohle der Hilfesuchenden kooperieren öffentlich-hoheitliche, kirchliche sowie nicht konfessionelle Träger der freien Wohlfahrtspflege in vielfältiger Weise. Auf dieser Grundlage und unter Achtung der jeweiligen Selbständigkeit in Zielsetzung und Aufgabenerfüllung sind die Partner dieser Vereinbarung bestrebt, soziale Hilfsangebote zu fördern, mit anderen Angeboten abzustimmen und damit eine leistungsfähige soziale Infrastruktur im Raum Darmstadt zu sichern.
Der Zuwendungsempfänger ist gemäß seiner Satzung bzw. des für ihn geltenden Gesellschaftsvertrages im Bereich der Wissenschaftsstadt Darmstadt tätig. (
§ 1 Vertragsgegenstand
Mit der Rahmenvereinbarung über die Grundsätze der Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen (im folgenden Rahmenvereinbarung Kommunalisierung) vom 14.12.2004 haben das Land Hessen, der Hess. Landkreistag, der Hess. Städtetag, der Landeswohlfahrtsverband Hessen und die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen) die Strukturierung und Kommunalisierung sozialer Hilfen in Hessen vereinbart. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist der Rahmenvereinbarung Kommunalisierung mit Erklärung vom 27.01.2005 beigetreten. Darauf beruhend wurde zwischen dem Land Hessen, dem Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) und der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Zielvereinbarung über die Verwendung des örtlichen Budgets gemäß § 3 und über die Verwendung der Mittel des LWV Hessen gemäß § 9 der oben genannten Rahmenvereinbarung mit Datum vom 15.09.2006 vereinbart.
Gegenstand des Zuwendungsvertrags ist die Förderung der Projektarbeit Keine Gewalt gegen Jungen und Mädchen des
Zuwendungsempfängers gemäß
FORMULARKONTROLLFELD der Zielvereinbarung zwischen dem Land Hessen und der
Wissenschaftsstadt Darmstadt vom 15.09.2006 in dem Bereich
Schutz vor Gewalt
Die Leistungsbeschreibung und das Kalkulationsblatt sind als Anlage 1 und Anlage 2
Bestandteile des Zuwendungsvertrags.
Durch die Zuwendung werden keine Leistungen abgegolten, die zugleich Gegenstand von
Vereinbarungen nach § 17 Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 2 Satz 2 SGB II, §§ 78a ff SGB
VIII oder §§ 75 ff SGB XII darstellen.
§ 2 Art und Umfang der Zuwendung
Der Zuwendungsgeber fördert die in § 1 genannten Hilfeangebote des Zuwendungs-empfängers im Rahmen der
FORMULARKONTROLLFELD Projektförderung
(2) Die oben genannte Förderung erfolgt als
als
FORMULARKONTROLLFELD Anteilsfinanzierung
§ 3 Personelle und sächliche Ausstattung
Die Anforderungen an die personelle und sächliche Ausstattung der von § 1 umfassten Tätigkeiten richten sich nach der Leistungsbeschreibung und dem Kalkulationsblatt.
§ 4 Finanzierung
Der Zuwendungsempfänger erhält für den in § 1 vereinbarten Vertragsgegenstand eine jährliche Zuwendung in Höhe von 6.960,00 Euro.
(2) Die genannte Gesamtsumme der Zuwendung setzt sich derzeit wie folgt zusammen:
Land Hessen: 6.960,00 Euro
(3) Der Zuwendungsempfänger setzt für den Vertragsgegenstand Eigenmittel ein .
(4) Die Zuwendung dient dem Ausgleich von:
Personalkosten für Mitarbeiter/innen gemäß § 3 in Verbindung mit der Leistungsbeschreibung
Sachkosten
Personalkosten und Sachkosten sind gegenseitig deckungsfähig
und dem Zuwendungsgeber anzuzeigen. Eine darüber hinaus gehende Deckungsfähigkeit bedarf der vorherigen schriftlichen Abstimmung mit der Gebietskörperschaft.
§ 5 Auszahlung
Der Zuwendungsempfänger erhält den jährlichen Zuwendungsbetrag in vier gleichen Teilbeträgen, jeweils am 15.2., 15.5., 15.8. und 15.11. des Jahres. Abweichende Auszahlungstermine sind möglich.
§ 6 Berichtspflichten und Prüfungsrechte
(1) Jeweils zum 31.03. des Jahres legt der Zuwendungsempfänger für das abgelaufene Jahr einen
Verwendungsnachweis über die nach § 4 verwendeten Mittel vor.
Der Verwendungsnachweis besteht aus:
einem Bericht über den Erfolg der geförderten Maßnahme (Sachbericht)
einer gegliederten Abrechnung.
Die Originalbelege mit Nachweis der Zahlungen (Kontoauszügen) sind auf Verlangen vorzulegen.
Die nicht in einem Haushaltsjahr verbrauchten Zuwendungen können nach vorheriger
schriftlicher Anzeige an den Zuwendungsgeber auf das Folgejahr übertragen werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die Förderung des folgenden Jahres hat. Eine Übertragung der nicht verbrauchten Mittel in die Folgejahre kann nur nach Zustimmung des Zuwendungsgebers erfolgen. Dabei wird in der Regel eine Übertragung nur bis zur Höhe von 20 % der Ausgaben (Liquiditätsreserve) möglich sein. Höhere Übertragungen sind im Einzelfall besonders zu begründen und bedürfen der Zustimmung des Stadtkämmerers.
Der Verwendungsnachweis wird vom zuständigen Fachamt und dem Revisionsamt der
Wissenschaftsstadt Darmstadt geprüft. Diese Ämter können die Vorlage weiterer Unterlagen (auch über den Vermögensstand) verlangen und auch eine Prüfung in den Räumen des Zuschussempfängers vornehmen.
Dem Präsidenten des Hessischen Rechnungshofes überörtliche Prüfung stehen die Rechte aus dem Gesetz zur Regelung der überörtlichen Prüfung kommunaler Körperschaften in Hessen (ÜPKKG vom 22.12.1993 Gesetz und Verordnungsblatt (GVBl) I, Seite 708 ff. insbesondere § 5 Abs. 2-4) zu.
(4) Die Stadt behält sich vor, die bereits gewährte Zuwendung zurückzufordern, wenn:
der Verwendungsnachweis nicht ordnungsgemäß geführt oder nicht rechtzeitig vorgelegt wird,
die Zuwendung nicht oder nicht in voller Höhe (z. B. wegen Reduzierung der Gesamtausgaben gegenüber der Planung), nicht alsbald nach ihrer Erbringung oder nicht mehr für den vertraglich festgelegten Verwendungszweck verwendet wird,
die Liquiditätsreserve des Zuwendungsempfängers ohne vorherige Genehmigung des Zuwendungsgebers am Ende eines Jahres 20 % der Ausgaben ggf. zuzüglich der steuerlichen Absetzung für Abnutzung übersteigt. Sollte die Liquiditätsreserve die vorbezeichnete Grenze übersteigen, ist die Zuwendung in Höhe des Betrages zu erstatten, der zur Absenkung auf diese Grenze erforderlich ist.
(5) Der Zuwendungsempfänger hat die Originalbelege für die Dauer von fünf (5) Jahren nach
Abschluss der Prüfung aufzuheben.
§ 7 Informationspflicht/Vertragsanpassung
Die Vertragsparteien verpflichten sich zur gegenseitigen Information über alle Veränderungen,
die von grundsätzlicher Bedeutung sind. Sie besteht insbesondere, wenn sich wesentliche
personelle oder eine wesentliche inhaltliche Veränderung des Arbeitsfeldes angezeigt ist oder sich wesentliche Veränderungen gegenüber dem vorgelegten Kostenplan abzeichnen.
Sofern im Laufe der Vertragslaufzeit Entwicklungen eintreten, in deren Folge die Zuwendung
nach § 4 zur Abdeckung der anteiligen / vollständigen Personal- und Sachkosten im geförderten Bereich nicht ausreichen, ist der Zuwendungsempfänger berechtigt, die in § 1 umfassten Tätigkeiten entsprechend anzupassen.
Dies ist unter anderem der Fall, sofern die bei einer Teilfinanzierung des Vertragsgegenstandes eingesetzten Eigen- oder Drittmittel zur Finanzierung nicht ausreichen. Der Zuwendungsempfänger hat vor der Anpassung unverzüglich Gespräche mit dem Zuwendungsgeber einzuleiten.
§ 8 Kommunale Planung
Der unter § 1 vereinbarte Vertragsgegenstand ist Bestandteil der im Rahmen der kommunalen Sozialplanung verabredeten Hilfeangebote.
Die Vertragsparteien verpflichten sich, im Rahmen der kommunalen Sozialplanung nach § 5 der Rahmenvereinbarung über die Grundsätze der Neustrukturierung und Kommunalisierung der Förderung sozialer Hilfen in Hessen über den Stand der Entwicklung ihrer geförderten Arbeit zu informieren, sich auszutauschen und zur Weiterentwicklung beizutragen.
Die Vertragsparteien entwickeln unter Berücksichtigung der aktuellen Zielvereinbarung eine einheitliche Dokumentation, Evaluation und ein einheitliches Berichtswesen.
§ 9 Vertragsdauer und Kündigung
Der Vertrag tritt rückwirkend zum 01.01.2006 in Kraft.
Er kann mit einer Frist von 12 Monaten zum 31.12. des darauf folgenden Jahres ordentlich gekündigt werden; erstmals zum 31.12.2008.
Das Recht der Vertragsparteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Vor Ausspruch einer ordentlichen oder außerordentlichen Kündigung sind zwischen den Vertragsparteien Gespräche zu führen und die Möglichkeiten einer Vertragsfortführung oder anpassung zu erörtern.
§ 10 Sonstiges und Schlussbestimmungen
Änderungen dieses Vertrages, insbesondere ergänzende Vereinbarungen bedürfen der Schriftform.
Auf diesen Vertrag finden ergänzend die Vorschriften der §§ 53 ff SGB X Anwendung.
Eine etwaige Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages berührt seine Rechtswirksamkeit im Übrigen nicht.
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Ort, Datum Ort, Datum
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Zuwendungsempfänger Zuwendungsgeber
Anlagen:
Anlage 1: Leistungsvereinbarung
Anlage 2: Kalkulationsblatt (Beispiel)
Anlage 1: Leistungsbeschreibung zum Zuwendungsvertrag zwischen der Gebietskörperschaft
. Und dem Träger
vom
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Anlage 2: Kalkulationsblatt zum Zuwendungsvertrag zwischen der Gebietskörperschaft
. Und dem Träger
vom
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Kalkulationsblatt für das Jahr 2007 Name: Deutscher Kinderschutzbund, Bezirksverband Darmstadt - Beratungsstelle - Anschrift: Grafenstraße 31; 64283 Darmstadt Rechtsform : e.V. I. Ausgaben 1. Personal Stellen 1 Höhe2 2 Mitarbeiter Pädagogische Arbeit 35,5 Std./Wo. 43.500,00 € 1 Mitarbeiter Leitung 6 Std./Wo. 14.455,00 € 2 Mitarbeiter Verwaltung 11,5 Std./Wo. 11.675,00 € 1 Mitarbeiter Reinigung und technische Dienste 2,7 Std./Wo. 1.500,00 € 1 Mitarbeiter Honorarmitarbeiter 2,5 Std./Wo. 6.450,00 € Sonstige Personalausgaben SUMME 11.580,00 € 2. Sachkosten Höhe Miete / Pacht / Darlehn mit Umlagen und 10.580,00 € Nebenkosten Unterhaltung, Instandhaltung, Reparatur, 8.000,00 € Neuanschaffungen Supervision / Fortbildung3 7.000,00 € Öffentlichkeitsarbeit 4.000,00 € Verwaltungskosten (Telefon, Büromaterial etc.) 7.000,00 € Abschreibungen, Zinsen 1.200,00€ SUMME 31.180,00 € SUMME Ausgaben 115.360,00 € 11.Einnahmen Arten Höhe Fremdmittel Stadt Darmstadt 44.550,00 € andere Kommunen 36.450,00 € Sonstige (Projekt "Keine Gewalt gegen Jungen und 6.960,00 € Mädchenj Eigenmittel Mitgliedsbeiträge 3.000,00 € Stiftungen, Spenden, Bußgelder etc. 24.400,00 € andere SUMME Einnahmen 115.360,00 € 1 in Vollzeitäquivalenten zu 38,5 Std./ Woche 2 Bruttolohnkosten + Arbeitgeberanteil SV 3 incl. Fahrtkosten zu Fortbildung etc. Sozial- und Jugendhilfeplanung 10/06 Herr Emanuel " g~?.irk~;\! ;.__~; , j [)ar"rn:;t'adt e.'V. 641<U C~;!iJ!';I:jdt. Grafemtr. 31 Tel. 06: S 1..21 066, fax 2102') Kosten- und Finanzierungsplan 01.01.2007 -31.12.2007 1. Einnahmen2007 EinnahmenBeratungsstelle Gesamthaushalt 36.450,00 € landkreis Da-Di (45%) 44.550,00 € Stadt Darmstadt (55%) 6.960,00 € Hass. Sozialministerium 3.000,00 € Mitgliedsbeiträge 20.000,00 € Bußgelder 4.400,00 € Spenden (zweck. Projekte) Sonstiges (Benefitz) 2. AUSGABEN: PERSONAL Ausgaben2007 Gesamthaushalt AusgabenBeratunasstelle 27.650,00€ Wege/23,5 Std./Woche 15.850,00€ Eitel-Wacker/12 Std. 6.450,00€ Bialon/2,5 Std. 9.800,00€ Weidermann/9 Std. 1.875,00€ Schollbach/2,5 Std. 1.500,00€ Arkan/2,7 Std. 14.455,00€ GeschäftsfOhrung/6 Std. 3. AUSGABEN: SACHKOSTEN 10.580,00€ Miete/ NK 800,00€ Ersatzan. unter 4000 1.200,00€ Instandhaltung 2.000,00€ Versicherungen 3.000,00€ Supervision 2.000,00€ Fortbildung 500,00€ Fachliteratur 2.000,00€ Reisekosten 4.000,00€ Allg. VK 1.000,00€ Kost. Veranstaltungen 1.200,00€ Ersatzan. Ober 4000 3.000,00€ Buchhaltung 3.000,00€ Öffentlichkeitsarbeit 3.500,00€ Aufw. Geschäftsstelle 0,00 115.360,00 € Überhang O,OO€
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Zuwendungsvertrag
zwischen
der Stadt Darmstadt
vertreten durch den Bürgermeister
und
dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB)
Bezirksverband Darmstadt e.V.
Grafenstraße 31
64283 Darmstadt
1. Grundlagen
1. 1. Gegenstand und Rechtsgrundlage
Zuwendung gem. § 74 SGB VIII i.V. mit § 53 SGB X nach Maßgabe des Jugendhilfe-planes gem. § 80 SGB VIII und nach Beschluss des Jugendhilfeausschusses gem. § 71 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII.
Gesetzliche Grundlage der Projektarbeit Keine Gewalt gegen Jungen und Mädchen ist, dass Kinder und Jugendliche ein Recht auf gewaltfreie Erziehung (§1631,II BGB) haben.
1.2. Zweck der Zuwendung
Zuwendung für das Projekt Keine Gewalt gegen Jungen und Mädchen
1.3. Einzugsgebiet
sind die Stadt Darmstadt sowie der Landkreis Darmstadt-Dieburg.
1.4. Grundsätze/Leitlinien
Der Deutsche Kinderschutzbund versteht sich als die Lobby für Kinder.
Der DKSB Bezirksverband Darmstadt setzt sich ein für
die Verwirklichung der im Grundgesetz verankerten Rechte für Kinder und Jugend-liche,
die Verwirklichung einer kinderfreundlichen Gesellschaft,
die Förderung und Erhaltung einer kindgerechten Umwelt,
die Förderung der geistigen, psychischen, sozialen und körperlichen Entwicklung der Kinder,
den Schutz der Kinder vor Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt jeder Art
soziale Gerechtigkeit für alle Kinder,
die Beteiligung von Kindern bei allen Entscheidungen, Planungen und Maßnahmen, die sie betreffen, gemäß ihrem Entwicklungsstand,
die Umsetzung des UN-Übereinkommens über die Rechte des Kindes,
kinderfreundliches Handeln der einzelnen Menschen und aller gesellschaftlichen Gruppen.
1.5. Prinzipien der Hilfe - Leitlinien der Beratungsarbeit
Das Interesse der Hilfesuchenden steht im Mittelpunkt. Handlungsleitend ist das Prinzip im besten Interesse des Kindes.
Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe.
Angebote zielen darauf ab, Menschen zu ermutigen, ihr Leben und ihre Lebens-umwelt aktiv zu gestalten. Sie beziehen sich auf die Ressourcen der Menschen, nicht auf ihre Defizite. Sie strafen nicht, entmündigen nicht und fördern keine Abhängigkeit. Hierin sind ältere Formulierungen mit angesprochen: Hilfe statt Strafe bzw. Verstehen statt Verurteilen und Hilfe statt Gewalt.
Die Inanspruchnahme der Angebote ist freiwillig.
Der Wunsch aller Hilfesuchenden nach Anonymität wird respektiert und Vertrau-ensschutz geboten. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen findet nur in Abspra-che mit den Hilfesuchenden statt.
Der DKSB schaltet grundsätzlich keine Strafverfolgungsinstanzen ein.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Vernetzung und Kooperation mit anderen Institutionen im sozialen, pädagogischen, gesundheitlichen, psychologischen und juristischen Bereich.
1.6. Ziele und Zielgruppe
Ziele
Primäres Ziel ist es, die aktuelle Gewaltsituation zu beenden und im Einzelfall den Schutz vor weiteren Gewalthandlungen sicherzustellen. Des Weiteren ist die Aufarbei-tung der Gewalterlebnisse Ziel der Arbeit.
Ziel bei der Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit ist es, die Zielgruppe zu informieren, zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Zielgruppe:
Kinder und Jugendliche (Mädchen bis 12 Jahre, Jungen bis 18 Jahre), die von psy-chischer, physischer und sexueller Gewalt bedroht oder betroffen sind,
Angehörige und Geschwisterkinder von Betroffenen,
Eltern /Elternteile die Gewalt gegen Kinder ausüben und dies verändern wollen bzw. ihre Kinder vor weiteren Gewalthandlungen schützen müssen,
Verwandte, Bezugspersonen, Außenstehende, die von Gewalthandlungen wissen bzw. diese vermuten,
professionelle und ehrenamtliche Einrichtungen / Institutionen: Fach(-hoch)schule, Schule, Vereine, Kirchengemeinden, Kindertagesstätten,
die Öffentlichkeit allgemein
2. Inhalt und Umfang der Zuwendung
Keine Gewalt gegen Mädchen und Jungen ist die Bezeichnung eines Präventions- und Interventionsprojektes der Beratungsstelle des Kinderschutzbundes in Darmstadt für Kinder und Jugendliche, die körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind.
Kinder, Jugendliche und Angehörige erhalten zeitnah und niedrigschwellige Beratung und Unterstützung durch eine qualifizierte Fachkraft.
Das Projekt beinhaltet folgende Angebote:
2.1. Psychosoziale Beratung und Begleitung
Persönliche Beratung bei körperlicher, psychischer und sexueller Gewalt an Kindern:
Beratung von Kinder bei sexualisierter Gewalt,
Beratung von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Bezugspersonen bei körperlicher und psychischer Gewalt sowie Vernachlässigung,
Beratung von Eltern und Bezugspersonen bei sexualisierter Gewalt,
Verdachtsabklärung bei sexualisierter Gewalt,
Information über und Begleitung bei Strafanzeige,
Prozessbegleitung ,
Beratung bei Mobbing in der Schule und in sozialen Gruppen,
Weitervermittlung in andere pädagogische und therapeutische Maßnahmen (Thera-pie, stationäre Jugendhilfemaßnahmen).
Die Beratungsgespräche können:
kurzfristig (einmalige Gespräche oder Telefonate),
mittelfristig (Beratungsgespräche über 3-4 Monate) oder
langfristig (Beratungsgespräche ein Jahr und länger)
sein.
2.2. Krisen- und Konfliktberatung
Telefonische (Krisen-)Beratung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Bezugsper-sonen bei sexualisierter, psychischer und körperliche Gewalt,
Persönliche und telefonische Beratung von Fremdmeldern zu sexualisierter, psy-chischer und körperliche Gewalt,
Eltern-Stress-Telefon: zweimal wöchentlich für je zwei Stunden,
Notruftelefon außerhalb der Dienstzeiten und am Wochenende.
2.3. Kindertherapeutische Einzelberatung für Kinder mit Gewalterfahrungen
Einzelgespräche mit Kindern, die körperliche, psychische und sexuelle Gewalter-fahrungen gemacht haben,
Handlungs- und erlebnisorientierte Angebote für Kinder während der Einzelbe-ratung,
Regelmäßige Informationsgespräche mit den Eltern der betroffenen Kinder.
2.4. Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation
Kooperation mit anderen Einrichtungen (z.B. Jugendamt, Polizei, Rechtsanwälte, Gerichte),
Teilnahme an Arbeitskreisen, Konferenzen und Fachausschüssen
Netzwerk Prävention und Schutz für Kinder, Jugendliche und Frauen bei sexuali-sierter und häuslicher Gewalt ,
Mitwirkung bei öffentlichen Veranstaltungen: Infotische bei Veranstaltungen z.B. Weltkindertag
2.5. Prävention
Informationsgespräche und -veranstaltungen für Multiplikator/-innen zu den The-men sexuelle Gewalt und Gewaltprävention in der Erziehung (Schüler, Studen-ten, Pädagogen, ehrenamtliche Mitarbeiter)
Fachvorträge für Eltern in Kindergärten, Schulen, Kirchengemeinden, Vereinen je nach Anfrage
Persönliche und telefonische Fachberatung für Mitarbeiter/-innen aus professionel-len pädagogischen oder ehrenamtlich arbeitenden Einrichtungen zum Thema Ge-walt.
2.6. Organisation
Fachlektüre und Informationen lesen
Verwaltungsaufgaben (Statistik führen, Stundenzettel führen, Informationsmateri-alien für Klienten zusammenstellen, ...)
Qualitätsentwicklung (Fortbildungen, Fachtagungen, Klausurtag, Teamsitzung, Su-pervision, ...)
Akquirierung von Eigenmittel
3. Qualität der Arbeit
3.1. Strukturqualität
3.1.1. Räumliche Ausstattung
Der Verein verfügt über 2 kindgerecht eingerichtete Beratungszimmer sowie 1 Mehr-zweckraum. Des Weiteren gibt es 2 Mitarbeiterbüros, 1 Verwaltungsbüro, 1 Warte-raum, 1 Küche, 1 Besuchertoilette sowie 1 Mitarbeitertoilette, 1 Abstellraum.
3.1.2. Technische Ausstattung
Die Beratungsstelle verfügt über therapeutische Spielmaterialen und sonstige Spiel-materialien, die größtenteils auch für Kleinkinder geeignet sind, sowie über eine Video-kamera, Videorekorder, DVD-Player und Kassettenrekorder, die zu pädagogischen und therapeutischen Zwecken eingesetzt werden.
3.1.3. Personalausstattung
Im Projekt Keine Gewalt gegen Jungen und Mädchen arbeiten zwei Fachkräfte (männlich und weiblich) der Beratungsstelle anteilig mit sowie eine Kindertherapeutin auf Honorarbasis. Auf das Projekt entfallen des Weiteren Regiekosten für Verwal-tungsangestellte und die Geschäftsführung.
3.1.4. Hierarchie / fachliche Begleitung
Der DKSB Bezirksverband Darmstadt hat einen ehrenamtlich arbeitenden Vorstand, der durch die erste Vorsitzende vertreten wird. Dem Vorstand unterstellt ist die Geschäftsführung mit einer halben Stelle, die gegenüber den Mitarbeiter/-innen die Dienst- und Fachaufsicht innehat.
Einmal wöchentlich findet eine 2,5stündige Teamsitzung statt, in der die Berater/-innen Fallbesprechungen durchführen. Zehnmal im Jahr erhält das Mitarbeiter/-innenteam au-ßerhalb der Beratungsstelle Supervision (jeweils 2 Stunden).
Für Fort- und Weiterbildung stehen jede/-r Mitarbeiter/-in pro Jahr 5 Tage Fortbil-dungsurlaub zu.
3.2. Prozessqualität
Die Beratungsstelle arbeitet im Grundsatz nach dem systemischen Beratungsansatz. Der Verein achtet aber auch darauf, eine Methodenvielfalt unter den Mitarbeiter/-innen zu gewährleisten. Die Mitarbeiter/-innen verfügen über eine Ausbildung als Dipl. So-zialarbeiter/-in, Dipl. Sozialpädagoge/-in, Pädagoge/-in oder als Psychologe/-in. Zur Unterstützung werden im Bedarfsfall Honorarkräfte mit einer pädagogischen oder therapeutischen Ausbildung hinzugezogen.
3.3. Ergebnisqualität
Der Kinderschutzbund verpflichtet sich, einen jährlichen aussagekräftigen Jahresbericht über die geleistete Arbeit zu erbringen und den Vertragsparteien bis zum 30.04. des Folgejahres zukommen zu lassen.
Des Weiteren erfasst der Träger fallbezogene Daten zu Inhalten und Resultaten der täglichen Arbeit nach den gemeinsam mit der Stadt entwickelten Vorgaben und weist diese in seinem Jahresbericht aus.
4. Quantität der Arbeit
Beratungstermine werden telefonisch vereinbart. Die Geschäftsstelle der Beratungs-stelle ist von Montag bis Freitag von 9:00 - 12:00 Uhr besetzt. Dienstags von 10:00 bis 12:00 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 16:00 Uhr ist zusätzlich das Eltern-Stress-Telefon besetzt.
Termine mit den Berater/-innen finden nach Absprache vormittags, nachmittags und nach Bedarf auch in den Abendstunden statt.
In Notfällen kann eine ehrenamtliche Mitarbeiterin über das Notruftelefon nach den Geschäftszeiten, am Wochenende sowie an Sonn- und Feiertagen erreicht werden.
Darmstadt, den 25.05.2006
__________________________ __________________________
U. Bonitz-Reus; 1. Vorsitzende A. Zilch; Geschäftsführerin
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Beratungsverlauf (3)
Orte (1)
- Grafenstraße 31
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2007/0009
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 28.12.2006
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00