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V/0153/2005

Abfallbilanz 2004

Vorlage 21.02.2005

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Nächste Beratung: Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe, Sitzung am 03.03.2005, TOP 6

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20476 Zeichen

1 Abfallbilanz 2004 
 
 
         
         
         
         
1.  Zusammenfassung....................................................3  
 
2.  Gesamtaufkommen an Siedlungs- 
 abfällen und Wertstoffen   .......................................4 
2.1  Siedlungsabfälle..................................................................4 
2.2 Wertstoffe..............................................................................5 
2.3  Recyclinghöfe.......................................................................6 
2.4 Problemabfälle.....................................................................7 
2.5 Sperrgut..................................................................................7 
 
3.  Restabfallbehandlung, Verwertung  
 und Deponierung.......................................................8 
3.1  Restabfallvorbehandlung................................................8 
3.2 Wertstoffsortierung..........................................................9 
3.3 Verwertung organischer Abfälle................................10 
3.4. Deponierung........................................................................11 
 
4. Abfallwirtschaftliche En twicklung........................12 
4.1 Siedlungsabfälle.................................................................12 
4.2 Wertstoffe............................................................................
14 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Inhaltsverzeichnis

2 Abfallbilanz 2004 
 
 
 
         
         
         
         
Abb. 1:  Gesamtabfallaufkommen 2004  
 in t nach Abfallart................................................................4 
Abb. 2:  Gesamtabfallaufkommen 2004  
 in kg pro Einwohner...........................................................4 
Abb. 3:  Anteile behandelter, verwerteter und  
 deponierter Abfälle in %...................................................5 
Abb. 4:  Verwertete Abfallarten in kg  
 pro Einwohner und Jahr....................................................5 
Abb. 5:  Erfasste Menge Wertstoffe in t in den  
 Jahren 2003 und 2004.......................................................5 
Abb. 6:  Zusammensetzung der  
 verwerteten Sieldungsabfälle in %..............................6 
Abb. 7:  Erfasste Mengen Recyclinghöfe  
 2004 in t..................................................................................7 
Abb. 8:.  Erfasste und entsorgte Mengen  
 Problemabfälle 2004 in t..................................................7 
Abb. 9: Fraktionen Sperrgut 2004 in %......................................7 
Abb. 10:  Hauptfraktionen  
 Input MBRA 2004 in %......................................................8 
Abb. 11: Wertstoff-Output MBRA 2004 in %............................8 
Abb. 12:  Hauptfraktionen Input  
 Wertstoffsortieranlage 2004 in %...............................9 
Abb. 13:  Output  
 Wertstoffsortieranlage 2004 in %...............................9 
Abb. 14:  Input  
 Grünabfallkompostierungsanlage 2004 in %.......10 
Abb. 15:  Output 
 Grünabfallkompostierungsanlage 2004 ...............10 
Abb. 16:  Absatzbereiche Grünkompost 2004 in %.................11 
Abb. 17:  Output Biovergärung sanlage 2004 in %..................11 
Abb. 18: 2004 deponierte Siedlungsabfälle  
 in kg je Einwohner .............................................................11 
Abb. 19:  Entwicklung deponierter  
 Siedlungsabfälle 1990 -2 004 in t................................12 
Abb. 20:  Entwicklung der erfassten  
 Wertstoffengen 1990-2004 in t...................................12 
Abb. 21:  Verwertete Mengen Bio- und  
 Grünabfälle 1990 - 2004 in  t.........................................13 
Abb. 22:  Altglassammelmengen 1990 - 2004 in t.................13 
Abb. 23:  Sammelmengen Papier, Pappe,  
 Kartonagen 1990-2004 in t...........................................13  
Abb. 24:  Sammelmengen  
 Verpackungswertstoffe 1990  - 2004 in t.................14 
Abb. 25:  Altholzmengen 1990 - 2004 in t..................................14 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildungsverzeichnis

3 Abfallbilanz 2004 
 
 
         
         
         
         
 
Die Entwicklung der Abfallwirtschaft hat sich in den 
vergangenen Jahren vor allem durch Konstanz ausge-
zeichnet. Der Anteil der deponierten Abfälle und der 
Wertstoffe unterlag nur noch geringfügigen Schwan-
kungen.  
 
Im Bereich der häuslichen Abfälle hat der Anteil der 
deponierten Mengen in den letzten 10 Jahren stetig 
abgenommen. Diese Entwicklung verlangsamt sich seit 
einigen Jahren. Bei den Wertstoffen war ein geringfügi-
ger Rückgang zu verzeichnen 
 
Mit der Inbetriebnahme der mechanischen Stufe der 
mechanisch-biologischen Re stabfallbehandlungsanlage 
(MBRA) hat sich diese Situ ation deutlich verändert. 
Durch die Vorbehandlung des Restabfalls können die-
sem weitere Wertstoffe entnommen werden. Dadurch 
ist im Jahr 2004 - bei erstmalig ganzjährigem Betrieb 
der mechanischen Stufe der MBRA und 6-monatiger 
biologischer Behandlung des Outputs der mechani-
schen Stufe der MBRA Gescher - die Menge der verwer-
teten Materialien weiter gestiegen und auf der Deponie 
wurde entsprechend weniger Restabfall abgelagert. 
Diese Entwicklung wird sich mit der Inbetriebnahme der 
biologischen Stufe der MBRA Münster weiter fortsetzen. 
 
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Einwoh-
ner Münsters mit ihrer ausg eprägten Bereitschaft zur 
Abfalltrennung und die AWM  mit ihren ausdifferenzier-
ten abfallwirtschaftlichen Angeboten die Möglichkeiten 
der Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Verwertung 
nahezu ausgeschöpft haben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1. Zusammenfassung

4 Abfallbilanz 2004 
 
 
 
         
         
         
         
2.1 Siedlungsabfälle 
 
Das Gesamtaufkommen an Si edlungsabfällen, die im 
Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe 
Münster entsorgt bzw. verwertet wurden, betrug 2004  
insgesamt  
204.422 t Siedlungsabfälle.  
 
 
 
Der größte Anteil entfiel dabei auf den Haus- und 
Sperrmüll mit 131.930 t.  
 
Abb. 1: Gesamtabfallaufkommen 20o4 in % nach Abfallart  
 
 
 
Die Gewerbeabfallmenge betrug 20.936 t. Außerdem 
wurden 5.729 t Rückstände aus der Stadtreinigung und 
458 t Rückstände aus der Abwasserreinigung durch die 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster entsorgt oder ver-
wertet.  
 
Bezogen auf die Einwohner der Stadt Münster ergibt 
sich folgende Aufteilung des Abfallaufkommens: 
 
 
 
Abb. 2: Gesamtabfallaufkommen 2004 in kg pro Einwohner 
 
 
Das Aufkommen an Baurestabfällen spiegelt die ver-
wertete Boden- und Bauschuttmenge im Bereich der 
Zentraldeponie Münster II wider.  
 
 
 
 
 
 
 
 
2. Gesamtaufkommen an 
Siedlungsabfällen und Wertstoffen  
2. Gesamtaufkommen an
Siedlungsabfällen und Wertstoffen 
423
50
75
163
21
Hausmüll Sperrmüll 
Gewerbeabfall Baurestabfälle 
Rückstände Stadtreinigung 
57,9%
6,8%
10,3%
22,2%
2,8%
Hausmüll Sperrmüll 
Gewerbeabfall Baurestabfälle 
Rückstände Stadtreinigung

5 Abfallbilanz 2004 
 
 
         
         
         
         
2.2 Wertstoffe  
Insgesamt wurden im Jahr 2004 von den gesammelten 
Siedlungsabfällen 
161.111 t verwertet.  
 
Die Gesamtverwertungsquote betrug damit 78,8  % . 
66 % wurden direkt verwertet und 27 % über die MBRA . 
Abb. 3: Anteile behandelter,  verwerteter und deponierter Abfälle in % 
Beim Haus- und Gewerbemüll betrug die verwertete 
Menge 115.910 t (75,8 %). Be zogen auf die verschiedenen 
Wertstoffarten wurden pro Einwohner folgende Men-
gen verwertet: 
Abb. 4: Verwertete Abfallarten in kg pro Einwohner und Jahr 
Im Jahr 2004 wurden keine abfallwirtschaftlichen Maß-
nahmen im Bereich der Privathaushalte (Bio- und Pa-
piertonne, getrennte Sperrmüllabfuhr, Recyclinghof-
netz, DSD Sammlung) verändert oder neu eingeführt. 
Bei den erfassten Mengen ergeben sich jedoch einige 
Abweichungen.:    
x Die Altglasmenge verringerte sich, durch den erhöh-
ten Marktanteil der PET- Flaschen, um 8,9 %.  
x Die über das DSD erfasste Menge an Verpackungs-
abfällen stieg um 2,4 %.  
x Bei der Grünabfallerfassung ist ein Erhöhung von 
10,5 % zu verzeichnen. Die Steigerung ist durch die 
feuchte Witterung des Jahres 2004 zu begründen, 
da die Erhöhung bei alle n Erfassungssysteme fest-
stellbar ist.  
Abb. 5: Erfasste Menge Wertstoffe in t in den Jahren 2003 und 2004
 
 
27%
66%
7%
Behandlung MBRA Verwertung Deponierung
0 2 04 06 08 0 1 0 0
Kunststoffe
Metalle
Holz
Glas
Verpackung
Bioabfälle
Grünabfälle
Papier/Pappe
0 5000 10000 15000 20000 25000
DSD
Glas
Grünabfall
2004
2003

6 Abfallbilanz 2004 
 
 
 
         
         
         
         
 
Aufgrund der Umsetzung der 2003 in Kraft getretenen 
Altholzverordnung und der MBRA-Mengen stieg auch 
im Jahr 2004 die Altholzmenge um 28,9 %. Die verwer-
tete Menge behandeltem Altholz erhöhte sich ebenfalls 
um 18,0 %. 
 
Durch den erstmals ganzjährigen Betrieb der MBRA 
traten weitere Veränderungen im Wertstoffaufkommen 
auf: 
x 5.204 t Kunststoffabfälle wurden einer Verwertung 
zugeführt.  Das ist mehr als doppelt so viel wie im 
Vorjahr.  
x Die Altmetallmenge erhöhte sich nochmals um 23,9 
% durch die Mengensteigerung im Gesamtjahres-
betrieb.  
Abb. 6: Zusammensetzung der verwerteten Siedlungsabfälle in % 
2.3 Recyclinghöfe 
Die Recyclinghöfe in Münste r sind ein wichtiger Bau-
stein zur Erfassung von Wertstoffen. Insgesamt wurden 
im Jahr 2004 
 
17.120 t Wertstoffe an den Recyclinghöfen 
getrennt erfasst.   
Abb. 7: Erfasste Mengen Recyclinghöfe 2004 in t  
 
Die größten Wertstofffraktionen bilden: 
x die Grünabfälle mit 8.871 t 
x das Altholz mit 3.016 t und  
x Papier mit 2.537 t. 
Zudem wurden an den Recyclinghöfen erhebliche Men-
gen Sperrgut und Hausmüll sowie geringe Mengen 
Elektroschrott, Styropor, Kork en, Altreifen etc. abgege-
ben.  
  
27%
23%19%
9%
7%
6% 4% 5%
Papier/Pappe Grünabfälle Bioabfälle Verpackung
Glas Holz Metalle Kunststoffe
8871
1346
3016
2537
444
5076
0
2000
4000
6000
8000
10000
Grünabfälle  Sperrgut /
Hausmüll
Altholz Papier Schrott Verpackung
(DSD)

7 Abfallbilanz 2004 
 
 
         
         
         
         
2.4 Problemabfälle 
Über die Schadstoffsammlung auf den Recyclinghöfen 
wurden  
 
205 t Problemabfälle  
 
aus Haushalten gesammelt und über die Problemab-
fallzwischenläger am Standort Rösnerstr. verschiedenen 
Beseitigung- und Verwertungswegen zugeführt.  
 
Abb. 8: Erfasste und  entsorgte Mengen Problemabfälle 2004 in t 
 
 
Neben den dargestellten Hauptfraktionen wurden ge-
ringe Mengen Säuren, Laug en, Entwickler, Fixierer, 
Pflanzenschutzmittel, Chemikalien, Quecksilberabfälle, 
PCB-haltige Kondensatoren, Feuerlöschpulver und 
Spraydosen an den Recyclinghöfen angenommen und 
fachgerecht entsorgt.  
 
Die Kühlgeräteerfassung erfo lgte über die Recyclinghö-
fe, die Sperrmüllabfuhr und durch Direktanlieferung von 
Gewerbebetrieben. Insgesamt wurden 9.042 Stück (316 
t) gesammelt. In den Wiederverkauf gelangten 1.657 
Geräte (58 t). Die restlichen Geräte wurden entsorgt 
bzw. der Metallverwertung zugeführt. 
 
 
2.5 Sperrgut  
Im Rahmen der Sperrmüllsammlung wurden  
 
8.439 t Sperrgut 
 
erfasst. Die Steigerung gegenüber dem Jahr 2003 ist 
durch Sonderabfuhren aufgrund des Hochwassers im 
Sommer 2004 begründet.  
 
Abb. 9: Fraktionen Sperrgut 2004 in % 
 
Bei der Sperrgutsammlung werden vier Abfallfraktionen 
monatlich erfasst. Das eigentliche sperrige Gut wie z.B. 
Sofas, M atr atzen, alte Koff er oder Wohnzimmerschr än-
ke macht stets den größten Anteil der eingesammelten 
Abfälle aus.  
 
Über die parallel zur Sperrmüllerfassung, durchgeführte 
Grünabfallsammlung wurden  
 
5.243 t  Grünabfälle 
 
einer Verwertung zugeführt.  
 
Aufgrund der Schadstoffbelastung wurden 153 t Elekt-
ronikschrott und ca. 5200 Kühlgeräte (183 t) getrennt 
gesammelt und schadlos wiederverwertet. 
 
  
01 0 2 0 3 0 4 0 5 0 6 0 7 0 8 0
Lacke, Löse-,
Holzschutzmittel
Akkumulatoren
Altöl
ölhaltige Abfälle
Batterien incl.
Knopfzellen
Leuchtstoffröhren
37%
1%
1%
61%
Grünabfälle   Elektronikschrott Kühlgeräte Sperrgut

8 Abfallbilanz 2004 
 
 
 
         
         
         
         
3.1 Restabfallvorbehandlung  
Die mechanische Behandlungsstufe der MBRA war 2004 
erstmalig ganzjährig in Betrieb. Es wurden im Jahr 2004 
insgesamt  
55.952 t Restabfall 
verarbeitet. Mit 43.042 t bildete der Hausmüll den größ-
ten Anteil. Außerdem wurden 8.550 t Sperrmüll und 
4.054 t Gewerbeabfall mechanisch aufbereitet.  
28.191 t Feinmüll 
der in Zukunft der biologischen Stufe zugeführt wird,  
wurde zunächst auf der Zentraldeponie Münster II de-
poniert und im zweiten Halbjahr 2004 in der MBRA 
Gescher biologisch behandelt.  
 
Abb. 10: Hauptfraktionen Input MBRA 2004 in % 
 
 
Insgesamt wurden  in der MBRA 
 
26.015 t Wertstoffe  
 
aussortiert.  
 
Die verwertete Gesamtmenge setzt sich aus 5.204 t 
Kunststoffen, 2.386 t Metalle, 1.290 t Holz bzw. Steine 
und 1.108 t Papier zusammen. Einer thermischen Ver-
wertung (heizwertreiche Fraktion) wurden 16.028 t zu-
geführt. 
 
 
Abb. 11: Wertstoff-Output MBRA 2004 in % 
3. Restabfallbehandlung, 
Verwertung und Deponierung 
78%
15%
7%
Hausmüll Sperrmüll Gewerbeabfall
30%
2%
51%
2% 4% 1%
10%
Papier/Pappe Eisenmetall
Nichteisenmetall Kunststoffe
Heizwertreiche Fraktion Holz, Steine
Feinmüll (ZDM II, MBRA Gescher)

9 Abfallbilanz 2004 
 
 
         
         
         
         
3.2 Wertstoffsortierung 
Die Wertstoffsortieranlage stellt aus verschiedenen 
Wertstoffanlieferungen wie z.B. Papier, Kunststoffen, 
Metallen oder Holz sortenreine Fraktionen für die Ver-
wertung  bereit.  
 
Im Jahr 2004 stieg die Inputmenge gegenüber dem Jahr 
2003 um 80,2 %.  
 
 
Die Steigerung ist in dem zusätzlichem Umschlag von 
Altpapier aus der Papiertonnensammlung (14.708 t) in 
der Anlage begründet. 
 
 
Abb. 12: Hauptfraktionen Input Wertstoffsortieranlage 2004 in % 
 
In der Anlage wurden  
20.222 t Wertstoffe  
umgeschlagen bzw. sortiert. 
 
 
 
 
 
Abb. 13: Output Wertstoffsortieranlage 2004 in % 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Abb.sverzeichnis     
5% 3%
73%
1%
15%
3%
Gewerbeabfälle - Wertstoffe - Gewerbeabfälle - Altholz -
Papiertonne Papier Recyclinghöfe
Holz Recyclinghöfe Metall Recyclinghöfe
73,7%
0,2%
22,9%
0,3%
2,9%
Altpapier Styropor Altmetall Altholz Flachglas

10 Abfallbilanz 2004 
 
 
 
         
         
         
         
3. 3 Verwertung organischer Abfälle  
Bei der Grünabfallerfassung war 2004 eine Erhöhung 
von 10,5 % zu verzeichnen. Die Steigerung ist durch die 
feuchte Witterung des Jahres 2004 zu begründen, da 
die Erhöhung bei allen Erfassungssysteme feststellbar 
ist. 
 
Durch die Steigerung der Anlieferungsmengen bei den 
Grünabfällen stieg der Anlageninput der Grünabfall-
kompostierungsanlage auf  
 
28.258 t Grünabfälle.  
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 14: Input Grünabfallkompostierungsanlage 2004 in % 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
Als Anlagenoutput wurden 14.103 t Kompost und 4.762 t 
aufbereiteter Boden vermarktet. Die Zahlen sprechen 
für eine am Verwertungsmarkt orientierte Anlage. 
 
 
 
 
Abb. 15: Output Grünabfallkompostierungsanlage 2004 in % 
 
 
 
 
 
 
 
 
22%
8%
30%
19%
1%
20%
Grünabfälle Gewerbe Grünabfälle Privat 
Grünabfälle Recyclinghöfe Grünabfälle  Sperrgut
Laub Straßenreinigung Gärrückstand
6% 1%
93%
Kompost Kompost für Bodenaufbereitung Siebreste

11 Abfallbilanz 2004 
 
 
         
         
         
         
Der produzierte Kompost wurde vor allem im Bereich 
von Landwirtschaft und Gartenbau abgesetzt.  
 
Abb. 16: Absatzbereiche Grünkompost 2004 in % 
 
 
Die Bioabfallvergärungsanlage verarbeitete insgesamt  
 
18.263 t organische Abfälle  
 
aus der Biotonne. Der erzeugte Gärrückstand von 5.618 t 
wurde in der Grünabfallkompostierungsanlage zu Kom-
post weiterverarbeitet.  
 
Abb. 17: Output Biovergärungsanlage 2004 in % 
3.4 Deponierung 
Im Jahr 2004 wurde auf der Zentraldeponie Münster II 
insgesamt Siedlungsabfälle in Höhe von 
 
37.557 t abgelagert.  
 
Im Vergleich zum Jahr 2003 verringerte sich die Ablage-
rungsmenge durch den Betrieb der mechanischen Auf-
bereitungsstufe der MBRA um 26,5 %.  
 
Die abgelagerten  
 
20.113 t Feinmüll 
 
aus der MBRA werden zukünftig biologisch behandelt.  
 
Die restliche Ablagerungsmenge setzt sich aus nicht 
mechanisch vorbehandelbar en Abfällen (z.b. Straßen-
kehricht, Asbest) sowie Gewerbeabfällen zusammen, die 
aufgrund der geänderten Genehmigung im zweiten 
Halbjahr 2004 unvorbehandelt deponiert werden konn-
ten.  
 
 
 
 
Abb. 18: 2004 deponierte Siedlungsabfälle in kg je Einwohner 
 
    
46%
3%
41%
5% 3% 2%
Landwirtschaft Erwerbgartenbau Landschaftsbau
Kleingartenanlagen Hobbygartenbau Erdenwerk
66%
21%
13%
Bioabfälle Gärrückstand zur Kompostierungsanlage Sortierreste
25,9
20,0
72,1
1,30,8
0,1
14,3
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Rückstände aus Stadtreinigung
Baurestabfälle Rückstände Abwasserreinigung
Feinmüll MBRA

12 Abfallbilanz 2004 
 
 
 
         
         
         
         
4. 1 Siedlungsabfälle 
Die Menge der deponierten Sieldungsabfälle ist weiter 
gesunken. Dies ist auf den mechanischen Teil der MBRA 
Münster bzw. auf die biolog ische Behandlung des Anla-
gen Outputs Münster in der MBRA Gescher zurückzu-
führen.   
 
 
 
 
Abb. 19: Entwicklung deponierter Siedlungsabfälle 1990 - 2004 in t 
 
 
 
 
 
 
Die Verwertungsrate im Jahr 2004 ist gestiegen. Durch 
die ganzjährige Vorbehandlung des Restabfalls in der 
MBRA konnten weitere Wertstoffe einer Verwertung 
zugeführt werden. Die Menge der aussortierten Kunst-
stoffe und die sogenannte Heizwertreiche Fraktion sind 
nochmals angestiegen. Aber auch bei vielen anderen 
Wertstoffen lassen sich leichte Steigerungen feststellen. 
 
 
 
 
Abb. 20: Entwicklung der erfassten Wertstoffmengen 1990 - 2004 in t 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
4. Abfallwirtschaftliche  
Entwicklung 
0
50000
100000
150000
200000
250000
300000
350000
1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Rückstände Abwasserreinig.
Rückstände Stadtreinigung Baurestabfälle
Feinmüll MBRA
0
20000
40000
60000
80000
100000
120000
1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004
Glas Papier/Pappe Verpackung
Metalle Grünabfälle Bioabfälle
Kunststoffe Heizwertreiche Fraktion Holz

13 Abfallbilanz 2004 
 
 
         
         
         
         
4.2 Wertstoffe  
Im Jahr 2004 ist die Gesamtmenge der erfassten  
Bio- und Grünabfälle 
gestiegen. Der größte Zuwachs bei den Grünabfällen ist 
– wie bereits ausgeführt – witterungsbedingt.  
Abb. 21: Verwertete Mengen Bio- und Grünabfälle 1990 - 2004 in t  
 
Bei dem  2004 gesammelten 
 
Altglas 
 
ist ein weiterer Rückgang zu verzeichnen. Dieser Trend 
dauert seit der Zunahme von PET-Flaschen an. 
 
Abb. 22: Altglassammelmengen 1990 - 2004 in t  
 
 
  
 
 
Die Menge der im Jahr 2004 gesammelten von  
 
Papier, Pappe, Kartonagen 
 
ist im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. Der An-
stieg im Bereich der Papiertonne übersteigt die Mengen, 
die früher über Depotcontainer gesammelt wurden. 
Auch die in der MBRA aussortierte Menge ist nochmals 
gestiegen. Lediglich im Bereich der gewerblichen 
Papiertonne sind die Mengen gesunken. 
 
 
 
Abb. 23: Sammelmengen Papier, Pappe, Kartonagen 1990 - 2004 in t 
 
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000
1990
1992
1994
1996
1998
2000
2002
2004
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
1990
1992
1994
1996
1998
2000
2002
2004
Depotcont. / Papiertonne Recyclinghöfe Gewerbe Verwertung MBRA
0
5000
10000
15000
20000
25000
30000
35000
40000
45000
1990
1992
1994
1996
1998
2000
2002
2004
Grünabfälle Bioabfälle

14 Abfallbilanz 2004 
 
 
 
         
         
         
         
Nachdem im vergangenen Jahr die Menge der gesam-
melten  
 
Verpackungsleichtstoffe  
 
zurückgegangen war, ist sie 2004 wieder gestiegen. 
Abb. 24: Sammelmengen Verpackungswertstoffe 1990 - 2004 in t  
 
Auch bei der gesammelten Menge   
 
Altholz 
 
ist nach dem kontinuierlichen Rückgang der vergange-
nen Jahre wieder ein Anstieg zu verzeichnen. 
Abb. 25: Altholzmengen 1990 - 2004 in t  
 
 
In vielen Wertstoffbereichen sind mehr oder weniger 
große Steigerungen der gesammelten Mengen zu ver-
zeichnen. Insgesamt befinden sich die Sammelmengen 
für Wertstoffe in Münster nach wie vor auf einem sehr 
hohen Niveau.    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
    
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
8000
9000
10000
1990
1992
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
8000
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004

Berichtsvorlage

568 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Abfallbilanz 2004 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
03.03.2005 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Im Rahmen des Berichtswesens der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird dem Werksaus-
schuss mit der Anlage die Abfallbilanz 2004 vorgelegt. 
 
 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
 
Joksch 
(Stadtbaurat) 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0153/2005 
Auskunft erteilt: 
Frau  Peters 
Ruf: 
60 52 14 
E-Mail: 
peters@awm.stadt-muenster.de 
Datum: 
22.02.2005 
Öffentliche Berichtsvorlage

Beratungsverlauf (1)

03.03.2005 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 6 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Rösnerstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0153/2005
Typ
Vorlage
Datum
21.02.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37