3003/2023
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Gesundheitsauschusses vom 22.08.2023 (AN/1462/2023 betreffend "Kinderärztliche Versorgung in Köln – Aktualisierung von Daten zur Kinder- und Jugendgesundheit in Köln"
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Anlage 1, Kinderärztl Versorgung in Köln
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Stellungnahme zur Anfrage AN/1462/2023 Kinderärztliche Versorgung in Köln Quelle: Arztregister 08/2023 Stadtteile Bevölkerung u18 Frage 1: Anzahl Kinderärzte (in VZÄ gezählt) Frage 2: Einwohner u18 pro Kinder- und Jugendarzt Altstadt-Nord 1.412 Altstadt-Süd 2.218 3 739 Bayenthal 1.845 1 1.845 Bickendorf 2.912 1 2.912 Bilderstöckchen 3.046 1 3.046 Blumenberg 929 1 929 Bocklemünd/Mengenich 2.234 1 2.234 Braunsfeld 1.717 1 1.717 Brück 1.786 2 893 Buchforst 1.280 Buchheim 2.440 1 2.440 Chorweiler 3.069 1 3.069 Dellbrück 3.635 2 1.818 Deutz 1.651 1 1.651 Dünnwald 2.316 Ehrenfeld 4.624 5 925 Eil 1.681 3,25 517 Elsdorf 281 Ensen 1.321 Esch/Auweiler 1.318 Finkenberg 1.755 Flittard 1.559 Fühlingen 399 Godorf 511 Gremberghoven 716 Grengel 1.034 Hahnwald 390 Heimersdorf 1.106 2,5 442 Höhenberg 2.017 Höhenhaus 3.102 2 1.551 Holweide 3.830 2,25 1.702 Humboldt/Gremberg 2.404 1 2.404 Immendorf 435 Junkersdorf 2.659 2 1.330 Kalk 4.277 6 713 Klettenberg 1.620 Langel 679 Libur 236 Lind 622 Lindenthal 3.761 2 1.881 Lindweiler 690 Longerich 2.470 2 1.235 Lövenich 1.701 1 1.701 Marienburg 1.158 Mauenheim 884 Merheim 2.325 1 2.325 Merkenich 999 Meschenich 1.791 1,5 1.194 Mülheim 7.272 4 1.818 Verantwortlich: Ralf Wittmar Version 1.0 vom 08.09.2023 Seite 1 / 2 Stellungnahme zur Anfrage AN/1462/2023 Kinderärztliche Versorgung in Köln Quelle: Arztregister 08/2023 Müngersdorf 1.305 Neubrück 2.079 Neuehrenfeld 3.483 Neustadt-Nord 3.013 1,5 2.009 Neustadt-Süd 3.959 4,75 833 Niehl 3.307 Nippes 5.555 3,25 1.709 Ossendorf 2.444 Ostheim 3.247 4 812 Pesch 1.309 2 655 Poll 1.780 Porz 2.550 1 2.550 Raderberg 1.021 Raderthal 796 Rath/Heumar 1.946 Riehl 1.501 4 375 Rodenkirchen 2.822 4 706 Roggendorf/Thenhoven 1.133 Rondorf 1.577 1 1.577 Seeberg 2.328 Stammheim 1.538 Sülz 4.683 4 1.171 Sürth 2.059 1 2.059 Urbach 2.406 1 2.406 Vingst 2.642 1 2.642 Vogelsang 1.523 Volkhoven/Weiler 1.144 Wahn 1.461 Wahnheide 1.256 1 1.256 Weiden 2.733 1 2.733 Weidenpesch 1.875 1 1.875 Weiß 1.079 Westhoven 888 Widdersdorf 3.212 2 1.606 Worringen 1.952 2 976 Zollstock 2.973 1,75 1.699 Zündorf 1.847 1 1.847 Summe Köln 176.543 93,75 1.883 Verantwortlich: Ralf Wittmar Version 1.0 vom 08.09.2023 Seite 2 / 2
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle V/53 Vorlagen-Nummer 20.11.2023 3003/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Gesundheitsausschuss 21.11.2023 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Gesundheitsausschusses vom 22.08.2023 (AN/1462/2023) betreffend "Kinderärztliche Versorgung in Köln – Aktualisierung von Daten zur Kinder- und Jugendgesundheit in Köln" Mit der Anfrage AN/1462/2023 stellt die SPD-Fraktion folgende Fragen: 1. Wie viele Kinderärzt*innen praktizieren in welchen Stadtteilen Kölns? 2. Wie viele Kinder pro Kinderärzt*in werden je Stadtteil versorgt? 3. Wie hat sich die Belastungssituation der ambulanten Notdienste und Kinderkliniken in Köln entwickelt? 4. Hat die Stadt Kenntnisse darüber, wie die zusätzlichen Angebote der KVNO und des MAGS angenommen wurden? 5. Plant die Verwaltung eine Aktualisierung ihres Berichts über Kinder- und Jugendge- sundheit in Köln, und wenn nicht, warum nicht? Die Verwaltung antwortet darauf wie folgt: 1. Wie viele Kinderärzt*innen praktizieren in welchen Stadtteilen Kölns? Aktuell praktizieren in der Stadt Köln 93,75 Kinder- und Jugendärzt*innen. Die Anzahl ist dargestellt in Vollzeitäquivalenten, ein hälftig tätiger Arzt wird daher mit 0,5 statt mit 1 gezählt. Die Verteilung je Stadtteil ist in der angehängten Tabelle dargestellt. (Anlage 1) 2. Wie viele Kinder pro Kinderärzt*in werden je Stadtteil versorgt? Die Kinder- und Jugendärzt*innen in Köln sind in 46 der 86 Stadtteile mit einem oder mehreren Praxisstandorten vertreten. In der angehängten Tabelle ist je Stadtteil aufge- führt, wie viele unter 18-jährige Einwohner von jeweils einem Kinder- und Jugendarzt rechnerisch versorgt werden. 3. Wie hat sich die Belastungssituation der ambulanten Notdienste und Kinderklini- ken in Köln entwickelt? 2 Entwicklung der ambulanten Notdienste Die kinderärztlichen Notdienstpraxen in Köln können den Versorgungsbedarf derzeit grundsätzlich decken. Entsprechende Wartezeiten sind in diesem Kontext nicht immer zu vermeiden und erzeugen durchaus zum Teil Unmut bei Patienten. Insgesamt ist die kinderärztliche ambulante Notdienstversorgung in Köln mit einer vergleichsweise ho- hen Kapazität ausgestattet, so dass auch von einer Mitversorgung umliegender Regio- nen ausgegangen werden kann. Es entsteht teilweise der Eindruck, dass die Not- dienstpraxen in zunehmenden Maße als Teil der Regel- und nicht der Akutversorgung angesehen werden und in Folge dessen in nicht unerheblichem Maße durch Patienten aufgesucht werden, deren Behandlung im Allgemeinen als nicht akut bzw. Notfall ein- zuschätzen wäre. Außerhalb der regulären Praxis-Öffnungszeiten erfolgt in Köln die kinderärztliche Not- dienstversorgung an den drei Standorten Universitätskinderklinik Köln, Kinderklinik Amsterdamer Straße und Kinderklinik Porz. An diesen drei Standorten unterhalten die niedergelassenen Pädiater*innen jeweils eine kinderärztliche Notdienstpraxis, welche sehr ähnliche Öffnungszeiten haben. In diesen Notdienstpraxen erfolgt die Notfallver- sorgung durch die niedergelassenen Kollegen in Abhängigkeit von der Jahreszeit i.d.R. bis 21Uhr oder 22Uhr. Mittwochs und freitagnachmittags sowie täglich nach 21 Uhr bzw. 22 Uhr sind die Notaufnahmen der Kinderklinik mit ihrem Klinikpersonal für sämtliche pädiatrischen Notfälle zuständig. Entwicklung im Kinderkrankenhaus Porz am Rhein Die Anzahl ambulant versorgter pädiatrischer Notfälle durch die Notaufnahme der Kin- derklinik Porz lag dabei bis 2019 meist zwischen 1.800 – 2.000 Kindern jährlich. In der Pandemiezeit waren die Zahlen rückläufig auf 1.400 – 1.700 Kinder/Jahr und sind im Jahr 2022 auf 2.400 Kinder angestiegen. Bei der Bewertung der in den letzten Jahren durch die Notaufnahmen der Kinderkliniken behandelten pädiatrischen Notfälle ist zu berücksichtigen, dass die niedergelassenen Kollegen die Öffnungszeiten der kinder- ärztlichen Notdienstpraxen im Mai 2023 um durchschnittlich 17 h pro Woche reduziert haben. Dies führt zu einer deutlichen Mehrbelastung des Klinikpersonals, welches diese gekürzten Zeiträume seitdem mitversorgen muss. Neben den ambulanten Notfallpatienten werden in der Kinderklinik Porz jährlich ca. 3.500 Kinder stationär versorgt. Hier gibt es saisonale Schwankungen mit einer höhe- ren Auslastung im Herbst/Winter. Aufgrund von Bettenmangel mussten dabei während der Infektionswellen in den letzten beiden Herbst/Wintern mehrere Kinder ins Kölner Umland verlegt werden. Entwicklung in der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uni- klinik Köln Die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln ist ein Maxi- malversorger und 24/7 für pädiatrische Notfälle im Einsatz. Anders als in anderen me- dizinischen Fachbereichen nimmt die Notfallmedizin im ambulanten und stationären Bereich der Kindermedizin einen sehr hohen Anteil ein. In der Klinik besteht durchge- hend eine Vollbelegung der stationären Betten. Daher kommt es insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten zu erheblichen Spannungssituationen. Der hohen Nach- frage nach medizinischer Versorgung begegnen die Uniklinik mit einer Triagierung nach Fallschwere. Das führt zum einen zu erheblichen Wartezeiten, zum anderen re- gelmäßig zu Verlegungen kranker Kinder in andere Kinderkliniken auch jenseits der Landesgrenzen von NRW. Nicht zuletzt führt dies auch zu einer erheblichen Belastung des medizinischen Personals, die sich u.a. in steigenden Krankheitszeiten sowie Ab- wanderungen niederschlägt. Die angespannte Versorgungssituation des vergangenen Jahres wird an der Uniklinik 3 dadurch in diesem Jahr erschwert, dass die Betriebszeiten der KV betriebenen Kinder- notfallpraxis Köln-Lindenthal von den niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinder- ärzten saisonabhängig um mindestens 15% reduziert wurden. Zudem wird ein großer Teil der verbliebenen Betriebszeiten der Kindernotfallpraxis durch Honorarkräfte aus- geübt. Entwicklung in den Kliniken der Stadt Köln Seit vielen Jahren bestehen in Köln 3 pädiatrische Notfallpraxen der KV, die in direkter Nachbarschaft zu den 3 Kinderkliniken Uni Köln, Krankenhaus Porz und Kinderkran- kenhaus Amsterdamer Straße eingerichtet wurden. Das langjährige Erfolgsmodell ei- ner gut mit der Klinik abgestimmten ambulanten Notfallversorgung durch die in der KV- Notfallpraxis tätigen niedergelassenen Kolleg*innen funktioniert seit der einseitig von der KV Nordrhein ab April 2023 verordneten Reduktion der Öffnungszeiten nicht mehr in gewünschtem Maße. Die Einschränkung der ambulanten Notfallversorgung in der KV-Notfallpraxis hat zu einer erheblichen Mehrbelastung der pädiatrischen Notauf- nahme im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße geführt. Entgegen der bis zum Frühjahr 2023 gültigen Öffnungszeiten öffnet die Notfallpraxis am Mittwoch und Freitag nicht mehr nachmittags ab 13 Uhr, sondern erst am Abend. Hierdurch ist nunmehr be- reits an zwei Tagen in der Woche nachmittags die ambulante Versorgung erkrankter Kinder durch die KV nicht mehr gegeben. Statt der etablierten Öffnung bis 23 Uhr abends schließen die KV-Notfallpraxen schon um 22 bzw. 21 Uhr. Daraus resultiert eine erhebliche Verlagerung ambulant zu versorgender Notfallpatien- ten aus der KV-Notfallpraxis in die primär für schwer kranke und stationär behand- lungspflichtige Patient*innen zuständige Notaufnahme des Kinderkrankenhauses. Der vermehrte Patient*innenzustrom mittwochs und freitags am Nachmittag, sowie jeden Abend bei der vorverlegten Schließung der Notfallpraxis, führt zu einem „Overcrow- ding“ der Notaufnahme. Es entstehen längere Wartezeiten der Patient*innen und Fa- milien, Unzufriedenheit über notwendige Priorisierungen akut Schwerkranker und die Notwendigkeit eines personellen Mehreinsatzes in der Notaufnahme zur adäquaten Patient*innenversorgung. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin hat einen zusätzli- chen ärztlichen Zwischendienst vom Nachmittag bis in den Abend eingerichtet, um die Patient*innenversorgung mit den eindeutigen, belegbar gestiegenen Patient*innenzah- len qualitativ und quantitativ zu sichern. Für die Mehraufwendungen im ärztlichen und pflegerischen Personal der Notaufnahme erhalten die Kliniken Köln jedoch keine Kom- pensation seitens der KV Nordrhein, in deren Zuständigkeit die Sicherung der ambu- lanten Notfallversorgung primär fällt. Ebenso sind ambulante Notfalluntersuchungen in hohem Maße defizitär, da sie für ein Krankenhaus nicht adäquat abrechenbar sind. Vor dem Winterhalbjahr sollte im Herbst eine Evaluation erfolgen. Über KV-interne Be- ratungen oder Beschlüsse zu den weiteren Öffnungszeiten im erwartbar hochbelaste- ten Winterhalbjahr haben die Kliniken der Stadt Köln seit Anfang Oktober 2023 keine Informationen erhalten. 4. Hat die Stadt Kenntnisse darüber, wie die zusätzlichen Angebote der KVNO und des MAGS angenommen wurden? Im Rahmen der telemedizinischen Erstberatung für Kinder und Jugendliche (telemedi- zinische kinderärztlicher Notdienst per Video) konnten im Dezember 2022 bis in den Januar 2023 2.379 Erstberatungen durchgeführt werden. Die Standorte der Patienten, die dieses Angebot in Anspruch genommen haben, lagen dabei am häufigsten in Köln, gefolgt von Düsseldorf und Wuppertal. In einem Großteil der Fälle (65 Prozent) konnte eine Empfehlung zur symptomatischen Behandlung ausgesprochen werden, so dass eine Empfehlung zum Aufsuchen eine Praxis am nächsten Werktag (16 Prozent) oder einer Klinik bzw. Notdienstpraxis unmittelbar im Anschluss an den telemedizinischen Kontakt (19 Prozent) seltener notwendig war. Insgesamt wird dieses Projekt als erfolg- reich bewertet und es ist eine erneute Durchführung zum Ende des Jahres 2023 ge- plant. 4 5. Plant die Verwaltung eine Aktualisierung ihres Berichts über Kinder- und Jugend- gesundheit in Köln, und wenn nicht, warum nicht? Die Verwaltung plant perspektivisch eine Aktualisierung ihres Berichts über die Kinder- und Jugendgesundheit in Köln. Eine genaue Terminierung des Berichts kann vorge- nommen werden, sobald aussagekräftige Auswertungen von Daten der Schulein- gangsuntersuchungen, die nach der Coronaphase erhoben wurden, vorliegen. Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3003/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 10.01.2024
- Erstellt
- 15.09.2023 14:01