2886/2025
Namensgebung Gesamtschule Escher Straße in Ernst-Simons-Gesamtschule
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/400/4 Vorlagen-Nummer 2886/2025 Freigabedatum 09.02.2026 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Namensgebung Gesamtschule Escher Straße in Ernst-Simons-Gesamtschule Beschlussorgan Ausschuss Schule und Weiterbildung Gremium Datum Beschluss: Beschluss: Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung beschließt, dass die Gesamtschule Escher Straße 279, 50739 Köln, den beantragten Eigennamen Ernst-Simons-Gesamtschule erhält. Alternative: Dem beantragten Eigennamen „Ernst-Simons-Gesamtschule“ wird nicht zugestimmt. Ausschuss Schule und Weiterbildung 02.03.2026 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Die Schulleitung der Gesamtschule Escher Straße beantragt nach einstimmigem Beschluss der Schulkonferenz vom 03.06.2025 die Verleihung des Eigennamens Ernst-Simons-Gesamtschule. Grundsätzlich wird jede Schule nach der Straße benannt, an der sie liegt. Die Identifikation ei- ner Schule kann durch einen Eigennamen ausgedrückt werden. Nach Ziffer IV, Nr. 1.3 der all- gemeinen Richtlinien zur Namensgebung von Schulen kann die Benennung der Schule nach Personen mit überragender historischer, zeitgeschichtlicher, wissenschaftlicher oder kulturel- ler Bedeutung erfolgen. Zur Person Ernst Simon: Ernst Simons wird 1909 als Sohn jüdischer Eltern in Köln geboren. Der Vater ist Rabbiner in Deutz. Nachdem er 1935 aufgrund seiner Herkunft seine Schule verlassen muss, emigriert er in die Niederlande und legt am Lehrerseminar in Enschede sein Lehrerexamen ab. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande leistet er Zwangsarbeit in Amsterdam. 1943 ge- langt er über das Sammellager Westerbork nach Bergen-Belsen, wo er an Typhus erkrankt 3 und 1945 die Befreiung erlebt. Über die Niederlande und die USA kehrt er 1952 in seine Hei- mat zurück, gründet ein jüdisches Kinderheim und wird Schulleiter einer Realschule in Mün- gersdorf, bevor er in der Bezirksregierung Köln als Dezernent arbeitet. Zudem ist Simons Mit- begründer der „Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“. Simons stirbt 2006 und wird auf dem jüdischen Friedhof in Köln bestattet. In der Antragsbegründung der Schule zur Namensänderung wird hervorgehoben, dass in al- len schulischen Gremien und dem Kollegium über den Namensvorschlag beraten wurde. Sie erklärt weiter, dass die Schulleitung sowie alle zu beteiligenden Gremien der jungen Schule für die Namensgebung stimmten, da Verbindendes mit dem Schulnamensgeber die Inklusion, die Arbeit an Menschenrechten und Demokratie und die Profilierung in Holocaust education sind. Weiter wird angeführt, dass Ernst Simons als Schulleiter an seiner Schule Menschen mit Behinderungen aufnahm, was zu seiner Zeit nicht vorgesehen war. Er sieht den Menschen und nicht die Religion, so ist das von ihm und seiner Frau gegründete Kinderheim auch offen für nicht jüdische Kinder. Seine Erlebnisse und das Schicksal seiner Familie begleiten ihn. Schließlich gibt die Schule in der Antragbegründung an, ihre Aufgabe sei es nun, den Schul- namen zu beleben, diese facettenreiche Person den Schüler*innen in Biografie, Wirken und Nachwirkung nahezubringen. Die gem. § 19 Abs. 1 Nr. 6.1 der Hauptsatzung erforderliche Abstimmung mit dem Zentralen Namensarchiv und dem Historischen Archiv der Stadt Köln ist erfolgt. Keines erhebt Beden- ken gegen die beantragte Benennung. Da eine Gesamtschule eine überbezirkliche Bedeutung besitzt, obliegt eine Beschlussfassung zur Namensgebung hier dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung.
Auszug Protokoll Schulkonferenbeschluss zur Namensgebung
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Datum: 03.06.2025 Anwesende: Fr. Azmarli, Fr. Nuhogullarindan, Hr. Hannig, Hr. Werneburg (ab TOP 3 anwesend), Fr. Hörsting, Fr. Dr. Hessel, Fr. Koska, Hr. Frey Protokollführer. Herr Frey Beginn: 19 Uhr, Ende 20 Uhr Ergebnisprotokoll zur 4. Schulkonferenz 2024/2025 TOP Thema 1 Festlegung Protokollführung und Abstimmung Tagesordnung Protokoll: David Frey Ergänzungen zur Tagesordnung: keine Die Tagesordnung wird einstimmig angenommen. Das Protokoll zur letzten Schulkonferenz wird einstimmig angenommen. 2 Besetzung der Schulleitungsstelle Stellungnahme: Die Schulkonferenz befürwortet einstimmig die Einstellung von Patrick Werneburg als Schulleiter der Gesamtschule Weidenpesch. 3 Beantragung des Schulnamens Ernst-Simons-Gesamtschule Die Schulkonferenz beschließt einstimmig, die Namensänderung der Schule zu Ernst-Simons-Gesamtschule Weidenpesch zu beantragen. Der formulierte An- trag enthält neben der Begründung auch eine kurze Genese. Anfragen der Presse sollen an die Pressestelle der Bezirksregierung weiterge- geben werden. Die Schüler:innen und die Eltern sollen frühzeitig über die angestrebte Namens- änderung informiert werden und durch eine kurze Präsentation des Lebens von Ernst Simons bereits in den Prozess einbezogen werden. 4 Einführung Lehrmittel Englisch Der Antrag der Fachschaft Englisch für die Einführung der Lehrwerksreihe Light- house wird einstimmig angenommen. 5 Anfrage zusätzlicher Arbeitsmittel Die zusätzlichen Arbeitsmittel für die Fächer M, E, S (Arbeitshefte) wird einstim- mig genehmigt. 6 Bewegliche Ferientage 2025/26 & Terminänderungen Der Vorschlag wird einstimmig angenommen. (siehe Anhang) Die Termine zu den kommenden Schulfahrten werden einstimmig angenommen. Der Termin der Elternpflegschaftssitzung zu Beginn des Schuljahres wird ver- schoben. 7 Anfrage zusätzliche Materialkosten Die Schulkonferenz stimmt einstimmig für die Einführung zusätzlicher Arbeitsmit- tel mit Kostenübernahme durch die Eltern. Im nächsten Schuljahr wird der einzu- sammelnde Betrag von 20 Euro durch Mareike Hörsting verwaltet, eine langfris- tige Übernahme der Verwaltung durch den Förderverein wird angestrebt. 8 Informationen Eilausschuss: Ausschreibungen Die Fächerauswahl für die Ausschreibungen wurden vom Eilausschuss (Fr. Az- marli & Hr. Frey) genehmigt. Es wurden vier Stellen ausgeschrieben. Davon zwei für die Sekundarstufe II (Mathe, Sport, Chemie), sowie eine für die Sekun- darstufe I (HW/TC,M, Mu). Auf die MPT-Stelle gab es sehr viele Bewerbungen, weshalb eine weitere Einschränkung der Kriterien für kommende Ausschreibun- gen auf Erfahrungen im Gesamtschulbereich notwendig ist. 9 Einführung Schulplaner (Sponsoring) und Schulmanager Fr. Koska und Hr. Frey präsentieren den aktuellen Entwurf für einen Schulplaner für das kommende Schuljahr. Im nächsten Schuljahr werden die Kosten gespon- sort, langfristig können Kosten pro Planer von ca. 5 Euro entstehen. Im Falle ei- nes Verlustes sollen diese Kosten für den Ersatz bereits eingesammelt werden und in die Kasse für zusätzliche Materialkosten fließen. (siehe 7.) Im kommenden Schuljahr wird der Schulmanager eingeführt, um viele Prozesse zu vereinfachen. Eine Einführung in die Funktionen wird am Elternpflegschafts- abend stattfinden. 10 Verschiedenes Die Schulbibliothek wurde eröffnet und u.A. von Fra u Philippen betreut. Berichte dazu und zu anderen Ereignissen der Schule gibt es auf der Homepage. Die Schulleitung bedankt sich bei allen Beteiligten der Schulkonferenz für ihre pro- duktive Mitarbeit und ein erfolgreiches 1. Schuljahr.
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Sonstiges Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Namensgebung nach Beschluss der Schulkonferenz der Gesamtschule. Kontakt OB/1 Büro des Oberbürgermeisters OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 31122 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2886/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 09.02.2026
- Erstellt
- 30.09.2025 16:30