0308/2023
Rettungsdienst in Not
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Anlage 1 - Übersicht GVS Verteilung in 2022
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Anlage 1
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle I/37 Vorlagen-Nummer 23.01.2023 0308/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Gesundheitsausschuss 24.01.2023 Rettungsdienst in Not Zur Anfrage (AN/0041/2023) der FDP-Fraktion gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: Frage 1: Werden Daten darüber erhoben, welche Einsätze sich im Nachhinein als tatsächlicher Notfall oder aber als Bagatelle herausgestellt haben und wenn ja, wie stellt sich die Datenlage dar? Zu Frage 1: Die Einsatzentwicklung im Rettungsdienst ist der Verwaltung bereits Jahren bekannt. Aus diesem Grund wurde bereits in 2017 das „Gestufte Versorgungssystem“ (GVS) entwickelt und bei der Feuerwehr Köln eingeführt (Vorlagen-Nr. 3145/2017). Mit Einführung des GVS werden die Patient*innen nach dem Einsatz in Notfallkategorien klassifiziert. GVS-Kategorien: GVS 0 Kein Patient vor Ort GVS 1 Hilfesuchende Person – ohne erkennbare Gefahrenlage GVS 2 Hilfesuchende Person – mit erkennbarer Gefahrenlage GVS 3 Akutpatient*in in häuslicher Umgebung GVS 4 Notfallpatient*in – Lebensgefahr nicht ausgeschlossen GVS 5 Notfallpatient*in – Konkrete Lebensgefahr GVS 6 Notfallpatient*in – Reanimation GVS 7 Patient*in Tod vor Ort In Anlage 1 ist die prozentuale Verteilung auf die jeweiligen GVS-Kategorien pro Monat bzw. für gesamte Jahr (hier 2022) dargestellt. Die Hilfesuchenden, die mit GVS 1 (grün rd. 12 %) klassifiziert wurden, wären überwiegend auch vertragsärztlich versorgbar gewesen (sog. Ba- gatelleinsätze). Frage 2: Gibt es Pläne für eine stadtweite mehrsprachige Aufklärungskampagne zum richtigen Um- gang mit dem Notruf 112 versus 116117? Zu Frage 2: Die Feuerwehr Köln informiert regelmäßig über die korrekte Unterscheidung und Verwendung des Notrufes 112 und der Arztrufzentrale 116117. Auch die mediale Berichterstattung nimmt dieses Thema immer wieder auf. Um die Akzeptanz der Arztrufzentrale (ARZ) bei den Bürger*innen zu erhöhen, muss eine niederschwellige Erreichbarkeit (Anrufannahme im Sekundenbereich) gewährleistet sein. Die 2 ARZ teilt jedoch regelmäßig mit, dass ihre Leitungen ebenfalls durch „Bagatellen“ belegt seien und die Erreichbarkeit damit erschwert ist. Frage 3: Gibt es Pläne für einen Modellversuch bezüglich der Zusammenlegung beider „Notfalltelefon- zentralen“, also der 112 und der 116117? Zu Frage 3: Einen Modellversuch zur Zusammenlegung der Erreichbarkeit und Steuerbarkeit von ARZ 116117 und Notruf 112 gab es bis 2021 in Ostwestfalen. Der Modellversuch wurde beendet und nicht verlängert. In Köln besteht eine enge und gut funktionierende Zusammenarbeit zwi- schen der ARZ und der Leitstelle der Feuerwehr Köln (Direktleitung). Frage 4: Gibt oder gab es Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung über systemische Mängel bei der Rufannahme der 116117? Zu Frage 4: Die Verwaltung steht im engen Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Dieser sind die Mängel bekannt. Frage 5: Ist die Rettungsleitstelle in Köln ständig ärztlich besetzt, um ggfs. Bagatelleinsätze im Vorfeld auszusortieren und an die richtige Stelle weiterzuleiten? Zu Frage 5: An der Leitstelle der Feuerwehr Köln ist seit 2002 auch der/die Leitende Notarzt/Notärztin vom Dienst angebunden. Diese stehen für fachspezifische Fragen und bei besonderen Problemen (z. B. bei der Unterbringung besonderer Patient*innen, Intensivtransporten etc.) den Kol- leg*innen der Leitstelle und des Rettungsdienstes zur Verfügung. Aufgrund des hohen Notruf- aufkommens können der/die Leitende Notarzt/Notärztin jedoch nicht in die Notrufabfrage mit eingebunden werden. Die Notrufannahme und Einsatzdisposition erfolgt durch spezielle hierfür ausgebildete und geschulte Feuerwehrbeamt*innen, die zudem über eine mehrjährige Erfahrung Einsatzdienst (Feuerwehr und Rettungsdienst) verfügen. Anlage 1 – Übersicht GVS Verteilung in 2022 Gez. Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0308/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 23.01.2023
- Erstellt
- 20.01.2023 12:09