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4466/2020

Jahresbericht 2018 der Naturschutzwartin Frau Heeren für den Bezirk 9 Mülheim – West

Mitteilung BV 20.01.2020

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 16.03.2020, TOP 10.2.5

Anlage: Jahresbericht 2018 Mülheim West

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Anlage: Jahresbericht 2018 Mülheim West

3272 Zeichen

Jahresbericht 2018 
 
Flittarder Rheinaue : 
 
-Im Januar kam es durch starken Sturm, besonders im mittleren Teil der Rheinaue zu 
Baumschäden. 
Die abgebrochenen Äste konnten z.T. liegen bleiben, da sie nich auf Wegen lagen.  Besucher 
wurden auf herabfallende Äste hingewiesen. 
-Das Hochwasser ging im Februar zurück. Es blieb wieder viel Müll zurück. Besonders der 
Uferbereich in Stammheim und das Ufer am Bayernwerk waren stark betroffen. 
-Ein Teil der Rheinaue wurde im Frühjahr durch die Aktion Rheinuferreinigung gesäubert. 
-Im Bereich Flittard wurden Reste eines Lagers geräumt. Das Lager wurde  sichtbar, da die 
Bäume kein Laub trugen. 
-Ein wenig Entspannung gibt es bei Besuchern der Rheinaue mit Hunden. Im vergangenen 
Jahr konnten kaum mehr 
Hundegruppen (z.T. Hundeschulen) von auswärts angetroffen werden. 
-Nahe des Bayerwerk brütet seit vielen Jahren eine Reiherkolonie. In 2018 waren 5 Nester 
belegt.  
-Es gab mehrere Fuchssichtungen. Der Fuchsbestand scheint sich im Laufe der letzten Jahre 
zu vergrößern. 
-Durch die starke Trockenheit im Sommer und die hohen Temperaturen im Sommer wurde 
die Rheinaue 
stark belastet. Besucher wurden immer wieder darauf hingewiesen, nicht zu grillen und kein 
Feuer zu machen. 
Leider wurden immer wieder Grillstellen und zum Teil noch schwelende Feuerstellen 
entdeckt, die gelöscht werden mussten. Zu Schäden durch größere Brände ist es zum Glück 
nicht gekommen.  
Das Rheinufer war durch den Rheinniedrigstand stark bewachsen. es handelte sich großen 
Teils um Knöterichgewächse. 
Die Obstbäume waren in mangelhaften Zustand. Besonders die jüngeren Bäume litten und der 
Trockenheit. 
 
 
Grüner Kuhweg: 
 
-In dem Naturschutzgebiet, ehem. „Zigeunerparkplatz" kam es zu keiner Gewässerbildung 
durch fehlende Niederschläge. Somit gab es auch keine Vorkommen von Kröten in diesem 
Jahr. Der dort übliche Pflanzenbewuchs 
war ausgetrocknet. 
-Das Entsorgen von Müll war auch in diesem Jahr Thema. Besonders die Böschung an den 
Bahngleisen wird immer wieder zur Müllentsorgung genutzt. 
-Anfragen aus der Bevölkerung gibt es  bzgl. des Aussichtshäuschens am grünen Kuhweg. 
Das Häuschen müsste instand gesetzt werden und die Aussicht auf den dahinterliegende See 
freigeschnitten werden.  
Hier wäre auch ein guter Platz für eine Informationstafel über Das Naturschutzgebiet Grüner 
Kuhweg. 
 
Hornpott: 
 
-Durch Sturmschäden sind Bäume umgestürzt, die z.T. auf dem Rundweg lagen.

-Die Aussichtspunkte, z.T. mit Bänken ,sind in schlechtem Zustand. Zäune und 
Abgrenzungen sind  
marode. Die Informationstafeln müssten gereinigt werden. 
 
Mülheimer Rheinufer: 
 
-Ein weiterer Teil des Mülheimer Rheinufer wurde gerodet. Der über Jahrzehnte stark 
bewachsene Teil des Rheinbogens ist eine vielfältige Flora mit zum Teil sehr großen Bäumen 
und vielseitigem Buschwerk gewesen. 
Für viele Tiere war dieser Bereich ein Lebensraum. Besonders geschützt durch die Hanglage 
und somit nicht zugänglich für Menschen und Hunde. Besonders im Frühjahr brüteten hier 
viele Vögel. Die Mönchgrasmücke 
hatte hier ihr Brutgebiet. Durch die Rodung waren aber auch viele Anwohner betroffen. Das 
Landschaftsbild hat 
sich stark verändert. Beklagt wurde auch immer wieder die mangelnde Information durch die 
Stadt Köln.

Mitteilung BV

3787 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 4466/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 17.02.2020 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 16.03.2020 
 
Jahresbericht 2018 der Naturschutzwartin Frau Heeren für den Bezirk 9 Mülheim – West 
Stellungnahme der Verwaltung: 
 
NSG Flittarder Rheinaue 
 
Zu den schwelenden Feuerstellen 
 
Es gab auch im Jahr 2018 vermehrt Kontrollen des Ordnungsamtes im Gebiet. Die Untere Natur-
schutzbehörde wird das Ordnungsamt weiterhin um erhöhte Kontrollen in den Sommermonaten bit-
ten.  
 
Zu dem stark bewachsenen Ufer mit Knöterich 
In der Flittarder Rheinaue wurden seitens des Grünflächenamtes Bestände des Riesen-Bärenklau 
entfernt.  
Weitere Aktionen bezüglich Neophyten und ihre Bekämpfung in der Rheinaue werden derzeit mit dem 
Grünflächenamt diskutiert. Dazu gab es einen Ortstermin und die Absprache, dass Anfang 2020 be-
gonnen wird die Neophyten von Norden nach Süden zu bekämpfen. Derzeit werden Methoden erör-
tert und gegeneinander abgewogen. 
 
NSG „Am grünen Kuhweg“ 
 
Zu dem zugewachsenen Aussichtspunkt zum See 
Ein regelmäßiges Freischneiden wurde bereits mit dem Grünflächenamt besprochen.  
 
NSG „Am Hornpottweg“ 
 
Zu umgestürzten Bäumen 
Die beschriebenen Bäume sind auf die vorhandenen Trampelpfade gestürzt, nicht auf die offiziell 
ausgewiesenen Wege. Diese sind nicht verkehrssicherungspflichtig. Es gibt offizielle teils geschotter-
te Waldwege, die auch geräumt werden. Ansonsten wird das Gebiet nicht gesichert und umgestürzte 
Bäume nicht entfernt. 
 
Zu den beschmutzten Infotafeln  
Im Zuge des Beweidungskonzeptes mit Wasserbüffeln wurde der Rundweg des Gebietes um die 
Grube begangen. Die Reinigung ist bei der KGAB angefragt.  
 
Stammheimer Ufer 
 
Zu den Rodungen am Stammheimer Ufer

2 
 
Der Rückschnitt der Gehölze an der Böschung des Stammheimer Ufers wurde vom Amt für Brücken, 
Tunnel und Stadtbahnbau der Stadt Köln durchgeführt. Dabei wurde die gepflasterte Uferböschung 
von Bäumen und Sträuchern befreit.  
Derartige Arbeiten sind zur Sicherung der Bauwerke und zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicher-
heit erforderlich und sollen grundsätzlich in nicht zu großen Zeitintervallen durchgeführt werden. Im 
hier betroffenen Bereich war es leider zu Pflegerückständen gekommen, weshalb auch ältere Gehöl-
ze entnommen werden mussten.  
Im Laufe der letzten Jahre und auch Jahrzehnte sind auf der Böschung des Stammheimer Ufers zwi-
schen der Kahnstraße und der ehemaligen Verladeanlage an der Raumannskaul Gehölze aufge-
kommen, die nicht durch Pflege entfernt wurden. Das Wurzelwerk dieser Gehölze hat die Basaltsteine 
teilweise aufgebrochen und beschädigt. Durch die wiederkehrenden Hochwässer und die Größe der 
Gehölze (Hebelwirkung durch Stammlänge) nehmen die Schäden an der Basaltbefestigung zu. Er-
schwerend kommt hinzu, dass Kontrollen der Böschung durch den starken Bewuchs nicht möglich 
sind.  
Aufgrund des Pflegeversäumnisses musste eine Befreiung von den Verbotsbestimmungen des Land-
schaftsplans beantragt werden. Diese wurde mit Zustimmung des Beirates in seiner Sitzung am 
24.04.2017 das Vorhaben zur Entfernung der Vegetation auf der Böschung im September 2017 ge-
nehmigt. 
In der Befreiungs- und Eingriffsgenehmigung wurde festgelegt, dass sämtliche Gehölze abschnitts-
weise über drei Jahre entfernt werden. Die Rodungsarbeiten erfolgen in drei Abschnitten jeweils in 
der Vegetationsruhe zwischen dem 01. Oktober und dem darauffolgenden Monatsletzten des Febru-
ars. Danach wird durch eine einschürige Mahd der erneute Gehölzaufwuchs verhindert.  
Das Amt für Brücken und Stadtbahnbau hat vor Beginn der Arbeiten der jeweiligen Abschnitte eine 
Pressemitteilung herausgegeben.

Beratungsverlauf (2)

17.02.2020 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.03.2020 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.5 Kenntnisnahme (Mitteilung)

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4466/2020
Typ
Mitteilung BV
Datum
20.01.2020
Erstellt
06.01.2020 10:28