0951/2018
Bericht über die Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Mitteilung Ausschuss
3967 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummern 27.03.2018 0951/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Unterausschuss Kulturbauten Rechnungsprüfungsausschuss 12.04.2018 Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 17.04.2018 Finanzausschuss 30.04.2018 Bericht über die Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz Mit dem Monatsbericht Februar 2018 gibt die Verwaltung den aktuellen Sachstand zur Sanie rung der Bühnen am Offenbachplatz zur Kenntnis. Die Arbeit an der ‚Heilung der Planung’ der Haustechnik schreitet kontinuierlich fort. Dazu werden für die verschiedenen Bereiche (Oper, Schauspielhaus, Kinderoper, Kleines Haus) teilweise auch neue planer i- sche Lösungen gefunden. Die zeitnahe Kommunikation dieser Planung mit der Ba uherrschaft und der Projektsteuerung wird in abgestimmten Verfahren gewährleistet: So gibt es fest definierte Termine zur Diskussion der Ergebnisse auf der Ebene der Arbeitskreise, in den Planungsbesprechungen (Gebäudepla- nung) und in der vierzehntägig stattfindenden Projektbesprechung. In dieser Besprechungsstruktur werden die notwendigen Entscheidungen möglichst zeitnah und dezentral getroffen. Die Aufgabe der Bauher r- schaft liegt hier besonders darin, auf die Wahrung der vereinbarten Standards zu achten. Als oberste Ent- scheidungsebene ist die monatliche Lenkungsrunde eingerichtet. Inwieweit sich möglicherweise durch die bereits berichtete Umstellung der Planungsbereiche im Dezember Konsequenzen in Bezug auf die Rahmenterminplanung ergeben, kann frühesten s mit dem Monatsbericht April 2018 mitgeteilt werden. Das Ende 2017 verabschiedete Programm zur Fertigstellung der Bühnentechnik in Schauspielhaus und Oper hat nach einigen Anlaufschwierigkeiten zu Beginn des Jahres im Februar 2018 Schwung aufg e- nommen. Alle sechs Bühnenbaufirmen sind jetzt in abgestimmten Zeitfenstern in den Häusern tätig. Das Programm soll im Oktober 2018 abgeschlossen sein, die Bühnentechniken der beiden Häuser können dann abgenommen werden. Die gemeinsam mit den Firmen durchgeführten Zustandsfeststellungen sind weitgehend abgeschlossen, ca. 10 % der Gewerke sind noch offen. Alle Zustandsfeststellungen sollen bis Ende März 2018 abg e- schlossen sein. Im Februar 2018 konnten weitere Firmengespräche abgeschlossen werden. Am Ende des Monats waren ca. 65 % aller Firmengespräche abgeschlossen und ca. 23 % befanden sich noch in der Bearbeitung. Die Firmengespräche sollen bis zum 30.06.2018 vollständig abgeschlossen sein, da zu diesem Zeitpunkt die Vorbereitungen für die notwendigen Neuausschreibungen mit den Verfahren zur Markterkundung begi n- nen. Gegenwärtig zeichnet sich ab, dass deshalb auch einige Firmengespräche durch Kündigungen von Seiten der Bühnen abgeschlossen werden müssen. Hieraus entstehen Risiken, die im laufenden Risiko- management behandelt werden. 2 Der Stand der Auszahlungen stieg im Februa r 2018 um ca. 2 Mio. € von 292 Mio. € auf 294 Mio. €. Die Verpflichtungen stiegen gegenüber dem Vormonat um ca. 1 Mio. € auf jetzt ca. 353 Mio. €. Die prognost i- zierten Gesamtkosten verblieben auch im Monat Februar 2018 auf dem seit dem Dezember 2017 gelte n- den Wert von 538 Mio. €. Die prognostizierten Risiken mussten im Februar 2018 unter anderem aufgrund der drohenden Kündigun - gen angehoben werden, sie liegen jetzt bei ca. 28,9 Mio. € und damit ca. 7,4 Mio. € höher als im Vorm o- nat. Hierin eingepreist sind die Kosten für zusätzliche Vergabeverfahren und die im Zusammenhang mit diesen Verfahren zu erwartenden höheren Preise. Im Zuge der Neustrukturierung des Projektes wurde in den vergangenen Monaten auch das Projekthand- buch komplett neu strukturiert und aktualisiert, es steht seit Ende Februar 2018 in der überarbeiteten Form im Projektraum AWARO zur Verfügung. Zukünftig wird das Projekthandbuch in AWARO weiterhin kontinu- ierlich gepflegt und vierteljährlich aktualisiert. gez. Streitberger
Monatsbericht SBK_Februar 2018
14397 Zeichen
Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 31.01.2018) Februar 2018 www.zarinfar.de 1 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 28.02.2018) Standort: Offenbachplatz in Köln Bauherr: Bühnen der Stadt Köln . . Flächen: Bereich 1 Opernhaus /Betriebshof NGF: 35.960 m² BGF: 46.429 m² BRI: 160.258 m³ Legende: NGF= Netto-Geschossfläche BGF= Brutto-Geschossfläche BRI= Brutto-Rauminhalt Bereich 3 Opernterrassen / Kleines Haus NGF: 1.971 m² BGF: 2.493 m² BRI: 9.843 m³ Bereich 2 Schauspielhaus /Lager / Kinderoper NGF: 13.180 m² BGF: 17.226 m² BRI: 62.704 m³ 2. Die PrognoseKENNDATEN Am 03.07.2017 ist eine belastbare Termin- und Kostenprognose für einen kalkulierbaren Projektablauf veröffentlicht worden. Diese ist unter Beachtung der entsprechenden Qualitätsanforderungen und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken unter der Führung des Bauherrn mit der Projektsteuerung unter Einbeziehung aller Planer und Objektüberwachungen abgestimmt worden. Im weiteren Projektverlauf muss nun besonders auf einen regelmäßigen Soll-/Ist-Vergleich der Terminplanung und Kostensteuerung unter Berücksichtigung des Risikomanagements geachtet werden. Wir empfehlen dem Bauherrn, die aktuell prognostizierte Schlüsselübergabe im 4. Quartal 2022 sowie das hieraus prognostizierte Budget in Höhe von 544,8 Mio. € brutto als Projektziel zu setzen. Dabei ist bekannt, dass durch alle bisher bekannten Projektrisiken das Gesamtbudget auf 570,6 Mio. € brutto steigen kann. Zusätzlich empfehlen wir eine Prüfung und Aktualisierung des Gesamtterminplanes nach Abschluss der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) im 1. Quartal 2019, welche auch Auswirkungen auf die Kostenprognose haben kann. Die folgenden Seiten geben Aufschluss über die aktuelle Projektsituation in qualitativer, wirtschaftlicher und terminlicher Hinsicht. 1. Die ProjektKENNDATEN Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 31.01.2018) Februar 2018 www.zarinfar.de 2 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 28.02.2018) 3. Das ProjektLOGBUCH Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 31.01.2018) Februar 2018 www.zarinfar.de 3 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 28.02.2018) 4. Die ProjektTERMINE Am 07.12.2017 hat wie vorgesehen die Planungsphase LPH 3 termingerecht begonnen. Ein detaillierter Planungsterminplan wurde aufgestellt und dient nunmehr als Grundlage für die Planung der LPH 3. Einzelne Vorgänge des oben dargestellten Rahmenterminplanes wurden auf Grundlage des detaillierten Planungsterminplanes aktualisiert. Der Gesamtfertigstellungstermin bleibt unverändert. Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 31.01.2018) Februar 2018 www.zarinfar.de 4 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 28.02.2018) 5.1 Die ProjektKOSTEN 5.2 Der KostenVERLAUF der letzten 6 Monate BEMERKUNGEN: Die Projektkosten wurden auf Grundlage der aktuellen Terminplanung und den aktuellen Erkenntnissen aus der erforderlichen Heilung der Planung erstellt und sind eine Fortschreibung der Kostenprognose vom 30.Juni 2017 (AWARO Dok.-Nr. 256418). Das mit Ratsbeschluss vom 17.11.16 genehmigte Budget beträgt: 404 Mio. € brutto. Der aktuelle Stand der Auszahlungen beträgt: 294,50 Mio. € brutto. Der Bauherr ist momentan Verpflichtungen eingegangen in Höhe von: 352,69 Mio. € brutto. Die aktuelle Kostenprognose beträgt: 538,27 Mio. € brutto Die Summe der aktuell zu erwarteten Risikokosten beträgt gegenwärtig: 28,87 Mio. € brutto Somit ergibt sich derzeit eine Gesamtkostenentwicklung von: 567,13 Mio. € brutto Die vorliegenden Zahlen basieren auf den Angaben der Objektüberwachungen mit Stand 26.02.2018, den Erkenntnissen der vertieften Grundlagenermittlung sowie Informationen aus dem Projektraum AWARO. Mit der Gesamtbudgeterhöhung vom 17.11.2016 auf 404 Mio. € wurde die Handlungsfähigkeit des Bauherrn zur Fortführung des Bauvorhabens aufrechterhalten. Somit können derzeit bekannte Verpflichtungen erfüllt werden. Die ermittelten Kosten für die erwartete Kostenentwicklung sowie die Kostenrisiken sind momentan durch das zur Verfügung stehende Budget nicht gedeckt. Wir empfehlen die Anpassung des Budgets auf mindestens 545 Mio. €. Prognose 538,27 Mio. € 567,13 Mio. € (einschl. Kostenrisiken) Verpflichtungen 352,69 Mio. € Budget 404 Mio. € Auszahlungsstand 294,50 Mio. € 404 Mio € 294,50 Mio € 245,63 Mio € 85,22 Mio € 21,84 Mio € 352,69 Mio € 185,57 Mio € 28,87 Mio € Mio. € 100 Mio. € 200 Mio. € 300 Mio. € 400 Mio. € 500 Mio. € 600 Mio. € Kostenrisiken Kostenentwicklung Summe Verpflichtungen Sonstige Verpflichtungen Nachträge Grundaufträge Auszahlungsstand Budget 282 Mio. € 284 Mio. € 286 Mio. € 288 Mio. € 292 Mio. € 294 Mio. € 340 Mio. € 344 Mio. € 348 Mio. € 349 Mio. € 352 Mio. € 353 Mio. € 543 Mio. € 545 Mio. € 548 Mio. € 538 Mio. € 538 Mio. € 538 Mio. € 404 Mio. € 404 Mio. € 200 Mio. € 250 Mio. € 300 Mio. € 350 Mio. € 400 Mio. € 450 Mio. € 500 Mio. € 550 Mio. € 600 Mio. € 09.2017 10.2017 11.2017 12.2017 01.2018 02.2018 Auszahlungsstand Verpflichtungen Prognose Budget 545 Mio. € 404 Mio. € Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 31.01.2018) Februar 2018 www.zarinfar.de 5 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 28.02.2018) 40,43% 37,23% 4,26% 10,63% 7,45% KG 300 bis 500 gesamt Während der umfangreichen Qualitätskontrollen durch die Objektüberwachungen, Sachverständigen und Projektsteuerung konnten zahlreiche Mängel verschiedener Gewerke festgestellt und einem Qualitätsmanagement zugeführt werden. Aufgrund des gestörten Bauablaufes wird nun die Zeit genutzt, um Zustandsfeststellungen aller Gewerke durchzuführen, um vollumfänglich alle Mängel im Projekt aufzunehmen und somit einen Gesamtüberblick über den technischen und optischen Zustand der eingebauten Bauteile und Geräte zu erhalten. Zusätzlich werden bereits fertig gestellte Gewerke vollumfänglich abgenommen. Seit März 2017 werden die Zustandsfeststellungen durch die Objektüberwachungen durchgeführt und werden voraussichtlich bis zum 1. Quartal 2018 abgeschlossen sein. Als Ziel wurde festgelegt, die vorgefundenen Mängel zeitnah abzustellen. Mit Beginn der neuen Bauphase kann dann im Wesentlichen der Schwerpunkt auf der Heilung der TA- Leistungen und der damit verbundenen Änderungen liegen. Darüber hinaus können die Ergebnisse der Zustandsfeststellungen der TA-Leistungen für die neue TA-Planung mitberücksichtigt werden. Abnahme erfolgt Zustandsfeststellung erfolgt (ohne Abnahme) Zustandsfeststellung in Bearbeitung Zustandsfeststellung offen Zustandsfeststellung nicht erforderlich 6. Der Sachstand ZUSTANDSFESTSTELLUNGEN 54,17% 33,33% 12,50% KG 479 Bühnentechnik 22,22% 44,44% 5,56% 16,67% 11,11% KG 400 Haustechnik 36,74% 38,78% 6,12% 8,16% 10,20% KG 300 Gebäude Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 31.01.2018) Februar 2018 www.zarinfar.de 6 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 28.02.2018) 20,43% 10,75% 11,83% 23,66% 33,33% KG 300 bis 500 gesamt Aufgrund des gestörten Bauablaufes ist es notwendig, mit allen am Bau Beteiligten Gespräche zur Vertragsanpassung zu führen. Diese werden durch die verantwortlichen Objektüberwachungen entsprechend vorbereitet. Das Ziel dieser Gespräche ist es, die Firmen nach Möglichkeit auf der Baustelle zu halten und Vereinbarungen über einen Weiterbau nach Heilung der Planung für einen geordneten Bauablauf abzuschließen. Sollte es hier zu keiner Einigung kommen, so ist diesen Firmen zu kündigen und die Leistungen sind neu auszuschreiben. In den Firmengesprächen hat sich immer wieder gezeigt, dass die Firmen berechtigterweise auf nicht erfüllte Pflichten und Aufgaben des Bauherrn, wie z.B. fehlende Nachtrags- beauftragungen und offene Forderungen aus Bauzeitverlängerung verweisen konnten. Um hier für die Firmengespräche optimal vorbereitet zu sein, wurde bauherrenseitig eine Vorgehensweise zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Firmengespräche eingeführt. Eine besondere Herausforderung für den öffentlichen Bauherrn stellt dabei die Wahrung vergaberechtlicher und wirtschaftlicher Kriterien als Grundlage für eine einvernehmliche Regelung dar. Seit August 2016 wird dieser Prozess erfolgreich durch die Führung des Bauherrn und der Projektsteuerung umgesetzt und gibt unmittelbar Aufschluss darüber, welche Leistungen zu gegebener Zeit tatsächlich neu ausgeschrieben werden müssen. Unter Berücksichtigung der bei den Firmengesprächen erzielten Fortschritte – insbesondere im Bereich der priorisiert zu behandelnden Schlüsselgewerke – können auf diese Weise klare Voraussetzungen für die Mitte 2018 durchzuführenden Markterkundungen gewährleistet werden. Vertragsanpassung erfolgt (unterschrieben) Schlussgerechnet Gekündigt Vertragsanpassung in Vorbereitung Vertragsanpassung offen 7. Der Sachstand FIRMENGESPRÄCHE 16,33% 14,29% 16,33% 20,40% 32,65% KG 300 Gebäude 11,11% 16,67% 5,55% 50,00% 16,67% KG 400 Haustechnik 34,78% 13,05% 52,17% KG 479 Bühnentechnik Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 31.01.2018) Februar 2018 www.zarinfar.de 7 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Februar 2018 (Stand 28.02.2018) 8. Die ProjektRISIKEN Risikoeinschätzung Risiko gering Risiko hoch 1. Bestehende Risiken: Zustandsfeststellungen für alle Gewerke decken ggf. bisher unbekannte Mängel auf und führen ggf. zu weiteren Umplanungen Erforderlicher Rückbau / Neubau von Anlagen / Bauteilen auf Grundlage der überarbeiteten Planung des neuen TA Planers mangelnde Planungsgrundlagen TA und noch nicht bekannte offene Punkte können zu Terminverzögerungen in der Heilung der Planung führen Die Anwendung neuer Richtlinien im Bereich der Gebäudetechnik erfordert ggf. zusätzliche Umplanungen und Umbauten bestehender Anlagen Steigerung Baupreisindex Nachtragsforderungen von Firmen aufgrund von Störungen im Planungs- und Bauablauf Nachtragsforderungen der Planer aufgrund von nicht ausreichenden Planungsgrundlagen Prozessrisiken aus ggf. gescheiterten Firmengesprächen Neue Vergabeverfahren aufgrund von gescheiterten Firmengespräche und Kündigungen Vergabeeinrede bei neuen Vergabeverfahren führen zu weiteren Terminverzögerungen Insolvenzrisiko bei einem Unternehmen (Schlüsselgewerk) - nach LP 5 Verzögerung bei der Durchführung der Firmengespräche aufgrund mangelnder Kapazitäten der Objektüberwachungen sowie baubetrieblicher Gutachter mangelnde Leistungsfähigkeit der neuen Objektüberwachungen führen zu weiteren Terminverzögerungen und Qualitätsdefiziten 2. Empfehlungen und Maßnahmen: frühzeitige Ausarbeitung eines detaillierten Planungs- und Ausführungsterminplans auf Baubereichsebene und regelmäßiger Soll-/Ist-Vergleich mit allen Planern und Objektüberwachung im Rahmen des Kosten-Termin-Risiko Jour Fixes Fertigstellung der Zustands- und Leistungsfeststellungen für die Erfassung eines vollständigen Ist-Standes Beschleunigung der Mängelbeseitigung zusätzliche Qualitätsbegehungen durch Projektsteuerung und die neuen Bauleitungen TA und Gebäude Intensive Weiterführung der Firmengespräche gemäß ausgearbeitetem Konzept Weitere Intensivierung des Gegenforderungsmanagements und Geltendmachung von Ansprüchen gegen Baubeteiligte Soll-Ist-Abgleich zwischen gesetzten Qualitätszielen und gebauten Qualitäten Frühzeitige Konzeptionierung zur Pauschalierung wesentlicher Planerhonorare zur Erreichung einer hohen Kostensicherheit unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Terminplanung vollständiger 3D Scan und Modellierung zur Minimierung vorhandener Lücken in den Planungsgrundlagen frühzeitige Ausarbeitung eines Konzeptes für die Ausschreibungs- und Vergabephase unter Berücksichtigung der projektspezifischen Besonderheiten 3. Fazit und Bewertung: Durch die teilweise seit Monaten unterbrochene Bautätigkeit haben einzelne Gewerke bereits rechtwirksam ihre Kündigung erklärt. Hierdurch werden neue Ausschreibungen und Vergaben erforderlich, die sich unter Umständen ungünstig auf das aktuelle Kosten- und Terminziel auswirken könnten. Des Weiteren können bisher unerkannte Planungs- und Baumängel zu weiteren terminlichen Verzögerungen und Mehrkosten führen. Dies hängt entscheidend vom Ergebnis der Zustands- und Leistungsfeststellungen sowie vom weiteren Verlauf der Planung in Leistungsphase 3 ab. Wir empfehlen daher eine Prüfung und Aktualisierung des Gesamtterminplanes nach Abschluss der Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung). Das aktuelle Terminrisiko ist bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin als hoch einzuschätzen. In welcher Dimension die aufgeführten Kostenrisiken eintreten werden, hängt entscheidend von den Verhandlungen mit den beauftragten Firmen ab. Daher sollten die Firmengespräche weiterhin intensiv durch den Bauherren unter Hinzuziehung von Beratern erfolgen. Das aktuelle Kostenrisiko ist daher weiterhin als hoch zu bezeichnen. Es ist absehbar, dass das bisher genehmigte Budget von 404 Mio. € die ermittelten Kosten für die erwartete Kostenentwicklung und Kostenrisiken nicht deckt. Hinsichtlich der durch Neuausschreibung einzugehenden Verpflichtungen empfehlen wir zeitnah die Anpassung des Budgets auf die Summe der Gesamtkostenprognose von mindestens 545 Mio. €. Der Umfang der bisher erfolgten Qualitätskontrollen und Zustandsfeststellungen zeigt, dass in Teilen die gebaute Qualität nicht ausreichend ist. Hier sind Mängelbeseitigungen, Rückbauten und Umplanungen erforderlich. Durch die neuen Objektüberwachungen können nunmehr die fehlenden Kapazitäten aufgebaut werden und somit kann eine intensive Bearbeitung der Mängel zur Qualitätssicherung erfolgen. Das aktuelle Qualitätsrisiko ist weiterhin als hoch zu bezeichnen und kann erst dann geringer ausfallen, wenn die Zustandsfeststellungen vollständig abgeschlossen sind. Mit Abschluss der vertieften Grundlagenermittlung wurden die bekannten Projektrisiken neu bewertet und aktualisiert. Die Ergebnisse hieraus wurden in der Kosten- und Terminprognose berücksichtigt und werden in regelmäßiger Abstimmung mit dem Bauherren und Fachplanern diskutiert und neu bewertet. In welchem Umfang und in welcher Höhe die vorstehend aufgeführten Risiken eintreten werden, hängt entscheidend vom weiteren Projektverlauf, von der erweiterten Entwurfsplanung sowie von den Maßnahmen des Risikomanagements ab.
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0951/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 27.03.2018
- Erstellt
- 26.03.2018 09:23