V/0153/2005
Abfallbilanz 2004
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Anlage
20476 Zeichen
1 Abfallbilanz 2004
1. Zusammenfassung....................................................3
2. Gesamtaufkommen an Siedlungs-
abfällen und Wertstoffen .......................................4
2.1 Siedlungsabfälle..................................................................4
2.2 Wertstoffe..............................................................................5
2.3 Recyclinghöfe.......................................................................6
2.4 Problemabfälle.....................................................................7
2.5 Sperrgut..................................................................................7
3. Restabfallbehandlung, Verwertung
und Deponierung.......................................................8
3.1 Restabfallvorbehandlung................................................8
3.2 Wertstoffsortierung..........................................................9
3.3 Verwertung organischer Abfälle................................10
3.4. Deponierung........................................................................11
4. Abfallwirtschaftliche En twicklung........................12
4.1 Siedlungsabfälle.................................................................12
4.2 Wertstoffe............................................................................
14
Inhaltsverzeichnis
2 Abfallbilanz 2004
Abb. 1: Gesamtabfallaufkommen 2004
in t nach Abfallart................................................................4
Abb. 2: Gesamtabfallaufkommen 2004
in kg pro Einwohner...........................................................4
Abb. 3: Anteile behandelter, verwerteter und
deponierter Abfälle in %...................................................5
Abb. 4: Verwertete Abfallarten in kg
pro Einwohner und Jahr....................................................5
Abb. 5: Erfasste Menge Wertstoffe in t in den
Jahren 2003 und 2004.......................................................5
Abb. 6: Zusammensetzung der
verwerteten Sieldungsabfälle in %..............................6
Abb. 7: Erfasste Mengen Recyclinghöfe
2004 in t..................................................................................7
Abb. 8:. Erfasste und entsorgte Mengen
Problemabfälle 2004 in t..................................................7
Abb. 9: Fraktionen Sperrgut 2004 in %......................................7
Abb. 10: Hauptfraktionen
Input MBRA 2004 in %......................................................8
Abb. 11: Wertstoff-Output MBRA 2004 in %............................8
Abb. 12: Hauptfraktionen Input
Wertstoffsortieranlage 2004 in %...............................9
Abb. 13: Output
Wertstoffsortieranlage 2004 in %...............................9
Abb. 14: Input
Grünabfallkompostierungsanlage 2004 in %.......10
Abb. 15: Output
Grünabfallkompostierungsanlage 2004 ...............10
Abb. 16: Absatzbereiche Grünkompost 2004 in %.................11
Abb. 17: Output Biovergärung sanlage 2004 in %..................11
Abb. 18: 2004 deponierte Siedlungsabfälle
in kg je Einwohner .............................................................11
Abb. 19: Entwicklung deponierter
Siedlungsabfälle 1990 -2 004 in t................................12
Abb. 20: Entwicklung der erfassten
Wertstoffengen 1990-2004 in t...................................12
Abb. 21: Verwertete Mengen Bio- und
Grünabfälle 1990 - 2004 in t.........................................13
Abb. 22: Altglassammelmengen 1990 - 2004 in t.................13
Abb. 23: Sammelmengen Papier, Pappe,
Kartonagen 1990-2004 in t...........................................13
Abb. 24: Sammelmengen
Verpackungswertstoffe 1990 - 2004 in t.................14
Abb. 25: Altholzmengen 1990 - 2004 in t..................................14
Abbildungsverzeichnis
3 Abfallbilanz 2004
Die Entwicklung der Abfallwirtschaft hat sich in den
vergangenen Jahren vor allem durch Konstanz ausge-
zeichnet. Der Anteil der deponierten Abfälle und der
Wertstoffe unterlag nur noch geringfügigen Schwan-
kungen.
Im Bereich der häuslichen Abfälle hat der Anteil der
deponierten Mengen in den letzten 10 Jahren stetig
abgenommen. Diese Entwicklung verlangsamt sich seit
einigen Jahren. Bei den Wertstoffen war ein geringfügi-
ger Rückgang zu verzeichnen
Mit der Inbetriebnahme der mechanischen Stufe der
mechanisch-biologischen Re stabfallbehandlungsanlage
(MBRA) hat sich diese Situ ation deutlich verändert.
Durch die Vorbehandlung des Restabfalls können die-
sem weitere Wertstoffe entnommen werden. Dadurch
ist im Jahr 2004 - bei erstmalig ganzjährigem Betrieb
der mechanischen Stufe der MBRA und 6-monatiger
biologischer Behandlung des Outputs der mechani-
schen Stufe der MBRA Gescher - die Menge der verwer-
teten Materialien weiter gestiegen und auf der Deponie
wurde entsprechend weniger Restabfall abgelagert.
Diese Entwicklung wird sich mit der Inbetriebnahme der
biologischen Stufe der MBRA Münster weiter fortsetzen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Einwoh-
ner Münsters mit ihrer ausg eprägten Bereitschaft zur
Abfalltrennung und die AWM mit ihren ausdifferenzier-
ten abfallwirtschaftlichen Angeboten die Möglichkeiten
der Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Verwertung
nahezu ausgeschöpft haben.
1. Zusammenfassung
4 Abfallbilanz 2004
2.1 Siedlungsabfälle
Das Gesamtaufkommen an Si edlungsabfällen, die im
Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe
Münster entsorgt bzw. verwertet wurden, betrug 2004
insgesamt
204.422 t Siedlungsabfälle.
Der größte Anteil entfiel dabei auf den Haus- und
Sperrmüll mit 131.930 t.
Abb. 1: Gesamtabfallaufkommen 20o4 in % nach Abfallart
Die Gewerbeabfallmenge betrug 20.936 t. Außerdem
wurden 5.729 t Rückstände aus der Stadtreinigung und
458 t Rückstände aus der Abwasserreinigung durch die
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster entsorgt oder ver-
wertet.
Bezogen auf die Einwohner der Stadt Münster ergibt
sich folgende Aufteilung des Abfallaufkommens:
Abb. 2: Gesamtabfallaufkommen 2004 in kg pro Einwohner
Das Aufkommen an Baurestabfällen spiegelt die ver-
wertete Boden- und Bauschuttmenge im Bereich der
Zentraldeponie Münster II wider.
2. Gesamtaufkommen an
Siedlungsabfällen und Wertstoffen
2. Gesamtaufkommen an
Siedlungsabfällen und Wertstoffen
423
50
75
163
21
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Baurestabfälle
Rückstände Stadtreinigung
57,9%
6,8%
10,3%
22,2%
2,8%
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Baurestabfälle
Rückstände Stadtreinigung
5 Abfallbilanz 2004
2.2 Wertstoffe
Insgesamt wurden im Jahr 2004 von den gesammelten
Siedlungsabfällen
161.111 t verwertet.
Die Gesamtverwertungsquote betrug damit 78,8 % .
66 % wurden direkt verwertet und 27 % über die MBRA .
Abb. 3: Anteile behandelter, verwerteter und deponierter Abfälle in %
Beim Haus- und Gewerbemüll betrug die verwertete
Menge 115.910 t (75,8 %). Be zogen auf die verschiedenen
Wertstoffarten wurden pro Einwohner folgende Men-
gen verwertet:
Abb. 4: Verwertete Abfallarten in kg pro Einwohner und Jahr
Im Jahr 2004 wurden keine abfallwirtschaftlichen Maß-
nahmen im Bereich der Privathaushalte (Bio- und Pa-
piertonne, getrennte Sperrmüllabfuhr, Recyclinghof-
netz, DSD Sammlung) verändert oder neu eingeführt.
Bei den erfassten Mengen ergeben sich jedoch einige
Abweichungen.:
x Die Altglasmenge verringerte sich, durch den erhöh-
ten Marktanteil der PET- Flaschen, um 8,9 %.
x Die über das DSD erfasste Menge an Verpackungs-
abfällen stieg um 2,4 %.
x Bei der Grünabfallerfassung ist ein Erhöhung von
10,5 % zu verzeichnen. Die Steigerung ist durch die
feuchte Witterung des Jahres 2004 zu begründen,
da die Erhöhung bei alle n Erfassungssysteme fest-
stellbar ist.
Abb. 5: Erfasste Menge Wertstoffe in t in den Jahren 2003 und 2004
27%
66%
7%
Behandlung MBRA Verwertung Deponierung
0 2 04 06 08 0 1 0 0
Kunststoffe
Metalle
Holz
Glas
Verpackung
Bioabfälle
Grünabfälle
Papier/Pappe
0 5000 10000 15000 20000 25000
DSD
Glas
Grünabfall
2004
2003
6 Abfallbilanz 2004
Aufgrund der Umsetzung der 2003 in Kraft getretenen
Altholzverordnung und der MBRA-Mengen stieg auch
im Jahr 2004 die Altholzmenge um 28,9 %. Die verwer-
tete Menge behandeltem Altholz erhöhte sich ebenfalls
um 18,0 %.
Durch den erstmals ganzjährigen Betrieb der MBRA
traten weitere Veränderungen im Wertstoffaufkommen
auf:
x 5.204 t Kunststoffabfälle wurden einer Verwertung
zugeführt. Das ist mehr als doppelt so viel wie im
Vorjahr.
x Die Altmetallmenge erhöhte sich nochmals um 23,9
% durch die Mengensteigerung im Gesamtjahres-
betrieb.
Abb. 6: Zusammensetzung der verwerteten Siedlungsabfälle in %
2.3 Recyclinghöfe
Die Recyclinghöfe in Münste r sind ein wichtiger Bau-
stein zur Erfassung von Wertstoffen. Insgesamt wurden
im Jahr 2004
17.120 t Wertstoffe an den Recyclinghöfen
getrennt erfasst.
Abb. 7: Erfasste Mengen Recyclinghöfe 2004 in t
Die größten Wertstofffraktionen bilden:
x die Grünabfälle mit 8.871 t
x das Altholz mit 3.016 t und
x Papier mit 2.537 t.
Zudem wurden an den Recyclinghöfen erhebliche Men-
gen Sperrgut und Hausmüll sowie geringe Mengen
Elektroschrott, Styropor, Kork en, Altreifen etc. abgege-
ben.
27%
23%19%
9%
7%
6% 4% 5%
Papier/Pappe Grünabfälle Bioabfälle Verpackung
Glas Holz Metalle Kunststoffe
8871
1346
3016
2537
444
5076
0
2000
4000
6000
8000
10000
Grünabfälle Sperrgut /
Hausmüll
Altholz Papier Schrott Verpackung
(DSD)
7 Abfallbilanz 2004
2.4 Problemabfälle
Über die Schadstoffsammlung auf den Recyclinghöfen
wurden
205 t Problemabfälle
aus Haushalten gesammelt und über die Problemab-
fallzwischenläger am Standort Rösnerstr. verschiedenen
Beseitigung- und Verwertungswegen zugeführt.
Abb. 8: Erfasste und entsorgte Mengen Problemabfälle 2004 in t
Neben den dargestellten Hauptfraktionen wurden ge-
ringe Mengen Säuren, Laug en, Entwickler, Fixierer,
Pflanzenschutzmittel, Chemikalien, Quecksilberabfälle,
PCB-haltige Kondensatoren, Feuerlöschpulver und
Spraydosen an den Recyclinghöfen angenommen und
fachgerecht entsorgt.
Die Kühlgeräteerfassung erfo lgte über die Recyclinghö-
fe, die Sperrmüllabfuhr und durch Direktanlieferung von
Gewerbebetrieben. Insgesamt wurden 9.042 Stück (316
t) gesammelt. In den Wiederverkauf gelangten 1.657
Geräte (58 t). Die restlichen Geräte wurden entsorgt
bzw. der Metallverwertung zugeführt.
2.5 Sperrgut
Im Rahmen der Sperrmüllsammlung wurden
8.439 t Sperrgut
erfasst. Die Steigerung gegenüber dem Jahr 2003 ist
durch Sonderabfuhren aufgrund des Hochwassers im
Sommer 2004 begründet.
Abb. 9: Fraktionen Sperrgut 2004 in %
Bei der Sperrgutsammlung werden vier Abfallfraktionen
monatlich erfasst. Das eigentliche sperrige Gut wie z.B.
Sofas, M atr atzen, alte Koff er oder Wohnzimmerschr än-
ke macht stets den größten Anteil der eingesammelten
Abfälle aus.
Über die parallel zur Sperrmüllerfassung, durchgeführte
Grünabfallsammlung wurden
5.243 t Grünabfälle
einer Verwertung zugeführt.
Aufgrund der Schadstoffbelastung wurden 153 t Elekt-
ronikschrott und ca. 5200 Kühlgeräte (183 t) getrennt
gesammelt und schadlos wiederverwertet.
01 0 2 0 3 0 4 0 5 0 6 0 7 0 8 0
Lacke, Löse-,
Holzschutzmittel
Akkumulatoren
Altöl
ölhaltige Abfälle
Batterien incl.
Knopfzellen
Leuchtstoffröhren
37%
1%
1%
61%
Grünabfälle Elektronikschrott Kühlgeräte Sperrgut
8 Abfallbilanz 2004
3.1 Restabfallvorbehandlung
Die mechanische Behandlungsstufe der MBRA war 2004
erstmalig ganzjährig in Betrieb. Es wurden im Jahr 2004
insgesamt
55.952 t Restabfall
verarbeitet. Mit 43.042 t bildete der Hausmüll den größ-
ten Anteil. Außerdem wurden 8.550 t Sperrmüll und
4.054 t Gewerbeabfall mechanisch aufbereitet.
28.191 t Feinmüll
der in Zukunft der biologischen Stufe zugeführt wird,
wurde zunächst auf der Zentraldeponie Münster II de-
poniert und im zweiten Halbjahr 2004 in der MBRA
Gescher biologisch behandelt.
Abb. 10: Hauptfraktionen Input MBRA 2004 in %
Insgesamt wurden in der MBRA
26.015 t Wertstoffe
aussortiert.
Die verwertete Gesamtmenge setzt sich aus 5.204 t
Kunststoffen, 2.386 t Metalle, 1.290 t Holz bzw. Steine
und 1.108 t Papier zusammen. Einer thermischen Ver-
wertung (heizwertreiche Fraktion) wurden 16.028 t zu-
geführt.
Abb. 11: Wertstoff-Output MBRA 2004 in %
3. Restabfallbehandlung,
Verwertung und Deponierung
78%
15%
7%
Hausmüll Sperrmüll Gewerbeabfall
30%
2%
51%
2% 4% 1%
10%
Papier/Pappe Eisenmetall
Nichteisenmetall Kunststoffe
Heizwertreiche Fraktion Holz, Steine
Feinmüll (ZDM II, MBRA Gescher)
9 Abfallbilanz 2004
3.2 Wertstoffsortierung
Die Wertstoffsortieranlage stellt aus verschiedenen
Wertstoffanlieferungen wie z.B. Papier, Kunststoffen,
Metallen oder Holz sortenreine Fraktionen für die Ver-
wertung bereit.
Im Jahr 2004 stieg die Inputmenge gegenüber dem Jahr
2003 um 80,2 %.
Die Steigerung ist in dem zusätzlichem Umschlag von
Altpapier aus der Papiertonnensammlung (14.708 t) in
der Anlage begründet.
Abb. 12: Hauptfraktionen Input Wertstoffsortieranlage 2004 in %
In der Anlage wurden
20.222 t Wertstoffe
umgeschlagen bzw. sortiert.
Abb. 13: Output Wertstoffsortieranlage 2004 in %
Abb.sverzeichnis
5% 3%
73%
1%
15%
3%
Gewerbeabfälle - Wertstoffe - Gewerbeabfälle - Altholz -
Papiertonne Papier Recyclinghöfe
Holz Recyclinghöfe Metall Recyclinghöfe
73,7%
0,2%
22,9%
0,3%
2,9%
Altpapier Styropor Altmetall Altholz Flachglas
10 Abfallbilanz 2004
3. 3 Verwertung organischer Abfälle
Bei der Grünabfallerfassung war 2004 eine Erhöhung
von 10,5 % zu verzeichnen. Die Steigerung ist durch die
feuchte Witterung des Jahres 2004 zu begründen, da
die Erhöhung bei allen Erfassungssysteme feststellbar
ist.
Durch die Steigerung der Anlieferungsmengen bei den
Grünabfällen stieg der Anlageninput der Grünabfall-
kompostierungsanlage auf
28.258 t Grünabfälle.
Abb. 14: Input Grünabfallkompostierungsanlage 2004 in %
Als Anlagenoutput wurden 14.103 t Kompost und 4.762 t
aufbereiteter Boden vermarktet. Die Zahlen sprechen
für eine am Verwertungsmarkt orientierte Anlage.
Abb. 15: Output Grünabfallkompostierungsanlage 2004 in %
22%
8%
30%
19%
1%
20%
Grünabfälle Gewerbe Grünabfälle Privat
Grünabfälle Recyclinghöfe Grünabfälle Sperrgut
Laub Straßenreinigung Gärrückstand
6% 1%
93%
Kompost Kompost für Bodenaufbereitung Siebreste
11 Abfallbilanz 2004
Der produzierte Kompost wurde vor allem im Bereich
von Landwirtschaft und Gartenbau abgesetzt.
Abb. 16: Absatzbereiche Grünkompost 2004 in %
Die Bioabfallvergärungsanlage verarbeitete insgesamt
18.263 t organische Abfälle
aus der Biotonne. Der erzeugte Gärrückstand von 5.618 t
wurde in der Grünabfallkompostierungsanlage zu Kom-
post weiterverarbeitet.
Abb. 17: Output Biovergärungsanlage 2004 in %
3.4 Deponierung
Im Jahr 2004 wurde auf der Zentraldeponie Münster II
insgesamt Siedlungsabfälle in Höhe von
37.557 t abgelagert.
Im Vergleich zum Jahr 2003 verringerte sich die Ablage-
rungsmenge durch den Betrieb der mechanischen Auf-
bereitungsstufe der MBRA um 26,5 %.
Die abgelagerten
20.113 t Feinmüll
aus der MBRA werden zukünftig biologisch behandelt.
Die restliche Ablagerungsmenge setzt sich aus nicht
mechanisch vorbehandelbar en Abfällen (z.b. Straßen-
kehricht, Asbest) sowie Gewerbeabfällen zusammen, die
aufgrund der geänderten Genehmigung im zweiten
Halbjahr 2004 unvorbehandelt deponiert werden konn-
ten.
Abb. 18: 2004 deponierte Siedlungsabfälle in kg je Einwohner
46%
3%
41%
5% 3% 2%
Landwirtschaft Erwerbgartenbau Landschaftsbau
Kleingartenanlagen Hobbygartenbau Erdenwerk
66%
21%
13%
Bioabfälle Gärrückstand zur Kompostierungsanlage Sortierreste
25,9
20,0
72,1
1,30,8
0,1
14,3
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Rückstände aus Stadtreinigung
Baurestabfälle Rückstände Abwasserreinigung
Feinmüll MBRA
12 Abfallbilanz 2004
4. 1 Siedlungsabfälle
Die Menge der deponierten Sieldungsabfälle ist weiter
gesunken. Dies ist auf den mechanischen Teil der MBRA
Münster bzw. auf die biolog ische Behandlung des Anla-
gen Outputs Münster in der MBRA Gescher zurückzu-
führen.
Abb. 19: Entwicklung deponierter Siedlungsabfälle 1990 - 2004 in t
Die Verwertungsrate im Jahr 2004 ist gestiegen. Durch
die ganzjährige Vorbehandlung des Restabfalls in der
MBRA konnten weitere Wertstoffe einer Verwertung
zugeführt werden. Die Menge der aussortierten Kunst-
stoffe und die sogenannte Heizwertreiche Fraktion sind
nochmals angestiegen. Aber auch bei vielen anderen
Wertstoffen lassen sich leichte Steigerungen feststellen.
Abb. 20: Entwicklung der erfassten Wertstoffmengen 1990 - 2004 in t
4. Abfallwirtschaftliche
Entwicklung
0
50000
100000
150000
200000
250000
300000
350000
1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Rückstände Abwasserreinig.
Rückstände Stadtreinigung Baurestabfälle
Feinmüll MBRA
0
20000
40000
60000
80000
100000
120000
1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004
Glas Papier/Pappe Verpackung
Metalle Grünabfälle Bioabfälle
Kunststoffe Heizwertreiche Fraktion Holz
13 Abfallbilanz 2004
4.2 Wertstoffe
Im Jahr 2004 ist die Gesamtmenge der erfassten
Bio- und Grünabfälle
gestiegen. Der größte Zuwachs bei den Grünabfällen ist
– wie bereits ausgeführt – witterungsbedingt.
Abb. 21: Verwertete Mengen Bio- und Grünabfälle 1990 - 2004 in t
Bei dem 2004 gesammelten
Altglas
ist ein weiterer Rückgang zu verzeichnen. Dieser Trend
dauert seit der Zunahme von PET-Flaschen an.
Abb. 22: Altglassammelmengen 1990 - 2004 in t
Die Menge der im Jahr 2004 gesammelten von
Papier, Pappe, Kartonagen
ist im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. Der An-
stieg im Bereich der Papiertonne übersteigt die Mengen,
die früher über Depotcontainer gesammelt wurden.
Auch die in der MBRA aussortierte Menge ist nochmals
gestiegen. Lediglich im Bereich der gewerblichen
Papiertonne sind die Mengen gesunken.
Abb. 23: Sammelmengen Papier, Pappe, Kartonagen 1990 - 2004 in t
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000
1990
1992
1994
1996
1998
2000
2002
2004
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
1990
1992
1994
1996
1998
2000
2002
2004
Depotcont. / Papiertonne Recyclinghöfe Gewerbe Verwertung MBRA
0
5000
10000
15000
20000
25000
30000
35000
40000
45000
1990
1992
1994
1996
1998
2000
2002
2004
Grünabfälle Bioabfälle
14 Abfallbilanz 2004
Nachdem im vergangenen Jahr die Menge der gesam-
melten
Verpackungsleichtstoffe
zurückgegangen war, ist sie 2004 wieder gestiegen.
Abb. 24: Sammelmengen Verpackungswertstoffe 1990 - 2004 in t
Auch bei der gesammelten Menge
Altholz
ist nach dem kontinuierlichen Rückgang der vergange-
nen Jahre wieder ein Anstieg zu verzeichnen.
Abb. 25: Altholzmengen 1990 - 2004 in t
In vielen Wertstoffbereichen sind mehr oder weniger
große Steigerungen der gesammelten Mengen zu ver-
zeichnen. Insgesamt befinden sich die Sammelmengen
für Wertstoffe in Münster nach wie vor auf einem sehr
hohen Niveau.
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
8000
9000
10000
1990
1992
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
8000
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Berichtsvorlage
568 Zeichen
DER OBERBÜRGERMEISTER Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Betrifft Abfallbilanz 2004 Beratungsfolge 03.03.2005 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht Bericht: Im Rahmen des Berichtswesens der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird dem Werksaus- schuss mit der Anlage die Abfallbilanz 2004 vorgelegt. I.V. gez. Joksch (Stadtbaurat) Vorlagen-Nr.: V/0153/2005 Auskunft erteilt: Frau Peters Ruf: 60 52 14 E-Mail: peters@awm.stadt-muenster.de Datum: 22.02.2005 Öffentliche Berichtsvorlage
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Rösnerstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0153/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 21.02.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37