AN/1926/2023
Antrag zur Beschlussvorlage „Strategische Sozialplanung - Herausforderungen und Ziele 4069/2022"
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Änderungsantrag zur Beschlussvorlage "Strategische Sozialplanung - Herausforderungen und Ziele 4069/2022"
4809 Zeichen
Turan Özküçük 04.11.2023 Tayfun Keltek An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herr Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates i. V. Frau Leyla Bachtiosin Änderungsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 14.11.2023 Antrag zur Beschlussvorlage „Strategische Sozialplanung - Herausforderun- gen und Ziele 4069/2022" Beschluss: Der Integrationsrat bemämgelt die weitgehend undifferenzierte und wenig erläuternde Darstellung der Lebenswirklichkeit von Menschen mit internationaler Familiengeschichte in der An- lage zur Beschlussvorlage „Strategische Sozialplanung - Herausforderungen und Ziele 4069/2022" und 1. nimmt die elf in der Anlage benannten strategischen Herausforderungen für die zukünftige integrierte Sozialplanung der Stadt zustimmend zur Kenntnis; 2. beschließt die strategischen Ziele/Teilziele zu den Herausforderungen wie in der Anlage dieser Vorlage ausgeführt; 3. beauftragt die Verwaltung, im Sinne des strategischen Steuerungsprozesses der integrierten Sozialplanung, dort wo noch nicht mit einer Fachplanung hinterlegt, dar- zulegen, mit welchen geeigneten Strategien die Ziele/Teilziele verfolgt werden sol- len; 4. beauftragt die Verwaltung den Fachausschüssen regelmäßig über die Zielerrei- chung und die Strategien zur Zielerreichung zu berichten; 5. bittet den Rat die Verwaltung zu beauftragen, bei Vorlage einer künftigen integrier- ten Sozialplanung die Einlassungen des Integrationsrates zu berücksichtigen und auf eine differenzierte Datenlage zurückzugreifen bzw. diese zu schaffen, um sicher zu stellen, dass Menschen mit internationaler Familiengeschichte, d.h. 40% der Kölner Bevölkerung, differenziert z.B. nach ausländerrechtlichem Status, Aufenthaltsdauer, Zuwanderungsintention, Milieuzugehörigkeit usw. betrachtet werden, sowie erklärende Erläuterungen und Hintergrundinformationen zu geben, wa- rum sich die statistischen Zahlen in dieser Weise bei Menschen mit internatio- naler Familiengeschichte darstellen.“ Es wird hierzu verwiesen auf die Diskussion im Frühjahr 2022 zum „1. Kölner Lebenslagenbericht 2020“ und die bei Beschlussfassung im Rat am 24.6.2022 vorgebrachte Bitte an die Verwaltung, „die Anregungen aus den vorberatenden Gremien miteinzubeziehen“ (u.a. des einstimmig beschlossenen Antrages AN/1196/2021 des Integrationsrates vom 1.6.2022), sowie auf die erneuten Einlassungen im jetzt zurückgezogenen Antrag AN/1407/2023 von Herrn Keltek vom 14.08.2023 . Begründung: In der Anlage zur Beschlussvorlage beschreibt der Verwaltung Menschen mit inter- nationaler Familiengeschichte in Köln als homogene Gruppe. Auf der Grundlage der benutzten undifferenzierten statistischen Daten werden sie u.a. als vergleichsweise ärmer, weniger erwerbstätig beschrieben; sie besuchen sel- tener nach der Grundschule ein Gymnasium, machen mehrheitlich einen Haupt- schulabschluss, haben ein doppelt so hohes Armutsrisiko, sind weniger gut im Ar- beitsmarkt integriert und weniger an Politik interessiert etc. Ausdrücklich wird die Richtigkeit dieser statistischen Zahlen erst einmal nicht in Frage gestellt. Der Integrationsrat verweist in diesem Zusammenhang aber auf seine Kampagne MEHRALLES - Menschen und Situationen richtig einschätzen -z.B. Menschen mit internationaler Familiengeschichte , in der das Problem des intuitiven Schubladen- denkens erläutert und die wissenschaftlichen Ergebnisse einer Untersuchung vorge- stellt werden, die deutlich machen, dass die Zugehörigkeit zu Milieus prägender ist als die ethnische Herkunft. Der Integrationsrat erwartet bei der zentralen Sozialplanung in der viertgrößten Stadt Deutschlands gerade vor dem Hintergrund eines erstarkenden Rechtspopulismus und lebensbedrohlichen Rechtsterrorismus mit regelmäßigen teils tödlichen Angriffen auf Menschen mit internationaler Familiengeschichte, eine höchst sensible und re- flektierte Erhebung und Berichterstattung. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass die „Integration“ der Menschen mit internatio- naler Familiengeschichte in Köln weitgehend abgeschlossen ist und lediglich für Neuzuwanderer Brisanz hat. Allerdings fehlt dieser Gruppe, die bereits in der 4. Ge- neration in unserer Stadt lebt, die gesellschaftliche Anerkennung und Chancengleich- heit, obwohl sie durch natürliche Mehrsprachlichkeit und interkulturelle Kompetenz gegenüber der Gesamtgesellschaft mehr an Potenziale aufbietet. Die Verwaltung wird aufgefordert in Zukunft daran zu arbeiten, dass dieser gesamt- gesellschaftliche Makel beseitigt wird und den Menschen mit internationaler Familien- geschichte gleiche Chancen im sozialen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben der Stadt geboten werden.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1926/2023
- Typ
- Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat
- Datum
- 07.11.2023
- Erstellt
- 07.11.2023 12:17