0035/2023/2
Beantwortung einer mündlichen Anfrage von SE Lange, Fraktion DieLinke, zum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün am 25.05.2023 betreffend "Vereinbarung über ein Pilotprojekt zur Reinigung schadstoffbelasteter Luft in Städten" (Mitteilung 0035/2023/1)
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
2376 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 21.06.2023 0035/2023/2 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 24.08.2023 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 28.08.2023 Beantwortung einer mündlichen Anfrage von SE Lange, Fraktion DieLinke, zum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün am 25.05.2023 betreffend "Vereinbarung über ein Pilotprojekt zur Reinigung schadstoffbelasteter Luft in Städten" (Mitteilung 0035/2023/1) Text der Anfrage 1. Ist sichergestellt, dass bei dem Vorhaben weder in der Herstellung noch in der Anwendung Nano-Titandioxid-Partikel freigesetzt werden? 2. Warum wird die Fassade nicht begrünt, sondern mit aufwendig hergestellten Tüchern be- spannt? 3. Ist es bei dieser Gemengelage ratsam das Geschenk der Stiftung anzunehmen? Antwort der Verwaltung Zu 1.) Die photokatalytische Textilfassade wird aus zwei luftdurchlässigen Membranen bestehen, die aus recycelten PET-Flaschen hergestellt werden. Die Textilfassade wird im Labor mit Nano- Titandioxid (6-15nm) beschichtet. Der Beschichtungsvorgang ist unbedenklich und danach sind die Partikel dauerhaft in der Membran gebunden und werden nicht freigesetzt. Die Textil- fassade filtert mittels dieser aufgebrachten Wirkstoffe gesundheits- und umweltschädliche Stickstoffe aus der Umgebungsluft und wandelt diese in unschädliche Nitrate um, die in dieser niedrigen Konzentration dem Boden als Mineralstoffanreicherung zugefügt werden. Wissen- schaftliche Untersuchungen belegen die positive Wirkung für den Boden. Im Boden setzt mit der natürlichen Denitrifikation der letzte Schritt des kreislaufgerechten Umweltprozesses ein. Zu 2.) Nicht überall ist Fassadenbegrünung umsetzbar. Klimawende bedeutet besondere Herausforderungen anzunehmen, alle Chancen zu prüfen und zu nutzen. Zu 3.) Aus vertragsrechtlicher Sicht handelt es sich – entsprechend der Ausgestaltung der Koopera- tionsvereinbarung – nicht um eine Schenkung, sondern um eine Leihe. Köln beteiligt sich am Pilotprojekt und wird nach Abschluss der Projektphase und Auswertung der Messergebnisse informieren. Das Pilotprojekt soll „Best-Practice“-Charakter auch für an- dere Städte haben und ein sichtbares Zeichen im Kampf gegen gefährliche Stickoxide und zur Reinigung von Luft setzen. Gez. Greitemmann
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0035/2023/2
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 24.07.2023
- Erstellt
- 23.05.2023 12:12