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2882/2017

Neue LKW-Navigation

Beantwortung einer Anfrage (BV) 21.09.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 09.11.2017, TOP 7.1.2

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Anlage 1-Lkw-Navigation Kurzbeschreibung

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

2509 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VIII/66/663 
 
Vorlagen-Nummer 
 2882/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 09.11.2017 
 
Neue LKW-Navigation 
hier: Anfrage der SPD-Fraktion zur Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 21.09.2017, TOP 
7.2.3 
Die SPD-Fraktion bittet um Beantwortung folgender Fragen: 
 
„Am 11.07.2017 berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger im Wirtschaftsteil über ein Projekt, mit dem die 
Navigationssysteme für LKW verbessert werden sollen. Städte und Gemeinden im Rheinland können 
sich daran beteiligen, in dem sie Details über eine bestimmte Erfassungssoftware an den durchfüh-
renden VRS liefern. Das können zum Beispiel stadtverträgliche Routen sein, auf denen LKW mög-
lichst fahren sollen, aber auch Höhen-, Breiten- und ähnliche Beschränkungen sowie Durchfahrtsver-
bote. Diese Daten sollen den Herstellern von Navigationskarten zur Verfügung gestellt werden.  
 
1. Hat sich die Stadt Köln an dem Projekt beteiligt?  
 
2. Wenn nein, warum nicht?  
 
3. Wenn ja, welche Stellen wurden an der Datensammlung beteiligt?  
 
4. Können die eingespeisten Daten eingesehen werden oder können diese der Bezirks- 
vertretung Nippes (und auch anderen Bezirksvertretungen) zur Verfügung gestellt werden?“  
 
5. Können gegebenenfalls noch weitere, als notwendig erkannte, Details nachträglich in das System 
eingespeist werden?“ 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Zu Frage 1: 
 
Die Stadt Köln ist maßgeblicher Kooperationspartner im federführend durch die VRS GmbH geleite-
ten Projekt „Effiziente und stadtverträgliche LKW-Navigation“. 
Siehe dazu beigefügte Anlage. 
 
Zu Frage 2: 
 
Entfällt. 
 
Zu Frage 3: 
 
Die Daten wurden durch das Amt für Straßen und Verkehrstechnik zusammengestellt. Dabei handelt 
es sich um angeordnete LKW-relevante StVO-Schilder, sowie das durch den Rat beschlossene LKW-

2 
 
Vorrangroutennetz. 
 
Zu Frage 4: 
 
Alle erforderlichen Daten sind im Internet, im Verkehrskalender Logistik, öffentlich gemacht worden. 
 
Zu Frage 5: 
 
Die notwendigen Daten wurden im Rahmen der Softwareentwicklung definiert und für Köln in das 
System eingepflegt. 
Die Einspeisung weiterer Details ist zurzeit nicht vorgesehen.  
Grundsätzlich ist das System als Geodaten-Software um weitere Dienste ausbaubar. Eine 
aktuelle Erweiterung betrifft adressscharfes Routing auf großen Betriebsgeländen. 
Eine Erweiterung könnte das LKW-Parken außerhalb der Bundesfernstraßen sein.

Anlage 1-Lkw-Navigation Kurzbeschreibung

3603 Zeichen

Effiziente und stadtverträgliche Lkw-Navigation  
Ein Projekt im Rahmen der Initiative Metropolregion Rheinland in Zusammenarbeit mit dem                                                  
Ministerium für Bauen, Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW 
 
Deutschland ist Europas Transitland Nr. 1 für Waren und Güter, gleichzeitig zählt der Wirtschaftsstandort 
Köln/Bonn zu den wichtigsten und größten Logistikstandorten Europas. 1/3 der 100 umsatzstärksten Fir-
men Deutschlands haben ihren Sitz in der Region Köln/Bonn. 
Das Rheinland ist durch eine Vielzahl von Fernstraßen an das deutsche und europäische Verkehrsnetz 
angeschlossen. Als Schnittpunkt transeuropäischer Verkehre zwischen Benelux einerseits und Ost- bzw. 
Südeuropa andererseits liegen die prognostizierten Steigerungszahlen beim Transportaufkommen* inner-
halb der Region zwischen 2004 bis 2025 bei rd. 50%. Schwerlastverkehre als regionale Ziel- Quellverkehre 
sind weitere belastende Momente. (*Mio. Tonnenkilometer) 
Diese wirtschaftspolitisch gewollte Entwicklung bedeutet gleichz eitig höchste Ansprüche an bauliche Infra-
struktur und Verkehrsmanagement. Der Schwerlastverkehr ist maßgebliche Bemessungsgröße für Dimen-
sionierung und Lebensdauer von Verkehrswegen einschließlich seiner Ingenieurbauwerke. Die negativen 
Auswirkungen der En twicklung im Schwerlastverkehr für das Anlagevermögen der Straßenbaulastträger 
werden exemplarisch deutlich durch den enormen Erhaltungs- und Erneuerungsaufwand der Rheinbrücken 
in den kommenden Jahren. 
Aus  verkehrs-, städtebaulicher und umweltpolitischer Sicht ist es dringend geboten, zeitnah steu-
ernd in die Routenwahl der Logistikverkehre einzugreifen bzw. diese umfassend zu unterstützen. 
Aktuelle Lkw Navigationsgeräte sind für die Routenwahl auf Grund fehlender, spezifisch kommunaler Vor-
gaben nur eingeschränkt verwendbar. Erstmalig in NRW hat sich daher die Wirtschaftsförderung metropo-
leruhr im RVR mit diesem Problem befasst und in Zusammenarbeit mit den Kommunen und IHKs der Re-
gion ein Lkw-Vorrangnetz erarbeitet. 
Das Projekt „Effiziente und stadtverträgliche Lkw-Navigation Region Rheinland“ greift diesen Ansatz 
auf und entwickelt ihn technisch weiter. Es bezieht sich zunächst auf das Gebiet der Metropolregion Rhein-
land mit 148 Städten und Gemeinden. Die beteiligten Kommunen werden unter Federführung des Ver-
kehrsverbundes Rhein-Sieg/mobil-im-rheinland, den Industrie- und Handelskammern des Rheinlandes, des 
Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW sowie weiteren Partnern 
in die Lage versetzt,  routingfähige Kartengrundlagen für ein effizientes und stadtverträgliches Lkw-
Vorrangnetz in der Region schaffen. Dazu wird ein Web-basiertes Portal entstehen, das neuesten techni-
schen Anforderungen entspricht. 
Für die künftige Routenwahl der Schwerlastverkehre erfasst jede Kommune neben dem Vorrangroutennetz 
in ihrem Zuständigkeitsbereich als Mindestanforderungen die Restriktionen: Höhen-, Gewichts-, und Brei-
tenbegrenzung sowie Lkw-Durchfahrtsverbote.  
Eine partnerschaftlich angelegte Kooperationsvereinbarung regelt die Zusammenarbeit und dient somit der 
schnellen Umsetzung des Gesamtprojektes.  
Die Entwicklung berücksichtigt dabei die Möglichkeit, das System einer NRW -weiten Nutzung zuführen zu 
können und sollte gleichzeitig als Best Practice über NRW hinaus dienen.  
 
Ansprechpartner: 
Dipl. Ing. Volker Hassenpflug  Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH 
Leiter mobil-im-rheinland  Glockengasse 37 – 39 
   50667 Köln 
0221/2 08 08-181 
volker.hassenpflug@mobil-im-rheinland.de

Beratungsverlauf (1)

09.11.2017 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 7.1.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2882/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
21.09.2017
Erstellt
15.09.2017 09:38