AN/0456/2026
Beantragung einer Ausnahmegenehmigung gemäß § 129 GO NRW zur Besetzung der Ratsausschüsse mit sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern
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Gem. Antrag nach § 3 (Rat)
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Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat CDU Fraktion im Rat SPD-Fraktion im Rat Fraktion Die Linke. im Rat Volt Fraktion im Rat FDP/KSG-Fraktion im Rat Ratsgruppe BSW Ratsgruppe DIE PARTEI EM Peter Jüde (GUT & KLIMA FREUNDE)⃰ Herr Oberbürgermeister Torsten Burmester Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 09.03.2026 AN/0456/2026 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 19.03.2026 Beantragung einer Ausnahmegenehmigung gemäß § 129 GO NRW zur Besetzung der Ratsausschüsse mit sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, die antragstellenden Fraktionen, Gruppen und Einzelmandatsträger bitten Sie, folgenden An- trag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 19.03.2026 aufzunehmen: Beschluss: Die Verwaltung wird beauftragt, bei dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digi- talisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBD) gemäß § 129 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen, dass der Rat der Stadt Köln für seine aktuelle Wahlzeit (01.11.2025 bis 31.10.2030) von der Beschrän- kung des § 58 Abs.4 Satz 3 i.V.m. Abs. 3 Satz 3 GO NRW, demgemäß die Zahl der sach- kundigen Einwohnerinnen und Einwohnern die Zahl der Ratsmitglieder in den einzelnen Aus- schüssen nicht erreichen darf, insofern befreit wird, als dass auch gleich viele oder mehr sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner als Ratsmitglieder in den einzelnen Ausschüs- sen vertreten sein dürfen. Begründung: Die Ausschüsse des Rates sind das fachliche Herzstück der kommunalen Entscheidungsfin- dung. Hier werden politische Vorhaben vorbereitet, abgewogen und inhaltlich vertieft. In Köln - 2 - ist diese Arbeit seit Jahrzehnten geprägt von einer breiten Einbindung sachkundiger Einwoh- nerinnen und Einwohner, die ihre Expertise aus Zivilgesellschaft, Verbänden, Initiativen und Fachpraxis einbringen. Diese Beteiligung stärkt die Qualität der Beratungen, erhöht Transpa- renz und fördert die Akzeptanz politischer Entscheidungen. Mit der zum 01.11.2025 in Kraft getretenen Änderung des § 58 Abs. 4 Satz 2 GO NRW wurde der Verweis auf Absatz 3 dahingehend erweitert, dass nunmehr auch die Anzahl der nicht stimmberechtigten sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohner in den Ausschüssen zahlenmäßig begrenzt wird. Bislang unterlag diese Gruppe keiner gesetzlichen Obergrenze; die Festlegung erfolgte im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung durch den Rat. Für die Stadt Köln hat diese Neuregelung erhebliche praktische Auswirkungen. Neben den von den Fraktionen benannten sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohnern entsenden auch Stadtarbeitsgemeinschaften, Wohlfahrtsverbände sowie weitere gesellschaftliche Grup- pen beratende Mitglieder in die Ausschüsse. Diese gewachsene und bewährte Praxis wird durch die neue gesetzliche Begrenzung eingeschränkt, obwohl die Funktions- und Be- schlussfähigkeit der Ausschüsse hiervon nicht berührt ist. Eine pauschale zahlenmäßige Begrenzung auch der nicht stimmberechtigten sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohner ist weder funktional erforderlich noch demokratietheoretisch überzeugend. Anders als bei stimmberechtigten Ausschussmitgliedern steht hier nicht die Mehrheitsbildung, sondern die fachliche Beratung im Vordergrund. Zudem finden sich in der Gesetzesbegründung keine Hinweise darauf, dass diese Ausweitung der Begrenzung aus- drücklich intendiert war. Vor diesem Hintergrund soll gemäß § 129 GO NRW eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden, um für die laufende Wahlperiode die bisherige, bewährte Praxis fortführen zu kön- nen. Ziel ist es, die Beteiligung sachkundiger Einwohnerinnen und Einwohner in dem Um- fang zu ermöglichen, der für eine vielfältige, inklusive und fachlich fundierte Ausschussarbeit in einer Großstadt wie Köln erforderlich ist. Mit freundlichen Grüßen gez. gez. gez. Lino Hammer GRÜNE- Fraktionsgeschäftsführer Niklas Kienitz CDU-Fraktionsgeschäftsführer Pascal Pütz SPD-Fraktionsgeschäftsführer gez. gez. gez. Dr. Günter Bell Linke-Fraktionsgeschäftsführer Lucas Sickmöller Volt-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite FDP/KSG-Fraktionsgeschäfts- führer gez. gez. gez. Guido Spinnen BSW-Fraktion Aaron von Kruedener Die Partei Peter Jüde GUT & KLIMA FREUNDE⃰ ⃰redaktionelle Änderungen vom 16.03.2026.
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0456/2026
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Rat)
- Datum
- 16.03.2026
- Erstellt
- 09.03.2026 12:00