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V/0491/2016

Basisinformationen Jobcenter Münster

Vorlagen 01.06.2016

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung, Sitzung am 15.06.2016, TOP 17.3

Anlage 1 - Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik

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Anlage 2 zur Basisinformation des Jobcenter Münster

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Berichtsvorlage

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Anlage 1 - Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik

7048 Zeichen

Anlage 1 zur Basisinformation des Jobcenter Münster 
Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik (häufig verwendete Begriffe und 
Abkürzungen) 
 
Aktivierung Arbeitsmarktpolitische Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung zur beruflichen Eingliederung/ 
Weiterbildung (z. B. Umschulung). 
Aktivierungsquote  
der 
Langzeitleistungsbezi
ehenden (K3E2) 
Quotient aus der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden  in einer Maßnahme der aktiven 
Arbeitsförderung im Berichtsmon at (Zähler) und der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden  
gesamt im Berichtsmonat (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wi rd die 
Aktivierungsquote der Langzeitleistungsbeziehenden  jeweils als Jahresdurchschnittswert 
abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein -Westfalen getroffenen 
Zielvereinbarung). 
Alo = Arbeitslose 
Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige 
zumutbare Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen 
und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben. 
Arbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl 
der zivilen Erwerbspersonen zum Stichtag (Nenner). Die Zahl der zivilen Erwerbspersonen 
setzt sich zusammen aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie den Selbstständigen 
und den mithelfenden Familienangehörigen.  
Asu = Arbeitsuchende 
Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen. Der 
Begriff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich auch die nicht 
arbeitslosen Arbeitsuchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftigung such en, auch 
wenn sie bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich in 
einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden. 
BG = Bedarfsgemeinschaft 
Personen, die in einem Haushalt und in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft 
miteinander leben und wirtschaften. Hierzu gehören die engsten Familienangehörigen 
(Ehegatten/ Partner und Kinder unter 25 Jahre), nicht aber Großeltern/ Verschwägerte.  
BM = Berichtsmonat 
Monat, über den sich die jeweilige Berichterstattung erstreckt. Er beginnt am Tag nach dem 
statistischen Stichtag des vorangegangenen Berichtsmonats und endet mit dem nächsten 
statistischen Stichtag (jeweils ca. Mitte eines Monats). 
eLb = erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, 
die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. 
gE = gemeinsame Einrichtung 
Gemeinsame Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der kreisfreien Städte sowie 
Kreise zur einheitlichen Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Gebiet des 
kommunalen Trägers.  
Integration Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, voll qualifizierenden beruflichen 
Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit eines erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. 
Integrationsquote  
(K2) 
Quotient aus der Summe der Integrationen im Berichtsmonat und den vorangegangenen elf 
Monaten (Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner). In der 
Basisinformation des Jobcenters wird die Integrationsquote als Jahresfortschrittswert 
abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen

Zielvereinbarung). 
JDW = Jahresdurchschnittswert  
Durchschnitt von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. 
JFW = Jahresfortschrittswert  
Kumulierte Summe von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. 
Jugendarbeitslosenq
uote 
Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen unter 25 Jahren zum Stichtag (Zähler) 
und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen unter 25 Jahren zum Stichtag (Nenner). In der 
Basisinformation des Jobcenters wird die Jugendarbeitslosenquote jeweils als 
Jahresdurchschnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen 
getroffenen Zielvereinbarung). 
Leistungsberechtigte Personen, die im Leistungsbezug nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch Grundsicherung 
für Arbeitsuchende (SGB II) stehen. 
LfU = Leistungen für Unterkunft und Heizung 
Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Bedarfe, die die Unterkunft betreffen (z. B. Kaltmiete, 
Neben- und Heizkosten).  
LLU = Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes 
Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Regelbedarfe (z. B. Ernährung, Kleidung, 
Haushaltsenergie) und Mehrbedarfe (z. B. Alleinerziehung, Schwangerschaft und Geburt).  
LZA = Langzeitarbeitslose 
Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind. 
LZB = Langzeitleistungsbeziehende 
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 
Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichterwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 
15. Lebensjahres) mit einzubeziehen, werden Langzeitleistungsbeziehende ab Vollendung 
des 17. Lebensjahres ausgewiesen.  
Nachhaltigkeit Eine Integration gilt als nachhaltig, wenn die Person zwölf Monate nach Aufnahme des 
Beschäftigungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. 
Nachhaltigkeitsquote 
(K2E3) 
Quotient aus der Summe der nachhaltigen Integrationen in den vergangenen zwölf Monaten 
(Zähler) und der Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in 
den vergangenen zwölf Monaten (Nenner). 
nEf = nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte 
Personen, die mit einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in einer Bedarfsgemeinschaft 
leben, selbst aber noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren), oder aufgrund 
ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit oder evtl. rechtlicher Einschränkungen nicht in der 
Lage sind, mindestens drei Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen 
Arbeitsmarktes zu arbeiten. 
Sanktionen Prozentuale Absenkung des Regelbedarfes bei Pflichtverletzungen durch den erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten. Im Falle wiederholter Pflichtverletzungen können Sanktionen von bis 
zu 100% des Arbeitslosengeldes II (Regelbedarf und Kosten der Unterkunft) verhängt werden. 
Sanktionsquote Quotient aus der Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einer 
gültigen Sanktion zum Stichtag (Zähler) und allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten  zum 
Stichtag (Nenner).  
Veränderungsrate des 
Bestands der 
Langzeitleistungsbezi
Quotient aus der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat (Zähler) und der 
Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat des Vorjahres (Nenner). In der 
Basisinformation des Jobcenters wird die Veränderungsrate jeweils als

ehenden (K3) Jahresdurchschnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen 
getroffenen Zielvereinbarung). 
zkT = zugelassener kommunaler Träger  
Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur alleinigen Wahrnehmung 
(Optionskommune) – z. B. Jobcenter Münster

Anlage 2 zur Basisinformation des Jobcenter Münster

3344 Zeichen

Anlage 2 zur Basisinformation des Jobcenter Münster 
Bericht Mittelabfluss Eingliederungstitel (EGT): Stand 13.05.2016  
 
 
 
Vermittlungsbudget 630.732,39 6,09% 164.338,13 1,59% 45.019,87 0,43% 421.374 ,39 4,07% 
Reisekosten für Meldepflichten 700,00 0,01% 154,46 0,00% 0,00 0,00% 545,54 0,01% 
Aktivierung und berufliche Eingliederung 2.808.396,68 27,12% 1.065.658,68 10,29% 764.243,55 7,38% 978.494,45 9,45% 
Summe 3.439.829,07 33,22% 1.230.151,27 11,88% 809.263,42 7,82% 1.400.414,38 13,52% 
Förderung berufl.  Weiterbildung (FbW) 2.046.971,06 19,77% 1.168.406,78 11,28% 9.765,85 0,09% 86 8.798,43 8,39% 
Summe 2.046.971,06 19,77% 1.168.406,78 11,28% 9.765,85 0,09% 86 8.798,43 8,39% 
Eingliederungszuschüsse (EGZ) 223.820,41 2,16% 147.914,43 1,43% 37.283,93 0,36% 38.622, 05 0,37% 
Eingliederungszuschuss für AN ab 50 Jahre 37.556,65 0,36% 7.556,65 0,07% 0,00 0,00% 30.000,00 0,29% 
unbefristeter Beschäftigungszuschuss (BEZ) (bis 31.03.2012) 723.700,00 6,99% 440.370,63 4,25% 244.717,06 2,36% 38.612 ,31 0,37% 
Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV( (ab 01.04. 2012) 681.017,45 6,58% 471.378,19 4,55% 12.589,93 0,12% 197.049 ,33 1,90% 
Einstiegsgeld 38.793,90 0,37% 8.294,78 0,08% 0,00 0,00% 30.499,12 0,29% 
Begleitende Hilfen für Selbstständige 10.000,00 0,10% 0,00 0,00% 0,00 0,00% 10.000,00 0,10% 
Summe 1.714.888,41 16,56% 1.075.514,68 10,39% 294.590,92 2,85% 344.782,81 3,33% 
Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen 373.544,03 3,61% 137.260,47 1,33% 180.329,78 1,74% 55.953 ,78 0,54% 
Einstiegsqualifizierung (EQ) 33.864,40 0,33% 21.068,80 0,20% 2.653,90 0,03% 10.141,70 0 ,10% 
ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) 122.544,00 1,18% 43.362,00 0,42% 62.667,00 0,61% 16.515,0 0 0,16% 
Summe 529.952,43 5,12% 201.691,27 1,95% 245.650,68 2,37% 82.610 ,48 0,80% 
Ausbildungszuschuss 43.863,68 0,42% 23.863,68 0,23% 0,00 0,00% 20.000,00 0,19%
Probebeschäftigung behinderter Menschen 0,00 0,00% 0,00 0,00% 0,00 0,00% 0,00 0,00% 
Probebeschäftigung schwerbehinderter Menschen 90.107,02 0,87% 21.833,46 0,21% 4.425,49 0,04% 63.848,07 0 ,62% 
Eingliederungszuschüsse f. Behinderte [222] 37.528,82 0,36% 18.504,75 0,18% 3.604,07 0,03% 15.420,00 0 ,15% 
Eingliederungszuschüsse f. Schwerbehinderte [223] 887.821,53 8,57% 752.197,58 7,26% 43.441,61 0,42% 92.182, 34 0,89% 
besondere Maßnahmen zur Weiterbildung Reha 202.260,68 1,95% 121.721,04 1,18% 2.874,94 0,03% 77.664,7 0 0,75% 
Summe 1.261.581,73 12,18% 938.120,51 9,06% 54.346,11 0,52% 269. 115,11 2,60% 
Arbeitsgelegenheit  Mehraufwand 872.263,54 8,42% 253.595,58 2,45% 617.895,27 5,97% 772,69 0,01% 
Summe 872.263,54 8,42% 253.595,58 2,45% 617.895,27 5,97% 772,69 0,01% 
Freie Förderung (§ 16f SGB II) 390.351,76 3,77% 54.471,80 0,53% 275.410,65 2,66% 60.469, 31 0,58% 
Summe 390.351,76 3,77% 54.471,80 0,53% 275.410,65 2,66% 60.469, 31 0,58% 
Sonstiges 98.830,00 0,95% 0,00 0,00% 98.829,22 0,95% 0,78 0,00% 
Summe 98.830,00 0,95% 0,00 0,00% 98.829,22 0,95% 0,78 0,00% 
Gesamtsumme 10.354.668,00 € 100,00% 4.921.951,89 € 47,5 3% 2.405.752,12 € 23,23% 3.026.963,99 € 29,23% 
Freie Förderung 
Sonstiges 
Ausgaben 2016 Mittelbindungen 
2016 
Beratung und Unterstützung der Arbeitsuche 
Qualifizierung 
Beschäftigung begleitende Leistungen 
Maßnahmen für Jüngere 
Budget % % % Verfügbares 
Budget %
Leistungen für Menschen mit Behinderung 
Beschäftigung schaffende Leistungen

Berichtsvorlage

14804 Zeichen

V/0491/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Jobcenter 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Basisinformationen Jobcenter Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
15.06.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und 
Arbeitsförderung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
1.) Strukturdaten und Kennzahlen 
 
Vorbemerkung:  
 
Die Bundesagentur für Arbeit hat das Zähl - und Gültigkeitskonzept von Perso nen und Bedarf s-
gemeinschaften in der Grundsicherungsstatistik SGB II ab April 2016 angepasst. Diese Anpa s-
sung zielt insbesondere auf eine bessere Darstellung einzelner Personengruppen in Randbere i-
chen ab1. Durch das angepasste Statistikkonzept wird die vol lständige Abbildung aller Personen-
gruppen im SGB II gewährleistet, um auch der weiter gefassten sozialstatistischen Sichtweise 
des SGB II Rechnung zu tragen: 
 
erwerbsfähige 
Leistungsberechtigte 
(ELB)
nicht erwerbsfähige 
Leistungsberechtigte 
(NEF)
erwerbsfähige 
sonstige 
Leistungsberechtigte 
(ESLB)
nicht erwerbsfähige 
sonstige 
Leistungsberechtigte 
(NESLB)
Personen in Bedarfsgemeinschaften 
(PERS)
Regelleistungsberechtigte 
(RLB)
Sonstige Leistungsberechtigte 
(SLB)
Leistungsberechtigte 
(LB)
Vom  
Leistungsanspruch 
ausgeschlossene 
Personen 
(AUS)
Kinder ohne 
Leistungsanspruch
(KOL)
Nicht Leistungsberechtigte 
(NLB)
 
 
                                                
1 Der Vergleich der revidierten Daten im Vergleich zu den bisher von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Daten zeigt gering-
fügige quantitative Verschiebungen. Im Gesamtbestand an Personen in Bedarfsgemeinschaften ist ein Zuwachs zu verzeichnen, da 
dieser nun auch die nicht Leistungsberechtigten umfasst. Aus dem Bestand der Regelleistungsberechtigten (erwerbsfähige und nicht 
erwerbsfähige Leistungsberechtigte) sind Personen u. a. in den Bestand der sonstigen Leistungsberechtigten abgewandert. 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0491/2016 
Auskunft erteilt: 
Frau Nilles 
Ruf: 
492-9002 
E-Mail: 
Nilles@stadt-muenster.de 
Datum: 
01.06.2016 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0491/2016 
 
Die nach dem bisherigen Konzept veröffentlichten Daten wurden für die Vergangenheit revidiert,  
daher weichen die in dieser Basisinformation ausgewiesenen angepassten Vormonats- bzw. Vor-
jahreswerte geringfügig von früheren Berichterstattungen ab2.  
 
Im aktuellen Berichtsmonat Januar 2016 sind 21.850 Personen in Bedarfsgemeinschaften zu 
verzeichnen ( vgl. Abbildung 1). Der Bestand der Personen im Regelleistungsbezug setzt sich 
zusammen aus 6.096 nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und 14.564 erwerbsfähigen 
Leistungsberechtigten. Im Gegensatz zu den nicht erwerbsfähigen hat sich die Anzahl der e r-
werbsfähigen Leistungsberechtigten im Vergleich zum Vormonat 0,5 % bzw. um 75 Personen 
geringfügig erhöht. Dieser reguläre Anstieg im Januar zeigt sich deutlich geringer als in den Vo r-
jahren, zum Berichtsmonat Januar 2015 betrug der Zuwachs 1,2 % bzw. 176 Personen.  
 
Strukturdaten Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
Januar 16 Dezember 15 Abweichung Januar 15 Abweichung Durchschnitt
Personen in Bedarfsgemeinschaften 21.850             21.817             0,2% 21.799             0,2% 21.936          
männlich 10.997             10.982             0,1% 10.917             0,7% 11.000          
weiblich 10.853             10.835             0,2% 10.882             -0,3% 10.936          
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) 14.564             14.489             0,5% 14.510             0,4% 14.589          
männlich 7.310               7.245               0,9% 7.191               1,7% 7.242            
weiblich 7.254               7.244               0,1% 7.319               -0,9% 7.348            
Nichterwerbsfähige Leistungberechtigte (NEF) 6.096               6.138               -0,7% 6.110               -0,2% 6.181            
männlich 3.064               3.106               -1,4% 3.101               -1,2% 3.132            
weiblich 3.032               3.032               0,0% 3.009               0,8% 3.049            
Erwerbstätige Leistungsbeziehende* 4.467               4.540               -1,6% 4.564               -2,1% 4.540            
abhängig erwerbstätig 4.176               4.238               -1,5% 4.241               -1,5% 4.227            
mit Einkommen bis zu 450 € 2.160               2.150               0,5% 2.253               -4,1% 2.196            
mit Einkommen über 450 € bis 850 € 819                  850                  -3,6% 836                  -2,0% 842              
mit Einkommen über 850 € bis 1200 € 605                  627                  -3,5% 591                  2,4% 607              
mit Einkommen über 1200 € 592                  611                  -3,1% 561                  5,5% 582              
selbständig erwerbstätig 341                  350                  -2,6% 381                  -10,5% 365              
* Berichtsmonat Dezember 2015
 
Abbildung 1: Strukturdaten 
 
Die Ausgabensummen für Leistungen zum Lebensunterhalt und für Unterkunft und Heizung sind 
im Vergleich zum Vormonat weitgehend konform gestiegen (vgl. Abbildung 2). Hinsichtlich der 
Quote zur Nachhaltigkeit der Integrationen zeigt sich erneut eine Steigerung, sie liegt im B e-
richtsmonat Oktober 2015 bei 67,1 %.  
 
                                                
2 Der Vergleich der revidierten Daten im Vergleich zu den bisher von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Daten zeigt gering-
fügige quantitative Verschiebungen. Im Gesamtbestand an Personen in Bedarfsgemeinschaften ist ein Zuwachs zu verzeichnen, da 
dieser nun auch die nicht Leistungsberechtigten umfasst. Aus dem Bestand der Regelleistungsberechtigten (erwerbsfähige und nicht 
erwerbsfähige Leistungsberechtigte) sind Personen u. a. in den Bestand der sonstigen Leistungsberechtigten abgewandert.

3 
V/0491/2016 
 
Kennzahlen und Ergänzungsgrößen Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
Januar 16 Dezember 15 Abweichung Januar 15 Abweichung Durchschnitt
 K1 - Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt 
 (Monatswert) 4.123.724         4.042.044         2,0% 4.047.533         1,9% 3.934.445     
 Jahresfortschritt der Leistungen zum Lebensunterhalt
 (kumulierte Werte Januar bis Januar) 4.123.724         48.627.015       4.047.533         1,9%
 K1E1 - Summe der Leistungen für Unterkunft und Heizung
 (Monatswert) 4.570.156         4.508.182         1,4% 4.530.481         0,9% 4.475.769     
 Jahresfortschritt der Leistungen für Unterkunft und Heizung
 (kumulierte Werte Januar bis Januar) 4.570.156         54.561.973       4.530.481         0,9%
 K1E2 - Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
 (Monatswert) 14.564             14.489             0,5% 14.510             0,4% 14.447          
 K2E3 - Nachhaltigkeit der Integrationen* 
 (Durchschnittswert der vergangenen zwölf Monate) 67,1                 66,9                 0,3% 62,4                 7,5% 61,6             
 * Berichtsmonat Oktober 2015 
 
Abbildung 2: Kennzahlen und Ergänzungsgrößen 
 
Die Arbeitslosenquote der Stadt Münster liegt im Ber ichtsmonat April 2016 wie zuvor bei 5,8 %, 
auch der Anteil des Rechtskreises SGB II an dieser Quote zeigt sich unverändert (vgl. Abbildung 
3). Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Bestand der vom Jobcenter Münster betreuten A r-
beitslosen um 0,4 % bzw. 25 Personen reduziert.   
Arbeitslose Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat VorjahrBerichtsmonat: Jul. 15
April 16 März 16 Abweichung April 15 Abweichung Durchschnitt
 Arbeitslosenquote Münster (in %) 5,8             5,8                   0,0% 5,8                   0,0% 5,8               
 Anteil SGB II an Arbeitslosenquote (in %) 69,0              69,0              0,0% 69,0                 0,0% 68,6             
 Bestand Arbeitslose SGB II 6.476               6.501               -0,4% 6.387               1,4% 6.368            
 männlich 3.723               3.727               -0,1% 3.572               4,2% 3.574            
 weiblich  2.753               2.774               -0,8% 2.815               -2,2% 2.793            
    15 bis unter 25 Jahre 508                  500                  1,6% 493                  3,0% 500              
    50 Jahre und älter 1.998               2.013               -0,7% 1.929               3,6% 1.915            
    Schwerbehinderte 407                  408                  -0,2% 393                  3,6% 388              
    Ausländer 1.669               1.701               -1,9% 1.511               10,5% 1.529            
    Langzeitarbeitslose 3.598               3.579               0,5% 3.535               1,8% 3.515            
 
Abbildung 3: Arbeitslose 
 
Im Berichtsmonat Januar 2016  sind insgesamt 486 Sanktionen wirksam (vgl. Abbildung 4). Dies 
sind 26 Sanktionen weniger als im Vormonat, die Sanktionsquote ist auf 2,6 % gesunken.  Der 
durchschnittliche Kürzungsbetrag zeigt sich konstant. 
 
Sanktionen Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
Januar 16 Dezember 15 Abweichung Januar 15 Abweichung Durchschnitt
 Anzahl der wirksamen Sanktionen 486                    512                        -5,1% 510                        -4,7% 479                   
 Sanktionsquote 
 Münster 2,6                     2,8                         -5,3% 2,8                         -6,3% 2,5                    
 Nordrhein-Westfalen 2,7                     2,9                         -5,0% 2,7                         1,2% 2,8                    
 Deutschland 3,1                     3,2                         -3,1% 3,0                         6,3% 3,0                    
 Durchschnittliche Höhe der Kürzung 
 Münster 91,70 €               91,50 €                   0,2% 89,24 €                   2,8% 91,44 €               
 Nordrhein-Westfalen 104,18 €             102,62 €                 1,5% 102,79 €                 1,4% 102,99 €            
 Deutschland 108,84 €             107,60 €                 1,2% 107,01 €                 1,7% 107,55 €            
 
Abbildung 4: Sanktionen

4 
V/0491/2016 
 
2.) Zielerreichung 
 
a) Integrationen 
 
Für das Jahr 2016 erfolgte die Zielplanung mit dem Ministerium für Arbeit, Integration und Sozi a-
les NRW (MAIS NRW) erstmalig im Wesentlichen auf Grundlage der absoluten Zahl der Integr a-
tionen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Zahl der in Deutschland Zuflucht suchenden 
Personen und deren Einmündung in den Leistungsbezug nach dem SGB II erheblichen Einfluss  
auf die bisher verwendete Kennzahl (die Integrationsquote) hat. Deren Zahl kann jedoch nur 
schwer prognostiziert werden, so dass diese Kennzahl nur noch ergänzend herangezogen wird.  
 
Als Ziel wurde eine Steigerung der Anzahl der Integrationen um 2,0 % ge genüber dem Vorjahr 
vereinbart. In absoluten Zahlen beträgt der unterjährige Sollwert für den Monat Januar 209 Inte g-
rationen (vgl. Abbildung 5). Dieser Wert wird unterschritten, es sind 170 Integrationen zu ve r-
zeichnen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass das Defizit von 39 Integrationen im 
weiteren Jahresverlauf ausgeglichen werden kann.  
 
 
 
Abbildung 5: K2 – Absolute Anzahl von Integrationen 
 
 
Ergänzend wurde mit dem MAIS NRW zudem eine Vereinbarung zur Integrationsquote getroffen: 
Diese soll gegenüber dem Vorjahr nicht um mehr als 2,8 % sinken. Die Vereinbarung der negat i-
ven Veränderungsrate ist Folge der großen Zahl der in Deutschland Zuflucht suchenden Pers o-
nen und des damit verbundenen voraussichtlichen Anstie gs der erwerbsfähigen Leistungsb e-
rechtigten. 
 
Für den Monat Januar liegt der Sollwert bei 1,6 %, die Integrationsquote bei 1,4 % (vgl. Abbi l-
dung 6). Das unterjährige Ziel wird insofern nicht erreicht. In Anbetracht des noch ausstehenden 
Zeitraums ist eine Zielerreichung am Jahresende dennoch möglich.

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V/0491/2016 
 
 
Abbildung 6: K2 – Integrationsquote 
 
b) Langzeitleistungsbeziehende 
 
Der durchschnittliche Bestand der Langzeitleistungsbeziehenden soll gegenüber dem Vorjahr 
nicht um mehr als 0,5 %  steigen. Der Sollwert für den Monat Januar in Höhe von maximal 9.140 
Langezeitleistungsbeziehenden wird um 85 Personen unterschritten, das unterjährige Ziel wird 
somit erreicht (vgl. Abbildung 7).  
 
 
Abbildung 7: K3 - Bestand Langzeitleistungsbeziehende

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V/0491/2016 
 
Zusätzlich wurde mit dem MAIS NRW ein Ziel zur Integrationsquote der Langzeitleistungsbezi e-
henden vereinbart, diese soll gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % gesteigert werden. Der unterjä h-
rige Sollwert für den Monat Januar beträgt 1, 3 % und wird um 0,3 Prozentpunkte verfehlt (vgl. 
Abbildung 8).  
 
Auch hinsichtlich dieses Ziels liegt das Ergebnis zu Jahresbeginn, wie bereits bei den Integrati o-
nen der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ersichtlich, unterhalb des Planwertes und muss im 
weiteren Jahresverlauf aufgeholt werden.  
 
 
Abbildung 8: K3E1 - Integrationsquote Langzeitleistungsbeziehende 
 
c) Jugendliche 
 
Die Vermittlung in Ausbildung bildet auch im Jahr 2016 einen wesentlichen Schwerpunkt. Insb e-
sondere vo r dem Hintergrund der Zuwanderung von jungen Menschen wurde ein sehr a n-
spruchsvolles lokales Ziel vereinbart, um diesen Schwerpunktcharakter zu unterstreichen: die 
durchschnittliche Jugendarbeitslosenquote für Münster (Rechtskreis SGB II) soll gehalten we r-
den.  
 
Im Monat April wird der unterjährige Sollwert um 0,2 Prozentpunkte überschritten, die Quote liegt 
bei 2,7 % (vgl. Abbildung 9). Die vereinbarte Stagnation konnte somit noch nicht erreicht werden. 
Insgesamt liegt die Jugendarbeitslosigkeit im Bereich  des Jobcenter Münster seit Jahren auf e i-
nem konstant niedrigen Niveau und liegt trotz der zuletzt festzustellenden Steigerung noch immer 
deutlich unter dem Landesdurchschnitt (NRW: Jahresdurchschnittswert im Monat März 2016 von 
4,3 %).

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V/0491/2016 
 
 
Abbildung 9: Jugendarbeitslosenquote SGB II 
 
 
d) Leistungsbeziehende mit Behinderung 
 
Ein besonderes Anliegen der Stadt Münster ist der Arbeitsmarktzugang für behinderte Menschen. 
Dieser lässt sich oftmals nur durch weitreichende Unterstützung und besondere Förderung reali-
sieren. Als zusätzliches lokales Ziel wurde eine Steigerung der Integrationsquote der arbeitss u-
chenden Schwerbehinderten um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr vereinbart.  
 
Der unterjährige Zielwert für den Monat Januar liegt bei einer Qu ote von 2,1 %, dieser Planwert 
wird um 0,7 Prozentpunkte verfehlt (vgl. Abbildung 10). Die Schaffung leistungsgerechter Stellen 
für Menschen mit Behinderung wird weiterhin forciert, um das vereinbarte Ziel am Jahresende zu 
erreichen.

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V/0491/2016 
 
 
Abbildung 10: Integrationsquote der arbeitssuchenden Schwerbehinderten 
 
 
In Vertretung 
 
 
 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage 1 - Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik 
Anlage 2 - Bericht Mittelabfluss Eingliederungstitel (EGT – Stand: 13.05.2016)

Beratungsverlauf (1)

15.06.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung
TOP 17.3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
V/0491/2016
Typ
Vorlagen
Datum
01.06.2016
Erstellt
06.10.2020 14:37