1549/2024
Bürgereingabe nach § 24 GO - Prüfergebnis zur Erweiterung der Benennung des Auerbachplatzes in Köln-Sülz AZ 06/24 B
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Mitteilung BV
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Dezernat, Dienststelle VIII/23/235/1 235/1-Go Vorlagen-Nummer 1549/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 17.06.2024 Bürgereingabe nach § 24 GO - Prüfergebnis zur Erweiterung der Benennung des Auerbachplatzes in Köln-Sülz AZ 06/24 B Mit Beschluss vom 11.03.2024, Vorlagennummer 0425/2024, hat die Bezirksvertre- tung Lindenthal beschlossen, die Benennung des Auerbachplatzes in Köln-Sülz um Ida Auerbach, der Ehefrau von Dr. Benjamin Auerbach und den beiden gemeinsamen Töchtern, Edith Auerbach und Dr. Lisbeth Auerbach, zu erweitern. Die Verwaltung wurde von der Bezirksvertretung Lindenthal mit der Prüfung der Vitae der drei Persön- lichkeiten beauftragt. Der Prüfauftrag wurde von der Verwaltung durchgeführt. Mit Gutachten vom 06.05.2024 befürwortet das NS-Dokumentationszentrum die Erweiterung der Benen- nung des Auerbachplatzes auf Ida, Edith und Lisbeth Auerbach. Das Gutachten ist als Anlage beigefügt. Die Umsetzung der Erweiterung erfolgt durch die Verwaltung. Die Verwaltung wird den Petenten über das Prüfergebnis informieren und ihn über das Verfahren für Erläuterungsschilder in Kenntnis setzen. Anlage Anonymisiertes Gutachten des NS-Dokumentationszentrums
Gutachten NS Dokumentationszentrum anonymisiert
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4520 06.05.2024 4520_Vfg. Familie Auer- bach.docx 1. Schreiben an: 235/1 ab: 06.05.2024 Erweiterung der Benennung des Auerbachplatzes (bisher benannt nach Dr.med. Benjamin Auerbach) um seine Ehefrau Ida Auerbach sowie die ge meinsamen Töchter Edith Auerbach und Dr. Lisbeth Auerbach Sehr geehrte Frau^^HHH! nachträglich zum Beschluss der Bezirksvertretung Lindenthal vom 11.03.2024, die Benennung des Auerbachplatzes in Köln-Sülzum die o.g. Personen zu erweitern, baten Sie um ein Votum bezüglich Ida Auerbach (*16.06.1869), Edith Auerbach (*11.03.1899) und Dr. Lisbeth Auerbach (4.12.1900). Ihre Anfrage darf ich wie folgt beantworten: Zu Ida, Edith und Lisbeth Auerbach finden sich Einträge in der Datenbank zur jüdi schen Bevölkerung in Köln, die das NS-Dokumentationszentrums führt. Die Einträge speisen sich z.T. aus den Daten, die im Bundesarchiv Berlin vorliegen sowie aus Re cherchen des NS-DOK v.a. im Historischen Archiv der Stadt Köln und in den Bestän den der Oberfinanzdirektion Köln. Hieraus geht Folgendes hervor: Ida Auerbach, geboren am 16.06.1896 in Bennisch, heute Benesov (Tschechien), gestorben vermutlich am 5.08.1942 in New York, war Vorsitzende des Israelitischen Frauenvereins und Gründerin des Rheinisch-Westfälischen Provinzialverbandes. Zu dem war sie bis 1936 Mitglied des Repräsentantenkollegiums der Synagogen Gemeinde Köln und Vorsitzende der Vereinigung der Städtischen Armenpflege. Mit ihrem Ehemann Benjamin emigrierte sie 1939 über London nach New York City - Benjamin Auerbach verstarb dort im November 1940. Edith Auerbach, geboren, am 11.03.1899 in Köln, gestorben am 27.05.1994 in Paris siedelte 1926 von Köln nach Paris über und war als Malerin und Illustratorin tätig. 1940 wurde sie in das Internierungslager Camp de Gurs am Fuß der Pyrenäen de portiert. Sie überlebte die Internierung in diesem Konzentrationslager und war da nach u.a. journalistisch tätig. /2 -2- Dr. Lisbeth Auerbach, geboren am 4.12.1900 in Köln, gestorben am 16.3.1976 in New York, studierte Medizin an der Universität zu Köln, wurde hier promoviert und am 1.07.1925 als Ärztin bestallt. Nach einer Assistenzzeit in der Inneren Abteilung des Wenzel-Hancke-Krankenhauses in Breslau kehrte sie zurück nach Köln und führte von 1931 bis 1933 als erste Frau in Köln eine Praxis für Innere Medizin. Als Jüdin entzog ihr der NS-Staat am im August 1933 die Zulassung als Kassenärztin, zudem wurde sie aus der ärztlichen Standesvereinigung, dem Hartmannbund, aus geschlossen. Im Sommer 1934 entschloss sie sich zur Emigration: Über London führte der Weg im Juli 1934 nach New York, wo sie sich niederließ und noch im September 1934 die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragte. Ihre ärztliche Tätigkeit führte sie in Manhattan weiter. Das NS-DOK befürwortet die Erweiterung der Benennung des Auerbachplatzes in Köln-Sülz auf Ida Auerbach-, Edith Auerbach und Dr. Lisbeth Auerbach. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag 2. z. Vg. 1-10-01-03
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1549/2024
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 27.05.2024
- Erstellt
- 10.05.2024 09:23