2149/2023
Netzwerk für Mitarbeitende mit internationaler Familiengeschichte
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 01.08.2023 2149/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 15.08.2023 Netzwerk für Mitarbeitende mit internationaler Familiengeschichte Zusammenfassung in Einfacher Sprache: Die Verwaltung findet die Gründung eines Netzwerks für städtische Mitarbeitende mit interna- tionaler Familiengeschichte sinnvoll. Es sind aber noch viele Fragen offen. Das Amt für In- tegration und Vielfalt könnte 2024 eine erste Netzwerkveranstaltung organisieren. Dort kön- nen betroffene Mitarbeitende die Rahmenbedingungen für das Netzwerk diskutieren. Auf der Basis der Ergebnisse der Diskussion kann die Gründung des Netzwerks dann weiterverfolgt werden. Der Integrationsrat hat in seiner Sitzung am 18.04.2023 einen Beschluss zur Einrichtung und Begleitung eines Netzwerkes ‚Städtische Mitarbeitende mit internationaler Familiengeschichte‘ gefasst. (AN/0586/2023) Der Integrationsrat bittet die Verwaltung kurzfristig bis nach der Sommerpause 2023 die Ein- richtung und Begleitung eines Netzwerkes ‚Städtische Mitarbeitende mit internationaler Famili- engeschichte‘ zu prüfen und dem Integrationsrat das Ergebnis vorzulegen. Die Verwaltung teilt dazu folgendes mit: Ein (kollegiales) Netzwerk bietet Mitarbeitenden grundsätzlich einen geschützten Raum, um neue Kontakte zu knüpfen, sich untereinander zu aktuellen Themen und Herausforderungen auszutauschen, von den verschiedenen Erfahrungen und Perspektiven der Netzwerkmitglie- der zu lernen und neue Impulse für die eigene Arbeit oder persönliche Entwicklung mitzuneh- men. Netzwerke erhöhen die Mitarbeitendenzufriedenheit und stärken dadurch die Mitarbei- tendenbindung untereinander sowie zur Arbeitgeberin. In der Stadtverwaltung Köln bestehen bisher die nachfolgenden Netzwerke: ‚StadtFrauen‘ für Frauen im höheren Dienst, ‚KölnFrauen‘ für Frauen im gehobenen Dienst, Führungskräfte-Innovationsnetzwerk, ‚Stadtväter‘ als Väternetzwerk des Bündnis BerufLeben, sowie ‚Buntwerk‘ als Netzwerk der LSBTI-Mitarbeitenden in der Kölner Stadtverwaltung Ein Netzwerk für Mitarbeitende mit internationaler Familiengeschichte besteht bei der Stadt- verwaltung Köln bisher nicht. Die Verwaltung begrüßt den Vorschlag, diese Lücke zu schlie- ßen. Dies verleiht den Mitarbeitenden neue Möglichkeiten des Austausches zu gemeinsamen Erfahrungen und Themen sowie der Diskussion neuer Ideen und Impulse für die Gesamtver- waltung. Individuell erhöhen sich der Zugang zu Wissen und die Chancen für die berufliche 2 Laufbahn durch den Aufbau eines stabilen Netzwerkes. Gleichzeitig verleiht ein Netzwerk ver- schiedenen Themen der Migrationsgesellschaft mehr Sichtbarkeit. Bisher haben sich landesweit nur wenige Kommunen auf den Weg gemacht, solche Netz- werke zur fördern. Die Stadt Bochum hat vor kurzem ein solches Netzwerk gegründet, wel- ches großen Anklang der Mitarbeitenden findet. Bei der Neuentstehung von Netzwerken ist es grundsätzlich erfolgsversprechend, wenn diese von Betroffenen aus eigener Initiative heraus gegründet werden. Dazu müssten vor der Gründung des gewünschten Netzwerks die folgenden Fragen partizipa- tiv beantwortet werden: - Wie groß ist das Interesse an einem Netzwerk? - An wen genau soll sich das Netzwerk richten? (zum Beispiel Mitarbeitende mit statisti- schem Merkmal ´Migrationshintergrund´ / Mitarbeitende of Color / migrantisierte Mitar- beitende) - Was sollen Ausrichtung und Ziel sein? (zum Beispiel kommunikatives Networking in ungezwungener Atmosphäre / Workshops und Fachvorträge / aktive Diskussion von Verbesserungsvorschlägen im Rahmen der Interkulturellen Öffnung / kollegiale Unter- stützung mit Blick auf die eigene Laufbahn und berufliche Entwicklungsperspektiven) - Wie soll das Format aussehen? (Häufigkeit und Länge der Treffen, digital oder in Prä- senz) Diese Rahmenbedingungen könnten bei einer ersten Netzwerkveranstaltung von allen interes- sierten Mitarbeitenden mit internationaler Familiengeschichte diskutiert und festgelegt werden. Erst dadurch lassen sich der tatsächliche Aufwand und die notwendigen Ressourcen für ein neues Netzwerk abschätzen. Zudem erhöhen sich durch die Mitentscheidung die Legitimation des Netzwerks und somit auch die Bereitschaft zur Teilnahme. Das Amt für Integration und Vielfalt kann eine solche Netzwerkveranstaltung frühestens im ersten Quartal 2024 mit einem kleinen Betrag finanzieren und mit eigenen Ressourcen organi- sieren. Die Ergebnisse der Netzwerkveranstaltung und ein daraus abgeleiteter Vorschlag für das weitere Vorgehen können dem Integrationsrat im Nachgang der Veranstaltung vorgelegt werden. Das in der Antragsbegründung geforderte Budget von 5.000 € für Workshops und/oder Fach- vorträge steht im Haushalt 2023/2024 nicht zur Verfügung. Es wird für den Haushalt 2025 durch das Amt für Integration und Vielfalt angemeldet. Auch wenn bisher kein stadtweites Netzwerk für Mitarbeitende mit internationaler Familienge- schichte existiert, hat sich im Nachgang der „Konferenz Interkulturelles Köln“ (KIK) 2021 eine kleine Gruppe städtischer Mitarbeitender of Color zusammengeschlossen und ein Konzeptpa- pier zur Gründung einer stadtweiten „BIPoC-Interessensvertretung“ entworfen. Diese Interes- sensvertretung würde in Teilen die Funktion eines Netzwerks erfüllen, sieht darüber hinaus aber auch die aktive Mitwirkung an Strukturveränderungen im Sinne der Interkulturellen Öff- nung der Verwaltung und ein Beratungsangebot für alle Dienststellen vor, die bei Fragen zu Diversity und Equity in Anspruch genommen werden könnte. Die selbst organisierte freie Gruppe konzentriert sich jedoch auf Mitarbeitende of Color. Zum Teilnehmendenkreis dieser Interessensvertretung gehören nach ihrem Selbstverständnis ausschließlich Mitarbeitende mit alltäglichen Rassismuserfahrungen – nicht allgemein mit in- ternationaler Familiengeschichte. Gez. Reker
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2149/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 01.08.2023
- Erstellt
- 05.07.2023 12:18